Migräne- und Kopfschmerz-Chat am 30.01.2011

  1. Sven sagt:

    Hallo, ich bin 37 Jahre alt, und bei mir wurde in dem Jahr 2002 episodischer Clusterkopfschmerz festgestellt, davor hatte ich seit meinem 12 lebensjahr Migräne. Ich hatte 480mg Verapamil zur Prophylaxe. Der Arzt sagte mir das diese Menge für einen Episodiker vieeel zu hoch sei, und ich das mit einem Neurologen der sich auskennt runter fahren sollte, und erst dann wieder nehmen sollte wenn ich merkte das neue Attaken bevorstehen (hat nicht geklappt) bei 120mg Verapamil habe ich sehr starke Attacken bekommen. Hab das Verapamil dann gleich wieder hochgesetzt auf 480mg. Mit absprache des Neurologen. Hat sich aus dem episodischen Cluster jetzt ein chronischer entwickelt…..???
    Danke Sven

    • Lieber Sven,
      die Dosierung von Verapamil wird individuell vorgenommen. Die Dosis hängt ab vom individuellen Verlauf, von der Phase der Clusterperiode, der Wirksamkeit und der Verträglichkeit. Besteht ein episodischer Verlauf und der Patient befindet sich außerhalb der aktiven Clusterperiode, hält man in der Regel einen Sicherheitsabstand ein, indem die Dosierung von Verapamil weiter aufrechterhalten wird. Je nach Verlaufsform kann dann zu einem bestimmten Zeitpunkt die Dosierung von Verapamil reduziert werden. Dafür gibt es keine festen Regeln. Hier geht man nach individueller Erfahrung aufgrund der bisherigen aktiven Perioden und der dazwischenliegenden freien Intervalle vor. Eine Faustregel ist, dass man etwa sechs bis acht Wochen über die bestehende aktive Periode hinaus behandelt und dann einen Absetzversuch bei episodischer Verlaufsform vornimmt. Treten dann neue Attacken mit Ausbruch einer neuen aktiven Periode auf, kann das Behandlungskonzept wieder aufgenommen werden. Bei Ihnen scheint es so zu sein, dass Sie abdosiert haben und dann bei 120 mg wieder erneut Attacken aufgetreten sind. Wahrscheinlich hat das Verapamil die bestehende aktive Periode soweit effektiv zum Stillstand gebracht. Allerdings ist beim Abdosierungsversuch erneut die Periode wieder angelaufen. Richtig ist dann in einer solchen Situation, die Dosierung wieder auf ein wirksames Niveau anzuheben. Tatsächlich kann sich auch aus einer episodischen Verlaufsform eine chronische Verlaufsform entwickeln. Erfreulicherweise ist auch der umgekehrte Weg möglich. Ist der Clusterkopfschmerz unvorhersehbar und bestehen sehr schwere Attacken, ziehen es manche Patienten vor, lieber längerfristig auf höheren Verapamil-Dosierungen zu verbleiben um das Risiko einer erneuten aktiven Periode mit schwer behandelbaren Attacken einzugehen. Dies kann aber nur im individuellen Fall entschieden werden und kann nicht sicher vorhergesagt werden.
      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  2. Maja sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    mir ist bewusst, das dieser Chat hauptsächlich für Migränepatienten ist, jedoch bin ich inzwischen an einem Punkt angelangt, wo meine Kraft so ziemlich am Ende ist. Meine Problematik liegt zwar eher im Rückenbereich, was jedoch auch einen Migränenanteil mit einschließt, jedenfalls bei mir. Laut meinem Schmerzarzt habe ich inzwischen zwar eine Diagnose erhalten ( Schmerzsyndrom Chron. Stadium II n. Gebershagen, Kombinierte L5-S1- neuropathische Lumboischialgie li., Chronisches pseudoradikuläres Lumbalsyndrom, Lumbosakrale Übergangsanomalie mit 6gliedriger LWS 4/5, Spondylarthrose, Depression, Primenstruelle Migräne, arterielle Hypertonie ) und bekomme Opiate, Pregabalin und eigentlich Cymbalta. Von diesem Gemisch jedoch war ich so müde, dass ich während des Autofahrens mit dem nicht ein zu schlafen kämpfte. An Psychotherapie bekomme ich alle 6 Wochen nur ein kurzes Statement, ob das mit den Medikamenten geht. Eine Therapie selber ist zur Zeit auf Grund von Wartezeiten aussichtslos. Nach dem letzten Besuch bei dem Psychiater, stellte dieser die Medikamentation um und gab mir ein aufhellendes Mittel aus dem Sammelsurium der Antidepressiva. Damit jedoch veränderte sich mein Wesen so dermaßen, das ich überall nur Probleme bekam mit meinen Mitmenschen, was jedoch nicht in meinem Sinne ist, so dass ich dieses Medikament nicht mehr nehme. Ferner darf ich mit diesem Medikament auch keine sumatriptanhaltigen Medikamente nehmen, welche ich jedoch eigentlich fast alle 4 Wochen brauche.
    Inzwischen stelle ich mir die Frage, ob ein Aufenthalt in einer Schmerzklinik für mich sinnvoll wäre, damit ich eine Schmerztherapie erhalte, welche alle Probleme abdecken würden? Nur wenn ja, wie lange müsste ich mit einem Aufenthalt rechnen, denn dieser dürfte eine Dauer von 6 Wochen nicht überschreiten, da ich zur Zeit eine Umschulung über den RV Träger mache. Außerdem habe ich Sorge, dass mir die RV dann die Umschulung streicht und dann habe ich keine weitere Aussicht auf Arbeit, welche ich jedoch dringend brauche als allein stehender Mensch. Auch wird dieses überhaupt genehmigt werden, zumal ich ja in Behandlung bei einem Schmerztherapeuten bin? Ferner wie lange wären die Wartezeiten? Ich weiß einfach nicht mehr wie ich weiter machen soll, nur eines weiß ich, so wie es zur Zeit läuft, geht es nicht mehr, da ich auch auf die ständigen Medikamentenwechsel körperlich und seelisch reagiere. Das einzige was ich nur sehr gerne möchte, ist normal mit den Schmerzen leben zu können. Wie sehen Sie das?
    Einen ganz lieben Gruß
    Maja

    • Liebe Maja,
      ich bedauere sehr, dass Sie sich mit solch hartnäckigen Schmerzen und schweren Begleiterkrankungen belasten müssen. Im Vordergrund stehen nach Ihren Schilderungen Rückenschmerzen, bedingt durch unterschiedliche Erkrankungen, Migräne, Bluthochdruck und Depressionen. Sie schildern, dass Sie mit den Behandlungsansätzen im ambulanten Bereich nicht zurechtkommen. Die unterschiedlichen Medikamente führen zur reduzierten Verträglichkeit, die Funktionsfähigkeit im Alltag ist nicht ausreichend gegeben. Auch psychologische Therapieverfahren wirken im ambulanten Bereich nach Ihren Schilderungen nicht ausreichend.

      Tatsächlich kann in Ihrer Situation die stationäre Behandlung in einer spezialisierten Klinik sinnvoll sein. Bei der von Ihnen beschriebenen Komplexität muss überlegt werden, ob ein Rehabilitationsverfahren über den Rentenversicherungsträger oder eine vollstationäre Krankenhausbehandlung über Ihre Krankenversicherung zielführend ist. Besprechen Sie diese Hintergründe mit Ihrem Schmerztherapeuten. Er wird Sie dann auch beraten, in welcher speziellen Klinik Sie behandelt werden sollen. Dies kann eine spezielle Schmerzklinik sein, in Hinblick auf die zusätzlich bestehenden Erkrankungen jedoch auch eine psychosomatische Klinik. Dies hängt ganz von den individuellen Schwerpunkten in Ihrem Fall ab und von der ausgesuchten Einrichtung. Daher sollten Sie gezielt bei Ihrem behandelnden ambulanten Schmerztherapeuten die beschriebenen Behandlungsmöglichkeiten im stationären Bereich ausloten. Fragen Sie auch bei Ihrer Krankenkasse nach, ob sie für Ihre Situation bestimmte Behandlungsprogramme anbietet und ob diese entsprechend vertraglich geregelt sind. Sie können dann zielgerichtet sich für eine Einrichtung entscheiden. Wichtig ist, dass Sie jetzt etwas unternehmen und dem schweren Leidensdruck positive Aktivität entgegensetzen.
      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  3. pinkflower sagt:

    Lieber Prof. Göbel,

    als erstes möchte ich noch einmal danke sagen für das Gespräch. Jedoch war ich so überrascht, dass mir da noch einige Kleinigkeiten offen geblieben sind.

    Ich habe damals in Kiel als Akutmedikation für Migräne Imigran Nasal 10mg verschrieben bekommen, habe zu Hause dann aber schon immer I N 20mg verwendet.Doch leider wirkt das Imigran Nasal nur mehr ganz ganz wenig. Nun ist meine Frage an Sie welche Akutmedikation mir in meinem Fall empfehlen würden?Ich habe hier etwas von Imigran Inject gelesen? Wäre so eine Lösung sinnvoll?

    Gegen die chron. Spannungsks und Migräne verwende ich auch TENS, Entspannungsübungen, so gut es geht. Doch trotzdem hatte ich noch immer keinen einzigen schmerzfreien Tag und das seit Jahren, woran kann das liegen ? ist das normal? Leider habe ich in den letzten Woche 4-5x pro Woche Migräne und konnte leider nichts dagegen tun, außer schlafen und in der Wohnung verkriechen. Daher wäre ich über eine neue Akutmedikation sehr dankbar.
    Normale Schmerzmittel wie Aspirin, Ibuprofen usw helfen überhaupt nicht mehr, weder bei KS noch bei Migräne.

    Leider hat sich meine Depression auch wieder verschlechtert und bei jeder Kleinigkeit könnte ich weinen und es gibt Tage da würde ich dem ganzen am liebsten ein Ende setzen. Bei jeder Kleinigkeit, wenn sich Freunde treffen, verliebtes Paar, glückliche Kinder, usw bei einfach allem bekomme ich diese Depri Stimmung und falle in dieses tiefe Loch. Ich freue mich über nichts mehr, ich habe keine Lust auf Sport, obwohl ich Sport geliebt habe, ich freue mich nicht über Shopping, über gar nichts. Und es ist so schwer dagegen anzukämpfen. Kann ständig stundenlang im Bett liegen und Dvd anschauen, wobei mich selbst das wieder traurig macht. Was kann ich gegen diese schwere Depression machen? Ich meine außer das Medikament aufdosieren? Und eine Gesprächstherapie mache ich jetzt auch.

    Weiters ist das Problem, dass wenn ich in dieser Depri Stimmung bin, verschlimmern sich die Kopfschmerzen enorm und auch die Migränanfälle steigen. Dadurch habe ich noch weniger Motivation mich da durchzukämpfen.

    Und leider hat auch das Selbstverletzen des Borderline Syndroms wieder zugenommen. Durch die vielen Schmerzen, Verspannungen, Depression und allem drum herum fühle ich mich so kapputt, so leer. Und ich fühle mich so alleine, stehe alleine im Leben,. Habe nun endgültig alle meine freunde verloren, die mir wichtig waren und das hat mich hat getroffen. Hab das gefühl meine Freunde, familie verloren zu haben. es ist niemand mehr da der mich unterstützt. :( muss mich wieder alleine durchs leben schlagen und ich hasse es und will es nicht mehr :(
    Ich schäme mich auch dafür wenn ich mich selbstverletze aber ich tue es dann doch immer wieder. Ich habe Skills listen und alles und hoffe meine neue Psy. kann mir da weiterhelfen. Aber haben Sie auch noch vorschläge, was mir da helfen könnte? ?
    In Kiel ging es mir damals so viel besser, doch nun ist alles wieder so schlimm wie zuvor :( da macht mich noch trauriger. Am liebsten würde ich wieder nach Kiel fahren, da hatte ich wieder so viel Lebensfreude und Kraft wie schon lange nicht mehr und es ging mir gut :) am liebsten würde ich wieder hin fahren.

    Eigentlich wollte ich mir ja eine Job suchen, weiß nun nur nicht ob ich das schaffe, meine Körper stellt sich entgegen. Und ich weiß nicht ob ich nicht noch so weit bin oder ob es einfach angst ist. Naja und irgendwie möchte ich dann im Herbst Medizin studieren, doch ich weiß nicht ob ich das alles alleine noch lange durchhalte. Ich weiß nicht ob so noch länger leben kann. :(

    Liebe Grüße
    aus Österreich
    Monika

    • Liebe Pinkflower,
      heute gibt es ja sehr viele Fragen, so viele und weitgehende, dass ich die hier im Livechat gar nicht beantworten kann. Ich bitte um Nachsicht, dass hier nur allgemein betreffende Fragen erörtert werden können.
      Tatsächlich ist bei Anwendung von Imigran als Nasenspray nur teilweise eine gute und zuverlässige Wirkung möglich. Die Dosis von 20 mg ist für Erwachsene eine allgemein sinnvolle Maßnahme, wenn 10 mg nicht ausreichen. Die subkutane Anwendungsform von Sumatriptan wird dann erwogen, wenn man an schwerer Übelkeit oder Erbrechen leidet oder eine schnelle Schmerzlinderung erzielt werden soll. Bei großer Häufigkeit von Kopfschmerzattacken ist die Akutmedikation nicht die maßgebliche Strategie. Bei Einnahme von Akutmedikamenten an mehr als zehn Tagen pro Monat würde schnell ein Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch resultieren. Daher muss der Schwerpunkt auf eine vorbeugende Behandlung gelegt werden. Hauptaugenmerk ist dabei sicherlich die Gesamtsituation. Aufgrund der beschriebenen Hintergründe steht eine intensive nervenärztliche und psychologische Behandlung ganz im Vordergrund. Hierzu sollten Sie sich unbedingt wohnortnah in intensive Behandlung begeben. Ganz bestimmt besteht dann Aussicht, mit der notwendigen Konsequenz eine Besserung zu erzielen. Sie sollten daher mit Zuversicht die entsprechenden Maßnahmen weiterführen, die Sie bereits eingeleitet haben.
      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

      • pinkflower sagt:

        Lieber Prof. Göbel.

        Natürlich habe ich Verständnis dafür. Danke für Ihre Antwort. Ich werde am besten persönlich zu einem Termin zu Ihnen vorbeikommen um die vielen offenen Fragen zu klären. Inzwischen versuche ich gemeinsam mit meiner Psy. möglichst Besserung zu erreichen.

        danke u. liebe grüße

  4. minifiets sagt:

    Ich füge meine Frage, die ich neulich im Forum gestellt hatte hier noch mal ein, ich weiss, dass zumindest Bettina auch an einer antwort interessiert ist ;) Also:

    Ich habe auch noch mal eine Frage zur Medikamentenpause.
    Mal angenommen ich neheme mir jetzt vor 4 Wochen auf Schmerzmittel zu verzichten und habe wie durch ein Wunder in der Zeit gar keine Schmerzen. Bringt die Pause dann trotzdem was? Ich musste ja in Kiel auch die Pause machen für 14 Tage, hatte aber auch zuvor zu Hause ab und an mal Zeiten, in denen ich 14 Tage gar nichts nehmen musste, weil ich keine Schmerzen hatte. Wo ist denn da nun der Unterschied? Muss man in der Pause Schmerzen unbehandelt überstehen, damit es was bringt?
    Ich hab das in Kiel auch schon gefragt, aber irgendwie keine Antwort bekommen.

    • Stimmt minifiets, diese Frage interessiert mich auch sehr. Ist es so, dass das Schmerzsystem sich nur dann auf eine wieder funktionierende Schmerzabwehr umstellen kann, wenn Schmerzen längere Zeit unbehandelt überstanden werden? Kann diese Umstellung nur durch die Schmerzen gelingen, die man aushält und halt so lange wartet, bis die körpereigene Schmerzabwehr wieder greift?

      Das würde tatsächlich im Umkehrschluss ja bedeuten, dass eine längere schmerzfreie Phase sicherlich gute Erholung für den Menschen und das Schmerzsystem bedeuten, aber im schmerzverarbeitenden System nichts “repariert” werden kann? Ist das so?

      Danke für Ihre Einschätzung und herzliche Grüße
      Bettina Frank

      • Liebe Minifiets,
        das ist eine sehr differenzierte und clevere Frage. Nach dem jetzigen Wissen gibt es keine definitive Antwort darauf. Tatsächlich wirkt eine Medikamentenpause dann am besten, wenn im Vorfeld sehr häufige Migräneattacken bestanden, sehr oft Medikamente zur Akuttherapie erforderlich waren und man dann diese Situation durch die Pause abrupt und nachhaltig ändert. Allerdings sind dies nur Erfahrungswerte, eine sichere Untersuchung durch Studien besteht nicht. Wenn bereits durch den Spontanverlauf über rund vier Wochen die Einnahme von Schmerzmitteln nicht erforderlich war und auch gar keine Attacken aufgetreten sind, ist eine Schmerzmittelpause im eigentlichen Sinne nicht notwendig. Unabhängig davon kann selbstverständlich eine komplexe intensive Behandlung im Rahmen einer sogenannten multimodalen Therapie nachhaltig wirksam sein. Das Element einer sogenannten Schmerzmittelpause ist dann jedoch dabei nicht erforderlich.
        Die spezifische Frage, ob man in der Pause Schmerzen unbehandelt überstehen muss damit es etwas bringt, beantwortet sich nach dem Vorgesagten direkt. Wenn keine Schmerzen bestehen und auch in der Pause dann keine Schmerzen auftreten, ist eine Pause gar nicht erforderlich und ein entsprechendes Aussetzen der Akutmedikation wird keinen entscheidenden therapeutischen Effekt haben. Bestehen aber im Vorfeld permanent Attacken mit der Notwendigkeit ständig in hoher Frequenz Akutmedikamente einzunehmen, werden auch in der daran anschließenden Schmerzmittelpause nach dem Absetzen schwere Umstellungskopfschmerzen auftreten. In der Folge würde dann die jetzt eingeleitete Schmerzmittelpause auch mit hoher Wahrscheinlichkeit einen hohen Effekt erzielen.
        Herzliche Grüße
        Hartmut Göbel

        • Vielen Dank für die interessante Erklärung. Ich hatte schon fast befürchtet, dass das so ist. Deshalb hatte ich mich ja immer so “geärgert”, dass ich bei meinen stationären Aufenthalten in Ihrer Klinik immer mindestens die ersten 10 Tage schmerzfrei war. ;) Das kommt nämlich sonst so gut wie nie vor.

          Herzliche Grüße
          Bettina Frank

  5. Beitrag von Martina:

    Können Triptane auch irgentwan net mehr wirken? Ich hatte schon sehr viele sorten und nach einen Jahr wirken die net mehr . Und denn muß ne neue her. Ist das normal?

    • Liebe Martina,
      in früheren Studien wurde ausführlich analysiert, wie sich die Attackenhäufigkeit und die Ansprechrate auf Triptane verhalten. Tatsächlich wird die Häufigkeit von Migräneattacken durch die Gabe von Triptanen im Mittel nicht verändert, die Attacken werden also nicht weniger, aber bei bestimmungsgemäßem Gebrauch auch nicht mehr.
      Es ist möglich, dass nach einer gewissen Zeit der Anwendung ein spezielles Triptan nicht mehr wirkt. Das hängt mit vielen Faktoren zusammen. In dieser Situation kann die sogenannte Triptanrotation hilfreich sein. Man verwendet ein anderes Triptan und dann kommt die Wirkung erneut zurück. Dies gilt überhaupt generell. Wenn ein Triptan nicht anspricht, heißt das nicht, dass auch andere Triptane nicht wirksam sind. Vielmehr kann durch die sogenannte Triptanrotation wieder erneut eine Wirkung erzielt werden. Daher ist Ihre Beobachtung keine Ausnahme sondern sie lässt sich immer wieder machen.
      Herzliche Grüße
      Hartmut Göbel

      • Martina sagt:

        Danke Herr Göbel Ich fand ihre Antwort sehr hilfreich. In letzter Zeit häufen sich die Anfälle die stärke mein ich. In letzter Zeit wenn ich geh und ich ein anfall habe kann ich nicht gehn ich schleif dann nur mein Bein hinterher. Das ist für mich sehr belastent. Ich habe 2 kinder und fühle mich sehr schlecht ,weil meine beiden kleinen 2 und 5 jahre denn sehr starke Angst um ihre Mama haben. Ich geh momentan garnicht mehr zum arzt weil ich mir in rostock erst ein neue Neurologin suchen muss. Ich hatte schlechte erfahrungen gemacht. Weiß also nicht an wen ich mich in Rostock wenden soll wer gut ist . lg Martina

  6. Sunny sagt:

    Sehr geehrter Prof. Göbel,

    bei mir wirken keine Schmerzmittel mehr. Das bezieht sich auf alle Arten von Schmerzen, z.B. Kopf-Zahn- und Muskelschmerzen. Nachdem ich 2003 bei Ihnen in der Klinik war, habe ich ganz lange gar keine Schmerzmittel genommen. Bei einer Zahnextraktion ist mir aufgefallen, dass nichts half was der Zahnarzt mir gab. Über 2 Jahre habe ich mit einem Schmerztherapeuten hier verschiedene Wirkstoffe in großen Abständen bei Spannungskopfschmerzen oder Migräne ausprobiert, auch verschiedene Triptane, immer dem Anlass entsprechend. Es hilft nichts mehr und keiner weiß warum, auch mein Zahnarzt ist ratlos. Ich nehme seit Jahren 20 mg Omenerton am Tag, aber kein Arzt sieht einen Zusammenhang. Ich halte bei der Einnahme auch die Zeitabstände ein. Woran kann es sonst liegen? Spritzenanästhesien beim Zahnarzt wirken gut. Vielen Dank für Ihre Hilfe!

    Mit freundlichen Grüßen
    Michaela

    • Liebe Sunny,
      sogenannte einfache Schmerzmittel können ganz unterschiedlich wirksam sein. Tatsächlich gibt es Menschen, bei denen Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Ibuprofen und ähnliche keine ausreichende Wirkung erzielen. Gerade bei zahnärztlichen Behandlungen können diese Wirkstoffe nicht ausreichend effektiv sein. Darüber hinaus muss man bedenken, dass die sogenannten einfachen Schmerzmittel in der Regel nur rund 4 Stunden wirken.
      Nun scheint es aber bei Ihnen so zu sein, dass auch spezifische Medikamente, wie die Triptane, insbesondere bei der Migräne nicht wirksam sind. Dies ist leider im Einzelfall möglich. Alle Triptane wirken maximal bei rund 75 bis 85% der anwendenden Patienten. Aus diesem Grunde ist es gut, verschiedene Optionen zu haben. Wenn nun alle verschiedenen Möglichkeiten systematisch ausgetestet worden sind und keine Wirkung zu erzielen ist, muss überlegt werden, ob über begleitende Behandlungen vorbeugend die Situation verbessert werden kann. Die Gründe für die mangelnde Wirkung können mannigfaltig sein. Diese schließen zum Beispiel die schlechte Aufnahme im Magen-Darmbereich ein, aber die schnelle Verstoffwechselung oder auch spezielle genetische Bedingungen, die das Ansprechen verhindern, ein. In jedem Fall muss weitergesucht werden, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, zum Beispiel durch eine kombinierte Behandlung mit vorbeugenden Maßnahmen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Hartmut Göbel

  7. heika sagt:

    Lieber Herr Prof. Göbel,

    ich las hier im Forum, dass man durch die Einnahme von 500 mg Naproxen die Wirkungsintensität eines Triptans verstärken und die Wirkungsdauer verlängern kann. Doch gilt das mit der Verlängerung auch für ein lang wirkendes Triptan?
    Als ich die Halbwertszeit für Frovatriptan (Allegro) suchte, fand ich eine Angabe von 26 Stunden Halbwertszeit, bei Naproxen von 14 Stunden. Selbst wenn ich das Naproxen einige Stunden nach einer Tablette Allegro einnehmen würde, würde die Wirkung immer noch früher aufhören als beim Triptan, oder?

    Lieber Gruß
    Heika

    • Liebe Heika,
      die kombinierte Einnahme eines Triptans mit einem langwirksamen NSAR kann im Einzelfall die Wahrscheinlichkeit reduzieren, dass Wiederkehrkopfschmerzen auftreten. Darüber hinaus kann auch die initiale Wirkung des Triptans verbessert werden. Allein die Halbwertszeit eines Medikamentes ist nicht verantwortlich, ob Wiederkehrkopfschmerzen auftreten oder nicht. Triptane kupieren nicht nur allein die Symptome der Schmerzen. Sie reduzieren die Freisetzung der Entzündungsstoffe präsynaptisch. Die entzündungshemmenden Schmerzmittel wie Naproxen hemmen dagegen die Wirkung der Entzündungsstoffe postsynaptisch. Die beiden Arzneimittel greifen also an unterschiedlichen Stellen gezielt ein. Man kann es so ausdrücken, dass durch die kombinierte Einnahme an zwei unterschiedlichen Stellen das Schmerzgeschehen gestoppt und gleichzeitig verhindert wird. Daher ist die Länge der Wirkungsdauer nicht allein von der Halbwertszeit abhängig, dies wäre bei einer rein symptomatischen Behandlung der Fall.
      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  8. Michele sagt:

    Sehr geehrter Professor Göbel…
    Mein erstes Anliegen handelt sich um die Klinik Kiel..
    Ich habe diese Woche meine gesamten Unterlagen an meine Krankenkasse geschickt und diese wiederum zum MDK wegen eines Gutachten ob ich nach Kiel darf oder nicht…!Ich bin jetzt 22 Jahre alt, habe ich überhaupt eine Chance in Kiel angenommen zu werden oder bin ich noch zu “jung” trotz 12 jähriger Migräne und starker /häufiger Migräneanfällen!Ich habe da noch etwas Sorgen das man mir aufgrund meines Alters den Klinikaufenthalt nicht gestattet…!
    Mein zweites Anliegen handelt sich um das Medikament Topamax!
    Wie genau wirkt dieses Medikament in meinem Kopf was macht es da? um mal ganz dumm zu fragen.. wie mir mein Neurologe das erklärt hat hab ich das nicht so ganz verstanden!:/
    Ich nehme zur Zeit Topiramat 25mg jeden Abend eine Tab. normalerweise wird das wohl gesteigert ich habe aber erst im April wieder einen Termin bei meinem Neurologen?!? Ist das so richtig? Dann wünschen mein Mann und ich uns auch in naher Zukunft Kinder ist das Riskio mit Behinderungen bei einem Kind mit dem Medikamnet Topiramat wirklich so hoch? und sollte ich wegen dem Kinderwunsch evtl. Topiramat abstetzten müssen muss ich damit rechnen das ich dann mit stärkeren Migräneanfällen rechnen muss?

    Liebe Grüße aus Oldenburg
    Michele Danke für Ihre Antworten:)

    • Liebe Michele,
      mit 22 Jahren ist man keinesfalls zu jung für eine Behandlung. Unsere jüngste Patientin hatte das Alter von 3 Jahren. Es ist im Gegenteil sinnvoller, bereits in Ihrem Alter eine spezifische Behandlung durchzuführen, als weitere Jahre verstreichen zu lassen und dann mit schwerwiegenden Komplikationen und hartnäckigen Verläufen eine spezialisierte Schmerztherapie aufzunehmen. Ihr Alter kann nach meiner Meinung nicht Hindernisgrund für einen positiven Entscheid Ihrer Krankenkasse sein. Die Notwendigkeit für eine stationäre Behandlung ist vielmehr aus dem bisherigen Verlauf, den bisherigen Behandlungsmaßnahmen und möglichen Begleiterkrankungen zu entnehmen.

      Topamax wird zur vorbeugenden Behandlung eingesetzt. Ganz allgemein ausgesagt reduziert es die elektrische Erregbarkeit im zentralen Nervensystem. Dies führt dazu, dass die Reizübertragung stabilisiert beziehungsweise reduziert wird. Die Migränehäufigkeit kann dadurch gesenkt werden, auch die Intensität von Migränesymptomen kann vermindert werden.

      Topiramat wird langsam aufdosiert, übliche Dosierungen liegen im Bereich zwischen 50 bis 100 mg pro Tag. In der Regel dosiert man langsam über vier Wochen auf, d.h. pro Woche wird eine Steigerung der Dosierung um etwa 25 mg vorgenommen.

      Wenn eine Schwangerschaft geplant ist, darf Topiramat nicht eingesetzt werden. Wenn dieses Thema ansteht, sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt überlegen, ob nicht eine andere Option zur vorbeugenden Behandlung der Migräne verwendet wird.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  9. Tina sagt:

    Sehr geehrter Professor Göbel,
    ich leide seid 16Jahren an Migräne -sie begann mit der ersten Geburt und verschlimmerte sich mit der zweiten Geburt.Jetzt befinde ich mich in den Wechseljahren und meine Migräne veändert sich.Schon lange bin ich komplett davon überzeugt,das ich eine reine Hormon Migräne habe,denn außerhalb der Hormonellenaktivität bin ich Migräne frei.Nun habe ich in Ihrem Buch sowie auch auf Ihrer Internetseite gelesen ,das es ein Hormongel gibt welches zuverlässig die Migräne verhindert während der Regelzeit aber in Deutschland nicht zugelassen ist.Hätte ich trotzdem Chancen diese Hormongel zubekommen?Und um welches Gel handelt es sich da?Was für Nebenwirkungen hat es?Ist man stark Krebsgefährdet?Bei mir liegt Krebs in der Familie.Ich habe da schon mit meinem Frauenarzt gesprochen, aber leider hat er noch nichts davon gehört hat bzw. kennt sich auch nicht damit aus.Durch die Wechseljahre ist meine Migräne mal heftiger und beginnt früher( zwischen dem 18.und 28.Zyklustag ist alles möglich ) und je nachdem wie lange vorher sich die Regel ankündigt muß ich auch Triptane einnehmen .Das bedeutet für mich jetzt ich komme über die 10Tage.Davor die Jahre lag ich drunter oder eben direkt 10Tage.
    Für mich wäre dieses Hormongel ein Stück Hoffnung auf schmerzfreiere Tage !Denn ich hatte auch schon Tage wo die Triptane nicht mehr so gut gewirkt haben.

    Ganz lieben Dank für Ihre Antwort
    Tina

    • Liebe Tina,

      Sie beschreiben das besondere Problem von schweren Migräneattacken im menstruellen Zeitfenster. Andererseits kann man aus Ihren Schilderung annehmen, dass Sie auch außerhalb der Menstruation Migräneattacken erleiden, da Sie über die 10 Einnahme-Tage pro Monat kommen. Wahrscheinlich liegt Ihre Migränefrequenz zwischen 10 bis 15 Tagen, genau kann ich das Ihren Schilderungen nicht entnehmen. In dieser Situation besteht bei Ihnen die Wahrscheinlichkeit, dass die hohe Attackenfrequenz und das schlechte Ansprechen auf Akutmedikamente durch einen Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch mitbedingt ist. Dieses Problem kann mit einer Hormongabe nicht gelöst werden. Darüber hinaus sollten Hormongels nur dann erwogen werden, wenn wirklich definitiv nur menstruell gebundene schwere Attacken bestehen, die anderweitig nicht in den Griff zu bringen sind. In Deutschland gibt es mittlerweile auch Östrogengels, die vom Frauenarzt verordnet werden können. Ob dies bei Ihnen funktioniert, können Sie austesten. Erfahrungsgemäß ist die Wirkung jedoch limitiert. Allerdings muss man im Einzelfall einen Behandlungsversuch abwarten.

      Viel wichtiger als solche speziellen Maßnahmen sind jedoch eine sorgfältige und umfassende Vorbeugung durch Optimierung der Verhaltensmaßnahmen und eine möglicherweise zusätzliche medikamentöse Prophylaxe der Migräne. Voraussetzung wiederum für die Wirksamkeit dieser Maßnahmen ist, dass kein Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch besteht. Erst dann sollten weiterführende spezielle Vorgehensweisen erwogen werden.

      Leider ist bei systematischer Gabe von Hormonen in Wechseljahren in neueren Studien aufgefallen, dass das Risiko für Brustkrebs ansteigt. Aus diesem Grunde sieht man heute von der regelmäßigen Anwendung von Hormonpräparaten zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden ab.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  10. Ronja sagt:

    Lieber Herr Professor Göbel,

    Ich habe durchschnittlich ca. 6 bis 8 Migräne- und Schmerzmittel-Tage imit Triptan ch pro Monat. Wegen einer orthopädischen akuten Schmerzerkrankung soll ich erstmal für 2 Wochen Voltaren 2x75mg einnehmen, so dass ich ganz sicher im nächsten Monat auf 15 oder noch mehr Schmerzmitteltage kommen werde. Dieser Gedanke bringt mich schon jetzt zur Verzweiflung, da ich nun nicht weiß wofür oder wogegen ich mich entscheiden soll: für die orthopädischen Schmerzen und eventuell wird die Entzündung am Hüftgelenk dann chronisch oder für die Migräne, Schmerzen bedeutet sowohl das eine alsauch das andere, Migräne aushalten werde ich sicher nicht durchstehen können. Oder gibt es Ausnahmen für die 10-Tage-Regel?
    Was raten Sie mir?

    Herzliche Grüße
    Ronja

    • Liebe Ronja,
      es gibt Ausnahmen: Wenn man Schmerzmittel wegen anderer Schmerzen benötigt, dann kann man auch über die 10-Tage pro Monat gehen. Allerdings sollte dann möglichst eine konsequente und regelmäßige Einnahme erfolgen, damit das Schmerzsystem nicht dauernd auf- und ab regulieren muss.
      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  11. Sonne sagt:

    Sonne schreibt: http://www.headbook.me/members/sonne/

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel

    Da bei mir die Migräne zu 90% vom Nacken her ausgelöst wird, probier ich vorab vielmals mit Naproxen-Mepha 500. Wenn ich sehr starke Nackenschmerzen habe, dämmt es diese etwas ein. Die Migräne löst sich aber meistens trotzdem aus. Der Schmerz ist immer einseitig und fühlt sich an wie ein Messer im Kopf (durch die Einnahme des Naproxen etwas gedämpfter). Ich warte dann noch ca. 2-3 Stunden ab, muss aber dann mit Sumatriptan T 50 mg nachhelfen. Innerhalb ca. 1 Std. sind dann die Schmerzen unterdrückt und ich funktioniere wieder;-) Die Wirkungsintensität bleibt sich aber gleich. Das Sumatriptan hält dann (mit wenigen Ausnahmen bis zu 24 Stunden an mit oder ohne Naproxen).

    Ich setze meine Ueberlegung unter “Antworten” ein, da ich diese Anmerkung eher als Info weitergeben möchte:-)

    Herzliche Grüsse aus der Schweiz
    Sonne

    • Liebe Sonne,
      Sie beschreiben den umgekehrten Weg. Sie starten mit Naproxen 500 mg und warten die Wirkung ab. Tritt diese nicht ein, verwenden Sie dann das Triptan. Tatsächlich zeigt Ihre Schilderung, dass es die Regel ist, dass dann eine Migräneattacke einsetzt. Möglicherweise könnte man durch die simultane Einnahme beider Wirkstoffe gleich zu Beginn die Attacke noch schneller kupieren. Dies muss man jedoch im Einzelfall austesten. Üblicherweise geht man so vor, dass man drei Attacken mit den verschiedenen Verfahren behandelt und die Behandlungsergebnisse im Schmerzkalender dokumentiert. Dann kann man nach einer gewissen Zeit deutlich sehen, welches Vorgehen effektiver und verträglicher ist.
      Die Migräne kündigt sich bei Ihnen offensichtlich durch eine hohe Sensibilität im Schulter-Nacken- und Hinterkopfbereich an. Die hohe Schmerzempfindlichkeit ist bereits ein Ankündigungssymptom der kommenden Migräne. Die Schmerzen im Nacken lösen die Migräneattacke nicht aus, sie sind bereits Symptom der im Entstehen begriffenen Migräne.
      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  12. Tina sagt:

    Lieber Herr Prof.Göbel,
    es tut mir leid ,das ich mich etwas unklar ausgedrückt habe.Wenn es Ihnen recht ist,würde ich gerne dieses Thema nochmal an anderer Stelle mit Ihnen aufgreifen.
    Vielen Dank für Ihre Antwort

    Liebe Grüße
    Tina

  13. Sims sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,
    bin 55 Jahre alt und leide seit 32 Jahren mit 10 bis 15 Tagen im Monat, unter sehr schwerer 3Tage Migräne(linke Seite). Hab mich vom Anfang an in Hamburg an Spezialisten gewandt, da ich die Migräne durch meine Mutter und meiner Tante(väterlicherseits) kannte. Allerdings hat die Migräne bei den beien Frauen nach den Wechseljahren ganz aufgehört. Bei mir leider nicht. Ich stecke nun seit 7Jahren in den Wechseljahren und hab immernoch mit den Beschwerden zu kämpfen, vor allem mit extrem starken Hitzewallungen in sehr kurzen Abständen.
    Die Stärke der Migräneanfälle werden zwar durch Hormonpflaster(Estradot), das ich von meiner Gynokologin bekomme etwas gelindert und sind nicht mehr so intensiv, aber die Häufigkeit der Migräne bleibt unverändert.
    Meine letzte Hoffnung war Botox. Hab am 08.12.2010 den Stirnmuskel, von meinem Hautarzt durch Botoxspritze in meine linke Schläfe lähmen lassen, leider ohne Ergebnis.
    Meine Frage wäre:
    gegen meine sehr starken 3Tage Schmerzen nehme ich Ascotop Nasal 5mg(das einzige unter Triptanen, was bei mir wirkt) und gleich 2400mg Ibuprofen(3 Tabletten je 800mg), hinterher. So verschwindet die Migräne und ich bleibe meistens 12 Stunden, oder länger schmerzfrei.
    Da es nichts anderes gibt, was bei mir wirklich wirkt und hilft, kann ich diese Medikamente in dieser Dosis und dieser Kombination ruhig weiternehmen, wo ich neulich gelesen habe, dass Ibuprofen das Risiko des Hirnschlags erhöht?

    Mit freundlich e Grüßen

  14. Hallo Herr Prof. Göbel,

    mein Claster ist zur zeit in voller fahrt nach mehr oder weniger 3 jahren ruhe
    bin jetzt an einer Triptan Prophylaxe für die noch verbleibene Zeit dieser Phase interessiert.

    zur zeit nehme ich Sauerstoff und Imigran Inject welches Triptan würden sie einsetzen ? Imigran Inject wirkt zwischen 2-15 min und hält weitere Attaken für min. zwei stunden ab. Möchte jetzt auch keine selbstversuche mit Formigran starten und falls doch eine Attake durch kommt möchte ich auf Imigarn Inc. nicht verzichten. habe auch morgen bei Herrn E……. Neurologe einen Termin hier in Hamburg.
    ( kurz und knapp welches Triptan mit Langzeitwirkung könnte man einnehmen und im Notfall immer noch auf Imigran Inc zurück greifen. Sauerstoff ist eh immer meine erste wahl hilft aber nicht bei jeder Attake.)

    Vielen dank
    MfG
    Gerald Lunau

By | 2016-12-20T17:55:31+00:00 Januar 30th, 2011|Livechat|0 Kommentare

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