Migräne- und Kopfschmerz-Chat am 25.02.2013

  1. Frage von unserem Mitglied Beatrice:

    Guten Abend Herr Prof. Göbel
    Ich wohne in der Schweiz und konnte leider wegen der Krankenkasse mich nicht bei Ihnen behandeln lassen, obwohl es mir bei Ihnen sicher schon lange besser gegangen wäre.

    Ich hatte früher pro Monat 1 – 2 Migräne Anfälle. Im November 2011 bekam ich plötzlich chronische Migräne Anfälle 1 – 2 Mal pro Tag und das tagtäglich. Das Topomax nützte nichts mehr. Der Migräne Arzt verschrieb er mir 1500 mg Depakrine Chrono jeden Tag und zwar 3 Monate lang. Davon bekam ich Tremor in den Händen und konnte kein Laptop mehr bedienen und habe sehr zugenommen.

    Als es nichts half meldete er mich zum Medikamentenentzug in der Klinik an. Doch dort gab man mir gegen die Migräne Anfälle Novalgin und Venoflexin 75 mg. Als ich nach 3 Wochen entlassen wurde, hatte ich immer noch zu viel Migräne Anfälle. Das einzige das die Migräne Anfälle verringerte, war die Trigger Point Therapie bei meinen Rückenarzt. Dank ihm hatte ich dann nur noch alle 4 Tage ei-nen Migräne Anfall.

    Ich las dann im Internet einen Artikel von Ihnen über die Botox-Spritze. Mit die-sem Wissen ging ich zu meinem Migräne Spezialisten und bat ihn um eine solche Spritze. Doch dieser überwies mich nun an die Kopfwehklinik in Zürich. Ich hatte dann nach der Spritze zwei Monate lang nur noch alle 7 Tage einen Migräne Anfall.

    Ich musste noch ein MRI des Kopfes machen, dort hat man festgestellt, dass die kleinen Punkte im Hirn auf minime Herzinfakte hindeuten. Ich musste dann noch eine Herzuntersuchung machen, weil man vermutete ich hätte ein Loch im Herzen. Doch dies ist Gottseidank nicht der Fall. Ich nehme nun Venaflaxiin 150 mg. Wegen meines Bluthochdrucks nehme ich Torasem 10 mg und Athenol 50 mg. Ausserdem wegen meiner Rückenprobleme Lyrica 150 mg und Sirdalud 4 mg. Nun da ich momentan unter Stress leide, habe ich wieder alle 3 Tage einen Anfall. Was kann ich noch tun, resp. meiner Ärztin vorschlagen. Ich möchte doch wieder den Zustand erreichen mit der Migräne, den ich im Oktober 2011 und früher hatte.

    Anmerkung von mir: Beatrice ist Ende 60.

    • Liebe Beatrice,

      es ist ganz toll, dass Sie sich nun in spezialisierter Behandlung befinden. Es sieht auch so aus, als ob der MÜK-Kopfschmerz mittlerweile in den Hintergrund geraten ist. Auch Botox scheint zu wirken.

      Mir scheint es sinnvoll, diesen Weg weiter zu gehen. Sie müssen schon viele Medikamente nehmen, daher sollte man die Anzahl möglichst in Grenzen halten. Achten Sie auch auf Verhaltensmaßnahmen zur Migränevorbeugung. Sie können dann zuversichtlich sein, dass Sie die Migräne besser unter Kontrolle bringen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  2. moonlight sagt:

    Sehr geehrter lieber Professor Göbel,

    an dieser Stelle herzlichen Dank für die kostbare Zeit, die Sie uns heute wieder schenken.

    Ich habe aufgrund meines inzwischen sehr komplexen Schmerzbildes eine Frage.
    Welches Medikament zur Normalisierung des erschöpften Schmerzsystems und zur Reduzierung der zunehmenden Überempfindlichkeit kann bei Patienten eingesetzt werden, die unter Herzrhythmusstörungen (VES und einmalige kurze VT) leiden?
    Aus Sicht meines Schmerztherapeuten und auch Kardiologen ist der Einsatz der sonst klassischen Antidepressiva wie Saroten oder auch Doxepin wegen dem ungünstigen Nebenwirkungsprofil auf das Herzkreislaufsystem nicht günstig bzw. möglich. Doxepin hatte ich versucht und es kam wieder zu vermehrten sehr störenden VES.

    Gibt es hier eine Alternative, die das Schmerzgedächtnis dringend erholen läßt samt positiven Einfluß auf die mittlerweile dazugehörige depressive Verstimmung und Schlafstörungen etc.

    Vielen herzlichen Dank und liebe Grüße nach Kiel
    Moonlight

    • Liebe Moonlight,

      leider ist aufgrund der Herzrhythmusstörungen eine Einschränkung der Möglichkeiten gegeben. In der Regel ist das Trimipramin gut verträglich. Daher ist dieser Wirkstoff erwägenswert. Eine Alternative wäre auch Opipramol.

      Die Auswahl weiterer Medikamente erfordert die Berücksichtigung des gesamten Erkrankungsbildes. Daher muss der behandelnde Arzt alle Aspekte einbeziehen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  3. Sima sagt:

    Sehr geehrter Herr Professor Göbel,
    meine Migränetage haben sich dank Botox im Laufe der letzten 3 Jahre von 15 oder mehr im Monat (30 Jahre lang), auf durchschnittlich 5 Tage reduziert, die Anfälle sind kürzer und weniger intensiv, Status migraenosus das ich oft hatte, hab ich auch fast nicht mehr.
    Frage1:
    Soll ich mit Botox weiter machen, wie bisher (alle 4 Monate), um den Kopf ruhig zu halten? Den Abstand erhöhen, oder erstmal aufhören? ich möchte nicht rückfällig werden und die gewonnene Lebensqualität wieder verlieren. Was raten Sie mir?
    Frage2:
    mir (56 Jahre), sollen demnächst beide Eierstöcke wegen Zysten entfernt werden. Ich nehme an sie produzieren immernoch Hormone, wenn auch sehr gering. Kann ich hoffen, dass dadurch als willkommener Nebeneffekt, meine ausschließlich hormonbedingte Migräne gänzlich verschwindet?

    Danke im Voraus
    Sima

    • Liebe Sima,

      es empfiehlt sich, die Behandlungszyklen mit Botox zur Aufrechterhaltung des Therapieerfolgs weiterzuführen.

      Der Einfluss der Eierstockentfernung auf die Migräne ist nicht vorherzusagen. Keinesfalls sollte die Operation wegen der Migräne veranlasst sein.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  4. Verzicht auf medikamentöse Prophylaxe bei meinem Kinderwunsch realistisch?

    Sehr geehrter Hr. Prof. Göbel,

    bin 32 Jahre alt und habe seit meinem 17. Lebensjahr Migräne, Eltern beide Migräne, Steigerung der Attackenhäufigkeit im Laufe der Jahre bis auf ca. 8-10 pro Monat seit 2008. Ab Sommer würden wir gerne unseren Kinderwunsch realisieren …

    Medikamentöse Prophylaxe:
    2/2011 Metoprolol aufdosierend 100 mg (nur 6 Mon. Attackenred. Um 50 %, Tagesmüdigkeit, leichte Gewichtszunhamen) 2/2012 Flunarizin 10 mg (sehr gute Wirksamkeit, extreme NW Erschöpfung, Depression ohne vorherige Anamnese für Depression) abgesetzt 7/2012 Venlafaxin 150 mg (3 Mon. Attackenreduktion, Gewichtszunahme 7 kg, Okt.-bis Dez. 12 wieder 10 Migränetage)

    Wegen Kinderwunsch und mangelnder Wirkung plus NW – Abdosieren von Venlafaxin über drei Wochen und Absetzen der Pille
    Ich reagiere bisher bei jedem Präparat auch beim langsamen Ausschleichen mit einer extremen Zunahme der Migränehäufigkeit, dazu entwickelte ich 2013 ein extremes SSRI-Absetzsyndrom über mehrere Wochen, Pille nahm ich bisher im Langszeitzyklus, während Pause kam ich in einen status

    Jan 2013: 26 Kopfschmerztage, davon 18 Migräne, Kortisontherapie brachte Linderung
    Bis 13.02. Feb 2013: nur noch jeden 2./3. Tag Migräne, dann wieder Status (1 Woche vor Perdiodenbeginn), war drei Tage stationär in Schmerzklinik mit Cortisoninfusionen etc. jetzt noch eine Woche Cortison langsam ausdosierend, deutliche Besserung, meiste Zeit des Tages schmerzfrei, noch ca. 3-4 Stunden Schmerzen auf 2-5 Schmerzskala

    Halte mich an (außer Januar 2013) an 10/20 Regeln, mache täglich Entspannungsübungen, gehe spazieren, nehme Migravent … möchte Ausdauersport wieder ausbauen, ebenso wie Rückentraining, wenn ich Cortison ausgeschlichen habe
    Habe gute Attackentherapie und werde dadurch zu 80% schmerzfrei mit Ascotop und Naproxen

    Beginne im Mai neuen entspannteren Job in Teilzeit und habe jetzt noch Ruhe/Zeit, dass sich mein Körper ohne zusätzliche medikamentöse Prophylaxe auf meine veränderte Situation einstellen könnte?

    Ist dies realistisch oder empfehlen Sie mit Propranolol oder Amitryptillin (Ideen Uniklinik, Neurologe Schmerzzentrum) trotz Kinderwunsch zu beginnen?

    Vielen, Vielen Dank für Ihre Antwort und Ihr Engagement
    Anika

    • Liebe Anika,

      bei Kinderwunsch soll in erster Linie die Vorbeugung durch Verhaltensanpassung erfolgen. Eine medikamentöse Therapie birgt Risiken.

      Teilzeitarbeit und Tagesplanung können oft mehr bringen, als bestimmte Medikamente. Magnesium nehmen Sie ja eh schon ein.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  5. ute d. sagt:

    Hallo,
    ich möchte einen Rat bzgl. Prophylaxe einholen : Nachdem als 1.Versuch vor Jahren Metoprolol bei mir nicht anschlug – nahm ich ca 2 jahre 20mg Doxepin- eine leichte Verbesserung trat ein- etwas weniger Anfälle und nicht mehr so intensiv- war zu verspüren. Doch die Wirkung ließ dann nach – 1.Frage : Gewöhnt sich der Körper an eine Prophylaxe und reicht es dann nicht mehr nach gewisser Zeit aus ? – Also wurde die Dosis auf 40mg gesteigert. Ergebinis zunächt gut – doch leider intensive Gewichstzunahme. Im November stieg ich um auf 75mg Venlafaxin morgens und 100mg Opipram abends- Die Migräne wurde heftiger und mehr!! 100mg Sumatriptan reichten nicht mehr aus.Nach 3 Monaten sollte ich dies einfach absetzen – und hatte ca.2 Wochen starke Entzugserscheinnungen- war sehr schlimm. Jetzt bin ich mit Prophylaxen sehr vorsichtig, da mein Körper wohl stark auf Nebenwirkungen reagiert. Mit wurde nun Topiramat 50mg empfohlen . Da ich auch sehr starke Triggerpunkt Beschweden im BWS Bereich( myofasziale Schmerzen) täglich habe und bei kleinstem Stress mit Verspannungen reagiere, half schon mal eine Neuraltherapie – leider nur ein paar Stunden . Nach Lesen ihrer Seiten über Vorbeugung, habe ich nun die Hofnung , dass eine Botoxtherapie mir helfen könnte – weiss aber nicht wie ich einen “kompeteten” Arzt hierzu im Rhein Main Gebiet finde.- Habe schon zuviel Zeit, Geld und Nerven in allerlei Therapien verschwendet… ist Botox allein hilfreich ode sollte man trotzdem noch eine prophylaxe dazu nehmen ? Es wird auch oft von Micardis berichtet – ist dies besser zu werten als Topimarat auch wegen der Nebenwirkungen?).Und ich denke, da ich morgens immer mit einer matschbirne aufwache, über eine CMD Schiene nach – haben Sie da Erfahrungen?
    Ich wäre sehr dankbar um Antwort und Hilfe- leider ist Kiel etwas weit von Frankfurt entfernt…

    Herzlich Grüße vonn einer schon leicht verzweifelten
    Ute

    • Liebe Ute,

      eine medikamentöse Vorbeugung kann ihre Wirksamkeit verändern. Ist sie beim ersten Mal nicht wirksam, kann sie beim zweiten Versuch trotzdem wirken. Leider kann auch die Wirksamkeit nach anfänglich guter Wirkung später ausbleiben.

      Grundsätzlich sollte eine Behandlung mit einem einzigen Medikament erfolgen. Die Behandlung mit Botox erfordert definierte Voraussetzungen. Einzelheiten können Sie auf Headbook nachlesen.

      Topamax ist für die Migränevorbeugung zugelassen, Micardis noch nicht.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  6. rotschopf sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Göbel,

    seit ich Anfang November letzten Jahres in Ihrer Klinik war nehme ich täglich 37,5 mg Amitriptylin (Saroten). Dadurch war ich zwei Monate lang absolut schmerzfrei. Doch nun habe ich wieder durchschnittlich ein Mal pro Woche Migräne, wenn auch nicht so stark und lange wie zuvor. Woran kann das liegen? Die Serotoninspeicher im Gehirn müssten jetzt doch wesentlich gefüllter sein als im November? Könnte es vielleicht daran liegen, dass mir die manuelle Therapie fehlt? Wer könnte mir eine manuelle Therapie verordnen?

    Freundliche Grüße

    Rotschopf

    • Liebe Rotschopf,

      schön, dass es Ihnen besser ergangen ist. Ich glaube nicht, dass die vermehrte Migräne durch das Fehlen der manuellen Therapie zu erklären ist. Achten Sie auf die Durchführung der gelernten Verhaltensmaßnahmen und prüfen Sie Ihren Tagesablauf. Gegebenenfalls können Sie auch Amitriptylin erhöhen.

      Freundliche Güße
      Hartmut Göbel

  7. Anke sagt:

    Lieber Prof. Göbel,

    nach meinem Aufenthalt in der Schmerzklinik im Mai 2010 geht es mir immer noch besser als vorher, wenn auch die Migränehäufigkeit wieder zugenommen hat.

    Leider habe ich aber mehrere Trigger (zu wenig Schlaf, Stress, Hitze, Menstruation…). Momentan frage ich mich, ob es einen generellen positiven Effekt auf die Migräne haben könnte, wenn ich (35 J.) die Pille ganz absetze. Ich nehme die Pille (verschiedene Präparate) seit meinem 18. Lebensjahr, also schon sehr lange. Welche anderen Verhütungsmethoden wären bei Migränikern dann am besten geeignet? Ich habe bisher keine Kinder und möchte zu 95% auch keine.

    Herzlichen Dank vorab!

    • Liebe Anke,

      zugegebenermaßen Maßen bin ich nicht der Experte für Fragen auf diesem Gebiet. Mir scheint jedoch, dass Absetzen der Pille nach dieser langen Zeit sehr erwägenswert wäre. Wegen anderer Verhütungsmethoden sollten Sie Ihren Frauenarzt befragen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  8. Guten Tag Herr Prof.Göbel, ich heiße Beate Hanslik bin 41 jahre alt und wohne in Dortmund.Mei Grund, warum ich zu Ihnen schreibe ist das ich seit 9 Jahren unter Depressionen leide (angeblich)und meine Schmerzen die ich im Kopf habe auch davon kommen sollen .Früher hatte ich die Schmerzen nicht so oft wie jetzt seit 1 Jahr Täglich, ich kann das nicht mehr aushalten mit allem Medikamenten bin ich schon durch und es wird nicht besser .Meine Ärzte (Psychologen) sagen mir das es besser wehre sich zu dem missempfindungen zu gewönnen und das ich damit leben soll. Nur das geht nicht. Seid Dezember kämpfe ich das ich zu Ihre Klinnik kommen kann musste sogar die Krankenkasse wechseln von IKK zu AOK ich hoffe das ich ab den 1.04.2013 zu Ihnen kommen kann. Die ärzte sind der Meinung, dass sie mir auch nicht helffen werden ich weiß nich was ich machen soll, aber so weiter leben möchte ich nicht. Ich bin doch nicht verückt man kann sich doch keine Schmerzen einbilden. Letztes Jahr war ich auch in der Tages Klinik in dem Evongelischen Krankenhaus Dortmund weil ich dachte ich drehe am Rad, da wurde mir gesagt mir sitzt die Angst im nacken nach 14 tagen habe ich mich selber endlassen bin dann zum Heilpraktiker gegangen er sagte mir ich solle zum Ortopäden gehen, da ich einen Bandscheibenvorfall haben sollte. Und leider ist das auch so (Mediale Protrusion im Segment C5/C6 mit begleitender linkslateraler retrospondylophytärer Randkantenausziehung und dazu Ocipitalneuralgie. Die Nerven tuhen mir schreklich weh überhaupt der Kopf. Deswegem möchte ich Sie fragen ob ich zu Ihnen in die Klinik kommen soll. Meine ganze unterlagen sind schon bei Ihnnen in der Klinik (Für stazionere aufname)
    Mit freudlichem Gruß
    Beate Hanslik
    Ps: Sie sind meine letzte hoffnung…

    • Liebe Beate,

      ich bedaure sehr, dass Sie mit so großen Problemen belastet sind. Wie Sie schreiben, kommen viele unterschiedliche Erkrankungen zusammen. Wahrscheinlich ist die Behandlung im ambulanten Bereich aufgrund der Kompexität nicht ausreichend. Wenn Ihr Hausarzt eine stationäre Behandlung für erforderlich hält, sollte diese angegangen werden.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  9. R a b e a sagt:

    Sehr geehrter Herr Professor Göbel,
    ich war im Juni ´12 bei Ihnen in der Klinik. Meine derzeitige Medikation besteht aus 150 mg Venlafaxin/Tag und Bisoprolol 5 mg/Tag. Ich fühle mich auf jeden Fall besser. Die Migräne ist nicht mehr so schwer und stimmungsmäßig geht es mir auch viel besser. Geplant war die Prophylaxe für 6 bis 9 Monate, dann Auslassungsversuch. Die Anzahl der Migräntage ist unterschiedlich. Im Januar waren es nur noch 6, in diesem Monat wieder ein paar mehr. Wie lange darf ich die Medikation maximal so einnehmen? Nebenwirkungen (außer Gewichtszunahme/hält sich in Grenzen) verspüre ich keine. Immer noch bin ich dankbar, in Ihrer Klinik gewesen sein zu dürfen.
    Freundliche Grüße Rabea

    • Liebe Rabea,

      danke für die freundliche Rückmeldung. Grundsätzlich gibt es keine zeitliche Limitierung für die Vorbeugung. Bei gutem Behandlungserfolg kann man die Medikation nach 6 – 9 Monaten absetzen, um zu testen, ob der Behandlungserfolg auch ohne Medikation bestehen bleibt. Falls ja, benötigt man sie nicht mehr. Falls nein, kann man die Behandlung wieder aufnehmen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  10. R a b e a sagt:

    …Nachtrag: Können Wassereinlagerungen auch von den Medikamenten kommen?

  11. Conny sagt:

    Sehr geehrter Prof.Dr Göbel
    Vielen Dank für die Zeit die Sie uns wieder schenken.

    Mein Anliegen.
    Ich bin nun in der 5 Woche der Medikamentenpause die ich mit 100/100/100/50/40/30/20/10mg Kortison gestaltet habe weil ich es nicht mehr ausgehalten habe.

    Leider hatte ich bis jetzt nur 2 schmerzfreie Tage und die nicht zusammenhängend.
    Der Mük Kopfschmerz ist zwar weg aber ich habe fast jeden Tag noch Migräne ..zwar abgeschwächt aber ein deutlicher einseitiger Druck ist immer da.

    Meine Frage nun:
    Ab 12.03.2013 bin ich stationär bei Ihnen in der Klinik.Macht es Sinn die Medikamentenpause bis zur Klinik noch weiterhin durchzuziehen oder kann ich nun wieder behandeln ? Müßte ich bei jetztiger Behandlung mit Triptanen damit rechnen das ich in der Klinik dann einen weitere Behandlung mit Kortison hätte?

    Kann ich davon ausgehen das trotz der anhaltenden Schmerzen der Mük ausgestanden ist?
    Leider ist mein Allgemeinzustand generell noch schlecht so das ich es selber nicht einschätzen kann.

    Vielen Dank im Vorraus für Ihre Antwort und ich freue mich sehr auf die Zeit in der Klinik
    Liebe Grüße Conny Böhm

    • Liebe Conny,

      nun haben Sie schon 5 Wochen durchgehalten, allerdings ist noch keine Schmerzfreiheit über mehrere Tage eingetreten. Es empfiehlt sich daher, auch noch die nächsten 3 Wochen durchzuhalten. Eine nochmalige Medikamentenpause wäre dann nicht mehr erforderlich, auch eine Behandlung mit Kortison wäre nicht mehr notwendig. Sie hätten dann auch belegt, dass ein MÜK nicht mehr besteht.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  12. evae sagt:

    Sehr geehrter Prof.Göbel,

    ich nehme seit 14 Jahren Betablocker (2x 95mg tägl) als Prophylaxe gegen Chronische Migräne. Damit konnte ich meine häufigen Anfälle auf 2-4 Mal 3 Tage im Monat reduzieren.
    Mir wurde geraten eine alternative Prophylaxe zu suchen, da es nicht gut sei über so lange Zeit hochdosiert Betablocker zu nehmen.
    Ich habe versucht es abzusetzen und einige Alternativen ausprobiert: Einige Antidepressiva (Amytriptilyn, Doxepin, Opipramol, Venlafaxin), eine Hormonbehandlung sowie Botox-Therapie, aber nichts wirkt auf die Migräne.
    Ist es möglich wieder zu den Betablockern zurückzukehren, denn ich leide nun sehr unter ständigen Anfällen?
    Was ist das Risiko bei Langzeiteinnahme von hochdosierten Betablockern?
    Oder sehen Sie noch einen anderen Ansatz?
    Meine Neurologin und Hausärztin sind im Moment ratlos.
    Vielen Dank für Ihre Mühe,
    Mit Freundlichen Grüssen, Eva Mex

    • Liebe Eva,

      aus meiner Sicht spricht nichts dageben, dass Sie Ihren Betablocker bei guter Wirksamkeit dauerhaft weiter einnehmen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

      • evae sagt:

        Sehr geehrter Professor Göbel,

        vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich habe nur noch die Nachfrage, ob die Langzeiteinname zu Gefässveränderungen führen kann. Ich habe als Nebenwirkungen bereits sehr niedrigen Blutdruck, Kälte und Frieren in Füssen und Händen. Wie kann ich bemerken wann Gefässveränderungen da sind und was lässt sich dann machen? Vielen Dank! freundliche Grüsse, Eva Mex

  13. Cara sagt:

    Sehr geehrter Herr Professor Göbel,

    ich (52) habe seit fast 40 Jahren Migräne und seit ca. 3 Jahren > 15 Migränetage im Monat. Nachdem ich so gut wie alles an Prophylaxe vesucht habe, schlägt mein Neurologe jetzt die Botoxtherapie vor. Er hat nicht so viel Erfahrung und sprach von 31 Punkten im gesamten Kopf- und Nackenbereich die mit 155 Mauseinheiten unterspritzt werden.
    Meine Frage: Kann dadurch der Trigeminusnerv gereizt werden und kann es an den Einstichstellen zu einer Infektion kommen (da Haare und Kopfhaut ja schlecht keimfrei gemacht werden können)?
    Vielen lieben Dank für Ihre Zeit!
    Mit freundlichen Grüßen, Sabina

    • Liebe Sabina,

      eine Reizung des Trigeminusnerven ist nicht zu erwarten, im Gegenteil werden die Nerven vor übermäßiger Reizung geschützt. Infektionen sind grundsätzlich möglich, praktisch jedoch ohne Bedeutung.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  14. Ursula sagt:

    Lieber Herr Göbel,
    ich war 2011 in Ihrer Klinik und pofitiere noch immer davon. Die Migräne ist etwa genauso häufig, die Intensität hat aber abgenommen. Mit Parkinson habe ich einen weiteren „Quälgeist“, der einen größeren Fundus an Entspannungstechniken erfordert. So kam ich zur Feldenkrais-Methode. Dort las ich kürzlich von einem Ereignis, wie es mir ähnlich passiert ist: Ich hatte starke Migräne und habe mir aus Unachtsamkeit den Fußknöchel so heftig am Bett angeschlagen, dass alles nur noch EIN SCHMERZ war. Als ich mich einigermaßen erholt hatte, war die Migräne weg. Dazu die Frage: Zufall oder erklärbar? Die Erklärung von Feldenkrais hat damit zu tun, dass (frei formuliert) eine gereizte Stelle in der Hirnrinde mit einem Hemmungsfeld umgeben ist – oder so ähnlich. Stimmt das und kann man irgendwie auf andere statt schmerzhafte Art dieses Hemmungsfeld aktivieren?
    Danke für Ihre Antwort!
    Herzliche Grüße, Ursula

    • Liebe Ursula,

      Schmerz kann durch einen Gegenschmerz verändert werden. Früher hatte man sich bei Zahnschmerzen von einem Zangenkäfer in die Wange beißen lassen. Heute kann man mit Stimulationsverfahren in der Therapie Schmerzen lindern.

      Ob und wie das bei der Feldenkrais-Methode funktioniert, ist durch wissenschaftliche Untersuchung nicht ausreichend belegt.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  15. Maria sagt:

    Lieber Prof. Dr. Göbel,

    seit meinem 18. Lebensjahr leide ich unter Migräne. Da ich seit den Wechseljahren auch Depressionen habe, bekam ich vor 5 Jahren Trevilor verschrieben. Ich habe 75-150mg genommen und es ging mir damit so gut wie nie zuvor. Da sich meine Migräne nach 2 Jahren wieder verstärkte, bekam ich zusätzlich Topamax 50-100mg. Nach einiger Zeit war ich fast migränefrei, aber als Nebenwirkung stellte sich eine so starke Müdigkeit und Benommenheit ein, dass der Alltag kaum noch zu bewältigen war. Ich setzte Topamax ab, aber die Erschöpfung blieb. Erst als ich Trevilor ausgeschlichen hatte, war ich körperlich wieder fit. Ich habe noch öfter versucht, Trevilor oder verschiedene SSRI zu nehmen, doch es stellte sich immer wieder diese Müdig- und Kraftlosigkeit ein. Nur bei Opipramol war das nicht der Fall, aber es half mir weder bei Depressionen noch bei Migräne.
    Haben Sie eine Erklärung für diese Nebenwirkung und können mir evtl. eine Alternative nennen? Herzlichsten Dank im Voraus für Ihre Antwort.

    Liebe Grüße
    Maria

    • Liebe Maria,

      Topamax sollte bei Depressionen zurückhaltend eingesetzt werden. Schwierig ist auch immer die Kombination verschiedener Medikamente. Wirkung und Nebenwirkung können nicht vorausgesagt werden.

      Erwägenswert wäre daher eine Monotherapie zu versuchen. Eine Option stellt z.B. Valdoxan dar.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  16. Freddie sagt:

    Sehr geehrter Herr Professor Göbel,

    als ehem. Patient in Ihrer Klinik bedanke ich (m., 20J.) mich herzlich, dass Sie auch hier mit Ihrer großen Erfahrung weiterhelfen.

    Ich hatte vor 3 Wochen eine Botoxbehandlung und beginne an den behandelten Muskeln, sowie auf die Migräne- und Kopfschmerzhäufigkeit eine Wirkung zu spüren. Das ist super!
    Gerne würde ich nun beim nächsten mal noch an einigen mehr als den 31 festgelegten Punkten spritzen lassen, da ich bestimmt auch dort profitieren würde. Meine Ärztin sagte allerdings, man würde nur an den festgelegten Punkten spritzen.
    Kann man auch die Kopfwender re. & li. sowie den oberen Beginn der Deltamuskeln behandeln?

    Vielen Dank für Ihre Hilfe und viele Grüße.

    Freddie

  17. Hanah sagt:

    Lieber Herr Prof. Göbel,

    meine Migräne hat hauptsächlich hormonelle Gründe und quält mich vor und während meiner Periode teilweise so stark, dass ich zu nichts mehr in der Lage bin. Ich habe alle möglichen vorbeugenden Medis durch inkl. Botox und sämtliche Triptane ausprobiert. Die Triptane helfen auch, aber während der Periode ist die Migräne so aggressiv, dass es oft lange dauert und sie ständig wiederkommt.
    Demnächst habe ich einige Wochen eine Situation, wo schlicht und ergreifend nicht flach liegen DARF. Dafür wollte ich gerne folgenden Versuch starten: Eine Pille besorgen und durchnehmen (nur vorübergehend, nicht dauerhaft). Welche Pille (ich nehme seit vielen Jahren keine mehr) ist dafür geeignet? Man hört so viel von “bösen” Pillen, die schreckliche Nebenwirkungen haben, daher wollte ich gern einmal Ihre Meinung einholen. Und ja: natürlich werde ich auch noch einen Frauenarzt konsultieren, aber die haben ja meist keine Ahnung von Migräne.

    Viele Grüße und Danke im Voraus
    Hanah

  18. Maria sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,
    habe seit meinem, schon mehrere Jahre zurückliegenden, Aufenthalt in der Klinik in Kiel die “goldene Regel” – keine Schmerzmittel an mehr als 10 Tagen pro Monat – sehr verinnerlicht und zum Glück auch mit Hilfe des Antidepressivums Amineurin die Schmerztage deutlich reduzieren können. D.h., mein Schmerzmittelkonsum liegt seither üblicherweise bei ca. 5 Ascotop monatlich, evtl noch mal 1 oder 2 Tage Aspirin o.Ä. Gerade hat mich ein hartnäckiger grippaler Infekt erwischt, leider mit Dauerkopfschmerzen verbunden, die sich in den letzten 10 Tagen schon 3-mal in eine Migräne hochgeschaukelt haben. Ich gehe davon aus, dass sich die Schmerzen mit dem Infekt wieder ausschleichen. Darf ich in einer solchen Ausnahmesituation die max. Anzahl an Tagen mit Schmerzmedikamenten übersteigen?
    Vielen Dank für Ihre Hilfe
    Maria

  19. venus sagt:

    Lieber Herr Prof. Göbel,

    ich habe dieses Monat 5 Ascortop eingenommen. Sie helfen bis auf wenige Ausnahmen gut und relativ schnell. Nach ein paar Stunden merkte ich nicht, dass ich Migräne hatte. Gestern ist einige Zeit nach der Einnahme ein leichter Schmerz am linken Fuß, ein bißchen unterhalb des Knies an der Seite aufgefallen. Kann das mit dem Triptan zusammenhängen. Thrombose??

    Vielen Dank für Ihre Antwort.

  20. mary2013 sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    ich habe eine Frage zu Triptanen. Ich bin 55 Jahre alt und habe seit meinem 17. Lebensjahr Migräne. Häufiger Auslöser für einen Migräneanfall sind Verspannungen der suboccipiatelen Muskulatur. Bei beginnenden Kopfschmerzen nehme ich 800mg Ibuprofen, zwei bis drei Stunden später noch einmal die gleiche Dosis. Mit etwas Glück bekomme ich die Schmerzen damit in den Griff. Manchmal leider nicht.

    Im Jahr 2000 wurden im MRT helle Flecken festgestellt. Stellen diese ubos eine Kontraindikation für Triptane dar? Meine Internistin meinte, ich solle mich damit zurückhalten.
    Da ich keine Schilddrüse mehr habe, nehme ich noch L-Thyroxin 100 und zusätzlich 2,5mg Bisohexal, weil ich mit der korrekten Dosis L-Thyroxin Herzrasen bekomme.

    Vielen Dank und viele Grüße nach Kiel
    Maria

  21. dana sagt:

    Sehr geehrter Herr Professor Göbel,
    ich (w, 41 Jahre) habe seit mehr als 3 Jahren Kopfschmerzen des Spannungstyps, die Frequenz hat in der Zeit stark zugenommen und beträgt derzeit ca. 14 Tage pro Monat. Der Schmerz ist für mich auszuhalten, so dass ich in der Regel keine Medikamente brauche. Ich habe einen MBSR-Kurs gemacht und mache fast täglich Yoga und eine Meditation. Ich habe starke Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich, die sich trotz verschiedener Maßnahmen wie Akupunktur, TENS, KG und Myoreflextherapie nicht verbessert haben. Außerdem habe ich ca. 6 Monate Amitryptilin genommen – leider erfolglos. Mein behandelnder Schmerzarzt rät mir nun zu einer stationären Maßnahme, mit Schwerpunkt auf der Beseitigung der Verspannungen. Er meinte, da bei mir kein Medikamentenentzug nötig sei und ich schon viel Entspannungsmaßnahmen durchführe, wäre ich kein Patient für Ihre Klinik. Wie sehen Sie dies? Könnten Sie mir mit Ihrem Behandlungsansatz weiterhelfen? Über eine kurze Antwort würde ich mich sehr freuen. Ganz herzlichen Dank für Ihr überaus großes Engagement.
    Viele Grüße, Dana.

    • Liebe Dana,

      wir sind dankbar, wenn wir keinen Medikamentenentzug machen müssen. Wir können dann nämlich mit dem eigentlichen Behandlungszweck, der neurologisch-verhaltensmedizinischen Behandlung, konzentriert beginnen. Die Behandlung zieht sämtliche wissenschaftlich als wirksam erwiesene Maßnahmen ein.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  22. andrea68 sagt:

    Sehr geehrter Herr Proffessor Göbel, meine Tochter valentina 17 jahre war am 17. Dezember 2012 in ihrer Klinik stationär wegen Spannungskopfschmerzen und Migräne und hat die Prophylaxe Doxepin 50mg verordnet bekommen daraufhin war ist es langsam besser geworden nun merken wir seit 3 wochen ungefähr das die Kopfschmerzen so 2-3 tage sind und die Migräne einmal die woche kommt, die wir mit zomig Nasenspray behandeln. Meinen sie das Doxepin vielleicht zuwenig hilft oder eine andere Prophylaxe sinnvoll wäre oder aufdosieren? Viele grüße, Andrea

  23. Miggy sagt:

    Sehr geehrter lieber Professor Göbel,

    was halten Sie von Sirdalud zur Behandlung von Spannungskopfschmerzen? Es macht ja im Gegensatz zu z.B. Musaril nicht abhängig.

    Vielen Dank für Ihr Engagement für uns Schmerzgeplagte
    und mit herzliche Grüßen

    Miggy

  24. Schneggle sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    ich (42 weiblich) habe seit ca 35 Jahren Migräne und in den letzten 14 Jahren ca 12 Tage im Monat (immer in 3 Tages-Einheiten).

    Prophylaxen haben bei mir leider nicht geholfen. Momentan bin ich mit Venlafaxin 262,5 mg und Lithium eingestellt gegen die Depressionen, die mich auch schon seit Jahren begleiten.

    Leider habe ich in letzter Zeit mit den Triptanen (Allegro, Formigran u.ä.) keinen guten Erfolg mehr und dazu kommt, dass sich im letzten Jahr eine neue Schmerzform eingeschlichen hat, welche sich als Gesamt-Kopf-Gesichts-Nacken-Muskelschmerz beschreiben lässt. Bei dieser Schmerzform hilft mir leider nichts, nicht einmal hochdosiertes Magnesium.

    Nun habe ich den letzten Wochen bemerkt, dass sich dieser Muskelschmerz fast vor jede Migräne setzt, also zuerst ca 8 Stunden Muskelschmerz der dann im Anschluss in eine Migräne übergeht, welche sich meist erst in ca. 3-4 Stunden vertreiben lässt, denn frühe wirken die Triptane bei mir nur noch selten. Immigran Injekt werde ich nun verschreiben lassen, in der Hoffnung, dass dies schneller wirkt.

    Was kann ich tun, ich möchte nicht, dass sich dieser Muskelschmerz bei mir auch noch chronifiziert und ausserdem sind 12 Stunden Scherz am Stück und das an drei auffeinanderfolgenden Tagen sehr anstrengend.

    Vielleicht haben Sie, als sehr erfahrener Arzt, hier einige Informationen, die mir weiterhelfen.

    Mit bestem Dank im Voraus für Ihre Hilfe

    und freundlichem Gruß
    Schneggle

    • Liebe Schneggle,

      zunächst sollte geklärt werden, ob ein MÜK besteht. Andererseits werden Migräneattacken oft durch Schmerzen im Schulter-/Nackenbereich eingeleitet. Eine Vorbeugung, z.B. mit Botox, kann erwogen werden.

      Bezüglich der Triptane ist eine Rotation (Umstellung) möglich, insbesondere auch der Darreichungsform.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  25. Manuela sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,
    zunächst einmal vielen Dank, dass Sie sich wieder die Zeit für die Beantwortung unserer Fragen nehmen und nun zu meiner:
    Wenn ich mein Triptan (Relpax) einnehme, welches in über 90% der Fälle innerhalb von 90 Minuten sehr gut wirkt, habe ich nach ca. 12 Stunden das Gefühl, als ob die Migräne wiederkommen würde. Allerdings “verflüchtigt” sie sich dann nach ca. 60-90 Minuten dann auch wieder, die Schmerzen sind auch nur gering, lediglich ein leichtes Ziehen. Nach 24 Stunden sind sie dann wieder vollkommen zurückgekehrt, denn meistens dauern meine Attacken 72 Stunden, egal ob ich noch ein Naproxex dazu nehme oder nicht. Dieses “killt” den Wiederkehrkopfschmerz nur in den seltensten Fällen. Sollte ich vielleicht nach 12 Stunden, wenn das leichte Ziehen beginnt, noch einmal ein Triptan nachlegen? Es bliebe dann ja bei demselben Einnahmetag, was die 10/20 Regel betrifft. Könnte das eventuell die Wiederkehrkopfschmerz beeinflussen?
    Vielen Dank und mit herzlichen Grüßen aus Berlin,
    Manuela

  26. Rina sagt:

    … stimmt es, dass man als Migräne-Prophylaxe möglichst nicht mehr als 100 mg Metoprolol nehmen sollte? Mein Neurologe hat mit 200 mg verordnet…

    Herzlichst, Rina

  27. Liebe Rina,

    der wirksame Bereich liegt in der Regel um 100 mg. Die Dosis kann im Einzelfall individuell angepasst werden.

    Freundliche Grüße
    Hartmut Göbel

By | 2016-12-20T17:55:29+00:00 Februar 25th, 2013|Livechat|0 Kommentare

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