Migräne- und Kopfschmerz-Chat am 13.04.2014

Dies ist unsere Gruppe zum Migräne- und Kopfschmerz-Chat und sie funktioniert folgendermaßen: Um ca. 12:00 Uhr des jeweiligen Chat-Tages wird die Kommentar-Funktion aktiviert. Will man eine Frage eintragen, klickt man in das Fenster der Kommentarfunktion. Hat man eine Frage eingetragen, sieht man unter seinem Beitrag “Antworten”. Diese Antwortfunktion benutzt Prof. Göbel, um die Antwort auf die vorherige Frage einzustellen. Prof. Göbels Antwort ist dann ein wenig eingerückt und unterscheidet sich daher auch optisch von den Fragen. Sollte der Fragesteller zum selben Thema noch eine Folgefrage haben, bitte auch auf “Antworten” klicken – aber nur dann! Sonst bitte immer in das Kommentar-Fenster schreiben. Nach dem Chat wird die Kommentar-Funktion wieder deaktiviert bis zum nächsten Chat-Tag. Alle Fragen und Antworten bleiben in diesem Blog erhalten und bestimmte Themen können jederzeit mit der Such-Funktion wiedergefunden werden. Alle Aktionen werden am Chat-Tag auch auf der Startseite des Headbook aufscheinen.

Fragen können nur am jeweiligen Chat-Tag ab 12:00 Uhr eingetragen werden. Bitte immer auf das aktuelle Datum in der Überschrift achten, das unter “Live-Chats” eingetragen ist.

By | 2014-04-13T21:57:54+00:00 März 3rd, 2014|Livechat|64 Comments

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Profilbild von Bettina Frank - Moderatorin

64 Kommentare

  1. Profilbild von Claudia
    Claudia 13. April 2014 um 11:58 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    ich bin 40 J., weiblich, seit 16.Lebensjahr Migräne.
    Mehrere Prophylaxen haben nach einer gewissen Zeit ihre Wirkung verloren. Seit Jan. 2014 nehme ich wieder Amlodipin (nach einer 2-monatigen Pause) 5 mg morgens und 5 mg abends + Migravent + Magnesium zusätzl.. Mein derzeitiges Problem sind mehr die fast tgl. Spannungskopfschmerzen. Hier wirken keinerlei Schmerzmedikamente. Krankengymnastik hilft derzeit auch nicht. Orthopädisch alles i.O. Ein MÜK liegt nicht vor, da ich mich sehr streng an die 10/20 Regel halte. Haben Sie einen Tipp, was ich gegen die Spannungskopfschmerzen machen kann, die oft in eine Migräne übergehen?
    TENS-Gerät nutze ich, Dehnungsübungen mache ich tgl., achte auf regelm. Schlaf-/Wachrhythmus, mache Sport.

    Vielen Dank vorab für Ihre Hilfe und Bereitschaft für diesen Chat.

    Gruß A.

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:00 Uhr

      Liebe Anastasia,

      Sie sind schon sehr vorbildlich, was Verhalten und Einhalten der 10/20-Regel betrifft. Leider können Spannungskopfschmerzen manchmal sehr hartnäckig sein und sich diversen Therapien widersetzen.

      Bestehen Probleme, eine wirksame Attackenmedikation zu finden, sollte das Augenmerk auch auf eine medikamentöse Prophylaxe gelegt werden. Bewährt hat sich beim Spannungskopfschmerz u. a. das trizyklische Antidepressivum Amitriptylin. Bitte besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt diese und weitere Optionen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  2. Profilbild von Cariba
    Cariba 13. April 2014 um 12:04 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Göbel,

    im Dez. 2012 war ich stationär bei Ihnen in Kiel. Diagnose: Migräne+chr. Spannungskopfschm. an ca 28 Tagen pro Monat. Eingestellt wurde ich auf Metropolol sowie Doxepin. Beides wurde nach neun Monaten abgesetzt, da es sich außer einer enormen Zunahme nicht wie gewünscht auf die Kopfschmerzen auswirkte. Zwischenzeitlich wurde Venlafaxin, Topiramat und Amytriptilin versucht, was alles keinen Effekt hatte. Im Juni diesen Jahres habe ich einen Termin für die Botolinumtherapie bekommen. Ich komme derzeit auf ca 330 Schmerzstunden pro Monat, was mich enorm belastet.
    Trotzdem halte ich mich streng an die 10/20 Regel, doch meine Schmerztherapeutin meinte ich solle trotzdem wieder einen Entzug machen. Dafür solle ich 5 Tage 40mg Kortison, dann 5 Tage 20mg und danach 5Tage 10 mg nehmen. Auf ihrer Homepage könnte ich entnehmen, dass mit einer Gabe von zwei Tagen 100mg Kortison gestartet wird. Also habe ich die 100mg seit zwei Tagen genommen. Heute am dritten Tag leide ich an extremen Kopfschmerzen. Halten Sie diese Medikamentenpause für zielführend obwohl ich mich doch an die 10/20 Regel halte? In welcher Weise soll ich das Kortison runter dosieren?
    In drei Wochen soll ich dann mit einem Muskelrelaxanz beginnen. Was ist ihre Meinung dazu?

    Ich habe selber gemerkt, in der Zeit wo ich arbeitslos war hat sich das sehr positiv auf meine Schmerzen ausgewirkt doch seit sieben Monaten arbeite ich nun wieder Vollzeit was die Schmerzstunden wieder sehr stark zunehmen lies. Was raten Sie mir hierzu, ich muss ja auch mein Geld verdienen und eine Rente (die ich bestimmt nicht voll anerkannt bekommen werde) in meinem Alter 27J. kann ja nicht das Ziel sein.

    Ich danke Ihnen für Ihren Rat und Ihre Zeit.

    Viele Grüße

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:02 Uhr

      Liebe Cariba,

      es tut mir leid, dass sich trotz disziplinierten Einhaltens der 10/20-Regel noch nicht der gewünschte Erfolg einstellt

      Sie hatten bereits einige Prophylaxen ohne Wirkung versucht. Wichtig ist, Prophylaxen mindestens 3 Monate zu testen und ausreichend hoch zu dosieren.

      Laut Ihrer Schilderung besteht bei Ihnen kein MÜK, sodass mit Botox eine weitere Chance auf eine wirksame Prophylaxe besteht.

      Eine kortisongestütze Pause kann sinnvoll sein, wenn ein MÜK besteht. Dieser scheint bei Ihnen nicht zu bestehen, sodass man nicht davon ausgehen kann, dass sich durch diese Maßnahme spürbare Besserung einstellen wird. Wenn Sie erst an zwei Tagen 100 mg Kortison eingenommen hatten, können Sie jetzt absetzen ohne auszuschleichen.

      Überlastung und Stess im Beruf können eine Kopfschmerzerkrankung negativ beeinflussen. Versuchen Sie, regelmäßig Pausen einzuhalten. Achten Sie zudem auf einen für Sie angepassten Arbeitsplatz was Schreibtischstuhl, Licht- und Geräuschverhältnisse betrifft. Zu überlegen wäre auch eine vorübergehende Reduzierung der Stundenanzahl.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  3. Profilbild von Christel
    Christel 13. April 2014 um 12:10 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    Ich bin 62 Jahre alt und habe seit vielen Jahren Migräne mit einer vorangehenden Aura, die 10-15 Minuten dauert.
    Ich nehme wegen starken Wechseljahrenbeschwerden Hormone.
    Nun bin ich seit ein paar Tagen verunsichert, weil in einer Fernsehsendung eine Frauenärztin davon abgeraten hat, Hormone zu nehmen, wenn eine Migräne mit Aura besteht. Nur hat sie ihre Aussage leider nicht begründet.
    Könnte es sein, dass ich durch die vorausgehende Aura schlaganfallgefährdet bin oder was könnte sie damit gemeint haben?

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:05 Uhr

      Liebe Christel,

      ganz generell gesagt ist die Gefahr, einen Schlaganfall zu erleiden, geringfügig erhöht., wenn Aurapatientinnen Hormone einnehmen. Trotz allem ist dies kein Grund für übermäßige Sorge. Man muss immer Nutzen und Risiko gegeneinander abwägen. Bestehen starke Wechseljahrsbeschwerden wie bei Ihnen, gibt es kaum Alternativen zu Hormonen. Ebenso ist die Situation für Frauen im gebärfähigen Alter, wenn die Pille eingenommen wird.

      Achtet man auf einen gesunden Lebensstil, raucht nicht, hat kein großes Übergewicht und macht gemäßigten Ausdauersport, kann man das Risiko zusätzlich minimieren.

      Bitte besprechen Sie Ihre Sorgen auch mit Ihrer Frauenärztin/Ihrem Frauenarzt.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  4. Profilbild von Ilona
    Ilona 13. April 2014 um 12:17 Uhr

    Lieber Herr Prof. Göbel,
    bin 56 Jahre, weib. , seit 40 Jahren Migräne in 3. Generation. Seit 15 Jahren nehme ich Triptane(Askotop-nasal). Vor einem Jahr hatte ich einen Migräne-Status mit MÜK. Nach meinem Entzug wurde auf Sumatriptan umgestellt, was mir hilft.
    Nahezu gleichzeitig bekam ich starke Schmerzen im linken Vorfuß. Das MRT ergab eine unklare Diagnose, Morbus Köhler oder aber auch Bonebruise mit unbekannter Ursache, unter dem ich heute noch immer leide. Paralell dazu habe ich seit ca. 2 Monaten immer mal wieder Schmerzen in der Hüfte. Im Beipackzettel vom Sumatriptan habe ich gelesen, dass Gelenkschmerzen auftreten können.
    Ist Ihnen ein Zusammenhang diesbezüglich bekannt ?
    Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.
    Liebe Grüße I.

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:06 Uhr

      Liebe Ilona,

      Morbus Köhler ist eine aseptische Knochennekrose, Bone Bruise eine spezielle Art von Knochenfrakturen. Lassen Sie dies bitte genauer abklären, mit Sumatriptan können diese Diagnosen nicht in Zusammenhang gebracht werden. Gelenkschmerzen könnten allerdings eine mögliche Nebenwirkung des Sumatriptan sein. Testen Sie bitte andere Triptane, um eine mögliche Nebenwirkung auszuschließen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  5. Profilbild von Hathi Ram
    Hathi Ram 13. April 2014 um 12:19 Uhr

    Dear Prof. Dr. Gobel,

    I am writing on behalf of my wife, as she is uneducated. My wife’s name is Shobha Ram. I am sorry but my German is very bad. We are trying to get admission as a stationary patient at your clinic. Last week we send all the document at your clinic through our physician Dr. Birgit Zoller, Heidelberg.

    I got a letter 2 time in last 2 week from your clinic stating….
    „eine schriftliche kostenübernahmeerklärung für den stationären aufenthalt zur berechnung einer fallpauschale. Nicht erforderlich bei TK, BEK, AOK….

    Bitte teilen sie uns auch mit, welche wahlleistungen sie in anspruch nehmen mochten bzw auf welche wahlleistungen sie anspruch haben (Chefarzt, Einzel- oder Zweibettzimmer), kostenpflichtig“

    I didn’t understand what I have to do, I tried to translate the above statement, but its still exactly not clear. Can you please tell me what I have to do to get appointment in your clinic?

    Thanks very much for help:)

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:07 Uhr

      Dear Hathi Ram,

      for further information regarding your wife’s stay at the Schmerzklinik Kiel please contact Mrs. Ziegler (+4943120099120).

      Kind regards
      Hartmut Göbel

  6. Profilbild von malaya
    malaya 13. April 2014 um 12:24 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    ich bin Migränepatientin und seit letzten Herbst habe ich immer öfter körperliche Angstgefühle (keine PanikAttacken, längerdauernd).
    Andere Krankheiten, die mich fordern kommen erschwerend hinzu: seit 7/2013 subakute Schilddrüsenentzündung, Hirntumor-OP 2009, derzeit Verdacht auf Sjögren-Syndrom untersucht (dauert aber noch sehr lange bis Termin beim Rheumatologen)
    Gibt es ein Antidepressiva/Anxiolytikum, das sich
    – nicht auf die Schilddrüse bzw. das Immunsystem auswirkt
    – bei Sjögren-Verdacht und
    – bei einer verlängerten QTc-Zeit 461
    erwogen werden könnten?
    Ist es bei Angsterkrankungen wichtig schnellstmöglich zu behandeln, oder kann ich solange es mir möglich erscheint ohne Tabletten aushalten?

    Tausend Dank für diese Möglichkeit hier Fragen zu stellen!
    Herzliche Grüße
    malaya

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:08 Uhr

      Liebe Malaya ,

      Sie schildern sehr komplexe Probleme, die leider nicht im Rahmen des Chats gelöst werden können. Dies ist nur möglich zusammen mit ihren behandelnden Ärzten, die alle Eckdaten kennen.

      Grundsätzlich ist es anzuraten, eine Angsterkrankung möglichst schnell zu behandeln, da sie unbehandelt Schmerzen verstärken kann.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  7. Profilbild von Sylvia
    Sylvia 13. April 2014 um 12:29 Uhr

    Guten Tag Herr Prof. Göbel,
    ich bekomme manchmal nach der Einnahme eines Zolmitriptans ein leichtes Druckgefühl im Brustraum und bemerke, dass mein Herz etwas kräftiger schlägt. Ich merke es nicht ständig und es ist nach 1-2 Stunden wieder weg. Sind dieses Symptome der Migräne oder Nebenwirkungen des Triptans? Diese Auswirkung empfinde ich nicht als schlimm, würde aber gerne wissen, ob dadurch Schlimmeres (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall, o.ä.) ausgelöst werden kann oder ob das noch hinnehmbare Nebenwirkungen sind.

    Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße
    Sylvia

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:09 Uhr

      Liebe Sylvia,

      Druck- und Engegefühle im Brustbereich können Nebenwirkungen der Triptane sein und sind beim kardial gesunden Menschen in aller Regel ungefährlich. Meist handelt es sich um eine harmlose Verkrampfung der Speiseröhre und nicht um Probleme an den Herzkranzgefäßen, wie gelegentlich angenommen wird.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  8. Profilbild von Molly
    Molly 13. April 2014 um 12:41 Uhr

    Lieber Herr Prof. Göbel,
    aufgrund meiner chron. Migräne habe ich schon viele Prophylaxen, u.a. auch verschiedene Betablocker ausprobiert. Ich habe außerdem eine Arthrose im Kiefergelenk, deren Schmerzen sich nach der Einnahme des Betablockers erheblich verstärkt haben ( was im Beipackzettel auch als mögliche Nebenwirkung aufgeführt ist). In der Zeitschrift der MigräneLiga Nr.63 wird von Cardesartan als alternative zu Beta-Blockern berichtet. Meine Frage lautet nun, ob Sie schon über Erfahrungen mit der Einnahme von Cardesartan verfügen, insbesondere was Gelenkschmerzen als Nebenwirkung betrifft.
    Ganz herzlichen Dank für Ihre Antwort und liebe Grüße
    Molly

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:12 Uhr

      Liebe Molly,

      Sartane werden zunehmend erfolgreich in der Migränetherapie eingesetzt und in aller Regel gut vertragen. Das Auftreten von Gelenkschmerzen ist nicht bekannt.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  9. Profilbild von Marlene
    Marlene 13. April 2014 um 12:55 Uhr

    Lieber Herr. Prof. Göbel,
    ich habe seit mehreren Jahren schwere Migräneanfälle (diagnostizierte chron. Migräne), die leider so gut wie gar nicht auf Akutmedikamente, speziell auch Triptane, ansprechen (es liegt kein Mük vor). Da gleichzeitig auch ein Spannungskopfschmerz vorliegt, nehme ich als Prophylaxe 75mg Amitriptylin. Als ich nun nach längerer Zeit wieder einmal Asco Top ausprobiert habe, bekam ich kurz darauf sehr starke, reißende Kopfschmerzen, ein krampfartiges Zusammenziehen des ganzen Oberkörpers und Atem-und Schluckbeschwerden. Nach ca. drei Stunden besserte sich dieser Zustand wieder, die Migräne hatte sich mittlerweile noch verstärkt und hielt, wie üblich, noch drei Tage an. Frühere Einnahmeversuche mit Triptanen sind ähnlich verlaufen und meine Frage lautet nun, ob es eine Erklärung dafür gibt, warum Triptane nicht wirken und sogar noch so heftige Nebenwirkungen hervorrufen.
    Vielen Dank für Ihre Zeit und Mühe, die Sie heute wieder aufwenden.
    Liebe Grüße nach Kiel
    Marlene

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:22 Uhr

      Liebe Marlene,

      leider gibt es selten Patienten, die auf Triptane nicht ansprechen. In diesem Falle muss man auf Schmerzmedikamente ausweichen.

      Gelegentlich gibt es Unverträglichkeitsreaktionen nach Triptaneinnahme, eine nachvollziehbare Erklärung findet sich meist nicht. Üblich sind Druck- und Engegefühl an der Brust. Man nimmt an, dass eine harmlose Verkrampfung der Speiseröhre für diese Nebenwirkung verantwortlich sein könnte. Die von Ihnen geschilderten Nebenwirkungen sind allerdings ungewöhnlich.

      Eventuell testen Sie (vielleicht im Beisein Ihres Arztes) erneut andere Triptane, oder Sie behandeln Ihre Attacken mit Schmerzmedikamenten.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  10. Profilbild von Mara
    Mara 13. April 2014 um 12:55 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,
    ich habe Migräne mit Aura (ohne Übelkeit), die ich seit ca. 1 Jahr nicht mehr mit Dolormin Migräne behandeln kann, da ich auf Diclac allergisch reagiert habe und keine NSAR mehr einnehmen soll. Seitdem habe ich kein richtiges Migränekonzept mehr (Paracetamol oder Novalgin). Wie kann ich vermeiden, dass meine Migräne chronisch wird, ohne entzündungshemmendes Medikament? Die Schmerzen lassen sich mit 1 Paracetamol nicht 100 % beseitigen. An Triptane habe ich mich noch nicht herangetraut, da ich in den Gefäßen zum Herzen Sonden liegen habe. Herzlichen Dank für Ihre Antwort im Voraus. Mit freundlichen Grüßen Mara

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:29 Uhr

      Liebe Mara,

      entzündungshemmende Mittel können die Chronifizierung einer Migräne nicht verhindern. Vielmehr können dies verhaltensmedizinische Verfahren, Entspannung, Wissen um die Erkrankung und gegebenenfalls auch medizinische Prophylaxen.

      Besprechen Sie mit Ihrem Kardiologen, ob eventuell die Einnahme von Triptanen möglich wäre. Die Einnahme sanfter Triptane wie Allegro, Naramig oder Almogran könnte in interdisziplinärer Zusammenarbeit Ihrer behandelnden Ärzte erwogen werden.

      Paracetamol ist meist nicht ausreichend stark wirksam bei Migräne. Zudem sollte die Dosierung bei Migräne 1000 mg beim Erwachsenen betragen, also 2 Tabletten zu 500 mg. Die Aufnahme der Medikamente könnte durch ein zuvor eingenommenes Antiemetikum verbessert werden.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

      • Profilbild von Mara
        Mara 13. April 2014 um 20:52 Uhr

        Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

        vielen Dank für Ihre Antwort. Bedeutet das, dass nicht vollständig beseitigter Migränekopfschmerz nicht unbedingt zu einer Chronifizierung führen muss. Das kann quasi auch nach Wochen wieder verschwinden? Führt also auch nicht jede Migräne in eine Chronifizierung? Ich hatte 12 Jahre gar keine Probleme mit „Dolormin Migräne“. Könnte ich mit 1000 mg Paracetamol erstmal weiterbehandeln, ohne ein Risiko einzugehen, wenn der Kopfschmerz dabei nicht vollständig weggeht, sondern sich bei Belastung noch äussert. Sie merken, dass ich Sorge vor Chronifizierung habe, seit ich keine NSAR mehr nehmen kann, da hier der Kopfschmerz immer gut wegging. Leider kommt vom Hausarzt keine Hilfe und ich bleibe alleine mit den Sorgen und Attacken.

        Vielen Dank. Mara

        • Profilbild von Hartmut Göbel
          Hartmut Göbel 13. April 2014 um 21:42 Uhr

          Liebe Mara,

          eine Chronifizierung entsteht meist durch zu häufige Einnahme von Akutschmerzmitteln. Wenn Sie sich an die 10/20-Regel halten, ist die Gefahr einer Chronifizierung nicht erhöht dadurch, dass sie mit Paracetamol behandeln und der Schmerz nicht immer vollständig kupiert wird.

          Eventuell könnten Sie auch über eine Prophylaxe nachdenken, wenn sich einmal Probleme mit dem Einhalten der Regel einstellen sollten.

          Freundliche Grüße
          Hartmut Göbel

  11. Profilbild von Elisabeth F.
    Elisabeth F. 13. April 2014 um 13:07 Uhr

    Guten Tag Hr.Pr:Dr.Göbel
    Meine Frage ,
    1)gibt es sogenannten „Kalte Schmerzattacken „bei Cluster-Kopfschmerz .Ich habe sehr oft alle Begleiterscheinungen wie tränende Auge,verstopfte Nase etc., aber ohne den starken Schmerz.Diese Attacken, wenn es überhaupt eine Attacken sind,schwächen mich genauso wie die mit den wahnsinnigen Schmerzen. Ich bin mir nicht sicher ob ich bei den Kalten-Attacken auch Sumatriptan Injection nehmen darf.
    2)Seit dem ich die Isoptin (2mal 120mg )nehme fühle ich mich sehr geschwächt.
    Was kann ich vielleicht mache dass die Nebenwirkungen nicht so stark sind?
    Danke für die Antwort
    Grüße Elisabeth Folaron

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:31 Uhr

      Liebe Elisabeth,

      sogenannte kalte Attacken können auch mit Triptanen behandelt werden. Testen Sie die Effektivität, wobei Sie durchaus in diesen Fällen orale Triptane wegen der längeren Wirkdauer in Erwägung ziehen könnten.

      Die Nebenwirkungen der Prophylaxen lassen oft im Laufe einer längeren Einnahme nach. Fragen Sie Ihren Arzt zudem nach der retardierten Form des Verapamils, da dadurch ein gleichmäßiger Wirkspiegel aufgebaut werden kann.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  12. Profilbild von Tobi
    Tobi 13. April 2014 um 13:15 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,
    ich habe heute eine Frage, die sich auf einen Beitrag aus dem letzten Chat bezieht. Und zwar hatte sich Martin E. nach einer neuen Behandlungsmethode der Migräne erkundigt, die in der Klinik Keystone in Mechanicburg praktiziert wird. Da es sich ja wohl um ein nicht-medikamentöses Verfahren handelt, wäre ich auch sehr daran interessiert , was Ihre Recherchen ergeben haben.
    Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort, auf die ich schon sehr gespannt bin.
    Mit freundlichen Grüßen
    Tobi

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:32 Uhr

      Lieber Tobi,

      hierbei handelte es sich um ein ungeprüftes Verfahren, eine Wirkung ist nicht zu erwarten. Besser ist es, man hält sich an bewährte Therapiemethoden.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  13. Profilbild von orchidee68
    orchidee68 13. April 2014 um 13:17 Uhr

    Sehr geehrter Herr Professor Göbel,

    ich bin 46 Jahre alt und habe seit meinem 15. Lebensjahr Migräne mit zunehmender Tendenz, vermutlich aufgrund der Hormonumstellung.
    Die Schmerzattacken sind das eine, nun habe ich aber noch ein zusätzliches, extrem belastendes Problem in diesem Zusammenhang, das ich auch schon kenne, seit ich 15 war. Ich werde oft von einer Minute zur Nächsten so müde, dass ich mich kaum noch auf einem Stuhl halten kann. Ich schaffe es, nicht spontan einzuschlafen, aber ich kann buchstäblich nichts anderes mehr tun als zusehen, dass ich nach Hause ins Bett komme. Dann schlafe ich stundenlang und komme kaum noch hoch.
    Begleitet wird dies oft von einem Ohrgeräusch ähnlich wie Tinnitus, ich kann das nicht genau beschreiben, es ist wie ein Rauschen. Es ist nur auf der linken Seite, welche die ist, die von den Schmerzattacken bevorzugt betroffen ist. Seit einiger Zeit brennt dann auch meine Kopfhaut an manchen Stellen als hätte ich kochendes Wasser über meinen Kopf gekippt.
    Dieser Zustand dauert ungefähr so lange wie eine Schmerzattacke, also ca. 3 Tage. Danach bildet es sich spontan zurück. Manchmal folgt eine Schmerzphase.
    Es helfen Schmerzmittel wie Aspirin oder auch notfalls mal eine Coffeintablette, damit ich noch nach Hause komme.
    Das Ohrgeräusch war unter Topamax verschwunden, leider kann ich es nicht mehr nehmen (Allergie).
    Ist dieser Zustand eine Migräneattacke ohne Schmerz oder wie kann man das kategorisieren?
    Vielen Dank für Ihre Antwort, herzliche Grüße!
    Orchidee

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:35 Uhr

      Liebe Orchidee,

      es ist leider nicht möglich, über den Chat eine Einschätzung Ihrer Situation abzugeben. Bitte begeben Sie sich in neurologische Behandlung vor Ort und lassen Sie auch Sonderformen der Migräne oder eine mögliche Narkolepsie abklären.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  14. Profilbild von Koepfchen
    Koepfchen 13. April 2014 um 13:29 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    ich habe vor kurzer Zeit irgendwo aufgeschnappt, dass Triptane KEINE Substanzabhängigkeit verursachen. Nun habe ich es nachgelesen und bin an diversen Stellen ebenfalls darauf gestoßen, dass diese Tatsache ganz klar wissenschaftlich belegt sein soll. Nun bin ich etwas verwirrt…
    Es wäre sehr nett, wenn Sie mir dazu auch noch etwas sagen könnten, denn das ist ja ein ganz wichtiger Punkt in Bezug auf die komplette Therapie mit Triptanen.

    Ich danke Ihnen bereits im Voraus vielmals für Ihre Antwort.
    Mit besten Grüße
    Köpfchen

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:35 Uhr

      Liebes Koepfchen,

      Triptane verursachen keine Substanzabhängigkeit, können aber bei zu häufiger Einnahme in einen MÜK führen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  15. Profilbild von Silvia
    Silvia 13. April 2014 um 13:34 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    gleich vorweg „oute“ ich mich als Ärztin, genauer gesagt Anästhesistin.
    Ihre Bücher habe ich alle zuhause, war letztes Jahr auch in Hamburg am deutschen Schmerzkongress… und dennoch habe ich noch Fragen:

    Ich leide schon seit meiner Kindheit an Kopfschmerzen, mit acht Jahren hatte ich eine schwere Meningoenzephalitis.
    Während des Studiums in Innsbruck hatte ich auch mindestens einmal pro Woche Kopfschmerzen. Die Ursache war für mich der häufige Föhn und war auch mit Ibuprofen nach einer Stunde vergessen.
    Mit 23 Jahren (als ich meine Ausbildung zum Allgemeinmediziner begann) hatte ich meine erste Migräneattacke mit Aura. Da es aber für lange Zeit die einzige Attacke war, dachte ich nicht weiter darüber nach.
    Mit 27 begann ich die Ausbildung auf der Anästhesie, die Kopfschmerzen wurden häufiger. Dies schob ich auf das fehlende Tageslicht im OP, unregelmäßiges Essen, Narkosegas…
    2-3x/Woche nahm ich durchschnittlich Ibuprofen und sah noch kein Problem.

    2011 erlitt ich beim Schwimmen einen Bandscheibenvorfall C3/4, es folgte naturgemäß eine regelmäßige NSAR- Einnahme.
    Die „Geschichte“ ging weiter, bis ich – kurz vor dem Kongress in Hamburg- mir dachte, die ganze Sache ist chronisch geworden.
    Mein Hausarzt diagnostizierte chronischen Spannungskopfschmerz und verschrieb mir Saroten, was auch kurzfristig half. Aufgrund von Herzrhythmusproblemen beendete ich wieder.
    Nach Hamburg wusste ich, dass ich chronische Migräne habe.
    Nun bin ich mittlerweile 33 (also 10 Jahre nach meiner ersten diagnostizierten Migräne) und ging wieder zur selben Neurologin wie damals.
    Wir machten einen Medikamentenentzug und starteten gleichzeitig mit Topiramat. Nach 4 Monaten mit ausreichender Dosierung und anfänglich gutem Erfolg, bekam ich im Jänner 2014 das erste Mal Botox. Nach drei Wochen war ich begeistert: 1 Woche schmerzfrei. Leider kam ein Infekt und ein erneuter Bandscheibenvorfall C3/4 mit regelmäßiger NSAIR-Einnahme für 4 Wochen.
    Die Verschlechterung der Kopfschmerzsituation kam prompt.

    Nun zu meiner ersten Frage: wie behandelt man „Bewegungsapparatschmerzen“ wie einen Bandscheibenvorfall, wenn man – so wie ich – chronischer Kopfschmerzpatient ist?

    2.) Soll man die Attackentherapie immer mit demselben Wirkstoff behandeln? ( Ich wechsle aktuell häufig zwischen ASS, Mefenaminsäure und – ich gestehe – auch Thomapyrin.)

    3.) Während einer Migräne-Attacke habe ich häufig Symptome wie während eines Infektes: erhöhte Temperatur, Schüttelfrost. Ist das ungewöhnlich?

    Ich hatte nun im März die 2. Botox-Sitzung mit folgender Wirkung: jeder 2. Tag ist kopfschmerzfrei.
    Ausdauersport mache ich regelmäßig, häufig kommen die Kopfschmerzen aber am darauffolgenden Tag.

    4.) Sind die Botox-Injektionen im Bereich der HWS-Muskulatur unbedenklich bei HWS-Discusprolaps?

    Natürlich weiß ich, Discusprolaps und Migräne sind 2 verschiedene Krankheiten, aber denken Sie nicht, dass es da ein Wechselspiel gibt? – Ich habe den Eindruck, die Migräne ist bei mir dadurch chronisch geworden. Liege ich da falsch?

    Die letzten 3 Monate bin ich natürlich über der 10-Einnahmetage pro Monat – Grenze.
    Ich ergänze sehr wohl Magnesium, leider wird mir von Migravent etwas übel.

    Ich freue mich sehr auf Ihre Antworten und entschuldige mich für meinen langen Text!

    Herzliche Grüße aus Österreich,
    Silvia

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:39 Uhr

      Liebe Silvia,

      kommen beim Migräniker weitere behandlungswürdige Schmerzen dazu, kann es aufgrund der MÜK-Gefahr problematisch werden. Allerdings gehen andere Schmerzen vor in diesem Fall und müssen ohne Rücksicht auf einen MÜK behandelt werden. Um einen eventuellen MÜK kümmert man sich nach Abschluss der Behandlung.

      Kombinationspräparate sollten grundsätzlich vermieden werden, da sie in der Folge weitere Probleme nach sich ziehen (MÜK). Triptane sind Mittel der Wahl bei Migräne, hier muss auch nicht gewechselt werden auf andere Substanzklassen, solange gute Wirkung besteht.

      Erhöhte Temperatur, Fieber, Schüttelfrost können vorkommen bei schweren Attacken.

      Botox-Injektionen im Rahmen der Migränevorbeugung bedingen in der Regel keine bedeutsame Muskelschwäche.

      HWS-Beschwerden können Migräneattacken triggern, sind aber in aller Regel nicht für eine Chronifizierung verantwortlich. Wichtig wäre, den Prolaps von orthopädischer und/oder neurochirurgischer Seite her adäquat zu behandeln.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  16. Profilbild von Venus
    Venus 13. April 2014 um 13:50 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,
    Seit ca. 10 Jahren nehme ich regelmäßig Triptane ein. So ca. 4 – 6 im Monat, mache keine Prophylaxe,vertrage sie eigentlich gut,

    Meine Frage ist: Ist es notwendig, irgendwelche Werte meines Körpers uberprüfen zu lassen?

    Auf was wirkt sich eine so lange regelmäßige Einnahme aus.

    Vielen DANK für Ihre Antwort.

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:40 Uhr

      Liebe Venus,

      Triptane sind auch im Langzeitgebrauch gut verträglich und sichere Medikamente. Notwendig sind jedoch regelmäßige Verlaufskontrollen. Diese schließen Blutdruckmessung, Häufigkeit der Einnahme und das Auftreten von möglichen Begleiterkrankungen ein.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  17. Profilbild von Claudia
    Claudia 13. April 2014 um 14:05 Uhr

    Lieber Herr Prof. Göbel,

    Im Dezember wurde ich nach einer Medikamentenpause in Ihrer Klinik auf Ergenyl 150mg morgens und abends eingestellt.
    Leider hatte ich jetzt bereits zwei Monate wo ich auf 11 Tage gekommen bin, an denen ich Maxalt nehmen musste,
    Mein Neurologe meinte sogar ich darf höchstens 7 Triptane im Monat nehmen….
    Soll ich nun die Dosierung von Ergengyl erhöhen (wieviel mg morgens/abends?) ,
    oder noch abwarten.
    Herzilche Grüsse
    Claudia Huber

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:42 Uhr

      Liebe Claudia,

      wir empfehlen unseren Patienten weniger als 10 Triptaneinnahmen/Schmerzmitteleinnahmen im Monat, siehe 10/20-Regel. Setzt man die Schwelle niedriger, erzeugt dies zusätzlichen und vermeidbaren Stress beim Patienten.

      Wenn die 10/20-Regel mehrere Monate überschritten werden muss, sollten Sie mit Ihrem Arzt zusammen über eine Anpassung der Prophylaxe nachdenken.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  18. Profilbild von Paule
    Paule 13. April 2014 um 14:43 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    gibt es eine Migräneprophylaxe, die besonders für Menschen mit niedrigem Blutdruck geeignet ist?

    Vielen Dank für Ihre Ratschläge.
    Freundliche Grüße. Cornelia Anders

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:43 Uhr

      Lieber Paule,

      ist der Blutdruck nur leicht erniedrigt, eignen sich alle Prophylaxen zur Behandlung. Auch Betablocker können bei langsamer Eindosierung erwogen werden.

      Genaueres besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  19. Profilbild von dschenny
    dschenny 13. April 2014 um 14:54 Uhr

    Sehr geehrter Herr Professor Göbel,

    von meinem Neurologen und Schmerztherapeuten habe ich am Anfang April wiederholt Botox gegen meine chronische Migräne injiziert bekommen.
    Allerdings spritzt er nicht streng nach Schema, vielmehr ist er der Meinung, dass die Menschen individuell zu betrachten sind.
    Auf der Stirn hat er in Höhe der Schläfe 3 Einstiche vorgenommen, da sonst die Gefahr zu groß sei, dass ein hängendes Augenlid die Folge sei. Die restlichen Injektionen erfolgten über den Schädel, im Nacken- und Schulterbereich.
    Insgesamt hat er 100 Einheiten eines Präparates aus Irland verwendet.

    Da immer wieder darauf gedrungen wird, nach PREEMPT zu injizieren, stellt sich mir natürlich nun die Frage der Wirksamkeit der Maßnahme.

    Ferner soll ich keine weitere Prophylaxe mehr einnehmen, man könnte lediglich über 20 mg Fluoxetin nachdenken.

    MCP hält er für kontraproduktiv, Diasporal hätte zu viele chemische Zusätze.

    Außerdem habe ich nun ein Rezept zur CMD, Atlastherapie erhalten.

    Dank des facebook Forums nehme ich zur Prophylaxe 2 x 2 Kps. Migravent Classic und in akuten Situtionen Diasporal Granulat, für unterwegs die Lutschtbl.
    Aktutmedikation außerdem Maxalt, Vomex und Naproxen.

    Bis dato hatte ich Topiramat 50 mg mit leider schwerwiegenden NW.

    Mein Internist hatte mir 95/12,5 mg Metoprolol, morgens eine halbe Tbl., verordnet, da ich während der Schmerzphase einen erhöhten RR habe.Der Neurologe meinte hierzu, dass ich dieses Medikament dann auch nur während der Schmerzphase einnehmen sollte.

    Mit der Bitte um Ihre Einschätzung verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

    Dschenny
    Vielen Dank im Voraus!!!

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:45 Uhr

      Liebe(r) Dschenny,

      ein in der Botox-Therapie erfahrener Arzt kann auch etwas abweichend vom PREEMT-Schema behandeln und individuell auf den Patienten und seine Bedürfnisse eingehen. Allerdings sollte die Dosis 155 Einheiten nicht unterschreiten.

      Besteht eine gute Wirkung mit Botox, ist eine weitere Prophylaxe nicht nötig. Im anderen Fall kann mit einer zusätzlichen Prophylaxe kombiniert werden.

      Antiemetika verbessern die Aufnahme der oralen Medikamente und können somit auch die Wirkung optimieren.

      Besteht nur während der Schmerzphase ein leicht erhöhter Blutdruck, besteht keine Notwendigkeit für die tägliche Einnahme eines Betablockers.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

      • Profilbild von dschenny
        dschenny 13. April 2014 um 21:37 Uhr

        Lieber Herr Professor Göbel,

        danke für die Beantwortung meiner Anfrage.

        Was halten Sie denn von 20 mg Fluoxetin zur Migräneprophylaxe?

        Mein Blutdruck, der außerhalb der Schmerzphasen bei ca 120/70 liegt, steigt während einer Migräneattacke auf 190/130. Soll ich bei solchen Werten das Metprolol nur in der Schmerzphase einnehmen?

        Liebe Grüße
        Dschenny

        • Profilbild von Hartmut Göbel
          Hartmut Göbel 13. April 2014 um 21:57 Uhr

          Liebe Dschenny,

          Fluoxetin ist ein mögliches Medikament in der Migränetherapie.
          Wenn Sie so hohe Werte in den Schmerzphasen messen, macht der kurzzeitige Einsatz eines Betablockers Sinn. Testen Sie die Einnahme in der Praxis und schließen Sie sich mit Ihrem Arzt kurz.

          Freundliche Grüße
          Hartmut Göbel

  20. Profilbild von Krümelmonster
    Krümelmonster 13. April 2014 um 15:57 Uhr

    Hallo Herr Prof. Göbel,

    ich (36,w) leide unter paroxysmaler Hemikranie in episodischer Form. Die letzte Episode hatte ich im Februar / März diesen Jahres und sie dauerte insgesamt etwa 4-5 Wochen.
    Die vorige Episode lag im März 2012 (ca. 3-4 Wochen), die erste im Februar 2009 (2-3 Wochen). Dazwischen war jeweils absolut nichts und ich dachte, es kommt nicht wieder.
    Zum Glück bin ich sofort an einen Arzt geraten, der die Erkrankung kannte und somit mit Hilfe von Indometacin bei der zweiten Episode diagnostizieren konnte. Bei der ersten vermutete er noch Clusterkopfschmerz, jedoch sprach keines der bekannten Mittel an und die Attacken waren auch zu kurz.
    Indometacin schlägt bei mir sehr gut und schnell an, beim Abklingen der diesjährigen Episode konnte ich beim ersten Anzeichen 50mg einnehmen und damit offensichtlich die Attacke sogar „ausbremsen“. Der Schmerz sitzt hauptsächlich in Schläfe und Kiefer. Ich weise keines der mir bekannten Begleitsymptome (gerötetes oder tränendes Auge, triefende Nase etc.) auf.
    Mir ist bewusst, dass zum einen die episodische Form sehr selten ist, zum anderen bislang niemand (?) von jahreszeitlicher Abhängigkeit dabei berichtet hat, und ferner bei den meisten anderen Betroffenen jeweils mindestens eines der Begleitsymptome auftritt.
    Haben Sie hier bereits Erfahrungen mit anderen Patientinnen? Wo und wie kann ich die Erkrankung weiter untersuchen lassen, und mit welchem weiteren Verlauf kann ich Ihrer Einschätzung nach rechnen?

    Vielen Dank,

    Ilka Lohmeier

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:48 Uhr

      Liebe Ilka,

      diese vielschichtigen Fragen sind im Rahmen des Chats leider nicht zu klären, bitte stellen Sie sich hierzu in einer spezialisierten Einrichtung vor.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  21. Profilbild von Sunny
    Sunny 13. April 2014 um 16:20 Uhr

    Hallo Herr Prof. Göbel,

    durch meine ausgeprägte Kyphoskoliose habe ich immer starke Verspannungen im Rücken- und Nackenbereich, die meine Spannungskopfschmerzen und Migräne triggern. Ich mache PMR, Gymnastik und Ausdauertraining. Mein Orthopäde macht mir immer wieder ein „schlechtes Gewissen“ in dem ich angehalten werde Training an Geräten für die Rückenmuskulatur zu machen. Jetzt habe ich mich vor einiger Zeit wieder darauf eingelassen und mache Gerätetraining unter Anleitung eines Physiotherapeuten. Ich habe das Gefühl, dass das meinen ohnehin verspannten Muskeln nicht gut tut. Sie tun oft noch mehr weh und die Empfindlichkeit Kopfschmerzen oder Migräne zu entwickeln ist noch höher. Soll ich lieber auf meinen Körper hören, mich nicht verunsichern lassen und wieder damit aufhören? Vielen Dank für Ihre Mühe!

    Herzliche Grüße
    Michaela

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:49 Uhr

      Liebe Michaela,

      hören Sie auf Ihren Körper und Ihr Gefühl, wenn Sie durch das Training Schmerzen bekommen, ist es nicht zielführend. Wie Sie richtig vermuten, sind die Nerven im überempfindlich und profitieren mehr durch Entspannungsverfahren.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  22. Profilbild von georgine
    georgine 13. April 2014 um 16:28 Uhr

    Hallo Herr Prof. Göbel,
    ich war im Okt. 2012 in Ihrer Klinik. Ihre Ärzte haben mich damals auf 200 mg Opipramol und 300 mg Magnesium vorbeugend gesetzt, bei Migräne auf 1 Pantozol, 1 Almogran 12,5 und 1 Naproxen AL 500. Meine jetzige Situation ist so, dass ich fast täglich Kopfschmerzen und alle 8-10 Tage Migräne habe. Für die Kopfschmerzen nehme ich nichts, nur bei Migräne die genannte Dosis. Was anderes hilft nicht. Nun habe ich vor kurzem im NDR die Migräne-Sendung gesehen, wo es u.a. darum ging, dass man im fortgeschrittenen Alter (ich bin 65) keine Triptane mehr nehmen soll, da sie die Gefäße zu stark verengen und Schlaganfallgefahr droht. Nachdem meine Mutter am 2. Schlaganfall gestorben ist, habe ich jetzt Angst, dass mir das gleiche Schicksal droht. Wie gesagt, andere Tabletten helfen nicht. Was tun?

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:57 Uhr

      Liebe Georgine,

      die Hersteller haben keine Sicherheitsdaten für Patienten über 65 Jahren erhoben, daher dürfen Sie die Einnahme darüber hinaus nicht empfehlen.

      Ich verstehe aber Ihre Sorge hinsichtlich des Schlaganfalls Ihrer Mutter. Lassen Sie sich kardiologisch durchchecken und überlegen Sie zusammen mit Ihrem Arzt, ob Triptane doch möglich sind. Im Einzelfall ist diese Entscheidung medizinisch begründbar.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  23. Profilbild von Tanja
    Tanja 13. April 2014 um 16:40 Uhr

    Guten Abend Prof. Göbel,

    letztes Jahr Ende Nov. / Anf. Dez. bin ich bei Ihnen in der Klinik auf Amitriptylin eingestellt worden, im Dez. also 25mg, seit Mitte Januar 50mg.
    In meiner Attacken-Tag-Statistik ist leider keine Reduzierung der Tage pro Monat zu erkennen, nur die natürlichen Schwankungen, die ich auch ohne Amitriptylin hatte.
    Bettina tendiert wie ich in Richtung absetzen, würde mich aber freuen, wenn Sie Ihre lange Erfahrung noch einfließen lassen könnten.

    Macht es Sinn,

    1) diese Dosis von 50mg noch ein-zwei Monate weiter zu nehmen, in der frohen Erwartung, es wirkt doch noch?

    2) trotz der extrem geringen Wirkung (Attackenstärke ist bei schweren Anfällen von ca. 9 auf 7 gesunken, aber trotzdem triptanwürdig) aufzudosieren auf 75 oder 100mg?

    3) das AM auszuschleichen, weil sehr wahrscheinlich keine signifikante Besserung zu erwarten ist?

    Sie brauchen nur mit 1), 2) oder 3) antworten, das geht schnell und reich mir aus.

    Vielen Dank vorab und auch für Ihre späte, sonntagabendliche Mühe!
    Viele Grüße aus dem wunderschönen Spessart,
    Tanja

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 20:58 Uhr

      Liebe Tanja,

      wenn Sie mit 50 mg so gut wie keine Wirkung hatten, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich noch Wirkung einstellt, gering. Höherdosieren könnte versucht werden, aber auch hier stünde die Chance auf eine Wirkung besser, wenn vorher schon ein positiver Effekt zu spüren gewesen wäre.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  24. Profilbild von janosch
    janosch 13. April 2014 um 17:13 Uhr

    wo finde ich die Kommentarfunktion, wo steht das bitte?

    lieben Dank

  25. Profilbild von Antje
    Antje 13. April 2014 um 17:17 Uhr

    Werter Prof Göbel,

    ich bin 51 Jahre alt und leide seit über 30 jahren an Migräne auch ab und zu mit Aura.
    Da ich im Monat ca. 9-19 Schmerztage habe und dies Schmerzen mit Maxalt behandel komme ich auf einen viel zu hohen Triptaneverbrauch.
    Ich soll nun versuchen mit Stangyl25mg (soll bei Chron. Schmerzen helfen) die Migräne zu verringern. Bringt dieses Mittel was und reicht eine Tablette am Tag. Nehme sie seit 8 Tagen abends eine.
    Kann noch keine positive Wirkung spühren.
    Vielen Dank
    Antje

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 21:00 Uhr

      Liebe Antje,

      Stangyl kann erfolgreich bei chronischen Schmerzen eingesetzt werden. Nach 8 Tagen Einnahme kann noch keine Wirkung zu erwarten sein. Einer medikamentösen Prophylaxe sollte man bis zu 12 Wochen Zeit lassen, bevor eine Wirkung beurteilt werden kann.

      Stellt sich Wirkung ein, kann man bei dieser Dosis bleiben. Höherdosieren ist jederzeit möglich bei Nachlassen der Wirkung.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  26. Profilbild von janosch
    janosch 13. April 2014 um 17:23 Uhr

    Guten Tag Herr Göbel,

    ich hatte schon immer mal Kopfschmerzen, aber im Jan. 2013 hatte ich einen starken Virus und starke Atemprobleme, da ich Asthmatikerin bin.
    Vor diesem Virus hatte ich einen Großen geschwollenen Lymphknoten am linken Hinterkopf, er war so groß wie ein Ei und hat sehr geschmerzt. Er wurde per Ultraschall untersucht war aber nicht auffällig.
    Vielleicht war das der Vorbote des Virus.
    Der Schmerzarzt hat mir Krankengymnastik amthyllin gegeben, aber ohne Erfolg.
    Das einzige was hilft ist Naratriptan, aber diese kann ich ja nicht jeden tag nehmen. Wenn ich meinen Kopf nach rechts neige und links kracht es, und wenn es nicht mehr kracht kommt der schlimme Kopfschmerz mit pchendem Schmerz besonders recht.
    Ich habe Endometriose und bekam 2011 die Gebärmutter entfernt, so wie ein STück Dickdarm und im Jan. 2012 ein Netz eingestzt wegen einem Nabelbruch der durch die Ops entstand.
    ich danke Ihnen sehr!

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 21:02 Uhr

      Liebe Janosch,

      der vergrößerte Lymphknoten kann tatsächlich im Zusammenhang mit der schweren Virusinfektion gestanden haben.

      Triptane und Schmerzmittel sollte nicht öfter als an 10 Tagen im Monat eingenommen werden. Treten die Kopfschmerzen öfter auf, sollte an eine medikamentöse Prophylaxe gedacht werden. Wenn Amitriptylin nicht geholfen hat, könnte man weitere Prophylaxen versuchen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  27. Profilbild von Tina
    Tina 13. April 2014 um 17:59 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    seit mehreren Jahren leide ich unter Migräne und Spannungskopfschmerzen. Weder Akutmedikamente noch Verhaltensmaßnahmen wirken zufriedenstellend, so dass sich mein Zustand immer weiter verschlechtert hat. Auch Medikamente zur Prophylaxe haben bisher keine ausreichende oder gar keine Wirkung erzielt. Trotzdem versuche ich, weitere Medikamente auszuprobieren. Leider treten als Nebenwirkungen meist jedoch wiederum starke Kopfschmerzen (z.B. starker Druck, Augenschmerzen) auf und ich habe das Gefühl, dass sich nach Ausschleichen des Medikaments die Schmerzempfindlichkeit noch erhöht hat. Ich habe gerade die Einnahme von Lyrica beendet und wollte Sie nun fragen, ob Sie erfahungsgemäß sagen können, wann sich der Zustand des Körpers nach Einnahme solcher Medikamente normalerweise wieder stabilisiert.

    Ich danke Ihne sehr für Ihre Antwort und sende Ihne herzlich Grüße nach Kiel.
    Tina

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 21:03 Uhr

      Liebe Tina

      wenn weder Akut- noch Prophylaxemedikation ausreichend wirkt und sich Ihr Zustand stetig verschlechtert, sollte eine stationäre Behandlung in einer spezialisierten Klinik erwogen werden.

      Patienten reagieren unterschiedlich auf Medikamente, daher lässt sich nicht wirklich voraussagen, wann die Nebenwirkungen komplett nachlassen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  28. Profilbild von su
    su 13. April 2014 um 18:04 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    in letzter Zeit beginnt die Migräne bei mir häufig auch im Nackenbereich und zieht sich über den Hinterkopf bis zur Schläfe. Gibt es einen Grund, dass der Beginn einer Migräne sich verändert, sonst fing der Schmerz klar auf einer Seite an. Ist es sinnvoll ein Triptan schon zu nehmen, wenn der Schmerzpunkt noch nicht auf einer Seite „angekommen“ ist, da ich schon häufig nach der Triptaneinnahme, welche meistens hilfreich ist, ein paar Stunden später die Migräne auf der anderen Seite wieder auftrat.
    Vielen herzlichen Dank für Ihre Hilfe
    Su

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 21:25 Uhr

      Liebe Su,

      im Laufe der Zeit kann sich die Erscheinungsform der Migräne immer wieder verändern, das ist nicht ungewöhnlich.

      Behandelt werden sollte erst, wenn der typische Migräneschmerz einsetzt. Nimmt man das Triptan zu früh ein, ist die Wirkung schon wieder teilweise abgebaut, wenn sie gebraucht wird. Naproxen 500 mg kann zusammen mit dem Triptan eine Wirkverlängerung und –verstärkung bewirken. Eventuell testen Sie diese Kombination bei schweren Attacken.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  29. Profilbild von Zuckerschaukel
    Zuckerschaukel 13. April 2014 um 18:40 Uhr

    Sehr geehrter Professor Göbel,

    als ich in Kiel war, wurde auf einem Vortrag gesagt, dass Migräne im Migränezentrum im Gehirn hinten im Nacken entsteht. Welches Hirnareal ist das?

    Ich habe es so verstanden, dass eine genetische Disposition bewirkt, dass dieses Areal den Migräneanfall auslöst.

    Es wurde auch erwähnt, dass Sie in Zusammenarbeit mit USA forschen, ob eine Lösung über Genetische Methoden Hilfe bringen könnten.

    Falls ich das alles so richtig verstanden habe, hätte ich die Frage an Sie, ob sich diesbezüglich schon Perspektiven abzeichnen.

    Vielen Dank!
    Mit Freundlichen grüssen, Evae

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 21:30 Uhr

      Liebe Eva,

      die Migräne ist eine komplexe Erkrankung, sie ensteht durch Änderungen in vielen Bereichen des Gehirns, die dafür verantwortlich sind, dass Migräneattacken entstehen.

      Es bewegt sich viel in der Forschung, an der auch die Schmerzklinik Kiel beteiligt ist. So wird u.a. auch an einer Regulation der Neurotransmitter, ua. auch an Antikörpern gegen spezielle Neurotransmitter, geforscht.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  30. Profilbild von uli_b
    uli_b 13. April 2014 um 18:58 Uhr

    Sehr geehrter Prof. Göbel,
    Anfang Dezember durfte ich zwei Wochen bei Ihnen in der Klinik sein.
    Leider geht es mir inzwischen wieder extrem schlecht.
    Es hat sich schon MItte März abgezeichnet, dass eine Eskalation der Migräne drohen könnte. Trotzdem habe ich motiviert einen Psychosomatischen Aufenthalt in einer großen Klinik in Norddeutschland in Angriff genommen. (nicht wegen der Migräne!)
    Nun sieht es aber so aus, dass ich hier in einem heftigen Dilemma stecke. Mein Körper kann nicht mehr und der letzte Funke Hoffnung verliert sich auch noch.

    Die Fakten stellen sich folgendermaßen dar:

    Januar: 14 Tage Migräne, 3 Tage Spannungskopfschmerz, 11 Tage Triptane etc, + 3 Tage Infusionen etc. im Krankenhaus wegen status
    Februar: 12 Tage Migräne, 10 Tage Triptane etc. längstes schmerzfreies Intervall 4 Tage
    Märzm 16 Tage Migräne, 2 Tage sonstige Kopfschmerzen, 14 Tage mit Triptanen etc., längstes Schmerzfreies Intervall 4 Tage
    April bis heute: 6 Tage Migräne kein Tag völlig schmerzfrei, 6 Tage mit Triptanen etc.

    Der Prophylaxeverlauf sah folgendermaßen aus:
    Immer: Cymbalta 90 mg, Seroquel 25mg morgens und prolong 100mg abends

    Lyrica 100 mg (seit ein paar Tagen endgültig abesetzt)
    Stangyl: Ende Januar von 25 auf 50, Anfang März zurück auf 25 (NW) und morgen ganz absetzen)

    seit Mitte Februar wieder schrittweise Topiramat ansetzen. (derzeit 50mg)

    außerdem Magnesium, B2 und 120mg Telfast

    Können Sie mir etwas empfehlen, oder wäre von ihrer Seite ein Konsil denkbar?
    Viele Grüße an das tolle Team nach Kiel

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 13. April 2014 um 21:32 Uhr

      Liebe Uli,

      es ist bedauerlich, dass Sie gerade so zu kämpfen haben. Wenn Sie im Rahmen der integrierten Versorgung in der Klinik waren, haben Sie die Möglichkeit einer Nachsorge. D. h. Sie können sich bei schwierigen Fragen auch an die Klinik wenden.

      Sie schleichen gerade zwei Prophylaxen aus, dies kann belastend für den Körper sein. Topamax sollte bei psychischen Problemen entweder gar nicht, oder nur sehr zurückhaltend eingesetzt werden. Es gibt Alternativen, die erwogen werden könnten.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  31. Profilbild von Bettina Frank - Moderatorin
    Bettina Frank - Moderatorin 13. April 2014 um 19:57 Uhr

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