Migräne- und Kopfschmerz-Chat am 02.06.2014

Dies ist unsere Gruppe zum Migräne- und Kopfschmerz-Chat und sie funktioniert folgendermaßen: Um ca. 12:00 Uhr des jeweiligen Chat-Tages wird die Kommentar-Funktion aktiviert. Will man eine Frage eintragen, klickt man in das Fenster der Kommentarfunktion. Hat man eine Frage eingetragen, sieht man unter seinem Beitrag “Antworten”. Diese Antwortfunktion benutzt Prof. Göbel, um die Antwort auf die vorherige Frage einzustellen. Prof. Göbels Antwort ist dann ein wenig eingerückt und unterscheidet sich daher auch optisch von den Fragen. Sollte der Fragesteller zum selben Thema noch eine Folgefrage haben, bitte auch auf “Antworten” klicken – aber nur dann! Sonst bitte immer in das Kommentar-Fenster schreiben. Nach dem Chat wird die Kommentar-Funktion wieder deaktiviert bis zum nächsten Chat-Tag. Alle Fragen und Antworten bleiben in diesem Blog erhalten und bestimmte Themen können jederzeit mit der Such-Funktion wiedergefunden werden. Alle Aktionen werden am Chat-Tag auch auf der Startseite des Headbook aufscheinen.

Fragen können nur am jeweiligen Chat-Tag ab 12:00 Uhr eingetragen werden. Bitte immer auf das aktuelle Datum in der Überschrift achten, das unter “Live-Chats” eingetragen ist.

By | 2014-06-02T21:09:35+00:00 Mai 14th, 2014|Kopfschmerz, Livechat, Migräne|73 Comments

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73 Comments

  1. Bettina Frank - Admin 2. Juni 2014 um 10:16 Uhr

    Liebe Mitglieder,

    da ich mittags unterwegs bin und mich nicht einloggen kann, habe ich den Chat-Blog schon eröffnet. Fragen können jetzt eingetragen werden.

    Denkt bitte daran, die Frage kurz zu halten.

    Liebe Grüße
    Bettina

  2. Marlene 2. Juni 2014 um 10:42 Uhr

    Lieber Herr Prof. Göbel,
    ich leide unter einer Kiefergelenksarthrose und neuropathischen Schmerzen im Bereich des Trigeminusnerves. Weder verschiedene Prophylaxen noch Akutmedikamente bewirkten bisher eine Besserung. Jetzt habe ich von einem ähnlichen Fall in Ihrer Klinik gehört, bei dem Tegretal Tropfen als Akutmedikation gegeben wurden. Habe ich das richtig verstanden? Könnte ich in meinem Fall auch Tegretal Tropfen als Akutmedikament ausprobieren?
    Vielen lieben Dank für Ihre Antwort und liebe Grüße an das ganze Team
    Marlene

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 18:41 Uhr

      Liebe Marlene,

      bei der Trigeminusneuralgie ist Tegretal (Carbamazepin) eine sehr wirksame Therapie. Am Anfang der Einstellung gibt man das Medikament als Saft, damit die Wirkung sehr schnell eintritt. Man stellt dann auf langsam freisetzende Tabletten um. Das Medikament wirkt auch bei anderen neuropathischen Schmerzen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  3. Peter 2. Juni 2014 um 10:45 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,
    danke für die Möglichkeit, in diesem Chat Fragen an Sie zu stellen.
    Ich leide an chron. Migräne, die auch mehrmals im Jahr zu einem status migränosus führt (es liegt kein Mük vor). Vielen Patienten hilft in diesem Fall Kortison. Auch ich habe es mehrmals in ausreichender Dosierung bekommen, leider jedoch ohne Erfolg. Haben Sie vielleicht eine Erklärung dafür, warum das Kortison überhaupt keine Wirkung zeigt?
    Nochmals vielen Dank und herzliche Grüße
    Peter

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 18:45 Uhr

      Lieber Peter,

      Kortison setzt man im Status migraenosus kurzfristig zur akuten Therapie ein. Eine sichere Wirkung ist nicht zu garantieren. Es hängt von vielen Faktoren ab, wie z. B. Dosierung, Kortisonform und Migränetyp.

      Üblicherweise gibt man z. B. 250 mg Prednisolon. Dieses kombiniert man mit weiteren Medikamenten (z. B. gegen Übelkeit, zur Sedierung).

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  4. myfreedom 2. Juni 2014 um 10:56 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    da sich die Migräne derzeit wieder häuft, frage ich mich, ob dies bereits ein MÜK ist und eine Medikamentenpause ratsam:
    Im Mai hatte ich 20 Tage mit Migräne, habe aber trotzdem mit Mühe die 10 Medikamententage einhalten können, allerdings oft auch mit 2 Triptan-Einnahmen pro Tag. In den letzten 2 Wochen kam die Migräne zuverlässig alle 2 Tage nach einer Triptan-Einnahme zurück.
    Die Vormonate verliefen wie folgt:
    Januar: 20 Schmerz- bei 11 Medikamententagen
    Februar: 17/9
    März: 18/10
    April: 15/9
    Würden Sie eine Medikamentenpause empfehlen und ggf. auch einen Prophylaxe-Wechsel (ich nehme seit 12/12 Venlafaxin 75 mg).
    Für Ihre Antwort und Ihren Rat vielen Dank und viele Grüße nach Kiel !
    Michaela

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 18:53 Uhr

      Liebe Michaela,

      Sie haben eine hochfrequent verlaufende Migräne, was auf die Diagnose chronische Migräne schließen lassen könnte. Individuell diagnostizieren kann das aber nur der behandelnde Arzt.

      Sie bemühen sich sehr um die Einhaltung der 10/20-Regel, was lobenswert ist. Auf Dauer kann es allerdings so nicht weitergehen, dass Sie jeden Monat viele Attacken unbehandelt durchstehen müssen. Die Lebensqualität ist dadurch doch sehr eingeschänkt.

      Wenn sich Ihre Attackenzahl unter Venlafaxin nicht nennenswert verbessert hatte, sollten Sie mit Ihrem Arzt die Möglichkeit eines Prophylaxenwechsels erörtern.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  5. Toni 2. Juni 2014 um 11:04 Uhr

    Sehr geehrter Herr Professor Göbel,
    ich leide an chronischer Migräne mit Aura und Spannungskopfschmerzen, wobei die Migräne mit Aura mein Hauptproblem darstellt. Obwohl ich durch meinen Neurologen sämtliche Möglichkeiten der Prophylaxe erhielt und auch die nichtmedikamentösen Prophylaxemöglichkeiten nutze, ließ sich die Migräne – Problematik bislang nicht positiv beeinflussen. Zurzeit nehme ich Ibuprofen bzw. Aspirin, Domperidon und Migravent. Ein MÜK liegt nicht vor. Auch die anhaltende Aura hat sich trotz eines Versuchs mit Lamotrigin nicht verbessert. Triptane kann ich nicht einnehmen, da sich die Aura dadurch verschlechtert. Nun erhalte ich von meinem Neurologen, einem anerkannten Kopfschmerzspezialisten, Botoxinjektionen. Leider hat sich nach der ersten Botoxbehandlung noch keine Verbesserung eingestellt, jedoch habe ich drei Tage nach den Injektionen Fieber und Durchfall bekommen.
    Wäre es möglich, dass sich nach der Wiederholung ein positver Effekt ergibt, und lässt sich dadurch eventuell auch die Auraproblematik beeinflussen? Wäre auch eine transkutane Vagusstimulation, von der ich gelesen habe, eine sinnvolle Option? Gibt es außer Botox noch Behandlungsoptionen, die ich nutzen könnte?
    Vielen Dank für Ihre Zeit

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 18:58 Uhr

      Liebe(r) Toni,

      Sie sollten zusammen mit Ihrem Arzt die Frage klären, inwiefern sich die Aura durch die Einnahme von Triptanen bei Ihnen verschlechtert hatte. Das ist nicht zu erwarten. Triptane können nach Abklingen der Aura eingenommen werden. Sie sollen nicht bei Basilarismigräne oder prolongierten Auren verwendet werden.

      Da Sie nach eigener Aussage bei einem Kopfschmerzspezialisten das Botox erhalten hatten, ist anzunehmen, dass nach dem PREEMT-Schema behandelt wurde. Bei einem zweiten Versuch ist eine Wirkung möglich, auch wenn die erste Behandlung nicht effektiv war.

      Von der Vagus-Nerv-Stimulation ist nach der aktuellen Datenlage kein Effekt zu erwarten.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  6. Julia 2. Juni 2014 um 11:23 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,
    ich habe seit 40 Jahren Migräne und seit 15 Jahren chronische Migräne teilweise mit Aura. Ich war vor drei Jahren in ihrer Klinik.
    Ich bekomme seit ca. 1,5 Jahren Botox gespritzt. Seit ca. 4 Monaten ist mein mein Bedarf an Naproxen 500mg auf 50 Stk im Monat gestiegen, auch wegen den Spannungskopfschmerzen. Maxalt oder Imigran nehme ich 5-7 im Monat . Ich mache gerade eine Medikamentenpause nach einer Botoxbehandlung um von den Schmerzmitteln wieder runterzukommen. Mein Schmerzarzt hat mich auf Ascotop umgestellt und während der Medikamentenpause auf Doxepin 25. Ich kann Doxepin nur für die Nacht nehmen, da es tagsüber sehr Müde macht und ich in meinem Beruf die volle Konzentration brauche. Außerdem bin ich mir nicht sicher ob ich Triptane und Doxepin zusammen nehmen kann.
    Leider vertrage ich kein Kortison und ich habe auch schon alle Schmerzmittel die es auf dem Markt gibt ausprobiert.
    Was kann ich noch tun um die Spannungskopfschmerzen weg zubekommen. Ich habe 28 Tage Spannungskopfschmerzen und ca. 10-12 Tage Migräne im Monat mit Botoxbehandlung sonst wären es 22 Tage Migräne.
    Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen für den Kopfschmerz-Chat.

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 19:04 Uhr

      Liebe Julia,

      wenn Sie 50 Naproxen im Monat einnehmen, könnten Sie dadurch bereits im MÜK sein. Schmerzmittel und Triptane sollte nur an maximal 10 Tagen im Monat eingenommen werden, um keinen MÜK zu riskieren.

      Bedenken Sie bitte auch, dass die Wirkzeit von Naproxen 8 – 12 Stunden beträgt, sodass innerhalb von 24 Stunden meist nur eine Einnahme nötig ist! Bei dem von Ihnen genannten Dauergebrauch ist eine Magenreizung schnell möglich. Der „Spannungskopfschmerz“ ist wahrscheinlich ein Medikamenten-Übergebrauch-Kopfschmerz. Er wird nur durch die Beachtung der 10/20-Regel und eine wirksame Vorbeugung zu bessern sein.

      Trizyklische Antidepressiva – besonders das Amitrptylin – sind Mittel der Wahl bei der Prophylaxe des Spannungskopfschmerzes.

      Des Weiteren sollten Sie auf Verhaltensmaßnahmen achten, wie Entspannungsverfahren, einen gleichmäßigen Tagesablauf und regelmäßige Pausen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  7. Angelito 2. Juni 2014 um 11:38 Uhr

    Hallo Herr Prof. Göbel,

    ich (weibl.) habe seit 40 Jahren Migräne, bewege mich immer am Rande des MÜK mit 10-12 Einnahmetagen pro Monat. Seit sechs Monaten schaffe ich es, (ohne vorher einen Entzug gemacht zu haben) mit 10 Einnahmetagen auszukommen, habe aber dennoch zwischen den Attacken Kopfschmerzen, die ich dann hinnehme (ob das MÜK oder Spannungskopfschmerz ist, weiß ich leider nicht) Meine Frage: ist nun trotzdem noch ein Entzug angebracht?

    Danke vorab für Ihre Hilfe.

    Angelito

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 19:07 Uhr

      Liebe Angelito,

      Sie machen das genau richtig. So können Sie mit der Zeit die Kopfschmerzhäufigkeit konstant halten oder sogar reduzieren. Wenn die Situation sehr belastet, könnten Sie noch mit einer Medikamentenpause prüfen, ob die Dauerkopfschmerzen zwischen den Attacken nach der Pause reduziert oder sogar beendet werden können.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  8. Martina 2. Juni 2014 um 11:57 Uhr

    Lieber Herr Prof. Göbel,
    in Bezug auf meine chron. Migräne habe ich schon die verschiedensten Prophylaxemedikamente ausprobiert, die meisten leider ohne Erfolg. Einzig Amitriptylin bewirkt eine leichte Verbesserung der Symptome. Unter 75 mg wird regelmäßig ein EKG geschrieben. Meine durchschnittliche Qtc-Zeit liegt jedes Mal bei QT/QTC 375/465. Um ev. eine noch effektivere Wirkung zu erzielen, schlägt mein Schmerztherapeut eine Erhöhung auf 100 mg vor.
    Bis zu welchem Wert bzgl. der Qtc-Zeit kann man Ihrer Meinung nach die Einnahme verantworten?
    Vielen lieben Dank für Ihre Zeit und Mühe.
    Herzliche Grüße nach Kiel
    Martina

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 19:18 Uhr

      Liebe Martina,

      die von Ihnen genannten Werte sind herzfrequenzabhängig und können daher nicht absolut beziffert werden. Näheres können Sie unter
      http://de.wikibooks.org/wiki/Elektrokardiographie:_T-Welle_und_QT-Zeit
      nachlesen. Sie sollten diese Fragen mit einem Kardiologen besprechen, da hier spezielle Fachkenntnisse notwendig sind.
      Zu überlegen ist, auf eine anderes AD umzuwechseln, das weniger auf die Reizleitung im Herzen wirkt, z.B. Doxepin oder Trimipramin.

      Herzliche Grüße
      Hartmut Göbel

  9. Tina 2. Juni 2014 um 11:59 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,
    Sie weisen immer wieder auf die die Gefahr der schnelleren Entstehung eines Müks bei der Einnahme einer Kombination von Akutmedikamenten hin (wie z.B. in Thomapyrin, Gelonida). Andererseits wird zur effektiveren Behandlung eines Migräneanfalls die Kombination eines Triptans mit z. B. Naproxen empfohlen. Besteht dann ev. ebenfalls die oben genannte Gefahr? Wenn das nicht der Fall ist, warum reagiert der Körper dann so unterschiedlich?
    Ganz herzlichen Dank für die Beantwortung meiner Frage.
    Freundliche Grüße
    Tina

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 19:24 Uhr

      Liebe Tina,

      es kommt auf die enthaltenen Wirkstoffe an. Problematisch sind sog. psychotrope Wirkstoffe, wie z.B. Coffein oder Codein. Diese wirken auf das Nervensystem ein. Es können Gewöhnung und Anpassung von Rezeptoren entstehen. Auch der Umbau der Schmerzwirkstoffe im Körper, z.B. in der Leber oder der Niere, wird verändert.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  10. Tobi 2. Juni 2014 um 12:04 Uhr

    Lieber Herr Prof. Göbel,
    ich leide unter sehr langen Migräneattacken. Leider kann ich aufgrund starker Nebenwirkungen weder Triptane noch Naproxen nehmen. Meine Anfälle behandle ich meistens mit Ibuprofen, das wenigstens die Schmerzspitzen nimmt. Nun habe ich gelesen, dass es Ibuprofen auch als Retardtablette gibt.
    Meine Frage lautet nun, ob es in Bezug auf die akute Schmerzlinderung einen großen Unterschied zum normalen Ibuprofen gibt und ob man trotz retardierter Form (geringes Anfluten?) in der akuten und langen Attacke davon profitieren könnte.
    Ganz herzlichen Dank für die Beantwortung meiner Frage.
    Liebe Grüße nach Kiel
    Tobi

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 19:29 Uhr

      Lieber Tobi

      Ihre Frage ist sehr relevant. Ibuprofen wirkt am Anfang recht schnell, die Wirkung dauert jedoch nur ca. 3 Stunden an. Nun muss man erneut einnehmen. Man könnte jedoch auch eine retardierte Form verwenden. Dies wäre bei der zweiten Einnahme begründet, da die Wirkung dann länger anhalten könnte. Dies geht jedoch auf Kosten der initialen schnellen Wirkung. D.h., man nimmt zuerst das normale Ibuprofen, am besten in einer Brauselösung, anschließend überlappend könnte dann die langsam freisetzende Form erwogen werden. Man muss dies jedoch individuell ausprobieren.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  11. Nela 2. Juni 2014 um 12:11 Uhr

    Sehr geehter Prof. Göbel,
    ich bin 48 Jahre alt. Seit meine Kindheit leide ich an Migräne. Ich habe beinahe jeden Tag Kopfschmerzen und inzwieschen sämtliche medikamentöse Prophilaxen hinter mir. Meine chronische Migräne behandele ich mit Triptanen und je 3 Monate Botox.Ich war auch in Ihre Klinik.
    Zu meinen Migräne Schmerzen, treten auch andere Schmerzen auf. So unteranderen Ohrenschmerzen, brennende Ohren, Kribbeln, Kraftlosigkeit,..
    Jetzt bekam ich nächste Diagnose, leukoz. Vaskulitis und Schönlein-Hennoch.
    Meine überlegung ist ONS, wäre es möglich mit Vaskulitis?? Gibt es welche verbindung Migräne und Vaskulitis?
    Vielen Dank für Ihre Hilfe , liebe Grüße
    Nela

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 19:33 Uhr

      Liebe Nela,

      die ONS ist dann zu erwägen, wenn Medikamente nicht ansprechen, nicht vertragen werden oder Begleiterkrankungen vorliegen, die deren Einsatz ausschließen. Bei einer Vaskulitits ist die ONS-Therapie möglich.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  12. delira 2. Juni 2014 um 12:11 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    ich wache seit über einem Jahr (fast) täglich nachts oder morgens mit migräneartigen leichten Kopfschmerzen (ca. Stufe 2-4 auf einer Skala bis 10) auf. Früher gingen solche Phasen nach spätestens 4 Monaten von selbst vorüber, derzeit leider nicht. Mit Koffein (mittlerweile Kaffee, früher als Tablette) ist das meistens sehr gut zu behandeln und zwischen 5 und 20 Minuten weg, Aspirin oder Triptan brauche ich an ca. 5-7 Tagen im Monat zusätzlich. Zusätzlich habe ich Migräne ohne Aura, Beginn im Grundschulalter, allerdings ausgebrochen nur alle halbe Jahre, wenn weder Kaffee, noch Schmerzmedikation/Triptan geholfen haben).
    Meine Frage: ich gehe nicht davon aus, dass ich tägliche Migräneanfälle habe, sondern dass es meist „nur“ migräneartig ist. Sieht die Behandlung dann trotzdem aus wie bei Migräne, also eine normale Migräneprophylaxe (Amitriprylin und Flunarizin war ohne Erfolg, als nächstes wird Metoprolol probiert)?
    Oder gibt es bei so was spezielle Behandlungsmethoden?

    Vielen Dank und freundliche Grüße
    Silvia

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 19:37 Uhr

      Liebe Silvia,

      wichtig ist die genaue Diagnosestellung und hier muss zwischen Migräne und Spannungskopfschmerz unterschieden werden. Sie könnten an beiden Kopfschmerzarten leiden, die unterschiedlich behandelt werden müssen.

      Nächtliche oder morgendliche Attacken kann man versuchen zu verhindern mit einem kohlenhydrathaltigen Snack vor dem Schlafengehen. Damit könnte man den Trigger Blutzuckerabfall während der Nacht abfangen. Mit einem Frühstück mit Kaffee und ausreichend Flüssigkeitszufuhr scheinen Sie das Problem aber relativ gut im Griff zu haben.

      Eine medikamentöse Prophylaxe wird u.a. empfohlen, wenn man die 10/20-Regel nicht mehr einhalten kann.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  13. Julia 2. Juni 2014 um 12:18 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    ich leide an einer ausgeprägten Histaminintoleranz (sowie FI und Allergien), die auch in der Familie liegt.
    Diese war jahrelang unerkannt, bis ich fast nichts mehr essen konnte. Während dieser Zeit habe ich plötzlich Migräne (und Akne) bekommen.
    Die Migräne tritt eigentlich nach Diätfehlern, zu geringem Trinken, während der Regelblutung (in Kombination mit Halsschmerzen) und nach starker Anstrengung auf. Vermutlich alles auf das Histamin rückführbar.

    In den letzten Wochen hat sich alles trotz konsequenter Diät verschlechtert und zur Zeit habe ich 2-3 Mal die Woche Migräne. Ibuprofen hilft nicht, Espresso hilft komischerweise manchmal. Wenn das nicht hilft nehme ich Rizatriptan-Hormosan 10mg, allerdings habe ich dann immer starken Schwindel.
    Gibt es noch eine andere Möglichkeit der Medikation oder haben Sie eine Idee wie ich (der Histaminausschüttung) vorbeugen könnte? (H1-Blocker nehme ich manchmal)

    Vielen Dank und herzliche Grüße
    Julia

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 19:38 Uhr

      Liebe Julia,

      Histamin kann einen möglichen Trigger darstellen, allerdings sollte man sich nicht zu sehr darauf fokussieren. Sie zählen ja auch weitere Trigger auf wie Hormone, zu wenig Trinken, Anstrengung usw. Ebenso halten Sie Diät und die Migräne tritt trotzdem vermehrt auf.

      Triptane sind Mittel der Wahl bei Migräneattacken, können aber auch Nebenwirkungen wie Schwindel, Müdigkeit, Herzklopfen usw. bedingen. Testen Sie eventuell noch andere Triptane mit geringerem Nebenwirkungspotential wie Allegro, Naramig und Almogran.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  14. Susix 2. Juni 2014 um 12:36 Uhr

    Lieber Herr Prof. Göbel,

    nachdem sich meine Migräne-Attacken vor 2 Jahren stark gefhäuft hatten, wurde mir als Prophyplaxe 10mg Betablocker (Docithon) tägl. verordnet. Heute weiß ich, dass das eine sehr niedrige Dosierung ist, aber etwa ein Jahr hat es die Anzahl der Attacken verringert, bis die Wirkung nachließ. Ich war wegen einer Höherdosierung skeptisch, weil mein Puls so niedrig war. Ein Versuch mit Amytryptilin schlug fehl, ich vertrug etwa 10mg täglich (bei mehr kämpfte ich mit Ohnmächtigkeit), die Anzahl Schmerzmittel-Einnahmetage pendelte sich bei etwa 8-10 ein, d.h. die erwünschte Minderung der Einnahmetage wurde nicht erreicht.
    Von Mitte bis Ende März war ich in der Schmerzklinik, dort stieg ich um auf Anafranil 75mg tgl. um, was von den Nebenwirkungen erträglich ist.
    Im April hatte ich 5 Schmerzmittel-Einnahme-Tage (super), jetzt im Mai landete ich bei 10 und halte gerade die nächste Attacke ohne Schmerzmittel aus.
    2 Fragen stellen sich mir:
    1. Kann man nach den 9 Wochen, die ich das Anafranil nehme, schon eine Aussage treffen, ob es als Prophylaxe wirkt? ( Ich möchte es keinesfalls höher dosieren, da sich als Nebenwirkung bei mir die Nesselsucht verschlimmert hat.)
    2. Ist es so, dass das eigene Verhalten (mit all den Dingen, die wir in der Schmerzklinik vermittelt bekamen), mehr bewirkt als die medikamentöse Prophylaxe oder die Wirkung dieser Medikamente sogar überlagert? D.h. wenn ich phasenweise nunmal mehr Streß als sonst ausgesetzt bin und z.B. meine Entspannungsübungen zu kurz kommen, dann nützt die ganze Prophylaxe nichts, weil das „Migräne-unfreundliche“ Verhalten mehr bewirkt als die Medikamente?

    Vielen Dank für die Zeit, die Sie sich nehmen und
    Schöne Grüße aus Darmstadt,
    Susanne Weidmann

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 19:41 Uhr

      Liebe Susanne,

      einer Prophylaxe sollte man ca. 8-12 Wochen Zeit geben, um eine Wirkung beurteilen zu können. Da der April gut verlief, sollten Sie den kommenden Monat noch beobachtend abwarten.

      Das Verhalten ist ein wichtiger Baustein in der Vorbeugung und sollte – wenn möglich – konsequent beachtet werden. Es gibt allerdings immer wieder stressige Phasen im Leben. Man kann nicht allem aus dem Weg gehen und sollte es auch nicht. Daher an Entspannung und Pausen denken, aber bitte keinen zusätzlichen Druck aufbauen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  15. Sabine Müller 2. Juni 2014 um 12:37 Uhr

    Sehr geehrter Prof. Göbel,

    Meine Frage bezieht sich auf die Aura (Skotome). Entsteht eine Aura auf Grund von Durchblutungsstörungen? In welcher Häufigkeit sind diese Skotome unbedenklich (darf man mehrmals täglich diese Skotome haben)? Wenn man anschließend keine Kopfschmerzen hat, macht eine Prophylaxe dann Sinn?

    Vielen Dank

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 19:58 Uhr

      Liebe Sabine,

      bei einer Aura sind elektische Störungen und Durchblutungsstörungen im Gehirn relevant. Eine Aura ist nie unbedenklich. Keinesfalls sollten sie täglich mehrmals auftreten. Es gibt auch symptomatische Ursachen, z.B. kardiale Störungen. Daher ist eine ärztliche Diagnostik wichtig. Eine Vorbeugung ist ebenfalls notwendig.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

      • Sabine Müller 2. Juni 2014 um 20:07 Uhr

        Ein Langzeit-EKG, Herzecho, Doppler-Untersuchung der Halsgefäße waren ohne Befund. Mir wurde gesagt das die Skotome harmlos und funktionell sind. Wie soll ich weiter vorgehen? Ihre Antwort hat mich jetzt doch sehr beunruhigt.

        • Sabine Müller 2. Juni 2014 um 20:15 Uhr

          Ich möchte noch dazu sagen das ich die Skotome meist alle 8 Wochen habe.
          Ich hatte bisher einmal 2 an einem Tag, ein sehr kurzes, ein etwas längeres (etwa 20 min.) Hin und wieder hab ich sie 2 mal in der Woche, aber das ist nicht die Regel.

          Vielen Dank für Ihre Bemühungen

          • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 21:08 Uhr

            Ihre Ergänzungen zeigen, dass Sie bereits wichtige Untersuchungen veranlasst haben. Die Häufigkeit der Auren liegt in einen niedrigeren Bereich, als Ihre Frage vermuten ließ. Sie können sich daher auf die Behandlung der Migräne konzentrieren.

  16. Dirk 2. Juni 2014 um 12:41 Uhr

    Sehr geehrter Prof. Göbel,

    ich war im März in Ihrer Klinik. Episodischer Clusterkopfschmerz und Dauerkopfschmerz im Clusterareal. Attacken kann ich ganz gut mit Sauerstoff und Ascotop Nasal bekämpfen. Die Dauerkopfschmerzen machen mir aber zu schaffen. Ich nehme zurzeit 50mg Amitriptylin und hin und wieder mal Arcoxia. Bisher leider ohne Wirkung.

    Über welchen Zeitraum kann und soll man das Arcoxia einnehmen?

    Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen

    Dirk

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 20:00 Uhr

      Lieber Dirk

      die Dauerkopfschmerzen können bei Clusterkopfschmerz ebenfalls schwer beeinträchtigen. Arcoxia kann man längerfristig einnehmen. Alternativ können auch Medikamente wie Tramundin retard im Einzelfall erwogen werden.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  17. Claudia-Sibylle 2. Juni 2014 um 13:05 Uhr

    Lieber Herr Prof. Göbel,

    zunächst einmal herzlichsten Dank, dass Sie sich wieder unserer Sorgen und Fragen annehmen.
    Ich würde gerne wissen, ob ich mit meiner chron. Migräne in die Bio – und Dampfsauna gehen darf.
    Kardiologisch bin ich ganz gesund.

    Mit freundlichen Grüßen!

    Claudia-Sibylle

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 20:04 Uhr

      Liebe Claudia-Sibylle,

      wenn Sie kardiologisch gesund sind und Ihnen die Sauna gut tut, spricht nichts dagegen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  18. Marion 2. Juni 2014 um 13:17 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,
    ich leide seit meiner Jugend an Migräne mit Aura und seit ca. 2 Jahren an Spannungskopfschmerzen. Ich bin 34 Jahre alt.
    Im Januar diesem Jahres erlitt ich eine tansitonisch -ischämische Attacke, d.d. Migräneaura ohne KS (Halbseitenlähmung links mit Sehstörung) und im Februar machte ich stationär eine Medikamentenpause durch. Seitdem nehme ich Amitriptylin 125 mg zur Prophylaxe. Nun meine Frage, kann es sein, das die TIA durch eine Migräne ausgelöst wurde und warum bekomme ich keine Triptane verschrieben? Akutmedis sind Naproxen 500 mg, die bei einer Attacke nicht ausreichen. Gibt es alternativen?
    Vielen Dank und herzliche Grüße
    Marion

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 20:14 Uhr

      Liebe Marion,

      wenn es eine Migräne-Aura war, fand keine TIA oder Schlaganfall statt. Sie könnten dann also weitere Tripten nutzen. Geklärt werden muss daher, wie die Aura genau sich gezeigt hat, wie sie zeitlich abgelaufen ist. Eine sich langsam ausbreitende Halbseitenlähmung mit Sehstörung kann im Rahmen einer Migräne-Aura auftreten.
      Alternativen sind Novaminsulfon oder Ibuprofen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  19. sabine 2. Juni 2014 um 13:28 Uhr

    Sehr geehrter Prof. Göbel,
    ich bin 48 Jahre und leide seit meiner Jugend an Migräne. Vor ein paar Jahren wurde es schlimmer. Ich bekam Maxalt. Irgendwann war es nicht nur ein Tag, sondern 3 Tage Migräne mehrmals im Monat. Bei den Attacken hatte ich immer das Gefühl, dass ich die Migräne ausschnauben müsste, um den Druck loszuwerden. Ein guter Freund verschrieb mir Nasentropfen (Locabiosol, danach Nasonex). Die Migräne ging meist weg. Danach habe ich mir Emsersalz geholt mache nach Bedarf Nasenspülungen. Wenn die Anzeichen kommen, nehme ich jetzt eine ACC+ und Nasentropfen. Meist gehen Sie weg. Dadurch bekomme ich keine Migräne mehr. Die Anzeichen kommen aber trotzdem und nerven: zunehmender Druck auf das Auge bis zum Ohr und Schmerzpunkte auf dem Nasenrücken und am Anfang der Nasennebenhöhle. Fühlt sich an, als wenn ein Nerv entzündet ist. Weiterhin sind die Symptome einseitig. Mal die eine, mal die andere Seite. Zu dieser Zeit bekomme ich Eiterpickel. Weiterhin habe ich ein Essempfinden, dass ich irgendetwas essen muss, damit es weggeht (Hab Normalgewicht). Gestern wollte ich keine Tablette nehmen, ich habe einen Schnaps getrunken, danach ging alles weg. Bin heute wieder beschwerdefrei. Eine Zahnärztin meinte, es könnte eine Histaminintolleranz sein. Leider traue ich mich nicht zum Arzt zu gehen, weil meine Hausärztin meine Migräne nicht ernst nimmt. Sie verschreibt mir zwar Maxalt, meint aber, dass, weil meine Oma und Mutter schon unter Migräne litten, ich die Verhaltensmuster übernommen habe. (Sie kennt beide nicht) Haben Sie eine Idee, in welcher Richtung ich suchen muss?

    • sabine 2. Juni 2014 um 20:15 Uhr

      Inhalieren hilft auch, dann beruhigt und entspannt sich alles. (Schüssel mit heißem Wasser und Kamille – Kopf rüber und Handtuch drauf)

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 20:18 Uhr

      Liebe Sabine,

      Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die Bereitschaft dazu wird über die Erbanlagen weitergegeben. Verhaltensmuster der Eltern können die Bereitschaft negativ oder auch positiv beeinflussen. Ich würde Ihnen raten, sich an einen Neurologen zu wenden, der Erfahrung mit Migräne und Kopfschmerzen hat.

      Die Einnahme von Nasentropfen ist nicht zu empfehlen, da auf Dauer Ihre Nasenschleimhaut geschädigt werden kann. Schnaps Trinken sollte ebenfalls vermieden werden, da Alkohol bei den meisten Migränepatienten eher sogar Attacken triggert.

      Überwinden Sie Ihre Angst und versuchen Sie adäquate Hilfe zu erhalten. Migräne und Kopfschmerzen können heutzutage sehr gut behandelt werden.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  20. Maria 2. Juni 2014 um 13:35 Uhr

    Lieber Herr Prof. Göbel,
    ich leide unter chronischer Migräne und bekomme alle 3 Monate 200 Einheiten Botox gespritzt. Mal hilft es sehr gut, mal weniger gut. Wenn ich starke Migräne bekomme, bleibt diese oft 3-4Tage bestehen. Ich bekämpfe sie mit 600bis 800 mg Ibuprofen oder – wenn sie stärker ist- mit Allegro und Naproxen, was für einige Stunden hilft.
    Unabhänig davon nehme ich wegen leichter Depressionen 20mg Cipralex. Mein Problem ist, dass ich ständig sehr müde bin. Mein Neurologe hat mir nach zahlreichen Untersuchungen und einigem Ausprobieren jetzt Medikinet 1x 10mg täglich verordnet, was meinen Antrieb für die Zeit der Wirksamkeit erheblich steigert und die Benommenheit verschwinden lässt. Leider habe ich den Eindruck, dass dadurch häufiger Migräneanfälle auftreten. Können Sie das bestätigen? Wenn ja, gibt es eine Alternative?
    Vielen Dank für Ihre Antwort Maria

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 20:22 Uhr

      Liebe Maria,

      Sie nehmen eine sehr komplexe Medikation ein. Daher ist die individuelle Wirkung kaum vorherzusagen. Für die Müdigkeit kann die chronische Migräne, die Depression oder auch ein MÜK verantwortlich sein. Das sollte spezifisch geklärt und behandelt werden.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  21. Sommerfloh 2. Juni 2014 um 13:57 Uhr

    Guten Tag Herr Prof. Göbel,
    bislang habe ich vor der Einnahme meiner Medikamente gegen Migräne/Spannungskopfschmerzen immer MCP-Tropfen genommen um die Resorption der Tabletten im Magen/Darm zu fördern. Diese sind nun nicht mehr erhältlich. Alternativ wurde mir von meinem Hausarzt Domperidon allerdings in Tablettenform verschrieben.
    Sind diese Domperidon-Tabletten ebenfalls sinnvoll oder müssten es Tropfen sein?
    Ist Domperidon genauso hilfreich wie MCP-Tropfen um die Resorption zu beschleunigen?
    Gibt es außer Domperidon auch andere Alternativen?
    Vielen Dank für Ihre Antwort!
    Freundliche Grüße
    Sommerlfoh

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 20:23 Uhr

      Liebe Sommerfloh,

      Domperidon ist eine mögliche Alternative und kann auch in Tablettenform eingenommen werden. MCP ist ebenso in Tablettenform noch erhältlich, nur die Darreichungsform Tropfen wurde vom Markt genommen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  22. EmilJosef 2. Juni 2014 um 13:58 Uhr

    Sehr geehrter Professor Göbel,

    Ende Januar habe ich bei einem befreundetem Arzt eine Oktizipalblocke machen lassen. Er hat neben dem Lokalanästetikum, und Kortison noch etwas Narophin mitinjeziert. Die Attackenfrequenz von ca. 70/ Monat und Intensität bis 11 ist gesunken. Die letzten 3 Monate ca. 25 Attacken / Monat Intensität mittel, mal eine mit 7 dabei. Alles gut mit Sauerstoff und man sage und schreibe bis heute NUR 3 Ladungen Inject gut zu kupieren. Hintergrundschmerz mal eine IBU 400, da wars. Ich hatte seit langem nicht so ein Leben.
    Frage, kann es am Narophin liegen, das der Cluster momentan relativ „artig“ ist ?
    Und entschuldigen Sie vielmals meine 2 te Frage, würden sie jetzt zusätzlich nochmal 3-5 Tage Kortison hochdosiert (500 – 1000 mg) verabreichen um evtl. noch mehr „Ruhe“ reinzubekommen ?

    Vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 20:28 Uhr

      Lieber EmilJosef,

      wahrscheinlich liegt die Wirkung am Kortison, das gespritzt wurde. Die Wirkung hält oft nur kurzfristig an, daher sollten auch andere Substanzen (wie Verapamil) erwogen werden. Diese können dann längerfristig eingesetzt werden. Die orale Gabe von Kortison hat ähnliche Wirkung wie die Injektion.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  23. Georg 2. Juni 2014 um 14:20 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    ich leide unter Migräne seit ich 5 Jahre alt bin, also seit 46 Jahren.
    Inzwischen habe ich eine chronische Migräne mit der ich mal mehr und mal weniger gut zurecht komme.
    Meine Frage heute geht aber in eine andere Richtung: Meine Mutter, die vor kurzem im Alter von 82 Jahren verstorben ist, litt unter einer schweren Psychose und hat 2 Schlaganfälle gehabt.
    Bin ich durch die chron. Migräne in irgendeiner Form Schlaganfall gefährdet oder besteht die Gefahr ebenfalls an einer Psychose zu erkranken?

    Vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort und Ihre Zeit, die Sie uns Migränikern immer wieder zur Verfügung stellen!

    Georg

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 20:30 Uhr

      Lieber Georg,

      Migräne kann das Risiko u.a. für Schlaganfall und Herzinfarkt erhöhen. Daher sollte sie gut behandelt werden. Eine Psychose kann sich unabhängig davon entwicikeln.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  24. nina 2. Juni 2014 um 14:39 Uhr

    Lieber Herr Prof. Göbel,
    ich habe eine Frage zum Thema Herz und Triptane. Ein mir bekannter naturheilkundlicher Arzt behauptet, dass Triptane (v.a. Sumatriptan) langfristig herzschädigend auf bis dahin Herzgesunde wirken können. Es sei z. B. schon Vorhofflimmern bei bisher herzgesunden Patienten aufgetreten. Meine Fragen dazu: 1) Ist da etwas dran? und 2) Falls ja, wirken alle Triptane gleichermaßen „herzschädigend“ oder ist Sumatriptan besonders „gefährlich“?
    Herzlichen Dank für Ihren Einsatz hier! Nina

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 20:34 Uhr

      Liebe Nina,

      Werden Triptane bestimmungsgemäß eingesetzt, sind keine Auswirkungen auf das Herz zu erwarten. Es ist nicht schön, wenn Migränepatienten neben ihrer Schmerzerkrankung noch in unnötige Konflikte und Ängste versetzt werden.

      Gefährlich sind unwirksam behandelte Migräneattacken. Das Risiko für Folgeerkrankungen, Chronifizierung und psychische Komplikationen steigt dadurch an.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  25. Silvia76 2. Juni 2014 um 14:53 Uhr

    Hallo Herr Dr. Göbel,
    ich nehme seit 4 Jahren täglich 75 mg Amitriprylin gegen meine Spannungskopfschmerzen, die meist in eine Migräne übergehen. Mittlerweile ist das Schwitzen als Nebenwirkung so stark geworden, dass ich eigentlich permanent am Schwitzen bin.
    Welche Alternative gibt es zum Amitriprylin? Ich habe es schon mit runterdosieren versucht, aber dann kommt der Spannungskopfschmerz nach einigen Tagen sofort wieder und endet in einer Migräne.
    Danke für Ihre Antwort.
    Silvia

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 20:34 Uhr

      Liebe Silvia,

      wenn Sie das Schwitzen auch nach 4 Jahren so beeinträchtigt, sollten Sie über einen Wechsel der Prophylaxe nachdenken. Möglich wären andere trizyklische Antidepressiva oder SSRIs.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

      • Silvia76 2. Juni 2014 um 21:02 Uhr

        Lieber Herr Göbel,
        Vielen Dank für Ihre Antwort.
        Haben andere trizyklische Antidepressiva aber nicht automatisch die gleichen Nebenwirkungen?
        Und kann man einfach das Medikament wechseln oder muss man erst aus- und dann wieder eindosieren?
        Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
        Silvia

  26. Rmot 2. Juni 2014 um 14:54 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Göbel,
    ich leider an chronischer Migräne und habe mal eine Frage zu Ernährung: Von einer Ernährungsberaterin wurde mir geraten, eine möglichst kohlehydratarme Nahrung zu mir zu nehmen. Die zugrundeliegende Theorie ist die sog. „Logi-Methode“ nach Dr. Worm. Eigentlich bin ich sowieso kein „Kohlehydrat-Typ“, kann aber natürlich noch konsequenter darauf verzichten. Kennen Sie Fälle, in denen einen solche Ernährungsumstellung einen positiven Effekt auf die Migräne hatte bzw. sind Zusammenhänge vorstellbar?
    Ergänzend dazu noch: kann die Migräne durch eine Glutenunverträglichkeit begünstigt werden, d.h., macht es Sinn, darauf zu testen?
    Besten Dank für Ihre Auskunft – sehr nett, dass Sie sich für die Fragen zur Verfügung stellen!
    Viele Grüße
    Robert

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 20:35 Uhr

      Lieber Robert,

      das Gehirn eines Migränikers benötigt Kohlenhydrate zur Energiegewinnung. Die immer wieder propagierten Diäten mit wenig Kohlenhydraten konnten sich nicht durchsetzen und sind auch nicht zu empfehlen.

      Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie Gluten nicht vertragen, lassen Sie sich testen. Ein Verzicht macht nur Sinn, wenn tatsächlich eine Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie besteht.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  27. BaluForKanzler 2. Juni 2014 um 14:58 Uhr

    Guten Tag, Herr Prof. Göbel,

    Ich habe seit vier Jahren Migräne. Jetzt stellte sich heraus, dass ich eine chronische Borreliose mit Befall des ZNS (Gehirn und periphere Nerven) sowie des Bewegungsapparates habe. Die daraus resultierenden Muskel- und Gelenkschmerzen, die Muskelschwäche und natürlich die ursprüngliche Migräne machen mich inzwischen fast zum Pflegefall. Für „längere“ Strecken (eine Runde durch großen Supermarkt) brauche ich bereits einen Rollstuhl.

    Meine Frage: Wie sieht die Behandlung dieser wohl als „sekundär“ zu bezeichnenden Migräne aus, bzw. wo liegen die Unterschiede zur „einfachen“ Migräne? Zum Beispiel wäre ja eine Stoßtherapie mit Cortison für die Migräne durchaus eine Option, für die Borreliose hingegen völlig falsch.

    Vielen Dank für dieses Forum.

    Mit freundlichen Grüßen

    BaluForKanzler

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 20:41 Uhr

      Liebe BaluForKanzler

      Sie schildern eine besonders schwere gesundheitliche Beeinträchtigung. Die Migräne und die Borreliose sind als eigenständige Erkrankungen zu betrachten und jeweils gezielt zu behandeln. Auch bei einer Borreliose kann Kortison im Einzelfall eingesetzt werden. Hier muss immer ein individuelles Vorgehen erfolgen.

      Freundlichen Grüße
      Hartmut Göbel

  28. andrea 2. Juni 2014 um 15:43 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    ich habe eine Frage zur Vererbung von Migräne:
    Ich habe gelesen, dass die Vererbung von Migräne mit Aura gegenüber Migräne ohne Aura sehr viel größer sein soll. Zitat auf einer Seite von focus.de: „Die Forscher fanden heraus, dass Migräne zu 56 Prozent vererbt wird, Migräne mit Aura sogar zu 96 Prozent“ …

    Können Sie solche Zahlen aufgrund Ihrer Erfahrung bestätigen?

    Dieses Thema treibt mich derzeit etwas um und ich danke Ihnen sehr für Ihre Antwort sowie für Ihr Engangement in diesem Chat!!!

    Andrea

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 20:44 Uhr

      Liebe Andrea,

      leider macht dieser Satz für mich wenig Sinn. Die Migränebereitschaft wird immer vererbt. Das Ausmaß der einzelnen Faktoren variiert individuell.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  29. Nele 2. Juni 2014 um 16:21 Uhr

    Sehr geehrter Prof. Dr. Göbel,

    ich war im Mai 2012 aufgrund nahezu täglicher Migräne sowie rezidivierenden depressiven Episoden in Ihrer Klinik und wurde dort auf Mirtazapin 30mg eingestellt. Die Migräne wurde zwar etwas abgedämpft, jedoch war hier die Wirkung leider nicht ausreichend (trotzdem noch ca.10-15 Migränetage), bzw. ist durch erhebliche Nebenwirkungen, insbesondere einer starken Gewichtszunahme um 15 kg und starker Müdigkeit, sehr unbefriedigend – weiterhin bin ich in meinem Alltag immer noch stark beeinträchtigt und Vieles im familiären sowie beruflichen Bereich ist nicht möglich. Einen linksseitigen Dauerschmerz (wie ein Nervenschmerz) in der Schläfengegend habe ich täglich durchgehend in unterschiedlicher Stärke. MÜK besteht jedoch nicht: ca. 6 – 10 Einnahmetage/Monat.

    Ein Wechsel auf Venlafaxin 75mg zeigte keinerlei Wirkung auf die Migräne. Ein Versuch mit Amitryptilin brachte ähnliche Nebenwirkungen wie Mirtazapin und schwächere Wirkung auf die Depression. Daher habe ich nach wie vor noch keine zufriedenstellende medikamentöse Einstellung gefunden.

    Mein Neurologe erwägt eine Botoxbehandlung – ich bin mir jedoch nicht sicher, ob bereits alle anderen Alternativen ausgeschöpft sind. Sport/Gymnastik und Entspannung versuche ich regelmäßig in meinen Alltag einzubauen, ist aber durch die häufige Migräne oft nur erschwert möglich.

    Meine Frage ist nun, ob es sinnvoll ist, weitere Antidepressiva aus derselben Gruppe, in diesem Fall der SNRIs (wie Venlafaxin), zu probieren, oder muss ich damit rechnen, dass auch diese wie Venlafaxin keine Wirkung zeigen. Welche Alternativen gibt es hier?

    Oder ist auch ein Versuch mit Betablocker oder Topiramat + Antidepressivum trotz depessiver Stimmungslage vertretbar?

    Ganz herzlichen Dank für Ihre Zeit und Mühe, die Sie für diesen Chat zur Verfügung stellen und viele Grüße
    Nele

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 20:48 Uhr

      Liebe Nele,

      besteht kein MÜK, ist die Behandlung mit Botox zu erwägen und aufgrund des speziellen Wirkmechanismus zusätzlich sinnvoll.

      Weitere Optionen müssen individuell getest werden. Bei Depressionen sind Betablocker und Topamax nicht ratsam.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  30. su 2. Juni 2014 um 16:45 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,
    ich bin 47 J., nehme seit ca. 15 Jahren die Pille ohne 7tägiger Einnahmepause aufgrund heftiger Migräneattacken durch, da ich diese langsam ganz absetzen möchte besteht die Problematik, dass nach 3-4 Tagen Einnahmepause sofort die Migräne einsetzt. Kennen Sie eine andere Möglichkeit des Ausschleichens im Hinblick auf die Migräne, mein Gynäkologe weiss keinen Rat und schlägt die Einnahme einer anderen Östrogenfreien Pille als Übergang vor.
    Vielen Dank für Ihre Hilfe
    Herzliche Grüße
    Su

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 20:52 Uhr

      Liebe Su,

      ich verstehe, dass Sie die Pille aufgrund der Migräne nehmen. Dies ist aus meiner Sicht nicht zielführend. Sie sollten eine spezifisch wirksame Vorbeugung und Anfallstherapie einstellen lassen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  31. Feuerdorn97 2. Juni 2014 um 16:46 Uhr

    Hallo Herr Prof. Göbel,
    Anfang Feb. 2014 war ich bei uns vor Ort in der Neurol. Klinik zum Check wegen meiner Kopfschmerzen. (Neurologische Untersuchungen, MRT, Blut, EKG, … alles i.O.)
    Diagnose:
    KS vom Mischtyp mit Chronifizierungstendenz nach IHS III
    *Migräne ohne Aura (IHS 1.1)
    *häufiger episod. Spannungsks. asoziiert mit percranieller Schmerzempfindlichkeit (IHS 2.2.1)

    Da ich an 7 bis 8 Tagen pro Monat Tabletten benötige (davon auch 5-6 mal Triptan, sonst Novalgin wegen Magenempfindlichkeit) wurde mit mir eine Prohylaxe mit Topiramat begonnen. Ich bin aktuell bei 75 mg (1-0-2). Höher möchte ich eigentlich nicht gehen, da ich von 78kg auf 72kg abgenommen habe (bin m, 38, 1,90groß) und teilweise auch schon mit Wortfindungsproblemen zu kämpfen haben (fällt aber nur mir auf, sagt meine Frau)

    Unter Topiramat ging der Triptanverbrauch nun teilweise bis auf 3/Monat zurück (im März und April), der Mai war wieder schlecht (8 Gesamttage mit 7 Triptantagen)

    Ein MÜK besteht lt. der Ärzte dort nicht. Wenn ich Ihren Artikel lese, dass die Anzahl der Tage (<=10) sein muss, dann trifft das auf mich zu. An diese Regel halte ich mich eisern.

    Trotzdem kommt es vor, dass ich Monate habe mit fast täglichen leichten Kopfschmerzen, die ich dann aber aushalte, um die 10 Tage für "Notfälle" aufzusparen. Manchmal gehen morgendlich KS auch nach dem Duschen oder im Verlauf des Vormittags einfach so weg.

    Der Migräneindikator ist bei mir, wenn ich plötzlich angangen muss zu Gähnen. Dann tränen die Augen, das Gähnen komm bald im Minuten takt und dann gehen auch bald die KS los. Nehme ich nicht, hält dich der KS dann über Stunden. Sumtriptan 100 wirkt nach knapp 1 Std. und dann wird es schnell besser. Meistens nehme ich dann noch Novalgin dazu um den Schmerz ganz weg zu bekommen. Andere Mittel schlagen mir auf den Magen.

    Meinen Sie, dass Topiramat für mich passt? Andere Prohylaxen wurden mir trotz Nachfrage gar nicht aufgezeigt.

    Ich sitze 3 mal die Woche für ca. 30 Minunten auf dem Heimtrainer bzw. jetzt auf dem Fahrrad.

    Ein Arzt Ihrer List, bei dem ich schon war behandelte mich 1,5 Jahre mit Lokalanästetikum – mit äußerst geringem Erfolg.
    Meine Hausärztin gibt offen zu, dass Kopfschmerzen ein schwieriges Gebiet sind.
    Es ist echt schwer, jemand kompentents hier auf dem flachen Land zu finden.
    Die nächste Uni mit KS-Ambulanz wollte mir einen Termin nach Weihnachten geben (also in 8 Monaten!)

    Vielen Dank für Ihre Zeit

    Feuerdorn

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 20:56 Uhr

      Lieber Feuerdorn,

      bei Wortfindungsstörungen und fehlender Wirksamkeit ist der Einsatz von Topiramat problematisch. Hinzu kommt der Gewichtsverlust. Anästhetika haben keinen Langzeiteffekt.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  32. Zuckerschaukel 2. Juni 2014 um 17:06 Uhr

    Sehr geehrter Professor Dr. Göbel,

    herzlichen Dank für diese Gelegenheit, Ihnen Fragen zu stellen.

    Meine Situation ist folgende:
    Ich habe eine schwer behandelbare chronische Migräne mit 16- 20 Schmerztagen und zusätzlich mit bis zu 10 Spannungskopfschmerztagen. Es wird weiterhin nach einer Prophylaxe gesucht- bisher hat mir jedoch noch nichts durchschlagend geholfen. Ich war auch schon 2 Mal in Kiel.

    Jetzt habe ich eine Frage an Sie zur Akutmedikation:

    Ich vertrage weder Naproxen oral noch als Zäpfchen und auch nicht Arcoxia.
    Bei mir wirkt nicht einfach das Triptan. Ich habe alle Sorten durchprobiert, auch die Variante Injekt.
    Mein Neurologe sieht es auch so, dass ich einen Wirkverstärker und auch Wirkverlängerer brauche.
    Momentan nehme ich Paracetamol zusätzlich. Es hilft anfangs, damit das Triptan durchkommt, aber nach ca. 5 Stunden habe ich Wiederkehrkopfschmerz.

    Ich muss dann ein nächstes Triptan mit Paracetamol einnehmen, um wieder Ruhe zu haben. Da meine Attacken immer 72 Stunden anhalten, und es bei der Menstruation oft auch zum Status Migränosus kommt, muss ich innerhalb einer Attcke viele Triptane und viele Paracetamol zu mir nehmen.

    Ich versuche die 10/20- Regel natürlich einzuhalten. Ich versuche einige Schmerztage ohne Medikation durchzustehen oder mit Kortison zu behandeln.
    Entzüge sind auch schon erfolgt, wenn ich die 10/20- Regel nicht mehr schaffte.

    Haben Sie vielleicht noch eine Idee für mich, wie ich die Attacken effektiver behandeln könnte als mit Triptan und Paracetamol? Was wäre Ihr Ratschlag?

    Vielen Dank für Ihr Eindenken!

    Mit Freundlichen Grüssen,
    Zuckerschaukel

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 21:00 Uhr

      Liebe Zuckerschaukel,

      Ihre Migräne zeigt einen schweren Verlauf. Optionen bei schwerer therapieresistenter Migräne sind Botox und ONS. Im Anfall können Triptane auch mit Antiemetika kombiniert werden.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  33. AndreaClaudia 2. Juni 2014 um 17:30 Uhr

    Hallo, in wiefern „belasten“ Triptane den Körper weniger als z.B Paracetamol und Co.? Gehen Tristane weniger auf die Leber?
    Vielen Dank
    Andrea

    • Hartmut Göbel 2. Juni 2014 um 21:02 Uhr

      Liebe AndreaClaudia,

      Paracetamol kann organschädigend wirken, schon 14 Tabletten können die Leber irreversibel zerstören. Triptane sind entwickelt worden, um eine verträgliche Migränetherapie verfügbar zu machen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  34. Bettina Frank - Admin 2. Juni 2014 um 17:53 Uhr

    BITTE KEINE FRAGEN MEHR EINSTELLEN !

    Danke! 🙂

  35. Kathrin 2. Juni 2014 um 20:39 Uhr

    Lieber Herr Dr. Göbel,

    Sie sind mir von einer Lehrerkollegin aus Amberg empfohlen worden. Ich habe an Ostern einen Entzug mit Kortison gemacht (unter Aufsicht von Dr. Gebel). Im September werde ich als GS-Lehrerin arbeiten müssen. Bis dahin habe ich alle Zeit der Welt, und würde gerne zu einem ambulanten Termin zu Ihnen kommen (aus Bayern). Zugleich bin ich auch noch bei der Techniker Krankenkasse versichert.

    Ist dies denn möglich, da ich erfahren hab, dass es doch lange Wartezeiten gibt.

    LG Kathrin

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