Migräne- und Kopfschmerz-Chat am 20.06.2016

Dies ist unsere Gruppe zum Migräne- und Kopfschmerz-Chat und sie funktioniert folgendermaßen: Um ca. 12:00 Uhr des jeweiligen Chat-Tages wird die Kommentar-Funktion aktiviert. Will man eine Frage eintragen, klickt man in das Fenster der Kommentarfunktion. Hat man eine Frage eingetragen, sieht man unter seinem Beitrag “Antworten”. Diese Antwortfunktion benutzt Prof. Göbel, um die Antwort auf die vorherige Frage einzustellen. Prof. Göbels Antwort ist dann ein wenig eingerückt und unterscheidet sich daher auch optisch von den Fragen. Sollte der Fragesteller zum selben Thema noch eine Folgefrage haben, bitte auch auf “Antworten” klicken – aber nur dann! Sonst bitte immer in das Kommentar-Fenster schreiben. Nach dem Chat wird die Kommentar-Funktion wieder deaktiviert bis zum nächsten Chat-Tag. Alle Fragen und Antworten bleiben in diesem Blog erhalten und bestimmte Themen können jederzeit mit der Such-Funktion wiedergefunden werden. Alle Aktionen werden am Chat-Tag auch auf der Startseite des Headbook aufscheinen.

Fragen können nur am jeweiligen Chat-Tag ab 12:00 Uhr eingetragen werden. Bitte immer auf das aktuelle Datum in der Überschrift achten, das unter “Live-Chats” eingetragen ist.

By | 2016-06-20T20:41:48+00:00 Mai 12th, 2016|Livechat|69 Comments

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Profilbild von Bettina Frank - Moderatorin

69 Kommentare

  1. Profilbild von Bettina Frank - Moderatorin
    Bettina Frank - Moderatorin 20. Juni 2016 um 12:10 Uhr

    Der Chat ist eröffnet, Fragen können eingestellt werden.

    Bitte N I C H T direkt hier auf Antworten klicken und schon die nächste Frage einstellen, sondern einen neuen Kommentar erstellen. Die Antwortfunktion braucht Prof. Göbel zum Einstellen seiner Antwort. Alles klar? 🙂

  2. Profilbild von Claudia
    Claudia 20. Juni 2016 um 12:11 Uhr

    Sehr geehrter Herr Professor Göbel,

    vielen herzlichen Dank für die erneute Möglichkeit über diesen Chat Fragen an Sie zu stellen.

    Frage 1:
    Ich bin chronischer Migräne- und Spannungskopfschmerz-Patient. Ich habe aktuell 3 Botox-Injektionen bekommen. In der letzten MigräneLiga-Zeitschrift wurden evtl. Nebenwirkungen bei Botox erläutert. Ich habe extreme Nacken- und Schulterschmerzen und bringe diese mit den Botox-Behandlungen in Zusammenhang. Haben Sie dahingehend Erfahrungen mit Nebenwirkungen gemacht?

    Frage 2:
    Schmerzmittel bei Spannungskopfschmerzen wirkungslos, auch 1.800 mg Iburprofen wirken nicht. Welche Alternativen gibt es? Paracetamol und Aspirin und Naproxen und auch Kombipräparate wirkungslos.

    Frage 3:
    Prophylaxe für Spannungskopfschmerzen? Neurologin zuhause meinte Venlafaxin oder Valproat??? Was würden Sie empfehlen?

    VIELEN DANK.

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 19:16 Uhr

      Liebe Anastasia,

      nach der Behandlung mit Botulinumtoxin A können in den ersten 2-3 Wochen Muskelschmerzen auftreten. Dies hängt damit zusammen, dass schmerzsensibilisierende Stoffe aus dem angespannten Muskel bei der Entspannung freigesetzt werden. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Behandlung wirkt. In der Regel klingt diese Empfindlichkeit nach 2-3 Wochen ab. Sie tritt vor allem bei einem ersten Behandlungszyklus gelegentlich auf.

      Die Behandlung von Spannungskopfschmerzen sollte nur im Ausnahmefall mit akuten Schmerzmitteln erfolgen, insbesondere, wenn die Kopfschmerzen nur sporadisch oder episodisch auftreten. Viel wichtiger sind nichtmedikamentöse vorbeugende Behandlungsmaßnahmen sowie bei häufigem Kopfschmerz vom Spannungstyp auch möglicherweise medikamentöse vorbeugende Maßnahmen.

      Weder für Venlafaxin noch für Valproat sind Studien bekannt, die eine ausreichende vorbeugende Wirkung belegen. Nach wie vor sind die trizyklischen Antidepressiva Medikamente, die man bevorzugt bei chronischem Kopfschmerz vom Spannungstyp zur Vorbeugung einsetzt.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  3. Profilbild von Sina
    Sina 20. Juni 2016 um 12:11 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Göbel,

    seit dem 20.9.16 habe ich migräneartige Dauergesichtsschmerzen, meistens links, manchmal wechseln sie die Seite, manchmal sind sie beidseitig. Desweiteren bin ich immer müde, abgeschlagen und schon nach dem Aufstehen völlig erschöpft. Nach und nach kamen Schmerzen im Bereich des Kiefers und im Nacken dazu.

    Prophylaxen mit Amytriptilin, Topiramat, Betablockern, sowie Nervenblockaden und Botoxbehandlung (gegen Migräne und in den Masseter) brachten keinerlei Wirkung, ebensowenig wie Muskelrelaxanzen. Auch eine 2-tägige Gabe von Indometacin half nicht.

    Ich habe alle Fachrichtungen aufgesucht und nichts wurde gefunden. Ein stationärer Aufenthalt in einer Schmerzklinik brachte auch keine Veränderung.
    Es ist ein Dauerschmerz mit Schmerzstärke 5 – 8, der sich täglich auf bis zu 10 aufbaut. Jeden dritten bis vierten Tag nehme ich 1-2 Sumatriptan 100, das einzige Mittel, das kurzfristig Erleichterung bringt. An diesen Tagen geht es mir etwas besser. Ich bin weder besonders lichtempfindlich, noch wird mir übel. Auslöser lassen sich auch keine finden. Ich wurde auf CMD therapiert, falls ich „beiße“, aber vier teure Schienen brachten mich nicht weiter.
    Nun meinte ein Kieferorthopäde bei einer Untersuchung, ich beiße nicht, da ich wenig Muskelkraft hätte, ich knirsche auch nicht und mein Biss wäre auch o.k. und es könnte vielleicht an den Dauerretainern hinter meinen Schneidezähnen im OK und UK liegen, die ich seit Ende meiner Kfo-Behandlung 2009 trage, um einer Verschiebung meiner Zähne vorzubeugen.
    Entweder würden diese einen Verblockungsstress auslösen oder ich hätte eine Allergie auf die Metalle darin entwickelt.

    Haben Sie von so etwas schon einmal gehört, bzw. könnte das ein Auslöser sein und solche migräneartigen Dauerschmerzen auslösen? Oder gibt es eine seltene Kopfschmerzart, die solche Symptome hat?

    Mit freundlichen Grüßen, Sina

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 19:20 Uhr

      Liebe Sina,

      Sie schreiben, dass Sie bei den verschiedenen Dauerschmerzen jeden dritten bis vierten Tag 1-2 Sumatriptan 100 einnehmen. Es ist daher anzunehmen, dass sich bei Ihnen ein Medikamentenübergebrauchskopfschmerz gebildet hat. Das mag auch der Grund sein, warum andere Therapiemaßnahmen nicht helfen. Es ist daher empfehlenswert abklären zu lassen, ob eine entsprechende Komplikation der Migränetherapie besteht und eine Medikamentenpause notwendig ist. Sie können hier auf Headbook sehr viel über dieses Problem nachlesen, suchen Sie nach „Medikamentenübergebrauchskopfschmerz“.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

      • Profilbild von Sina
        Sina 20. Juni 2016 um 19:31 Uhr

        Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

        vielen Dank für Ihre Antwort.

        Ein MÜK wurde bereits von meinem Neurologen in Erwägung gezogen. Ein Medikamentenentzug wurde bereits längere Zeit durchgeführt, aber danach erfolgte Therapieversuche blieben weiterhin wirkungslos.

        Viele Grüße nach Kiel
        Sina

  4. Profilbild von Marlene
    Marlene 20. Juni 2016 um 12:13 Uhr

    Sehr geehrter Hr. Prof Göbel,
    vielen Dank Sie wieder uns die Möglichkeit geben Fragen zu stellen.

    Bei der Migräneprophylaxe geben Sie eine Mindestdauer von 3 Monaten an, um die prophylaktische Wirksamkeit beurteilen zu können.
    Wie verhält es sich bei einer Prophylaxe für chronische, neuropathische Schmerzen mit retardierten Opioiden (Antidepressiva, Antikonvulsia blieben ohne Erfolg)?
    Wie lange muss ich einem retardierten Opioide Zeit geben, um seine Wirkung beurteilen zu können? Da ich außerdem auch an chronischer Migräne leide, möchte ich die Einnahmedauer nämlich nicht unnötig lang halten.

    Vielen Dank und Grüße nach Kiel.
    Marlene

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 19:21 Uhr

      Liebe Marlene,

      die Behandlung von neuropathischen Schmerzen mit retardierten Opioiden zeigt bereits in der Einstellungsphase, ob eine Wirkung zu erwarten ist oder nicht. Üblicherweise wird mit niedrigen Dosierungen gestartet und dann allmählich die Dosierung gesteigert. Dabei können Sie im Schmerzkalender sehen, ob der Schmerzpegel reduziert wird. Ist dies trotz Dosissteigerung nicht der Fall, ist nicht davon auszugehen, dass eine längere Behandlung eine Besserung erzielen wird. Dann sollte wieder abdosiert und nach anderen Therapieoptionen gesucht werden.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  5. Profilbild von Micki
    Micki 20. Juni 2016 um 12:14 Uhr

    Sehr geehrter Herr Professor Göbel,

    ich leider unter Migräne mit Aura. Seit geraumer Zeit erhalte ich Lamotrigin, von dem ich gut profitiere. Es hilft mir sehr gut als Aura-Prophylaxe. Muss ich immer Lamotrigin vom selben Hersteller/der selben Firma nehmen?

    Vielen Dank Micki

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 19:22 Uhr

      Liebe Micki,

      Lamotrigin kann bei komplexen häufigen Auren wirksam sein. Es ist nicht erforderlich, dass das Arzneimittel vom gleichen Hersteller oder der gleichen Firma kommt.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  6. Profilbild von Alice15
    Alice15 20. Juni 2016 um 12:17 Uhr

    Guten Tag Herr Dr. Göbel,
    Bei den stark wechselnden Wetterverhältnissen mit viel hoher Luftfeuchtigkeit in diesem Sommer erhöhen sich meine Migräneattacken schnell bis zu 10 Tagen im Monat. Meistens wache ich morgens damit auf. Die Migräne ist auf einer Seite, dann ist ein Tag Pause und dann kommt ein Migränetag auf der anderen Kopfseite. Trotz Übelkeit ohne Erbrechen muss ich viele Kohlenhydrate zu mir nehmen. Als Akutmittel nehme ich Triptane in Verbindung mit Ibuprofen. Sie helfen zu 80 %. Als Prophylaxe nehme ich MIGRAVENT, da ich andere Mittel wie Betablocker und Antidepressiva nicht vertrage bei niedrigem Blutdruck. Meine Frage an Sie: Gibt es ein anderes Mittel, was für mich passend wäre? Interessant fand ich, dass ich bei einer erstmaligen und regelmässigen Einnahme von dem Schilddrüsenmittel L-Thyrox Jod Hexal 50/150 3 Wochen migränefrei war. Das war ein bisschen „der Himmel auf Erden“ für mich.
    Herzlichen Dank
    Alice

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 19:23 Uhr

      Liebe Alice,

      es gibt sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten der medikamentösen Migräneprophylaxe. Sie können sich hier in der Gruppe „Migräneprophylaxe“ auf Headbook belesen. Häufig muss die individuelle Verträglichkeit jedoch ausprobiert werden. Dass die Behandlung mit Schilddrüsenhormonen zu einer Stabilisierung der Migräne geführt hat, kann darauf beruhen, dass eine konstante Stoffwechsellage die Migränehäufigkeit reduziert. Generell gilt die Regel, dass durch einen gleichmäßigen Tagesrhythmus sowie durch gleichmäßige Ernährung ebenfalls eine Stabilisierung erreicht werden kann.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  7. Profilbild von kopflottegr
    kopflottegr 20. Juni 2016 um 12:19 Uhr

    Lieber Herr Professor Göbel,

    als Migräne- und Kopfschmerzprophylaxe nehme ich zzt. 25mg Stangyl und 60mg Duloxetin ein.
    Die positive Schmerzwirkung ist für mich zufriedenstellend.

    Allerdings leide ich dabei unter immenser Tagesmüdigkeit, Aufstehschwierigkeiten auch nach 10-11 Stunden Schlaf und anderen Nebenwirkungen. Aus diesem Grunde wurde ich vor ca. drei Monaten von Venlafaxin auf Duloxetin umgestellt. Leider ohne diesbezüglichen Erfolg. Ich bin in der Konzentration, Bewegung, Selbstdisziplin stark beeinträchtigt, werde immer häuslicher und nachlässiger.
    Mein Apotheker gab den Anstoß, einmal nach der Möglichkeit des Einsatzes von Dopamin zu fragen.
    Können Sie dazu etwas sagen?

    Vielen Dank erneut für diese tolle Möglichkeit der Unterstützung!
    kopflottegr

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 19:24 Uhr

      Liebe Kopflotte,

      die Tagesmüdigkeit könnte mit Stangyl zusammenhängen. Aus diesem Grunde wäre es naheliegend, mit Ihrem Arzt zu besprechen, ob Stangyl reduziert bzw. ausgesetzt werden kann. Danach können Sie direkt bewerten, ob die Müdigkeit mit diesem Medikament zusammenwirkt. Man gibt dieses bevorzugt bei Schlafschwierigkeiten, da Stangyl den Schlaf anstößt und normalisieren kann. Für die Behandlung mit Dopamin gibt es keine Belege hinsichtlich der Wirksamkeit.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  8. Profilbild von Biggie
    Biggie 20. Juni 2016 um 12:23 Uhr

    Sehr geehrter Herr Profefssor Göbel,
    bei einem Vortrag eines Neurobiologen in unserer SHG wurde folgende Aussage z. Thema Migräne/Schmerzen getroffen( diese findet sich auch in den Unterlagen des Vortragenden wieder):
    „Worte können weh tun
    Worte können das Schmerzgedächtnis erst einschalten und entsprechende Hirnregionen voraktivieren.
    Gespräche über Leiden stimulieren die Aktivität der Schmerzmatrix im Gehirn und führen so zu einer Verstärkung der empfundenen Schmerzen“.

    Soll heissen, je weniger man über „seine“ Migräne redet und sich damit beschäftigt, desto besser geht es dem Patienten?!?!?
    Also einfach verdrängen und gut? Ich verstehe das nicht und bitte Sie um Ihre geschätzte Meinung.
    Wir hier im Forum tauschen uns aus, man redet und „jammert“ auch mal und danach geht`s besser. Oder ein Austausch unter Freundinnen.
    Reden hilft , war immer meine Meinung. Die wurde mit dieser Aussage des Neurobiologen ziemlich in Frage gestellt.
    Vielen lieben Dank wie immer für Ihre intensive Betreuung und die Möglichkeit Fragen zu stellen.
    Beste Grüße biggie

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 19:26 Uhr

      Liebe Biggie,

      Migräne ist eine neurologische Erkrankung. Nicht darüber zu sprechen ist nach meiner Erfahrung nicht hilfreich, im Gegenteil. Studien, die belegen, dass Gespräche über Migräne zu einer Verstärkung der empfundenen Schmerzen beitragen würden, sind mir nicht bekannt.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  9. Profilbild von Erik
    Erik 20. Juni 2016 um 12:28 Uhr

    Sehr geehrter Herr Professor Göbel,

    vielen, vielen Dank für die Möglichkeit Ihnen Fragen, die einem wichtig sind, stellen zu dürfen.

    Aktuell bin ich mit NDPH, chronische Spannungskopfschmerz, (chronische?) Migräne, medikamentös mit Tilidin retard 3x täglich so gut eingestellt, dass ich mit dem NDPH nahezu keine Probleme habe. Allerdings kann es sehr selten (etwa alle 2 Monate) einmal vorkommen, dass ich aufgrund falscher/unvorsichtiger Belastung in eine solch starke NDPH Schmerzspitze reinkomme, dass das Tilidin retard nicht mehr greift. Ist es an einem solchen Tag in Ordnung das Tilidin Retard mit Oxycodon Retard zu substituieren (oder etwas in diese Richtung?). Das Oxycodon Retard ist in diesem Fall aus eigener, frührer Erfahrung, das einzige Medikament, das den Schmerz durchbricht. Welche Option habe ich, sollte dies nicht sinnvoll sein?

    Gerne würde ich noch wissen, ob Sie es für möglich halten, dass die Reduzierung des Metoprolol in der Klinik Kiel im Dezember 2015 von täglich 200mg auf 50mg sich seit April (also mit 4 Monaten Versatz) in stark gehäuften Migräneattacken niederschlagen kann? So oft hatte ich in den letzten Jahren keine Migräne mehr laut Kopfschmerzkalender.

    Vielen, vielen Dank für Ihre Zeit. Ich wünsche Ihnen für ihre außerordentliche Arbeit nur das Beste.

    Mit freundlichen Grüßen
    Erik

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 19:27 Uhr

      Lieber Erik,

      die Behandlung des neu aufgetretenen täglichen Kopfschmerzes mit einem retardierten Opioidschmerzmittel ist eine sehr spezielle Behandlung, die nur in ganz individuellen Ausnahmefällen zum Einsatz kommt. Die Mischung eines mittelpotenten Opioids mit einem hochpotenten Opioid sollte möglichst nicht vorgenommen werden. Hier ist eine sehr individuelle Vorgehensweise notwendig, feste Leitlinien zu diesem Problem liegen nicht vor. Die Reduktion von Metoprolol kann zu einem verstärkten Auftreten von Migräneattacken führen, die migränevorbeugende Wirkung ist nicht mehr gegeben, was zu einer Steigerung der Migränefrequenz beitragen kann. In diesem Falle sollte erwogen werden, Metoprolol wieder hinsichtlich der eingesetzten Dosis zu erhöhen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  10. Profilbild von Lora
    Lora 20. Juni 2016 um 12:34 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    ich hatte am 06.06 einen Termin beim Kopfschmerzzentrum Klinikum Großhadern in München.
    Ich habe Diagnose G43.3 „Chronische Migräne“ bekommen und gleich die erste Botox-Behandlung nach PREEMPT-Schema (ich hatte trotz Prophylaxe ca. 24 Kopfschmerztage pro Monat). Als Prophylaxe nehme ich: Topiramat 50 mg, Escitalopram 20 mg.

    Seit 1 Woche merke ich eine Verbesserung: die Migräneattaken sind schwächer und kürzer. Ich freue mich darüber! Mein Lebensqualität ist dadurch gestiegen.
    Die Augenuntersuchung war ok, MRT vom Kopf wird am Donnerstag gemacht. Ich hatte auch den ersten Termin beim Psychotherapeut – es wird geschaut ob ich das brauche.

    Erste Frage:

    Mir wurde empfohlen 3x Woche einen Ausdauersport zu treiben. Das würde ich gern. Ich habe aber bei der körperlichen Belastung (und noch Stunden danach) Schwindel, Benommenheit und zunehmende Kopfschmerzen. Fitness-Studio selbst im Reha- Bereich geht überhaupt nicht: ich stürze fast vom Schwindel und gehe dann wie betrunken.
    Mache ich was falsch? Ist das gefährlich oder nicht? Wer könnte helfen bei solchen Problemen in Ausdauersport einzusteigen? Ein Sportarzt?

    Zweite Frage:

    ich habe mehrmals pro Woche Atemnot-Attacken (Gähnen, Schwierigkeit beim Durchatmen). Lt. den Neurologen sollten das Angst/Panik- Attacken sein, der Psychologe-Psychotherapeut meint das sind keine Angst/Panik- Attacken, eher die Nebenwirkungen von Escitalopram. Das ist erst 1 Monat nach der Einnahme von Escitalopram
    aufgetreten. Herz, Lungen, Schilddrüse – alles ok. Diese Atemnot-Attacken treten oft morgens auf. Kann das mit Migräne zusammen hängen?

    Vielen Dank für Ihre Hilfe!! Dank Ihren Ratschlägen und dem Forum habe ich einen großen Schritt in kurzer Zeit gemacht, viel Info bekommen und den Kampf gegen Krankheit noch nicht aufgegeben.

    Liebe Grüße,
    Lora

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 19:37 Uhr

      Liebe Lora,

      üblicherweise sollte man versuchen, den Ausdauersport langsam zu beginnen. Kreislaufbeschwerden können bei stetiger Übung mit allmählicher Steigerung häufig überwunden werden. Am Anfang beginnt man oft zu schnell und zu intensiv, dies kann zu den von Ihnen beschriebenen Beschwerden beitragen. Die Regel gilt: Auf niedrigem Niveau beginnen und nur ganz langsam steigern. Eine medizinische oder physiotherapeutische Betreuung, auch durch eine Sporttherapeutin oder einen Sporttherapeuten, kann dabei hilfreich sein.

      Die Frage hinsichtlich der von Ihnen beschriebenen Atemnotattacken lässt sich nicht eindeutig beantworten. Die von Ihnen beschriebenen Möglichkeiten können alle von Relevanz sein. Sie sollten den Verlauf weiter beobachten. Ob es sich um Angst- oder Panikattacken handelt, können Sie wahrscheinlich selbst am besten erläutern.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  11. Profilbild von Claudia-Sibylle
    Claudia-Sibylle 20. Juni 2016 um 12:38 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof.Dr.Göbel,

    vielen Dank im Vorraus für die erneute Möglichkeit Fragen direkt im Chat stellen zu können! Ihre Antworten sind immer eine große Hilfe!
    Meine chronische Migräne nat mich wieder einmal „voll im Griff“.. Unterstützt wird sie durch diese ständigen Wetterwechsel und diese tropische Hitze. Die Attacken sind stärker und die Abstände dazwischen kleiner. An manchen Tagen führen die Migränen zur totalen Erschöpfung, an anderen jedoch bin ich durch die heftigen Anfälle sehr „aufgedreht“. Ich komme überhaupt nicht zur Ruhe, und was die Situation noch verschlimmert ist, dass ich nicht schlafen kann. Sind solche oder ähnliche Schlafstörungen bei chronischer Migrane bekannt? Und was kann man u.U. dagegen unternehmen?

    Viele Grüße nach Kiel

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 19:38 Uhr

      Liebe Claudia-Sibylle,

      die von Ihnen beschriebenen Schlafstörungen und die hohe Empfindlichkeit auf die physikalische Umwelt sind bei Migräne sehr häufig. Migräne führt zu einer sehr hohen Sensitivität für Veränderungen jeglicher Art, einschließlich Wetter, Klima und anderen. Auch die von Ihnen beschriebenen Schlafstörungen finden sich häufig bei Migräne. Lassen Sie sich ein wirksames vorbeugendes Behandlungsprogramm aufbauen, dieses sollte Verhaltensmaßnahmen, psychologische Maßnahmen, Entspannungstherapien und auch ggf. eine medikamentöse Vorbeugung beinhalten.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  12. Profilbild von Silke-db
    Silke-db 20. Juni 2016 um 12:41 Uhr

    Sehr geehrter Herr Professor Göbel,

    vielen Dank für die Möglichkeit, Ihnen hier Fragen stellen zu dürfen.

    Ich habe seit ca. 2,5 Jahren einen chronischen Spannungskopfschmerz.
    Der Kopfschmerz ist immer da, zum Glück nicht täglich in einer starken Form, so dass ich grundsätzlich wenig Schmerztabletten nehmen muss.

    Von März 2015 bis März 2016 habe ich auf Anraten meines damaligen Neurologen hin Amitriptylin eingenommen, anfangs 25 mg, nach einigen Wochen 50 mg. Mitte Mai war ich dann für 3 Wochen im Urlaub und viel an der frischen Luft, danach hatte ich den Eindruck, dass die Kopfschmerzen für ca. 5 Wochen weg waren. Der Neurologe hatte mir daraufhin empfohlen, das Medikament noch bis September zu nehmen und dann abzusetzen. Leider kamen die Kopschmerzen aber nach 5 Wochen wieder und die Dosis wurde im September auf 75 mg erhöht.
    Da sich bis März 2016 keine Verbesserung eingestellt hat und ich viele Nebenwirkungen hatte, hat mein Neurologe empfohlen, das Medikament abzusetzen. Er meinte daraufhin, ich solle mich mehr auf Dinge wie Ausdauersport konzentrieren. Die Möglichkeit, ein anderes Medikament auszuprobieren, blieb unerwähnt.

    Ich würde Sie daher gerne fragen, ob Sie vielleicht einschätzen können, warum Amitriptylin bei mir nicht geholfen hat und ob es eine Alternative gibt, die Sie empfehlen würden?

    Meine 2. Frage betrifft Neurofeedback innerhalb einer Verhaltenstherapie:
    Ich wollte gerne beides in Kombination versuchen, finde jedoch in meiner Stadt beide Therapien nur in Einzelform. Würden Sie empfehlen, sich auf eine Therapieform zu beschränken oder beide separat zu versuchen?

    Vielen Dank und schöne Grüße.

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 19:39 Uhr

      Liebe Silke,

      die von Ihnen beschriebene Beobachtung ist bei chronischem Spannungskopfschmerz nicht unüblich. Die Wirkung von Amitriptylin über längere Zeit ist gegeben, nach der Dosisreduktion und dem Neuaufbau einer weiteren Behandlung findet sich jedoch keine ausreichende Wirksamkeit. Es ist möglich, dass Sie eine höhere Dosierung benötigen als die von Ihnen angegebenen 75 mg. Alternativ wäre es auch denkbar, dass Sie auf ein anderes Medikament umgestellt werden, um wieder eine Wirkung zu erzielen. Besprechen Sie das offen mit Ihrem behandelnden Arzt, er kann dann die verschiedenen Optionen mit Ihnen durchgehen. Typische Alternativen zu Amitriptylin sind Doxepin, Trimipramin oder Clomipramin.

      Für das Neurofeedback gibt es keine belastbaren Wirkungsnachweise. Für die Verhaltenstherapie gibt es jedoch sehr umfangreiche Studien, die eine hohe Effektivität belegen. Daher scheint es aus meiner Sicht zielführend, sich auf eine klassische Verhaltenstherapie zu fokussieren.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  13. Profilbild von jogger
    jogger 20. Juni 2016 um 12:44 Uhr

    Lieber Herr Prof. Dr. Göbel,
    hoffnungsvoll frage ich heute, ob es nach Ausschöpfung aller möglichen Therapieansätzen aus den Leitlinien neue Ansätze bei Spannungskopfschmerz für mich geben kann.
    Seit über 15 Jahren leide ich an Spannungskopfschmerzen. 2013 war ich stationär bei Ihnen in Kiel. 2015 nahm ich einen ambulanten Termin wahr. Letztendlich geht es mir immer schlechter (gefühlt mit jedem Lebensjahr – bin 48 Jahre alt).
    Ich bin jetzt gerade an dem Punkt und frage mich, was kann ich noch Neues probieren oder gelte ich als austherapiert?
    Jetzt schon lieben Dank für Ihre kostbare Zeit, die Sie uns geben, um uns zu helfen.
    Viele Grüße

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 19:55 Uhr

      Lieber Jogger,

      der chronische Kopfschmerz vom Spannungstyp gehört bedauerlicherweise zu den schwer behandelbaren Kopfschmerzformen. Im Einzelfall kann er sich sehr therapieresistent erweisen und über viele Jahre bestehen bleiben. Erfahrungsgemäß ist es dennoch wichtig, konsequent die Therapieverfahren auch über längere Zeit durchzuführen, ein häufiger Wechsel der verschiedenen Therapieoptionen ist oft kontraproduktiv. Es ist also nicht immer die Suche nach Neuem, sondern oft die Konstanz und die konsequente Weiterführung einer Therapieform, die erforderlich ist. Zudem weiß man nicht, wie der Verlauf wäre, wenn die Behandlungen nicht durchgeführt werden würden. Aus diesem Grunde sollten Sie Zuversicht haben, die Behandlung konsequent weiterführen und durch Verlaufs- und Erfolgskontrollen ggf. anpassen lassen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  14. Profilbild von Muddle
    Muddle 20. Juni 2016 um 12:49 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Göbel,

    vielen Dank für die Möglichkeit hier direkt Fragen an Sie zu richten. Meine Frage bezieht sich auf die Occipitalis-Nervenstimulation.

    Gegen meine chronische Migräne bekomme ich derzeit regelmäßig Botox-Injektionen, die zwar die Schmerzintensität lindern, aber die Schmerztage leider nicht reduzieren konnten. Ich habe tägliche Schmerzen, die zwar meistens eher leicht sind und mich in meinem Alltag kaum oder nur wenig einschränken (wobei ich natürlich mein Leben der Migräne bereits angepasst habe; sprich: viele Ruhephasen, sehr geregelter Tagesablauf etc.), aber eben ständig vorhanden sind. Damit der Schmerz nicht schlimmer wird bzw. meinen Alltag zu sehr einschränkt, nehme ich an max. zehn Tagen im Monat Triptane, wobei ich damit schon sehr haushalten muss, um diese Grenze nicht zu überschreiten.

    Nun habe ich kürzlich meine Neurologin auf die Möglichkeit der ONS angesprochen. Sie meinte zwar, dass diese Behandlungsmethode für mich aus ihrer Sicht passend wäre, dass aktuelle Studien für die chronische Migräne aber wenig Erfolg mit dieser Behandlungsmethode versprechen. Können Sie dem zustimmen? Wie ist die derzeitige Lage? „Lohnt“ es sich in meinem Fall mich weiter zu erkundigen oder ist der Erfolg wirklich so dürftig?

    Ich bedanke mich vielmals für Ihre Antwort.

    Viele Grüße,

    muddle

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 19:56 Uhr

      Liebe Muddle,

      aktuell wird an neuen technischen Geräten zur ONS gearbeitet. Wann diese Gerätegeneration vorliegt und eine entsprechende Zulassung ausgesprochen wird, lässt sich derzeit noch nicht vorhersagen. Nach unseren Erfahrungen konnte in vielen Einzelfällen eine gute Wirkung erzielt werden. Es gilt aber auch hier, dass bei schweren, hartnäckigen Verläufen eine Wirksamkeit nicht vorhergesagt werden kann und auch mangelndes Ansprechen resultieren kann. Es wird erwartet, dass in den nächsten 1-2 Jahren eine neue Gerätegeneration zur Verfügung steht.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  15. Profilbild von Haykka
    Haykka 20. Juni 2016 um 12:52 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    aus gegebenem Anlass muß ich heute auch „kurz“ einen Beitrag verfassen und würde sehr gern wissen, wie Sie in diesem Fall therapieren würden (evtl. für´s nächste Mal): Ich hatte seit 2,5 Tagen furchtbare Migräne (gesicherte Diagnose „Chron. Migräne liegt vor). Gestern (Sonntag) war es nicht mehr zum Aushalten und mein Mann hat mich in die nächstgelegene Notfallambulanz gebracht. Nachdem ich ca. eine halbe Stunde unter gleisendem Licht auf einer Liege auf Behandlung wartete, kam ein junger Arzt in Ausbildung und gab mir zunächst eine Sauerstoffmaske. Dies würde oft schon helfen und falls nicht, wäre der Kühlschrank voll mit „Cocktails“ (= Medikamente – eines würde schon helfen). Ich bekam zunächst eine Infusion mit 1 g Novamin, die Schmerzen blieben… Anschließend die nächste Infusion mit 100 mg ASS. Die Schmerzen wurden ein wenig besser, aber ich wußte (aus jahrelanger Erfahrung) sie werden wieder kommen…Ich war dann aber so genervt, dass ich nicht weiter an mir „Herumprobieren“ lassen wollte und sagte, es geht mir ganz gut. So sind wir schnell wieder nach Hause und ab ins Bett. Als gutgemeinten Tipp bekam ich von der anwesenden Ärztin noch mit auf den Weg, es doch mal mit schwarzem Kaffee und Zitrone zu versuchen (….Schrei…) und ein Psychologe würde auch immer ganz hilfreich sein (ich solle diesen Tipp nicht falsch verstehen). Ja und die ganze Nacht hatte ich wieder heftige Migräne, die nun langsam abklingt, sonst wäre ich nicht in der Lage, jetzt am PC zu sitzen und mein Leid und meine Wut hier zu teilen und um Hilfe zu ersuchen…Ich hatte auch schon Botox-Injektionen, aber sehr starke und tagelange Schulter-/Nackenschmerzen und davon ausgelöst Migräne, ist dies als Nebenwirkung zu tolerieren? Vielen Dank für Ihre Mühe Herr. Prof. Göbel und ich grüße zugleich alle Migränepatienten, die dies lesen und ebenso leiden müssen und sich oft nicht ernst genommen fühlen…

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 19:58 Uhr

      Liebe Haykka,

      es tut mir leid, dass Sie die beschriebenen Erfahrungen gemacht haben. Leider kann man im Rahmen einer Notfallbehandlung nicht vorhersagen, ob ein Patient auf ein bestimmtes Medikament anspricht oder nicht. Allerdings sollten Rahmenbedingungen gewählt werden, damit die erhöhte Reizempfindlichkeit sich nicht negativ auf den Patienten auswirkt. Hier muss noch viel getan werden, um das notwendige Verständnis zu etablieren. Daran arbeiten wir alle.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

      • Profilbild von Haykka
        Haykka 20. Juni 2016 um 20:08 Uhr

        Lieber Herr Prof. Göbel,
        ganz herzlichen Dank für Ihre Antwort. Darf ich dennoch kurz die Frage nach de Botoxnebenwirkungen nachfassen (….Ich hatte auch schon Botox-Injektionen, aber sehr starke und tagelange Schulter-/Nackenschmerzen und davon ausgelöst Migräne, ist dies als Nebenwirkung zu tolerieren?…). Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie diese noch beantworten könnten…Vielen Dank und allen einen schönen Abend!

  16. Profilbild von Miggy
    Miggy 20. Juni 2016 um 12:54 Uhr

    Lieber Prof. Göbel,

    ich leide unter chronischer Migräne und mache seit Jahren 3 x jährlich eine Schmerzmittelpause mit Cortison. Cortison schwächt ja die Abwehrkräfte, halten Sie es da für nötig hin und wieder etwas gegen Hefepilze im Darm zu nehmen (Nystatin)? In einer Klinik, die sich auf KS- und Migräne spezialisiert hat, wurde mir dieses Medikament als Patientin vor Jahren während der Schmerzmittelpause gegeben.

    Herzliche Grüße Miggy

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 19:59 Uhr

      Liebe Miggy,

      bei einer Schmerzmittelpause, die durch Cortison unterstützt wird, ist keine regelmäßige Gabe von Nystatin notwendig. Üblicherweise wird Cortison nur wenige Tage gegeben, um die Rückschlagkopfschmerzen abzumildern. Bei dieser kurzen Zeitspanne ist in aller Regel nicht von einer schädlichen Pilzbesiedlung im Darm auszugehen. Sie können auch die Schmerzmittelpause ohne Cortison durchführen. Nur in dem Falle, wenn schwere Rückschlagkopfschmerzen auftreten, kann eine akute Gabe von Cortison erwogen werden.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  17. Profilbild von schachgigant
    schachgigant 20. Juni 2016 um 13:00 Uhr

    Lieber Prof. Goebel,

    Zaehlt Voltarenschmerzgel bei dear 10-er Regel mit?

    Habe hierzu unterschiedliche Aussagen erhalten

    LG

    Schachgigant

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 20:00 Uhr

      Lieber Schachgigant,

      eine begründe Aussage, ob Voltaren Schmerzgel zur 10-20-Regel mitzählt, ist nicht möglich, es liegen dazu keine Studien vor. Aus Erfahrungen und aufgrund der pharmakologischen Wirkungsweise würde ich davon ausgehen, dass es bei der 10-20-Regel nicht mitgezählt werden muss. Hier gilt die Grundaussage: Alles was gegen akute Migräneattacken im üblichen Einsatz helfen kann, ist auch für die 10-20-Regel relevant. Dies gilt sicherlich für ein Schmerzgel nicht.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  18. Profilbild von Bettina Frank - Moderatorin
    Bettina Frank - Moderatorin 20. Juni 2016 um 13:20 Uhr

    Frage von Resi, die es zeitlich heute nicht schafft, die Frage selbst einzustellen:

    ,Welche Erfahrungen haben Sie mit Neurostimulationsverfahren (Geräte von Cefaly, Cerbos, Gammacore) gemacht? Sind diese für Kinder geeignet?‘

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 20:00 Uhr

      Liebe Resi,

      bei den genannten Neurostimulationsverfahren handelt es sich nach wie vor um experimentelle Therapieoptionen, ein gesicherter Wirksamkeitsnachweis liegt nicht vor. Positive Studien liegen für Cefaly vor, für die beiden letztgenannten Therapieoptionen sind aussagekräftige Studien nach wie vor nicht gegeben, die Krankenkassen übernehmen diese Verfahren daher auch noch nicht.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  19. Profilbild von Ceasarion
    Ceasarion 20. Juni 2016 um 13:42 Uhr

    Sehr geehrter Herr Professor Göbel,
    vielen Dank für die Möglichkeit, Ihnen hier Fragen stellen zu dürfen.

    Ich bin männlich (35) und leide seit dem 15 .Lebensjahr an Epielepsie .
    Nehme seit 6 jahren Topamax (Topiramat )Täglich 200mg-0-200mg ein.
    Vorher wurden Gabapentin,Carbamazepin,Valproinsäure,orfirilLong bei mir eingesetzt,
    mit keinem guten Ergebnis.
    Seit ca 1,5 Jahren nun traten bei mir extrem starke Kopfschmerzen auf, die meist verschieden kamen
    in der nacht wärend ich schlief ,in den Morgenstunden beim Aufwachen, Mittags etc..
    Der Schmerz kommt vom Nacken und zieht blitz schnell einmal ins rechte Auge , und ein anderes mal ins Linke Auge . (Im wechsel je Attake einseitig)
    Übelkeit ist nicht vorhanden .
    Gleichzeitig Tut mir der Hals weh , und ich kann kaum sprechen.
    Ich hatte immermal vorher Kopfschmerzen jedoch nie so stark .
    Die Schmerzen hatte ich alle 3 Tage .
    Und so Heftig das ich aus dem Fenster springen , oder vor das Auto laufen wollte .
    Mein Neurologe hatte mir dann Sumatriptan 100 verschrieben, jedoch keine Wirkung.
    Ich musste beim nächsten Anfall ins Krankenhaus , dort bekam ich via Infusion Tramal+Novaminsulfon.Dies dauerte aber bis die Wirkung eingetreten ist.
    Und ich bekam keine richtige Diagnose .
    Ich bin wieder zurück zum neurologen mit dem Bericht des Ktrankenhauses , und mein Neurologe stellte mich auf Verapamil zuerst 2x80mg +100% Sauerstoff ein 10min -15 min a 10L
    mittlerweile nehme ich Verapamil 2×120 mg ein.
    Gleichzeitig wurde ich zum Orthopäden geschickt um die Wirbelsäule und Nackenmuskulatur anzuschaun.
    Dort wurde festgestellt, das ein bandscheibenvorfall voliegt, jedoch nicht operiert wird , solange keine Taubheitsgefühle da sind .
    Für den nackenbereich , bekam ich Quaddeln zur Muskellockerung über 2 Monate alle 14 Tage , +Massagen und Krankengymnastik.
    Der Orthopäde meinte , es wäre bei mir eine Mischung aus Spannunskopfschmerz , und Cluster .
    Die Anfälle reduzierten sich auf 3-4 x Monatlich .
    Von der Schmerzstärke her , sind sie jedoch immernoch gleich. Und ich habe fast jeden Tag kleinere bis mittlere Kopfschmerzen , wo ich denke es könnte ein Anfall entstehen , weil das Auge immer leicht betroffen ist, und habe dementsprechend Angst und nehme ab und zu Novaminsulfon tropfen ein .
    Der Sauerstoff hilft mir manchmal nur bedingt, und ich nehme noch zusäzlich Tramal retard 100mg dann ein .
    Könnten Sie mehr einen Rat bitte geben ?
    Und ist es normal das bei einer Attake der Hals links und rechts anschwillt und tut einem weh ?
    Gibt es eine Mischung aus Spannungs-und Cluster ? Wie der Orthopäde meint ?

    Vielen lieben Dank

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 20:12 Uhr

      Lieber Ceasarion,

      bei der von Ihnen beschriebenen komplexen Kopfschmerzerkrankung ist aufgrund der schriftlichen Ausführungen kein klarer Hinweis auf die mögliche Schmerzursache gegeben. Notwendig ist dazu eine ausführliche neurologische Untersuchung und ein eingehendes Bild des Schmerzes im Verlauf. Sie sollten sich daher bei einem spezialisierten Kopfschmerzzentrum vorstellen und eine genaue Erhebung dieses Kopfschmerzbildes durchführen lassen. Da bei Ihnen noch kein festes Konzept zur Schmerzbehandlung existiert und auch die Medikation sehr wechselhaft ist, scheint mir dieses dringend geboten.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

      • Profilbild von Ceasarion
        Ceasarion 20. Juni 2016 um 20:33 Uhr

        Habe am 29.06 .2016 wieder einen Termin bei meinem Neurologen.
        Werde dort dann fragen ob er mich an ein Kopfschmerzzentrum überweißen kann.
        Habe gerade gesehen, in Erlangen wäre von Bamberg aus das nächste .

        Vielen Dank, und schöne Grüße nach Kiel
        Ceasarion

  20. Profilbild von Flocar
    Flocar 20. Juni 2016 um 14:13 Uhr

    Lieber Herr Prof. Göbel,
    ich bin seit drei Jahren chronischer CK-Patient mit täglichen Kopfschmerzattacken. Verapamil und Lithium helfen bei mir nicht, einzig Sauerstoff hilft. Jetzt soll mit einer Kortisonspritze im Nackenbereich versucht werden, die Attacken zu unterbinden.
    Fragen: Was halten Sie von dieser Therapieform
    Welche Erfolgsaussichten bestehen
    Wie oft kann man diese Anwendung wiederholen
    Danke für Ihre Antwort und die Möglichkeit hier Fragen zu stellen.

    Viele Grüße

    Flocar

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 20:15 Uhr

      Lieber Flocar,

      die Behandlung des Clusterkopfschmerzes mit Kortikoiden in Spritzenform im Nackenbereich kann sehr wirksam sein. Wichtig ist jedoch, dass eine langfristige Behandlungsoption gefunden wird, damit eine vorbeugende Effektivität gegeben ist. Kurzfristig ist die von Ihnen beschriebene Behandlung mit sehr guten Erfolgsaussichten behaftet. Sie wird in der Regel dann eingesetzt, wenn Clusterattacken initial bei einer Behandlung sehr schwer auftreten. Man überbrückt damit die Wirkung von anderen Therapieoptionen, die langfristig eingesetzt werden. Sie schreiben, dass Verapamil und Lithium bei Ihnen nicht helfen würden. Es sind jedoch sehr wichtige Medikamente in der Vorbeugung und es sollte genau geprüft werden, ob sie in der richtigen Darreichungsform und auch ausreichend dosiert gegeben worden sind. Die Anwendung von Kortikoiden im Nackenbereich sollte möglichst auf wenige Male begrenzt sein und ist für die Dauertherapie in aller Regel nicht zielführend.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  21. Profilbild von kerstin
    kerstin 20. Juni 2016 um 14:29 Uhr

    Sehr geehrter Herr Professor Göbel,

    seit ca. 10 Jahren leide ich unter Morbus Meniere mit starker Hörminderung links und Tinnitus. In diesem Jahr wurde zusätzlich (oder als ‚Mischform‘) eine vestibuläre Migräne diagnostiziert. Ich habe mittlerweile keine für den Meniere typischen Drehschwindelattacken, sondern lageabhängigen Schwindel, der bei der kleinsten Kopfbewegung in Übelkeit und Erbrechen übergeht. Ansonsten auch weitere vegetative Erscheinungen wie Schweißausbruch, Schüttelfrost, starkes Aufstoßen, auch Durchfall. Ich habe zur Zeit 1-2 Anfälle in der Woche, die meisten aus dem Schlaf heraus. In der Regel ohne Kopfschmerzen, allerdings hatte ich auch schon einige Anfälle mit starken migranösen Schmerzen.
    Im akuten Anfall nehme ich zur Zeit Rizatriptan 10 mg in Kombiantion mit Vomex oder Emesan. Dies hilft insofern, dass ich bald einschlafe, nach dem Aufwachen ist der Spuk nach einigen Stunden meist vorbei. Am meisten fürchte ich einen Schwindelanfall in der Öffentlichkeit – ich kann mich dann überhaupt nicht mehr fortbewegen. Die Kombination des Triptans mit Vomex ist zwar zuhause hilfreich, da ich den Zustand während des Anfalls schlecht aushalte und froh bin, einzuschlafen. Dies ist aber ja in Situationen außerhalb der eigenen vier Wände nicht möglich.

    Ein Prophylaxeversuch mit Topiramat wurde wg. starker Nebenwirkungen abgebrochen.

    Meine Fragen:
    – Gibt es ein Triptan, das alleine oder in Kombination mit einem anderen Medikament (Schmerzmittel?) noch schneller einsetzt? Von Ascotp 5 mg als Nasenspray ist meine Übelkeit noch verstärkt worden.
    – Können Sie mir etwas empfehlen, was mir in der Panik, wenn ich merke, dass ein Anfall in der Öffentlichkeit kommt, hilft?
    – Nehmen Sie in der Schmerzklinik Kiel auch Patienten auf, die nicht unter Schmerzen leiden, sondern so wie ich, unter den Symptomen der Vestibulären Migräne.

    Mit freundlichen Grüßen und herzlichem Dank!

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 20:17 Uhr

      Liebe Kerstin,

      die von Ihnen gegebene Beschreibung kann mit einer vestibulären Migräne in Verbindung gebracht werden. Dabei treten im Rahmen einer Migräneaura entsprechende Schwindelsensationen auf. Häufiger ist jedoch der sogenannte gutartige paroxysmale Lagerungsschwindel oder auch der benigne Lageschwindel. Diese Schwindelformen treten bei gewissen Kopfbewegungen oder bei gewissen Lagepositionen auf. Sie entstehen völlig anders als der Schwindel im Rahmen einer Migräneaura. Aus diesem Grunde sollte zunächst genau geprüft werden, welche Schwindelformen bei Ihnen bestehen. Die Behandlung mit einem Triptan scheint mir nicht zielführend. In Hinblick auf die Komplexität und die bisherige Therapieresistenz ist es tatsächlich zu erwägen, ob Sie sich in eine spezialisierte Behandlung, ggf. auch stationär, begeben um ein Therapiekonzept aufbauen zu lassen.

      Das von Ihnen beschriebene Beschwerdebild gehört zu unserem Behandlungsspektrum.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  22. Profilbild von Sonnenscheinchen
    Sonnenscheinchen 20. Juni 2016 um 15:07 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof.Dr. Göbel,
    ich leide seit über 40 Jahren an Migräne und war auch schon zweimal in Kiel in der Schmerzklinik. Dort wurde ein Spannungskopfschmerz, sowie Migräne mit und ohne Aura sowie MÜK diagnostiziert. Die Prophylaxe nach dem ersten Aufenthalt 2010 war Migravent, Flunarizin 5mg und Trimipramin. Das wirkte gute 2 Jahre wunderbar, ich hatte max. 2 Attacken im Monat die ich gut ohne Schmerzmittel aushielt, dann kam die Migräne wieder zurück. Beim zweiten Aufenthalt, 2013 wurde die Prophylaxe umgestellt auf Migravent, Opipramol 50mg, Bisoprolol und Micardis plus. Dort hatte ich nämlich plötzlich erhöhten Bludruck. Auch das klappte 2 Jahre lang bestens. Seit September kommt die Migräne verstärkt zurück. Jetzt diagnostiziert meine Schmerztherapeutin einen Clusterkopfschmerz zur Migräne dazu, was in den Jahren immer mal in Erwägung gezogen wurde, auch in Kiel. Wir haben die Prophylaxe auf die erste Behandlung zurückgestellt, d.h. ich nehme jetzt wieder Flunarizin 5m, Migravent und Opipramol 25mg, dazu Sauerstoff jeden Tag 15 Min. Nachdem auch das nicht viel half, habe ich Opipramol gegen den Wunsch meiner Therapeutin auf 50 mg erhöht, denn so hatte ich es in Kiel bekommen. Jetzt hatte ich mal 10 Tage Ruhe! Aber nun geht es sehr heftig wieder los. In der Nacht kommen die Schmerzen und kennen keine Gnade. Ich hab jetzt mal Vomex A probiert, es hat gut gewirkt, aber ich bin matschig und konnte heute nicht zur Arbeit gehen. Ich hab in den letzten Monaten ca. 9 Attackentage. Ich habe mich auch nicht nur auf die Prophylaxe verlassen, sondern alle verhaltenstechnischen Dinge beherzigt. Meine Frage ist jetzt, ob meine Prophylaxe ausreichend ist, ob ich einen erneuten Kielaufenthalt anstreben sollte, Botox habe ich nicht gut vertragen, was kann ich jetzt noch tun?
    Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen, um Fragen zu beantworten. Herzlichen Dank und viele Grüße nach Kiel

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 20:17 Uhr

      Liebes Sonnenscheinchen,

      bei dem von Ihnen beschriebenen sehr komplexen Verlauf muss eine individuelle Kontrolle der Behandlung mit Neueinstellung der vorbeugenden Therapie und auch der Attackentherapie erfolgen. Zusätzlich bestehende Komplikationen eines Medikamentenübergebrauchskopfschmerzes sowie begleitende unterhaltende Erkrankungen lassen es aufgrund Ihrer Schilderungen wahrscheinlich erscheinen, dass eine Neuvorstellung begründet ist.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  23. Profilbild von Sanni
    Sanni 20. Juni 2016 um 15:44 Uhr

    Lieber Herr Professor Göbel

    Welche Antidepressiva gibt es die keinen trockenen Mund machen für eine Prophylaxe ?

    Vielen Dank und Gruß
    Sanni

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 20:18 Uhr

      Liebe Sanni,

      die in mehreren Studien als wirksam belegten trizyklischen Antidepressiva führen oft zur Mundtrockenheit. Hier kann häufiges Trinken oder das Lutschen von zuckerfreien Bonbons helfen. Bei sogenannten SSRI`s, selektrive Serotoninwiederaufnahmehemmer, sind Nebenwirkungen wie trockener Mund häufig geringer oder fehlen ganz. Allerdings ist bei diesen die Wirkung nicht sicher vorherzusagen. Hier muss man im Einzelfall einen Behandlungsversuch durchführen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  24. Profilbild von Osita
    Osita 20. Juni 2016 um 16:09 Uhr

    Lieber Herr Professor Göbel, habe eine kurze Frage zur Prophylaxe 25mg Doxepin, welches ich seit meinem Klinikaufenthalt in Kiel im Dezember 2016, bis vor 1 Woche eingenommen habe. Ich habe es abgesetzt, da ich vermehrt Herzrhytmusstörungen habe, diese aber erstmalig schon vor 3 Jahren festgestellt wurden.
    Vor der Kieler Zeit bei Ihnen nahm ich 30mg Amioxid (ca. 15 jahre lang). Nun habe ich gerade wieder 3 -4 Migränetage hinter mir – frage mich, wenn es ohne Dexepin nicht gehen sollte, d.h. wieder mehr Schmerzen, was empfehlen Sie mir als Prophylaxe? Doxepin wieder einnehmen? Wie lange? Die Herzrhytmusstörungen sind gehäuft, aber wohl nicht gefährlich). ????????
    Morgen wird ein weiteres Langzeit-EKG gemacht (über 24 Stunden). Sollten der Herzrhytmus besser sein, die Miräne evtl. wieder häufiger auftreten, weiß ich nicht weiter!!:(

    Ich würde mich sehr, sehr freuen, weiterhin nicht so viele Schmerztage zu haben wie vor der Zeit in Kiel , es waren bis 10 Tage Schmerzmitteleinnahme im Monat. Seit Januar sind es nur 3- 6 Tage. Meine Lebensqualität und Stimmung hat sich sehr verbessert, ich traue mir wieder mehr zu. Dafür bin ich Ihnen und Ihrem Team, sehr, sehr dankbar.

    Die Spannungskopfschmerzen halte ich ohne Medis aus, die Migräne leider nicht.

    Ich arbeite weniger, die 11 Stunden-Tage (6 Stunden Arbeit und 4 Stunden Zugfahrt von Hamburg nach Timmendorf) habe ich stark reduziert.

    Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr, sehr freuen.

    Herzliche Grüße aus Hamburg!

    Elena Z.

    Hallo, ich habe noch etwas vergessen zu erwähnen, habe einen niedrigen Ruhepuls, nachts bis 40, tags ca. 60 Schläge/Minute!
    Habe gerade gelesen, dass Mirtazepin den Puls erhöhen kann und keine Herzrhytmusstörungen macht???

    Danke im voraus!! Und liebe Grüße
    Elena

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 20:20 Uhr

      Liebe Osita,

      wenn unter Doxepin möglicherweise Herzrhythmusstörungen verstärkt auftreten, sollte ein Kardiologe überprüfen, ob diese Herzrhythmusstörungen für die Behandlung relevant sind. Eine Alternative zu Doxepin, die in der Regel bei Herzrhythmusstörungen besser vertragen wird, ist Trimipramin. Dies kann ggf. anstatt Doxepin eingesetzt werden. Achten Sie darauf, dass Sie an den nichtmedikamentösen Behandlungsverfahren weiter festhalten und diese intensivieren. Der niedrige Ruhepuls kann durch Trimipramin, aber auch durch Doxepin erhöht werden. Dies gilt auch für Mirtazapin. Auch dieses wäre eine Behandlungsalternative.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  25. Profilbild von Manuela
    Manuela 20. Juni 2016 um 16:48 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,
    vielen Dank, dass Sie sich Zeit für uns nehmen. Ganz kurz – hoffentlich – zu meinem Anliegen:
    ich wurde im Februar 2015 aus Ihrer Schmerzklinik mit der Diagnose „chronische Migräne“ entlassen. Seitdem habe ich mich immer an die 10/20 Regel gehalten. Mittlerweile erhalte ich als Prophylaxe Metropolol (ich nehme 47,5 mg morgens) und Botox. Topiramat und ADs hatte ich bereits im Vorfeld. Ich hatte mit dem Betablocker eigentlich gute Erfahrungen gemacht, habe nun aber vermehrt Attacken und möchte dieses Medikament nicht unbedingt aufdosieren, da ich nicht
    nur Gewichtszunahme dadurch habe, sondern auch noch sehr müde werde. Meine Fragen laute nun:
    Könnte ich von einem Tag zum anderen auf einen anderen Betablocker wechseln? Und wenn ja, welcher Betablocker hat nicht oder weniger die o.g. Nebenwirkungen?
    Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen,
    Manuela

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 20:29 Uhr

      Liebe Manuela,

      das Umsetzen von einem Betablocker auf einen anderen Betablocker kann bei ungefährer Dosisgleichheit direkt erfolgen. Auch beim Betablocker muss man häufig individuell ausprobieren, welcher gut vertragen wird. Hier gibt es individuell Unterschiede, die im Vorweg nicht vorhergesagt werden können. Eine Alternative zu Metoprolol wäre z.B. Bisoprolol oder auch Propranolol.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  26. Profilbild von augenstern
    augenstern 20. Juni 2016 um 16:58 Uhr

    Sehr geehrter Herr Professor Göbel,
    vielen Dank zunächst, dass wir heute hier wieder die Möglichkeit haben, Ihnen direkt unsere Fragen zu stellen.

    Seit vielen Jahren leide ich unter Migräne mit Aura, die nun seit etwa 2 Jahren endlich behandelt wird mit Triptanen (Zolmitriptan) und inzwischen als Prophylaxe mit Topiramat. Ich komme damit ganz gut zurecht und habe mein Leben ein Stück weit wieder zurückbekommen.Zusätzlich zur Migräne leide ich noch unter rA und befinde mich z.Z. in einem heftigen Schub. Das Rheuma wird mit Biologika und Cortison sowie Schmerzmitteln bei Bedarf behandelt.

    Nun zu meiner Frage: seit ich mit der Prophylaxe mit Topiramat begonnen habe vor ca 3 Monaten, habe ich einiges an Gewicht verloren,was jetzt nicht so dramtisch wäre, wenn ich nicht sowieso schon untergewichtig wäre. Außerdem habe ich einen ständigen Husten und bin sehr kurzatmig geworden. Ich bin total schlapp und kraftlos. Kann das vom Topiramat kommen? Es ist das einzige neue Medikament, das in der letzten Zeit dazugekommen ist, alles andere habe ich schon länger, d.h. über Jahre und immer problemlos vertragen.
    Ich würde Topiramat wirklich ungern absetzen, denn es hilft mir wirklich gut und hat meine Migräneanfälle von ca 10 im Monat auf 1 bis 2 reduziert.
    Was meinen Sie? Für Ihre Antwort bedanke ich mich schon im Voraus ganz herzlich!
    Mit freundlichen Grüßen,
    Augenstern

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 20:30 Uhr

      Liebe Augenstern,

      bei der beschriebenen guten Wirkung von Topiramat bei gleichzeitig bestehenden Nebenwirkungen scheint es mir ratsam, dass Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob die Dosierung nicht deutlich reduziert werden kann. Ein komplettes Absetzen muss nicht erforderlich sein. Auf der anderen Seite ist es bei dem von Ihnen beschriebenen Verlauf auch denkbar, einen Auslassversuch anzustreben um zu überprüfen, ob Sie es überhaupt noch brauchen. Somit könnten Sie bei bestehender guter nachhaltiger Wirkung die Nebenwirkungen vermeiden.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  27. Profilbild von Jasmin
    Jasmin 20. Juni 2016 um 17:08 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,
    seit Okt.2012 nehme ich Doxepin als Migräneprophylaxe, zunächst in der Dosierung 10-10-50, seit ca. 2 Jahren 0-0-50 mg. Trotzdem habe ich immer wieder Phasen mit chronischer Migräne – Im Febr.-April d.J. ca. 20 schmerztage bei 8-10 Triptantagen. M.E. liegt bei mir die Schwelle zum MÜK bei max. 6-8 Tript./Monat.
    Nach einer Medikamentenpause hat sich die Frequenz momentan auf 1-2 Tage/Wo. Migräne eingependelt.
    Meine Frage: Wann würde man evtl. zu einer anderen Prophylaxe wechseln? Oder kann das Doxepin auch nach fast 4 Jahren noch angezeigt sein?

    Vor einiger Zeit hatte ich versucht, das Doxepin zu reduzieren, da sich meine psychosoziale Situation verbessert hat und ich insgesamt entspannter bin. Meine Ärztin meinte, ich könne gleich von 50 auf 25 mg reduzieren, doch das funktionierte bei mir überhaupt nicht – massive Schlafstörungen, Unruhe, höhere Migränebereitschaft.
    Über welchen Zeitraum würden Sie eine Reduktion empfehlen und in welchen Schritten? Ich habe oft massive Konzentrationsstörungen und dachte, es liegt vllt an Doxepin.

    Vielen Dank schon vorab für Ihre Unterstützung!
    Jasmin

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 20:31 Uhr

      Liebe Jasmin,

      Doxepin kann über viele Jahre erforderlich sein und auch eingesetzt werden. Nach Ihren Schilderungen scheint ja eine gute Wirkung weiterhin zu bestehen. Aus diesem Grund ist es nicht erforderlich, das Medikament bei sonst guter Verträglichkeit abzusetzen. Wenn die chronische Migräne weiter besteht und eine Behandlung notwendig ist, kann diese bei gegebener Wirksamkeit und Verträglichkeit fortgeführt werden. Wenn bei einer Reduktion von 50 auf 25 mg Doxepin bereits massive Störungen auftreten, ist es naheliegend anzunehmen, dass eine entsprechende höhere Dosierung noch weiter erforderlich ist. Aus diesem Grunde ist es nicht notwendig sich unter Druck zu setzen und eine Reduktion zu initiieren. Man kann auch Doxepin in Schritten von 10 mg langsam reduzieren. Dann können Sie sehen, ob die Abdosierung eine Verschlechterung bedingt.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  28. Profilbild von ute d.
    ute d. 20. Juni 2016 um 17:27 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof.Göbel,

    ich nehme seit vielen jahren Doxepin zur Migräne Prophylaxe . In unterschiedlicher Dosierung- in besseren Zeiten 20mg – in schlechteren, also über 10 Migränetage, bis zu 40mg am Abend- leider immer mit deutlicher Gewichszunahme und ohne durchschlagenden Erfolg. Zeitweise in Kombi mit 25-0-25 Topimarat, was aber auch nicht wirklich etwas half. Jetzt meine Frage : Wäre es ein Versuch wert, auf Amitryptilin umzusteigen, da das Doxepin nicht mehr wirklich hilft ? Wenn ja, in welcher Dosierung ?Meine Ärztin neigt immer zur Minimaldoseriung bei Migräneprophylaxe.Ach ja, meine Migräne beginnt zu 90 % in den ganz frühen Morgenstunden, also scheine ich nachts viel zu verarbeiten, so dass ein Antidepressiva wahrscheinlich schon eine gute Wahl ist.
    Ganz herzlichen Dank schon vorweg und viele Grüße

    Ute

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 20:32 Uhr

      Liebe Ute,

      wenn bei längerem Einsatz von Doxepin keine Wirkung ausreichend zu erzielen ist und gleichzeitig eine Höherdosierung nicht vertragen wird, ist es erwägenswert, auf eine andere Option umzusetzen. Amitriptylin wäre eine entsprechende Alternative. Die Dosierung erfolgt je nach individueller Verträglichkeit. Üblicherweise beginnt man mit 25 mg. Es gibt jedoch auch Patienten, bei denen 10 mg eingesetzt werden, weil eine Verträglichkeit nicht ausreichend besteht. Dann kann langsam gesteigert werden. Die mittleren Dosierungen variieren sehr von Patient zu Patient, in der Regel werden 50-75 mg eingesetzt.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  29. Profilbild von Muddle
    Muddle 20. Juni 2016 um 17:29 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Göbel,

    ich habe zwar bereits eine Frage gestellt, hätte aber noch ein zweites Anliegen:

    Welche Prophylaxe wäre bei chronischer Migräne in einer Schwangerschaft denkbar? Mir ist klar, dass man natürlich möglichst gar keine Medikamente nehmen sollte und dass Magnesium und Vitamin B2 jederzeit weiter eingenommen werden können. Gibt es noch andere Prophylaxen mit einem äußerst geringen Risiko, die sehr gut erprobt sind?

    Zum Hintergrund meiner Frage: Ich habe eine sehr schwere Schwangerschaft ohne Prophylaxe (außer Magnesium und Vitamin B2) hinter mir, die aufgrund der Migräne zu einer Arbeitsunfähigkeit während der gesamten Schwangerschaft geführt hat und wegen der ich die Zeit bis zur Entbindung mit wenigen Ausnahmen wirklich nur auf dem Sofa verbracht habe. Leider musste ich einige Mal auch Triptane bzw. Lorazepam nehmen. Eine zweite derartige Schwangerschaft ist absolut nicht denkbar, zumal ich mich nun mit Kind schließlich nicht so ausruhen kann wie in der ersten Schwangerschaft.

    Vielen lieben Dank für Ihre Antwort.

    muddle

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 20:33 Uhr

      Liebe Muddle,

      während der Schwangerschaft sollte eine Vorbeugung vor allem durch Verhalten erfolgen. Magnesium kann nach heutigem Wissen jederzeit eingesetzt werden. Vitamin B2 in der für die Migräneprophylaxe erforderlichen hohen Dosierung ist in der Schwangerschaft nicht geprüft und sollte auch daher nicht eingesetzt werden. Weitere Prophylaxen sollten nur individuell erwogen werden. Sie müssen hinsichtlich des möglichen Risikos und der erforderlichen Wirksamkeit abgewogen werden. Leider gibt es auch keine Prophylaxe, die die von Ihnen beschriebene schwere Migräne während der Schwangerschaft ausschließen kann. In einer solchen Situation gibt es bedauerlicherweise keine gute Therapieoption. Häufige Arbeitsunfähigkeiten oder gar ein Arbeitsverbot wären hier begründete Optionen, um die Schwangerschaft überstehen zu können. Eine ideale Lösung gibt es hier leider nicht.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  30. Profilbild von Maria
    Maria 20. Juni 2016 um 17:34 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof.Dr. Göbel,

    vielen Dank für Ihr einmaliges großes Engagement für uns Migränekranke.
    Seit vielen Jahren leide ich unter chronischer Migräne und bekomme alle viertel Jahr 200 mg Botox gespritzt, mittlerweile fast ohne Wirkung. Habe wegen Verdacht auf MÜK schon mehrmals eine 1 bis 2 wöchige Medikamentenpause gemacht, war danach ca. gut eine Woche ohne Migräne und danach hatte ich wieder fast täglich einseitige mittelstarke Migräne. Habe so gut wie alle in Ihrem Buch genannten Vorbeugemaßnahmen probiert, das einzige was hilft ist Topamax; leider bekomme ich davon leichte Depressionen.
    Habe nun eine neue Arbeitsstelle und bin in der Probezeit. Da ich nicht häufig ausfallen darf, nehme ich fast täglich Dolormin Migräne oder Triptane, zusammen mit Paspertin, was gut hilft. Naproxon bringt leider nichts.Gibt es nicht ein Medikament, was durch die fast tägliche Einnahme nicht zwangsläufig zu einem MÜK führt, z.B. Tillidin retard? Prednisolon 100 mg 1- 3 Tage macht mich zwar für ca.1Woche migränefrei, aber ich habe nach dem Absetzen, sogar beim Ausschleichen, die Symptome eines starken Cortisolmangels, der mich auch arbeitsunfähig macht. Könnte ich vielleicht vorbeugend zu Topamax (was mich zwar sehr müde macht) ein AD nehmen, damit ich vom Topamax keine Depressionen bekomme? Gibt es sonst noch eine Möglichkeit bei chronischer Migräne?

    Im Voraus vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort.

    Liebe Grüße

    Maria

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 20:34 Uhr

      Liebe Maria,

      es tut mir leid, dass bei Ihnen eine solch schwerwiegende Situation besteht. Die Notwendigkeit zu funktionieren führt bei vielen zum Medikamentenübergebrauch. Aufgrund Ihrer Schilderungen kann davon ausgegangen werden, dass diese Komplikation wieder besteht. Bedauerlicherweise gibt es kein Medikament, das bei täglicher Einnahme nicht zwangsläufig zu einem Medikamentenübergebrauchskopfschmerz führt. Dies gilt auch für Tilidin retard. Es würde auch bei einer Migräne nicht helfen, daher wäre es schon aus dieser Sicht keine Option. Mit der häufigen Einnahme von Prednisolon ist auch keine Lösung verbunden, im Gegenteil, führt die häufige Einnahme schnell zu einer Schwächung der körpereigenen Kortisolproduktion, die dann schnell zu einer komplexen schwerwiegenden Erkrankung führt (Nebennierenrindeninsuffizienz). Die Kombination von Topiramat mit einem Antidepressivum kann tatsächlich im Einzelfall hilfreich sein. Für die Behandlung der chronischen Migräne gibt es zurzeit nur Botulinumtoxin als zugelassene, positiv in ihrer Wirkung nachgewiesene Therapieoption. Alternativen sind im Bereich der Neuromodulation zurzeit in Erprobung.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  31. Profilbild von Bettina Frank - Moderatorin
    Bettina Frank - Moderatorin 20. Juni 2016 um 17:40 Uhr

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    • Profilbild von Sigrid
      Sigrid 20. Juni 2016 um 17:50 Uhr

      Hallo Bettina,
      Da war ich wohl zu spät dran, irgendwie wollte mein pc nicht so wie ich 🙂
      Aber vielleicht kannst Du mir ja auch etwas zu der Prophylaxe sagen.
      Liebe Grüße

      PS. Danke für die Absolution 🙂

  32. Profilbild von Sigrid
    Sigrid 20. Juni 2016 um 17:45 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,
    seit vielen Jahren nehme ich zur Migräne-Prophylaxe Metoprolol, morgens 100 mg, abends 50 mg. Da sich die Attacken in letzter Zeit häufen und die Kopfschmerzen immer nachts oder früh morgens beginnen, ist meine Frage, ob ich evtl. abends auch 100 mg nehmen soll oder ist das zu viel?
    Vielen Dank für Ihre Mühe und die Möglichkeit, hier Fragen zu stellen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Sigrid

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 20:35 Uhr

      Liebe Sigrid,

      die von Ihnen beschriebene Dosierung kann bei sonst guter Verträglichkeit auf 2×100 mg angepasst werden. Besprechen Sie dies jedoch mit Ihrem behandelnden Arzt, eine individuelle Verlaufs- und Erfolgskontrolle ist erforderlich.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  33. Profilbild von Jessica
    Jessica 20. Juni 2016 um 17:54 Uhr

    Sehr geehrter Dr. Göbel.
    Ich bin 36 Jahre alt und leide seit 20 Jahre an Migräne.
    Ich habe zusätzlich einen Bandscheibenvorfall und deswegen von September 2015 bis Januar 2016 4 Schmerztherapien hinter mir.
    Für beides nehme ich Ibu 600 und Novalgin 500 Tabletten, für die Migräne Rizatriptan 10mg.
    Was kann ich tun um bei Ihnen in der Klinik mal komplett auf den Kopf gestellt zu werden?
    Ich halte sehr viel von Ihnen und möchte unbedingt bei Ihnen im Haus untersucht und durch gecheckt werden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jessica Haupt

    • Profilbild von Hartmut Göbel
      Hartmut Göbel 20. Juni 2016 um 20:36 Uhr

      Liebe Jessica,

      die Voraussetzungen für eine stationäre Behandlung können Sie auf der Homepage der Schmerzklinik Kiel einsehen. Dort sind auch die Zugangswege und die notwendigen Bedingungen eingehend beschrieben.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  34. Profilbild von Bettina Frank - Moderatorin
    Bettina Frank - Moderatorin 20. Juni 2016 um 18:09 Uhr

    Der Chat ist jetzt geschlossen, bitte K E I N E weiteren Fragen mehr einstellen. Diese müssen leider gelöscht werden.

    PS: Sigrid, Dein Beitrag hatte sich mit meinem überschnitten, also kann er noch drinbleiben. 🙂
    Jessica, Du hattest Dich eben erst angemeldet, sodass Dein Beitrag auch stehenbleiben kann. 🙂

    Alle weiteren müssen gelöscht werden. Prof. Göbel schafft die Fülle an Fragen sonst nicht. Bitte auch Verständnis dafür haben, irgendwann mal muss Schluss sein.

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