Migräne- und Kopfschmerz-Chat am 06.11.2017

Dies ist unsere Gruppe zum Migräne- und Kopfschmerz-Chat und sie funktioniert folgendermaßen: Um ca. 12:00 Uhr des jeweiligen Chat-Tages wird die Kommentar-Funktion aktiviert. Will man eine Frage eintragen, klickt man in das Fenster der Kommentarfunktion. Hat man eine Frage eingetragen, sieht man unter seinem Beitrag “Antworten”. Diese Antwortfunktion benutzt Prof. Göbel, um die Antwort auf die vorherige Frage einzustellen. Prof. Göbels Antwort ist dann ein wenig eingerückt und unterscheidet sich daher auch optisch von den Fragen. Sollte der Fragesteller zum selben Thema noch eine Folgefrage haben, bitte auch auf “Antworten” klicken – aber nur dann! Sonst bitte immer in das Kommentar-Fenster schreiben. Nach dem Chat wird die Kommentar-Funktion wieder deaktiviert bis zum nächsten Chat-Tag. Alle Fragen und Antworten bleiben in diesem Blog erhalten und bestimmte Themen können jederzeit mit der Such-Funktion wiedergefunden werden. Alle Aktionen werden am Chat-Tag auch auf der Startseite des Headbook aufscheinen.

Fragen können nur am jeweiligen Chat-Tag ab 12:00 Uhr eingetragen werden. Bitte immer auf das aktuelle Datum in der Überschrift achten, das unter “Live-Chats” eingetragen ist.

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37 Kommentare

  1. susi0105 6. November 2017 um 12:38 Uhr

    Sehr geehrter Hr. Professor Göbel,

    ich weiß das Verspannungen zur Migräne gehören. Dies taucht auch immer nur bei einer Attacke
    vorher auf. Sozusagen vorab als kleines Hallo der Migräne, ich bin gleich da.
    Es geht auch nicht um Verspannungen im Nackenbereich, sondern um sofortige Reaktion der
    seitlichen Halsmuskulatur die sich innerhalb von Minuten „aufstellt“ und immer der Vorbote der Migräne ist und sich langsam steigert. Das geht seit über30 Jahren so. Das kennen sicherlich unzählige Migränekranke.

    Ich empfinde es bei mir allerdings als sehr ausgeprägt. Ein Seidenschal tragen, Arbeiten wo der Kopf nur
    leicht nach vorne gebeugt wird, sobald ich Arbeiten mit leicht erhobenen Arm mache, 2 Minuten auf dem Fahrrad, handschriftliches am Tisch, hohe Schuhe…die Liste ist endlos und schränkt den Alltag extrem ein. Zwangshaltung nach einigen Minuten trifft es wahrscheinlich.
    Als Prophylaxe nehme ich 160 mg Propranolol und alle 3 Monate Botox. Migravent hilft nicht.

    Eine befriedigende fachliche Antwort
    würde mir sehr helfen, damit ich aufhöre mir jedesmal die Schuld zu geben etwas falsch gemacht zu haben.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Susanne

    • Hartmut Göbel 6. November 2017 um 18:33 Uhr

      Liebe Susi,

      aufgrund der Sensitivierung des zentralen Nervensystems im Vorfeld einer Migräneattacke werden reflektorisch als Schutzreflex die Muskeln des Kopfes und des Nackens angespannt. Das ist ähnlich, wie wenn Sie auf eine heiße Herdplatte fassen. Sofort werden die Armmuskeln aktiviert und durch den Schmerzhemmreflex wird die Hand von der Herdplatte weggezogen. Leider funktioniert dieser biologische Reflex beim Kopf nicht zielführend. Auch hier werden die Muskeln aufgrund der hohen Schmerzempfindlichkeit angespannt. Allerdings können die Muskeln nicht die Schmerzursache beseitigen. Es ist daher wichtig, dass die Migräne effektiv behandelt wird, damit die hohe Sensitivierung im Nervensystem stabilisiert wird. Es ist auf die Dauer nicht zielführend, die Muskelanspannung und die hohe Schmerzempfindlichkeit im Nackenbereich für die Migräne verantwortlich zu machen. Sie sind die Folgen und nicht die Ursache.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  2. Julia 6. November 2017 um 12:39 Uhr

    Hallo Prof. Göbel,

    mehrmals im Jahr komme ich in den Medikamentenkopfschmerz, wo kein Triptan mehr hilft. Leider hat keine Prophylaxe bei mir angeschlagen.
    Wenn ich im MÜK bin kriege ich 9 Tage Cortison. Wenn ich Cortison nehme bin ich schmerzfrei. Der erste Tag nach dem Cortison ist die Migräne wieder da. Und der Teufelskreis beginnt, indem ich wieder ein Triptan nehme.  Bin ich dann überhaupt aus dem Medikamentenkopfschmerz? Gibt es andere Möglichkeiten aus dem MÜK zu kommen?
    Leider schaffe ich es zuhause nicht eine Migräne ohne Tabletten auszuhalten.
    Habe das schon 2 mal in Ihrer Klinik gemacht. Aber das ist keine Alternative für Zuhause.

    Vielen Dank für Ihre Zeit.
    Liebe Grüße

    • Hartmut Göbel 6. November 2017 um 18:49 Uhr

      Liebe Julia,

      bei Überschreiten der 10-20-Regel stellt sich das Nervensystem um und es entsteht ein Medikamentenübergebrauchskopfschmerz. Das Nervensystem passt sich an die häufige Gabe der Akutmedikation an. Die Empfindlichkeit im Nervensystem wird gesteigert. Lässt das Akutmedikament nach, wird die nächste Attacke generiert. Durch die Gabe von Kortison wird die sogenannte Neuroinflammation im Nervensystem gehemmt. Nach Absetzen entsteht auch hier ein sogenannter Rebound-Kopfschmerz. Zielführend ist daher eine effektive Vorbeugung. Es muss alles dafür getan werden, damit die hohe Sensitivierung im Nervensystem sich normalisiert und eine normale Schmerzempfindlichkeit wieder entsteht. Hier ist eine intensive verhaltensmedizinische und sporttherapeutische Behandlung, als auch eine Änderung des Lebensstils notwendig. Zusätzlich muss auch über eine mehr oder weniger intensive medikamentöse Vorbeugung nachgedacht werden. Bedauerlicherweise gibt es gleichwohl immer noch eine Reihe von Betroffenen, die trotz größter Bemühungen all das umzusetzen, eine kinetisch so hohe Sensitivität haben, dass sie immer wieder erneut in den Medikamentenübergebrauch hineinkommen. Aber auch in dieser Situation hilft nur stets bestmöglich das aktuelle Wissen zur Migränevorbeugung in allen Bereich umzusetzen.

      Alles Gute und freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  3. Laurasia 6. November 2017 um 12:40 Uhr

    Lieber Prof. Göbel,

    wie ich gehört habe, will die amerikanische Zulassungsbehörde FDA Mitte Mai 2018 bekanntgeben, ob der erste CGRP-Antagonist Aimovig zugelassen wird. Wenn das der Fall ist: Haben Sie eine Einschätzung, ob zeitnah auch die deutsche Zulassungsbehörde entscheiden/zulassen wird, so dass der Wirkstoff im nächsten Sommer auch bei uns verfügbar ist?

    Herzlichen Dank schon mal für Ihre Antwort, Laurasia

    • Hartmut Göbel 6. November 2017 um 18:50 Uhr

      Liebe Laurasia,

      die aktuellen Informationen zur bevorstehenden Zulassung sind spekulativ. Aktuell werden die Daten intensiv wissenschaftlich geprüft. Es spricht vieles dafür, dass bei regelhaftem Durchlauf eine Zulassung voraussichtlich Mitte 2018 zu erwarten ist. Wann in Deutschland die Zulassung ausgesprochen wird und unter welchen Voraussetzungen eine Behandlung erfolgen kann, wird wahrscheinlich dann zeitnah entschieden werden.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  4. Gerdau 6. November 2017 um 12:59 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,
    Auch ich habe eine Frage zu den monoklonalen Antikörpern zur Migräne-Prophylaxe (CGRP-Antagonisten). Wie ist der aktuelle Stand der Zulassungen? Habe in einem Beitrag des „RBB Praxis“-Magazins gehört, dass mit einer Zulassung in Deutschland im Laufe des nächsten Jahres zu rechnen ist, es war aber nicht zu erkennen, um welches Produkt es sich dabei handelt (Erenumab von Novartis?). Auch wäre interessant zu erfahren, welcher Ansatz (direkt gegen CGRP oder gegen den Rezeptor) in den Studien die besseren Ergebnisse gebracht hat. Nebenwirkungen, Risiken?
    Da ich seit nunmehr 55 Jahren an Migräne leide, setze ich große Hoffnungen auf diese neue Prophylaxe-Methode. Falls es mit der Zulassung noch länger dauert, wäre ich auch an einem Einschluß in eine klinischen Studie interessiert, weiß aber nicht, welche Klinken im süddeutschen Raum in die Studien miteingebunden sind.

    • Hartmut Göbel 6. November 2017 um 18:51 Uhr

      Liebe Gerdau,

      wie bereits in der vorherigen Frage ausgeführt, können verlässliche Daten über die mögliche Zulassung nicht angegeben werden. Viele Ergebnisse der klinischen Studien sind noch nicht ausführlich publiziert, so dass auch ein Vergleich bei einzelnen Behandlungsoptionen derzeit noch nicht möglich ist. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass die neuen Therapiemöglichkeiten nur ein Teil des Gesamtbehandlungskonzeptes sein werden. Nach wie vor ist die Anpassung des Lebensstils der wichtigste und der entscheidende Punkt in einer wirksamen und verträglichen Migränevorbeugung.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  5. Anna 6. November 2017 um 13:09 Uhr

    Lieber Herr Prof Göbel,

    Ich habe seit 4 Jahren täglich Kopfschmerzen, einen ständigen Spannungskopfschmerz und dazu ca 10-12 Migränetage im Monat. 2014 und auch im Frühjahr 2017 war ich bei Ihnen in der Klinik, seit 2014 bekomme ich Botox. Ansonsten morgens Bupropion 150 mg, abends 75 mg Doxepin.
    Zur Akutbehandlung meist Allegro plus Naproxen oder Relpax.
    Mein Problem ist, dass die Migränetage immer mehr werden. Im Juli 14, August 16, September 20, Obtober 24.
    ich behandle nicht häufiger als 8 Tage im Monat.
    Da ich quasi täglich Migräne habe bin ich sehr verzweifelt. Es ist für mich nicht auseinanderzuhalten, ob es ein Status ist, doch ein MüK, oder einfach eine Verschlechterung der Migräne. Auch ein Versuch mit Prednisolon 100/50/25 an 3 Tagen brachte keine Durchbrechung der Migräne.
    Die Triptane schlagen an, aber es pocht im Hintergrund weiter und meist wechselt der Schmerz die Seite. Am nächsten Tag ist spätestens die Migräne wieder da.
    Ich fühle mich hilflos und weiß nicht ob ich weiter mit Triptanen behandeln soll.
    Für einen Rat wäre ich sehr dankbar!

    Herzliche Grüße an die Förde!
    Anna

    • Hartmut Göbel 6. November 2017 um 18:54 Uhr

      Liebe Anna,

      Ihre Schilderungen sprechen für eine sogenannte Progression Ihres Migräneverlaufs in eine chronische Migräne. Dies ist dann der Fall, wenn trotz Einhaltung der 10-20-Regel eine weitere Zunahme der Migränefrequenz besteht. Wenn Sie nicht häufiger als an 8 Tagen Akutmedikamente im Monat einnehmen, ist nicht davon auszugehen, dass ein Medikamentenübergebrauchskopfschmerz Ursache für die Zunahme der Kopfschmerzfrequenz ist. Es wäre in dieser Situation zu überlegen, ob die bisherige Vorbeugung beibehalten wird, oder eventuell geändert wird. Triptane können zumindest einen Teil der Attacken kupieren, daher spricht grundsätzlich nichts gegen die weitere kontrollierte Anwendung.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  6. Maren 6. November 2017 um 13:18 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    Ich bin 52 Jahre alt und habe seit 37 Jahren Migräne. Seit ca. 6 Monaten ist die Migräne chronisch, das heißt jeden Tag Migräne, jeden Tag 1-2 Triptane.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass nach einem Entzug die Migräne nach ein paar Tagen wieder täglich da war.
    Meine Frage ist, ob bei einer Chronifizierung ein Entzug überhaupt sinnvoll ist und welche möglichen Therapieformen es gibt.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Maren

    • Hartmut Göbel 6. November 2017 um 18:55 Uhr

      Liebe Maren,

      aufgrund Ihrer Schilderung ist anzunehmend, dass bei Ihnen ein sehr schneller Übergang in einen Medikamentenübergebrauchskopfschmerz besteht. Erfahrungsgemäß ist bei dem jetzigen Behandlungsverhalten langfristig keine Besserung zu erwarten. Im Gegenteil muss davon ausgegangen werden, dass die Sensitivierung immer mehr zunimmt und die Empfindlichkeit für die nächste Migräneattacke immer größer wird. Daher muss alles versucht werden, um die Migränehäufigkeit zu reduzieren. Dazu sind auch eine grundlegende Anpassung des Lebensstils sowie vorbeugende Medikamente erforderlich. Während in früheren Jahren Betroffene zahlreiche medikamentöse Vorbeugungen toleriert hatten, da es zur sonstigen Behandlung keine Alternativen gab, nehmen Patienten heute sehr schnell Triptane ein, um zumindest am aktuellen Tag den Schmerz zu lindern. Macht man dies jedoch andauernd in hoher Frequenz und überschreitet die 10-20-Regel, dann entsteht schnell ein Medikamentenübergebrauchskopfschmerz. Leider gibt es nach aktuellem Kenntnisstand keine zielführende andere Option als eine intensive Vorbeugung.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  7. Paula2 6. November 2017 um 13:39 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    Vielen Dank dass Sie uns die Möglichkeit bieten Ihnen hier Fragen zu stellen.

    Seid der Geburt meines zweiten Kindes vor drei Jahren ist meine Migräne chronisch geworden.(Viele Trigger aber am schlimmsten menstruell).
    Diese wurde bis jetzt mit 100 mg Topiramat (50-0-50) und akut mit Allegro, Nasig oder Novalgin behandelt.
    Leider habe ich das Topiramat in der Dosis nicht mehr gut vertragen und versuche es grade langsam abzusetzen um in einer Woche mit Botox zu beginnen.
    Jetzt wurde bei mir Hashimoto noch im Anfangsstadium , mit noch latenter Über-aber auch noch wechselnder Über und Unterfunktion) festgestellt, so dass man mich noch nicht einstellen kann,ich aber unter den diversen Symptomen sehr leide.
    Meine Fragen:
    Meinen Sie das könnte die Migraene auch antriggern die offensichtlich zeitgleich aus den Bahnen geraten ist?
    Gibt es dort jetzt irgendwelche Probleme wegen Hashimoto vor allem bzgl. der anstehenden Botoxbehandlung oder sonstiger Medikamente? Vor allem der Schmerz hinter dem linken Auge macht mir sehr zu schaffen( wogegen Topiramat sehr wirksam war). Frage mich ob Botox auch an dieser Stelle wirkt und ich ganz ohne Topiramat überhaupt zurecht komme?
    Wäre notfalls auch beides aus Ihrer Sicht kombinierbar?( nehme jetzt noch 50 mg).
    Vielen Dank für Ihre Hilfe!
    Herzliche Grüße
    Paula

    • Hartmut Göbel 6. November 2017 um 19:47 Uhr

      Liebe Paula,

      eine wechselnde Stoffwechsellage durch eine Hashimoto-Thyreoiditis kann intensiv die Anfälligkeit für Migräneattacken erhöhen. Probleme für die prophylaktische Behandlung mit Botulinumtoxin oder sonstiger Medikamente der Migräne sind nicht zu erwarten. Die Kombination der von Ihnen genannten Medikamente ist möglich. Allerdings ist zunächst immer eine Behandlung mit einem Medikament vorzuziehen, um die Wirksamkeit dann auch feststellen zu können und die Verträglichkeit zu bestimmen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  8. Mara 6. November 2017 um 13:42 Uhr

    Sehr geehrter Herr Professor Göbel,

    ich bin 59 Jahre alt, leide seit dem 6. Lebensjahr an Kopfschmerzen. Seit dem 30. Lebensjahr leide ich unter Migräne, ich mit den Schmerzmittel Triptan überhaupt erträglich wurden. Seit dem 50. Lebensjahr wurde darüber hinaus die Einnahme von Topiramat – zunächst 25mg, nach einigen Jahren 50mg. Insgesamt heute eine sehr gute eingestellte Medikation.

    Problem: Seit zwei Jahren wurde bei mir eine systemische Sklerose mit ausgeprägter Morbus Raynaud Symptomatik festgestellt. Der Raynaud war bereits mit jährlich sich verstärkenden Symptomen seit ca. 10 Jahren bekannt (unbehandelt). Seit dieser Problematik darf ich keine Triptane mehr einnehmen, da diese gefäßverengend wirken.

    Frage: Ratiopharm macht auf mögliche Wechselwirkungen zwischen Topiramat und dem Raynaud aufmerksam. (selten: unter 10.000 = 1). Könnte es sein, dass meine starken Beschwerden mit dem Morbus Raynaud auf Topiramat zurückzuführen sind? Haben Sie ähnliches gehört?
    Selbst ein Versuch mit Botox war nicht so erfolgreich mit die Wirkung mit Topiramat.

    Freundliche Grüße
    Mara

    • Hartmut Göbel 6. November 2017 um 19:05 Uhr

      Liebe Mara,

      unter der Behandlung mit Topiramat kann als seltene Nebenwirkung ein sogenanntes Raynaud-Phänomen auftreten. Das könnte tatsächlich auch zeitlich mit den von Ihnen angegebenen Behandlungsdaten übereinstimmen. Es könnte also tatsächlich sein, dass das Topiramat das Raynaud-Phänomen bedingt.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  9. Nicole 6. November 2017 um 13:55 Uhr

    Hallo Prof. Göbel
    Ich habe Migräne, Spannungskopschmerz, Außerdem Arzneimittel Kopfschmerz und nehme zurzeit Tramal 100mg oder Paracetamol comp bei Bedarf, ich vermute dass die Medikamente Juckreiz verursacht, andere Normale Schmerzmittel wie Ibo, PCM, Novamin helfen nicht,wehre lieb wenn sie mir einen Rat geben könnten

    Schöne grüße Nicole

    • Hartmut Göbel 6. November 2017 um 19:51 Uhr

      Liebe Nicole,

      wie Sie bereits schreiben, ist bei Ihnen ein Medikamentenübergebrauchskopfschmerz anzunehmen. Da Sie auch sogenannte Opioidschmerzmittel einnehmen, ist auch Ihr Juckreiz gut verständlich, Opioidanalgetika können Juckreiz bedingen. Zur Behandlung sollte eine ärztlich geführte Medikamentenpause durchgeführt werden. Aufgrund der multiplen Substanzen unter Einschluss von Opioidschmerzmitteln sollte eine stationäre Behandlung im Rahmen einer multimodalen schmerztherapeutischen Therapie erwogen werden.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  10. BineW 6. November 2017 um 14:21 Uhr

    Sehr geehrter Prof. Göbel,

    ich bin gerade in einer verzweifelten Lage mit durchgehend täglichen (!) starken Migräneattacken seit März 2017 (durchschnittliche Schmerzstärke 7-8, häufig auch 9-10). Ich bin seit März 2017 arbeitsunfähig und kann meinen Alltag (inklusive Betreuung meiner Tochter) nicht mehr alleine bewältigen. Alle bisherigen Behandlungsversuche (ambulante Behandlung sowie 2 Wochen stationäre Neurologie, fünf Wochen Migräneklinik Königstein) haben meine Schmerzbewältigung zwar gesteigert, aber meine Schmerzen max. um 10% verbessert. Ein weiterer Klinikaufenthalt in der Psychosomatik (Schön-Klinik) ist für Anfang 2018 geplant.

    Zu meiner Vorgeschichte: 41 Jahre alt, Kopfschmerzen seit April 2016, Diagnose Migräne im März 2017, Ausschlussdiagnostik anderer Erkrankungen durch MRT und Liquorpunktion erfolgt, kein MÜK, Wochenbettpsychose seit 2012 (Quetiapin 400 mg), durch Kortisonbehandlung im März 2017 Rückfall. Bisherige Prophylaxeversuche: 3x Botox, 2 Monate Valproat (900mg), 3,5 Monate Amitriptylin (125mg), derzeit Trimipramin (120mg), zudem seit März 2017 PMR.

    Meine Fragen sind:
    – Gibt es eine ernstzunehmende Alternative zur Kortisonbehandlung, da mir vom Kortison aufgrund der Wochenbettpsychose abgeraten wird, ich aber aus den Dauerschmerzen nicht rauskomme?
    – Ist es üblich, dass eine Migräne so spät im Lebensalter beginnt und dann gleich so stark ausgeprägt auftritt?
    – Können die Wechseljahre (unregelmäßige Periode) ein Auslöser für die Migräne sein (ich habe nur noch unregelmäßig meine Periode) – wenn ja: hat eine Hormonersatztherapie eine positive oder negative Auswirkung auf den Verlauf der Migräne?

    Herzlichen Dank,

    Mit freundlichen Grüßen
    Sabine

    • Hartmut Göbel 6. November 2017 um 19:10 Uhr

      Liebe Sabine,

      Kortikoide sind bei Dauerkopfschmerz keine zielführende Option. Sie werden kurzfristig beim Status migraenosus oder auch während der Medikamentenpause zur Kupierung von Rückschlagkopfschmerzen eingesetzt.

      Von einer Hormontherapie ist keine effektive Verbesserung nach der wissenschaftlichen Datenlage zu erwarten.

      Leider kann eine Migräne auch im mittleren Lebensalter auftreten, auch die Intensität, Häufigkeit und Aggressivität der Attacken kann, so wie Sie sie beschreiben, bestehen.

      Sie haben sehr wichtige Behandlungsschritte durchgeführt. Aufgrund Ihrer Schilderung sind die komplexen Begleiterkrankungen sicherlich ein wichtiger Grund, warum noch keine zufriedenstellende Besserung erzielt werden kann. Daher ist die geplante psychosomatische Behandlung ein weiterer wichtiger Schritt. Wir erleben es immer wieder, dass auch schwere aggressive Migräneverläufe nach langfristiger Behandlung sich bessern.

      Die ausstehende psychosomatische Behandlung kann auch eine Besserung der Reizverarbeitung mit Stabilisierung der Sinnesfilter ermöglichen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  11. mirabelle 6. November 2017 um 15:16 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    herzlichen Dank für Ihre Unterstützung für uns alle!

    Ich habe eine Frage zur Prophylaxe:
    Ich bin aufgrund chronischer Migräne und Spannungskopfschmerzen Mitte September von Opipramol auf Amitriptylin umgestiegen (10mg abends). Bisher hat sich keine positive Wirkung eingestellt.

    Nach 3 Wochen habe ich für eine Woche auf 20mg abends hochdosiert. Mein Arzt wies mich daraufhin auf die schnelle Gewichtszunahme hin und sagte, ich solle bei 10mg bleiben, da dies bei einigen seiner Patientin schon gute Wirkung entfalte. Ich nehme nun also weiterhin 10mg. Den Heißhunger auf süße Kohlenhydrate habe ich bei 20mg tatsächlich stark gemerkt. Auch vor Amitr. habe ich in diesem Jahr aufgrund von Erschöpfung (viel weniger Bewegung und Sport als früher) und Heißhunger einige Kilo zugenommen, was mein Wohlbefinden beeinträchtigt.

    Wie lange sollte ich dies noch abwarten? 2 Monate?
    Raten Sie mir zu einer Hochdosierung? Oder zu einem Wechsel? Ich habe Propra noch nicht ausprobiert, das wäre eine Alternative, die mein Arzt mir bereits vorschlug. Ich entschied mich zunächst für Amitriptylin wg. der potentiellen Wirkung auch auf Spannungskopfschmerzen.

    Herzlichen Dank
    und viele Grüße nach Kiel

    • Hartmut Göbel 6. November 2017 um 19:11 Uhr

      Liebe Mirabel,

      bei kombiniertem Bestehen einer Migräne und eines Kopfschmerzes vom Spannungstyp ist die Behandlung mit Amitriptylin ein geeigneter Weg. 10 mg ist eine sehr niedrige Dosierung. Eine schnelle Gewichtszunahme ist die Ausnahme. Wenn man die Ernährung hauptsächlich auf komplexe Kohlenhydrate stützt und sich aktiv bewegt, ist bei den wenigsten Patientinnen und Patienten eine Gewichtszunahme zu erwarten. Eine Wirksamkeit von Propranolol bei Spannungskopfschmerz ist nicht zu erwarten. Die Aufdosierung von Amitriptylin kann in Abständen von 1 Woche um jeweils 10 mg erfolgen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  12. Yvonne 6. November 2017 um 15:19 Uhr

    Sehr geehrter Prof. Göbel,

    Vielen Dank, für diese Möglicheit hier Fragen zu stellen.
    Ich bin 40 Jahre alt und habe seid ca 5 Jahren Kopfschmerzen, ich war Ende letzten Jahres stationär in Kiel. Dort wurde dann das 1. Mal richtig die Diagnose Migräne ohne Aura festgestellt, sowie Spannungskopfschmerzen und status Migränosus.
    Ich habe von da an Metoprolol 47,5 genommen hatte aber dann schwierigkeiten mit extremer Müdigkeit, sowei einer PTBS.
    Somit wurde dann in einen ambulanten Termin in Kiel ( Sommer diesen Jahres ) mit Dr. Heinze die Prophylaxe geändert. Erst Amitriptilin 25, später dann auf 50 eingestellt.
    Magnesium und Vitamin B2 zusätzlich.

    Ich habe seitdem ich die Amitriptilin nehme seid Juli 2017, 13 kg zugenommen… versuche jetzt noch mehr Sport zumachen und noch mehr auf meine Ernährung zu achten.
    Ist das bei allen Antidepressivas so, gibt es evtl eins welches auch gut wirkt ohne diese Extreme Gewichtszunahme?
    Habe ich überhaupt eine Chance abzunehmen oder erst wenn ich kein Antidepressiva mehr nehme?
    Mit zunehmen habe ich schon gerechnet, aber soviel….. damit habe ich nicht gerechnet;-(

    Ich wäre sehr dankbar um einen Rat…. ob es evtl einen Medikamenten Wechsel gibt, ohne einer so extremen Gewichtszunahme… habe aber auch Sorge, das es dann wieder ganz andere Nebenwirkungen gibt.
    Ich hoffe das die Gewichtszunahme irgendwann ein Ende hat und stehen bleibt…

    Vielen Dank
    Yvonne

    • Hartmut Göbel 6. November 2017 um 19:13 Uhr

      Liebe Yvonne,

      es handelt sich hier um sehr spezielle individuelle Fragen, die ich hier nur allgemein beantworten kann. Die von Ihnen beschriebene Gewichtszunahme innerhalb von 4 Monaten ist ganz ungewöhnlich. Sie kann nicht ohne Weiteres allein auf das Amitriptylin zurückgeführt werden. Eine Gewichtszunahme entsteht dann, wenn man mehr Energie aufnimmt als man verbrennt. Dafür gibt es viele Gründe, im Vordergrund steht die Ernährung, die Bewegung, aber auch Stoffwechselerkrankungen wie z. B. eine Schilddrüsenunterfunktion. Dies alles muss individuell erörtert und dann ein Weg gefunden werden. Ganz allgemein scheint mir an dieser Stelle wichtig, dass man vermeintliche Ursachen nicht als den einzigen Grund für eine Gewichtszunahme verantwortlich macht.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  13. R2D2 6. November 2017 um 15:41 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    besteht die Möglichkeit bzw. gibt es Erfahrung mit medizinischem Cannabis bei Clusterkopfschmerz. Ich persönlich befinde mich zur Zeit in einer aktiven Phase mit bis zu 4-5 Attacken täglich.

    • Hartmut Göbel 6. November 2017 um 19:13 Uhr

      Lieber R2D2,

      die Wirksamkeit von Cannabis bei Clusterkopfschmerz ist nicht belegt. Ich beantworte diese Frage gerne mit der Erfahrung von einem spezialisierten Kopfschmerzexperten aus San Franzisko. Er erzählt, dass in seiner Stadt ein Großteil der Jugendlichen Cannabis konsumiert und trotzdem Clusterkopfschmerzattacken schwersten Ausmaßes haben.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

      • R2D2 6. November 2017 um 19:25 Uhr

        Vielen Dank für Ihre Expertise. Was ist Ihre Einschätzung zur Studie mit dem Prüfmedikament LY2951742 (Antikörper CGRP) bei episodischem Clusterkopfschmerz?

  14. Patricia 6. November 2017 um 15:55 Uhr

    Sehr geehrter Herr Professor Göbel,

    Ich habe zwei Fragen an Sie,

    1. Trotz der Einhaltung der 10/20-Regel bin ich wieder in einen MÜK gerutscht. Mit einer erneuten Medikamentenpause konnte ich diesen durchbrechen. Haben Sie Erfahrungen, welches Limit bei scheinbar sensibleren Schmerzsystemen eingehalten werden sollte?

    2. Mit den ADs Duloxetin und Venlafaxin habe ich leider noch kein wirksames Prophylaxemittel gefunden. Kann mir trotz eines adäquaten Blutdruckes (120-130/60-70 bei einer Körpergröße von 164cm und Gewicht von 55kg) ein Blutdrucksenker helfen?

    Ich bedanke mich sehr für Ihre Hilfe, danke, dass Sie uns online so gut es geht zu helfen versuchen!

    Mit freundlichem Gruß, Patricia

    • Hartmut Göbel 6. November 2017 um 19:18 Uhr

      Liebe Patricia,

      Sie beschreiben richtig, dass die 10-20-Regel eine Standardregel ist. Im Einzelfall kann es notwendig sein, dass man bereits bei 7 Einnahmetagen im Monat vorsichtig ist, da dann bereits wieder eine Frequenzsteigerung eintritt. Umgekehrt gibt es aber auch Patienten, die ohne Probleme 12 Tage im Monat Akutmedikamente verwenden können, ohne dass eine Attackenfrequenzsteigerung zu befürchten ist. Die 10-20-Regel ist also der Standard, der für die meisten Betroffenen gilt, es ist aber nicht so, dass man bis 9,99 Einnahmetage im sicheren Bereich ist und ab 10,0 bereits die rote Ampel angeht.

      Medikamente wie Candesartan oder Telmisartan können in der Migränevorbeugung wirksam sein. Man setzt diese auch bei normalen Blutdruckwerten ein.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  15. schachgigant 6. November 2017 um 16:02 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    bei mir dauern die Attacken im letzten halben Jahr häufiger mehrere Tage am Stück. Bisher waren es meistens einzelne Tage. Die 10/20er Regel habe ich seit dem Aufenthalt in Kiel 2012 immer eingehalten.

    Mein Neurologe hat mir daher als Prophylaxe Trimipramin 25 verordnet, weil ich das 2012 auf Empfehlung der Schmerzklinik mit Erfolg genommen habe (Reduzierung der Anfallshäufigkeit). Allerdings habe ich bei Ihnen 75 mg verordnet bekommen und das stand auch in der Therapieempfehlung. Mir scheint daher 25 mg zu wenig zu sein. Ich nehme es allerdings auch erst 6 Woche.

    Ich hab in 2 Wochen einen Termin bei meinem Neurologen. Ich möchte ihn von 75 mg überzeugen. Spricht aus Ihrer Sicht etwas dagegen? Ich bin ansonsten gesund; meine Blutwerte wurden regelmäßig überprüft und waren in Ordnung.

    Vielen Dank
    Ralf

    • Hartmut Göbel 6. November 2017 um 19:18 Uhr

      Lieber Schachgigant,

      die Dosierung mit Trimipramin erfolgt individuell. Die Startdosis beträgt in der Regel 25 mg. Falls erforderlich, kann man dann 50 mg oder auch 75 mg und mehr einsetzen. Die Aufdosierung richtet sich nach der Wirksamkeit und der Verträglichkeit. Dafür sind Ihre Angaben entscheidend.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  16. Maria 6. November 2017 um 16:04 Uhr

    Sehr geehrter Prof. Dr. Göbel,

    vielen Dank für Ihr großes Engagement, diese Fragen zu beantworten.
    Bei meiner chronischen Migräne wirken seit dem Einsatz von Topamax(100 mg), das ich wegen starker Müdigkeit und leichten Depressionen abgesetzt habe, die Triptane (habe alle Wirkstoffe durchprobiert) oft nicht mehr. Besonders schlimm war es. als ich letzte Woche mit einer Gruppe zu einer Stadtbesichtigung fuhr und plötzlich einen sehr starken Migräneanfall bekam, evtl. getriggert durch die Nackenschmerzen von Botox, das ich vor gut 3 Wochen erneut bekam. Habe zuerst Paspertin, dann 80 mg Relpax und 800 mg Dolormin Migräne genommen, doch nichts half. Ich musste mich in ein Auto von einer Mitfahrerin legen und habe dort den restlichen Tag verbracht. Etwas erträglicher wurde es zu Hause, als ich mit 40mg Amitriptylin einschlafen konnte.
    Meine Fragen:1. Können Sie mir einen Tipp geben, was man in einer fremden Stadt in so einer Situation machen (einnehmen)könnte?
    2. Kann man als Prophylaxe zu Botox (was mich letztlich 6 Tage am Stück migränefrei machte) wegen der Schwere der Anfälle noch Topamax nehmen?

    Nochmals herzlichen Dank und viele Grüße

    Maria

    • Hartmut Göbel 6. November 2017 um 19:19 Uhr

      Liebe Maria,

      die schnellste und wirksamste Akutbehandlung eines Migräneanfalls ist in der Regel Sumatriptan 6 mg subkutan im Autoinjektor. Triptane als auch die sonstigen Medikamente zur Behandlung der akuten Attacke sind nicht dafür gedacht, dass man sie einnimmt, um dann schnell wieder funktionieren zu können. Gerade bei Beginn der akuten Migräneattacke sollte man Ruhe und Reizabschirmung einleiten.

      Eine kombinierte Behandlung von Botulinumtoxin und Topiramat ist grundsätzlich möglich.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  17. Sissi 6. November 2017 um 16:17 Uhr

    Sehr geehrter Professor Göbel,

    Ich habe neulich gehört, dass Botox bei Menschen mit psychischen Problemen nicht oder deutlich seltener wirkt. Stimmt da?

    Herzlichen Dank,

    Sissi

    • Hartmut Göbel 6. November 2017 um 19:20 Uhr

      Liebe Sissi,

      psychische Begleiterscheinungen erschweren die Behandlung einer Migräne. Dies gilt für alle prophylaktischen Therapieverfahren.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  18. Cloudy 6. November 2017 um 16:40 Uhr

    Sehr geehrter Prof. Göbel,

    vielen Dank für die Möglichkeit, an dieser Stelle Fragen an Sie richten zu können.
    Ich bin seit 20 Jahren Migränepatientin und komme eigentlich ganz gut zurecht. Leider habe ich jedoch in den letzten 2 Jahren eine Verschlimmerung der Migräne sowohl in der Häufigkeit als auch in der Schmerzstärke bemerkt. Zeitgleich wurde bei mir eine Hornhautverkrümmung mit starker Sehbeeinträchtigung (Keratokonus) diagnoatiziert. Diese bildete sich entgegen aller Erwartungen zurück, die Migräne wurde wieder weniger. Seit 2,3 Monaten nun neue Augensymptome (echte Nachtblindheit und Gesichtsfeldausfälle) mit unbekannter Ursache, parallel mehr und stärkere Migräne. Neurologe und Augenarzt sind irritiert. Daher meine Frage an Sie: Gibt es Augenerkrankungen, die im Zusammenhang mit Migräne stehen? Oder kann Migräne in irgendeiner Form zu einer Schädigung der Augen/des Sehrnervs etc führen? Oder lässt sich der Zusammenhang einfach so erklären, dass die Augenproblematik die Migräne triggert?

    Vielen Dank!
    Cloudy

    • Hartmut Göbel 6. November 2017 um 19:21 Uhr

      Liebe Cloudy,

      visuelle sensorische Reize jeglicher Art können eine Migräne auslösen. Am bekanntesten ist das Flackerlicht oder das Fahren durch lange Alleen und Gegenlicht. Die Sehrinde wird dadurch überreizt, die Nervenzellen weisen einen sehr hohen Energieverbrauch auf und es kommt schließlich zu einem Zusammenbruch der nervalen Aktivität. Auch bestimmte Augenfehlstellungen und unkorrigierter Sehfehler können Kopfschmerzen sowie Migräneattacken triggern.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

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