hallo,
mein 11jähriger sohn hat seit 2 jahren immer wiederkehrende, seit anfang september d. jahres eigentlich täglich kopfschmerzen. er war außer beim kinderarzt aufgrund seiner momentanen beschwerden 3 tage in einer kinderklinik (kopfschmerz mit erbrechen), beim hno arzt (mrt o. b.), orthopäden (blockierungen in der hws), manuelle therapie beim physiotherapeuten, ambulant in der kinderhämatologie, beim homöopathen und zu guter letzt wurde er (weil sich keiner wirklich seine beschwerden erklären kann) noch beim kinderpsychiater vorgestellt. dieser sah allerdings erst einmal keine psychosomatische ursache.
er hatte vor 2 jahren pfeiffersches drüsenfieber, war davor fast immer gesund, keine kinderkrankheiten usw. nur banale infekte.
das drüsenfieber vor zwei jahren war vollkommen untypisch, wochenlang eitrige bronchitiden, welche antibiotisch behandelt wurden (ohne erfolg), abgeschlagenheit, ständig kopfschmerzen, ausgeprägtes krankheitsgefühl, nach einigen wochen lymphknotenschwellung die sich hauptsächlich durch schmerzen im nacken bemerkbar machten. dann fing er an zu hinken. konnte wochenlang keine treppen steigen, laufen ging nur unter größten schmerzen. aber da er eh zu schwach war, weiter als 50 m zu gehen…
einige tage war er extrem lichtempfindlich und hatte tagelang deshalb eine sonnenbrille auf (erinnerte mich an die lichtempfindlichkeit bei masern).
zuerst war ich damals bei einem allgemeinmediziner mit ihm, da unser kinderarzt seine praxis wegen altersgründen geschlossen hat. zwischenzeitlich wurde dort auch pfeiffer diagnostiziert, allerdings ging es ihm wochenlang gleichmäßig schlecht, trotz antibiotikum und asthmaspray weiterhin massiver husten…
dann habe ich einen neuen kinderarzt gefunden, der uns aufnahm. dort wurden noch einmal blut untersucht und pfeiffer bestätigt. ferner schickte man uns zum orthopäden, der einen erguß in der hüfte feststellte. morbus perthes wurde ausgeschlossen und krankengymnastik verordnet.
der husten wurde mittlerweile besser, die abgeschlagenheit blieb. bis zum halbjahreszeugnis 2007/2008 hatte mein sohn 41 fehltage zu verzeichnen.
dann ging es langsam bergauf, er ging einige wochen während der hauptfächer in den unterricht (mehr ging aufgrund der schwäche nicht) und fing langsam wieder an etwas stärker zu werden.
er blieb weiterhin infektanfällig, jede erkältung wurde mit starken kopfschmerzen begleitet und auch sonst lag er oft einen ganzen tag im bett, weil sein kopf ihn quälte.
im august diesen jahres hatte er 2 infekte kurzzeitig hintereinander, seitdem plagen ihn fast ununterbrochen kopfschmerzen. fast immer oberhalb des rechten auges. schmerzmittel wie ibuprofen und aspirin helfen gar nicht.
vor 3 wochen haben wir angefangen mit betablockern. zuerst schien es auch etwas zu bewirken, allerdings war er nur eine knappe woche schmerzfrei. in der 2. woche waren die schmerzen wieder da, dazu kamen noch massive einschlafprobleme. so kam er auch mal erst um 4 uhr morgens zur ruhe. aufgrund dessen wurde ein schlafsaft verordnet, der etwas half. allerdings gingen die kopfschmerzen gar nicht mehr weg.
mittlerweile haben wir betablocker wieder absetzen sollen (hat eh nichts bewirkt), und konnten dadurch auch den sedaplus saft weglassen.
kopfschmerzen blieben, sind mal einen tag weg, mal einen halben, dann wieder da. er schläft dann meistens den ganzen tag, nicht selten 18 bis 20 stunden.
er sagt, wenn er die augen zumacht, dann ist es besser zu ertragen. gestern tat ihm dann das li. auge weh und wir haben erstmals imigran mite nasenspray benutzt (hat der kinderarzt freitag verschrieben). es hat minimal geholfen. heute wieder kopfschmerzen, hat bis nachmittag gelegen. dann ein paar stunden beschwerdefrei aufgestanden und jetzt mit kopf- u. rückenschmerzen wieder im bett.
der kinderarzt meinte heute, er denkt daran, ihn in eine schmerzklinik einzuweisen.
ich kann ihn verstehen, bin auch selbst vollkommen macht- und auch ratlos. mein sohn hat mittlerweile nur noch wenig von seiner humorvollen persönlichkeit, was ja auch kein wunder ist…
mir ist nicht ganz klar, ob seine persistirenden beschwerden noch von dem ebstein barr virus herrühren, oder ob er irgend etwas anderes hat.
was ganz sicher ist, dass wir bald aus diesem teufelskreis herauskommen müssen, denn er verpasst neben einem wertvollen teil seiner kindheit auch noch einiges in der schule. und so langsam neigt er immer öfter dazu, sich resigniert und teilnahmslos ins bett zu legen.
aber wer kann es ihm verübeln, bei ständigen schmerzen?
wäre es denn überhaupt denkbar, ihn in dem jungen alter in eine schmerzklinik einzuweisen, und ginge das auch mit begleitung?
liebe grüße
eine geplagte migraene mum