Schwerbehinderung und Erwerbsminderungsrente

Schwerbehinderung und Erwerbsminderungsrente

Chancen auf Anerkennung einer Schwerbehinderung?

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  • Susi
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    #5814 |

    Hallo,

    da ich seit meiner Kindheit unter Migräne leide, befasse ich mich seit einiger Zeit mit dem Thema Schwerbehinderung. Allerdings bin ich mir unsicher, ob ich schwer genug betroffen bin um einen GdB von 50 zu erreichen; alles andere würde mir glaube ich nicht wirklich viel bringen.
    Ich war letztes Jahr in Kiel, dort bekam ich folgende Diagnosen:
    -Kopfschmerz bei Analgetikaübergebrauch
    -Migräne ohne Aura
    -episodischer Spannungskopfschmerz
    -Myofasziales Schmerzsyndrom im Schulter-Nackenbereich
    -Oromandibuläre Dysfunktion
    -Schlafstörungen
    -Persönlichkeitsbeeinträchtigung bei chronischem Schmerzsyndrom
    Im letzten halben Jahr hatte ich zwischen 8 und 14 Migränetage im Monat; wenn ich die Attacken mit einem Triptan behandle, bin ich relativ wenig beeinträchtigt. Es droht halt immer der MÜK, weswegen ich jetzt gerade wieder 10 Tage Cortison genommen habe…
    Mir würde es am ehesten ums Thema Arbeitsplatzsicherung gehen, aber ob da ein GdB so vorteilhaft ist, weiß ich nicht. Mein Bruder meinte, wenn ich einmal bei einem Arbeitgeber die Behinderung angegeben habe, muss ich das bei darauffolgenden Arbeitsplätzen auch tun. Stimmt das?
    Und wie läuft das mit einem Gutachten aus Kiel, kann ich das jetzt auch noch bekommen? Ich war ja schon letzten Juli dort.
    Macht es Sinn, dem VdK beizutreten? Können die bei der Antragstellung helfen?
    So viele Fragen… ich hatte vor längerer Zeit meinen behandelnden Neurologen mal zu dem Thema befragt, aber der meinte nur, ich hätte keine Chance, weil ich zu wenige Fehlzeiten im Beruf hätte.
    Also, falls ihr irgendwelche Vorschläge/Empfehlungen für mich hättet, wäre ich sehr dankbar…

    Liebe Grüße
    Susi

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Liebe Susi,

    es ist überhaupt kein Problem, einen Antrag zu stellen und so wie Du das schilderst, dürftest Du auch einen Grad von 50 erreichen. Melde Dich bitte bei Deinem Arzt in Kiel und bitte um ein entsprechendes Gutachten.

    Dein behandelnder Arzt vor Ort sollte Dich aber auch unterstützen. Es ist zwar ein Argument, dass Du zu wenig Fehlzeiten hast, dies kann man aber entsprechend erklären.

    Es ist nicht richtig, dass Du bei einem eventuellen Arbeitswechsel dem neuen Arbeitgeber von Deiner Schwerbehinderung erzählen musst. Du musst es nur mitteilen, wenn Du explizit danach gefragt wirst – aber welcher Arbeitgeber macht das schon von sich aus. 😉 Abgesehen davon gibt es Firmen, die sogar gerne die Quote erfüllen und sich über einen so wenig Behinderten sogar sehr freuen würden.

    Ein Beitritt beim VdK kann nie schaden, Hilfe kannst Du dort auch erhalten.

    Im Gutachten sollten alle Beschwerden mit aufgeführt werden, die Dich jemals geplagt hatten. Wichtig ist auch die eine gewisse Betonung auf eine Depression aufgrund der vielen Schmerzen, da sie sehr hoch gewertet werden.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Susi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 490

    Liebe Bettina,

    vielen Dank 🙂 Dann werde ich das bei meinem Arztbesuch am 29.3. mal ansprechen, und wenn ich den Antrag dann wirklich stellen will, wird er mich sicher auch unterstützen. Ist eigentlich ein sehr engagierter Arzt, der fast rund um die Uhr per Mail für mich erreichbar ist, wenn mal was sein sollte.
    Ich werde nachher auch gleich mal an meine Kiel-Ärztin schreiben, ob sie mir ein entsprechendes Gutachten erstellen kann. Irgendwie scheue ich mich ja immer davor, den Ärzten noch zusätzliche Arbeit „aufzubürden“, aber was sein muss, muss sein 😉
    Mit einer leichten Depression kann ich auf jeden Fall dienen, im Moment habe ich eh das Gefühl, dass mir alles zu viel wird, nicht nur die ständige Angst vor Schmerzen.
    Und die wenigen Fehlzeiten erklären sich natürlich dadurch, dass ich immer brav Triptane schlucke und weiterarbeite, man will ja schließlich die Kollegen nicht im Stich lassen…

    Liebe Grüße
    Susi

    Happy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1826

    Hallo,
    nachdem ich mich heute mit dem VdK in Verbindung gesetzt habe, hat man mir geantwortet, dass sie die Erhöhung des GdB beantragen, also werden Sie Dich unterstützen, die Schwerbehinderung zu beantragen, Susi. Viel Glück.

    Liebe Grüße
    Christiane

    Susi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 490

    Liebe Christiane,

    vielen Dank! Dann hoffe ich mal, dass dir dort auch gut geholfen wird.

    Liebe Grüße
    Susi

    Happy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1826

    Das wünsche ich auch Dir, liebe Susi

    Susi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 490

    Hallo,

    vorhin hat meine Ärztin aus Kiel geschrieben, die Erstellung eines Gutachtens durch sie sei nicht möglich. Ich solle dem Antrag den Entlassungsbericht beilegen…
    Naja, schon irgendwie komisch, dass manche offenbar ein Gutachten bekommen können und manche nicht…

    Liebe Grüße
    Susi

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Liebe Susi,

    vielleicht hatte sie insgesamt zu wenig Verlaufsdaten von Dir. Bevor ich mein Gutachten aus Kiel bekam, war ich schon zwei Mal stationär in Kiel und seit 5 Jahren in ambulanter Behandlung. Ich hatte hier vor Ort gar keinen anderen Neurologen, sodass es selbstverständlich war, dass ich das Gutachten aus Kiel erhielt.

    Hast Du denn hier vor Ort einen Neurologen, der Dich schon lange begleitet? Er könnte das Gutachten schreiben und mit dem Entlassungbericht aus Kiel zusammen reicht das dann auch.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Susi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 490

    Liebe Bettina,

    hmm, das kann natürlich sein. Ich bin in hier in der Schmerzambulanz in Behandlung seit fast vier Jahren, und ich hoffe, dass mein Arzt mich unterstützt. Als ich vor längerer Zeit mal wegen Schwerbehinderung fragte, meinte er eben, ich hätte keine Chance, da ich zu wenig Fehlzeiten bei der Arbeit hätte… aber irgendwie werd ich schon ein Gutachten aus ihm rauskitzeln 😉 Er engagiert sich ja auch sonst sehr und hat mir z.B. einen super Brief für die Krankenkasse geschrieben („komplizierter Verlauf der Erkrankung“ etc.), sodass ich die kompletten Fahrtkosten nach Kiel erstattet bekam. Vielleicht kann er diesen Brief ja einfach als Muster nehmen und entsprechend abwandeln 😀

    Liebe Grüße
    Susi

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Liebe Susi,

    ganz sicher kann Dein Arzt den Brief als Muster nehmen und ein wenig passend umarbeiten. Wenn er eh engagiert ist, wird er das sicher für Dich machen. Dass Du nicht viele Fehlzeiten hattest, kannst Du ja selbst noch entsprechend erklären und jeder wird es nachvollziehen können.

    Liebe Grüße
    Bettina

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3806

    Hallo, Susi,
    ich habe auch relativ wenige Fehlzeiten und trotzdem meine Anerkennung der Schwerbehinderung erhalten.
    An der Stelle, wo ich in dem Formular meine Beeiträchtigung beschreiben sollte, habe ich nur auf eine Anlage verwiesen und auf DIESEM Blatt dann genau beschrieben, dass ich so oft morgens ein Triptan nehme und dann arbeiten gehe, dann aber nach Feierabend die Zeit nur noch dazu genutzt wird, wieder zu Kräften zu kommen und zu regenerieren.
    Und über die Beeinträchtigungen am Wochenende, wenn andere „tanzen“ gehen und so weiter.
    Die wenigen Fehlzeiten waren also kein Grund für eine Ablehnung..
    Viel Erfolg!
    LG
    alchemilla

    railwaycom
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 850

    Halli hallo,
    ich habe auch einen Erhöhungsantrag gestellt. Ich habe einfach nur den langen Bericht von der Schmerzklinik hin geschickt. Ich habe nicht geschrieben wie viele Medikamente ich nehme, etc. Ich denke die Fordern das eh alles beim Doc an. Hm mal sehen was daraus wird.
    Ich habe einen hm, wie heißt das jetzt noch mal ?? Besondere Parkplatzerleichterung oder so. Dieses gibt es nur in Schleswig Holstein.
    Wenn wir alle weg fahren, habe ich ja 4 Personen mit mind. 80% Behinderung mit. Mal sehen ob der Antrag durch geht.

    Und da ich ja ab und an hinterm Mond lebe hahaha habe ich nun auch begriffen, das Behinderte kostenlos mit der Bahn fahren können. Nicht mehr nur die 50 km im Umkreis des Wohnortes, sondern überall in Deutschland. Natürlich nicht mit dem ICE Zug.

    Lieben Gruß
    Rail

    janasmile
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 24

    Jetzt hab ich aber mal ne Frage was bringt einem den die Anerkennung von 50% Schwerbeschädigung??? Oder eben mehr!!

    Doro
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1605

    hallo janasmile,
    oh, da gibt es einige vorteile.
    z.b. steuerliche freibeträge, ermßigungen, besserer kündigungsschutz, der arbeitgeben kann deinen arbeitsplatz deinen anforderungen gerecht einrichten und bekommt dabei unterstützung……
    da kommt schon einiges zusammen. es rentiert sich auf jeden fall.
    lg
    doro

    MiRi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 275

    Hallo janasmile,

    zu den erwähnenswerten Vorteilen einer Schwerbehinderung würde ich noch 5 Tage mehr Urlaub pro Jahr hinzufügen wollen, Infos dazu siehe hier:

    Zusatzurlaub für Schwerbehinderte

    LG
    MiRi

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Liebe Janasmilie,

    zu den bereits erwähnten Vorteilen, die jeder Einzelne hat, unterstützt es auch das Bewusstsein in der Bevölkerung dafür, dass Migräne eine Erkrankung ist, die im Alltag enorm einschränken und behindern kann. Das ist bei vielen Menschen so noch nicht angekommen und letztendlich für die Betroffenen eigentlich eine Diskriminierung.

    Liebe Grüße
    Bettina

    janasmile
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 24

    Danke für eure Antworten. Frage nur da mein Mann auch 50% hat und uns das auser den Steuerfreibeträgen und mehr Urlaub nichts bringt.Kündigungsschutz schön und gut nur bedeutet das leider auch wenn man sich dort nicht wohl fühlt auch nicht gekündigt werden kann. Es bleibt einem nur selbst zu gehen und dann bekommt man nicht mal Arbeitslosengelt obwohl man immer gearbeitet hat.Ja ja und ob der Arbeitgeber deinen Arbeitsplatz an dich und deine Behinderung anpasst ist nicht gesagt..Hab einfach sehr schlechte Erfahrung damit gemacht.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Nun ja, die Schwerbehinderung ist kein „Zaubermittel für alle Fälle“. 😉 Das sollte eigentlich schon klar sein. Es soll den Betroffenen vor Diskriminierung schützen, den Arbeitsplatz entsprechend einrichten (darauf sollte man bestehen), mehr Urlaubstage und halt einen gewissen Kündigungsschutz garantieren. Ist man selbst unzufrieden im Job, muss man halt gehen. Aber das müssen andere doch auch so machen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Doro
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1605

    liebe janasmile,
    ich sehe das wie bettina, vor allem wir durch die anerkennung der migräne als behinderung auch aufklärung erreicht. ich persönlich habe dadurch schon in erstaunte gesichter geschaut. in die, die migräne bislang als unwohlsein und befindlichkeit abgetan haben….ich fühle mich durch diese anerkennung meiner behinderung auch geschützt.
    von schlechten erfahrungen kann ich nichts berichten.
    lg
    doro

    janasmile
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 24

    Naja so muss eben jeder seine Erfahrungen selbst machen

    beate1962
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 163

    Ein Hallo an alle,
    war heute bei meiner Hausärztin und habe mit ihr gesprochen. Dank Topamax hat sich die Migräne zwar etwas eingependelt, aber wir wir alle ja wissen geht sie ja nicht weg. Nun hat mich meine Hausärztin heute dazu ermutigt einen Antrag zu stellen. Ich möchte nix falsch machen und hab ja eh angst das ausgerechnet ich keinen Grad der Behinderung habe. Aber da ich mich jetzt wieder bei ca. 8 Anfällen im Monat eingependelt habe hält sie es doch für gerechtfertigt.
    Nun zu meiner Frage: unter Punkt 3. steht soll ihr Antrag alle bei ihnen bestehenden Gesundheitsstörungen umfassen, ist es da klug ja anzukreuzen? oder sollte man besser nein ankreuzen, weil mir geht es ja eigentlich nur um die Migräne aber wenn man es genau nimt ensteht der Rest, wie die Depression, Magenschmerzen, Schlafstörungen, Nackenschmerzen ect. ja erst durch die Migräne. könnt ihr mir dazu etwas sagen?
    Wäre ganz lieb. Dankeschön.
    Liebe Grüsse Beate

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Liebe Beate,

    auf jeden Fall JA ankreuzen. Im Antrag gib alle Beeinträchtigungen mit an, denn man wird sich aufgrund all Deiner gesundheitlichen Störungen ein Gesamtbild machen und den Grad der Behinderung dementsprechend beurteilen. Kreuzt Du nur Migräne an, kann der Eindruck entstehen, dass Du halt immer wieder mal Kopfschmerzen hast und sonst geht es Dir aber gut. Dass das so nicht ist, hast Du ja selbst schon angegeben. Also alles angeben, jedes Wehwehchen und alle Ärzte angeben, bei denen Du warst in den letzten Jahren.

    Wichtig ist, dass Dein behandelnder Arzt, oder auch Deine Hausärztin, ein unangreifbares Gutachten für Dich schreibt. Das ist sehr wichtig für den Erfolg.

    Liebe Grüße
    Bettina

    beate1962
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 163

    Hi Bettina,
    hab lieben Dank für deine Antwort. Ich dachte mir schon, das es so ist. Hatte intuitiv schon – ja – angekreuzt und plötzlich angst das es nicht richtig sein könnte. Aber da hat mich mein Gefühl wohl nicht getäuscht. Danke für den Hinweis mit dem Gutachten.
    Lg Beate

    Sabinefelden
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 312

    hallo an alle,

    ich habe Basilaris Migräne und bin 58 bzw. bald 59. Seit Jahren selbständig , da ich aus allen Arbeitsstellen entlassen wurde, weil ich nicht gut gearbeitet habe. Das stimmt ja auch. Nur wußte ich damlas selbst nicht, dass ich „krank“ bin, bzw. eben Basilaris Migräne habe.

    Nun habe ich einen Anrag auf Schwerbehinderung gestellt.
    Hat jemand von Euch, wie groß die Chancen sind, als selbständige das zu bekommen?

    Und was noch wichtiger ist, ich habe auch einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt. Hat da jemand von Euch Erfahrung wie das als selbständige ist ? Ist das schwer durchzusetzen ? Ich würde sowie so nur 320 € bekommen,aber für mich wäre das schon mal was.
    Liebe Grüße
    Sabine

    Doro
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1605

    hallo liebe sabine,
    deine schwerbehinderung ist unabhängig von deinem beruflichen status!!!
    na klar hast du die gleichen chancen, wie jeder andere auch. wichtig ist, dass deine behinderung im täglichen leben eben genau beschrieben wird.
    wegen der erwerbsminderungsrente, kann ich dir leider nichts sagen.
    viel glück
    doro

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Liebe Sabine,

    bezüglich Schwerbehinderung hat Dich Doro schon aufgeklärt.

    Erwerbsminderungsrente erhältst Du als Selbstständige nur dann, wenn Du die erforderlichen Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rente einbezahlt hast. Hast Du also in den letzten 5 Jahren vor Antrag mind. 3 Jahre lang eingezahlt, könntest Du eine minimale Rente erhalten. Grundsätzlich müssen aber Selbstständige eine private Vorsorge treffen für den Fall der Berufsunfähigkeit.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sabinefelden
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 312

    Liebe Doro, liebe Bettina,

    danke für Eure Antworten. Ich hoffe, dass ich die Schwerbehinderung erhalte. Es bringt mir wohl als Selbständige nicht so viel, wie wenn man irgendwo angestellt ist.

    Ich denke, es ist auch ein weiteres Argument für die Rentenversicherung. Auch wenn die andere Beurteilungskriterien haben, wird es doch hoffentlich Eindruck machen.

    Für mich wäre es auch wichtig, als „Nachweis“ gegenüber meinen Bekannten und meiner Verwandtschaft, die immer noch sage, ich bilde mir das alles ein. Basilaris Migräne ohne Kopfschmerzen. sie zweifeln immer daran, weil ich keine Kopfschmerzen habe. Und auch, dass ich Behandlungen von den Ärzten bekommen , überzeugt nicht, da sie sagen: jetzt hast du endlich einen Arzt gefunden, der dir deine Macken als Krankheit bestätigt. So wäre so ein Nachweis einer ganz unabhängigen und bestimmt sehr strengen Stelle für mich sehr , sehr viel Wert.
    Mit der Rentenversicherung ist es bei mir zum Glück so , dass ich genügend Jahre zusammen habe. Ich habe nur Befürchtungen, dass sie halt sagen, als Selbständige kann ich mir manches ja besser einteilen mit der Arbeitszeit. Und das sie fragen, wie ich den „Fehlzeiten“, bzw. Ausfallszeiten nachweisen will, da ich ja mein eigener Chef bin.
    Wenn da jemand von Euch Erfahrungen und Argumente hat, wäre das für mich sehr hilfreich.
    Liebe Grüße
    Sabine

    Sabinefelden
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 312

    Nachtrag:
    wie ich geschrieben habe: der „Nachweis durch Schwerbehinderung “ wäre für mich gut, da die Verwandten, auch meine Schwestern, nicht glauben, dass ich Basilairs Migräne ( ohne Kopfschmerzen) habe – obwohl die Krankenkasse die Kosten für die Botox Behandlung übernimmt. Ich schreibe das nochmals, weil ich denke, es ist immer noch viel Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit nötig

    Doro
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1605

    hallo liebe sabine,
    ich kann dich gut verstehen.
    die anerkennung als schwerbehinderte hat meinem selbstbewusstsein auch gut getan. endlich nicht mehr rechtfertigen müssen…………
    ich gebe dir auch uneingeschränkt recht, dass es noch viel aufklärungsarbeit bedarf………

    aus diesem grund habe ich mein schneckenhaus verlassen, mich geoutet und versuche selbstbewußt mit meiner krankheit umzugehen……(was nicht immer leicht ist)

    es ist wirklich traurig, dass du noch nicht einmal familiäre *anerkennung* hast und dich hier rechtfertigen musst.

    lg
    doro

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Liebe Sabine,

    Aufklärung ist nach wie vor richtig und wichtig, aber traurig finde ich die Reaktionen Deines Umfelds. Würden sie denn auch einem Epileptiker sagen, er hat nur Macken?

    Bezüglich der Fehlzeiten mach Dich nicht verrückt. Bei Selbstständigen weiß man ja, dass sie sich keine Fehlzeiten notieren. Es geht um die Sache an sich und das muss halt Dein behandelnder Neurologe im Fachgutachten schlüssig darlegen.

    Liebe Grüße
    Bettina

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