Schwerbehinderung und Erwerbsminderungsrente

Schwerbehinderung und Erwerbsminderungsrente

Chancen auf Anerkennung einer Schwerbehinderung?

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    Beiträge
  • Sabinefelden
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 312

    Liebe Doro, liebe Bettina,

    danke für Eure Antworten. Es ist eigentlich wirklich nicht zu verstehen, wie gerade enge Verwandte seit Jahren reagieren.
    Das „Problem“ ist, dass ich keine Kopfschmerzen habe. (Ich weiss, Kopfschmerzen sind schrecklich und wenn ich eure Berichte lese, bin ich immer sehr froh, dass ich keine Kopfschmerzen habe.) Ich krieg das mit den Smilies nicht so hin, jetzt sollten hier eigentlich viele kommen….Dadurch jedoch wurde jahrzehntelang nicht entdeckt, dass ich Migräne habe.
    Ich würde gerne etwas tun, damit Migräne ohne Kopfschmerzen bekannter wird, denn ich denke auch viele Ärzte wissen darüber immer noch nicht Bescheid.
    Liebe Grüße
    Sabine

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Liebe Sabine,

    mit Sonderformen der Migräne kennen sich wirklich leider viele Ärzte nicht aus. Das ist ein großes Problem, weil Menschen wie Du ewig lange ohne Diagnose und infolgedessen auch ohne ordentliche Therapie durchs Leben laufen.

    Der Austausch hier im Forum hilft mit, Sonderformen auch bei Ärzten bekannter zu machen. Du als informierter Patient kannst weiter aufklären und darauf aufmerksam machen. Vieles liegt halt nach wie vor immer noch an einem selbst, man muss sich kümmern. Aber das tun wir hier und das ist gut und wichtig so.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Doro
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1605

    hallo sabine,
    du hast recht, die migräne egal welche form muss bekannter werden.
    ich habe z.b. mein persönliches Porphylaxeprogramm bei meinen Ärzten hinterlegt.
    und die haben sich in der tat darüber gefreut. es sind darin weitere ihnen nicht so bekannte aspekte zusammen getragen. beide haben mich bei der behandlug meiner erkrankung sehr unterstützt, wofür ich sehr dankbar bin.

    den kurs habe ich dann selber einschlagen müssen und konnte auch viele anregungen hier aus dem forum einarbeiten…..

    und auch bei der anerkennung der schwerbehinderung habe ich alle aspekte aufgeliestet, die mich im täglichen leben privat wie beruflich behindern. und ich kann euch sagen, ich war selber erstaunt, was da alles zusammen kam…….

    lg
    doro

    Manuela
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 243

    Ich konnte es kaum glauben, als ich heute die Post vom Versorgungsamt aufmachte und mir 3 Monate nach Antragstellung ein Schwerbehindertenausweis entgegenflatterte!!! Auf Anhieb 50% unbefristet!!! Wegen Migräne (natürlich), HWS und LWS – unglaublich! Leute, es gibt noch Wunder – also, an alle die, die noch nicht beantragt haben, es könnte sich doch lohnen! 😀
    LG
    Manuela

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Das ist eine sehr gute Nachricht, liebe Manuela!

    Man sollte immer versuchen – für sich und dafür, die Migräne als das anzuerkennen, was es ist: enorm einschränkend und belastend.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Tina Beuker
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Ich habe seit 2006 einen Schwerbehindertenausweis (50 Prozent) wegen meiner Migräne.
    Man hat mir zuerst 30 Prozent gegeben, da habe ich Widerspruch eingelegt. Dann bekam ich 40 Prozent und habe geklagt. Ich wurde zur ärztlichen Überprüfung eingeladen und habe dort die 50 Prozebt erhalten, nachdem der Arzt ein Gutachten erstellt hat.
    Also nicht so schnell aufgeben! Es lohnt sich. Bei Migräne kann man bis zu 60 Prozent erhalten.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Genau Tina, ich hatte auf Anhieb einen Grad von 60 unbefristet anerkannt bekommen.

    Sylvi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1

    hallo alle zusammen! Ich habe zwar keine Migräne, leide jedoch seit 4 Jahren unter paroxysmale Hemnikranie. Kann aufgrund dieser Erkrankung eine Behinderung anerkannt werden?

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Willkommen, liebe Sylvi. 🙂

    Ja, das kannst Du, frag Deinen behandelnden Arzt um ein Gutachten und reiche es, zusammen mit dem Antrag, im Versorgungsamt ein.

    Liebe Grüße
    Bettina

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3834

    Hallo liebe Sylvi,
    wir hier im Forum machen vielleicht oft den Eindruck, dass es hier „nur“ um Migräne geht. Aber dem ist natürlich nicht so. Auch Chluster- und alle andere Kopfschmerzarten wie paroxysmale Hemnikranie können hier genauso besprochen bzw. beschrieben werden. Deine Frage ist mit einem klaren „Ja“ zu beantworten. Außerdem ist der Titel der Krankheit, und auch die damit verbundenen Behinderung entscheidend für das Annerkennen der Behinderung durch die Behörde.
    Paroxysmale Hemnikranie ist für mich als Laien, vom Beschwerdebild, trotz deutlichem Abweichen vom Chlusterkopfschmerz, durchaus mit dem Chlusterkopfschmerz vergleichbar. Liege ich da richtig? Wenn Dich Deine Beschwerden beeinträchtigen, und Du durch die Krankheit im täglichen Leben behindert bist, solltest Du so schnell wie möglich einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen, und auch dafür kämpfen.Es wäre sehr wichtig, einen guten Arzt zu haben, der Dich dabei unterstützen kann.
    Lieber Gruß
    Sternchen

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3834

    Ich habe meinen Text berichtigt. 🙂

    alioet
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 79

    Liebe Bettina, ich habe heute einen Überprüfungsbescheid meiner Schwerbehinderung von 50 % bekommen. Sie teilen mir mit aufgrund einer Besserung von 20 auf ca 8 bis 10 Anfälle pro Monat seit Verschluß des PFO bekäme ich einen Grad von 30 % auf Dauer.In meiner Begründung habe ich vorher schon mitgeteilt das die Besserung nicht aufgrund des Verschlusses sondern der Einnahme des Blutverdünners Clopidogrel da sei. Dieses verhindert seit einem Jahr die schweren Aurasymptome. Meine verbleibenden Anfälle reichen mit völlig. Hinzu kommt noch das dieses Anfälle nur erträglich sind durch die Einnahme von Amitriptylin und Amlodipin. Was meinst Du soll ich Widerspruch einlegen oder habe ich keine Chance.

    malaya
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 643

    Liebe alioet,

    ich würde auf jeden Fall Widerspruch einlegen. Wenn Du einen Facharzt hast, der das unterstützt, wird es bestimmt einfacher.

    Ich weiß, dass der VdK bei Erwerbsminderungsangelegenheiten sehr gut ist, vlt. wäre das auch in diesem Fall eine Option, also rechtliche Beratung und Widerspruch über den VdK. Ich gehe einfach davon aus, dass damit die Hemmschwelle steigt, deinen Widerspruch abzulehnen.

    Viel Kraft und Erfolg wünscht Dir

    malaya

    P.S: Schreibe dir noch eine PN

    alioet
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 79

    Vielen Dank für Deine Antwort aber mal ganz doof gefragt was ist der VdK?

    malaya
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 643

    Entschuldige, das hätte ich besser formulieren müssen…
    Der VdK ist ein Sozialverband, der sich u.a. für die Interessen Behinderter einsetzt und diese auch gegenüber Sozialversicherungsträgern etc. rechtlich vertritt.
    Du kannst dort gegen ein geringes Entgelt Miglied werden und z.B. dann eine Rechtsberatung erhalten oder dich ggf. durch deren Anwalt vertreten lassen.

    Einfach mal VdK in Google eingeben und auf deren Homepage gehen, dann siehst du die details…

    lg
    malaya

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Liebe Alioet,

    ich würde es auch so machen, wie Malaya es vorschlägt. Auf jeden Fall Widerspruch einlegen!

    Viel Erfolg und liebe Grüße
    Bettina

    alioet
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 79

    Danke für die Antworten Gruß aliooet

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