Schwerbehinderung und Erwerbsminderungsrente

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Erwerbsunfähigkeitsversicherung (vereinfachte Fragen)

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  • Autor
    Beiträge
  • Fran
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 31
    #7319 |

    Hallo zusammen,
    ich hoffe, ich bin hier mit meinem Thema richtig, habe in der Suche nichts dazu gefunden.
    Mich würde interessieren, ob ihr Erfahrungen mit der Erwerbsunfähigkeitsversicherung habt. Es gibt ja eine, bei der man nur 2 Fragen beantworten muss, die auch mit Migräne bei mir machbar sein müssten.

    Die Frage ist, ob sich das lohnt, bzw. wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, mit Migräne (und psychischen Problemen) nachzuweisen, dass man weniger als 3 Stunden täglich arbeiten kann. Hat jemand von euch Erfahrungen damit? Bei der EU-Rente gelten doch auch die 3 Stunden, oder?

    Viele Grüße,
    Fran

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Liebe Fran,

    es gibt doch bereits unzählige Foren zu diesem Thema. Sehr viele haben auch über ihre Erfahrungen darüber berichtet.

    Die wichtigste Frage sollte sein, ob Du tatsächlich keine 3 Stunden pro Tag mehr arbeiten kannst. Das muss auch ärztlich nachgewiesen werden mit Gutachten Deines behandelnden Neurologen. Rein für Migräne ist das nicht so einfach zu erlangen, es muss wirklich begründet sein. Je nachdem wie schwer Deine psychische Beeinträchtigung ist, könnte sich dies auch „günstig“ für Dich auswirken.

    Mit der Anzahl der Fragen kann ich Dir nicht weiterhelfen, aber da meldet sich sicher noch jemand.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6558

    Liebe Fran,

    zur Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsversicherung solltest du dich vielleicht mal mit einem unabhängigen Versicherungsmakler unterhalten. Da gibt es viele Fallstricke, die man kennen sollte.

    Ich habe mich damals zu spät (hatte noch andere Erkrankungen und wurde deswegen bei keiner Versicherung angenommen) gekümmert. Ich wäre vor ca. 10 Jahren froh über so eine Zusatzversicherung gewesen und würde sie an deiner Stelle, wenn möglich und bezahlbar, abschließen. Aber, wie gesagt, nur nach eingehender und zuverlässiger Beratung.

    Viel Erfolg,
    Julia

    Fran
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 31

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für eure Antworten und entschuldigt bitte, wenn es dazu schon Beiträge gab. Bei der Suche nach „Erwerbsunfähigkeitsversicherung“ hatte ich nur einen Eintrag gefunden.
    Oder meintet ihr die Einträge zur EU-Rente?
    Viele Grüße,
    Fran

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Liebe Fran,

    schau mal direkt unter den Foren nach, da gibt es schon so viel zu lesen.

    http://www.headbook.me/groups/antrag-auf-schwerbehinderung/forum/

    Liebe Grüße
    Bettina

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6558

    Ich glaube, Ihr redet aneinander vorbei.

    Wenn ich Fran richtig verstehe, geht es ihr um eine zusätzliche Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die sie möglichst problemlos ( nur die 2 Fragen der Versicherung zur Gesundheit) abschließen möchte und nicht um die staatliche Rentenversicherung der BfA oder einen GdB.

    Darüber findet sich tatsächlich wohl nichts hier bei uns.

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3806

    Ich habe eine solche Versicherung gehabt bis ich 57 Jahre alt war. da lief sie dann aus.
    War ein Anhängsel an eine Lebensversicherung und benötigte darum keine weitere Gesundheitsüberprüfung.
    Ich vermute fas, dass solch eine Versicherung für „angeschlagene“ Leute extrem teuer sein würde.
    Deswegen unterstreiche ich Julias Rat, die Beratung durch einen unabhängigen Berater einzuholen – oder mehrerer.

    Viel Erfolg!

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6558

    Hast Recht, Alchemilla,
    es sollte mindestens 1 unabhängiger Berater sein. Lieber mehr.
    Und ob die Versicherung mit den nur 2 Fragen dann später auch zahlt???

    Fran
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 31

    Hallo noch mal,
    Julia hat recht, ich meine eine Versicherung, die ich selber noch abschließen würde.

    Soweit ich weiß gibt es nur eine Versicherung, die eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung mit nur 2 Gesundheitsfragen anbietet. (Ich weiß nicht, ob man den Namen hier nennen darf?)
    Die Fragen sind, ob man schon erwerbsunfähig oder pflegebedürftig ist oder schon mal ein BU oder EU-Antrag abgelehnt wurde. „Normale“ BU oder EU-Versicherung würde ich mit Gesundheitsfragen sehr wahrscheinlich sowieso nicht bekommen.

    Bei der Versicherung kann man bis zu 1.000,- Euro „Rente“ versichern lassen und die Beiträge liegen angeblich so bei/ab 30,- / Monat (je nachdem wie lange die Rente laufen soll). Wobei ich noch kein Angebot eingeholt habe. Das fände ich noch in Ordnung.

    Daher war meine Überlegung mal zu fragen, ob jemand von euch konkret mit so einer Versicherung schon persönliche Erfahrungen gemacht hat.
    Viele Grüße, Fran

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Fran,

    ich hatte mal so eine Versicherung, habe aber die Leistung nicht in Anspruch genommen.

    Ich würde mir ein Angebot einholen. Der Beitrag richtet sich nach Alter, Berufsgruppe und Höhe der Rentenzahlung im Fall der Fälle. Er kann sehr unterschiedlich ausfallen.

    Ich habe schon verschiedene Berichte im Fernsehen gesehen, die Fälle gezeigt haben, bei denen es sehr schwierig war, nachzuweisen, daß der Versicherungsfall eingetreten ist.
    Die gezeigten Versicherungen haben alles dafür getan, nicht in Leistung treten zu müssen. Damit muß man sicher rechnen, obwohl ich es auch nicht verallgemeinern will.

    Meine Versicherung hätte allerdings schon bezahlt, wenn ich nur noch zu 50 % arbeitsfähig gewesen wäre und nicht erst, wenn man gar nicht mehr arrbeitsfähig ist. Dazu mußte ich aber auch mehr Gesundheitsfragen beantworten und da fällt dann die Migräne mit rein.

    Also bitte auch das genau prüfen

    Liebe Grüße 🙂
    Ulrike

    migraene87
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 31

    Hallo,

    ich habe vor zwei oder drei Jahren so eine Versicherung abgeschlossen. Die Versicherung wurde aber über den Arbeitgeber, der auch einen Teil des Beitrags zahlt, im Rahmen eines Gruppentarifs abgeschlossen. Die „Gesundheitsfrage“ beschränkte sich darauf, ob man im laufenden Jahr länger
    als 6 Monate am Stück krank war.
    Die Versicherung nimmt bei der großen Anzahl von Neuverträgen halt in Kauf, dass der eine oder andere die Leistung in Anspruch nimmt.
    Aber bei einem Einzelvertrag würde ich auch lieber zweimal hinschauen, ob alles in Ordnung ist.
    Ich habe privat jedenfalls keine Versicherung gefunden, die mich noch versichern würde. Meine BU-Versicherung war auch mit einer Lebensversicherung verbunden und lief vor ca. 6 Jahren aus. Eine
    Verlängerung war nicht möglich.
    LG
    Michael

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3806

    Zur Ergänzung:
    Ich bin in der Familie zu der Zeit der Hauptverdiener gewesen und habe eine 5-köpfige Familie ernährt.
    Da war allein das Gefühl, eine finanzielle Sicherheit zu haben, FALLS etwas passieren würde, eine ganz enorme psychische Entlastung.
    Deswegen hatte ich die Versicherung abgeschlossen.
    Da gab es für mich gar keine Frage, ob ich das machen sollte.

    Susi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 490

    So, jetzt gebe ich hier auch mal meinen Senf dazu 😉 Ich habe letztes Jahr ziemlich gekämpft, um Zahlungen aus meiner BU-Versicherung zu bekommen…
    Zuerst einmal muss man bei der Versicherung darauf achten, dass sie keine „Ausschlussklauseln“ hat – es kann nämlich sein, dass eine bereits bestehende Erkrankung aus den Leistungen ausgeschlossen wird. Da muss man sehr aufpassen… kommt natürlich drauf an, ob das abgefragt wird oder nicht. Auch kann es sein, dass die Versicherung nur zahlt, wenn man gar keine Tätigkeit mehr ausüben kann, nicht nur den aktuellen Beruf. Ich würde dir also auch dringend raten, dich beraten zu lassen 😉

    Bei mir lief das leider alles ein bisschen doof: ich hatte eine BU-Versicherung, die an einer Lebensversicherung mit „dranhing“. Als ich 2011 arbeitslos wurde, habe ich die LV beitragsfrei weiterlaufen lassen, weil ich mir die Zahlungen während der Arbeitslosigkeit nicht leisten konnte. Als ich dann wieder einen Job hatte, habe ich nach einiger Zeit wieder an meine Versicherung gedacht und wollte wieder Beiträge zahlen. Leider hatte ich das „Kleingedruckte“ bei der Beitragsfreistellung nicht ganz genau durchgelesen… da stand nämlich drin, dass man erneut die Gesundheitsfragen beantworten muss, wenn die Versicherung länger als 6 Monate beitragsfrei lief.

    Dummerweise war ich vier Wochen zu spät dran 🙁 Das Ergebnis der Gesundheitsfragen war, dass die BU-Versicherung nur noch beitragsfrei weitergeführt werden kann (d.h. dass ich bis zum Eintritt in die Altersrente nur den monatlichen Betrag bekomme, den ich bis damals „angespart“ hatte), und dann ich in ein zentrales Register eingetragen wurde, sodass ich auch bei anderen Gesellschaften nie wieder eine BU-Versicherung abschließen kann. Die Lebensversicherung konnte nur mit Risikozuschlag weitergeführt werden.

    Bei der BU-Versicherung macht das bei mir aktuell fast 400 € pro Monat aus; hätte ich die Versicherung normal weiterlaufen lassen, bekäme ich jetzt über 500 € im Monat, so sind es jetzt nur 167 €. Also unbedingt immer alles genau durchlesen!! Bei mir hat es übrigens vom Antrag auf Zahlung bis zur ersten Auszahlung über ein halbes Jahr gedauert, aber damit bin ich – was ich so im Internet gelesen habe – noch recht gut dran…
    Meine Versicherung zahlt zum Glück schon ab mindestens 50% Erwerbsunfähigkeit (ich bekomme Rente wegen teilweise Erwerbsminderung), und ich bin trotz allem froh, dass ich sie habe, sonst hätte ich Hartz IV beantragen müssen…

    Liebe Grüße
    Susi

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Und ob wir aneinander vorbeigeredet hatten! lol7.gif Ich lass Euch mal machen. 😉

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2826

    nun ich auch noch…

    es gibt die BU – Berufsunfähigkeit, da wird man nicht reinkommen ohne Gesundheitsfragen, diese leistet wenn man nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann, auch schon bei 50% Beeinträchtigung, ist irgendwo mal eine Diagnose in „Richtung“ Psyche aufgetaucht, hat man hier kaum eine Chance

    und die EU – Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die leistet, wenn man nicht mehr arbeiten kann bzw. unter 3 Stunden, also auch nicht ein Arzt als Pförtner z.B., das ist schwer, das nachzuweisen, hier ist es auch leichter reinzukommen….

    Ansonsten, wurde oben schon geschrieben…Beratung am besten von mehreren und Kleingedrucktes lesen….

    LG Johanna

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