Schwerbehinderung und Erwerbsminderungsrente

Schwerbehinderung und Erwerbsminderungsrente

Widerspruch gegen Befristung

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    Beiträge
  • kathinka
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2
    #6257 |

    Hallo, ich habe gerade den Feststellungsbescheid über 50 % erhalten 🙂 Für meine Haupt-Gesundheitsstörung Migräne muss ich jedoch im Oktober 2014 mindestens ein aktuelles Attest eines Neurologen einreichen. Der Ausweis ist dann bis April 2015 befristet. Mir wurde gesagt, dass es immer mit Befristung sei und in dem Moment, in dem man die Verlängerung des Ausweises beantragen muss, wird automatisch eine Nachprüfung angeordnet. Auch wenn es nicht befristet wäre, könnten sie jederzeit eine Nachprüfung bei allen Schwerbehinderten verlangen. Wie sind Eure Erfahrungen? Lohnt es sich, gegen diese nervige Befristung Widerspruch einzulegen? Beim Versorgungsamt wurde gesagt, dass dies unüblich sei, es ginge immer nur um den Behinderungsgrad bei Widersprüchen und ich solle froh sein. Meine schwere Migräne habe ich seit 32 Jahren, was soll sich in 2 Jahren ändern? Es müsste doch rein theoretisch Aussicht auf Erfolg haben, gegen die Befristung vorzugehen oder? Wer hat ähnliches erlebt? Viele Grüße, Kathinka

    sternthaler
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 408

    Hallo Kathinka,
    meine ersten Behinderungen wegen der Migräne waren auch befristet, aber da hatte ich auch erst 30 % bekommen. Da ich 2 Verschlimmerungsanträge gestellt hatte, viel das auch in den Zeitraum. Da bereits 50 % bekommen hast, solltest Du sehr froh darüber sein, beim Erstantrag sind die Versorgungsämter nicht sehr freigibig. Ich denke Du solltest abwarten und dann auf die Nachprüfung warten und keinen Widerspruch einlegen. Du hast mit den 50 % schon sehr viel erreicht.

    LG Pamela

    ulli
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 32

    Hallo Kathinka,

    ich schließe mich der Meinung von Pamela an. Ich habe auch 50 % und eine Befristung von 3 Jahren. Aber die 50 % habe ich mir in 3 Anläufen und mit Widersprüchen hart erkämpfen müssen.

    LG
    Ulli

    Jürgen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 29

    Hallo,
    meine 50% sind auch auf drei jahre befristet. Hatte zusammen mit dem SOVD diese 50% im Widerspruch bekommen. Der SOVD Berater sagte mir damals, dass man gegen die Befristung nichts machen könne….

    Gruß

    Jürgen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    So ist es, Jürgen, gegen die Befristung kann man keinen Widerspruch einlegen. Aber der Grad von 50 ist ja erstmal ein guter Erfolg.

    Liebe Grüße
    Bettina

    choir
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 118

    Also, dann hierhin, Bettina? ich habe keine Untergruppe gefunden, die richtig passte….

    Hallo, ihr lieben Mitbetroffenen,
    könnt ihr mir vielleicht helfen, ob und wenn ja, wie ich jetzt Widerspruch einlegen soll? Ich habe heute den Bescheid über 30% Schwerbehinderung bekommen. Nun haben ja alle immer schon geäußert (in den anderen Unterthemen), dass man sofort Widerspruch einlegen soll, wenn es nicht bis zu 50% geworden ist. Anscheinend bringt 30% ja auch noch nichts so richtig. Ich bin Lehrerin und habe gehört, dass man ab 50% eine Stunde weniger hat, außerdem bekommt man volles Ruhegehalt, wenn man eher aufhören sollte als üblich (sonst weniger). Tja, soll ich das nun tun? Wenn ja, nochmal Ärztegutachten dazu, oder nur ein “Mitleidsbrief” von mir selbst mit meinen täglichen Beeinträchtigungen? Ratet mir bitte, ich bin unsicher.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Danke liebe Choir, es passt hier und auch andere Foren hätten gepasst. 😉

    Du kannst entweder gleich Widerspruch einlegen, dazu sollte aber noch ein Gutachten Deines Neurologen Deine Forderung unterstreichen und unterstützen. Oder Du beantragst Gleichstellung, dann hast Du alle Vorteile, die ein Behinderter mit einem Grad von 50 auch hat.

    Liebe Grüße
    Bettina

    choir
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 118

    Ist es sinnvoll, noch in Kiel um eine Stellungnahme zu bitten, ich war ja gerade im November erst dort. Prof. Goebel hatte mir damals geraten, den Antrag zu stellen, und hatte auch eine Unetrstützung durch einen entsprechenden Arztbrief in Aussicht gestellt. Nun weiß ich aber gar nicht, ob mein Versorgungsamt sowieso schon in Kiel nachgefragt hatte, im Bescheid steht nicht, bei welchen von den von mir angegebenen Ärzten sie angefragt hatten.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Auf jeden Fall ist es sinnvoll, um ein Gutachten zu bitten. Das hätte eigentlich schon zum ersten Antrag beigelegt gehört. 😉

    choir
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 118

    naja, ich hatte gedacht, wenn ich Kiel im Antrag angebe, fragen die vom Amt dort nach… meinst du, die haben gar nicht von Kiel irgendwas berücksichtigt?

    choir
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 118

    Dann werde ich vielleicht mal anrufen, wegen eines weiteren Gutachtens???

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Es liegt im Ermessen der Sachbearbeiter, welche Ärzte sie kontaktieren.

    Wieso ein weiteres Gutachten? Ich dachte, Du hättest noch keines bekommen?

    choir
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 118

    Ach ja, bin schon ganz in Tudder…. hab keins, ich schreib am besten einen Brief nach Kiel.

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3806

    Ich hab dir eine PN geschrieben! Guck mal nach !

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Na dann ists ja gut, dann bitte um ein Gutachten. Alchemilla hat auch sicher noch gute Tipps per PN. 🙂 Die Nachricht findest Du oben in der Leiste unter „Mein Benutzerkonto“ oder unter „Benachrichtigungen“.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Ullibeere
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 127

    Hallo, ich habe eine wichtige Frage am Euch und hoffe, dass ihr mir helfen könnt 🙂 also ich habe jetzt einen Behinderten Ausweis mit 50 Prozent bekommen, befristet bis Juli 2015. leider bin ich ja kaum arbeitsfähig, ich versuche es immer wieder, habe aber ca. jeden zweiten Tag Migräne. Nun habe ich mit meiner Ärztin gesprochen und sie meint, ich hätte Chancen auf eine Erwebsminderungsrente, voll oder teilweise. Sie würde mich unterstützen, beim ausfüllen des Antrages . Nun ist meine Frage, wenn es genehmigt werden sollte, was ja nicht so einfach ist, wie sieht es dann mit dem Arbeitsplatz aus? Ich habe eine sehr gute Arbeitsstelle und die Rente wäre ja nur befristet? Auch an die Zeit muss man ja auch denken. Liebe Grüsse

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Liebe Ullibeere,

    das ist eine schwierig zu benantwortende Frage, das wirst wohl nur Du können. Wenn Du arbeitsunfähig bist und die Rente erhältst, ist auch Dein Anrecht auf Deinen Arbeitsplatz weg.

    Eventuell könntest Du versuchen, an Deiner Situation noch das eine oder andere zu verbessern und den Arbeitsplatz zu behalten. Der Grad von 50 schützt Dich viel mehr und Du erhältst einige Vergünstigungen, mehr Urlaubstage und Pausen.

    Bist Du mal ganz raus aus dem Arbeitsleben, ist der Schritt zurück nicht so ganz einfach. Aber möglich natürlich schon. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Ullibeere
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 127

    Danke Bettina 🙂 aber worüber ich mir Gedanken mache ist, wenn ich nur befristet Arbeitsunfähig bin, wenn dann die Befristung abgelaufen ist und es neu geprüft wird, ob ich wieder arbeitsfähig bin, habe ich dann noch auf meinen jetzigen Arbeitsplatz Anspruch ?

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Nein, Du hast meines Wissens keinen Anspruch mehr auf Deinen Arbeitsplatz. Wie sollte das auch gehen? Deine Firma kann doch nicht jahrelang auf Dich warten, ob Du eventuell wieder arbeitsfähig bist. Das wäre ja wirtschaftlich nicht tragbar. Außerdem müssen sie ja die Stelle neu besetzen, denn die Arbeit macht sich nicht von alleine. 😉

    Erkundige Dich bitte vor diesem Schritt ganz genau, was dies arbeitsrechtlich für Dich für Konsequenzen hätte. Eventuell wäre ja vielleicht eine Stundenreduktion in Deiner Firma möglich?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Ich hab Dich schon verstanden und meine Antwort passt. 🙂

    Ullibeere
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 127

    Danke 🙂

    Tina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 110

    Hallo Ullibeere,

    ich war erst 2 1/2 Jahre befristet berufssunfahig und jetzt noch einmal 13 Monate. Mein Arbeitgeber muss mir die Stelle, falls ich an den Arbeitsplatz zurückkehre freihalten.
    Wo dieses Recht verankert ist und ob es auf jede berufsrechtliche Situation übertragbar ist, kann ich dir leider nicht sagen.

    Dir alles Gute!
    lg
    Tina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Wirklich Tina, Dein Arbeitgeber hebt Dir nun schon 3 1/2 Jahre die Stelle auf? Muss er tatsächlich Deine Stelle aufheben, wo Du vorher gearbeitet hattest, oder nur eine ähnliche Stelle im Betrieb?

    Ullibeere, habe grad ein wenig recherchiert. Schau mal Deinen Vertrag durch, da gibt es auch innerbetriebliche Regelungen. Eine klare Aussage fand ich nicht, ob und wie lange man den Arbeitsplatz bewahren kann/muss. Wie gesagt, würde ich mich an Deiner Stelle genau erkundigen – Arbeitsvertrag durchsehen, einen Anwalt für Arbeitsrecht befragen oder googeln nach Deiner speziellen Situation.

    Liebe Grüße
    Bettina

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