Hallo, Sille,
zu deiner eigentlichen Frage:
ich meine, du solltest auf jeden Fall einen Antrag auf Anerkennung einer Schwerbehinderung stellen.
Aber NICHT
“einfach mal versuchen”
Es ist ganz wichtig, dass du das sehr sorgfältig durchführtst und dir viele Gedanken machst.
Ich habe mir zuallererst das Formular besorgt und studiert,
dann habe ich es weggelegt und es “wirken” lassen und jede “Wirkung” habe ich auf einem Stichwortzettel notiert.
Erst ein paar Tage später habe ich begonnen, es auszufüllen.
In die Rubrik “Schildern Sie Ihre Einschränkungn” (oder so, ich weiß nicht mehr genau, wie das hieß) habe ich nur eingetragen SIEHE ANLAGE.
Dann habe ich auf einem gesonderten Blatt alle Schwierigkeiten geschildert, die ich habe.
“Schwere Migräne, mehrere Tage, 10-12 mal im Monat”
und was die Lichempfindlichkeit für Folgen hat
und die Lärmempfindlichkeit
und die Erschöpfung
der Verzicht auf Dinge, die andere Leute am Wochenende unternehmen,
die fehlende Erholung an den Wochenenden
keine Pläne (Z.B. bzgl Urlaub. Einladungen) machen können
häufig Depressionen ( ! unbedingt drauf hinweisen)
NICHTS GELOGEN, aber auch NICHTS VERSCHWIEGEN
Zweitens ist es wichtig, dass du die Unterstützung möglichst mehrerer Ärzte hast,
die dich behandeln und deinen Zustand kennen
UND
bereit sind, dich zu unterstützen. Ich bin vorher noch einmal zu all meinen Ärzten gegangen und habe ihnen meine Absicht vorgetragen und mich rückversichert, dass sie das auch für richtig halten.
Alles, was du an Arztberichten besitzt kopieren und gleich mit einreichen,
Es muss den Leuten im Versorgungsamt leicht gemacht werden, die Dinge nachzuvollziehen.
Und dann hoffe ich, dass sie ein Einsehen haben.
Viel Erfolg!!!
wünscht
Gisela