Eure Botoxerfahrungen

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  • Conny
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    Tschuldigung, habe schon lange nicht mehr ins Forum reingeschaUte. Danke für die vielen Rückmeldungen. Heute hätte ich meine 2. Botoxspritze bekommen sollen. Der Arzt war dermaßen arrogant und unfreundlich, dass ich die Klinik (Namen nennen ich nicht) unbehandelt fluchtartig verlassen habe. Nun rufe ich am Montag das Schmerzzentrum in Frankfurt an und hoffe auf einen schnellen Termin dort. Sind Eure Abstände immer exakt 3 Monate? Gruß Conny

    Jojo
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 330

    Hallo Conny,

    Ja, die Abstände bei mir sind momentan immer genau 3 Monate. Ich merke zum Schluss auch immer, dass die Wirkung nachlässt.

    Ist man lange Zeit stabil, kann man die Grenzen „austesten“ und die Abstände verlängern.

    LG

    Jojo

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Liebe Conny,

    ich ziehe die Abstände immer recht in die Länge, können dann auch mal vier oder fünf Monate dazwischen liegen. Es war sicher gut, dass Du dem Arzt durch Deine „Flucht“ sein Verhalten gespiegelt hattest. Hoffentlich bekommst Du bald einen neuen Termin bei einem höflicheren Arzt.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Conny
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    Hallo zusammen,
    das beruhigt mich, Bettina, ich werde nämlich langsam unruhig, weil ich dachte, ich muss mich genau nach 3 Monaten spritzen lassen und ich bin nun wieder sehr auf mich focusiert und horche auf jedes Signal, dass mir sagen könnte, die Migräne wird wieder heftigerm weil mir das Botox fehlt. Das Verhalten dieses Arztes war wirklich „brutal“, ich war 2007 schon einmal dort vorstellig, da kannte ich die Klinik in Kiel noch nicht. Und zu dem Zeitpunkt war er schon „schrecklich“, dachte, nun sei er älter und emphatischer geworden, Fehlanzeige. Das ist einer von der Sorte, glaube ich, der sich für Gott-Gleich hält. Wie angenehm und emphatisch doch alle Ärzte in Kiel mit uns Patienten umgegangen sind, das kann ich nur lobend hervorheben. Nun gut, ich habe ja nun aus dem Forum Empfehlungen für das Schmerzzentrum in Frankfurt, bin jetzt ganz optimistisch und wenn ich im Mai einen Termin bekomme, mache ich mir keine Sorgen. Bettina, ich habe noch folgende Frage: ich nehme das Candesartan als Prophylaxe und habe Botox bekommen, wenn nun das Candesartan (woher weiß ich, welches von beiden gut oder besser wirkt?)so gut bei mir wirkt, bräuchte ich kein Botox mehr? Allerdings möchte ich das nicht riskieren, da ich nicht mehr in den Migränestatus „vor Kiel“ zurückfallen möchte, zumal ich zur Zeit riesigen Stress habe, da ich auf Jobsuche bin.
    Danke Euch allen
    Grüße und ein schönes Wochenende sendet Conny

    ….Jojo, das ist ein guter Ansatz, den ich beherzige und mich traue, auszutesten, jeder reagiert anders 🙂

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 1 Monat von  Conny.
    Conny
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    ….Jojo, das ist ein guter Ansatz, den ich beherzige und mich traue, auszutesten, jeder reagiert anders 🙂

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Hallo Conny,

    es gibt gar keine Grund, wegen dieser Verzögerung unruhig zu werden. Wie gesagt, ziehe ich es immer etwas in die Länge und wenn ich merke, jetzt brauch ich es doch, mache ich einen Termin. Wie lange nimmst Du das Candesartan schon? Wenn Du gute Wirkung hast, kannst Du das Botox auch wieder ganz weglassen. Und erneut damit starten, wenn es die Situation erfordern sollte.

    Die Schmerzklinik ist wirklich ganz besonders und das gesamte Personal ist auf Schmerzpatienten eingestellt. Das gibt es in dieser Konstellation sicher nicht so bald wieder und daher fühlen sich die Patienten dort wie zu Hause. Manche, die schon das zweite oder dritte Mal in die Klinik kamen, bezeichneten es als „nach Hause kommen“. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Conny
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    Hallo Bettina,
    Candesartan nehme ich auch seit Anfang Dezember 2016 (Zeitgleich mit erster Botoxspritze). Ich werde jetzt in aller Ruhe einen 2. Botox Termin vereinbaren, dauert sicher 4-8 Wochen, bis es klappt und ich schaue, wie es sich ohne Botox entwickelt. Danke für die moralische Unterstützung.
    LG
    Conny

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Hallo Conny,

    na besser gehts doch gar nicht, damit Candesartan jetzt mal alleine zeigen kann, was es leistet. 😉 Und Du wartest in Ruhe Deine nächste Behandlung ab.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Wokini
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2

    Hallo,
    Ich habe eine chronische Migräne. Jetzt soll ich eine Behandlung mit Botox ausprobieren. Ich habe aber sehr viele Bedenken und Angst wegen der vielen Nebenwirkungen.kann man sich das Botox nur im Stirnbereich spritzen lassen? Meine behandelnde Ärztin möchte alle 31 Punkte spritzen, aber ich würde gerne erst einmal nur den Frontbereich behandeln lassen, da meine Migräne immer dort beginnt.
    Freue mich über eine kurze Rückmeldung-Danke!

    Sissi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 17

    Hallo liebe Wokini,

    Theoretisch könntest du dir nur die Stirn spritzen lassen, allerdings ist es dann fraglich, ob du eine Wirkung erziehlst und ob es von den Kassen übernommen wird. Die 31 Punkt sind wichtig, um eine Wirkung erziehlen zu können. Einige Punkt kann man ja indivdualisieren, sodass man mehr im Frontbereich setzen könnte, wo deine Miäne beginnt.

    Magst du sagen, wovor du genau Angst hast, vielleicht können dir ja einige hier deine Angst nehmen. Botox gilt als die nebenwirkungsärmste Prophylaxe. Und auch wenn das Spritzen setzen etwas wehtun soll, hilft es vielen hier sehr weiter. Vielleicht nimmt dir das ja etwas die Angst.

    Liebe Grüße,

    Sissi

    Wokini
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2

    Liebe Sissi,
    Danke für deine Antwort. Also: vorwiegend habe ich Angst vor den evtl Schluckstörungen und Gesichtslähmung oder Verschlimmerung der Migräne, da es ja kein Gegen Gift gibt.
    Habe schon sehr viel ausprobiert, zuletzt den Vagus nervstimulatorund danach hatte sich die Migräne verschlechtert bzw ich war bei jedem Anfall 5Tage in einem Status.
    Liebe Grüße
    Wokini

    Jojo
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 330

    Hallo Wokini,

    Ich bekomme seit Juni 2016 Botox. Welch ein Segen! Ich brauche mir um MüK keinerlei Gedanken mehr zu machen. Von zwischen 15 und 20 Tagen bin ich jetzt runter auf 6 bis 10 Tage.

    Und das bei quasi null Nebenwirkungen. Das Spritzen selbst ist etwas schmerzhaft. Ich schließe auch die Augen, da mir sonst mulmig wird. Ich bin nämlich ein echtes Mimöschen. Aber trotzdem freue ich mich wie ein kleines Kind auf den Termin, da Botox mir so gut tut.

    Als einzige Nebenwirkung habe ich die Augenlider, die etwas hängen. Aber bei Botox sind ja alle Nebenwirkungen reversibel,d.h. nach 3 Monaten ist wieder alles „normal „.

    Ansonsten habe ich null Beschwerden durch Botox, nur die gute Wirkung. Weniger und leichtere Anfälle.

    Ganz wichtig ist, dass Botox nach dem Preempt-Schema gespritzt wird. Also auch die 31 Punkte.

    Natürlich wirkt auch Botox nicht bei jedem Migräniker. Aber ich persönlich kann nur empfehlen, es zu versuchen.

    Aber aufgepasst: man braucht Geduld, denn Botox zeigt manchmal erst nach 3 bis 4 Terminen die volle Wirkung.

    LG

    Jojo

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Willkommen im Forum, liebe Wokini. 🙂

    Es gibt keine besser verträgliche Prophylaxe als Botox. Nebenwirkungen gibts so gut wie keine, außer, es wird z. B. in eine Muskelpartie ein bisschen zu viel injiziert, dann kann es dort kurzfristig eine leichte Bewegungseinschränkung geben. Alles reversibel und zudem sehr unwahrscheinlich.

    Botox wirkt nicht nur lokal, sondern auch dadurch, dass die Ausschüttung des Acetylcholin (ein Neurotransmitter) reduziert wird, was sich positiv auf das Schmerzgeschehen auswirken kann.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 374

    Hallo ,
    ich hatte auch lange totale Angst, Botox auszuprobieren, es wurde mir schon vor drei Jahren empfohlen. Nun bin ich heilfroh, dass ich diese Angst überwunden und es genutzt habe, nach mittlerweile drei Behandlungen seit September geht es mir viiiiel besser, ich traue mich kaum es zu schreiben.
    Quasi das erste Mal, dass ich zu den respondern einer Prophylaxe gehöre.
    Keinerlei Nebenwirkungen, nur nach dem ersten Mal Kreislaufprobleme in der Praxis noch, wobei vermutlich auch viel Angst im Spiel war.
    Für mich ist es eine echte Gnade!
    Im letzten Jahr monatlich 15-22 Schmerztage, momentan nur wenige leichte.

    Mut tut gut:))

    Allen einen schönen Tag!
    Jasmin

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7337

    Hallo Wokini,

    Angst vor der Botoxbehandlung wegen des fehlenden Gegengifts muss du nicht haben. Es ist sehr stark verdünnt und die Hersteller wissen doch was sie tun! Außerdem wird es ja nicht erst seit gestern angewendet, es gibt lange Erfahrungen damit.

    Mir hat Botox jetzt seit 3 1/2 Jahren gute Dienste geleistet, absolut ohne Nebenwirkungen.

    Nur Mut und wie schon gesagt, nicht nur einmal machen lassen,
    Julia

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Hallo Wokini,

    jetzt auch noch meine Meinung zum Thema. Versuch es unbedingt, sollte es Nebenwirkungen geben, ist alles reversibel.

    Ich profitiere seit fünf Jahren. Anfänglich mit Angst, ist schließlich ein Gift, aber mittlerweile bin ich völlig locker und erwarte den nächsten Termin meist ungeduldig, weil etwa zwei Wochen vorher bei mir die Wirkung nachlässt.

    Ich denke mal, dass die Kasse auch nur zahlt, wenn leitliniengerecht gespritzt wird.

    Manchmal tut das Spritzen ein bisschen weh, es blutet bei mir auch öfter und fast immer habe ich verstärkt Migräne. Das kann aber auch damit zusammenhängen, dass die Wirkung der vorherigen Injektion nicht mehr da ist und die neue erst wirken muss. Manchmal bleibt für zwei Wochen Sensibilität, bei mir an den Kopfseiten. Auch muskelkaterähnliche Schhmerzen im Nacken kenne ich.

    Aber nie war ich beeinträchtigt beim schlucken, nichts hängt und nichts ist gelähmt.

    Weizete positive wirkung, neben Schmerzreduktion, meine strenge umd tiefe Stirnfalte ist weg und das wirkt auf meine Umwelt für mich spürbar positiv.

    LG Johanna

    Don Jan
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 64

    Hallo,

    ich wollte gerne meine Botoxerfahrungen mit Euch teilen.

    Ich bekomme nun seit 08/2017 Botox gespritzt. Anfangs 150 Einheiten, vor zwei Wochen 200 Einheiten. Leider zeichnet sich ab, dass es bei mir nicht hilft, sondern sich meine Migräne für mich persönlich verschlechtert.
    Früher hatte ich meine Anfälle gut im Griff. Zwei bis drei Mal pro Woche baute sich die Migräne langsam auf und klang auch langsam ab. Allerdings konnte ich den richtigen Ausbruch der Attacke gut steuern und in die Abendstunden legen (kleine Mengen Alkohol oder Nikotin waren meine bevorzugten Auslöser) und so konnte ich zur Tagesschau das Triptan einnehmen und die Nebenwirkungen wegschlafen. Das hat lange gut funktioniert. Dann habe ich Botox ausprobiert und die Migräne wurde unberechenbar für mich. Zwar hatte ich weniger Anfälle (1-2 pro Woche) aber deutlich heftiger. Dazwischen hatte ich wenigstens kaum noch Dauerkopfschmerz. Daher probierten wir 200 Einheiten aus. Die schießen mich aber komplett weg und ich muss sagen, dass für mich mit zwei kleinen Kindern der Alltag mit den regelmäßigen Attacken deutlich besser zu beherrschen war. Ich werde das Botox wohl nicht weiter nehmen und hoffe, zu meinem alten Rhytmus wieder zu finden.
    Aber einen Versuch war es definitiv wert.

    LG, DonJan

    SteffiN
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    Hallo Don Jan,

    mir ging es ähnlich. Meine Anfälle an sich sind zwar nicht schlimmer geworden, so wie bei dir, aber das Spritzen des Botox selbst war extrem schmerzhaft, hat dadurch eine lange Attacke ausgelöst und Wirkung habe ich keine feststellen können. Allerdings ist seitdem meine Stirn sehr viel schmerzempfindlicher, daher habe ich für mich mit Botox abgeschlossen. Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, nicht mehr mit solchen Sachen herumzuprobieren, ich habe das Gefühl, meine Attacken werden schlimmer, wenn ich vieles nehme und probiere. Seit Januar habe ich außer Candesartan andere Prophylaxen abgesetzt und seither geht es besser.

    Viele Grüße,
    Steffi

    Jojo
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 330

    Hallo Don Jan,

    Seit ich Botox gespritzt bekomme, haben sich meine Anfälle auch verändert.

    Mir scheint es, dass Botox die Anfälle abschwächt. Ich erkläre: wenn ich den Anfall jetzt „spüre“, muss ich gleich behandeln. Gehe ich, wie vor Botox, von der Triptanschwelle aus, ist der Anfall schon so weit fortgeschritten, dass ich ihn schwerer in den Griff bekomme.

    Aber jetzt kann ich es wieder besser einschätzen, behandle früher und kriege somit die Anfälle wieder schneller kupiert.

    Vielleicht ist es bei dir ja ähnlich wie bei mir.

    Liebe Grüße,

    Jojo

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Man sollte eine Prophylaxe natürlich nur dann weiterführen, wenn man sich gut damit fühlt. Nebenwirkungen sind extrem selten bei Botox, aber kommen doch auch mal vor. Allerdings wäre es sehr ungewöhnlich, dass sich im weiteren Verlauf die Migräne durch Botox verschlechtert. Eher würde ich mal annehmen, dass einfach nur keine Wirkung da war und die Migräne sich unabhängig davon verschlechtert hat.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Don Jan
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 64

    Liebe Bettina,

    Mut machen klingt aber anders 😉
    Wenn ich Dich richtig verstehe, wäre die Migräne ohne Botox noch schlimmer? Hofenntlich nicht.

    Vor Botox hatte ich das Gefühl, die Attacken in den Griff zu bekommen. Die Triptanschwelle war für mich immer zu spät, aber ich konnte es gut abschätzen, wann ich meine Zolmitriptan nehmen muss. Das fällt mir seit der Botoxbehandlung sehr schwer und ich habe trotz Triptan (auch verschieden ausprobiert), noch mehrere Tage „Nachwehen“.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Also Mut machen kann ich doch nur dann, wenn es auch Sinn macht. Ich möchte mich nicht unglaubwürdig machen. 🙂

    Wenn Du schilderst, dass Du nach der Botoxbehandlung weit mehr Probleme hast als davor, dann kann ich Dir doch nur raten, diese Behandlung einzustellen. 😉

    Es ist mit Botox so wie mit allen anderen Prophylaxe auch: Dem einen hilft es, dem anderen nicht. Aber lass Dich trotzdem nicht entmutigen, es gibt ja genug andere gut wirksame Prophylaxen. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

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