Status migraenosus

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  • Bettina Frank – Admin
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    Zu den sehr belastenden Migränekomplikationen gehört der Status migraenosus. Nachfolgend wird von Prof. Göbel beschrieben, wie er entsteht und wie man ihn am besten vermeiden kann.

    Wenn die Attacke nicht enden will

    Dauert die Kopfschmerzphase einer Migräneattacke trotz Behandlung länger als 72 Stunden, wird diese als Status migraenosus bezeichnet. Gewöhnlich tritt ein Status migraenosus erst bei einer längeren, mehrjährigen Migräneerkrankung in Verbindung mit andauerndem Medikamenten-Übergebrauch auf. Bevor der Arzt konsultiert wird, hat der Patient dann mindestens 3 Tage mit ausgeprägter Übelkeit, Erbrechen und sehr starker Kopfschmerzintensität durchlebt. Die medikamentöse Selbsthilfe, meist mit einer bunten Mischung verschiedenster Substanzen und Kombinationspräparaten, erbrachte während der Zeit keinen Erfolg.

    Dies ist ein trauriges Kapitel, weil es in den meisten Fällen unnötig ist. Ich möchte Ihnen schildern, was der Arzt in einem solchen Falle tun kann, damit Sie – sollten Sie selbst einmal betroffen sein – die Behandlung selbst einschätzen können:

    Der Arzt kann in solchen Fällen eine stationäre Behandlung erwägen. Mit anderen Worten: Der Patient sollte in eine Klink eingewiesen werden. Dann sollte der Patient sofort

    1000 mg Lysinacetylsalicylat in Kombination
    mit

    10 mg Metoclopramid
    intravenös bekommen.

    Anschließend wird eine mit Medikamenten bewirkte Ruhigstellung (Sedierung) eingeleitet. Hierzu kann

    Levomepromazin 3 x 25 mg per os
    oder

    Diazepam 3 x 10 mg
    über 2 Tage mit allmählicher Dosisreduzierung verabreicht werden.

    Als weiterer Schritt kann die zusätzliche Gabe von entzündungshemmenden Medikamenten die Besserung des Status migraenosus beschleunigen. Dazu kann z.B. die Anwendung von

    Dexamethason (intravenös), zu Beginn 24 mg mit nachfolgenden Einzeldosen von 6 mg in sechsstündigem Abstand für 3 bis 4 Tage,
    erfolgen. In Einzelfällen gibt es auch andere Therapiestrategien, die jedoch hier nicht näher ausgeführt werden können.

    Damit’s nicht wieder passiert
    Nach Abklingen des Status migraenosus ist eine ganz besonders tiefgehende Analyse der Migräne-Geschichte und der bisherigen Behandlung erforderlich. Gewöhnlich zeigt sich dabei eine nicht optimale Migräneprophylaxe und ein falscher Gebrauch von Medikamenten. Meist ist in solchen Fällen leider auch eine stationäre Medikamentenpause und eine medikamentöse Prophylaxe der Kopfschmerzerkrankungen notwendig.

    Zudem muss der Patient eingehend beraten werden und im Gebrauch nichtmedikamentöser Therapieverfahren unterrichtet werden.

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    SimonPhoenix
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 753

    Bin grade voll baff,

    ich hab das als normal angesehen, dass 2 Anfälle direkt hintereinander oder auch zum Teil während einander passieren können.
    Ist die Behandlung echt so nötig ?

    Anonym
    Beitragsanzahl: 1356

    ob die behandlung so nötig ist, wird dir dein körper schon sagen. 😉
    wenn du die schmerzen nicht aushalten kannst, dann ist die behandlung anscheinend nötig ;).

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Simon, dies ist nur ein Beispiel, welche Behandlung möglich wäre. Ein Status migraenosus zeigt natürlich auch unterschiedliche Facetten und nicht jeder Status ist so schlimm und belastend, dass man so vorgehen muss.

    Geht die Komplikation aber einher mit schweren, nicht behandelbaren Schmerzen, unstillbarem Erbrechen, Durchfall, Schwindel und sonstigen beeinträchtigenden Begleiterscheinungen, ist o.g. Behandlung mehr als angezeigt. Hier muss man schon sehr differieren.

    Liebe Grüße
    Bettina

    SimonPhoenix
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 753

    ah ok, danke. Mir war gar nicht klar, dass das n Sonderfall ist.
    Bislang konnte ich die Schmerzen aushalten.

    War zwar 2 mal kurz davor ins Krankenhaus zu gehen, versteh aber jetzt durch das Forum, dass es durch das Tramadol gekommen ist. Tja selber schuld, wenn man keinen ordentlichen Arzt aufsucht.

    muri
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 324

    hallo,

    ich wollt mal kurz mein „leiden“ berichten.
    im normalfall hab ich 1-2 anfälle pro woche, die sich gut mit sumatriptan behandeln lassen.
    nun seit 14 tagen hab ich heute den 8. anfall.
    weiterhin spreche ich gut auf sumatriptan an, aber die anfälle häufen sich.
    bin gerade ziemlich verzweifelt, und hoffe hier auf ein paar tipps oder zuspruch.
    ich weiss, das ihr das alles auch schon durchgemacht habt und hoffe das es bald wieder besser wird.
    vielen dank, das ihr einen immer so viel mut macht!

    liebe grüße
    andrea

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Liebe Muri,

    ist es bei Dir vielleicht auch so, dass die Anfälle im Frühjahr und Herbst vermehrt auftreten?

    Um die Medikamenteneinnahme vielleicht etwas reduzieren zu können, wäre es möglich, zusätzlich zum Triptan noch 500 mg Naproxen zur Wirkverlängerung einzunehmen, da die Halbwertszeit des Sumatriptan nicht so lange ist. Vorher noch ein Antiemetikum, was die Wirkung des nachfolgenden Triptans verbessert. Auf diese Art und Weise kann ein Anfall eventuell schneller komplett gestoppt werden und der Wiederkehrkopfschmerz hält sich dann auch in Grenzen.

    Sonst, mehr an die Entspannung denken, regelmäßige Mahlzeiten und moderater Ausdauersport. Aber das machst Du sicher sowieso, wenn ich mir Dein Avatar betrachte. 😉

    Solltest Du einen Status migraenosus haben, findest Du die Behandlungmöglichkeiten oben auf dieser Seite. Kortison und z.B. ein Diazepam können auch einmalig eingesetzt schon den Durchbruch bringen. Alles natürlich immer nur in Absprache mit Deinem behandelnden Arzt.

    Gute und schnelle Besserung und liebe Grüße
    Bettina

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5570

    Liebe Andrea,

    Tipps hat dir Bettina schon gegeben, von mir kriegst du noch ein wenig Zuspruch: Mich hat es in diesem März auch so schlimm erwischt wie schon seit Jahren nicht mehr. Und dabei habe ich an meinem Verhalten nichts geändert, die Lebensumstände sind auch gleich geblieben. Ich weiß es einfach nicht, wieso mein Kopf in diesem Monat so „entgleist“.
    Ich kann es leider nicht ändern, mir fällt auch nichts ein, was ich besser machen könnte. Ich hoffe einfach, dass es im nächsten Monat wieder besser wird und sich im „Migräne-Normalmaß“ einpendelt. Ich versuche, es ganz gelassen zu nehmen (was mir an migränefreien Tagen auch recht gut gelingt… 😉 ) und würde mich erst dann zu weiteren Schritten entschließen, wenn es drei Monate lang so bleiben würde.

    Hoffen wir nun gemeinsam auf einen besseren April!

    Lieber Gruß
    Heika

    Cinderella
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 548

    Hallo,
    mir geht es leider in diesem Monat ähnlich.Ich hatte heute nacht den 9 ten Anfall in diesem Monat.Und der Monat geht noch bis nächste Woche Donnerstag.Diesmal werde ich ganz bestimmt auf 11-12 Triptane kommen.Versuche mich dann im nächsten Monat mal mit dem naproxen.
    Muß man das eigentlich verschreibenlassen,oder gibt es das so in der Apotheke zu kaufen?Hab ich das richtig verstanden,dass man erst das Triptan einnimmt und zwei Stunden später das Naproxen?Eine Freundin sagte mir heute,dass ich mal wieder auf Maxalt umsteigen soll.Die Halbwertzeit ist auch etwas länger als beim Sumatriptan.
    Alles andere ist mir zu teuer von der Zuzahlung.Nun habe ich aber gerade erst eine neue Packung Suma angebrochen.Da sind noch 11 Tabletten drin.Wenn die Packungleer ist,werde ich umstellen.Muß man bei dem Naproxen eigentlich einen Magenschutz wie z.B bei dem Ibu nehmen?
    Und Heika hatte gut geschrieben,dass man erst umdenken soll oder muß,wenn der Zustand länger als 3 Monate anduert.Das beruhigt mich auch ein wenig.
    LG Cinderella

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7350

    Die 250 mg Naproxen kannst du kaufen und zum Ausprobieren 2 nehmen. Die 500 mg kriegst du dann auf Rezept. Beim Suma nehm ich sie sofort dazu, die braucht ja länger bis sie wirkt, da ist das Suma sonst schon verflogen. Magenschutz solltest du mit dem Arzt besprechen, da dadurch die Calciumaufnahme behindert wird.
    LG
    Julia

    Cinderella
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 548

    Hallo,
    also gleich das Naproxen mit demSuma zusammen?Werde ich mir morgen gleich besorgen.Vielen Dank für den Tip liebe Julia,wie auch für alle anderen Deiner Tips.
    Cinderella

    muri
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 324

    hallo ihr lieben,
    danke für die tipps und den zuspruch.
    ich muss sagen, mein fehler ist sicherlich am ehesten in der entspannung zu suchen. die kommt bei mir zu kurz, obwohl ich es mir jeden tag vornehme. aber ich hatte ja immer schon viel stress…. aber ich denke im alter verändert sich die migräne, oder? ich leide jetzt seit 30 jahren darunter.
    noch eine frage: mein hauptschmerz sitzt im nacken. wird die migräne jetzt von nackenverspannungen ausgelöst, oder kommt der nackenschmerz erst von der migräne?
    manchmal ist es alles schwierig nachzuvollziehen, und man sucht nach den auslösern und will auch diese vermeiden. ständig ist man bemüht alles gut zu machen um KEINE migräne zu bekommen und das setzt einen wiederum unter druck, das man sie bekommt….
    achje… wir habens nicht einfach!!!!!
    aber die sonne scheint, und das ist ja schonmal was 😉
    ich wünsche euch einen schönen tag!!!
    andrea

    Cinderella
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 548

    Hallo Andrea,
    manchmal weiß man gar nicht,ob man nur Nackenschmerzen hat,oder ob daraus eine Migräne wird.Ich habe immer Angst mit Nackenschmerzen ins Bett zu gehen,denn die Migräne in der Nacht empfinde ich am aller schlimmsten.
    Nein,wir haben es nicht einfach das Beste daraus zu machen.Meine Migräne wurde mit zunehmendem Alter leider immer schlimmer.Streß ist der größte Auslöser,aber auch das Wetter,die Hormone,Nahrung u.s.w
    Hier darf man auch mal jammern und sich fallen lassen.Man wird immer wieder aufgefangen.
    LG Cinderella

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Liebe Andrea und Cinderella,

    in der Regel gehören die Nackenschmerzen schon zum Migränegeschehen dazu. Die Migräne beeinträchtigt nicht nur den Kopf, sondern auch andere Teile des Körpers, die damit eigentlich gar nichts zu tun haben.

    Das heißt natürlich nicht, dass ganz arge Verspannungen, die man sich durch schlechte Haltung, schweres Tragen oder sonst was zugezogen hat, nicht auch mal einen Anfall provozieren können. Aber meist ist es die Migräne selbst, die sich damit schon ankündigt.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Marion
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 175

    Hallo Bettina,

    ich lese das hier gerade und bin verwundert, weil ich schon mit nem Status mehrmals im Krankenhaus lag und immer mit Kortison behandelt wurde.
    Leider ist es so, das ich immer wieder in einen Status Migränosus komme. Doch außer eine Schmerzmittelpause zu machen und mich aus dem Status zu holen, kann mir hier vor Ort keiner helfen.
    Nur leider ist da mein Problem ja nicht mit behoben!
    Bis jetzt bin ich schon bei 12 Triptanen und der Monat ist noch nicht um. Ich weiß, das ist zu viel, aber bei ca. 18-20x Migräne im Monat…
    Ich war erst im Jan/Feb in Kiel.
    Keine Prophylaxe hilft bis jetzt.

    Lg
    Marion

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Liebe Marion,

    inwiefern bist Du verwundert, magst Du das noch weiter ausführen?

    Teste immer weiter neue Prophylaxen, so hab ich das auch gemacht. Immer wieder ist eine Prophylaxe dabei, die einige Jahre gut hilft, manche auch noch länger. Man sollte sich nicht damit abfinden, dass nichts hilft. Es lohnt sich sehr, hier weiter dranzubleiben.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Marion
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 175

    Liebe Bettina!

    Ich bin insoweit verwundert, da es scheinbar ja auch noch andere Alternativen zum Kortison gibt, die man vorher noch ausprobieren kann.

    Zu den Prophylaxe, da meinen die Ärzte hätte ich alle schon durch und deshalb versuchen wir jetzt „alte Prophylaxen“ in Kombination mit Botox. Im Moment bin ich wieder bei Topiramat (obwohl ich da last mit Kribbeln in den Händen und Füßen habe, trotz Bananen) und Doxepin (wobei das neu ist, ich aber jetzt auch schon 4 Monate nehme).
    Ich wäre auf jedenfall auch bereit, neue Prophylaxen auszuprobieren, denn so kann es ja nicht weitergehen.

    Liebe Grüße
    Marion

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Liebe Marion,

    natürlich kann man auch ohne Kortison aus einem Status rauskommen, aber mit Kortison gehts schneller und einfacher.

    Lies mal in unserer Gruppe zur medizinischen Prophylaxe, wie viele verschiedenen Prophylaxen es gibt. Sicher hast Du noch nicht alle durch, so dass es eigentlich noch nicht den Grund gibt, die alten alle noch mal durchzutesten. Aber gut, dass Du dranbleibst, denn abfinden sollte man sich mit so einer Situation nicht.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Marion
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 175

    Liebe Bettina!

    Das werde ich, danke!

    Ist auf jedenfall schon mal gut zu wissen, daß es da so viele verschiedene Propylaxen gibt.

    Liebe Grüße
    Marion

    Adrenalin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 29

    Hallo zusammen,
    da habe ich doch tatsächlich das passende Forum gefunden 🙂
    Ich kann nicht genau sagen, wie lange ich im Status bin…auf jeden Fall über 1Jahr. Ich müsste das erst nachschauen…
    Es hört einfach nicht auf und ich kann es bisher mit keiner Therapie durchbrechen.
    Ich hoffe auf eventuelle Ratschläge, die nicht die gängigsten sind, da ich natürlich viel ausprobiert habe.

    Leibe Grüße
    Adrenalin

    Elfe
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 62

    Liebe Adrenalin,
    da ich auch gerade einen Status hatte, beschreibe ich dir alle Register, die ich diesmal alle gleichzeitig ziehen mußte:
    1. Tag 100 mg Prednisolon + 40 mg Pantoprazol + 3 x tgl. je 10 mg Diazepam
    2. Tag 100 mg Prednisolon + 40 mg Pantoprazol + 1 x 10 mg Diazepam
    Die ganze Prozedur versuche ich auf höchstens viermal pro Jahr zu begrenzen. Und das Diazepam ist dabei allerdings für mich ganz wichtig. Damit schlafe ich manchmal tatsächlich 11 Stunden am Stück und dann ist der Kopf wieder frei. Klar bin ich danach auch noch weitere fünf Tage vom Kortison total erschöpft, aber mit diesen Hilfsmitteln bekomme ich auch sehr lange anhaltende Schmerzzustände in den Griff.
    Von einen Status, der wirklich ein Jahr dauert habe ich allerdings noch nie gehört. Könnte es bei dir auch ein NDPH sein?
    Auf jeden Fall wünsche ich dir sehr, dass sich an deinem Zustand bald etwas ändert!!!
    Liebe Grüße,
    Elfe

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27721

    Hallo Adrenalin,

    das nennt man keinen Status migraenosus sondern entweder chronische Migräne oder chronischen Spannungskopfschmerz. Würdest Du einen Übergebrauch haben (was ja nicht der Fall ist, wäre es ein MÜK).

    Versuche doch das Botox, das Dir bereits empfohlen wurde und das wirklich gut helfen kann bei praktisch null Nebenwirkungen 😉 Sollte es nicht greifen, kannst Du immer noch über andere Wege nachdenken.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Adrenalin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 29

    Liebe Elfe, vielen Danke für deine Antwort! Sehr interessant zu wissen, welche Therapie Andere handhaben.

    Liebe Bettina, ich dachte, da es wirklich die ganze Zeit durchgehend Migräne ist, dass es darunter fällt – zumindest wurde es mir auch so einmal diagnostiziert. Ich werde mir einen Botox-Termin besorgen, da es noch dauern wird, hätte ich gerne zur Überbrückung Ratschläge, daher meine Frage.

    Liebe Grüße

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27721

    Liebe Adrenalin,

    ch werde mir einen Botox-Termin besorgen, da es noch dauern wird, hätte ich gerne zur Überbrückung Ratschläge, daher meine Frage.

    entweder Kortison, um zu versuchen, den Schmerzkreislauf zu durchbrechen – aber während der Zeit und einige Tage danach muss man absolute Ruhe einhalten! Kein Sport, keine Anstrengung, besser sogar krankschreiben lassen.

    Oder Du versuchst es einige Zeit mal abends mit einem Andidepressivum. Kann auch helfen, die Überempfindlichkeit zu senken.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Adrenalin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 29

    Liebe Bettina,

    vielen Dank für deinen Ratschlag! 🙂
    Liebe Grüße

    Mimi_56789
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Hallo,

    Mich würden auch die Prophylaxe Möglichkeiten für den Status migränosus interessieren, da ich gerade das erste Mal so etwas erlebt habe und auf jeden Fall in Zukunft versuchen möchte, so etwas zu vermeiden.
    Leider finde ich die Suchfunktion in dem Forum einfach nicht. Oder liegt es evtl am Iphone?

    Mir hat heute jemand Qi Gong empfohlen… Hat jemand Erfahrung damit? Kann das etwas bringen?

    Gibt es denn noch andere Ursachen als Medikamentenübergebrauch die einen Status migränosus auslösen können? Ich denke eigentlich nicht dass das bei mir der Fall war bei normalerweise max 1-3 Migräne Tagen pro Monat🤔

    Liebe Grüße,
    Magdalena

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5570

    Liebe Magdalena,

    bei 1-3 Tagen Migräne pro Monat kannst du einen Medikamentenübergebrauch definitiv ausschließen 🙂 . Einen Status migraenosus gibt es manchmal – einfach so. Ohne Ursache.

    Da es sich auch nur um Migräne handelt, genauso wie kürzere einzelne Attacken, nur beim Status eben über mehrere Tage hinweg, gibt es keine spezielle Prophylaxe für einen Status, es gelten alle üblichen Empfehlungen für Migränepatienten.

    Wie behandelst du denn deine Migräneattacken? Genauso kannst du auch im Status behandeln.
    Wie lange dauerte denn dein Status? Wenn bei mir ein Status nicht enden will, nehme ich einmalig Cortison in Tablettenform ein, das hat bislang immer geholfen (oder der Status wäre dann eh von alleine weggegangen 😉 ), man kann im Notfall auch Cortison über mehrere Tage hinweg einsetzen, damit der Kopf wieder zur Ruhe kommt.

    Qigong ist eine fernöstliche Entspannungsmethode.
    Entspannung ist generell ein wichtiger Bereich für uns Schmerzpatienten. Welche Methode man dabei anwendet, ist nebensächlich. Sie muss zu uns passen, damit wir sie gerne tun und gut dabei entspannen können.

    Ich habe Qigong während meines Aufenthaltes in der Schmerzklinik Kiel ausprobiert. Wir wurden keine Freunde. 😉 Ich arbeite lieber über die reine Körperwahrnehmung und das Nachspüren der Atembewegungen.

    Lieber Gruß
    Heika

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Liebe Magdalena,

    ein Status migraenosus ist eine Komplikation, die leider mal auftreten kann, wenn man schwer betroffen ist. Oder auch dann, wenn besondere Umstände eingetreten sind. Bei Dir könnte die bestehende Schwangerschaft ein auslösender Faktor sein und dann gestaltet sich die Therapie natürlich um einiges schwieriger. Aber in der PN hatte ich Dir ja bereits einiges aufgelistet.

    Versuche es doch mal mit Qigong, vielleicht kommst Du ja damit zurecht? Meins ist das nicht (da gehts mir wie Heika), aber Menschen sind sehr unterschiedlich. Einfach das wählen, was zu einem passt und was einem liegt.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Mimi_56789
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Liebe Heika,

    Normalerweise behandle ich meine Migräne mit Rizatriptan, was eigentlich bis jetzt immer gut angeschlagen hat.
    Der Status dauert an seit letztem Freitag, also heute den 9. Tag, wobei es heute um einiges besser ist. Aber von schmerzfreiheit kann man noch nicht sprechen… 4-5 würde ich auf der Schnerzscala sagen. Es ist erträglich. Ich hoffe es flaut jetzt dann auch bald ab.

    Rizatriptan habe ich dann ab dem 6. Tag nicht mehr genommen weil die Schmerzen immer schneller zurückgekehrt sind und mir das ganze dann zuviel wurde, weil ich schwanger bin.

    Danke Bettina, ja das mit dem Magnesium täglich werde ich jetzt auf jeden Fall machen, das ist ja in der Schwangerschaft grundsätzlich eh nicht schlecht.
    Und Qi Gong werde ich mir auch einmal ansehen…Einen Versuch ist es wohl wert.

    Wenn man jetzt nicht schwanger ist, wie lange kann man es denn mit Triptanen im Status versuchen? Und ab wann sollte man dann eingreifen mit Kortison oder ähnlichem?
    Und kann so etwas der Neurologe auch geben oder muss man dafür in die Notaufnahme bzw. Krankenhaus?

    Liebe Grüße
    Magda

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Liebe Magda,

    Wenn man jetzt nicht schwanger ist, wie lange kann man es denn mit Triptanen im Status versuchen? Und ab wann sollte man dann eingreifen mit Kortison oder ähnlichem?
    Und kann so etwas der Neurologe auch geben oder muss man dafür in die Notaufnahme bzw. Krankenhaus?

    innerhalb der 10/20-Regel kann man behandeln. Und solange die Triptane wirken, geht das auch mal in Ordnung. Man muss halt grundsätzlich aufpassen, die 10 Tage im Monat nicht öfter zu überschreiten. Ein schlechter Monat führt aber noch nicht in einen MÜK. In der Notaufnahme im Tropf wird oft Novalgin, ASS, Vomex oder Diazepam gegeben.

    Kortison setze ich nur ganz selten, vielleicht einmal im Jahr ein. Manchmal reicht auch eine einmalige Dosis mit 100 mg Prednisolon, um den Schmerzkreislauf wieder zu durchbrechen.

    Liebe Grüße
    Bettina

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