Hallo “Kopflos”,
einen ähnlichen Beitrag wie du hatte ich vor einem dreiviertel Jahr im alten Forum verfasst
.
Mein damals noch 11jähriger Sohn litt unter chronischer Migräne, bis das heraus gefunden wurde, dauerte es eine ganze Weile. Auch sprachen bei ihm Schmerzmittel fast nie an, erst, als er Domperidon vor dem Schmerzmittel einnahm (hilft bei der Resorption, da der Magen bei einer Attacke meistens die Arbeit einstellt) halfen sie manchmal.
Letzter Ausweg bei uns war eine wirksame Prophylaxe. Ferner haben wir großes Augenmerk darauf gelegt, die Migränetrigger möglichst auszuschließen.
Dazu gehört ein ganz regelmäßiger Tagesablauf, kohlenhydratreiches Essen, limitierte Zeiten vor dem Fernseher u. Computer (bitte Flachbildschirme benutzen!), Austausch von den Sparlampen in normale Glühbirnen, Vermeidung von Stress u. körperlicher Überbelastung etc..
Die wirksame Prophylaxe und die Verhaltensmaßregeln haben dazu geführt, dass die Migräneattacken momentan nur noch sehr selten sind. Mein Sohn kann wieder ein “ganz normales Leben” führen, nachdem er monatelang im abgedunkelten Zimmer liegen musste.
Die Prophylaxefindung ist gerade bei Kindern ziemlich schwierig, da nur wenige Mittel für sie zur Verfügung stehen. Antidepressiva sind in der Migräneprophylaxe ein gängiges Medikament, das sollte dich erst einmal nicht ängstigen. Auch mein Sohn hatte sich durch seine Prophylaxe (kein Antidepressiva) verändert. Er ist “langsamer” geworden und hat innerhalb kürzester Zeit ganz viel an Gewicht zugenommen, aber er hat endlich wieder am Leben teilnehmen können. Was sind da schon ein paar Kilos (die er momentan, nach Absetzung der Prophylaxe, regelrecht wieder “abwirft” – in 2 Wochen 4 1/2 Kilo weniger)? Ob die Prophylaxe deiner Tochter tatsächlich das beste Mittel der Wahl ist, kann ich allerdings nicht einschätzen.
Bist du denn mit eurem Schmerzspezialisten zufrieden? Wieso hat er denn nicht die Prophylaxe angeordnet, sondern der Kinderarzt? (das ist mir nicht so ganz klar)
Ich bin mir ganz sicher, dass auch für deine Tochter ein Weg gefunden wird, ihre Migräne in den Griff zu bekommen.
Liebe Grüße
Monika