migräneäquivalent kinder

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  • LIANSTE
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    Hallo ihr Lieben,

    Seit etwa Januar hat meine Tochter (11 jahre) zwischendurch Erbrechen. Im Januar Februar war es sehr schlimm. Alle zwei Wochen für 2 – 3 Tage schlimmste Übelkeit und mehrfach erbrochen. Dann ging es von selbst wieder weg. Jeweils im Frühling und Sommer kam es wieder. Sie hat meistens abends ein wenig erbrochen und das für ca 2 Wochen. Wir sind dann im Juli in die kindertagesklinik Bremen Links der Weser. Magenspiegelung Blut etc. Kam nix bei raus.
    Vor acht Wochen mußte sie morgens Erbrechen. Nicht doll. Das dann 3 Tage lang. Ist dann auch zu Hause geblieben da sie allgemein schwach war. Am 4ten dann wieder zur Schule. Ich mußte sie abholen da ihr so schwindelig war, das sie kaum sehen konnte und extreme Kopfschmerzen. Dann geht’s richtig los. Sie erbricht extrem. 4 – 5 mal. Dann schläft sie und dann ist alles wieder gut. Das selbe hatten wir jetzt die ganze Woche wieder. Heute waren wir beim Kinderarzt und er gab uns die Überweisung zum Kinderneurologen mit Verdacht auf migräneäquivalent. Kennt das jemand von euch?
    Ich weiß nur irgentwie nicht weiter. Ich kann ihr nicht helfen und das macht mich fertig.
    Es ist ja nicht zur gesundheilich auch in der Schule die Fehltage.

    Vielleicht kann mir ja jemand sagen ob das mit der Migräne in Betracht gezogen werden könnte.

    LG Lianste

    heika
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    Liebe Lianste,

    herzlich willkommen bei Headbook!

    Ja, ich kenne das alles auch. Meine Tochter hatte heftiges Erbrechen und Bauchkrämpfe, keine Kopfschmerzen, und wenn sie nach einigen Stunden einschlief, war nach dem Wachwerden meist alles vorbei.
    Schau mal hier, da wurde auch schon über dieses Thema geschrieben:

    http://www.headbook.me/groups/die-kindliche-migrane/forum/topic/migraene-und-oder-bauchschmerzen-bei-11-jaehriger-tochter/

    Unser Kinderarzt war zum Glück total clever, der hat gleich auf abdominelle Migräne getippt und uns ein leichtes Schmerzmittel empfohlen. Das Problem war nur, dass sie es bei sich behalten musste… Abdominelle Migräne bei Kindern geht oft sogar ganz ohne Kopfschmerzen einher, da spielt sich vieles im Bauch ab.

    Als Mutter fühlt man sich tatsächlich hilflos, man würde es dem Kind so gerne abnehmen!

    Vielleicht macht es dir Mut: Meine Tochter hat dieses Problem noch vor der Pubertät verloren. Bei Kindern ist noch vieles im Fluss. Am besten informierst du dich ausführlich über Migräne bei Kindern, schau auch mal hier:

    Eine Regelmäßigkeit im Alltag ist wichtig, also auch regelmäßige Essenszeiten mit gesunder Mischkost, die immer auch Kohlenhydrate enthalten sollte. Regelmäßiges und ausreichendes Trinken, auch mal Entspannungspausen zwischendurch und insgesamt einen möglichst gelassenen Umgang mit dieser Problematik können gut helfen.

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 7 Monate von  heika.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 7 Monate von  heika.
    LIANSTE
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    Hallo Heika,

    Da ich ja Montag erst den Termin mache beim neurologen in Oldenburg und dann wohl noch ewig aufm Termin warten muss, wie es in Deutschland so üblich ist, und ich bzw sie noch keine Diaknose hat,Frage ich mal blöd, ob es sinnvoll ist, wenn sie wieder spuckt ihr schmerzhaft zu geben? Es geht ja über Tage. Wenn die Kinder es nicht drin behalten, wären da Zäpfchen nicht sinnvoller?

    Wenn ich dazu alles so lese, klingt es alles nach meinem Kind.

    LG lianste

    heika
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    Nun, Lianste, bei den Zäpfchen müssen die Kinder ab einem gewissen Alter mitmachen 😉 . Wenn deine Tochter da sehr unkompliziert ist, ist das auf jeden Fall eine gute Sache, weil sie bei starker Übelkeit nichts schlucken muss. Schade, dass euer Kinderarzt euch keinen Rat mit auf den Weg gegeben hat.

    Lass dich doch mal in der Apotheke beraten, was sich eignen würde. Unsere Zeit liegt schon zu lange zurück, da gibt es inzwischen sicherlich neue Erkenntnisse bei der Medikation.

    Bei der Anmeldung zum Kinderneurologen würde ich ganz deutlich erklären, wie schlimm deine Tochter aktuell betroffen ist und wie sehr sie leidet. Hoffentlich geht es dann mit der Terminfindung ein wenig schneller.

    Alles Gute für euch!
    Heika

    LIANSTE
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    Er hatte mir heute nur allgemeinen Schmerzsaft gegeben, da unserer leer war.
    Bin mittlerweile froh, das ihr Arzt sich kümmert, denn vorher wurde man schnell Vor allem von den arzthelferin als alberne Mutti hin gestellt. Ist ja normal, ist ja grippezeit.
    Also kann ich ihr bei der Übelkeit Schmerzhaft ohne vorhandenen Schmerz geben?
    Rufe da Montag mal an und mach einen Termin auch beim Kinderarzt um zu fragen, wegen der Schmerzmittel.

    Erstmal tausend Dank für deine Mühe und Zeit die du hier opferst.

    LG
    lianste

    heika
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    Liebe Lianste,

    ich habe das damals auf Anraten des Kinderarztes so gemacht, dass ich meiner Tochter ein Schmerzmittel gab, obwohl sie keine Schmerzen, sondern „nur“ Bauchkrämpfe und Erbrechen hatte. Auch wenn es mir seltsam vorkam. Doch es hat tatsächlich gewirkt. Ich würde es an eurer Stelle einfach mal ausprobieren.

    Sollte es wirken, bedenke bitte immer, dass man nur an maximal 10 Tagen pro Monat Schmerzmittel nehmen sollte, nicht mehr. Das ist so einen Grundregel, denn geht man ständig darüber hinaus, kann man Kopfschmerzen von den Kopfschmerzmitteln bekommen.

    Ein Mittel nur gegen Übelkeit würde ich persönlich wahrscheinlich nicht einsetzen. Ich habe nachgelesen, dass man das Vomex (der Inhaltsstoff ist das Mittel, das man gegen die normale Reiseübelkeit nimmt) zwar Kindern ab 6 Jahren geben kann, doch bei mir bewirkt es eine starke und recht lange anhaltende Müdigkeit. Bei Kindern dauern die einzelnen Attacken in der Regel doch recht kurz, da würde das Mittel noch darüber hinaus nachwirken und das möchte man ja nicht, dass die guten Zeiten dazwischen auch noch beeinträchtigt sind.

    Hier in Headbook hilft jeder jedem gerne. Ich habe selber erfahren dürfen, wie wertvoll das ist. Denn wir wissen alle, was solche Schmerzerkrankungen wirklich für den Alltag bedeuten, wie jetzt auch bei euch für den Schulalltag. Am besten überhörst du geflissentlich all die Bemerkungen deiner Umgebung wie „Es wird schon nicht so schlimm sein.“ oder „Kinder können doch noch gar keine Kopfschmerzen haben.“, falls du mit so etwas konfrontiert sein solltest.

    Lieber Gruß
    Heika

    Bettina Frank – Admin
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    Willkommen, liebe Lianste. 🙂

    Heika hilft Dir schon so super weiter, wollte Dich nur kurz begrüßen. Bin grad auf Reisen, Internet nippelt hier dauernd ab.

    Bei Deiner Tochter kann noch das zyklische Erbrechen mit dazukommen, das wiederum eine eigenständige Migräneart ist. Da sie durch das häufige Erbrechen auch andere Schwierigkeiten bekommen kann durch die dann fehlenden Elektrolyte, sollte sie wie ein Notfallpatient behandelt werden. Notfalls auch stationär in einer spezialisierten Klinik.

    Antiemetika können Sinn machen, wenn „nur“ das Erbrechen besteht und sonst kein Kopfschmerz oder Bauchkrämpfe. Sonst auch Schmerzmittel, wie Heika bereits rät.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    LIANSTE
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    Hallo Bettina,
    Danke für die liebe Begrüßung.

    Wie schon gesagt anfang des Jahres war es das sie einmal in der Woche für einen Tag extrem gebrochen hat. Und das Paar Wochen lang. Dann im Frühjahr und Sommer für jeweils 2 Wochen jeden Abend leicht. Und dann zwischendurch natürlich immer wieder vereinzelt Übelkeit. Und Nu ist ihr zum 2ten mal ca 4 Tage schlecht und müde mit leichten Erbrechen. Und der 5te Tag mit extremen Kopfschmerzen, starken Schwindel und heftigen Erbrechen. Wenn dann alles raus ist und sie sich erholt hat ist alles gut und sie hat Hunger ohne ende. Klingt alles extrem ungewöhnlich, aber ihr Gewicht ist auch nicht gerade hoch. Man macht sich echt Gedanken. Falls wir noch keinen Termin bis zum nächsten mal haben, werde ich es mit schmerzsaft testen. Von Antiemetika halte ich nicht viel, denn selbst bei einer niedrigeren Dosis ist sie kaum noch ansprechbar und schläft nur noch.

    Vielen Dank für eure Hilfe.

    LG lianste

    LIANSTE
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    Beitragsanzahl: 5

    Hallo ihr Lieben,

    Wollte eben einen neuen Zwischenstand abgeben. Unsere Kleine wurde Donnerstag in die Kinderklinik eingewiesen, da sie nur noch lag und ihr immer schlecht war. EEG wurde vorgestern gemacht und war ok. Außer das sie zwischendurch unruhig war. Was in dem Alter auch normal ist. Herz etc alles in Ordnung. Woran es liegen könnte, es wurde eine fructose Intoleranz festgestellt. Der Wert war schnell auf 200. Leider keine Ahnung,ob es hoch ist. Gestern Abend wurden wir entlassen. Da die Ärzte sich noch nicht sicher sind, ob es alles an fructose Intoleranz lag, müssen wir in zwei Wochen nochmal in die klinik zum MRT. Haben erst mal vomex Zäpfchen mitbekommt da ihr die anderen ja nicht gut taten. Wir müssen erstmal mit der Intoleranz anfangen zu leben, da sie die ersten 4 Wochen ja im Prinzip auf alles verzichten muss. Vielleicht war es das ja oder die Migräne kommt noch dazu. Zumindest glauben die Ärzte das diese eventuell vorhanden ist.

    Liebe Grüße lianste

    • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monate, 1 Woche von  LIANSTE.
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