Migräne und Urlaub

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  • Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 464

    Um den Aimovig-Thread nicht zu sprengen, möchte ich hier mal eine neue Diskussionsrunde aufmachen.

    Begonnen hat es damit, dass manche offenbar das Fliegen nicht vertragen.
    Mir hingegen macht das Fliegen nichts aus. Ich habe aber große Probleme mit längeren Autofahrten vor allem, wenn sie mit Staus verbunden sind.

    Urlaube, die mich zu längeren Autofahrten zwingen sind von vorneherein gestrichen, auch wenn das viele in meinem Bekanntenkreis überhaupt nicht verstehen können.

    Grundsätzlich gilt aber auch bei mir, dass die Länge der Anreise im Verhältnis zur Länge des Aufenthalts stehen muss. Kurz mal fürs Wochenende wohin fliegen ist auch mir zu stressig. Daher habe ich z.B. auch ein kleines Problem mit dem Forentreffen, das für mich weiter weg ist als Italien.

    LG Anna

    Elfe
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 62

    Liebe Anna,
    vielleicht kann dir helfen, wesentlich langsamer als normal autozufahren. Mein Mann ist ein sehr geruhsamer Autofahrer und „schleicht“ meist mit 100 km/h über die Autobahn. In diesem Tempo komme ich problemlos bis Kroatien. Wenn ich bei anderen Fahrern mitfahre, die 160 km/h fahren, ist die Migräne dagegen vorprogrammiert. Genauso bereitet mir das Fahren im ICE ordentliche Migräneattacken. Geschwindigkeit scheint also auf jeden Fall eine Rolle zu spielen und dazu die optischen Eindrücke, wie die Landschaft am Auge vorbeizieht. Dies entfällt beim Fliegen, sodass es für dich schonender sein kann.
    Ich bin neugierig, ob dir so eine Geschwindigkeitsbegrenzung helfen kann!
    Liebe Grüße,
    Elfe

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Monate von  Elfe.
    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 464

    Hallo Elfe,

    ne, das ist dieses Mal bei mir nicht die Lösung. 😉
    Ich fahre sowieso nur noch wenn es sein muss. Ich muss schon jeden Tag ins Geschäft fahren, das reicht mir.
    Und mein Mann ist beim Autofahren die Ruhe selbst und fährt nie schnell höchstens 120km/h.
    Mich stresst ja noch mehr der Stau, also wenn nichts vorwärts geht, oder wenn die Autos dicht an dicht hintereinander her schleichen.

    Vor Jahren sind wir mit den Kindern mal in den Skiurlaub gefahren. Es waren gut 350km und wir haben dafür ca. 8h gebraucht. Von einem Stau in den nächsten. Mein Mann war damals krank, litt neben mir auf dem Beifahrersitz und ich musste alles fahren. Die Migräne war damals allerdings noch nicht so präsent.
    Am Schluss bin ich völlig ausgerastet, stand total neben mir.
    Die Kinder wissen das heute noch. Ich habe mir damals geschworen, dass ich sowas nie wieder mache.

    Bei unserer Kroatienreise wollten wir es schlau machen. Sind schon mal bis Salzburg vorgefahren. Trotzdem standen wir über eine Stunde bis wir über die Grenze in Kroatien waren. Und auf dem Rückweg sind wir sonntags gefahren, weil das ja angeblich so viel besser sei und hatten von Salzburg bis Stuttgart nur stop and go.
    Danach hätte ich gleich wieder Urlaub gebraucht.
    Seither gibt es für mich Kroatien nur noch mit Flug oder gar nicht.

    Fliegen oder auch Zug fahren finde ich sowas von entschleunigend.
    Zug fahren liebe ich sogar noch mehr, aber die Entfernungen sind natürlich etwas beschränkter.
    Ich setze mich rein und entspanne. Ich kann im Zug stundenlang einfach nur rausschauen und im Flugzeug vor mich hin dösen und während ich entspanne, komme ich ans Ziel.
    Die Geschwindigkeit kann es also nicht sein.

    Und ich erinnere mich an einen Flug von Stuttgart nach Berlin, bei dem ich relativ viel sehen konnte und ich dachte nur die ganze Zeit, wie faszinierend doch das Fliegen ist.

    LG Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Monate von  Anna.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Monate von  Anna.
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    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Monate von  Anna.
    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2017

    Ihr Lieben,

    ich finde es interessant, eure Beschreibungen zu lesen 🙂 Ich selbst kann beim besten Willen nicht über längere Strecken Zug (ICE) fahren – das triggert bei mir richtig heftige Migräne – Bummelbahn geht wesentlich besser, vor allem dann wenn es ein alter Zug ohne Klimaanlage ist, der einen so richtig heftig durchschüttelt.

    Ich hatte mich mal mit meinem Arzt darüber unterhalten – die Bahn hat insbesondere in ihren ICEs Techniken verbaut, durch welche die Bewegung auf der Strecke weitgehend abgefangen und in „sanfte gleichmäßige Schwingungen“ umgewandelt wird. Und es gibt Menschen, die genau diese nicht vertragen – ich gehöre wohl dazu 😉 Auch freischwingende Stühle, Schaukelliegen und Co kann ich nur für ganz kurze Zeit aushalten…

    Fliegen und Autofahren geht bei mir wesentlich besser, auch wenn ich bei beiden schon am Ziel mit dickem Kopf ausgestiegen bin (meist wenn die Nacht davor kurz war oder die Fahrzeit extrem lang) – nur bei Weitem nicht in solcher Regelmäßigkeit wie beim Bahnfahren…

    Ich denke, dass man versuchen sollte, seine Reisen möglichst stressfrei zu planen – also nicht direkt vom letzten Arbeitstag aus starten, die Koffer in der Nacht davor noch kurz gepackt, dreimal die Hälfte zu Hause vergessen, für 800 Kilometer 6 Stunden und maximal 2 Pausen geplant… Lieber einen Tag extra zu Hause, um alles zu richten, genügend Pausen einplanen, gute Verpflegung für unterwegs einpacken und mit viel Reservezeit losfahren.
    Und das Nächste ist, wie ihr schon schreibt, dass die Zeit im Urlaub zur Reisezeit passen sollte. 10 Stunden Flug für 7 Tage Urlaub steht für mich einfach in keinem Verhältnis zueinander…

    Liebe Anna, deine Stauerfahrungen klingen für mich ganz schön heftig und ich kann gut verstehen, dass du das nicht mehr möchtest und lieber auf Bahn und Flugzeug umsteigst!

    Letztlich geht es ja für jeden darum, die für sich geeignete Reiseart zu finden – da kann man vielleicht ein paar Grundsätze beachten, zum Beispiel genügend Zeit einzuplanen – aber im Grunde genommen ist Reisen so individuell wie wir es sind 🙂 Und da lässt sich schwerlich ein Patentrezept entwickeln, aber vielleicht doch ein reger Austausch dazu…

    Ich bin gespannt, welche Erfahrungen hier zusammenkommen werden.

    Liebe Grüße, Tanni

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 464

    Hallo Tanni,

    ich finde das ein total spannendes Thema.

    Ich hatte hier ja schon oft einen Aha-Effekt, aber dass man vom Zug fahren Migräne bekommen könnte, darauf bin ich noch nicht gekommen, fand ich das doch immer die entspannendste Art zu reisen.
    Sehr interessant!

    Was mich allerdings auch stresst, ist wenn mich das Reisen aus dem Rhythmus bringt und sehr lange Reisen bringen mir auch manchmal einen dicken Kopf. Da reicht mir dann aber meist eine einfache Ibu und dann ist es wieder weg.

    Ich achte aber auch, wie du Tanni, darauf, dass das Drumherum möglichst stressfrei ist.
    Kein Start in den frühen Morgenstunden, wenn es sich vermeiden lässt, kein Stress beim Koffer packen, ausreichend Zeitreserven usw.

    Nur reise ich einfach fürs Leben gern und wenn ich wegen der Migräne nicht mehr reise, dann hat mir die Migräne wieder ein Stück meines Lebens genommen und das will ich nicht zulassen.

    Bin ebenfalls sehr gespannt, welche Erfahrungen hier noch dazu kommen.

    LG Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Monate von  Anna.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Monate von  Anna.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Monate von  Anna.
    Pepita
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    Danke liebe Anna fürs Eröffnen der Gruppe!

    Regelmässig weile ich für etwa eine Woche in einer Hütte auf dem Berg (ca. 1400m). Mit dem Aufstieg habe ich keine Probleme, doch bei der Rückkehr, am Tag darauf, habe ich immer für etwa 5 Tage einen heftigen Donnerkopf.
    Ich fühle mich dort Oben jedes Mal unglaublich frei und glücklich, bisher ordnete ich die Attacke als eine Art „Zurück-in-den-Käfig-negativer-Stress-Syndrom“ ein. Erst seit der Diskussion Gestern und den Beiträgen von Matthias über den Druckunterschied habe ich den Link gemacht, dass es der Höhenunterschied plus die anschliessende 3 Stündige Zugfahrt sein könnten.

    Das Zugfahren hatte ich schon früher im Verdacht, dachte aber ich Spinne. Könntest Du Tanni, etwas mehr dazu sagen? Wie gehst Du das Zug-Problem an?

    Ich bin auch gespannt, was hier noch kommt. Ich LIEBE Reisen, habe den Radius in den letzten Jahren aber sehr eingeschränkt.

    Liebe Grüsse
    Pepita

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 464

    Hallo Pepita,

    ich habe das einmal beobachtet auf dem Heimweg vom Skiurlaub.
    Normalerweise kommt Migräne bei mir sehr langsam. Ich kann ihr quasi dabei zusehen.
    Aber da hatte ich ganz leichte beginnende Migräne und wir sind auch von gut tausend Meter herunter gefahren und da kam sie schlagartig.

    Dieser Druckunterschied kann schon was ausmachen. Er kann auch beim Fliegen was ausmachen.
    Bei mir kommt es eben immer darauf an, wie der Allgemeinzustand ist.
    Mich schlaucht es auch mehr, wenn der Luftdruck hoch geht, also wenn man vom Berg runterkommt.
    Ich muss aber sagen, dass es mir öfter nichts ausmacht als es mir was ausmacht.

    Vielleicht ist das auch wie mit dem Essen. Man beobachtet es ein paar mal und glaubt, es hängt zusammen. Hm, ich weiß auch nicht so recht.
    Wäre schon interessant, ob es Studien dazu gibt.

    Aber Pepita es wäre doch wirklich sehr schade, wenn dir die Migräne wieder ein Stück deines Lebens nimmt, dass dir sehr viel bedeutet und dich sehr glücklich macht.

    LG Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Monate von  Anna.
    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 120

    Mein Neurologe hat mir letztens von einer seiner Patientinnen erzählt, die sehr starke und häufige Anfälle hat und bei der Schmerzmittel und Triptane nur schlecht helfen, sie hätte schon sehr viel ausprobiert und die Prophylaxen und gängigen Medikamente ihr kaum Linderung bringen können.

    Dieses Jahr war sie im Urlaub und das erste mal in ihrem Leben Tauchen und hat schon unter Wasser gemerkt, dass ihr Kopf sich plötzlich wie frei anfühlte. Sie war dann 2 Tage migränefrei.

    Anschließend ging sie jeden Tag im Urlaub tauchen und hatte gar keine Migräne mehr für den Rest des Urlaubs.
    Zuhause ging es dann nach wenigen Tagen wieder los, dann ist sie in ein Tauchzentrum und hat sich in die Druckkammer (? – bin mir nicht ganz sicher ob es der richtige Begriff ist) gesetzt, anschließend war es wieder weg. Nun geht sie alle paar Tage in dieses Tauchzentrum und ist seitdem (6 Monate) migränefrei gewesen.

    Ich weiß es ist nur ein Einzelfall und eine Anekdote, aber er hat es mir erzählt weil er es so außergewöhnlich fand. Bei manchen kann der Druck Unterschied wohl ein sehr großer Trigger sein.

    Liebe Grüße,
    Bea

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 464

    Hallo Bea,

    auch eine sehr interessante Geschichte, weil die nun wieder genau umgekehrt ist.
    Diese Frau erfährt ja wohl Linderung durch Erhöhung des Drucks und genau die Druckerhöhung löst bei uns die Migräne aus. Zumindest glauben wir das.

    LG Anna

    kopfsache
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5

    Hallo!

    Ich finde das Thema sehr spannend, da ich lange Autofahrten zu einem meiner Haupt-Trigger zähle. Ich muss leider beruflich mehrmals im Monat längere Fahrten um die 6h mit dem Auto machen und habe ganz oft mit einem Tag Verzögerung Migräne. Manchmal denke ich, es liegt daran, dass ich mich während dem Fahren so verkrampfe. Pausen nützen aber leider auch nix. Mit dem Wechsel von Stress zu Entspannung hat es wie beim Urlaubs-Thema in meinem Fall auch eher nichts zu tun, da es ja beruflich ist. Auch Reiseübelkeit habe ich währenddessen keine. Vielleicht ist es einfach die Reizüberflutung durch die vorbeifliegende Landschaft … meiner Mutter ging es mit den Autofahrten ganz genauso. Ich habe das Mysterium aber noch nicht entschlüsseln können. Im Zug geht es mir jedenfalls blendend.

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5570

    Mich stressen längere Autofahrten sehr, am liebsten fahre ich Zug. Da sitze ich gemütlich im reservierten Sitz, kann ein gutes Buch lesen und dabei gemütlich vespern und muss hinterher die Krümel nicht selber wegsaugen 😉 . Neulich habe ich eine längere Strecke per Flugzeug zurückgelegt, das fand ich extrem stressig: Man muss früh da sein und hängt dann lange am Flughafen rum, der Trubel und die Unruhe dort samt ständiger Durchsagen waren meinem geräuschempfindlichen Kopf äußerst unangenehm.
    Dann doch lieber wieder Bahn fahren, auch wenn´s hin und wieder länger dauert als geplant 😉 . Doch mein Flugzeug musste auf dem Hinflug auch erst enteist werden und auf dem Rückflug kam es mit deutlicher Verspätung überhaupt erst mal am Abflughafen an.

    Tja, wir sind definitiv sehr verschieden, und unsere Köpfe auch! 🙂

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 464

    Ich bin jetzt schon mal beruhigt, dass ich nicht die einzige bin, die lieber Zug fährt als Auto. 😉
    Ich stelle im Auto immer wieder fest, wie ich vor Anspannung die Pobacken zusammenkneife obwohl ich mich gar nicht so angespannt fühle.
    Man ist da oft viel verkrampfter als man denkt und auch als Beifahrer fährt man halt mit und gerade der stockende Verkehr auf den Schnellstraßen ist meist viel anstrengender.

    Ich glaube, einen Job, bei dem ich öfter 6h im Auto unterwegs wäre, könnte ich gar nicht mehr machen. Schon der Gedanke daran würde bei mir Panik auslösen.

    LG Anna

    Claudia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5

    Mich stresst es vor allem, wenn ich selbst fahren muss. Insbesondere Autobahn finde ich neuerdings schlimm. Ich hatte auch schon die Geschwindigkeit in Verdacht, wobei mich mitfahren nicht so stört. Ich kann mich nicht mehr so gut längere Zeit auf den Verkehr konzentrieren.

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2017

    Liebe Pepita,

    ich träume gerade von einer kleinen Hütte oben in den Bergen und krieg direkt wieder Fernweh 🙂 Ich habe vorletztes Jahr die Dolomiten für mich entdeckt und war in eineinhalb Jahren gleich dreimal dort… Für mich ist der Höhenunterschied kein Problem, solange ich ihn mir erwandere – deswegen einfach mal als Frage: Wie steigst du denn ab? Zu Fuß oder seid ihr mit Bus/Auto/Seilbahn… unterwegs?

    Zum Zugfahren habe ich noch kein Patentrezept – ich versuche, einen Platz in Fahrtrichtung zu ergattern, lasse letztlich alles weg, was zusätzlich stört – also kein Lesen, kein Handy, kein Stricken, kein Sudoku. Dazu achte ich darauf, dass ich regelmäßig esse und viel trinke. Manchmal tut es mir auch gut, die Fahrt zu stehen, anstatt zu sitzen – aber das könnte auch damit zusammenhängen, dass ich dies in der Regel nur auf kurzen Strecken mache 😉

    Liebe alle,
    Ich finde es schön, dass hier so viele unterschiedliche Erfahrungen zusammenkommen. Ich glaube, der Stress vom Autofahren hat einfach auch durch den immer dichter werdenden Verkehr stark zugenommen. Ich pendle jeden Tag 60 km (eine Strecke) zur Arbeit und fahre normalerweise ganz entspannt vor dem Berufsverkehr – zuletzt habe ich es einfach nicht geschafft, so früh aufzustehen und war regelmäßig später unterwegs mit dem Ergebnis, dass ich dank der vollen Straßen schon gestresst bei der Arbeit angekommen bin…

    Liebe Grüße, Tanni

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7350

    So unterschiedlich können wir reagieren:
    Das, auch stundenlange, Autofahren stresst mich nahezu gar nicht, aber nur wenn ich selber fahre. Früher habe ich bei jeder Fahrt als Beifahrerin gespuckt und Migräne bekommen, das ist aber etwas besser geworden. Wenn ich mitfahren muss, geht es nur vorne auf dem Beifahrersitz und Blick streng nach vorne.
    Fliegen macht mir gar nichts aus, aber längeres (halbe Stunde?) Busfahren ist selten hinzukriegen, ohne dass mir übel wird und dann auch die Migräne sich meldet. Und am unangenehmsten finde ich Bahnfahren, da darf ich nicht seitlich aus dem Fenster sehen.
    Lesen geht bei keiner Fortbewegungsform.

    Vor Jahren bekam ich beim Autoselberfahren für ein paar Jahre mal auch schnell eine Migräne, da half mir mein TENS-Gerät ganz wunderbar. Ich hatte ein ganz altes, noch ohne Programme, das habe ich mir in den Nacken geklebt und angemacht. Mit dem Gerät bin ich einmal ohne Probleme nach München gefahren. War zu der Zeit wohl nur ein verspannter Nacken durch falsches Sitzen.

    Ich bekomme aber auch keine Migräne durch Stress, und sei er noch so heftig. Die kommt dann oft, wenn der Stress nachlässt.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Monate von  Julia.
    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 464

    Hallo Julia,

    das mit dem Stress ist bei mir genauso. Liegt vielleicht auch am Adrenalinspiegel.
    Ich bekomme die Migräne nie während des Stresses sondern immer danach, wenn der Adrenalinspiegel abfällt.
    Allerdings beim Autofahren kann sein, dass es schon während der Fahrt losgeht.
    Da habe ich schon ein paar Mal gedacht, ich überlebe die Fahrt nicht.
    Meistens ist es dann im Stau. Da könnte ich dann ja theoretisch aussteigen und mich am Sraßenrand übergeben. 😉

    Das mit der Fahrtrichtung im Zug fand ich schon immer interessant.
    Dass die Leute immer unbedingt in Fahrtrichtung sitzen wollen.
    Ich finde es entgegen der Fahrtrichtung entspannter.
    In Fahrtrichtung kommen die Dinge auf dich zu und sssssst sind sie an dir vorbei.
    Entgegen der Fahrtrichtung tauchen sie auf und du kannst ihnen total entspannt nachschauen.

    LG Anna

    Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 28

    Bei mir sind es leider die öffentlichen Verkehrsmittel, die mir eine Migräneattacke garantieren – und zwar von der feinsten Sorte. 😉

    Die besten Autofahrten waren die mit meinem Mann am Steuer im 2,5l Diesel Bus mit Tempo 80kmh. Das Brummen hatte genau die richtige Frequenz.

    Ich glaube, bei Bus, Bahn und Flieger ist mir einfach alles zu schnell und zu viel. Zu viele Leute, zuviele Gerüche und Geräusche, keine Ruhe. Ich bin jedesmal fix und fertig.

    Unser Bus ist da mein kleines Zuhause auf Rädern. Wenn nichts mehr geht auch Schlafzimmer. Im Urlaub habe ich auf manchem Rastplatz oder Waldweg erstmal eine Stunde geschlafen und die Wirkung des Triptans abgewartet.

    LG Amei

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