Rehaklinik

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  • schachgigant
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 139

    Hallo,

    wer war schon mal in einer Rehaklinik wegen Migräne?

    Migräne soll Hauptindikation sein. Zudem vegetative Erschöpfung, Stress etc.

    Bitte nur per PN schreiben und Erfahrungen schildern, falls jemand hier etwas zu dem Thema schreiben kann.

    Danke!

    LG

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Hallo Schachgigant,

    sicher wirst Du einige Zuschriften erhalten, da ja viele bereits in Reha waren. Zumindest wünsche ich es Dir, da Dir dann die Auswahl leichter fallen wird.

    Liebe Grüße
    Bettina

    schachgigant
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 139

    Hallo,

    keiner mehr hier mit Erfahrungen? Habe bisher nur 2 Antworten per pn erhalten.

    LG

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7350

    Gibt nicht viel Gutes zu berichten. Migräne ist, außer in der, die dir schon genannt wurde, in Reha-Einrichtungen nicht gut aufgehoben.

    Alles Gute,
    Julia

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1735

    Jetzt trau ich mich doch und frag mal nach (obwohl ich mit euren Kliniken in Deutschland nicht im Detail vertraut bin):

    Warum willst du denn in eine Reha-Klinik, wenn es dir in erster Linie um Migräne geht? Die beiden andern Symptome deuten auf Depression hin. Vermutlich ist es nicht leicht, dass man an einem Ort in allen Dingen gut betreut wird.

    Lieben Gruß
    Regenbogen

    schachgigant
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 139

    Hallo,

    Depression habe ich nicht. War heute zum Termin bei meiner Hausärztin.

    Sie meinte, durch Kiel sei mir schon gut geholfen worden. Psychosomatischer Schwerpunkt für eine Reha wäre gut bei mir auf Grund diverser privater Problemstellungen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Also meine beiden Empfehlungen solltest Du Dir mal genauer ansehen, lieber Schachgigant. 😉

    Fran
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 32

    Hallo zusammen,

    ich wäre auch sehr dankbar für private Empfehlungen zu Rehakliniken.

    Ich denke über Migräne bin ich ganz gut informiert. Leider haben sich bei mir in den letzten Jahren aber Angstzustände und Erschöpfung (auch in Zusammenhang mit der Migräne und mit dem Arbeitsplatz) immer weiter verschlimmert. Daher raten mir mein Psychologe und meine Hausärztin zu einer psychosomatischen Reha.
    Vielen Dank im Voraus!

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Jetzt frage ich auch mal hier zu Rehakliniken. Mir wird dringend empfohlen, in eine psychosomatische Reha zu gehen. Ich bin noch nicht ganz bereit dazu, aber beginne mich mit dem Thema zu beschäftigen. Mit Migräne und Kopfschmerzen darf die Klinik auch gern Erfahrungen haben, allerdings lasse ich da „keine Luft ran“, fühle mich in der Ambulanz in Kiel sehr gut betreut und viele Köche verderben bekanntlich den Brei.

    Hauptsächlich geht es bei mir darum „zur Ruhe zu kommen“…. Keinen Input quasi, wahrscheinlich sollte ich doch eher ins Kloster… :-).

    Also, wer Ideen hat, gern her damit. Müssen die eigentlich per PN geschrieben werden Bettina? Ich hätte mich jetzt gerade gefreut schon die Tipps für die anderen Frager zu lesen.

    LG Johanna

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    gestern gab es hier wichtigeres zu lösen, deshalb schiebe ich meine Frage nach einem Tipp für eine Rehaklinik noch mal nach oben….

    Jetzt frage ich auch mal hier zu Rehakliniken. Mir wird dringend empfohlen, in eine psychosomatische Reha zu gehen. Ich bin noch nicht ganz bereit dazu, aber beginne mich mit dem Thema zu beschäftigen. Mit Migräne und Kopfschmerzen darf die Klinik auch gern Erfahrungen haben, allerdings lasse ich da „keine Luft ran“, fühle mich in der Ambulanz in Kiel sehr gut betreut und viele Köche verderben bekanntlich den Brei.

    Hauptsächlich geht es bei mir darum „zur Ruhe zu kommen“…. Keinen Input quasi, wahrscheinlich sollte ich doch eher ins Kloster… :-).

    Also, wer Ideen hat, gern her damit. Müssen die eigentlich per PN geschrieben werden Bettina? Ich hätte mich jetzt gerade gefreut schon die Tipps für die anderen Frager zu lesen.

    LG Johanna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahre, 6 Monate von  Johanna.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Liebe Johanna,

    danke fürs Hochschieben, in den letzten Tagen kann mir wirklich mal was entgehen. 😉

    Ich nenne Dir gerne zwei Rehakliniken, die ich selbst nicht kenne, die aber von Patienten immer wieder gelobt werden. Sicher sind andere auch empfehlenswert, aber die kenne ich nicht.

    Die Berolina-Klinik in Löhne, dort kennt man sich auch mit Migräne aus, der Oberarzt hat großes Wissen dazu und ist sehr engagiert.

    Auch die Schlossklinik in Bad Buchau wird gelobt.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Danke Bettina, die Berolina-Klinik stand bei mir auch schon auf der Liste, v.a. weil es da eine Gruppe 50+ für Frauen gibt. Das hat mich sehr angesprochen. Dann werde ich die wohl mal ganz eng ins Auge fassen. Die andere gucke ich mir gleich noch mal an.

    LG Johanna

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7350

    Hallo Johanna,

    wegen der Reha-Klinik frag mal Susi, die hat in Bad Buchau einen richtig guten und netten Arzt, wie wir es aus Kiel kennen. Die kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus.

    Lieber Gruß,
    Julia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Ich denke, dass Du in einer der beiden Reha-Kliniken sicher gut aufgehoben wärst.

    Josepha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    Hallo Johanna,

    also ich war leztes Jahr in der Berolina Klink, ich hatte sie mir auch ausgesucht,
    weil die sich mit Migräne ganz gut auskennennen sollten.
    Also es gibt auf jeden Fall genügend Angebote an Gruppen und verhaltenstherapeutische Ansätze, wie du mit deiner Migräne leben kannst.
    Ich war über Weihnachten und Silvester da, dass war sehr schön ,weil die Klinik da nicht ganz voll ausgelastet war.
    Es war gemütlich und Familiär obwohl die Klinik ganz schön groß ist.
    Leider hat meine Migränehäufigkeit dort wieder zugenommen und mir viel auf, dass meine Mük, den ich auch letzes Jahr in der Schmerzklinik Kiel
    beendet habe,
    doch wohl nicht ausschlagebend für meine Migränehäufigkeit war.

    Ich hatte zum Abschluss noch ein Gespräch, mit bekannten Oberarzt dort, weil ich die Idee hatte, mir dort meine Migräne als chronisch annerkennen zu lassen,
    aber da hatte ich leider Pech, weil ein Monat zu wenig Migräne Tage da waren und dann wollte er mich wieder auf Topiramat einstellen, welches ich schon mal nicht vertragen habe,
    da war für mich klar,dass ich mir noch mal einen ambulanten Termin in Kiel holen musste.

    Hab ich auch gemacht, natürlich erst als ich drei Monate mit mindestens 15 Kopfschmerztagen nachweisen konnte.
    Dann hat alles geklappt mit der Anerkennung und Botoxbehandlung, auf die ich ja eigentlich hinaus wollte.

    Botox gibt es in der Berolinaklinik natürlich nicht, aber ansonsten finden dort ja auch Konsile statt,bei denen entschieden wird, ob du wieder arbeiten kannst, oder nicht, oder ob du von der Rentenversicherung vielleicht umschulen darfst oder du in Rente gehen kannst.

    Ich bin da letztes Jahr gewesen weil ich mich erholen wollte und das habe ich mich auch.Ich hatte trotz Migräne eine schöne Zeit dort,habe viel unternommen,nette Leute kennegelernt viele interessante Gruppengespräche geführt.

    Deine Triptane würde ich allerdingsan deiner Stelle mitnehmen, da du dir sonst schon mal wie ein Bittsteller vorkommen könntest und gerade nachts wäre ich nicht gerne
    auf die Nachtschwester angewiesen gewesen.
    Also du kannst dort wirklich schöne fünf Wochen haben , viel lernen und viele Anwendungen haben und du kannst auch mitbestimmen, ich wollte dort mal Aerobic ausprobieren, habe dann aber irgendwan solche Migräne davon bekommen,so dass ich bescheid gesagt habe,dass ich das nicht mehr mit machen möchte.
    Ich bin froh das ich zuerst in Kiel war, dort schon mal viel über Migräne gelernt habe und dann noch mal diese Reha machen durfte in der ich dann ja schon viel über meine Erkrankung wusste.
    Wir nannten uns übrigens „die Psychos“;-)
    Falls du dort hingehst wünsche ich dir eine schöne Zeit.

    Liebe Grüße Josepha

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    habe eben noch gestöbert, die Berolina-Klinik werde ich wohl als Wunsch angeben. Das sieht alles sehr gut aus und passt. Die Formulare zur Beantragung habe ich mir auch schon angeguckt, aber da ich immer ankreuzen kann, dass ich weiter arbeiten möchte, wird das schon was werden.

    Wieder ein „Projekt“, aber was soll es, ich denke ich brauche wirklich eine Pause. Wollte zwar eher was in Richtung abnehmen machen, aber meine Therapeutin hat mir mal was ohne Ziel empfohlen….

    LG

    Josepha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    Oh Gott,
    jetzt sehe ich gerade dass deine Anfrage ja schon vor einem Jahr war;-)
    ist mit etwas peinlich, aber ich bin auch noch etwas verwirrt üner die das neue Headbook.

    Sorry

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Danke dir Josepha, ich werde dort beantragen in die Psychosomatik zu kommen. Ich habe chronische Migräne und im Augenblick habe ich nicht das Gefühl, dass da noch sehr viel optimiert werden kann, zumindest nicht medikamentös. Ich benötige noch mehr Hilfe im Bereich Krankheits-, Alters-, Erschöpfungs- und Schwächeakzeptanz. Bin meistens netter zu den anderen als zu mir. Da benötige ich noch Hilfe, damit auch die nächsten zehn Jahre Berufsleben mit Freude absolviert werden können….

    LG Johanna

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Nein, die ist nicht von vor einem Jahr, die ist von gestern, also alles gut! Das Datum stimmt noch nicht wieder….

    Josepha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    Puhhh,

    da bin ich ja froh,dass ich nicht doch schon wieder was falsch gemacht habe.

    Also einen Tip hätte ich noch, wenn du nicht auch über Weihnachten da sein möchtest, dann warte noch ein wenig mit dem beantragen,
    dass kann um diese Zeit manchmal schneller gehen als einem lieb ist,
    ich hatte auch so um diese Zeit beantragt und habe dann irgendwann im Dezember Bescheid bekommen, dass ich am 17. Dezember kommen kann.

    Wie gesagt erst habe ich mich nicht gefreut,da musste ich mich erst mit anfreunden,
    aber alle die über Weihnachten nach Hause wollten,
    konnten sich beurlauben lassen und wir wurden auch schon bei der Eingangsuntersuchung gefragt ob wir dann eine Woche länger bleiben wollten,
    weil es zwischen Weihnachten und Neujahr, schon etwas eingeschränkt war.
    Der Arzt meinte dann zu mir, ich solle man schön am Heiligaben Mittag nach Hause fahren, wenn die Geschäfte schon zu haben, dann hätte ich keinen Stress mehr zu Hause und er hatte recht,
    Stressmehr, den hatte dann mein Mann,
    der hatte sich aber auch total Mühe gegeben.
    Und die erwachsenen Kinder waren auch froh,
    dass die Mutter nach Hause gekommen war.
    Wenn man einen weiteren Anreiseweg hatte konnte man aber auch schon einen Tag voher fahren.

    Also ich dachte das solltest du noch wissen bevor du beantragst!

    LG 😉

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Danke dir auch für diese Information. Nein, dieses Jahr möchte ich nicht mehr weg, das würde nicht funktionieren und es ist ja auch nicht hochdringlich.
    Ich wollte meiner Hausärztin den Antrag im Dezember geben. Sie ist leider ab Januar im Ruhestand, hat mir aber angeboten etwas zu schreiben, da wir uns seit 25 Jahren kennen. Dann wollte ich den Antrag stellen.

    Wunschtermin ist April und wenn da was „schief läuft“ mit Ablehnung und ggf. Widerspruch habe ich noch ein Zeitfenster im August/September. Meine Kollegin die mich vertritt hat ein schulpflichtiges Kind und ich möchte versuchen nicht in die Ferien reinzugrätschen.

    Nach Hause würde ich nicht wollen, ich soll aus allem raus möglichst. Deshalb ist es mir relativ wichtig den Termin recht passend zu gestalten.

    Liebe Grüße

    schachgigant
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 139

    Hallo,

    nach ca. 18 Monaten wird mein Rehaantrag jetzt genehmigt.

    Tendiere zur Berolinaklinik in Bad Oeynhausen (war von mir seinerzeit bei der BfA) angegeben worden.

    Im Netz stehen aber auch einige negative Bewertungen. Die Reha wird wegen Migräne bewilligt. Keine Depressionen etc.

    Kann vielleicht jemand was zu der Klinik sagen, weil seit Januar 2015 ist ja doch Zeit ins Land gegangen und es war vielleicht
    einer von euch in dieser Klinik. Gerne natürlich per PN.

    Oder hat jemand noch einen anderen guten Tipp für eine Rehaklinik wegen Migräne.

    LG

    Schachgigant

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7350

    Hallo Schachgigant,

    in der Berolinaklinik ist Johanna gerade, frag die doch mal per PN. Sonst ist wohl auch Bad Buchau sehr zu empfehlen. Da aber besonders ein bestimmter Arzt, Dr. G. Dazu kannst du vielleicht Susi, die mit den Wellensittichen, mal fragen. Sie kennt sich da sehr gut aus.

    Alles Gute und eine gute Entscheidung,
    Julia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Hallo Schachgigant,

    beide Kliniken, die Julia auch genannt hatte, sind zu empfehlen. Wobei ich persönlich zu einer spezialisierten Schmerztherapie anstatt zur Reha tendieren würde, aber das ist Ansichtssache. Du bist da sicher gut aufgehoben, schlechte Bewertungen gibts immer wieder mal. Lass Dich darauf ein, es wird Dir sicher gut tun. Du hast ja inzwischen gute Infos hier durch Headbook und wirst Dir auch nicht einreden lassen, dass die Migräne eine psychische Ursache hat. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    ich schreibe jetzt einfach mal hier etwas zur Berolina-Klinik, bin zurück aus der Reha.

    Es ist eine große Klinik, mit etwa 285 Betten. Das merkt man auch an der Lautstärke im Speisesaal und in den Gemeinschaftsräumen. Im Zimmer und auf den Etagen war es ruhig. Ich hatte ein bereits renoviertes Zimmer, klein, aber für mich allein ausreichend. Es war alles da, was ich brauchte.

    Eingeordnet wird man je nach Diagnose in den psychosomatischen (PS) oder verhaltensmedizinisch orthopädischen Bereich (VMO). Ich war in der Psychosomatik und kann nur hierzu etwas sagen. Am Aufnahmetag wird man untersucht, eigentlich von dem Arzt, der die ganze Zeit der Ansprechpartner sein soll, das hat bei kaum jemandem richtig funktioniert, wegen Urlaubszeit, Krankenstand und allgemeinem Ärztemangel. Ich hatte gar keinen Arzt, sondern einen Bezugstherapeuten. Also Diagnostik erfolgt keine. Hatte ich persönlich in der Reha auch nicht erwartet.

    Meine Medikamente hatte ich alle dabei, war also unabhängig und das hat sich bewährt.

    In der Klinik gibt es sehr viele Angebote. Man kann am Kopfschmerzprogramm teilnehmen, das ähnelt dem multimodalen Programm in Kiel ist nur länger, weil einfach mehr Zeit da ist. Ich habe nicht teilgenommen, weil ich bereits zwei Mal in Kiel war und mich ausreichend informiert fühle. Ich denke, hier hängt es davon ab, wo man steht.

    Ansonsten gibt es sehr viele Gruppenangebote, wöchentlich 30 min Einzeltherapie, Sport, Entspannung, Gestaltung….
    Hierzu empfehle ich unbedingt die Internetseite der Klinik zu „studieren“, es ist alles sehr gut erläutert und so kann man gleich im ersten Gespräch seine Wünsche äußern. Natürlich kann man auch zwischendrin wechseln oder aufhören, aber manchmal gibt es dann gerade kein Angebot oder die Zeit wird knapp um effektiv etwas für sich zu erreichen.

    Hier mal beispielhaft mein Programm: Ernährungsberatung, autogenes Training, Basisgruppe, Trauergruppe, Strong Woman 50+, Work balance Gruppe, Pilates, Wassergymnastik, Rückenschwimmen, Ergotherapie, Rotlicht, drei Mal Massage, Ergometer- und Gerätetraining. Auch in der Freizeit habe ich einige der vielen Angebote wahrgenommen.

    Toll ist dort auch, dass die Schwimmhalle, der Geräteraum und der Gestaltungsraum am Abend und am Wochenende geöffnet sind, so konnte man weiter an seinen „Kunstwerken“ arbeiten. Ich habe getöpfert und mit Speckstein gearbeitet, beides zum ersten Mal in meinem Leben. Es war eine Empfehlung meiner Therapeutin zu Hause, dies zu versuchen und es hat mir wirklich neue Impulse gegeben…und meine Vorurteile waren riesig!

    Der Garten ist sehr schön im Sommer, in den Pausen kann man dort im Grünen und unter Bäumen liegen. Es gibt einen kleinen Kiosk, da kann man sich versorgen, falls die Küche nicht ausreicht. Das Essen war auch sehr gut. Früh und Abends Buffet und Mittags konnte man aus drei Gerichten wählen. An unserem Tisch waren alle zufrieden, das Essen war gut zubereitet, sehr abwechslungsreich und kam heiß auf den Tisch. Immer frisches Obst, auch gab es Frühstückstüten und Becher, falls sich jemand eine Zwischen- oder Spätmahlzeit mitnehmen wollte.

    Für mich war der Reha-Aufenthalt ein Erfolg. Ich hatte mir vorher intensiv Gedanken gemacht, was ich wie erreichen möchte und kann und habe dort auch nur Menschen kennengelernt, die mich dabei unterstützt haben. Manche mit mehr Empathie als andere, aber damit konnte ich gut umgehen. Hat etwas nicht gepasst, habe ich es angesprochen und mein Problem wurde gelöst oder mir wurde erklärt, warum etwas auch einmal nicht möglich ist.

    Eine Sache war bis eben nicht geklärt, und zwar, wie geht man mit der Diagnose chronische Migräne um. Diese Diagnose verschwand nämlich plötzlich aus meinen Unterlagen, weil es sie im ICD 10 nicht gibt. Plötzlich hatte ich eine einfache Migräne ohne Aura. Wäre ich an sich nicht traurig drüber…, aber ich bekomme Botox und habe keine Lust auf Stress mit meiner Krankenkasse. Ich hatte mich für mich dann zwar durchgesetzt, wollte es aber auch für zukünftige Patienten wissen und habe per Mail beim leitenden Oberarzt angefragt.

    Eben hatte ich einen Anruf vom Oberarzt, zukünftig wird nach ICD 10 43.3 komplizierte Migräne mit dem Zusatz chronisch diagnostiziert. Die Mitarbeiter werden informiert. (Sie müssen sich in der Berolina Klinik wohl strenger an ICD 10 halten, weil der hauptsächliche Belegungsträger die Rentenversicherung ist und die das so möchte.)

    Somit habe ich nur noch eine kleine Kritik, mir ging es in den ersten zwei Wochen recht übel, ich hatte durchgängig Migräne und Spannungskopfschmerzen. In einer solchen Phase geht es mir auch immer schlecht im Schulter- Nackenbereich. Hier konnte man mir in der Klinik nicht wirlich helfen, aber ich hatte eine nette Ergotherapeutin, sie hat mir dann zwei Mal heiße Rolle gemacht…, irgendwann kam begann dann auch Rotlicht und noch später bekam ich die drei Massagen. Ich habe es überlebt, aber das hätte einfacher sein können, da bin ich zu Hause besser versorgt.

    Ansonsten ist Bad Oeynhausen ein nettes kleines Kurbad. Alles ist gut fußläufig erreichbar. Ich war abends nicht unterwegs, weil ich mehr die Ruhe suche, aber auch die Partygänger haben wenig entbehrt. Bei besonderen Veranstaltungen gab es sogar „Ausgangsverlängerung“.

    Fragt, wenn ihr noch Fragen habt. Aus meiner Sicht ist die Klinik klar zu empfehlen, aber selbst schlau- und Mund
    aufmachen ist unbedingt erforderlich.

    LG Johanna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 9 Monate von  Johanna.
    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Mir ist noch etwas eingefallen, in der Reha wurde mir im Abschlussgespräch noch das IRENA-Programm verordnet. Das ist ein Programm zur intensiven Rehabilitationsnachsorge und wird von der Rentenversicherung finanziert.

    In der Psychosomatik besteht es aus 24 Gruppen- und zwei Einzelgesprächen. Meine Psychologin hier fand es gut, ich war erst ein bisschen zwiegespalten. Ihre Begründung war, dass in dieser Gruppe Menschen nach der Reha sind, die alle ein ähnliches Problem haben, nämlich die „neuen“ oder geänderten Verhaltensweisen in den Alltag zu transferieren. Dass das nicht so leicht ist, weiß ja fast jeder.

    Diese Nachsorge muss aber unbedingt von der Reha-Einrichtung vor Ende der Maßnahme eingeleitet werden, das nur nachträglich zur Info.

    LG

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 9 Monate von  Johanna.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Liebe Johanna,

    vielen Dank, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, so detailliert über Deinen Aufenthalt und die Klinik zu berichten. Dein Beitrag kann eine gute Orientierungshilfe für andere sein. Für Dich freut es mich, dass Dein Fazit ein positives ist und Du hoffentlich auch langfristig davon profitieren kannst. Dass die Diagnose-Sache nun auch noch geklärt werden konnte, freut mich ebenso. 😉

    Psychologen haben schon oft gute Gegenfragen, die einen zum Nachdenken anregen können und sollen. 🙂

    Danke noch mal und liebe Grüße
    Bettina

    Manuela
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 244

    Liebe Johanna,

    danke für Deinen Bericht aus meiner alten Heimat! Ich freue mich, dass man Dir dort helfen konnte. Alles Gute weiterhin,
    Manuela

    schachgigant
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 139

    Hallo.

    bei mir geht es Mittwoch in die Berolinaklinik.

    Bin schon gespannt, was mich erwartet.

    LG

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Alles Gute und viel Erfolg! 🙂

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