Administratoren

  • Profilbild
  • Profilbild

Medikamentenübergebrauchs-Kopfschmerz (MÜK)

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 7 Stunden, 37 Minuten aktiv

Wie entsteht MÜK, wie erkennt man ihn und wie wird er behandelt?

Unter “Dokumente” sind wichtige Informationen eingestellt!

Zum Einstellen eines Beitrags bitte immer auf “Forum” klicken. Dann öffnen sich alle Foren, die in dieser Gruppe schon bestehen. Nun kann man sich ein passendes Forum für seinen Beitrag aussuchen. Ist das passende Thema nicht dabei, bitte auf “Neues Thema” klicken und somit ein neues Forum eröffnen. Aussagefähige Überschrift wählen, Beitrag einstellen und unter “Tags” die relevanten Suchwörter eintragen.

Tags: mÜk

In welchen Abständen Medikamentenpausen? (13 Antworten)

← Übersicht   Alle Diskussionen anzeigen
  • Profilbild Conny vor 5 Monaten, 1 Woche:

    Ich weiß nicht, ob mein Thema hierher gehört, liebe Bettina. Ansonsten verschieb es einfach.

    Mich würde interessieren, in welchen Abständen Ihr – eventuell in der Klinik oder aber auch zu Hause – eine Medikamentenpause macht.
    Anlass meiner Frage ist:
    vom 30.12.2010 bis 13.01.2011 war ich stationär in der Schmerzklinik Kiel
    wegen Migräne.
    Es wurde unter Kortison ein Medikamentenentzug durchgeführt und ich wurde
    eingestellt auf 150mg Venlafaxin.
    An die Medkamentenpause hielt ich mich insgesamt 8 Wochen. in den 8 Wochen
    hatte ich an 9 Tagen Migräne. Die Abstände zwischen den Anfällen betrugen
    17/8/3/1/15Tage.

    Danach sieht die Anzahl der Schmerzmitteltage in meinem Schmerzkalender aus
    wie folgt:
    März 8 Tage
    April 6 Tage
    Mai 10 Tage
    Daraufhin hielt ich den ersten Anfall im Juni ohne Medikamente aus.
    Juni 6 Tage
    Juli 7 Tage
    August 4 Tage.
    Mitte August hielt ich einen Anfall ohne Medikamente aus, weil ich im Urlaub
    war und auf das neu verschriebene Allegro mit heftig juckendem Ausschlag
    reagierte.
    September 10 Tage
    Oktober 10 Tage
    2 weitere Migränetage im Oktober hielt ich ohne Medikamente aus.
    November 6 Tage
    Dezember ( bis heute) 8 Tage
    An 3 Migränetagen im Dezember brauchte ich pro Tag je 2 Maxalt, um die
    Migräne zum Abklingen zu bringen, der letzte Anfall war gestern und trotz 2 Maxalt hatte ich null Wirkung und den Kopf nur im Eimer….

    Ich nehme im Anfall 25 MCP-Tropfen und 10 Minute später 10mg Maxalt und
    500mg Naproxen.

    Da ich konsequent darauf achte, die 10 Tage nicht zu überschreiten, bin ich
    mir sicher, nicht im MÜK zu sein.
    Wenn ich aber nicht zwischendurch(ca. alle 2 Monate) einen Anfall aushalte,
    komme ich ständig auf (oder auch mal über )10 Tage.
    Meine Nerven liegen jetzt schon wieder blank, wenn ich daran denke, dass der
    Dezember noch 15 Tage hat und ich nur noch 2 Tablettentage haben darf.
    Ich bekomme Panik bei dem Gedanken, wieder einen Anfall aushalten zu müssen.
    Nach einem Anfall ohne Migränemittel bin ich 3 Tage extrem depressiv( kann heute wegen jedem Mist heulen), auch wenn ich mir sage, die guten Tage kommen wieder.

    Das Venlafxin beeinflusst meine Stimmung insgesamt sehr positiv (ich bekam
    vor der Behandlung in Kiel von meinem Hausarzt wegen Depressionen Sertralin
    und Lamotrigin, womit ich aber sehr unter Antriebsarmut litt), die
    Nebenwirkungen sind minimal, die Wirkung auf die Migräne aber auch.

    Jetzt hab ich meine Lage in einer Mail an Dr. Heinze geschrieben, weil ich dachte, es wäre an der Zeit, vielleicht bei einem Sprechstundentermin mal die Lage neu zu checken und eventuell was zu verändern. Er hat auch prompt zurückgeschrieben, was ich klasse fand, aber seine Aussage fand ich etwas deprimierend.

    Er schrieb: Solange Sie Triptane einnehmen, wird die Gefahr der medikamenteninduzierten
    Kopfschmerzen immer vorhanden sein und auch Triptanpausen erforderlich
    werden. Vorbeugende Maßnahmen zögern den Moment nur hinaus.

    Was soll ich denn dann mit der 10-20-Tage-Regel, wenn es doch auf einen Entzug hinausläuft.
    Bin grad total gefrustet, denn wenn ich mir das so anschau
    -die Häufigkeit nimmt zu
    -die Dosis nimmt zu
    -bzw. das Maxalt wirkt gar nicht mehr
    dann heißt das wohl trotz aller Konsequenz…….MÜK???

    Dann müsste ich nach gerade mal 1 Jahr wieder nach Kiel (es ist klasse dort, keine Frage!), aber ich hoffte, es würde bei Einhalten der Regeln länger halten.

    Wie ist das bei Euch, wart Ihr schon öfter in Kiel oder zur Pause in einer Klinik? Wenn ja in welchen Abständen? Zu Hause trau ich mir das absolut nicht zu (3 Kinder, die zwar schon 15,16 und 19 sind, aber es ist halt doch ein 5 Personen-Haushalt).

    Bin echt sehr daran interessiert, wie es Euch bei Euch laüft, wie oft Ihr richtige Medipausen machen müsst.
    Liebe Grüße, Conny

  • Profilbild regenbogen68 vor 5 Monaten, 1 Woche:

    Liebe Conny,

    ich bin kein Spezialist in vollem Umfang für Dein Thema, vor allem kenne ich Deine Prophylaxe nicht, aber, wenn ich es richtig verstehe, dann kommst Du trotz Prophylaxe immer wieder an die “Grenze 10″ und die überschreitest Du nur deshalb nicht, weil Du Attacken aushältst.

    Es kann kein Weg sein, immer wieder in den MÜK zu kommen und immer wieder nach Kiel zu müssen.
    Da müsste man doch noch an anderen Ecken und Enden etwas verändern können.

    Um wie viel hat denn Deine Prophylaxe die Attackenhäufigkeit verändert? Wirkt sie gut? Das wäre meine erste Frage. Wenn nein, müsste man da vielleicht nochmals ansetzen.

    Den Satz “Vorbeugende Maßnahmen zögern den Moment nur hinaus.” Verstehe ich nicht. Ich denke, da liegt irgendein Mißverständnis vor.
    Machst Du denn noch vorbeugende Dinge auf nicht-medikamentöser Ebene, die das Ganze unterstützen.

    Zum Aushalten von Attacken haben die anderen bestimmt in Kürze (medikamentöse) Tipps für Dich. Ich halte, wenn … so aus, ohne Medikamente. Habe zuletzt Topamax genommen und es war einigermaßen aushaltbar (solange ich zu Hause sein konnte). Schleiche aber gerade aus.

    Herzlich, Regenbogen

  • Profilbild heika vor 5 Monaten, 1 Woche:

    Hallo Conny,

    Maxalt war mein erstes Triptan, irgendwann wirkte es bei mir auch nicht mehr richtig. Und ich war definitiv nicht im MÜK. Ich wechselte dann auf ein anderes Triptan, das wieder zuverlässig wirkte.

    Es ist keinesfalls die Regel, dass so etwas auftritt, aber bei mir war es so. Wir diskutierten das hier im Forum vor längerer Zeit schon mal, ob es eine Gewöhnung an ein Triptan gibt, doch soweit ich mich erinnere, verneinte Prof. Göbel dies.

    Vielleicht wäre für dich auch ein längerwirkendes Triptan besser geeignet, wenn deine Attacken länger dauern?

    Lieber Gruß
    Heika

  • Profilbild regenbogen68 vor 5 Monaten, 1 Woche:

    Liebe Heika, was Du schreibst, kann wirklich ein Weg sein.
    Ich habe das Triptan auch schon mehrfach gewechselt.

    Triptane gibt es ja auch noch dazu in unterschiedlicher Dosierung. Mich hat mein Arzt ermuntert, eine höhere Dosierung zu nehmen, damit die Attacke am nächsten Tag nicht wiederkommt, das habe ich kurzfristig gemacht, dann habe ich wieder runter dosiert.

    Liebe Conny, wie bist Du denn derzeit ärztlich betreut?

    Herzlich, Regenbogen

  • Profilbild sternchen vor 5 Monaten, 1 Woche:

    Liebe Conny,
    wenn ich die Antwort von Dr. Heinze lese, denke auch ich, dass hier ein Missverständnis vorliegt. Ich halte es für äußerst wichtig, nocheinmal nachzuhaken. Per E-Mail kann man bestimmte Fragen natürlcih gut klären. Wenn es aber nicht ganz eindeutig ist, solltest man unbedingt nocheinmal schreiben, ober aber besser den Telefonhörer ergreifen. Außerdem wäre sicher ein guter Arzt, /Neurologe oder Schmerzspezi in Deiner Nähe sinnvoll, der Dich zusätzlich begleitet. Auf jeden Fall, solltest Du keine Panik bekommen, es wird sich ein Weg finden, der Dir hilft, aus diesem Migränestau herrauszukommen.
    Ganz lieber Gruß
    Sternchen

  • Profilbild steffikim vor 5 Monaten, 1 Woche:

    Hallo Conny,

    mir schrieb Doc Heinze mal, dass man solange man immer die Attacken ausliegt um nicht auf oder über 10 Dauerhaft zu kommen nicht in den MÜK kommt und theoretisch keine Prophylaxe braucht.
    Da Dich so vorbildlich verhälst und immer wieder ausliegst und eine Prophylaxe nimmst ist der “Triptanstand” der Monate des letzten jahres natürlich echt frustrierend. Vielleicht solltet ihr doch nochmal nach einer anderen Prophylaxe suchen, denn eigentlich soll es ja nicht automatisch auf das Ausliegen oder MÜK trotz allen Versuchen rauslaufen, das hat er bestimmt nicht sagen wollen.

    An Deiner Stelle würde ich mal die nächsten zwei Monate OHNE Ausliegen machen, und die Triptane nehmen die Du brauchst, hochdosiert Migränekapseln von Greendoc nehmen und versuchen locker zu bleiben, vorsorglich einen erneuten Ambulanztermin machen und im Februar ggf. eine neue Prophylaxe nehmen. Es heisst ja, das mal drei Monate drüber nicht gleich den MÜK machen.

    Lass Dir weihnachten bloss nicht von der Miggi verderben!!!! Gute besserung

    LG Steffi

  • Profilbild sternchen vor 5 Monaten, 1 Woche:

    Hallo Conny,
    ich noch mal. Steffikim hat völlig Recht, lass Dir bloss Weihnachten nicht verderben. M.E. ist Dein Triptanverbrauch gar nicht sooo… hoch. Es ist doch nur der Dez. der Dir Sorge macht. Es gibt doch auch viele Monate, da liegst Du weit unter 10 St. . Eigentlich muss man mehrere Monate hintereinander über 10 Triptantage haben, um in einem MÜK zu sein. Natürlich ist das bei jedem anders, und man kann diese Regel nicht verallgemeinern.
    Also, mach Dich nicht verrückt.
    Lieber Gruß
    Sternchen

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 5 Monaten, 1 Woche:

    Liebe Conny,

    beruhige Dich wieder, so schlimm sieht das doch gar nicht aus. ;) Die wichtigsten Tipps hast Du schon erhalten, da würde ich mich anschließen.

    Ich denke auch, dass die Mail ein Missverständnis sein muss. Eine gut wirkende Prophylaxe soll ja eben verhindern, dass man sich mit der 10er Regel “rumplagen” muss.

    Es gibt noch viele Möglichkeiten für Dich:

    1. Versuche doch länger wirkende Triptane einzunehmen. Einfach mal durchprobieren.

    2. Sollte Venlafaxin nicht ausreichend wirken, auch hier eventuell über eine Änderung nachdenken.

    3. Nichtmedikamentöse Entspannungsverfahren erlernen und/oder anwenden.

    4. Überlegen, wie Du mehr Ruhe und Entspannung in Dein Leben bekommen kannst.

    Dein Satz, eine Pause zu Hause würdest Du Dir nicht zutrauen, zeigt doch, dass Du wohl über die Maßen gefordert bist.

    Eine Attacke ohne “Hilfsmittel” durchzustehen ist keine Lösung. Eventuell mal mit Vomex, Diazepam oder Melperon, die gut dämpfen, müde machen und eine Schmerzdistanzierung bewirken. Da gibt es schon noch so einige Tricks. ;)

    Wenn Du im Dezember mehr Triptane brauchst, dann ist das halt so. Durch einen schlechteren Monat kommt man nicht gleich in einen MÜK und die anderen Monate zuvor waren ja nicht schlecht.

    Jetzt lass Dir erstmal die Weihnachtszeit nicht verderben und im Neuen Jahr schaust Du in aller Ruhe mal, wo Du entschleunigen kannst. :)

    Ich war schon 4 mal in Kiel. Die letzten beiden Male war nur ein Jahr dazwischen. Es gibt Zeiten, da hat man mehr zu kämpfen und dann geht es wieder mal eine längere Zeit sehr gut.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Conny vor 5 Monaten:

    Ich bin überwältigt von eurer Anteilnahme, danke erstmal dafür!

    Regenbogen: ich nehme 175mg Venlafaxin, vertrag es gut und bin auch nicht mehr so antriebslos. Aber für die Migräne hat es meines Erachtens kein bisschen was gebracht. Dann nehm ich noch morgens und abends je 2 Kapseln Migravent. Topamax hab ich hab ich ein halbes Jahr genommen, mit ganz viel Nebenwirkungen und ohne Wirkung auf die Migräne. Ich versuche jeden Tag 30 Minuten zu marschieren (klappt aber nicht immer), lasse Fernsehen und Radio meist aus, weil es mich mit der Zeit kirre macht und entspanne viel beim Stricken (momentan-aber nicht lachen – Weihnachtskugeln mit Norwegermuster, sieht klasse aus!)
    Ich habe mein Leben seit Kiel total entschleunigt, hab mir einen Wochenplan mit viel Pausen und sonst nur dem Nötigsten gemacht (bügel keine T-Shirts mehr, wenn ich mal nicht wische sondern nur sauge, geht die Welt auch nicht unter etc.)
    Was ich gar nicht gern mache, sind die Entspannungsübungen nach Jacobsen, damit werd ich einfach nicht warm. Ärztlich betreut werde ich von meiner Hausärztin, die sich Dank mehrerer Migränepatienten, sehr gut in die Materie eingearbeitet hat inklusive Prophylaxen und Kliniken. Neurologen hatte ich bisher nur Pflaumen. Der auf der Schmerztherapeutenliste genannte Arzt in meiner Stadt gehört auch dazu.

    Heika: nach Kiel hat Maxalt wieder super gewirkt. Meine einzige Alternative, die ich noch habe, ist Relpax. Gegen Allegro bin ich allergisch (vom Hautarzt getestet und bestätigt) und den Rest darf ich wegen einer anderen Kreuzallergie nicht nehmen.
    Aber vielleicht sollte ich wirklich zwischendurch wechseln. 10mg ist schon die Höchstdosis, wenn das nicht hilft, darf man nach 2 Stunden nochmal 10mg nehmen und dann ist Ende für die nächsten 24 Stunden. Und letztes Mal haben wie gesagt die 2x 10mg nicht geholfen – echt elend.

    Sternchen: Die Antwort von Dr. Heinze hat mich ehrlich gesagt geschockt und hat den Sinn der 10-Tages-Regel ad absurdum geführt. Ich werde am Montag nochmal nachfragen.

    Steffikim: frustrierend ist der richtige Ausdruck. Vielen Dank, dass Du mir einen” Plan” gemacht hast, ich weiß nämlich grad echt nicht, wo ich nun zuerst anfangen soll. Wenn ich relativ zeitnah meine Rezepte fürs Maxalt abrufe, zieht meine Ärztin schon die Augenbrauen hoch und droht mit dem MÜK, dabei nehm ich die Dinger ja echt nicht zum Spaß oder weil ich high davon werde….
    Ich werde aber mit meiner Ärztin mal recherchieren, ob es noch eine Prophylaxe gibt, die ich noch nicht hatte, da ist ja auch das Buch von Prof. Göbel sehr hilfreich!

    Bettina: eine Attacke ohne Hilfsmittel ist echt die Hölle. Ich habe schon mehrmals Vomex als Zäpfchen genommen, wenn MCP nicht half, aber davon geht es mir am nächsten Tag gar nicht gut, ich bin dann so schwach, dass ich mich nicht auf den Beinen halten kann, und dass, obwohl die Migräne rum ist. Hab dann im Beipackzettel geschaut, weil ich es nicht nachvollziehen konnte, und da steht das sogar drin.
    Melperon hab ich in Kiel kennengelernt. Das war in Kiel auch okay, denn da gab es nur mich. Hier zu Hause hab ich trotz Migräne immer das Bedürfnis, nicht die Kontrolle zu verlieren, soll heißen, zur Not will ich ansprechbar sein für meine Familie – aber ich merke gerade selber beim Schreiben, wie bescheuert das eigentlich ist.
    Warst Du jedes Mal zur Medikamentenpause in Kiel? Die hast Du aber glaube ich auch schon zu Hause durchgezogen, hab ich gelesen. Meckert die Kasse, wenn man da zum zweiten Mal hin will?

    Vielen Dank, Ihr seid echte Schätzchen und habt mich aus meinem Loch wieder rausgeholt!
    Falls es Euch interessiert, werde ich Euch die Erklärung von Dr. Heinzes Aussage mitteilen.

    Euch auch migränefreie Tage, besonders an Weihnachten,
    ganz liebe Grüße,
    Conny

  • Profilbild steffikim vor 5 Monaten:

    Hallo Conny,
    ja halte uns bitte auf dem Laufenden und vertrau ruhig deiner Familie, dass sie auch mal damit klar kommen wenn Du nicht ansprechbar bist. Meine Männer kennen das schon, mein Sohn macht sozusagen automatisch die Jalousien runter, mein mann kocht Kamillentee…

    Alles liebe Steffikim

  • Profilbild Ronja vor 5 Monaten:

    Liebe Conny,

    ich habe gerade nachgerechnet bei mir, ich liege viel höher mit den Migränetagen als du. Aber eine Medikamenten-Pause ist bei mir nicht nötig, wurde mir auch nicht empfohlen.
    So wie du deinen Umgang mit Triptan beschreibst, sehe ich für dich keine übermäßige MÜK-Gefahr.
    Du machst das sehr gut!

    Dr. Heinzes Aussage verstehe ich so, dass er meint: Du hast Migräne, diese Erkrankung macht schmerzhafte Entzündungsreaktionen im Kopf,. Diese treten an einem bestimmten Punkt auf, wenn das Gehirn immer weiter hochgefahren ist. Durch die Pophylaxen verschiedener Art fährt das Gehirn mehr oder auch weniger langsamer hoch, d.h. die Migräne tritt später auf. Dadurch sinkt die Migränehäufigkeit, das ist Ziel der Prophylxen. Aber trotzdem besteht natürlich unabhängig von den Bemühungen um die Prophylaxen die MÜK-Gefahr und dementsprechend eventuell auch die Notwendigkeit von Medikamenten-Pausen.

    Deine Kinder sind schon sehr groß, da können sie dich schon pflegen, auch den Haushalt übernehmen für die Zeit, wenn du ausfällst wegen Migräne. Du kannst dir ruhig einiges abnehmen lassen.
    Meine Kinder waren immer sehr stolz, wenn sie für mich und die ganze Familie gekocht haben oder auch anderes im Haushalt machten.
    Da kannst du ganz ruhig etwas abgeben ohne schlechtes Gewissen.

    Migränearme Zeit wünscht dir
    Ronja

  • Liebe Conny,

    sehe gerade, dass ich mich in der Zahl meiner Klinikaufenthalte verschrieben habe, ist jetzt korrigiert. ;) Meine Kasse, die sehr gerne meckert, hatte dazu aber nicht gemeckert. Bin allerdings privat versichert.

    Pausen habe ich auch schon zu Hause gemacht, aber nur kurze. Man sollte die erste Pause am besten in der Klinik machen und erst wenn man “erfahren” ist, klappt es auch ambulant. Dazu muss man aber gute Betreuung vor Ort haben. Ist das nicht gewährleistet, lieber in die Klinik gehen.

    Ich denke auch, dass Deine Kinder schon groß genug sind. Sie schaffen das locker ohne Dich eine Zeitlang. Ob Du das jetzt gerne hörst? Ernst gemeinte Frage! ;)

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild susisonne vor 4 Monaten, 2 Wochen:

    Hallo,

    das Vomex-Zäpfchen hat ja 150 mg. Vielleicht könntest Du es mit den Dragees (jeweils 50 mg) versuchen; dann solltest Du Sie vielleicht aber nehmen, wenn Dir noch nicht total übel ist.
    Ich habe auch schon maldie 150 mg als Zäpfchen genommen; damit habe ich die Migräne ausgeschlafen. Ich musste mich auf jeden Fall hinlegen und war nicht mehr so recht ansprechbar, hab so vor mich hingedämmert.
    Heute mache ich es so, dass wenn ich den Eindruck habe “Oh, das könnte Migräne werden”, dann nimm ich immer direkt 2 Dragees, also 100 mg. Damit konnte ich schon mal eine Migräne verhindern, so mein Eindruck. Eine andere ehemalige Patientin, mit der ich zusammen in Kiel war nimmt bei einer “Vorahnung” 1 Drageee und bei Bedarf später weitere. Wenn bei mir die 2 Dragees nicht wirken, nehme ich dann ein Triptan.
    Ich komme übrigens ganz gut mit der CD vom Prof. Göbel zurecht, wo so ein Meeresrauschen ist und mir ein Sprecher “was einflüstert” :) Damit habe ich die letzten Tage aber auch etwas geschludert :(

    Viele Grüße
    Susisonne