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Medikamentenübergebrauchs-Kopfschmerz (MÜK)

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 1 Woche, 2 Tagen aktiv

Wie entsteht MÜK, wie erkennt man ihn und wie wird er behandelt?

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Tags: mÜk

Medikamentenpause mit Cortison (146 Antworten)

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  • Profilbild Jochen vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    Hallo, mein Name ist Jochen, ich bis 46 Jahre alt, neu in diesem Forum und habe seit 33 Jahren Migräne.
    Erste Behandlungsmethoden waren den Kopf an den Bettpfosten schlagen( half natürlich nichts), da meine Mutter meinte für Schmerzmitte wäre ich noch zu jung. Danach als man sich seine Medikamente selber kaufen konnte schluckte
    ich bis zu einem Streifen Adspirin 500 ( half auch nichts ) genauso wenig wie all die anderen frei verkäuflichen Schmerzmittel.
    Bis mir ein guter Freund mal eine seiner Imigran Tabletten überließ. Da wusste ich.
    Menschenwürdiges Leben ist möglich.
    Endlich auch mal Nächte Durchfeiern anstatt Durch-zu-kotzen.
    Der Nachteil von den Triptanen ist nur, dass sie so toll wirken und so leicht zu konsumieren sind. Auf jeden fall kam ich irgendwann über die schwelle von 10
    Dosen im Monat. Waren wohl her 15 und mehr Dosen je Monat.
    Vor 4 Jahren habe ich meine erste Medikamentepause mit Cortison ambulant
    ohne weitere Medikante durchgeführt. Habe das Cortison über 6 Wochen genommen. Erst 150 zwei Tage dann 100 zwei Tage und dann runter auf 12,5mg in der 6ten Woche. In der Zeit hatte ich keinen einzigen Anfall. Nur die ersten 3 bis 4 Tage ging es mir sehr schlecht, war aber mit einem normalen Migräneanfall nicht zu vergleichen.
    Danach fing ich eine Porphylaxe mit Dociton und Amitriptilyn an was mir sehr gut half. Die Medikamente setzte ich aber dann wieder auf Wunsch meiner Frau ab, da sie meinte meine Persönlichkeit würde sich dadurch verändern. Danach stieg die Attackenfrequenz leider wieder an, so dass ich Anfang diesen Jahres mit meiner zweiten Medikanetenpaues begann.
    Wieder fing ich mit 150 mg Cortison an das ich auf 12,5 mg runterdosierte.
    Dieses mal nahm ich das Cortison allerdings über 2 Monate ( ohne Schmerzen ist es halt so viel schöner ) nachdem ich das Cortison abgesetzt hatte stellte sich allerdings eine Dauermigräne ein die sich anfangs noch mit Tripatanen
    in Schach halten ließ nach 7 Tagen aber auch auf die Triptane nicht mehr ansprach. Gestern bin ich nun ( nach 10 Tagen ) in meiner Verzweiflung in die Apotheke und hab dem Apotheker einen Streifen Cortison abgeschwatzt da ich meinen Arzt zwischen den Feiertagen natürlich nicht erreichen konnte. Mit dem Cortison geht es mir ohne Triptane etwas besser.

    Hier nun meine Frage?
    Hab ich das Cortison zu früh Abgesetzt. Kann es sein dass durch den lagen gebrauch mein Körper kein eigenes Crotison mehr produziert und ich dadurch in eine Mangelerscheinung gekommen bin?
    Muss ich das Cortison eventuell länger und in kleineren Schritten ausschleichen?
    Oder fällt Euch sonst etwas dazu ein?
    Bisher habe ich das Cortison sehr gut vertragen. Keine Gewichtsveränderung,
    oder sonstige Beeinträchtigungen wie Fettverlagerungen usw.

    Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit
    Herzliche Grüße
    Jochen

  • Profilbild Bettina Frank – Moderator vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    Lieber Jochen,

    schön, dass Du zu uns gefunden hast. Gut, dass heute die Schmerztherapie immer weiter Fortschritte macht und man inzwischen auch soweit ist, Kinder adäquat zu behandeln. Schrecklich, was Du durchmachen musstest.

    Bist Du denn bei einem Neurologen (Schmerztherapeuten) in Behandlung? Irgendwie habe ich aufgrund Deiner Schilderung den Eindruck, dass Du Deine Behandlung nach eigenem Gefühl durchführst. ;) Du brauchst ein Konzept für Deine Migränebehandlung und die Unterstützung eines erfahrenen Arztes. Lies mal hier nach, was auf der Homepage der Schmerzklinik zum Thema Medikamentenübergebrauchskopfschmerz und die Medikamentenpause geschrieben wurde: klick. In der Regel reicht eine 2-wöchige Kortisonpause. Gleichzeitig wird, wenn nötig, eine passende Prophylaxe begonnen. Nicht jede Prophylaxe verträgt man gleich gut und man muss daher gelegentlich einiges durchprobieren.

    Immer wieder wochenlang Kortison zu nehmen, ist auf keinen Fall empfehlenswert. Bei Gelegenheit wirst Du auch noch eine fachkundige Erklärung dazu erhalten.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Jochen vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    Liebe Bettina,
    vielen Dank für Diene schnelle Antwort. Die geschilderte Seite kenne ich natürlich. Diese beantwortet aber leider nicht meine oben gestellten Fragen.
    Mit dem Facharzt hast du den richtigen Riecher. Habe mit dieser Spezies bis jetzt leider nur schlechte Erfahrungen gemacht.
    Der erst, die Institution für Schmerzen in München meinte nach fünf Minuten ich hätte Spannungskopfschmerzen und sollte mich vom meinem Hausarzt weiterbehandeln lassen. ( das war vor 20 Jahren)
    Die letzte, meinte nach eingehender Untersuchung meiner Blutgefäße von und zum Hirn, eines Schädel CT´s und eines EEG´s ich solle es doch mit Magnesium probieren, ihr Schmerztagebuch ausfüllen und in drei Monaten wiederkommen. ( mein Schmerzkalender war ihr nicht genau genug) und nein, Triptane oder andere Schmerzmittel könne sie mir leider nicht verschreiben. Das war vor 8 Jahren.
    Ein einziger von Insgesamt 8 Neurologen schlug mir eine Prophylaxe Therapie vor die leider
    nicht anschlug. Danach wusste dieser auch nicht mehr weiter.
    Wer braucht solche Fachärzte?
    Mein Hausarzt verschreibt mit die Triptane ohne mit der Wimper zu zucken und beim Neurologen bekomme ich sie nicht mal wenn ich darum bettle.

    Zusammen mit meinem Hausarzt habe ich in den letzten 8 Jahren so ziemlich alles an Porphylaxe Theraphien ausprobiert was es so auf dem Markt .gibt
    1. Fulnarizien noch beim 4. Neurologen, 6 Monate leider ohne Wirkung
    2. Pestwurz über 6 Monate leider keine Wirkung
    3. Magnesium in verschiedenen Dosen 400 bis 800 mg nehme ich immer glaub aber es wirkt nicht.
    4. Ernährungsumstellung nach dem Buch Leben ohne Brot, 6 Monate, leider keine Wirkung
    5. Ernährungsumstellung keine Milch 6 Monate s.o.
    6. Ernährungsumstellung keine Milchprodukte, s.o.
    7. Ernährungsumstellung keine Schokolade, s.o.
    8. Ernährungsumstellung kein Kaffee, s.o.
    9. Betablocker, Dociton retard 80 mg max. Tagesdosis 240 mg über 6 Monate, leider keine Wirkung
    10. Trizyklisches Antidepressiva Amitripitlyn 50 mg, max. Tagesdosis 150 mg über 6 Monate,
    leider keine Wirkung.
    11. Beide Präparate, Dociton und Amitripilyn Kombiniert, super Endlich hilft mal was.
    Hab ich aber nach 11/2 Jahren wegen meiner Frau abgesetzt. ( Sie meinte meine Persönlichkeit würde sich verändern)
    12. Progressive Muskelrelaxans nach Jakobsen, hilft ein wenig, versuch ich 3 bis 4 mal die Woche zu machen
    13. Botox, war ein großer Fehler und half natürlich nichts ( mein Hausarzt hat mir gleich abgeraten)
    14. Ernährungsumstellung, Ketogene Diät, absolut kein Zucker, keine Süsigkeiten, wenig Kohlehydrate, mach ich nur seit einem Jahr, die Migräneanfälle ausgelöst durch Unterzuckerung sind Vergangenheit, hat aber leider keinen Einfluss auf die Häufigkeit der
    Migräne.
    15. Topiramat, hab ich vor einem 3/4 Jahr angefangen und hat auch super schnell und gut angeschlagen, 150 mg/ Tag. Hab mir dann aber einen Virusinfekt eigefangen bei dem ich 3 Wochen lang
    nichts bei mir behalten habe und in meiner Panik das erst mal auf die Nebenwirkungen des Topiramat geschoben und das Medikament wieder abgesetzt habe. Hab in der Zeit 12 kg abgenommen und die Migräne ist total aus dem Ruder gelaufen.
    Danach habe ich die zweite Medikamentenpause begonnen, Siehe meine erste Ausführung am Anfang dieses Themas.
    15. Habe während dieser zweiten Medikamentenpause wieder begonnen das Topiramat langsam aufzudosieren und bin mittlerweile bei 75 mg/ Tag angelangt.

    Der lange Einnahmeintervall des Kortison ist natürlich mit einem gewissen Risiko behaftet, das ich aber zusammen mit meinem Hausarzt gewissenhaft abgewogen habe.
    Unter anderem half mit das Kortison über eine sehr arbeitsreichen April ohne einen einzigen
    Migräneanfall. Hätte ich das Kortison nur zwei Wochen genommen wäre diese Anstrengung sicher umsonst gewesen.

    Herzliche Grüße

    Jochen

  • Profilbild Bettina Frank – Moderator vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    Lieber Jochen,

    Dein Hausarzt bemüht sich ja wirklich sehr gut um Dich. Dass die Fachärzte Dir nicht weiterhelfen konnten, ist natürlich nicht so schön. Na ja, ein ähnliches “Münchner Beispiel” könnte ich auch anführen. ;)

    Du hattest in der Vergangenheit (und auch wohl jetzt noch) sehr viel Energie in Ernährungsumstellungen investiert. Meist lässt sich die Migräne davon wenig beeindrucken. Kohlenhydratarme Ernährung fördert sogar Migräne. Lies mal hier nach, was Prof. Göbel über Attackenauslöser geschrieben hatte. Dieser Artikel aus dem Ärzteblatt zum Thema Nahrungsmittelallergien passt auch dazu.

    Topamax hatte mir auch lange gut geholfen. Hier wird allerdings gelegentlich als Nebenwirkung Persönlichkeitsveränderung angegeben. Hattest Du hier nichts bemerkt?
    Botox hilft mir z.B. gelegentlich sehr gut. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich, deshalb muss man oft einiges ausprobieren, bevor man weiß, was einem tatsächlich hilft. Dann gibt es noch die typischen “Prophylaxefehler”: Das Präparat wird nicht lange genug eingenommen, bevor man eine Wirkung überhaupt beurteilen könnte (scheint bei Dir ja nicht der Fall zu sein). Man startet eine neue Prophylaxe, obwohl man im MÜK ist. Hier hat dann kaum eine Prophylaxe eine Chance auf Wirkung. Ebenso ist es bei vielen von uns nötig, das Verhalten zu verändern.

    Wie gehst Du denn mit Stress um? Entspannung nach Jacobson ist ja schon mal gut, aber machst Du sonst auch genügend Pausen? Isst Du regelmäßig (kohlenhydratreich!)? Trinkst Du genug? Hast Du genug Bewegung an der frischen Luft?

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Hartmut Göbel vor 1 Jahr, 8 Monaten:

    Lieber Jochen,
    Ihr Migräneverlauf ist sehr aggressiv, möglicherweise besteht eine chronische Migräne mit spontan hoher Attackenfrequenz. Eine wirksame Vorbeugung ist erforderlich.
    Einzelheiten finden Sie unter
    http://www.schmerzklinik.de/wp-content/uploads/2009/02/CME-Artikel-Prophylaxe-der-Migraene.pdf
    Kortison ist nur eine kurze Überbrückung von ca. 12 Tagen während der Pause gedacht. Ohne wirksame Vorbeugung wird die Migräne nach Absetzen wieder zurückkehren. Über die Einnahme von Kortison über längere Zeiten bei Migräne liegen keine sicheren Erfahrungen vor. Grundsätzlich sollte man diese vermeiden, da die Dauereinnahme Langzeitnebenwirkungen erzeugen kann. Andererseits ist dieses Vorgehen bei bestimmten Erkrankungen notwendig (z.B. rheumatischen Erkrankungen, Riesenzellarteriitis etc.), der behandelnde Arzt kann dies im Einzelfall auch bei aggressiver Migräne bei enger Verlaufskontrolle erwägen.
    Freundliche Grüße
    Hartmut Göbel

  • Profilbild Jochen vor 1 Jahr, 8 Monaten:

    Lieber Professor Göbel,

    vielen Dank für die schnelle Antwort. Werde alles versuchen noch diesen Sommer, spätestens aber im Herbst einen stationären Platz bei Ihnen zu bekommen.
    Ihre Bücher haben mir in den letzten Jahren viel geholfen, bin ein großer Fan von Ihnen.

    Ein herzliches Dankeschön für all das.

    Noch vor einem halben Jahr dachte ich ich hätte die Migräne mit dem Tomiramat einigermaßen im Griff, bis zu dem Infekt bei dem ich in 3 Wochen 12 kg abgenommen habe, und jetzt spielt mein Kopf absolut verrückt.

    Herzliche Grüße

    Jochen Ruoff

  • Profilbild Jochen vor 1 Jahr, 8 Monaten:

    Liebe Bettina,
    möchte Dir gerne bezüglich Ernährung, Stress usw. kurz Antworten.
    Hatte immer große Probleme mit Migräneanfällen, ausgelöst durch Unterzuckerung. Diese Anfälle kamen immer beim Sport oder körperlich anstrengender Arbeit und fällten mich innerhalb von 10 bis 15 Minuten wie einen Baum mit der Kettensäge. Jeder Pulsschlag wie ein Dolchstoß von hinten direkt ins Gehirn bis ich am Boden lag.
    Erste Konsequenz war, immer einen Schokoriegel, Traubenzucker dabei haben und ja nie ein Hungergefühl aufkommen lassen. Zweite Konsequenz- Rettungsringe und die Migräne wurde leider auch nicht besser.
    Dann stieß ich auf diesen Artikel : http://www.migraeneinformation.de/molmain/main.php?docid=980 und das fand ich doch sehr einleuchtend. Seid ich nur meine Ernährung auf diese
    Ketogene Diät umgestellt habe, sind die Anfälle ausgelöst durch Unterzuckerung nicht mehr vorgekommen. Ich Esse keinen Zucker mehr und nur sehr wenig Kohlehydrate.

    Ansonsten Trinke ich keinen tropfen Alkohol
    Keine Süssigkeiten
    Viele Bewegung an der frischen Luft
    Viel Kaffee
    Viel Arbeit
    Stress ja, aber nicht übermässig
    Ich Arbeite zu Hause, das heisst, feste Essenszeiten
    Pausen könnte ich wirklich mehr machen

    Zu Persönlichkeitsveränderung durch Topiramat kann ich leider nichts sagen, dazu hab ich das Medikament noch nicht lange genug genommen.

    Herzliche Grüße

    Jochen

  • Profilbild Bettina Frank – Moderator vor 1 Jahr, 8 Monaten:

    Lieber Jochen,

    wirklich bewundernswert, wie konsequent und diszipliniert Du lebst. Ich muss gestehen, dass ich das so gar nicht durchziehen könnte. Bei Schokolade werde ich regelmäßig schwach, allerdings schadet sie mir auch nicht. Vom Thema Gewicht mal abgesehen. ;)

    Ich kenne den Link und habe mir diese Homepage schon vor längerer Zeit genau angesehen. Wissenschaftlich konnte in keiner Weise bestätigt werden, dass sich kohlenhydratarme Diät bei Migräne bewährt haben sollte. Wenn Du aber das Gefühl hast, dass sie Dir guttut, freut mich das für Dich. Mir würde so eine Lebensweise Dauermigräne bescheren, daher halte ich mich eher an die Empfehlungen der Migräneexperten und fahre damit gut. Prof. Göbel hatte anlässlich eines Interviews folgendes geraten:

    “Welche Regeln sollten Migräne-Patienten im Alltag beachten?
    Die besondere Leistungsfähigkeit ihres Nervensystems sollte nicht überstrapaziert werden. Dabei hilft ein gleichbleibender Tagesrhythmus. Eine wesentliche Rolle spielt regelmäßiges Essen, vor allem ein umfangreiches kohlenhydratreiches Frühstück in Ruhe. Denn nach der langen Nachtphase sind die Kohlenhydratspeicher in den Nervenzellen erschöpft. Nervenzellen können nur Kohlenhydrate als Energieträger verwenden, Fett und Eiweiß liefern ihnen keine Energie. Migräne-Patienten bevorzugen deshalb intuitiv Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Nudeln, Reis und Brot. Auch mindestens drei Liter Flüssigkeit am Tag kann Attacken vorbeugen. Jeder Migräne-Patient sollte zudem ein Entspannungsverfahren erlernen. Dazu gibt es CD-Programme im Internet unter http://www.neuro-media.de.”;
    Link

    Dass Nervenzellen zur Energiegewinnung nur Kohlenhydrate heranziehen können, ist erwiesen und leuchtet mir auch ein. Wir sind halt alle auf der Suche nach den richtigen Methoden für einen selbst und suchen an den unterschiedlichsten Stellen. Das Ziel ist aber für alle gleich: Schmerzfreiheit.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild oeco vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Hallo,
    ich habe gerade meine 14 tägige Medikamentenpause mit Kortison hinter mir und hatte in der Phase eigentlich richtig Glück mit Migräne. es gab nur zwei ganz leichte Anfälle, die ich gut wegschlafen konnte.
    Nun, wo das Kortison weg ist, ich wieder Triptane nehmen darf :-) hat mich pünktlich zu Weihnachten eine Migräne vom Feinsten umgehauen!! Fing Heiligabend an und hat den ganzen ersten Feiertag angehalten. Da ging absolut nix! Während ich nach dem ersten Sumatriptan am Heiligabned noch da sGefühl hatte, es wird besser, hat die nächste Tablette am nächsten Morgen rein gar nichts bewirkt!! Null!!!!!!!
    Heißt das nun die Pause war umsonst? Hätte doch eigentlich gedacht, das die Triptane nun wieder besser wirken!!
    Was mach ich jetzt??????

  • Profilbild Migränchen vor 1 Jahr, 1 Monat:

    liebe moni,

    vorweg hoffe ich, dass es dir heute wieder besser geht!!!! leider war es bei meinen bisherigen notgedrungenen pausen – durch vorangegangenen status – immer so, dass die triptane danach fast gar nicht mehr halfen….erst nach längerer zeit stellte sich die wirkung wieder ein….kein trost – leider, aber meine persönliche erfahrung…

    alles gute
    migränchen

  • Profilbild Bettina Frank – Moderator vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Liebe Moni,

    das ist natürlich besonders bitter, ausgerechnet zu Weihnachten “heimgesucht” zu werden. Nach Absetzen des Kortisons kommt es meist zu einigen Migränetagen, das kenne ich auch so. Was allerdings untypisch ist, dass Dir und auch Migränchen, die Triptane nach einer Pause nicht mehr so gut helfen. Normalerweise ist das Gegenteil der Fall.

    Wichtig ist, dass man sich sehr schont nach diesen Kortisontagen, da sie für den Körper anstrengend sind. Ich wünsche Dir sehr, dass Du noch ein paar ruhige und schmerfreie Tage haben kannst.

    Nimmst Du bei einem schweren Anfall auch gleich 100 mg Sumatriptan?

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild oeco vor 1 Jahr, 1 Monat:

    @ Migränchen
    Es ist beruhigend zu hörend, das es noch jemanden so geht! Dachte schon ich drehe durch, als das Sumatriptan nun gar nicht angeshclagen hat.
    @Bettina
    Ja ich nehme immer gleich Sumatriptan T 100 mg. Die anderen ( ohne T) haben auch schon nicht mehr gewirkt. In der letzten Zeit vor der Pause war es im Prinzip fast immer immigran inject, was zwar fast immer angeschlagen hat aber eben mit dieser super kurzen Wirkzeit. Die Spritze habe ich bei diesem Anfall nun noch nicht versucht. Die wollte ich nicht schon gleich wieder rein ballern. Auch gestern (2. Feiertag) ging es mit dem Schädelplatzen weiter, zum Glück aber schon weniger, mehr im Hintergrund. Konnte also immerhin am Geschehen teilnehmen :-)
    So das mir vom Kortison im Moment nur geblieben ist, das ich die Nächte nicht schlafe :-( , denn ich sitze shon wiedre mal eine Nacht im Sessel im Wohnzimmer.

    Zum Thema schonen: Ich habe schon versucht es die Tage langsam abgehen zu lassen, aber natürlich ist so eine Weihnachtsvorbereitung nicht ganz stressfrei. Hatte aber selber nicht das Gefühl besonders unter Strom zu stehen, da kenn ich ganz andere Zustände.

  • Profilbild Ronja vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Liebe Oeco,

    nach dem Cortison hatte ich auch einige recht lange andauernde und heftige Attacken und habe sehr viele Tabletten also Triptantabletten eingenommen. Und die Migräne kümmert sich oftmals nicht um das Gefühl, ich fühle mich nicht gestresst oder nicht unter Strom stehend sondern vielmehr ausgeglichen und entspannt – so ist das bei mir auch oft. Ich habe dann das Gefühl, eigentlich “darf” ich gar keine Migräne bekommen, aber so ist die Migräne: recht unberechenbar allerdings auch in die andere Richtung: sie kommt nicht obwohl ich keinen regelmäßigen Tagesablauf hatte usw.
    Liebe Oeco, warum nimmst du nicht das ImigranInject, wenn es dir doch hilft? Im Körper wirkt die Substanz ob sie nun mit Spritze direkt oder über den Magen-Darm aufgenommen wurde, sondern du würdest die schnelle starke Wirkungsweise wählen, reinballern würde ich das nicht nennen. Das ist jetzt eine theoretische Überlegung von mir, denn ich habe das selbst erst einmal gespritzt probeweise um zu sehen wie es wirkt. Du hast sicherlich viel mehr Erfahrung mir dem Inject.
    Ich wünsche dir gute Besserung, in der nächsten Nacht einen guten Schlaf mit schönen Träumen

    Herzliche Grüße
    Ronja

  • Profilbild Bettina Frank – Moderator vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Liebe Moni,

    die Wirkung der Spritze kannst Du mit Naproxen “verlängern”. Oder Du versuchst überhaupt mal ein anderes Triptan mit längerer Wirkzeit (Naramig, Allegro, Relpax).

    Zum Kortison sollte man immer noch ein Medikament einnehmen, damit man zur Ruhe kommen kann und ein ungestörter Schlaf möglich ist: entweder ein Schlaf-, oder Beruhigungsmittel. Kann man nicht schlafen nachts, ist auch der Effekt der Kortisonkur nicht so gut.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild oeco vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Hallo Bettina, ein Medikament zum Schlafen habe ich nicht bekommen, hat Doc Heinze wohl nicht so für nötig befunden. Im Prinzip ja auch richtig, da ich im Moment Urlaub habe, arbeiten wäre aber im Moment gefühlsmäßig auch der Hammer. So langsam habe ich nur das Gefühl, ich komme gar nicht mehr in einen normalen Wach-Schlafablauf hinein.

    Hast Du Erfahrungen damit, wie lange das Cortison in dieser Richtung noch nachwirkt?
    Vom Verstand her würde ich sagen, ausgeschlichen ist es, also müsste auch diese Wirkung nachlassen, wenn nicht sogar schon weg sein.

    Fürchte also in einer anderen Schleife gelandet zu sein.
    LG Moni