Liebe Bettina,
vielen Dank für Diene schnelle Antwort. Die geschilderte Seite kenne ich natürlich. Diese beantwortet aber leider nicht meine oben gestellten Fragen.
Mit dem Facharzt hast du den richtigen Riecher. Habe mit dieser Spezies bis jetzt leider nur schlechte Erfahrungen gemacht.
Der erst, die Institution für Schmerzen in München meinte nach fünf Minuten ich hätte Spannungskopfschmerzen und sollte mich vom meinem Hausarzt weiterbehandeln lassen. ( das war vor 20 Jahren)
Die letzte, meinte nach eingehender Untersuchung meiner Blutgefäße von und zum Hirn, eines Schädel CT´s und eines EEG´s ich solle es doch mit Magnesium probieren, ihr Schmerztagebuch ausfüllen und in drei Monaten wiederkommen. ( mein Schmerzkalender war ihr nicht genau genug) und nein, Triptane oder andere Schmerzmittel könne sie mir leider nicht verschreiben. Das war vor 8 Jahren.
Ein einziger von Insgesamt 8 Neurologen schlug mir eine Prophylaxe Therapie vor die leider
nicht anschlug. Danach wusste dieser auch nicht mehr weiter.
Wer braucht solche Fachärzte?
Mein Hausarzt verschreibt mit die Triptane ohne mit der Wimper zu zucken und beim Neurologen bekomme ich sie nicht mal wenn ich darum bettle.
Zusammen mit meinem Hausarzt habe ich in den letzten 8 Jahren so ziemlich alles an Porphylaxe Theraphien ausprobiert was es so auf dem Markt .gibt
1. Fulnarizien noch beim 4. Neurologen, 6 Monate leider ohne Wirkung
2. Pestwurz über 6 Monate leider keine Wirkung
3. Magnesium in verschiedenen Dosen 400 bis 800 mg nehme ich immer glaub aber es wirkt nicht.
4. Ernährungsumstellung nach dem Buch Leben ohne Brot, 6 Monate, leider keine Wirkung
5. Ernährungsumstellung keine Milch 6 Monate s.o.
6. Ernährungsumstellung keine Milchprodukte, s.o.
7. Ernährungsumstellung keine Schokolade, s.o.
8. Ernährungsumstellung kein Kaffee, s.o.
9. Betablocker, Dociton retard 80 mg max. Tagesdosis 240 mg über 6 Monate, leider keine Wirkung
10. Trizyklisches Antidepressiva Amitripitlyn 50 mg, max. Tagesdosis 150 mg über 6 Monate,
leider keine Wirkung.
11. Beide Präparate, Dociton und Amitripilyn Kombiniert, super Endlich hilft mal was.
Hab ich aber nach 11/2 Jahren wegen meiner Frau abgesetzt. ( Sie meinte meine Persönlichkeit würde sich verändern)
12. Progressive Muskelrelaxans nach Jakobsen, hilft ein wenig, versuch ich 3 bis 4 mal die Woche zu machen
13. Botox, war ein großer Fehler und half natürlich nichts ( mein Hausarzt hat mir gleich abgeraten)
14. Ernährungsumstellung, Ketogene Diät, absolut kein Zucker, keine Süsigkeiten, wenig Kohlehydrate, mach ich nur seit einem Jahr, die Migräneanfälle ausgelöst durch Unterzuckerung sind Vergangenheit, hat aber leider keinen Einfluss auf die Häufigkeit der
Migräne.
15. Topiramat, hab ich vor einem 3/4 Jahr angefangen und hat auch super schnell und gut angeschlagen, 150 mg/ Tag. Hab mir dann aber einen Virusinfekt eigefangen bei dem ich 3 Wochen lang
nichts bei mir behalten habe und in meiner Panik das erst mal auf die Nebenwirkungen des Topiramat geschoben und das Medikament wieder abgesetzt habe. Hab in der Zeit 12 kg abgenommen und die Migräne ist total aus dem Ruder gelaufen.
Danach habe ich die zweite Medikamentenpause begonnen, Siehe meine erste Ausführung am Anfang dieses Themas.
15. Habe während dieser zweiten Medikamentenpause wieder begonnen das Topiramat langsam aufzudosieren und bin mittlerweile bei 75 mg/ Tag angelangt.
Der lange Einnahmeintervall des Kortison ist natürlich mit einem gewissen Risiko behaftet, das ich aber zusammen mit meinem Hausarzt gewissenhaft abgewogen habe.
Unter anderem half mit das Kortison über eine sehr arbeitsreichen April ohne einen einzigen
Migräneanfall. Hätte ich das Kortison nur zwei Wochen genommen wäre diese Anstrengung sicher umsonst gewesen.
Herzliche Grüße
Jochen