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Medikamentenübergebrauchs-Kopfschmerz (MÜK)

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 7 Stunden, 40 Minuten aktiv

Wie entsteht MÜK, wie erkennt man ihn und wie wird er behandelt?

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Tags: mÜk

MIGRÄNE auf einmal besonders schlimm (32 Antworten)

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  • Profilbild steffikim vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Guten Morgen,

    habe die letzte Zeit meistens nur mitgelesen, aber nun muss ich mich auchmal wieder ausheulen… Normalerweise bin ich ja mit meinen 7-8 tagen Migräne gut dran, aber in letzter zeit reicht selbst das Allegro nicht aus und ich habe einen Wiederkehrschmerz auch trotz Verlängerung mit Novalgin oder Ibu 600 (naproxen etc darf ich ja nicht nehmen). dann hatte ich trotz Allegro 4 Tage hintereinander Migräne, den vierten Tag ohne ausgehalten dann wechselte der schmerz die Seite… Wieder einen tag Ruhe und dann von vorne. D.h. wir haben heute den 12 und ich habe schon 5 tabletten Tage und 8 Schmerztage hinter mir.!!!

    Warum ist die Migräne so agessiv im moment? versuche grade mal Imigran a wegen der Kosetn und b weil es zwar nicht länger als allegro aber stärker wirkt. Habe grade eine mail an Dr. heinze inkl. schmerztagebuch gesendet mal sehen was der sagt, denn bis jetzt hieß es wenn ich unter 10 tagen bleibe und ausliege brauche ich keine Prophylaxe. meine Sorge ist nur das ich auf den MÜK zusteuere obwohl ich im März 10 schmerzfreie Tage hintereinander hatte.

    hat jemand noch einen rat oder eine Idee??? Muss noch drei tage aushalten dann habe ich Urlaub und anschließend wird meine Gebärmutter wegen zu starker Monatsblutungen rausgenommen (wg. Marcumar), vielleicht ist ja der positive nebeneffekt das die Migräne besser wird, glaube ich aber nicht weil die Eierstöcke drinbleiben :)

    Naja, es gibt so Tage… Achja was ich noch fragen wollte gibt es jemanden der von Mirtazepin NICHT dick geworden ist und dem es geholfen hat???

    ganz lieben Gruß

    Steffi

    ganz lieben Gruß

  • Profilbild Cinderella vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Hallo,
    die Entfernung der Gebärmutter wird keinen großen Einfluß auf die Migräne haben,leider.
    Wie sieht es denn damit aus,Deine Migräneanfälle einmal zwischendurch mit Kortisongabe zu stoppen?Das mußt Du aber mit Deinem behandelnden Arzt unbedingt besprechen.
    Ich habe jetzt im Frühjahr komischerweise auch mehr Kopfschmerz bzw. Migränetage.Bei Spannungskopfschmerzen nehme ich 600mg Magnesium.Damit halte ich die Schmjerzen ein wenig in Schach und spare mir Tabletten für die richtige Migräne.
    Hast Du vielleicht im Moment sehr viel Streß?Ansonsten könntest du Entspannungsverfahren in Deinen täglichen Ablauf mit einbauen.Progressive Muselentspannung oder autogenes Training.
    Gute Besserung.
    LG Cindrella

  • Profilbild Ronja vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Liebe Steffikim,

    zuerst wünsche ich dir gute Besserung. Das Imigran hilft dir ganz sicher, ich habe es auch gerade genommen, mal wieder das Imigran-Inject.
    Du fragst nach dem Grund für deine jetzt so aggressive Migräne. Wir schreiben und überlegen hier im Forum sehr viel über die jeweiligen Migräne-Trigger, über die “Launenhaftigkeit” der Migräne, die dann doch macht was sie will. Bei dir spielt jetzt sicher der Stress und der Druck durch die anstehenden OP eine große Rolle, so dass du nicht noch einen anderen besonderen zusätzlichen “Grund” für die aktuelle Migränehäufung finden musst.
    Außer Cortison fällt mir nichts sein, sicher wird dir Dr. Heinze eine guten Rat geben.
    Zum Mirtazepin kann ich dir leider auch nichts sagen, da ich Doxepin einnehme als Prophylaxe und davon trotz sehr niedriger Dosierung 5kg zugenommen habe – Doxepin ist auch ein Antidepressivum.
    “Mit 7 bis 8 Migränetagen gut dran?!” – hast du denn eine Prophylaxe? Ich finde 7 bis 8 Migränetage zu viele Tage mit Migräne.
    Ich wünsche dir alles Gute besonders auch für die Operation.

    Herzliche Grüße
    Ronja

  • Profilbild heika vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Hallo Steffikim,

    wie lange dauert denn “in letzter Zeit” bei dir schon?

    In vielen Punkten geht es mir ähnlich wie dir, aber bei mir hat sich das immer wieder von alleine geregelt. Im März hatte ich den schlechtesten Migränemonat seit Jahren, keine Ahnung warum. Und auch dass ich Phasen habe, wo nach zwei Tagen die Migräne auf die andere Seite wechselt, um mich dann noch mal zwei Tage zu plagen, kenne ich.

    Ich nehme auch Allegro, kann das aber bei Bedarf mit Naproxen zusammen nehmen. Wobei die anderen Schmerzmittel ja sicher auch geeignet sind. Ich darf das Allegro nur nicht zu spät nehmen, sonst wirkt es nicht mehr richtig.

    Hast du denn schon öfter mal einen MÜK gehabt? Neigst du schnell dazu? Falls nicht, würde ich das erst einmal auf mich zukommen lassen. Irgendwo schrieb Prof. Göbel mal, dass es durchaus auch mal Ausnahmen geben kann und man in einem Monat auch mehr mehr Triptane als sonst nehmen kann.

    Was die medikamentöse Prophylaxe betrifft, wägt ja man immer ab, ob der Nutzen größer ist als die Nachteile. Ich würde das davon abhängig machen, wie lange die Migräne jetzt schon deutlich stärker geworden ist und ob sich das bei dir nicht von alleine wieder bessert.

    Nun ist ja erst einmal die OP dran. Ich wünsche dir, dass alles gut klappt und du dich schnell erholst.

    Lieber Gruß
    Heika

  • Profilbild steffikim vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Hallo,

    erstmal danke für Eure lieben Antworten. Also so schlimm ist es im Moment erst seit April, die prophylaxe hatte ich bis jetzt nicht, weil dr. Heinze sagte für alles unter 10 brauche ich nichts. Obwohl ich mir überlege nach der Op in Ruhe damit anzufangen. habe auch schonmal dran gedacht in den 6 Wochen gar nichts an schmerzmitteln zu nehmen, aber das wird langfristig nichts nützen.
    Ronja mit dem Cortison bin ich vorsichtig weil ich ja schon marcumar und wie jetzt vor der OP heparin nehme und ich wollte nicht gleich auf die Osteoporose zusteuern…

    Also verstehe ich es richtig das ihr teilweise auch bei 7-8 tagen eine Prophylaxe habt, obwohl ihr ausliegt und unter 10 bleibt???

    LG steffi

  • Profilbild steffikim vor 1 Jahr, 1 Monat:

    … achja im MüK war ich bisher noch nie…

  • Profilbild SimonPhoenix vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Hallo Steffikim,
    bei mir fing es vor etwas über einem Jahr an, aufeinmal viel schlimmer zu werden.
    Ein großer Punkt ist wohl der Stress bei mir, fühl mich seitdem recht aufgebraucht, vielleicht liegt es ja bei dir wirklich an der bevorstehden OP, ich würde den Urlaub und die OP abwarten.

    Ich kann mich erinnern, dass ich bei 7-8 Tagen Migräne auch schon Prophylaxen versucht habe und finde das auch recht viel an Migräne, allerdings ist für mich Doc Heinze ein sehr guter Arzt. Nehm doch sonst mal Kontakt zu ihm auf, wenn du bei ihm in Behandlung bist. Ausliegen geht ja auch nicht immer so einfach.
    Lieben Gruß

  • Profilbild heika vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Hallo Steffikim,

    in diesem Fall würde ich dir einfach zum Abwarten raten.
    Ich für mich habe beschlossen, dass ich das Problem erst angehen würde, wenn ich drei extrem schlechte Monate hintereinander hätte.

    Nach einem Status von 9 Tagen bekam ich mal Flunarizin zur Prophylaxe. Das nahm ich drei Monate lang (was eigentlich zu kurz war), doch ich war froh, als ich es wieder absetzen durfte. Danach hatte erst einmal damit zu tun, die zugenommenen Kilos wieder loszuwerden.
    Bis heute komme ich gut ohne medikamentöse Prophylaxe klar, wobei ich sagen muss, dass ich sehr viel von den Verhaltenstipps versuche umzusetzen. Diesen Bereich würde ich immer erst völlig ausschöpfen, und dann erst zum Medikament greifen, wenn es nötig ist.

    Wenn du bislang noch nie im MÜK warst, würde ich mich deswegen auch nicht unnötig sorgen. Es heißt ja nicht, dass man einen MÜK bekommen MUSS, wenn man die 10 Einnahmetage ab und zu überschreitet. Es ist eine gute und hilfreiche Regel, diese 10/20-Regel, damit man nicht so nach und nach steigert und es gar nicht merkt, wie man in immer mehr Einnahmetage hineinrutscht.

    Lieber Gruß
    Heika

  • Profilbild Ulrike vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Hallo steffikim,

    ich fange mit einer neuen Prophylaxe immer dann an, wenn ich über 6 Tage komme. Alles darüber ist mir einfach zuviel. Das ist natürlich eine ganz persönliche Geschichte. Der eine hält mehr aus als der andere. Aber für mich ist diese Faustregel, erst ab 10 Tagen im Monat zu hoch gegriffen.
    Alles Gute für die OP! Danach schaust Du wie es Dir geht und besprichst mit Deinem Arzt wie es weitergeht. So würde ich es machen.
    Liebe Grüße
    Ulrike

  • Profilbild steffikim vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Hallo,

    eben kam die Antwort von Dr.Heinze Imigran versuchen und “jede zusätzliche migränezunahme in Richtung 10 tagen pro Monat sollte den Patienten veranlassen eine Attacke auszuliegen”
    Sorry das ist doch Sch…., erst heisst es alles bis 10 ist supi und jetzt darf ich schon bei 7 Tagen mit dem ausliegen anfangen. Nee also das ist echt nicht drin. hatte mir eigentlich eine andere Antwort erhofft.

    LG Steffi

  • Profilbild SimonPhoenix vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Kann mir einer mal bitte das ausliegen erklären ?
    Heißt das bei einer Migräne einfach ins Bett und warten bis es vorbei ist ?

    Danke

  • Profilbild alchemilla vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Liebe Steffi,
    und trotz allem bist DU diejenige, die entscheidet. Niemand anderer.
    Du allein kannst beurteilen, ob es Sinn macht, Attacken “auszuliegen”.
    Es gibt Forumsteilnehmer, die machen das immer mal wieder
    und es gibt welche, für die kommt das auf gar keinen Fall in Frage.

    Ich denke, man kommt am besten mit der Migräne klar, wenn man alles tut, von dem man SELBER das Gefühl hat, dass es dem Körper gut tut und ihn stärkt.

    Heika sagt: “Ich für mich habe beschlossen . . ” und das genau ist es.
    Schön ist es ,wenn man einen Arzt hat, der einen dabei unterstützt,
    aber man muss sie auch verstehen, wenn sie etwas raten, was sich ihrer Erfahrung nach bewährt hat Ihre Erfahrung ist aber eine statistische, es ist keine individuelle.

    Tue das, wovon du glaubst, dass es gut ist! Und probiere aus!
    Ich habe einige Monate “zu viele” Triptane genommen und nebenher verschiedene Sachen ausprobiert. Magnesium, Vitamin B2, Sport, Entsäuerung. Das Eine hilft, das andere macht es nur schlimmer.
    Hauptsache, man verliertden Glauben nicht, dass es besser WIRD.

    Ich glaube, die Angst vor dem MÜK ist schädlicher als alles andere.
    Die Migräne IST schon mal aggressiver. Auch schon mal drei Monate hintereinander.

    Lass dich nicht entmutigen.
    LG
    Gisela

  • Profilbild alchemilla vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Ja, Simon, genau das ist es.
    Ich habe es mal machen müssen und würde es freiwillig nie, nie wieder wollen.

  • Profilbild SimonPhoenix vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Ok danke, das wird wohl auch noch auf mich zukommen.
    Wenn ich ichts mehr einnehmen darf, weil die 10 Tage waren.
    Oh man, mir grauts vor dem was auf mich zu kommen wird, auch wenn ich mich gleichzeitig drauf freue.

  • Profilbild alchemilla vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Ehrlich gesagt:
    Mir geht es
    -auch im Hinblick auf Migränehäufigkeit-
    viel besser, seitdem mir bewusst geworden ist, dass mein ganzes Leben aus einer Unmenge von “MUSS” und “DARF NICHT” Sätzen bestand.
    Jetzt gibt es mehr und mehr “ich muss gar nicht ” und “ich darf” Sätze ! ! !
    Das ist hyper!