Super heika, Du bist ja eine Spezialistin auf diesem Thema.
Danke für Deine Tipps. Ich bin leider zum Sportmuffel geworden und außer Schifahren, Radfahren und Schwimmen mach ich eigentlich nichts mehr. Auch die vorgenannten Sportarten viel zu selten.
Daher beschränke ich mich mit meinen Tipps darauf, was auf Prof. Göbels Homepage steht:
“Bringen Sie Bewegung in Ihr Leben
Die schlechte Nachricht zuerst: Zu schnelle sportliche Aktivitäten können bei manchen Migränekranken eine Attacke auslösen. Die gute: Gewissenhaftes Aufwärmen (Warm-Up) vor dem Training hilft meist, den Anfall zu vermeiden.
Es gibt Einzelfallberichte über sportlich aktive Menschen, die durch Joggen oder eine andere Ausdauersportart einen beginnenden Migräne-Anfall beenden können. Doch das ist die Ausnahme. Im Normalfall verschlimmert Bewegung den Schmerz und sollte von daher während einer Attacke vermieden werden.
Generell aber ist moderates Ausdauertraining ein wichtiger Baustein innerhalb der Gesamtstrategie zur Vorbeugung der Migräne. Denn neben den allenthalben bekannten Effekten wie Training des Herz-Kreislaufsystems, der Atemfunktion sowie einer Verbesserung des Fettstoffwechsels, baut Sport zuverlässig Stresshormone ab und trainiert Körper und Geist auf einen gesunden Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung. Körperliche Bewegung wirkt somit ausgleichend auf das vegetative Nervensystem, das ja im Falle eines Ungleichgewichts maßgeblich an der Attackenauslösung und Schwere der Attacke beteiligt ist.
Achten Sie auf die Herzfrequenz
Wer sich als Bewegungsmuffel zum Sport entschließt, sollte sich mit seinem Arzt besprechen und nach Möglichkeit seinen optimalen Trainingspuls ermitteln lassen. Denn wirklich Sinn macht Ausdauersport nur dann, wenn er mit der individuell richtigen Intensität betrieben wird. Weder zuviel ist gut noch zu wenig. Am besten sprechen Sie dies mit einem Sportmediziner ab, der die entsprechenden Test machen kann.
* Bitte nicht zuviel des Guten: Fast alle Anfänger neigen dazu, sich zu überfordern. Nach dem Motto “viel hilft viel” geraten sie dabei in einen Herzfrequenzbereich, der nicht nur nichts nützt, sondern sogar schadet. Halten Sie sich deshalb unbedingt an die Pulsvorgaben, die Sie von Ihrem Arzt genannt bekommen. Kleiner Tipp: Wenn Sie joggen, laufen Sie maximal in einem Tempo, so dass Sie sich noch gut nebenher unterhalten könnten. Und lassen Sie sich nicht von anderen mitziehen. Bleiben Sie bei Ihrem Tempo.
Wie oft und wie lange?
Um die gewünschten Effekte zu erzielen, sollten Sie pro Woche drei oder vier Mal eine halbe Stunde einplanen. Auch hier gilt natürlich: Tragen Sie sich die Zeiten in Ihren Wochenplan ein und halten Sie sich nach Möglichkeit daran. Studien haben übrigens gezeigt, dass Training am späten Nachmittag zu besseren Anpassungsreaktionen führt als am Morgen. Falls es sich mit Ihrer Tätigkeit vereinbaren lässt, wäre eine Startzeit zwischen 16:00 und 18:00 optimal.
Die richtige Sportart wählen
Optimal sind vier Sportarten: Walking, Joggen, Biken und Schwimmen. Welche Sie davon wählen, ist im Wesentlichen eine Geschmacksfrage. Allerdings nicht ganz. Biken und Schwimmen, mit Einschränkungen auch Walking eignen sich auch für Menschen mit Gelenkschäden und/oder Übergewicht. Für diese Personengruppe kann Joggen zu ernsthaften Problemen führen. Walking ist besonders zu empfehlen für ältere Menschen, die noch nie oder lange Zeit keinen Sport betrieben haben. Biken ist für fast jeden optimal, zumal es sich sommers hervorragend im Freien und winters in den eigenen vier Wänden auf einem Ergometer praktizieren lässt. Besonders gelenkschonend durch den Auftrieb des Wassers ist natürlich Schwimmen.”
Also liebe Leute, bewegt Euch!
Liebe Grüße
Bettina