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Medikamentenübergebrauchs-Kopfschmerz (MÜK)

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 1 Woche, 2 Tagen aktiv

Wie entsteht MÜK, wie erkennt man ihn und wie wird er behandelt?

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Tags: mÜk

Ohne Triptane weniger Anfälle? (14 Antworten)

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  • Profilbild steffikim vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    Hallo,

    ich bewege mich auch siher auf 10 tage Triptaneinnahme zu…. Theoretisch gesehen wenn Triptane die Anfälle häufen kann ich dann mit Sicherheit wenn ich 2 Monate jeden Anfall (würg) durchstehen würde meine Häufigkeit von 8-10 auf 3-5 zurückdrehen???
    Allerdings geht es ja dann bei jeder Einnahme von vorne los… Ih hatte im März alle 3 tage Anfälle und habe dann gesagt Schluss und die nä. Attacke durchgestanden. hatte dann 10 tage Ruhe, aber irgendwie denke ich eine Attacke für nur 10 tage durchzustehen ist vom Leid in der Attake zu schlimm um es jedesmal zu machen.Mein mann sagte nämlich na ist doch super lässt Du die Triptane weg hast Du nour noch drei Anfälle im Monat… ih bezweifle aber das die rehnung aufgeht zumal wer hat schon Lust 2-3 Tage immer im dunkeln rumzuvegetieren.
    ffi
    LG Ste

  • Profilbild Bettina Frank – Moderator vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    Liebe steffikim,

    ich denke auch, dass diese Rechnung nicht aufgeht. Immer wieder wird den Triptanen die Schuld an der Kopfschmerzhäufigkeit gegeben. Tatsächlich liegt es aber meist am “falschen” Verhalten. Ich kann es sehr gut an mir beobachten, dass ich in stressigen Phasen viel mehr Migräne habe. Versuche ich dann, wieder mehr Ruhe in meinen Alltag zu bringen, geht es mir meist sehr schnell besser. Sicher klappt das nicht immer, aber doch sehr oft.

    Die schlimmste Zeit meines Lebens hatte ich, bevor ich die Triptane überhaupt kannte. Ich kann für mich nur sagen, dass die Triptane (und eine wirksame Prophylaxe) mir wieder ein menschenwürdiges Leben ermöglich hatten.

    Wenn Du sowieso nicht über 10 Tage im Monat kommst, brauchst Du Dir auch keine Sorgen um einen MÜK zu machen.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild heika vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    Hallo steffikim,

    soweit ich weiß, ist der einzige Grund, eine Migräneattacke ohne Triptane durchzustehen, der, dass man einen MÜK vermeidet. Doch nur um weniger Attacken zu haben, diese ohne Triptane durchzustehen, ist doch freiwillige Folter, oder? Ich musste mal einige Monate auf Triptane verzichten, wobei die anderen Schmerzmittel nicht wirkten, ich möchte diese Zeit nicht noch einmal erleben.

    Ich wünsche dir, dass du langfristig trotz der Triptane nicht über die 10 Tage kommst. Man kann ja selber einiges zur Vorbeugung tun, vielleicht ist dieser Bereich bei dir noch ausbaufähig? ;-)

    Lieber Gruß
    Heika

  • Profilbild steffikim vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    Hallo ihr lieben,

    im Moment nehme ich keine Prophylaxe bis auf Topamax (starker Haarausfall) und Venlafaxin möchte ich mir Mittwoch verschreiben lassen (nach Rücksprache mit Dr. Heinze) ist alles andere bei mir Kontraindiziert.
    Ich habe im Moment einfach Angst das ich auf den MÜK zusteuere weil ich immer Allegro nehme und dachte wenn man diese Folter der Attacke durchsteht könnte man irgendwann raus aus der Nummer sein :) . Aber wenn ihr auch sagt das hilft nichts muss ich mich wenigstens nicht umsonst Foltern.

    Habe grade mit meinem Sohn eine Sendung über Hypnose gesehen was meint ihr könnte das was bringen? Bisher habe ich aber von Akupunktur, Vitametik, Schüßlersalze, Homöopathie, tib. medizin, knirscherschiene, Einlagen, osteopathie, Kinesiologie alles durch und einfach keine Lust mehr irgendwelchen versprechen nachzulaufen…

    Lieben Gruss Steffikim

  • Profilbild heika vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    Hallo Steffikim

    ich habe immer den Satz von Prof. Göbel im Kopf: “Schmerz auszuhalten ist keine Tugend.” Und wenn er der Meinung ist, dass dies keinen positiven Effekt hat, dann glaub ich ihm das. Gönn dir doch die Schmerzmittel. Ich nehme Allegro auch seit vielen Jahren und konnte zum Glück immer unter den 10 Tagen pro Monat bleiben. Vielleicht schaffst du es ja auch! Stress dich nicht so sehr im Vorfeld, du kannst das Problem noch angehen, wenn es akut wird. Dass du Angst vor dem MÜK hast, ist sehr verständlich, aber versuche doch mit anderen vorbeugenden Maßnahmen gegenzusteuern. Ich dachte eigentlich nicht an all die Dinge aus deiner Aufzählung, sondern an das, was auch hier im Forum immer wieder empfohlen wird: regelmäßige Essenszeiten mit kohlenhydratreicher Nahrung, regelmäßiger Schlaf/Wachrhythmus, Ausdauersport mind. 3-4 Mal pro Woche mind. 30 Min., viel trinken, Magnesium, Stressvermeidung, sich gegen überzogene Anforderungen durch andere Menschen wehren, usw.

    Hypnose würde ich persönlich nie ausprobieren, sondern gleich in deine Aufzählung der nicht wirksamen Dinge packen. Wäre es nämlich ein Geheimtipp für Migränepatienten, würde dir (und uns) die Kieler Klinik das bestimmt nicht vorenthalten… ;-)

    Liebe Grüße
    Heika

  • Profilbild Migränchen vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    ihr lieben,

    auch ich bin da stark im zwiespalt…schmerz auzuhalten ist keine tugend…hm….ich häng jetzt seit letztem samstag im migräneschmerz fest….die ersten 5 tage habe ich behandelt….aber dann kam die angst wg. mük….und jetzt versuch ich auszuhalten….eine blöde situation…schätzungsweise spielt auch eine bronchitis mit herein….aber trotzdem schwingt immer die angst über mir in einen tablettenkopfschmerz zu geraten….

    auf die monate und jahre gesehen, wurds bei mir schon immer mehr mit den triptanen….aber auch für mich stellt sich die frage…nach der henne oder dem ei…was war zuerst da ;)

    euer migränchen…dass immer noch seinem namen alle ehre macht….;)

  • Profilbild steffikim vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    Hallo,

    naja man könnte schon denken erst hatte ich 2 Anfälle im Monat, dann 4 und nun 6 oder 8 wiso die Häufung auf der anderen Seite hat ja mal die Migräe auch irgendwann angefangen aus dem Nirwana sozusagen ohne das wir vorher Triptane nahmen. Vielleicht ist es der normale lauf, sowie manche irgendwann halt keine Migräne mehr haben…

    Auf der anderen Seite hbaen wir es ja teilweise erfolgreich Jahre ohne MÜK hinbekommen warum sollte es nicht so beliben (Trost von Heika)??? Heika kennst Du bei Allegro eigentlich in der Zeit bis es wirkt falls man es mal später einnimmt dieses “Depri-oder Hilflosigkeitsgefühl????)

    Aber ihr habt Reht, die Ratschläge aus Kiel habe ich zwar noh befolgt aber teilweise nicht richtig weil man sich irgendwie manchmal wie ein Roboter vorkommt also vonwegen 22 Uhr ich muss jetzt dringend ins bett wegen der selben Zeit, dieses genaue machte mich manchmal auch schon gaga…

    Migränchen Dir Drücke ich die daumen das Du bals aus dem Status rauskommst, niht lieber doch zum Arzt und unterbrechen??? Lieben Gruss Steffikim

  • Profilbild steffikim vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    Übrigens meine tastatur nimmt das c nicht richtig

  • Profilbild heika vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    Jeder hier hat irgendwie seine Migräne-Geschichte. Bei mir kam die Migräne erst mit Anfang 30, anfangs half noch Aspirin ganz gut, dann bekam ich ein stärkeres Mittel, später das Triptan. Die Häufung bei mir geschah auch noch in der Zeit ohne Triptan, das alleine ist es wirklich nicht!

    Bei mir braucht das Allegro ca. 2 Stunden, bis es gut wirkt. Ich denke, dass ich meistens schon den richtigen Zeitpunkt der Einnahme erwische, allerdings habe ich in der ersten Viertelstunde nach dem Tabletteschlucken oft das Gefühl, ich hätte doch noch zuwarten können. Nach diesen Minuten bin ich mir wiederum ganz sicher, dass es richtig war, das Triptan genommen zu haben, und in der zweiten Stunde hoffe ich ganz arg, dass es nun ENDLICH wirkt! Hilflos oder depri fühle ich mich nicht, nur total dankbar, dass der Schmerz bald ein Ende haben wird und es so ein gutes MIttel gibt (Ich hoffe, der Erfinder der Triptane hat den Nobelpreis bekommen!).

    Die ganzen Tipps zur Prophylaxe sollen bestimmt nicht neuen Stress auslösen! Und jeder reagiert anders. Bei mir triggert ein unregelmäßiger Schlaf/Wachrhythmus die Migräne, anderen macht das gar nichts. Dafür kann ich eine Fastenwoche ohne einen Migränetag genießen, andere kriegen Migräne, wenn sie nur eine Mahlzeit auslassen. Aber ich denke, es lohnt sich, das für sich auszuprobieren. Ein Arzt sagte mir mal, dass ein regelmäßiger Ausdauersport statistisch gesehen die gleiche Erfolgsquote in der Migräneverbesserung zustande bringen würde wie eine medikamentöse Prophylaxe. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber falls ja, würde ich dafür schon mal ein halbes Jahr den inneren Schweinehund überwinden und mich regelmäßig zum Sport aufraffen.

    Wünsche euch KEINEN MÜK und einen ruhigen Kopf für den Rest des Wochenendes!

    Lieber Gruß
    Heika

  • Profilbild Migränchen vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    liebe steffikim,
    danke für die wünsche….ich kenne leider bei uns keinen arzt, der die richtige schmerzkombi wissen würde.

    mein letzter status – wo ich noch guter dinge war und vertrauen ins kh hatte, endete in einem einwöchigen albtraumaufenthalt….daraus habe ich gelernt

    ..dort wo ich in behandlung war, hatte man keine ahnung davon…auch wenn es eine hochgepriesene schmerzabteilung war…..2 tagelang schmerzmittel iv (ca. 12 flaschen versch. substanzen)….und ich bin aber resistent….triptane wurden verweigert…da der schmerz mit psychotherapie behandelt gehört….und sie keinen sinn darin sahen…als letzten ausweg nochmals triptane zu versuchen….ich bekam gleich topamax + saroten (zieldosois 150 mg)…und einen schönen norovirus…..(brechdurchfall vom feinsten)….unterm strich ging ich kränker heim als hinein….aber darüber hab ich ja schon ausführlich berichtet….

    so…maxalt ist drin und ich hab grad 1 stündchen schlafen können, jetzt ist es wenigstens wieder erträglich…..

    alles liebe und gute für uns alle
    migränchen

  • Profilbild alchemilla vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    Hallo, Steffikim
    Drei Anmerkungen:
    1.In einem Aufsatz über Migräne -ich weiß nicht mehr, wo- schrieb der Arzt zum Schluss: eines sein uns Migränikern empfohlen: ja nicht anfangen auf die möglichen Trigger zu starren, wie das Kaninchen auf die Schlange, denn das wäre mit Sicherheit eine migränemachende Lebenseinstellung. Lieber das Leben genießen, so oft und wann immer es geht.
    2. Von allegro habe ich immer fürchterliche Depri-Anwandlungen bekommen, und je mehr ich nehmen musste, umso unaufhörlicher war dieser Zustand. Das gnaze Leben erscheint einem fehlgelaufen, das GANZE. Und es stimmt ja nicht, wenn man mal wieder ein wenig bei Kräften ist, merkt man, dass Vieles von den Problemen und Angelegenheiten zu bewältigen ist. Darna hbae ich mich festgehalten:
    Diese dunklen Wolken sind allegro-Wolken, sie sind nicht die Wahrheit.
    Aber schön war es trotzdem nicht.
    Jetzt nehme ich Naramig und kombiniere es mit einer 500er Paracetamol-Einnahme. Das hilft nachhaltig und zwischendurch kann ich wirklich Dinge in Angriff nehmen, weil sie mich nicht mehr erdrücken.
    3. Hypnose habe ich versucht. Ich stelle bei mir fest, dass diese Art in eine Entspannung zu gehen, eher Anfälle auslöst. Schmerzfrei soll man unter Hypnose übrigens nur solange sein, wie man unter Hypnose IST, und das ist nicht wirklich lang. Danach hämmern sie ungebremst wieder auf einen ein.
    Besser ist, das zu beherzigen, was Bettina schrieb: unsagbar achtsam und fürsorglich mit sich selber sein und leibevoll Pausen einlegen im Alltagsrummel. Das zu lernen hat mir MBSR geholfen, worüber an anderer Stelle hier im Forum geschrieben wurde.

    Vielleicht ist die ANGST vor der Migräne und vor dem MÜK wirklich das allerschlimmste, was wir uns antun können.

    Obwohl: Angst HAT man, Angst MACHT man nicht.
    Oder?

    Ich wünsche die alles Gute!

    Gisela

  • Profilbild Chris vor 1 Jahr, 8 Monaten:

    Hallo zusammen, Hallo Steffi

    Es ist immer ein Teufelskreis – egal wie er beginnt oder durch uns selbst fortgeführt wird. Nach nun 35 Jahren Migräne in seinen unterschiedlichsten Ausprägeformen kann ich mittlerweile nur einen Rat geben: Keine eigenen Experimente mit Medikamenten/Triptanen.
    Sollte man/frau in einen nicht mehr zu steuernden Kreislauf geraten sein, der unter anderem auch daraus besteht, nun plötzlich unterschiedliche Medikamente einzunehmen, kann ich nur eine Entgiftung mittels Cortison empfehlen. Ich habe eine Entgifung erstmals vor 2 Jahren in der Schmerzklinik Kiel gemacht und mir ging es danach über sehr lange Zeit verhälnissmäßig gut.
    Von Experimenten selber mit Cortison kann ich nur abraten – und der Hausarzt und auch der Neurologe sind hier fast immer mit dem Thema Migräne absolut überfordert – mein Hausarzt hat sich alleine durch mich mittlerweile etwas mehr “Fachwissen” angeeignet.
    Ich bin mittlerweile wieder weit über die magische 10-Migräne-Attacken / Monat hinaus und habe mich erneut in der Schmerzklinik Kiel zur Behandlung angemeldet. Ich weiß, dass mir das wieder helfen wird und wieder ein Stück über die Zeit bringen wird.
    Fazit: Eine MÜK ist sehr selten unvermeidbar – vermeidbar sind aber Spiele mit Triptanen und anderen Medikamenten. Besteht eine MÜk wie im Moment bei mir wieder, muss ich den Körper “säubern” und auch für mich wieder Ruhe finden – dazu muss ich mich dann eben für einige Zeit aus dem Alltag verabschieden.

    Liebe Grüße

    Chris

  • Profilbild steffikim vor 1 Jahr, 8 Monaten:

    Hallo ihr lieben,

    vielen dank für Eure Antworten. Heute geht es mir ganz gut, nach dem ich ein fürchterliches “Ach ich bin ja so arm mit der Migräne-Selbstmitleidswochenende” hinter mir habe. Denn ich habe eingesehen ich muss die Migräne endlich akzeptieren, sie gehört zu mir und ich versuche mich nicht mehr runterzuziehen wenn ich shmerzmittel brauche… Ausserdem habe ich jetzt eine Prophylaxe mit venlafaxin angefangen und meine EntspannungsCD aus Kiel wieder herausgekramt:)
    Jedenfalls haben mich auh Eure Antworten sehr aufgebaut, vielen dank

    Steffikim

  • Profilbild Bettina Frank – Moderator vor 1 Jahr, 8 Monaten:

    Liebe steffikim,

    das hört sich ja schon sehr gut an – mache genauso weiter! :) Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deiner neuen Prophylaxe und viele schmerzfreie Tage.

    Liebe Grüße
    Bettina