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Medikamentenübergebrauchs-Kopfschmerz (MÜK)

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 7 Stunden, 44 Minuten aktiv

Wie entsteht MÜK, wie erkennt man ihn und wie wird er behandelt?

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Tags: mÜk

Schmerzmittelpause in der Klinik – und danach? (20 Antworten)

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  • Profilbild Susi vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Hallo,

    ich hätte mal ein paar Fragen zum Thema Schmerzmittelpause und was danach passiert. Sehe ich das richtig, dass man die Pause auf jeden Fall machen muss, egal wieviele Schmerzmitteltage man bisher hatte? Bei mir sind es meist 8-11 Tage im Monat, einen richtigen MÜK habe ich meiner Meinung nach nicht, da ich keinen Dauerkopfschmerz habe – hatte jetzt zum Beispiel 8 Tage überhaupt nix und dachte schon, ich müsste meinen Klinikaufenthalt absagen :-D

    Andererseits habe ich dann auch wieder Phasen, in denen ich drei Monate hintereinander ziemlich viele Triptane/Schmerzmittel konsumiere, sodass ich vielleicht doch mal eine Zeitlang garnix nehmen sollte. Ist meine Info richtig, dass man insgesamt mindestens 8 Wochen auf jegliche Schmerzmittel verzichten sollte?

    Ich frage das aus einem ganz bestimmten Grund: wie ich ja schon geschrieben habe, wurde ich zum 30.9. gekündigt, und mein Chef möchte jetzt wohl, dass ich im August die Urlaubsvertretung in unserer Filialbuchhandlung übernehme. Dort wäre ich mit einer Halbtagskraft alleine und müsste mich auch noch um das Schulbuchgeschäft kümmern, was mit viel Kistenschlepperei und Denkarbeit verbunden ist. Noch dazu müsste ich für die Zeit im Hotel wohnen, da die Buchhandlung 2,5 Stunden mit dem Zug von meinem Wohnort entfernt ist.
    Wäre so etwas in meiner Situation überhaupt sinnvoll und zumutbar? Ich kann ja noch gar nicht abschätzen, wie es mir in den Wochen nach dem Klinikaufenthalt geht, und dann gleich so etwas durchzuziehen – der Laden muss ja jeden Tag geöffnet werden… außerdem wäre ich im Falle einer Attacke wirklich völlig auf mich gestellt, was mir nie gut tut; zu Hause wohnen meine Eltern direkt nebenan, sodass ich bei Bedarf rund um die Uhr gut betreut wäre.

    Ich bin gespannt auf eure Meinungen – morgen sehe ich meinen Chef das erste Mal nach seinem Urlaub wieder, und da möchte ich ihm schon ein wenig begründen können, weshalb ich seine Pläne wahrscheinlich nicht unterstützen kann (vom “wollen” reden wir mal lieber garnicht erst…).

    Liebe Grüße,
    Susi

  • Profilbild Susi vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Hat niemand eine Idee?

  • Profilbild alchemilla vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Wahrscheinlich, weil niemand dir beantworten kann, wie dann speziell das Programm für dich aussehen würde.
    Keine Ahnung, ob und wie du 8 Wochen durchziehen musst.
    Du HAST schon einen Termin, richtig?
    Wie wär’s, diese Fragen und Sorgen direkt mit der Klinik abzuklären.
    Vielleicht macht es keinen Sinn, vielleicht gibt es aber auch für diese Situation einen Weg.

  • Profilbild Julia vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Hallo Susi,

    dir da zu raten ist sicher sehr schwer bis fast unmöglich. Ich denke, dass da sehr viele Faktoren reinspielen, die wir nicht überblicken können.
    Einmal kommt es sicher darauf an, was du ohne Kündigung gemacht hättest. Hättest du es dir da zugetraut?
    Zweitens würde für mich der Grund der Kündigung eine Rolle spielen.
    Auf jeden Fall wäre es für mich sehr wichtig, mich hinterher noch mit gutem Gefühl im Spiegel betrachten zu können.
    Um das Gespräch morgen mit dem Chef beneide ich dich nicht. Verbiege dich nicht, das ist wichtig. Wenn du es dir nicht zutraust (oder es wegen der Kündigung eigentlich auch keinen Grund gibt, dich extrem zu belasten) sag es offen, so wie du es denkst.

    Ich drück dir die Daumen, dass es nicht zu schwierig wird.
    Julia

  • Profilbild Cinderella vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Hallo Susi,
    ich hab mal einen Entzug in einer anderen Schmerzklinik gemacht.Während des Entzuges hab ich Korti bekommen,wodurch ich es gut mit nur ganz wenig Schme3rzen aushalten konnte.Als das Korti nach ca. einer Woche abgesetzt wurde hatte ich fürchterliche Migräne,die über drei Tage ging.Danach war es aber besser.
    ich hatte danach nur mit 3-4 Anfällen pro Monat zu kämpfen.Dann wurde es aber wieder schlechter.
    Hast Du Angst vor der Zeit danach?Kannst Du Dich nicht noch ein paar Tage krank schreiben lassen?
    Migräne ist ja nicht heilbar,darüber mußt Du Dir im klaren sein.
    LG Cinderella

  • Profilbild SimonPhoenix vor 11 Monaten, 1 Woche:

    @cinderella ich hab total schiss vor der zeit. Mit meinem chef habe ich besprochen, dass ich bestimmt eine woche noch krank sein werde, was danach ist werde ich sehen. Allerdings habe ich ab heute ein firmen notebook. So dass ich jeder zeit helfen kann. Allerdings nur wenn ich dazu in der lage bin. Das ist der kompromiss für das verständniss das mir entgegen gebracht wird.

  • Profilbild Susi vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Hallo ihr Lieben,

    vielen Dank schonmal.
    @Julia: Zugetraut hätte ich es mir schon, aber halt nur mit der Möglichkeit, jederzeit Schmerzmittel/Triptane nehmen zu können. Es handelt sich bei mir um eine betriebsbedingte Kündigung, unser Laden wird verkleinert, und da bin ich überflüssig. Mein Chef hatte mich vor seinem Urlaub massiv unter Druck gesetzt, doch in unserer anderen Buchhandlung (eben jener, in der ich jetzt die Vertretung machen soll) anzufangen, weil da eine Stelle zu besetzen wäre, und schreckte auch nicht davor zurück, meine bisherigen Leistungen kleinzureden (“Sie werden sich sowieso schwertun, woanders was zu finden, Sie kennen sich ja nur mit Theologie aus” – das stimmt absolut nicht, im Gegenteil). Seine Überredungsversuche gingen teilweise auch sehr ins Persönliche, was ich absolut unangemessen fand. Aus verschiedenen Gründen habe ich dieses “Angebot” angelehnt, und irgendwie sehe ich es jetzt auch nicht ein, mir noch den Buckel krummzuschuften. Leider habe ich mein Zwischenzeugnis (das allerdings vom Chef meines Chefs, der auf meine Absage sehr verständnisvoll reagiert hat, geschrieben wird) noch nicht, und ich will mir da dann auch nix Negatives reinschreiben lassen deswegen. Danke auf jeden Fall schonmal fürs Daumendrücken :-)

    @Cinderella: dass Migräne nicht heilbar ist, weiß ich. Mein Arzt schreibt mich für die Woche nach dem Klinikaufenthalt noch krank, mein Chef weiß also, dass ich insgesamt drei Wochen gar nicht da sein werde. Ich habe ihm vor einiger Zeit auch schon gesagt, dass ich vermutlich für längere Zeit keine Schmerzmittel nehmen darf und dann, falls ich Migräneattacken bekomme, zu Hause bleiben muss. Er hat mich nur groß angeschaut und das offenbar schnell wieder vergessen…

    Naja, ich werde morgen wahrscheinlich ganz spontan reagieren, wird dann schon schiefgehen. Ist halt für beide Seiten irgendwie blöd, wenn ich immer so unbestimmt bleiben muss, aber ich hab lange genug immer Triptane eingeworfen um zu “funktionieren”, jetzt gehts halt nicht mehr.

    Liebe Grüße,
    Susi

  • Profilbild Julia vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Liebe Susi,

    ich glaube, unter den Voraussetzungen würde ich mir das nicht antun, da die Vertretung zu übernehmen. Und ein schlechtes Zeugnis musst du nicht akzeptieren. Zur Not lass dich da beraten.

    Alles Gute
    Julia

  • Profilbild Cinderella vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Nein liebe Susi,Du mußt jetzt nicht mehr funktionieren.Laß Dich fallen.Sonst führt das nachher noch zum Burn Out.Für Deinen Chef ist es schwierig nachzuvollziehen,was es heißt Kopfschmerzen und Migräne zu haben.Wie soll er es auch wissen.Erklären geht schwer.
    Ich sage manchen Leuten,den ich meine Migräöne immer erkläre,dass das Gefühl wie eine Grippe ist.Die Glieder tun einem weh,mir ist heiß,oft hab ich sogar Schüttelfrost.
    Und dann kommt noch jemand und klopft mit einem Eispickel immer wieder und ständig auf eine Seite meines Hinterkopfes.Wenn ich dagegen nichts einnehme,geht es nie wieder weg(ist natürlich etwas übertrieben).Dann schauen mich die Leute etwas ungläubig an und fragen,ist das Dein Ernst?Und ich sage jawoll.Und dann frage ich mein Gegenüber: Könntest Du in so einem Zustand arbeiten gehen?
    Erkläre es ihm,was Du aber nicht mußt.Nur damit er Dich besser versteht und sich ein bißchen in Deine Lage hieneinverstzen kann.
    LG Cinderella

  • Profilbild Susi vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Liebe Julia, liebe Cinderella,

    danke :-) Ihm die Migräne zu erklären, habe ich aufgegeben. In seinem zweiten Jahr bei uns bin ich mal im Laden zusammengeklappt, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe vor Schmerzen (damals hatte ich noch keine richtige Behandlung, da ich noch nicht wusste, dass dieser unerträgliche, bohrende – nicht pochende! – Schmerz Migräne ist). Mein Vater hatte dann, nachdem ich beim Arzt war, meinen Chef angerufen und ihm gesagt, dass ich in der Woche nicht mehr käme – und da sagte der doch tatsächlich, ich solle meinen Lebensstil etwas mäßigen, dann ginge es mir besser!!! Zum Glück hat mein Vater richtig reagiert und ihm gesagt, dass ich mich eh schon so verhalte, dass ich möglichst wenig Schmerzen bekomme. Daraufhin wars besser, und er hat nie mehr blöde Bemerkungen losgelassen. Das fing erst jetzt wieder an; er sagte doch tatsächlich, dass unser Unternehmen meine Ausfälle “zähneknirschend” hinnehmen würde, aber woanders könne ich mir das abschminken. Ich war echt sprachlos… letztes Jahr war ich insgesamt ZEHN Tage krank, davon acht mit Migräne. Sonst hab ich immer schön Triptane eingeworfen (die helfen bei mir innerhalb von einer Stunde, und ich habe dann keinerlei Einschränkungen) und weitergearbeitet. Hätte ich das alles gewusst, wäre ich viel öfter daheim geblieben! Zumal mir mein Arzt jetzt auch gesagt hat, ich hätte kaum eine Chance auf Anerkennung einer Schwerbehinderung, weil ich zu wenig Fehlzeiten habe… Ich wurde jetzt also sozusagen gefeuert, weil ich zu oft zur Arbeit gekommen bin…

    Liebe Grüße,
    Susi

    P.S.: Unser Unternehmen bezeichnet sich übrigens als “Christlich-sozial”…

  • Profilbild Cinderella vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Man wünscht ja wirklich keinem was Schlechtes.Aber Deinem Chef…
    Sei froh,dass sich das bald erledigt hat.Schwerbehinderung richtet sich doch nicht nach Deinen Fehltagen ,sondern nach der Erkrankung.Im Netz unter Google gibt es Tabellen.Bei schwerer häufiger Migräne mit Begeleiterscheinung stehen Dir bis 50% Schwerbehinderung zzu.
    Na,dann mal los zum nächsten Versorgungsamt.Du hast dann bessere Karten.Mehr Urlaub,längere Pausen,keine Kündigungsgefahr bei Fehlzeiten.
    Ich hab 80% Schwerbehinderung aber leider nur 20% auf di3 Migräne bekommen.
    Du hast ja ein ganz schönen Spießrutenlauf hinter Dir.Laß Dich nicht unter kriegen.
    Cinderella

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Liebe Susi,

    ich würde Dir raten, diesem christlich-sozialen Unternehmen ein für allemal den Rücken zu kehren. Hier in unserer Gruppe Schwerbehinderung findest Du viele wichtige Informationen zum Thema. Sprich Deine behandelnden Ärzte darauf an und stelle einen Antrag auf Schwerbehinderung. Es wird Dir im Arbeitsleben nur Vorteile bringen und Du hast das Recht auf diesen Ausweis.

    Kümmere Dich jetzt nur um Dich selbst und wenn es dann wieder besser geht suche in aller Ruhe eine neue Stelle.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 11 Monaten, 1 Woche:

    SimonPhoenix sagte: Allerdings habe ich ab heute ein firmen notebook. So dass ich jeder zeit helfen kann. Allerdings nur wenn ich dazu in der lage bin. Das ist der kompromiss für das verständniss das mir entgegen gebracht wird.

    Firmen Notebook ist gut, aber nur, um damit ins Forum zu schauen! ;) Du sollst Dich erholen und nur auf Dich selbst konzentrieren und nicht nebenbei noch arbeiten. Die Firma wird nicht untergehen, wenn Du nicht rund um die Uhr parat bist und gedankt wird einem so ein Einsatz sowieso nie. ;)

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild SimonPhoenix vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Hallo bettina, ich geb dir recht. Ich muss auch nicht machen wenn ich nicht mag, es gibt aber einige sachen die wichtig sind und sonst keiner kann oder nur mit problemen, damit ich helfen kann habe ich das notebook. So kann ich mich trotz fehlend weiter unentbehrlich machen und hab den job sicherer. Das ist ne beruhigung für mich, entlastet mich also. Susi fehlzeiten haben nichts mit dem grad der behinderung zu tun, wichtiger ist was dein arzt über dich schreibt.

  • Profilbild alchemilla vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Ich habe 50% Schwerbehinderung anerkannt bekommen, obwohl ich im Job fast die wenigsten Fehlzeiten von allen habe.
    Für die Anrerkennung war DIES nicht ausschalggebend, sondern meine Schiulderung (zwei Seiten lang), worin meine Behinderung sich auswirkt
    und die Schilderungen diverser Ärzte.
    Und DAS ist wichtig.
    Ein Arzt, der so eine ansicht vertritt, wird idhc nich hinreichend unterstützen.
    Bau dir erst ein ärztliches Netzwerk auf, Leute, die WISSEN , wie schlimm Migräne ist.
    Ich hatte den Hausarzt, eine Gynäkologin, eine Internistin, eine Psychtherapeutin und nicht zuletzt die klinik Kiel