Teufelskreis Schmerz

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  • Regina
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    ich bin verzweifelt, komme aus dem Teufelskreis Schmerz nicht heraus. Nehme Metoprolol 100 zur Migräneprophylaxe und Saroten 50 als medikamentöse Prophylaxe gegen meinen Spannungskopfschmerz. Ansonsten tu ich alles, was mir möglich ist an nichtmedikamentöser Prophylaxe (walken, Entspannung, regelmäßig schlafen und essen, psycholog. Behandlung..) Und dennoch habe ich zu viele Kopfschmerztage. Halte mich an die 10-20 Regel, aber das Aushalten von Schmerzen, wenn nötig, weil schon zu viel eingenommen ,macht mich mürbe und verzweifelt. Habe so keine Lebensqualität. Ich war schon in KÖnigstein vor 3 Jahren, habe dort viel gelernt über diese Erkrankung. Was kann ich noch tun??

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27506

    Willkommen im Headbook, liebe Regina. 🙂

    Saroten ist mit 50 mg noch relativ niedrig dosiert. Vielleicht würde eine höhere Dosis mehr bringen, da es Mittel der 1. Wahl beim Spannungskopfschmerz ist. Hast Du zusätzlich auch Migräne? Wie viele Schmerztage hast Du im Monat und wie behandelst Du sie? Nutzt Du auch Pfefferminzöl, das nachweislich eine Wirkung beim Spannungskopfschmerz haben kann?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Regina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7

    Liebe Betina,

    vielen DAnk für die prompte Antwort.
    Ja, ich benutze auch Pfefferminöl und sonstige nichtmedikamentöse Prophylaxen wie Entspannung, Bewegung, regelmäßiges Leben.
    im Februar hatte ich 16 Kopfschmerztage, darunter 4 sichere Migräneattakcen, im März bislang 12 Kopfscherztage darunter 3 sichere Migräneattacken. Triptane helfen mit immer wenn ich sie nehme, von daher gehe ich schon aus, dass es auch Migräne ist – nur bin ich mir nicht immer sicher, ob es Migräne ist, manchmal habe ich das Gefühl, aus Kopfschmerzen entwickeln sich die pochenden Schmerzen und werden zu einer Migräne. Übelkeit als hervorstechendes Merkmal habe ich allerdings nicht.
    Nur eines weiss ich, ich halte die Kopfschmerzen ohne Medikamente nicht aus.
    Saroten könnte ich mal auf 75mg erhöhen, es sind halt die NW…. Mundtrockenheit und Gewicht, aber klar, mehr Lebensqualität geht vor.
    Meine Migräne behandle ich mit Dolortripten oder Allegro zusammen mit Naproxen 500, hilft mir gut.
    Nur bin ich immer am zählen… wieviele Einnehmetage habe ich schon, wieviel darf ich noch nehmen….
    Ansosnten wenn ich mir nicht sicher bin, ob es Migräne ist, nehme ich Ibuprofen 800, hilft mir bedingt.

    Viele Grüße und herzlichen Dank
    Regina

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    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre von  Regina.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27506

    Liebe Regina,

    Du könntest Saroten (Amitripylin) auch versuchsweise in kleineren Schritten mit Tropfen hochdosieren. Damit kann man noch feiner dosieren und muss nicht den nächsten „großen“ Schritt mit 25 mg machen.

    Schau doch mal rechts in der Sidebar nach dem Kopfschmerz-Schnelltest. Er kann helfen, die Kopfschmerzart besser zuordnen zu können. Wobei es oft nicht so leicht ist, da gebe ich Dir recht.

    Wenn Dir die Triptane immer helfen, hast Du zumindest in diesen Fällen immer Migräne gehabt. Bei schweren Kopfschmerzen, die Du vielleicht als Spannungskopfschmerz deuten würdest, könntest Du dann doch das ein oder andere Mal den Triptantest machen. Vielleicht stecken ja doch mehr Migräneattacken hinter Deinen Schmerzen als Du selbst vermutest?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Regina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7

    Liebe Bettina,

    ich hatte auch schon die Vermutung, dass hinter manchen gedeuteten Spannungskopfschmerzen auch Migräne stecken könnte, zumal mir in diesen Fällen auch hochdosiertes Ibu nicht hilft.

    Ich spüre nur immer wieder die Angst, zuviele Triptane zu nehmen und versuche es dann lieber erstmal mit Ibu…

    Ist es für meinen Körper gleich, ob ich ein Triptan oder Ibu 800 nehme?

    In den letzten Wochen, weil ich ständig diese Schmerzen habe, komme ich nicht zu Ruhe innerlich und ich bin immer wie auf der Hut vor der nächsten Attacke. höre viellicht zu viel in mich rein.Und mein KOpf fühlt sich so empfindlich an.

    Hat Saroten eigentlich auch Auswirkungen auf die Migräne oder nur auf Spannungskopfschmerzen?

    Lieben Gruß und herzlichen Dank

    regina

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5466

    Liebe Regina,

    ich bin zwar nicht Bettina 😉 , aber ob du ein Triptan nimmst oder ein Ibu ist in Bezug auf die Schmerzmitteltage egal. Dass es ein Schmerzmittel ist, ist bei der Zählung der Schmerzmitteltage entscheidend, und das sind sie ja beide.
    Triptane wirken gezielt gegen den Migräneschmerz, ein Ibu wirkt als allgemeines Schmerzmittel im gesamten Körper. Die Wirkung im Körper ist also unterschiedlich.

    Früher dachte ich noch, dass bei mir ein allgemeines Schmerzmittel für den Körper weniger belastend sei als ein Triptan, doch hier in Headbook wurde ich eines Besseren belehrt. Es stimmt nicht. Denn aus der falschen Annahme heraus habe ich früher oft erst ein normales Schmerzmittel genommen und danach, weil das andere nicht gut oder gar nicht gewirkt hatte, doch noch das Triptan. Diese Vorgehensweise war unklug, denn man sollte eine Migräneattacke möglichst früh und in ausreichender Dosierung mit dem richtigen Medikament behandeln.

    Das mache ich nun schon viele Jahre so und brauche unterm Strich weniger Schmerzmittel als vorher, worüber sich mein Körper sicherlich freut.

    Lieber Gruß
    Heika

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27506

    Liebe Regina,

    Heika hat ja bereits erklärt, dass es für das Nervensystem egal ist, ob er ein Schmerzmittel erhält oder ein Triptan (das übrigens kein Schmerzmittel ist). Triptane belasten die Organe weniger als Schmerzmittel, die ja im gesamten Körper wirken. Auch da, wo gar keine Wirkung benötigt wird.

    Saroten wird auch erfolgreich zur Migräneprophylaxe eingesetzt. Was natürlich nicht heißt, dass es bei jedem wirkt.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Icco
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 156

    Ich lese immer wieder das Retardierte opiate kein mük verursachen, das kann aber nicht stimmen. Ich bin jetzt das zweite mal durch Retardierte mittel in mük.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27506

    Lieber Irvin, in aller Regel verursachen sie auch keinen MÜK, da sie nicht oder kaum bei Migräne wirken. Du nimmst ja noch eine ganze Menge anderer Schmerzmittel und auch mal Triptane und diese werden den MÜK verursacht haben.

    Icco
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 156

    Liebe Betinna, Na ja ich habe in meinem ganzen Leben 2 triptane genommen. Das letze ist 8 Monate her.in Dezember war die Pause seit dem hab ich nur Retardiertes tramadol genommen 4 Wochen lang ,2 thomapirin und eine ibuprofen und eine talvosilen. Das wars in letzen 3 und halb Monaten. ich habe die Medikamente zwar da aber ich nehme sie nicht. Mük davor hab ich auch nur Retardiertes tramadol genommen danach Targin und bin in mük gelandet. Anscheinend gibts Ausnahmen.😊

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27506

    Ach so, das kam dann missverständlich rüber. Irgendwo hattest Du geschrieben, dass es Dich wundert, dass Triptane bei den Schmerzen Besserung bringen. Dann hattest Du in Deinen Kommentaren doch einige Medikamente regelmäßig erwähnt, so entstand dann wohl der Eindruck. Wie ich schon öfter meinte, wäre es gut, einfach mal auf die Diagnosen zu warten, die Du in Kiel erhältst. 🙂

    Regina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7

    Hallo Bettina

    ich bin mal wieder hier….
    ich habe immer wieder das Problem, dass mein Neurologe mir zu verstehen gibt, dass er 10 Einnahmetage im Monat eindeutig zu viel findet. Das setzt mich unter Druck, weil mir die Akutmedikation einfach auch Lebensqualität gibt .
    Nun kommt hinzu, dass ich wohl eine leiche Niereninsuffizienz entwickelt habe, nehme halt sei 20 Jahren b.B. auch Ibuprofen, immer dann, wenn ich nicht gleich mit einem Triptan therapieren möchte.
    Nun meine Frage, ist es denn für den Körper zumutbar, 10 Triptane im MOnat zu verarbeiten? Brauch ich da kein schlechtes Gewissen zu haben?
    Vielen Dank und lieben Gruß
    Regina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27506

    Hallo Regina,

    Nun meine Frage, ist es denn für den Körper zumutbar, 10 Triptane im MOnat zu verarbeiten? Brauch ich da kein schlechtes Gewissen zu haben?

    Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben, da Triptane für die Organe viel schonender sind als übliche Schmerzmittel. An der Dialyse landen nie reine Triptan-Nutzer. Zudem sind Triptane speziell für die Migräne entwickelte Medikamente, die gezielt da wirken, wo sie wirken sollen. Die 10 Tage sind ein Anhaltspunkt, die meisten kommen damit gut hin.

    Die Einnahme von Ibuprofen würde ich an Deiner Stelle mal komplett stoppen. Es belastet die schon etwas lädierten Nieren weiter und hat auch nur eine kurze Wirkzeit. Lieber das für Dich optimale Triptan finden.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Regina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7

    Hallo Bettina,

    vielen Dank für deine Antwort, beruhigt mich sehr.

    ich interessiere mich auch für das neue Medikament Aimovig. Welche Ärzte dürfen das denn rezeptieren? Und ist das ab jetzt eigentlich schon auf dem Markt in Deutschland?

    Mein Neurologe wollte gerne dass ich topiramat noch ausprobiere, aber das kann ja soviel ich weiß auch auf die Nieren gehen, kannst du das bestätigen?
    MOmentan nehme ich Metoprolol 95 und saroten retard 50 als Prophylaxe. Und habe so ca. 6 Einnahmetage.

    Danke dass es dich und diese Foren gibt
    Regina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27506

    Liebe Regina,

    Welche Ärzte dürfen das denn rezeptieren? Und ist das ab jetzt eigentlich schon auf dem Markt in Deutschland?

    es wird von Neurologen verschrieben, das Medikament ist im Grunde schon erhältlich. Heißt aber noch lange nicht, dass Dein Neurologe es entweder schon verschreibt, oder überhaupt rezeptiert. Frage ihn mal gezielt danach.

    Und habe so ca. 6 Einnahmetage.

    Mit sechs Einnahmetagen benötigst Du keine weitere Prophylaxe, ist auch ein Prophylaxewechsel nicht nötig.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Regina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7

    Liebe Bettina,

    wieder mal bin ich ratlos und komme mit meiner Migräne nicht klar. Was mache ich nur falsch? Ich bemühe mich alles einzuhalten, was ich weiß: Bewegung, Entspannung, trinken, regelmäßig schlafen und essen, wenig Stress etc.

    hatte im Dezember 10 Einnahmetage und Stand heute, 11.1. den vierten Einnahmetag.
    Mich plagt immer ein schlechtes Gewissen gegenüber meinem Körper, der so viele Triptane zu verarbeiten hat.
    Seit August therapiere ich mich nur noch mit Triptanen, da meine Nierenwerte leicht angestiegen sind.
    Eigtenlich seit Jahren nehme ich die gleiche Prophylxe mit Metroprolol 95 und Saroten 50.

    Also die 10/20 regel halte ich immer ein.

    Ist es wirklich für meinen KÖrper tragbar, wenn ich 10 Triptane pro Monat einnehme? Und das jeden Monat? Ich bin oft so unglücklich über diese KOpfschmerzen, aber aushalten kann ich sie auch nicht.

    Nehme Dolortriptan. Früher hat das schneller gewirkt, jetzt dauert es doch ca. 2 Stundne, bis die Wirkung eintritt. Welches andere lang wirksame Triptan gibt es sonst noch?

    Vielen Dank dass es dieses Forum gibt.
    Regina

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3945

    Liebe Regina,

    ich antworte dir mal, obwohl ich nicht Bettina bin.
    Sie wird dir sicher über die „Belastung des Körpers“ durch Triptane fundierte Informationen geben.

    Was dir aber auch Kummer macht, ist ja das Bemühen, alles „richtig“ zu machen und trotzdem den Lohn nicht einfahren zu können.
    Leider ist es nicht so, dass unser Körper so linear funktioniert.
    Dann wäre er eine Maschine: Tu ich dies, macht er das.
    Er ist aber ein sehr sehr komplexes System, das wir mit Sicherheit noch lange nicht vollständig durchschauen, geschweige denn regieren können.
    Jeder Mensch ist anders. Jede Migräneattacke ist anders. Und die Veranlagung ist in unseren Genen verankert und kann eh nicht verändert werden.

    Manchmal ist das Bemühen, nur ja alles richtig zu machen, fast noch mehr Stress als alles andere zusammen.
    Sogar Entspannungsverfahren können furchtbar anstrengend sein, dann nämlich, wenn man sich heftigst BEMÜHT .

    Vielleicht ist mit einer neuen Einstellung schon eine Plage weniger da.
    Das schlechte Gewissen wäre eine zweite, die du beseitigen kannst.
    Dazu aber schreiben dir wahrscheinlich noch andere.

    Liebe Grüße
    und alles Gute

    alchemilla

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 399

    Liebe Regina,

    Heika hat mal etwas in einem anderen Forum etwas über den Blick auf die Medikamente geschrieben, was mir sehr hilfreich war:

    Ich sehe meine Medikamente als eine Art Freunde, die mir helfen wollen (positive Medikamenten-Wirkung).
    Und jede Freundschaft hat auch mal anstrengende Phasen (Eindosierung eines Medis, anhaltende Nebenwirkungen, die noch tolerabel sind), nicht immer läuft man nur im positiven Gleichklang.
    Doch es ist eine freiwillige Beziehung, die auch einiges aushalten kann (man hat sowohl Wirkung als auch Nebenwirkung).
    Nur wenn es allzu sehr dauerhaft schief läuft (andauernde, zu starke Nebenwirkungen der Medikamente bei zu geringer Wirkung),
    kann man eine Freundschaft auch beenden (das Medi absetzen).
    So etwas sollte allerdings gut überlegt sein, denn allzu viele Freunde hat man nicht zur Auswahl im Leben (die Liste der in Frage kommenden Medis ist überschaubar) . 😉

    http://www.headbook.me/groups/mein-persoenlicher-migraeneverlauf/forum/topic/es-muss-sich-was-andern-nur-wie-die-schmerzen-und-ich-couragelda/page/12/#post-149714

    Wegen der leicht erhöhten Nierenwerte hast du eine Lösung gefunden 👍!
    Wenn deine Werte so weit in Ordnung sind, du tolerierbare Nebenwirkungen hast und die 10/20-Regel einhälst, gehst du doch so gut wie möglich mit deinem Körper um.
    Mit den Medikamenten haben wir EINE gute Möglichkeit der Schmerzbehandlung. Denn Schmerzen auszuhalten, tut Körper und Seele auch nicht gut, auch wenn viele von uns dies aufgrund der Attackenhäufigkeit müssen.

    Wie man sich auch mit der Entspannung und den Erwartungen unter Druck setzen kann, hast du, liebe Alchemilla, kurz angerissen.
    Schau mal, was Beatrice gerade im Forum von Soulsufer über die Meditation geschrieben hat, vielleicht kannst du da etwas für dich mitnehmen:

    http://www.headbook.me/groups/mein-persoenlicher-migraeneverlauf/forum/topic/neuvorstellung-soulsurfer-und-frage-bzgl-wartezeit/page/6/#post-150833

    Ich wünsche dir alles Gute!

    Katrin

    Viva la Vida! 🍀

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 1 Woche von  Katrin.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 1 Woche von  Katrin.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27506

    Liebe Regina,

    nun hast Du schon tolle Sichtweisen erhalten, die brauche ich nicht zu wiederholen. 🙂

    Eines möchte ich Dir aber noch zu bedenken geben: Beame Dich mal gedanklich in die Zeit von vor hundert Jahren zurück. Du hast die Migräneerkrankung, aber keine Medikation. Bedeutet für Dich, dass Du ein enorm eingeschränktes Leben mit häufigen Schmerzen führen musst. Niemand kann Dir Linderung anbieten, da gegen eine echte Migräne leider nun mal kaum ein Kraut gewachsen ist. Eventuell macht Dir ein findiger Apotheker einen Sud von Salweide (aus dem enthaltenen Salicin wurde das ASS entwickelt), der auch nicht immer optimal zu dosieren war. Mal zu schwach = keine Wirkung, mal zu stark = starke Nebenwirkung.

    So sah es früher aus, heute haben wir so viele Hilfen und Unterstützung für uns Schmerzkranke. Das soll aber keinesfalls bedeuten, dass ich Deine Sorgen nicht ernst nehme! Diese Gedanken kennen andere auch immer wieder mal, aber ich bin vorrangig dankbar für die Triptane.

    Ist es wirklich für meinen KÖrper tragbar, wenn ich 10 Triptane pro Monat einnehme? Und das jeden Monat? Ich bin oft so unglücklich über diese KOpfschmerzen, aber aushalten kann ich sie auch nicht.

    Prof. Göbel sagte mir mal, dass in all seinen Jahren als Neurologe er noch nie einen Patienten an der Dialyse hatte, der mit Triptanen behandelt hatte. Triptane scheinen die Organe nicht in dem Maße zu belasten, dass man Folgen zu fürchten hat. Sie wirken ganz gezielt an den Schaltstellen für die Entstehung der Migräne und nicht im gesamten Körper wie das bei Schmerzmitteln der Fall ist. Das ist der große Vorteil dieser ganz speziellen Medikamente für Migräne.

    Nehme Dolortriptan. Früher hat das schneller gewirkt, jetzt dauert es doch ca. 2 Stundne, bis die Wirkung eintritt. Welches andere lang wirksame Triptan gibt es sonst noch?

    Mein Triptan (AscoTop, Zolmitriptan) braucht auch meist zwei Stunden bis zur vollständigen Kupierung der Attacke. Das würde ich jetzt nicht als ungewöhnlich ansehen.

    Du könntest aber mal Allegro (Frovatriptan) versuchen. Es ist das Triptan mit der längsten Wirkzeit und der besten Verträglichkeit.

    Mach Dich nicht verrückt mit diesen Gedanken, denn sie bringen Dir absolut nichts. Im Gegenteil, Du kannst dann auch die schmerzfreien Zeiten nicht genießen, machst Dir Sorgen, bist verspannt und hast vielleicht alleine dadurch sogar mehr Attacken. Und die Alternative – keine Triptane nehmen – ist doch auch nicht so verlockend. 😉 Wenn es Dich tröstet, ich habe in diesem Monat schon öfter als Du behandeln müssen. Nervt mich zwar auch, dass der Monat nicht so gut läuft, aber ich danke täglich den Entwicklern der Triptane, die mich einfach weiterhin am Leben teilnehmen lassen. Sieh es von der Warte aus. 🙂

    Alles Liebe,
    Bettina

    Regina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7

    Liebe KATRIN
    Vielen lieben Dank für all die guten Gedanken.

    ich werden Ende des Monats einen Achtsamkeitskurs beginnen und freue mich auf erste Erfahrungen mit der Meditation.

    Diese Foren sind eine Wohltat für mich.

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