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Medikamentenübergebrauchs-Kopfschmerz (MÜK)

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 7 Stunden, 45 Minuten aktiv

Wie entsteht MÜK, wie erkennt man ihn und wie wird er behandelt?

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Tags: mÜk

Zu viel? (39 Antworten)

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  • Profilbild Shelley Parker vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    Shelley hat ihre Beiträge selbst gelöscht.
    LG Bettina

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    Liebe Shelley,

    Du kannst ruhig eine Imigran nehmen. Triptane kann man an maximal drei aufeinanderfolgenden Tagen einnehmen und bis zu 10 x im Monat, ohne in einen Medikamentenkopfschmerz zu geraten. Mehr sollte es nicht sein,

    Gute Besserung!

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    Liebe Shelley,

    Du Arme, Du weißt doch, dass wir hier keine Ratschläge für deine Akutmedikation geben können. :( Wir sind keine Ärzte und nichtmal ein Arzt könnte Dir per Internet Ratschläge geben, ohne Dich und Deine Problematik genau zu kennen.

    Du weißt, was ich Dir geraten habe. Das würde ich als Weg für Dich sehen.

    Hat die Aspirin-Infusion denn gar nicht geholfen? Hast Du Aura im Moment, Taubheitsgefühle usw.?

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild alchemilla vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    Liebe Shelley,
    wenn es doch so klar ist, dass dir das Triptan richtig gut hilft,
    dann konsultiere doch um Himmels Willen einen Arzt, der dich ordentlich berät,
    wann
    und wie oft
    und vor allem WIE VIEL Triptan du nehmen sollst.
    Das kann man hier im Forum nicht übernehmen,
    aber es ist ganz wichtig, dass man nicht mit vielen kleinen Kleckerdosierungen Experimentiert.
    Damit ein Triptan richtig und lange genug wirkt, muss es auf Anhieb richtig dosiert sein.
    Sonst hat man ruckzuck drei oder mehr Tage hintereinander und das führt zu nichts Gutem.
    LG
    Gisela

  • Profilbild alchemilla vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    Vielleicht gibt es einen Arzt, der sich mit Migräne etwas besser auskennt???
    So eine schwammige Anweisung kann doch keinem helfen.
    Nicht zu früh, nicht zu spät, nicht zu viel . . .
    Vielleicht findest du mal jemanden, der nicht sagt, was du NICHT tun sollst, sondern ganz genau
    welches Präparat (allein DAS ist schon wichtig)
    wann
    wieviel
    wann frühestens das nächste
    wie oft

    Ich habe damals in Kiel einen richtigen Spickzettel bekommen, damit ich das nicht vergesse.

    Bestehe dadrauf!
    LG

    Gisela

  • Profilbild Migränchen vor 1 Jahr, 9 Monaten:

    liebe shelley,

    das mit dem bitteren geschmack kenne ich auch, führe es auch auf tabletten zurück, allerdings nehme ich maxalt…und bis vor kurzem saroten (amitryptilin = antidepressivum).

    alles gute
    migränchen

  • Profilbild Nana vor 1 Jahr:

    Hallo an alle, ich habe in der letzten Zeit eine Reihe an Medikamenten zur Prophylaxe ausproboert, die alle nicht für mich gepasst haben. Nun ist es so, dass MAxalt seehr sehr gut hilft, aber das leider täglich. ich weiß, dass dies nicht erlaubt ist aber diese Kopfschmerzen und vorallem permaneneten Sehstörungen gehen nur dadurch weg. Nach der Einnahme werde ich kurz sehr müde und dann mit einem Schlag ist alles weg. Das wirkt manchmal so gut, dass ich es kaum glauben kann. Nur die Tatsache, dass ich es eigentlich nicht nehmen darf macht ,ich wiederum ganz irre. Mich interessiert warum ich Maxalt nicht als prophylaxe nehmen kann, vielleciht gibt es ja auch Menschen die keine MÜK bekommen?!

    Allen noch einen sonnigen Tag ohne das eine

  • Profilbild birgit d vor 1 Jahr:

    Nana, ich kann Dich verstehen. Im Moment ergeht es mir ähnlich wie Dir. Eine Migräneattacke jagt die Nächste! Ich nehme auch gerade täglich Naratriptan ein. Immer mit einem schlechten Gewissen! Als Migränepatient plagt einen irgendwie immer das schlechte Gewissen. Mal kann man die 10-Tages-Regel nicht einhalten, dann wirkt die neu verordnete Prophylaxe nicht so wie sie sollte und der eigenen Familie gegenüber fühlt man sich schlecht, weil man viele Dinge nicht leisten kann, die man gerne leisten möchte. Vielleicht löst schon dieses ständig schlechte Gewissen so manche Migräneattacke aus. Keine Ahnung. Habe mich jetzt aber bei einem neuen Schmerztherapeuten angemeldet, der mit der Klinik zusammen arbeitet. Etliche Schmerzmittelpausen und Prophylaxen haben bei mir, wie schon geschrieben, zu keiner Verbesserung geführt.

    Dir und allen Anderen wünsche ich auch ein schönes, sonniges Wochenende!
    Gruß, Birgit

  • Profilbild Cinderella vor 1 Jahr:

    @ Nana,
    dann mußt Du dringend zu einem Neurologen oder Schmerztherapeuten,der sich mit Migräne und Prophylaxe auskennt.Wenn man an über 10 Tagen Monat Triptane nimmt kann es zum MÜK führen.Auch für Dich wird sich eine Prophylaxe finden.Lies Dich im Forum ein und sei herzlich willkommen.Eine Prophylaxe widerum bringt nur was,wenn du nicht im MÜK bist.
    Der Anfang ist ja schon mal getan.Du hast Dich hier angemeldet.Hier wirst Du viele hilfreiche Tips finden.
    LG Cinderella

  • Liebe Nana,

    Triptane eignen sich nicht zur täglichen Einnahme. Ich stelle Dir hier ein, was Prof. Göbel einmal einer Patientin geschrieben hatte, die Triptane täglich eingenommen hatte und schon erhebliche Probleme hatte.

    Prof. Göbel am 22.08.2010 Einige Überlegungen zur dauerhaften täglichen Triptan-Einnahme zur sogenannten“ Migränevorbeugung“ will ich hier skizzieren:
    Triptane sind ausschließlich zur Akutbehandlung zugelassen. Wörtlich steht in der Fachinformation, z.B. für Imigran (Sumatriptan): „Imigran T ist indiziert zur Akutbehandlung von Migräneanfällen. Das Arzneimittel soll nicht prophylaktisch angewendet werden.“
    Der Hersteller warnt explizit vor der vorbeugenden Einnahme und stellt diese keinesfalls ins Belieben oder frei.

    Diese Ausführung der Herstellerfirma, der Zulassungsbehörden und die Meinung der Fachwissenschaftler haben gute Gründe, u.a.:
    Die Sicherheit der Triptane bei hochfrequenter oder gar täglicher Anwendung ist durch Studien keinesfalls belegt. Informiert man als verordnender Arzt jedoch so, wird man schnell bei Kompilationen Probleme bekommen. Es handelt sich um eine rein experimentelle Einzelfalltherapie. Die Herstellerfirmen hätte wahrscheinlich hohes Interesse an einer solchen Anwendung, führen aber solche Studien aus guten Gründen nicht durch. Was z.B. passieren kann, zeigte sich eben bei der Entwicklung der erwarteten Nachfolger der Triptane, der CGRP-Antagonisten („Gepante“). Man führte eine Studie gerade auch zur täglichen Dauereinnahme durch und eine Substanz, die in der Akutwirkung sehr sicher und verträglich erschien, reicherte sich völlig unerwartet durch die Dauereinnahme in der Leber an und führte in Einzelfällen zu schwerwiegenden Leberfunktionsstörungen. Niemand hatte das zuvor bei einer Substanz erwartet, die als ganz besonders sicher galt. Die gesamt neue Substanzklasse und deren Sicherheit stehen nun in Frage.

    Kardiovaskuläre Nebenwirkungen u.a. sind auch bei Triptanen beschrieben und im Einzelfall bekannt. Sie sind selten, aber möglich. Keiner weiß, was passiert, wenn man Triptane nicht bestimmungsgemäß in hohen Dosen konsekutiv täglich einnimmt. Die Hersteller übernehmen dafür jedenfalls nicht ohne Grund keine Verantwortung. Einzelfallbeobachtungen können keine Sicherheit belegen, es gibt diese Sicherheit nicht.

    Als verordnender Arzt steht man so unmittelbar persönlich in der Verantwortung. Man muss sich bei Einsatz zur Vorbeugung auf Schreiben eines Rechtsanwaltes und eine Schadensersatzklage einstellen, weil man durch die Empfehlung und Verordnung diese oder jene Komplikation, die auch erst nach Jahren eintreten mag, bedingt habe. Dies ist nur eine Frage der Zeit und leider kein hypothetischer Punkt, sondern Alltag. Stellen Sie sich einen Patienten vor, der seit drei Jahren täglich zur „Vorbeugung“ ein Triptan verordnet bekommen hat. Nun stellt sich plötzlich einen Herzinfarkt ein. Der Patient ist sicher, dass sein Arzt das ihn nicht vorausgesagt hat. Ob der Infarkt nun so oder so aufgetreten wäre oder tatsächlich durch die zulassungswidrige Anwendung bedingt ist, ist irrelevant. Der Hersteller wird voraussichtlich klar sagen: Weil solche Ereignisse möglich sind, haben wir sogar explizit davor abgeraten (Deswegen steht der Warnhinweis ja auch in der Fachinformation). Der Schaden ist da. Der Patient und insbesondere seine Anwälte wissen nichts mehr von einer sicheren Verbesserung der Lebensqualität etc..

    Das gilt u.a. auch für die Anwendung während der Aura. Gibt man Triptane vorbeugend, hat man kontinuierlich Dosierungen innerhalb der Auraphase und muss mögliche Komplikationen zulassungswidrig verantworten.
    Im Laufe des Lebens werden Kontraindikationen früher oder später auftreten. Die weitere Einnahme von Triptanen ist dann grundsätzlich in Frage gestellt und man steht dann ganz ohne Therapie da und hat viel Zeit verloren, eine wirksame Vorbeugung aufzubauen.
    Studien weisen zudem darauf hin, dass die schwerwiegenden Auswirkungen der Kopfschmerzen auf das tägliche Leben durch die dauernde Einnahme von Triptane nicht nachlassen. Die Lebensqualität bleibt kontinuierlich schwer beeinträchtigt und die Migräne und deren Komplikationen werden nicht im Ansatz gelöst, auch wenn der nächste Tag vielleicht ohne Schmerz verbracht werden kann.
    Die hochfrequente Triptaneinnahme führt nach unserer Erfahrung mittelfristig zu schwerwiegenden Erschöpfungszuständen, depressiver Reaktion, Überempfindlichkeit und Schmerzempfindlichkeit der Kopfmuskulatur, Rückzug aus dem Alltag. Kurzfristig mag eine Besserung bestehen. Mittel- und langfristig zeigt unsere Erfahrung, ist eine Sackgasse gebahnt.
    Erwartet man von einer Migränetherapie, dass sie zielführend ist und hilft, schließt aber gleichzeitig eine Anpassung seines Lebens und Verhaltens aus, dann ist hier wahrscheinlich schon 50% der Resistenz gegen eine Besserung anzunehmen. Will man sich mit Triptanen funktionsfähig halten, werden die Migräne und die damit verbundenen Störungen nach unserer Erfahrung entgleisen. Migräne wird heute als progressive Erkrankung des zentralen Nervensystems aufgefasst. Triptane sind nur zur Behandlung der Schmerzphase vorgesehen und zugelassen. Sie können die Progression nicht aufhalten, nach allen was wir heute wissen. Triptane sind zur Schmerztherapie der akuten Migräneschmerzphase zugelassen und entwickelt worden. Sie sind nicht zur Aufrechterhaltung der Arbeits- oder Funktionsfähigkeit gedacht oder dafür zugelassen. Dazu muss man sein Verhalten und die Vorbeugung anpassen.
    Und der wichtigste Punkt: Die Medikamentenpause hilft in den allermeisten Fällen sehr gut. Es ist sicher eine stetige Anstrengung, die 10-20-Regel einzuhalten, Verhalten und Vorbeugung zu organisieren und prozesshaft individuell einen zielführenden Weg anzustreben. Aber eine Stabilisierung ist nur so möglich. Die tägliche Triptan-Einnahme ist dagegen zugegeben sehr leicht. Sie bedeutet aber, das Leiden zu unterhalten, auf die Dauer zu verstärken und aufgegeben zu haben. Ohne Perspektive.

    Prof. Göbel am 22.08.2010

    Daher setze bitte bei der Prophylaxe an. Das ist ja das Ziel der Prophylaxe, die tägliche Schmerzmitteleinnahme verhindern zu können. Wenn Du so viele Attacken hast, bist Du keinesfalls optimal eingestellt.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Nana vor 1 Jahr:

    Liene Cinderella und Interessierte, vielen Dank für Deine Antwort, ich bin bei einem guten Neurologen und er versucht ja all die bekannten Sachen. Aber ich vertrage das alles nicht. Topiramat – schwere Depressionen, Kortison um aus dem Kreislauf raus zu kommen – 12 Tage fast ohne Schlaf, Wassereinlagerungen, Depressionen und nach dem Kortison seit 7 Tagen Migräne, Beta – Blocker in richtiger Dosierung – zu niedriger Puls und Schwindel. Antidepressiva – Übelkeit, Bauchschmerzen, Angst. Argh – ich habe wirklich den Eindruck es hilft nichts und ich bin für alles offen und habe auch immer versucht es einige Zeit auszuhalten, aber die Migräne ist nicht besser! In 6 Wochen werde ich es mal mit einem anderen Antidepressiva versuchen.

    In den Zeiten in denen ich geraucht habe, hatte ich nur an drei Tagen im Monat Migräne und jetzt ist es täglich. Aber es gibt nirgendwo einen Hinweis, dass rauchen Migräne bessert.

    Bin gerade sehr verzweifelt, alle sagen Migräne kann man gut in den Griff bekommen. Ich spüre davon nichts, halt nur durch Maxalt. :-(

  • Profilbild Nana vor 1 Jahr:

    Vielen Dank, Bettina das habe ich gerade erst gesehen, beste Grüße Nana

  • Liebe Nana,

    Rauchen vermindert die Durchblutung in allen Gefäßen wird in aller Regel die Migräne nur verschlechtern. Es ist sehr gut, dass Du nicht mehr rauchst und bitte spiele nicht mit dem Gedanken, aus prophylaktischen Gründen wieder anzufangen.

    Dass die Migräne in letzter Zeit schlimmer geworden ist, kann viele Gründe haben, die zufällig mit dem Aufhören zusammenfielen.

    Versuche bitte weiterhin, eine passende Propyhlaxe zu finden. Am besten machst Du nochmal eine Pause. Wenn Du Kortison einnimmst, brauchst Du unbedingt ein Medikament, das Dich schlafen lässt: Diazepam, Neuroleptika, Schlafmittel

    Wenn Du schon erfolglos Betablocker versucht hast, gibt es ja auch hier noch andere Möglichkeiten. Der nächste Betablocker könnte schon helfen. Ebenso ist es mit den Antidepressiva.

    Du siehst, das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Ronja vor 1 Jahr:

    Liebe Nana, liebe Birgit,

    ich dachte auch, dass bei mir keine einzige Prophylaxe wirken kann, da ich meist recht schnell viele Nebenwirkungen hatte und deswegen absetzten musste. Bei einigen Prophylaxen war ich ehrlich gesagt auch froh darum, sie nicht zu vertragen, da ich aus irgendeinem Grund eine innere Abneigung dagegen hatte.
    Jetzt habe ich den Eindruck, dass die aktuelle Prophylaxe wirkt. Ihr sollt nicht aufgeben, sondern weiter dran bleiben, nicht die Hoffnung verlieren!
    Ich finde es sehr schwer die Migräne einigermaßen “in den Griff zu kriegen”. Ich glaube, Simone war das, sie schrieb einmal von einem “Gesamtkunstwerk”, alles die Migräne betreffend gut hinzukriegen.
    Wir alle hier im Forum sind doch meistenteils oder auch ständig damit beschäftigt.

    Herzliche Grüße und allen viel Erfolg beim “Gesamtkunstwerk”
    Ronja

  • Profilbild Louise vor 1 Jahr:

    Hallo Nanna, hallo Birgit,

    mir ging es zum Glück nie ganz so schlecht wie Euch, habe aber ähnliche Erfahrungen wie Ronja gemacht: Man muss sein eigener Experte werden.

    Mir hat das Forum hier schon sehr viel geholfen, auch die Informationen, die für Patienten von der Schmerzklinik eingestellt sind, insbesondere zum Thema “Prophylaxe”. Da finde ich sehr anschaulich erklärt, warum Schmerzmittel nicht als Prophylaxe geeignet sind und welche Grundregeln wichtig sind.
    Ich bewege mich zurzeit im Dreieck Hausarzt/ Neurologin und Psychotherapeut und merke, wie ich jedes Mal dazu lerne.
    Auch ich möchte Euch bei Euren Maßnahmen bestärken und wünsche Euch viel Erfolg!

    Viele Grüße
    Louise