Mein persönlicher Schmerzverlauf

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Schwerbehinderung Grad 40 (Tanja)

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    Beiträge
  • Tanja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2

    Hallo ich heisse Tanja und bin 40 Jahre alt lese hier schon einige ZEIT mit. Habe jetzt aber eine Frage.Nach meinem Aufenthalt in Kiel letztes Jahr habe ich im April 18 einen Antrag auf Schwerbehinderung wegen chronischer Migräne gestellt. Meine Tage liegen zwischen 10 bis 18. Habe 40 % bekommen.
    Lohnt sich da ein Widerspruch? Habt ihr da Erfahungen ?
    LG

    Tini
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 29

    Hallo,

    Ich würde mich deiner Frage anschliessen. Überlege auch gerade einen zu beantragen.

    Grüsse Tini

    glückdererde
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 458

    Liebe Tanja,

    ein Widerspruch bei der Einstufung der Schwerbehinderung ist fast eher die Regel als die Ausnahme.
    Wie die BFA bei der Bewilligung von Reha Massnahmen, so ist auch das Versorgungsamt restriktiv und zumindest nach aussen hin in seinen Entscheidungen häufig unverständlich (und unverständig).

    Begründe Deinen Widerspruch gründlich in dem Du die subjektiven Auswirkungen der chronischen Migräne auf Dich und Deine Lebensführung und Deine Gesundheit in allen Aspekten kurz schilderst.

    Auch psychische Folge/Begleiterkrankungen wie Depression oder Angst sind ja eher die Regel als die Ausnahme einer schweren chronischen Erkrankung und sollten mit benannt werden.

    Unverträglichkeiten von Medikamenten? Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit?

    Keinen Roman schreiben aber alles aus Deiner Sicht benennen.

    Falls in der Begründung steht, dass ei wichtiger gesundheitlicher Aspekt Deiner Erkrankung nicht berücksichtigt „werden konnte“ dann hole Dir eine neue Bescheinigung vom Arzt diesbezüglich.

    Unter 50% bei chronischer Migräne keine Ruhe geben sondern dem Bearbeiter anbieten,dass Du ihm die Migräne für einen Monat ausleihst, damit er sieht, wie das ist;-)

    Chroninchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 36

    Hallo Tanja,

    ein Widerspruch lohnt sich auf jeden Fall, du stehst schlechterdings so da wie jetzt und es fallen keine Gebühren an.

    Ich habe nach meinem ersten Bescheid auch Widerspruch eingelegt, was zu einem neuen Bescheid mit GdB 50 statt 40 geführt hat (allerdings unter Berücksichtigung weiterer Erkrankungen).

    Versuche es einfach, sonst ärgerst du dich später, es nicht versucht zu haben.

    LG Chroninchen

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 347

    Hallo Tanja,
    mit einem GdB von 40 kann man meines Wissens nach nicht wirklich viel anfangen. Ich selbst habe vor einigen Jahren trotz schwerster Betroffenheit, also schwergradige langanhaltende Anfälle etc. nur eine GdB von 20 erhalten, mein Widerspruch wurde abgeschmettert, obwohl mein Hausarzt entsprechend der Gesetztesvorgaben (und entspr. der Realität) ein Gutachten eingereicht hatte. Ich bekam dann den Tipp in den VDK einzutreten, die dann für mich geklagt haben. Es hat insgesamt 2 Jahre gedauert, aber dann hatte ich einen Termin bei einem total netten und verständnisvollen Gutachter (ARzt in einem Krankenhaus, nicht vor Gericht) und nach kurzer Zeit hatte ich einen GdB von 60!
    Wenn du keine Rechtsschutzversicherung o.ä. hast, wäre VDK also eine Option, kostet meines Wissens nach 5 Euro/Monat. Sie könnten dann gleich denWiderspruch formulieren, das geht dann schneller als Klage. Du kannst vorab fristgerecht schon mal schriftlich Widerspruch einlegen mit dem Hinweis, dass die Begründung folgt und dir dann kompetent helfen lassen.
    Viel Erfolg!
    Jasmin

    Betty
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Hallo,

    ich hatte im ersten Anlauf einen GdB von 30 zugestanden bekommen und es auch dabei belassen.

    Um aber einen erweiterten Kündigungsschutz zu erhalten habe ich die Gleichstellung beantragt und auch bekommen. Nur der Zusatzurlaub bekomme ich damit nicht, bin aber den Schwerbehinderten gleichgestellt.

    Ich habe dann 1 Jahr später einen Verschlimmerungsantrag gestellt und mir wurde ein GdB von 40 zugestanden. Gegen diesen habe ich dann Widerspruch eingelegt und musste zu einem Gutachter. Dieser wollte mir dann 60 zugestehen, aber das wollte die Leiterin des Amtes nicht (konnte ich später aus der Akte entnehmen) und es kam ein GdB 50 heraus. Allerdings nicht allein auf Grundlage der Migräne. Diese habe aber den größten Teil.

    Tanja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2

    Hallo vielen lieben Dank für die vielen Rückmeldungen.noch Blicke ich hier nicht so ganz durch.
    LG Tanja

    Elisabeth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Hallo,
    Das hatte ich auch erst. Ein Verschlechterungsantrag brachte die erforderlichen „Mehrpunkte“. Beim Sozialgericht sollte es vor ca. fünf Jahren Jahre dauern.
    Ironischerweise hatte ich – als ich den Ausweis hatte – kurz danach alles umgestellt. Als Selbstständige mit Erwerbsminderungsteilrente ist der Ausweis zu nicht viel nütze. Wenn ersteres bezogen wird, ist ein früheres Ausscheiden ja finanziell deutlich illusorisch. Aber irgendwie werden damit die erheblichen Einschränkungen anerkannt (fast jede Nacht Migräne) und das tut etwas gut.
    Den behandelnden Arzt fragen – Veeschlechterungsantrag muss ja von diesem bestätigt werden. Gutes Gelingen!! LG

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26864

    Willkommen im Forum, liebe Tanja. 🙂

    Ich habe Deine Überschrift mal korrigiert, denn es heißt Grad der Behinderung (GdB) und nicht Prozent, %. Das schreiben viele falsch, daher sollte es aus „Lernzwecken“ nicht auch noch in der Überschrift so stehen. 😉

    Sonst hast Du jetzt schon so viele Tipps erhalten, dass ich nun nichts mehr zu wiederholen brauche. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 58

    Hallo Tanja,

    auf jeden Fall Widerspruch einlegen!
    Schildere wie hier schon geschrieben all Deine Einschränkungen aus allen Bereichen.
    Egal ob es das EInkaufen, der HAushalt, die Arbeit oder das Weggehen mit Freunden ist.

    Ich habe es vor einigen Jahren – dank Unterstützung durch die Gewerkschaft Verdi – soweit
    getrieben, dass am Ende ich als Privatperson das Land BW verklagt habe. Mit Erfolg.
    Aber sowas würde ich niemals ohne entsprechende UNterstützung machen. 🙂

    Selbst, wenn deinen Widersprüchen nicht statt gegeben wird hast Du bereits einen GdB von 40.
    Damit kannst Du beim Arbeitgeber eine sog. Gleichstellung beantragen.
    Ohne jetzt hier ins Endlose zu schreiben, schau dir mal die Suchergebnisse für
    „Schwerbehinderung“ und „Gleichstellung“ an.

    LG
    janosch

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