Astrid stellt sich vor und braucht Rat

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  • akascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 155

    Hallo liebe Headbooker,

    Ich fühle mich gerade wieder überfordert mit meiner Situation.

    Im Moment arbeite ich 3 Tage in der Woche. Mittwoch ist eh mein freier Tag und durch meine lange Krankheitsphase hatte ich noch so viel Urlaub, dass ich den Donnerstag auch noch frei habe (bis Ende März).

    Trotzdem ist es soooo anstrengend und heute musste ich wieder nach Hause, weil nichts ging. Ich habe ständig Schmerzen und bin so erschöpft, dass ich mich fast nur noch ausruhen kann an meinen freien Tagen. Und der Haushalt liegt ja auch noch an.

    Ich habe so gehofft, dass ich es schaffe mit der Arbeit. Aber mittlerweile zweifle ich, ob es wirklich geht. Vielleicht denke ich einfach auch zu viel darüber nach. Schwierig….

    Liebe Grüße
    Astrid

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27490

    Liebe Astrid,

    könntest Du einiges vielleicht im Homeoffice machen? Manche Firmen bieten dies ja an, wobei ich natürlich nicht weiß, ob dies bei Deiner Art der Arbeit überhaupt möglich wäre. Es kann nämlich schon entlasten, sich Hin- und Rückweg zu sparen und eventuelle Trigger am Arbeitsplatz.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4473

    Liebe Astrid,

    ich kann hier wirklich nichts gescheites mehr beisteuern.

    Aber ich möchte dir unbedingt sagen, dass ich ganz fest die Daumen für dich drücke, dass du endlich mal schmerzfrei bist.

    Alles Liebe
    Sternchen

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3945

    Liebe Astrid,
    ich kann dir deine Stimmung gut nachfühlen.
    Ich bin seit einem Jahr im Ruhestand und habe festgestellt, dass „nicht arbeiten gehen“ keine automatische Linderung in der Migränesituation mit sich bringt. Aber jetzt habe ich die Möglichkeit, rechtzeitige Pausen einzulegen und das Tempo meiner Aktivität selbst zu steuern. Das hilft.
    Ich bin gerne arbeiten gegangen. Jetzt im Nachhinein denke ich, dass für mich die Arbeitstage einfach zu lang waren. Hätte ich mehr Pausen machen können, Pausen, in denen ich wirklich „wegtreten“ kann, Augen zu machen, Geräusche wegdämmen usw., dann wäre es vielleicht nicht so hart geworden.
    Wenn du drei Tage in der Woche arbeitest, dann sind das wahrscheinlich die drei echt anstrengenden Tage. Und die freien Tage reichen zum wirklichen Regenerieren nicht mehr aus.
    Es stört das Gleichmaß, das für uns Migräniker so hoch geschätzt wird.
    Wäre eine Lösung vorstellbar -wenn Homeoffice nicht gehen sollte- dass du eine gleichmäßigere Verteilung der Arbeitszeiten aushandeln könntest. Auch mit großen Pausen nach spätestens vier Stunden z.B.? Und eine Reduzierung der Stundenzahl, wenn dein Urlaub aufgebraucht sein wird?

    Ich bin im Moment nicht auf dem Laufenden: Hast du bereits einen GdB von 50 ? Auf der Grundlage kann man bestimmt verhandeln.

    Ich hoffe, dass dir unsere Beiträge ein paar Impulse geben, so dass es nicht mehr ganz so schwarz aussieht.

    Liebe Grüße
    alchemilla

    akascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 155

    Hallo Zusammen,

    Vielen Dank für Eure Antworten. Ich habe es leider nicht geschafft früher zu antworten,da es mir nicht ging. Ich glaube, diese ständigen Wetterwechsel machen mir ziemlich zu schaffen.

    @bettina: Ja, Homeoffice wäre noch eine gute Alternative. Obwohl ich Schwierigkeiten habe mich zu Hause zu motivieren, erst recht wenn es mir nicht gut geht. Aber bevor ich noch mehr Stunden reduzieren muss, sollte ich es zumindest testen.

    @sternchen: Danke, für Deine lieben Worte. Ja, Schmerzfreiheit wäre mein Wunder 2017. ☺️ Vielleicht passiert es ja!!!

    @Alchemilla: Da es während meiner langen Krankschreibung von knapp 1 Jahr nur langsam etwas besser wurde, glaube ich es auch nicht, dass die Arbeit der ausschlaggebende Trigger ist. Aber wie du sagst, es ist eben sehr anstrengend und mal eben für 2 Stunden hinlegen ist nicht. Allerdings wenn es ginge, hätte ich immer im Hinterkopf:“Oje, das musst du nacharbeiten, dann sitzt du hier noch länger im Büro.“

    Ich habe ein GDB von 50 und mein Arbeitgeber weiß Bescheid und tut schon viel für mich. Z.B Einzelbüro, dunkler Tisch damit die Sonne nicht so reflektiert, keine eigenen Projekte mehr, um mir den Druck rauszunehmen…
    Ich denke, ich werde das Thema Homeoffice nun mal angehen und schauen was passiert.

    Lieben Dank für Eure Hilfe!

    Habt einen schön Tag heute😊

    LG
    Astrid

    akascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 155

    Hallo Zusammen,

    Ich wollte mal wieder von mir hören lassen.

    Ich hatte Ende März mein Mitarbeitergespräch und dabei meine Arbeitssituation besprochen. Wir haben uns jetzt darauf geeinigt, dass ich jeden Tag 6 Stunden arbeite und Dienstag sowie Donnerstag jeweils zu Hause. Ich glaube damit fahre ich ganz gut.

    Trotzdem ist es anstrengend und nach 6 Stunden bin ich auch geschlaucht, sodass in der Woche kaum Kraft und Zeit für Hausarbeit da ist.
    Am Wochenende geht es mir auch nicht besser und hatte dann bisher auch mit starken Attacken zu kämpfen und die Triptane haben die letzten Male auch schlecht gewirkt und wenn sie wirken, habe ich trotzdem eine starke Erschöpfung.

    Und damit entsteht mein Problem, dass ich wieder anfange mich zu überfordern und nicht den richtigen Weg finde.
    Soll ich in der Woche die Hausarbeit liegen lassen, damit es nicht zu viel wird? Das bedeutet alles am Wochenende machen zu müssen. Nur leider bin ich dann auch so kaputt oder falle komplett aus. Ich kriege da richtig schlechte Laune von.

    Damit kein falscher Eindruck entsteht, mein Mann unterstützt mich und übernimmt auch viel (soweit er kann, er ist ja auch krank). Und er sagt immer, dass hier keiner verlangt, dass ich regelmäßig putze. Er schon gar nicht. Nur ich habe das Gefühl wenn ich nicht wenigstens die Grundsauberkeit erhalte, dann wird der Berg ja noch größer.

    Tickt hier zufällig jemand wie ich oder bin ich als einzige so „blöd“.
    Wie macht ihr denn das, fast tägliche Migräneschmerzen, Job, Haushalt, Freiteit unter einen Hut zu bringen?
    Manchmal denke ich, ich bin total bescheuert.

    Sorry, für den langen Text. Ist mal wieder mehr geworden als ich wollte.

    Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag.

    LG
    Astrid

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5456

    Liebe Astrid,

    ich kann dich sehr gut verstehen. Seit Wochen geht es mir auch außergewöhnlich schlecht und ich bekomme mein normales Pensum überhaupt nicht auf die Reihe.
    Mein Mann ist ein Goldstück und würde hier zuhause durchaus mehr zupacken, doch er arbeitet viel und hart und seine eh zu geringen Erholungsphasen soll er nicht damit zubringen, den Staubsauger zu schwingen oder Wäsche aufzuhängen.

    Mein Glück ist, dass ich beruflich flexible Arbeitszeiten habe. In schlechten Phasen kann ich weniger arbeiten, in besseren mehr. Wobei ich den Stapel, der sich in den letzten Wochen aufgehäuft habe, lieber nicht ständig vor mir sehen möchte. 😉

    Wäre eine Putzhilfe für dich eine Option? Dann wäre das Gröbste einmal in der Woche erledigt und für dich wäre der Druck weg, das spätestens am Wochenende machen zu „müssen“. Diesen Druck baust du dir ja selber auf.

    Mein Mann (habe ich schon erwähnt, dass er ein Goldstück ist? 😉 ), ist völlig unkompliziert, sowohl was das Essen oder den Haushalt allgemein angeht. Ich selber habe gelernt, Staubflocken auch mal liegen zu sehen. Die Vervollkommnungsstufe, diese auch noch lieben zu können, habe ich allerdings noch nicht erreicht 😉 . (Falls jemand die Geschichte nicht kennen sollte: Geht ein Mann, der dem Löwenzahn in seinem Garten nicht Herr wird, zu einem Weisen und fragt ihn, was er machen könne. Mein dieser: Wenn du dem Unkraut nicht beikommen kannst, dann lerne, den Löwenzahn zu lieben. 🙂 )

    In guten Phasen koche ich doppelt und fülle meinen Tiefkühlschrank für anstrengende Migränezeiten.

    Ich habe in vielen Bereichen das Loslassen gelernt.
    Das Loslassen von der Vorstellung, wie ich gerne in allen Bereichen leben würde, denn das kann ich mit meiner Migräneerkrankung nicht.
    Das Loslassen von Erwartungen an mich selber, welche Arbeiten wann wie wo erledigt sein sollten. (Bsp: Fenster werden erst geputzt, wenn es schwierig wird zu erkennen, ob es draußen regnet. 😉 )
    Das Loslassen von dem Wunsch, alles unter einen Hut zu bringen. Ich bringe es nicht unter einen Hut. Doch ich habe die Wahl im Setzen meiner Prioritäten, und das mit der Zeit und der Kraft, die mir meine Erkrankung lässt.
    Ich musste auch Freundschaften loslassen. Wenn man immer wieder Termine nicht wahrnehmen kann oder sich Triptan-dösig in einer lustigen Gesellschaft bewegt, die mir dann zu laut und zu anstrengend ist, ist beiden Seiten nicht geholfen. Und so reduzieren sich gewisse Beziehungen einfach von alleine.
    Ich kann mein Leben nicht mit Volldampf leben, eher auf Sparflamme. Es war die größte Herausforderung von allen in Bezug auf meine Migräneerkrankung, diesen Zustand akzeptieren zu lernen und das Beste draus zu machen und damit zufrieden zu sein. Und es ist durchaus sehr entspannend, wenn man diesen Druck mal los ist, immer mehr machen zu müssen als man kräftemäßig kann. Und ebenso, wenn man sich von der Hoffnung verabschiedet hat, dass alles mal wieder „gut“ wird. Sollte dieser Zustand jemals eintreffen, wäre es genial, aber ich rechne nicht damit und verschwende auch keine Energie mehr in diverse Hoffnungsszenarien.

    „Carpe diem“ = pflücke den Tag. Was eben heute geht.

    Lieber Gruß
    Heika

    P.S. Unsere Texte nicht zu lang. 😉
    Man kann nicht immer alle Gedanken in drei Zeilen pressen. 😉

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 10 Monate von  heika.
    KaGo
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 196

    Liebe akascha,

    die tagtägliche Herausforderung ist, sich vom Perfektionismus zu trennen, um Zeit zum leben zu gewinnen.

    Weißt Du eigentlich, wie Du jede „Wollmaus“ aus dem Haus vertreiben kannst?

    Öffne alle Fenster und Türen ganz weit, lass Wind und Sonne in alle Räume hinein, auf dass dann der Durchzug die „Wollmaus“ vertreibt 😉

    Ganz liebe Grüße,
    KaGo

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 10 Monate von  KaGo.
    Josefine
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1809

    Du hast sehr schön über das Loslassen geschrieben, liebe Heika!

    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 278

    Liebe Heika,
    deine Zeilen unterschreibe ich mit Links!!!!

    Liebe KaGo,
    mein Mann kam grad in die Wohnung und wunderte sich, weshalb es hier so kalt ist ;-). Aber immerhin, alle Wollmäuse sind weg 🙂

    Liebe Astrid,
    meine Vorschreiberinnen haben die Sache so schön geschildert, da schließe ich mich einfach an. Es hat aber auch bei mir lange gedauert, bis ich die nötige Gelassenheit verinnerlicht hatte.

    Liebe Grüße von
    Denkpositiv

    akascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 155

    Oh, so viel liebe Worte. Dabei hatte ich lange überlegt, ob ich das schreiben soll, weil ich mir irgendwie doof vorkam.

    Liebe Heika,
    Dein Text hat mich sehr berührt und hilft mir sehr.
    Eine regelmäßige Putzhilfe geht bei uns leider nicht, da mein Mann in Wechselschichten arbeitet und erst ca. eine Woche vorher weiß in welchen Schichten er arbeitet.
    Aber man kann sich ja mittlerweile auch immer mal wieder für einen Tag bei bestimmten Firmen Hilfe holen. Das werde ich gleich für nächste Woche machen. 😊

    Ja, das Loslassen und der eigene Anspruch…
    Ich habe wohl immer noch nicht akzeptiert, dass ich nicht alles so schaffe, als wenn ich gesund wäre.
    Stattdessen dass ich stolz auf mich bin, dass ich nun tatsächlich seit 4 Monaten schon wieder arbeite, will ich wieder zu viel. Und klar den Druck mache ich mir selbst.

    Danke Heika, deine Antwort hat mir noch einmal die Augen geöffnet und gezeigt was wichtig ist.
    Ich freue mich, dass du „ebenfalls“ so ein Goldstück als Mann an deiner Seite hast. Ich würde meinen auch nie wieder hergeben 😉

    Liebe KaGo,
    Dein Tipp ist Weltklasse, ich habe sehr geschmunzelt. Aber du hast ja so recht, genauso muss man es machen! 😊

    Im übrigen habe ich heute ein migränefreien Tag, wenn das kein Omen ist.😉

    Habt alle einen schönen Sonntagabend!

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 430

    Ich lach mich weg. Kälte anstelle von Wollmäusen, das hat was. 😉

    @akascha Vielleicht findet ihr ja eine recht flexible Putzhilfe, die nicht immer unbedingt zur gleichen Zeit kommen muss.
    Man könnte doch vielleicht die Tageszeit wöchentlich abstimmen?!

    LG Anna

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5456

    Das ist doch schön, dass wir uns gegenseitig gut tun! 🙂

    Als Schmerzpatient lebt man einfach ein anderes Leben, oft komme ich mir wie eine Außerirdische vor in meinem erweiterten persönlichen Umfeld. Nicht nur, dass die anderen in keiner Weise nachvollziehen können, wie schlecht es uns oft geht (denn, wenn sie uns zu Gesicht bekommen, geht es uns ja meist gut), wofür ich durchaus ein gewisses Verständnis habe. Doch wenn man sich die ach so großen „Sorgen“ der anderen betrachtet, tun sich da zwischen dem eigenen Leben und dem der anderen breite Gräben auf.
    Ich weiß, dass es bei anderen auch viel versteckte Not gibt, von der auch wir keine Ahnung haben, aber manchmal denke ich schon beim einfachen Blick von außen drauf: „Deine Sorgen möchte ich haben.“

    Gerade erst heute Morgen habe ich einen guten Spruch gelesen, der Autor ist mir nicht bekannt (im Internet fand ich „Kollegah“, weiß aber nicht, ob es stimmt):

    Du musst das tun,
    was die anderen nicht tun,
    um das zu schaffen,
    was die anderen nicht schaffen.

    Wir geplagte Schmerzpatienten kämpfen oft mit Minderwertigkeitsgefühlen, dass wir leider oft weniger tun können als andere, weniger schaffen als andere. Die Frage nach der Wichtigkeit und Wertigkeit ist jedoch alleine mit der Mengenangabe eines Schaffens keineswegs geklärt!

    So dürfen wir auch zusätzlich ermutigt sein, weil wir anderes können. Und das ist oft viel mehr als wir denken.
    Wir können anderen z.B. Blick dafür öffnen oder weiten, wie gut es ihnen geht und wie viel Grund zur Dankbarkeit sie haben. Wir können ihnen helfen, ihre (aus unserer Sicht oft aufgebauschten) Sorgen und Nöte zu relativieren. Ihnen mehr Tiefe ins Leben bringen. Nicht durch belehrende Worte, sondern einfach durch die Wahrnehmung unseres Lebens, das ist, wie es nun mal ist.

    Und wir können sie mit unserer Dankbarkeit und Freude und Lebenslust anstecken, wenn wir mal gute Tage oder gute Phasen haben, denn dann schäumen wir ja oft förmlich über. 🙂

    Und wir können überhaupt noch sooooo vieles mehr, das ist uns oft nur nicht bewusst, weil wir uns so stark mit unseren Defiziten beschäftigen. Und weil wir unseren Maßstab an dem „allgemein Üblichen“ ausrichten, und da können wir manchmal nur verlieren. Haben wir doch einfach den Mut, unsere Maßstäbe unseren körperlichen und psychischen Grenzen anzupassen, und wir werden mehr Freiheit, mehr Spielraum, mehr Möglichkeiten, mehr Zufriedenheit, mehr eigene Wertschätzung erleben.

    (P.S. Sorry nachträglich für die Rechtschreibfehler im vorigen Beitrag. Ich musste schnell los und man hat hier ja nur eine gewisse Zeit, in der man hier noch korrigieren kann. Doch unsere Gehirne sind ja zu großer Kompensation fähig. 😉 )

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 10 Monate von  heika.
    akascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 155

    Liebe Heika,

    Das hast du noch einmal toll in Worte gefasst!

    Gerade den Satz finde ich toll gesagt:
    „Haben wir doch einfach den Mut, unsere Maßstäbe unseren körperlichen und psychischen Grenzen anzupassen, und wir werden mehr Freiheit, mehr Spielraum, mehr Möglichkeiten, mehr Zufriedenheit, mehr eigene Wertschätzung erleben.“

    Ja, man lebt definitiv ein anderes Leben als Schmerzpatient.
    Als ich deinen Beitrag gelesen habe, ist mir auch noch einmal klar geworden, dass ich z.B. bestimmten Gesprächen aus dem Weg gehe.
    Z.B. Montags/Freitag in der Firma….ich versuche das Thema Wochenende zu vermeiden. Es tut mir doch immer etwas weh, wenn die anderen von ihren tollen gemachten/geplanten Ausflügen etc. erzählen. Da wird mir immer klar was ich nicht kann, ich muss mich z.B. öfters zwingen wenigstens mal jemanden anzurufen weil ich so kaputt bin und der Kopf dröhnt.

    Ich habe nun tatsächlich 2 migränefreie Tage hintereinander (keine Ahnung wann ich das zum letzen Mal hatte). 😁 Ich merke schon, dass es in langsamen kleinen Schritten besser wird.

    Heute dröhnt er wieder und mir ist wieder übel. Es ist noch nicht wirklich schlimm, aber der Kopf fühlt sich ein paar Kilo schwerer auf den Schultern an. Kennt ihr das? Als ob ein Sack Steine auf einem drauf liegt und man sich ersteinmal hochstemmen muss, bevor man irgendwas erledigt.

    Daher habe ich beschlossen den Abwasch heute komplett liegen zu lassen, obwohl ich morgen keine Zeit habe. Das ist doch schon mal ein Anfang, oder? 😉

    Liebe Grüße
    Astrid

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3945

    Liebe Astrid,
    ich bin im Moment richtig froh, dass du so ehrlich und offen von deinen Gedanken berichtet hast und damit so hilfreiche und wertvolle Beiträge angeregt hast.
    Da zehre ich auch von. So schön ist das, dass wir diese Gedanken teilen.
    Zu deinem Wochenendkummer habe ich mir überlegt:
    wie wäre es denn, wenn du genau so begeistert und froh von deinen Wochenendplänen berichtest. „Ich werde dieses Wochenende Füße-hochleg-Events haben – die ganze Zeit mit Nichtstun verbringen.“
    Ich wette, auch da werden einige Mitmenschen neidisch denken „Oh,das möchte ich auch einmal“.
    Es gibt so viele Leute, die sich das nicht trauen, weil Müßigang immer noch nach Faulsein riecht und verurteilt wird.
    Ich bin seit einem Jahr im Ruhestand und werde immer mal wieder gefragt, welchen Aktivitäten ich denn nun meine Zeit widme. Zuerst hatte ich auch immer das Gefühl, ein Versager zu sein, weil ich mich nicht in tausend Hobbies stürze oder allerlei Reisen unternehme. Inzwischen rede ich auch von meiner Füße-hochleg-Zeit und siehe da, „Ach, wie herrlich!“ kommt als Reaktion.
    Und dann gönne den Kollegen ihre Ausflüge und freue dich über ihre Freude mit. Das macht dich letztendlich auch glücklicher, als der Gedanke an Mangel und Verzicht.
    Es ist einfach so, wie es ist – ob es uns gefällt oder nicht.
    Alles Gute!
    alchemilla

    Jojo
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 330

    Liebe Astrid,

    Ich stimme meinen Vorschreiberinnen aus ganzem Herzen zu.

    Ich packe meine Wochenenden auch nicht mehr voll, sondern plane meine Erholungszeiten fest mit ein. Dann will ich niemanden sehen, nicht mal telefonieren. Mein Mann arbeitet eh Samstags, so dass ich „nur“ meine zwei Jungs bei mir habe, die dann aber meist ihren eigenen Beschäftigungen nachgehen.

    Ein Spaziergang, Musik hören, nähen, ein Buch lesen… all das genieße ich sehr, wenn ich alleine und still bin. Lebensqualität lässt sich nicht an Menschenmenge, Lärm, Tamtam usw festmachen 😉

    Ich finde das so gut ausgedrückt, dass Ruhe und Stille nicht notgedrungen mit „Mangel und Verzicht“ zu tun hat. Ich möchte diese stillen Momente der „Einsamkeit“ gar nicht mehr missen.

    Den Abwasch stehen zu lassen finde ich einen sehr guten Anfang 😉

    Ich habe auch so ein Goldstück von Mann, außerdem eine Putzhilfe, einen Saugroboter und null schlechtes Gewissen, mich auch mal bekochen zu lassen. Außerdem ist mir irgendwann unterwegs die Motivation abhanden gekommen, eine perfekte Hausfrau zu sein, haha!

    LG

    Jojo

    akascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 155

    Hallo ihr lieben,

    Danke für Eure lieben Mut-mach-Antworten.😊

    Ich gönne es anderen in der Regel schon, dass sie ihre Ausflüge machen können. So ist das nicht. Ich glaube, ich habe gerade seelisch wieder eine schlechtere Phase und dann bin ich empfindlicher. Das merke ich auch daran, dass ich zurzeit wieder schlechter schlafe und öfters mit Herzrasen aufwache und das Gefühl habe, ich bin den Anforderungen des Alltags nicht gewachsen (aufgrund der Dauerschmerzen).

    @Alchemilla, du hast vollkommen recht. Die Neid-Gedanken machen mich nur unglücklicher. Zumal ich selbst am Sonntag, dank meines neuen E-Bike, mit meinem Mann eine schöne Tour machen konnte.

    Heute hat es mich wieder ausgenockt, sodass ich trotz Triptan nicht arbeiten konnte und nicht von der Couch hochkomme. Die Schmerzen sind fast weg, aber ich fühle mich schwer wie Blei.

    Nächste Woche bin ich wieder bei meinem Neurologen. Ich hatte letzten Monat zwar tatsächlich mal 3 fast schmerzfreie Tage und sehe Fortschritte. Die Prophylaxe nehme ich nun schon fast 1 Jahr (seit Kiel), bzw. habe ich das Quetiapin seit Februar erhöht.
    Nun weiß ich nicht, ob ich noch weiter abwarten sollte (kann ich denn noch mehr erwarten?) oder ob doch nochmal ein Wechsel angesagt ist.

    Gleichzeitig bin ich am überlegen, ob ich mich noch einmal in Kiel anmelden soll. Macht das Sinn? Von wirklicher Lebensqualität bin ich noch weit entfernt.
    Hach, schon wieder so viele Fragen. Wahrscheinlich sollte ich einfach den Termin abwarten und schauen was mein Arzt sagt.

    Danke für Eure Geduld und dass ich hier meine Gedanken los werden kann.
    Das Forum ist so viel wert!!

    Liebe Grüße
    Astrid

    akascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 155

    Hallo Zusammen,

    Ich habe eine kurze Frage, konnte dazu hier nicht so richtig was finden.
    Bei meinem letzten Termin hatte ich mit meinem Arzt besprochen, das Candesartan zu erhöhen, da ich es gut vertrage. D.h. Von 16mg auf 20mg 1-0-0.
    Diese Dosis haut mich morgens nun doch um, sodass ich überlege sie ebenfalls abends zu nehmen oder aufzuteilen d.h. 16 mg morgens (wie vorher) und 4mg abends zum Trimipramin und Quetiapin.
    Hat da vielleicht jemand Erfahrung?

    Ich habe dadurch heute viel zu lange geschlafen,sodass ich nun gemeine Schmerzen habe, aber ich konnte einfach nicht wach bleiben…

    Danke & euch einen schönen frühlingshaften Sonntag (zumindest bei uns in Hamburg).🌞

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4473

    Liebe Astrid,

    wenn ich es wäre, dann würde ich einen Termin in Kiel machen. Du schreibst, dass du von wirklicher Lebensqualität noch entfernt bist. Weiter schreibst du , dass du aus Hamburg kommst. So gesehen ist es nach Kiel ja wirklich ein Katzensprung.

    Mit den Prophylaxemitteln kann man jonglieren. Manchmal kann es sinnvoll sein, eine andere Tageszeit zu wählen. Inwieweit es bei dir angesagt ist, mach ich nicht sagen. Wir sind hier alle nur Laien deshalb solltest du das mit deinem Arzt in Hamburg oder in Kiel besprechen.

    Alles Liebe
    Sternchen

    akascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 155

    Liebes Sternchen,

    Danke für deine Antwort.
    Ich habe gerade wieder einen Antrag gestellt zur nochmaligen stationären Einweisung.
    Mein Arzt befürwortet das.
    Prof. Göbel hatte mir den Arzt in Hamburg empfohlen und ich fühle mich da gut aufgehoben. Er arbeitet mit Kiel zusammen, ist sehr kompetent und unterstützt mich in jeder Hinsicht.

    Bezüglich Candesartan werde ich sonst nochmal mit meinem Arzt sprechen.

    So, nun ist es 3 Uhr…mal wieder eine schlechte Nacht. Das häuft sich gerade.
    Tja, morgen arbeiten oder wieder krank melden??? Manchmal bin ich richtig wütend, dass man arbeiten muss…

    Liebe Grüße, eure (schlaflose) Astrid.

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4473

    Liebe Astrid,

    wie gut, dass die ärztliche Situation bei dir ganz toll ist. Viele hier würden sich das so sehr wünschen.
    Ich kann dich gut verstehen. Jaaaa, und genau das kenne ich auch man kommt nicht hoch. Auch wenn der Kopf nicht schmerzt. Man denkt dann, wie soll ich den Arbeitstag morgen schaffen.

    Ich habe aufgehört mir diese Fragen im Voraus zu stellen. Ich entscheide wenn es nötig ist. Ich entscheide dann auch so wie es nötig ist. Wenn ich es geschafft habe, mich aufzuraffen, dann bin ich nachher richtig froh es getan zu haben. Auch das gibt mir ein positives Lebensgefühl.

    Natürlich habe ich dadurch keine bessere Migränesituation, und oft haben wir alle hier, auch eine längere Phase in der wir kraftlos -im wahrsten Sinne des Wortes- sind. Durch das Ändern meiner Gedanken habe ich eigentlich nichts verändert, und doch ist mein Gedankenpotential nicht mehr so negativ.Ich ärgere mich u.U. nur in dem Moment der Entscheidung. Meine Emotionen und meine Stimmung sind dadurch, für mich, deutlich besser.

    Ich wünsche dir alles Gute, hoffentlich konntest du mich ein wenig verstehen.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27490

    Liebe Astrid,

    Du hast einen Arzt, der sich kümmert, das ist so viel wert. Candesartan aufzuteilen ist sicher gar kein Problem. Teste es einfach mal, oft muss man individuell seinen Weg finden. Welche Dosis hast Du vom Trimipramin? Eventuell reicht sie nicht aus, wenn der Schlaf nicht gut ist. Ausreichend dosiert ist es ein super „Schlafmittel“. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    akascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 155

    Hallo Zusammen,

    Heute musste ich mich wieder krank melden. Es häuft sich mittlerweile, da ich wenig Kraft habe. Trotz 2 Tage Homeoffice. Heute könnte ich auch zu Hause arbeiten, aber dazu fehlt mir die Energie.

    Im August hatte ich wieder keinen schmerzfreien/migränefreien Tag. Mai, Juni, Juli war etwas besser. 1-3 Tage waren dabei.
    Morgen bekomme ich wieder Botox, hoffe auf eine Besserung.

    Ein Lichtblick: Im Juni habe ich die Zusage aus Kiel erhalten. Jetzt warte ich sehnlichst auf den Termin.
    Am liebsten würde ich im Moment wieder alles hinschmeißen und mich erst einmal wieder länger krank schreiben lassen, aber irgendwie traue ich mich nicht. Könnte auch nach hinten losgehen….Kündigung etc.
    Mein Schmerztherapeut wundert sich, dass ich so die Zähne zusammenbeiße und arbeite. Andererseits sagt er, es gibt natürlich Struktur und man hat eine Aufgabe und soziale Kontakte.
    Er würde mich aber krank schreiben, wenn ich es sage.

    Tja, ich drehe mich immer wieder im Kreis.

    Danke fürs zuhören (lesen).
    Liebe Grüße
    Astrid

    akascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 155

    So, habe heute die Notbremse gezogen.
    Nachdem ich versucht hatte zu arbeiten (Home Office) und gemerkt habe, dass ich schon damit überfordert bin Geschirr in die Spülmaschine zu stellen, habe ich mich krank gemeldet und bei meinem Neurologen angerufen.

    Morgen früh kann ich vorbeikommen und mich krank schreiben lassen.
    Ich habe heute nicht einmal so starke Schmerzen, nur stärkere Übelkeit, aber ich fühle mich unendlich erschöpft. Mir ist alles zu viel.

    Die ständigen Schmerzen machen jeden Tag so anstrengend und ich rutsche immer mehr in die Erschöpfung. Nach den Telefonaten musste ich erst einmal heulen, aber danach ging es etwas besser.
    Nun kommt immer wieder der Gedanke auf, ich soll mich nicht so anstellen….auch blöd.

    Ich hoffe, dass sich Kiel bald wegen eines Termins meldet.

    Das musste ich erst einmal wieder los werden und Danke, dass man hier jammern darf.

    Liebe Grüße
    Astrid

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27490

    Liebe Astrid,

    ist gut, dass Du Dich rausgenommen hast, manchmal muss man auch mal wieder in Ruhe Kraft schöpfen. Schnelle Besserung und sicher erhältst Du bald Nachricht aus Kiel. Aber weißt ja selbst, dass dort alle so dran sind wie Du und halt leider die Wartezeit lang ist.

    Liebe Grüße
    Bettina

    lili
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 224

    Liebe Astrid,
    ich fühle mich gerade so ähnlich. Gebe mir gerade noch diese Woche und wenn dann die Migräne nicht mal etwas Pause macht, dann werde ich nächste Woche vielleicht Notbremse ziehen. Will noch ein paar Sachen geschafft haben, damit die Pause dann auch eine Pause wird. Ich glaube manchmal ist das einfach notwendig.
    Ich wünsche dir, dass es dir gut damit geht und du etwas erholen kannst!
    Viele Grüße
    lili

    akascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 155

    Liebe Bettina,

    Danke für die lieben Worte.
    Ja, es ist die richtige Entscheidung gewesen, nur mein schlechtes Gewissen will es noch nicht richtig einsehen😉

    Mein Neurologe erzählte auch, dass er Notfallpatienten (Clusterpatienten) hat, die gerade am Abgrund stehen und für die versucht er schnellstmöglich einen Platz in Kiel zu bekommen.
    Mir tut das immer furchtbar leid, wenn ich das höre. Und es versteht sich natürlich von selbst, dass diese Patienten definitiv Vorrang haben.

    Ich bin froh, so einen engagierten Arzt an meiner Seite zu haben.

    Liebe Grüße
    Astrid

    akascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 155

    Liebe Lilli,

    Danke für deine Wünsche.
    Ich habe mir auch immer wieder eine Woche mehr gegeben, und noch eine und noch eine….wollte es nicht einsehen. Hatte doch 3 Wochen Urlaub im Juli und die letzte Septemberwoche dann wieder.

    Heute habe ich dann Angst bekommen, als ich gemerkt habe, dass ich zu gar nichts fähig bin.

    Übernehme dich aber nicht, mache nur das was auch wirklich wichtig ist.
    Manchmal ist gar nicht alles so wichtig, man denkt es nur häufig, weil man sich eh schon überfordert fühlt. So geht mir zumindest.

    Ich wünsche dir alles Gute und, dass du dich ebenfalls erholen kannst.

    Liebe Grüße
    Astrid

    susahund
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 134

    Liebe Astrid,
    mir geht es gerade ähnlich, 28 Anfälle pro Monat, obwohl ich theoretisch alles „richtig“ mache. Aber so ist das wohl mit der Migräne, sie ist manchmal eben trotzdem da und ich suche nicht mehr nach Gründen.
    Nach einer 9 wöchigen Medikamentenpause bis Mitte Juni diesen Jahres traue ich mich gerade auch nicht so richtig, wieder krank zu sein und nehme viel zu viele Tabletten. Das punktuelle Aushalten ohne Tabletten erschöpft mich dann letztendlich total und ist bei mir wohl auch nicht die Lösung, früher hat das manchmal geklappt, zwischendurch mal aushalten. Ich überlege auch schon, wie ich das jetzt weiter handhabe. In 3 Wochen habe ich endlich den ersehnten Termin bei meiner Neurologin.

    Nutze die Pause und versuche, garnicht über die Arbeit nachzudenken! Manchmal geht es nicht anders.
    Liebe Lilli, Du auch! Auch wenn ich mich gerade in der gleichen Phase befinde wie Du und mir immer noch eine Woche gebe….
    Ich wünsche Euch von Herzen wenigstens ein paar (und gerne auch viel mehr) migränefreie Tage, sie tun so unendlich gut, gell?

    Liebe Grüße
    Susahund

    akascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 155

    Hallo,

    Ich wollte nur mal kurz mitteilen, dass ich ab Montag in Kiel bin.
    Donnerstag kam ein Anruf, dass jemand abgesagt hat.
    Ich hatte ca. noch eine Woche vorher mit denen gesprochen und sie sagten mir, dass die Wartezeiten sich immer verschieben und hoffen, dass es dieses Jahr noch klappt.

    Ich bin sehr froh, dass es jetzt doch schnell los geht.
    Nun liege ich hier mit dickem Kopf und warte, dass das Triptan hilft. Dann muss ich zu Ende packen, da wir morgen schon los wollen, da mein Mann mich Montag nicht bringen kann.
    Ich übernachte dann in einem Gästezimmer und es ist am Montag dann auch viel entspannter.

    Viele liebe Grüße & ein schönes Wochenende
    Astrid

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