Mein persönlicher Schmerzverlauf

Mein persönlicher Schmerzverlauf

Bea – Vorstellung und Ratsuche

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  • Beatrice
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    Liebe Mitglieder,

    ich freue mich nun Teil dieses Forums bzw. dieser Gruppe zu sein und werde hier sicher noch viel lernen können, auch wenn ich, was das Thema Migräne und Kopfschmerzen angeht, leider schon lange betroffen bin.
    Ich hoffe, dass ihr vielleicht noch Ideen habt, was mir helfen könnte, oder wo es bei mir hakt. Oft haben Leute von außen einen ganz anderen Einblick und ich trete aktuell (wieder mal) auf der Stelle.
    Ich habe seit einem Unfall mit Schleudertrauma im Jahr 2009 chronische Spannungskopfschmerzen, damit ging es eigentlich los (vorher nie Migräne oder Kopfschmerzen, aber eine genetische Disposition durch Mutter und Großmutter). Das MRT zeigt eine instabile Halswirbelsäule, Abnutzungserscheinungen, Entzündungen und Wassereinlagerungen im Bereich der HWS. Mir wurde von einem Arzt eine Versteifung angeraten, vor der ich mich bisher aber scheue (ist auch nur eine Einzelmeinung).

    Meinen letzten schmerzfreien Tag hatte ich 2011.

    Ab 2012 kamen dann regelmäßige Migräneattacken zu den Spannungskopfschmerzen, erst immer nur während der Periode, dann auch während dem Eisprung, dann auch mal hier und mal da und irgendwann gar nicht mehr zuzuordnen. Leider entwickelte sich dann eine Endometriose, an der ich auch noch 2016 operiert werden musste. 2016 bin ich dann, ohne es zu merken, in die Scherzmittelabhängigkeit gerutscht. Die Schmerzen im Unterleib waren teils so heftig, dass ich es nur mit starken Medikamenten ausgehalten habe, dann die chronischen Kopfschmerzen, dazu die Migräne immer wieder und „nebenbei“ noch selbstständig und vollzeit berufstätig…

    Nach der Operation konnte ich die Medikamente für den Unterleib endlich wieder weglassen, aber habe immer mehr Thomapyrin Intensiv genommen. Irgendwann war ich bei einer Einnahme von 25 Tagen 2 Tabletten morgens. Mehr habe ich nicht genommen, also es wurde dann nicht auch nachmittags und abends, aber das hat sich die letzten 2,5 Jahre immer mehr und schleichend entwickelt. Das traurige daran ist, dass mein Schmerztherapeut und mein Neurologe genau wissen wie viel Thomapyrin Intensiv ich einnehme weil ich Rezepte benötigt habe um diese Mengen in meiner Apotheke überhaupt ausgehändigt zu bekommen. Das bedeutet, dass ich immer dachte ich nehme ja „nur“ Thomapyrin und „nur“ 2 Tabletten am Tag. Naja. Keiner hat mich darauf hingewiesen, dass das gefährlich, unverantwortlich und ein Riesenmist ist.
    Jedenfalls habe ich nun ab dem 25. Dezember 2018 das Thomapyrin abgesetzt und befinde mich seitdem quasi in einer Art Dauermigränezustand, der immer wieder stundenweise abflaut, den ich aber mit Eisbeuteln, doppelten Espressi, kleinen Spaziergängen und viel Schlaf, Meditation und vorsichtigem Yoga halbwegs im Griff habe. Ich habe mir überlegt, ob ich mir Cortison spritzen lassen soll, aber leider ist mein Hausarzt bis Montag noch im Urlaub :/
    Warum ich so viel Thomapyrin genommen habe liegt auch daran, dass mir jahrelang einfach kein anderes Schmerzmittel geholfen hat. Also weder die 1.500 mg Brausetabletten Aspirin, kein Ibuprofen, kein Naproxen und leider habe ich sowohl von Sumaptriptan als auch Rizatriptan Brustenge und starke Atembeschwerden bekommen, so dass ich dachte ich ersticke. Danach hatte ich immer Angst, noch ein anderes Triptan zu testen.

    Wisst ihr, ob diese Beschwerden dann bei allen Triptanen auftreten?

    Den Tipp mit den Thomapyrin habe ich bei uns hier im Schmerzzentrum von einer Ärztin bekommen, sie meinte, das ist das wirksamste Medikament – und bei mir hatte sie damit recht. Nur wo bin ich damit gelandet?

    Leider hatte ich mit Prophylaxen bisher auch keinen großen Erfolg. Pestwurz, Mutterkraut, Magnesium, die typischen Nährstoffmischungen, Botox, Betablocker und Amitriptylin waren bisher wirkungslos. Nun möchte ich dieses Jahr gerne Topiramat und Aimovig testen.

    Ich habe auch schon dutzende (leider alle in meinem Fall nutzlose) alternative Therapien getestet wie Kältekammer, Heilstollen, Neuraltherapie, Liebscher Bracht, Histaminarme Ernährung, Mikronährstofftherapien verschiedenster Art, TCM, Homöopathie etc. etc. Das einzige was ich gemerkt habe, das mir hilft, ist Eisbeutel, Koffein, Alkohol und Zucker meiden und regelmäßig schlafen.

    Ein Problem ist, dass meine Endometriose zurück zu kommen scheint. Noch sind die Schmerzen ohne Medikamente erträglich. Ich wurde nun künstlich in die Wechseljahre versetzt und bekomme eine Hormonersatztherapie (ich bin erst 33) in der Hoffnung, dass die Endometriose „austrocknet“, aber es kann sein, dass mir die Gebärmutter entfernt werden muss. Ich habe einfach Angst.

    Leider ist Stress bei mir ein sehr großer Trigger. Ich habe natürlich in den letzten zehn Jahren viel ausprobiert und auch viel dazugelernt. Wie oben schon erwähnt meditiere ich beispielsweise (täglich 40 Minuten), ich mache Yoga, bewege mich an der frischen Luft etc. Aber ich habe leider weder eine wirksame Prophylaxe noch ein wirklich wirksames Schmerzmedikament und nun ist mir auch noch klar geworden, dass ich selbst meine Situation die letzten 2 Jahre immer schlimmer gemacht habe und anschließend ja sicher auch kein Thomapyrin Intensiv mehr nehmen sollte, also auch nicht einmal mehr das bleibt.

    Und auch vor dem Thomapyrin war ich ja jahrelang keinen einzigen Tag schmerzfrei, ich weiß also einfach nicht was ich weiter noch tun kann.

    Habt ihr eine Idee oder einen Rat?
    Liebe Grüße,

    Bea

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27207

    Willkommen im Forum, liebe Bea. 🙂

    Deine Ärzte scheinen den MÜK (Medikamentenübergebrauchskopfschmerz) nicht zu kennen. Du musst das jetzt leider ausbaden. Wobei Du jetzt das einzig Richtige gemacht hast mit der Medikamentenpause. Vielleicht kannst Du Dir vom Vertretungsarzt Prednisolon als Tabletten verschreiben lassen, das macht die Pause etwas angenehmer. Mit Vomex könntest Du auch sedieren, wäre ebenso hilfreich.

    Hast Du Kinderwunsch? Wenn ja, würde ich mit der Gebärmutterentfernung auf jeden Fall noch warten. Mit Hormonen (auch mit der Pille) könnte man einiges versuchen und im besten Fall verbessern. Eine Pille, die durchgenommen wird, könnte sich auch positiv auf die Migräne auswirken.

    Wie lange hast Du die „sinnvollen“ Prophylaxen denn getestet? Man sollte ihnen gut drei Monate Zeit lassen und dann erst die Wirkung beurteilen.

    Wisst ihr, ob diese Beschwerden dann bei allen Triptanen auftreten?

    Nein, es gibt ganz sanfte Triptane (Allegro, Almotriptan, Naratriptan), unter denen diese Nebenwirkungen kaum auftreten. Überhaupt lassen die Nebenwirkungen in aller Regel nach bei längerem Einsatz. Diese Brustenge ist zwar unangenehm, aber ungefährlich. Versuche sie unbedingt erneut, da nichts besser wirkt.

    Wenn Du ambulant nicht mehr so wirklich weiterkommst, könntest Du auch mal über einen stationären Aufenthalt nachdenken.

    Thomapyrin führt als Kombinationsschmerzmittel schneller in einen MÜK als Monosubstanzen. Bei hochfrequenten Kopfschmerzen keinesfalls zu empfehlen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 15

    Hallo Bettina,

    vielen Dank für deine Antwort 🙂

    Es ist ärgerlich aber ich gebe mir die Schuld auch selbst – irgendwie habe ich schon gespürt, dass das nicht gut sein kann, aber von dem MÜK wusste ich nichts. Ich hatte eher immer Angst um meine Nieren und die Leber und habe das deswegen regelmäßig kontrollieren lassen…

    Prednisolon habe ich sogar zuhause, wenn es nun morgen auch nicht besser ist werde ich das nehmen, das ist eine sehr gute Idee. Vielen Dank!

    Die Triptane, die ich versucht habe, zeigten leider auch keine Wirkung, also sie konnten den Anfall nicht beenden. Ich werde hier aber auch nochmal ein bisschen experimentieren wenn die Schmerzmittelpause vorbei ist. Ich habe mir jetzt das freiverkäufliche von Dolortriptan gekauft und Ascotop verschreiben lassen. Dann sehe ich, ob ich hier weiterkomme.

    Amitriptylin habe ich ein halbes Jahr genommen aber das hat mir leider nicht geholfen, ich war nur sehr müde. Den Betablocker 4 Monate. Das Botox offen gestanden nur sehr kurz, nur einige wenige Anwendungen, aber danach hatte ich einen so dicken Nacken, dass ich jedes Mal dachte es wird jeden Moment gleich Migräne ausgelöst, das war ganz seltsam. Eventuell ist das aber nochmal einen Versuch wert. Magnesium nehme ich seit Jahren.

    Vor Topiramat hatte ich immer Respekt und bei Aimovig ist es einfach der Geldbeutel. Es ist noch nicht klar ob meine Kasse es übernimmt und privat könnte ich es mir zwar mal ein paar Monate leisten falls es mir überhaupt helfen sollte aber nicht ein Leben lang :/

    Ich versuche auch hier vor Ort einen guten Arzt zu finden, der sich mit Migräne richtig auskennt. Meistens fahre ich sehr weite Wege oder am Ende stellt sich heraus, dass es zwar sehr gute Neutologen sind aber ganz andere Fachgebiete haben etc. Ich habe leider keinen Arzt, der im Bereich Schmerzmittel/Prophylaxe richtig fit ist sondern eher Ärzte, die das alles für viel zu heftig halten und sich nicht gut auskennen. Da habe ich mich als Patientin leider auch immer recht schnell abhalten lassen wirksame Dinge zu testen weil die Ärzte erst noch Nahrungsmitteltests machen wollten etc etc und ich einfach immer gehofft habe es findet sich doch noch eine Ursache, die das alles beendet. Naja, ihr kennt das 😉

    Danke dir liebe Bettina und das mit der Gebärmutter hoffe ich auch nicht machen zu müssen – auch wenn Kinder für mich aufgrund der Schmerzen kein Thema sind.

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 15

    Hallo liebe Gruppe,

    ich mache aktuell eine Schmerzmittelpause weil ich jahrelang sicher Medikamentenmissbrauch betrieben habe ohne zu wissen, dass mich das noch tiefer reinreitet :/ Nun mache ich 8 Wochen Pause und stehe es bisher ganz gut durch.

    Meine (vielleicht etwas dumme?) Frage wäre, ob denn auch eine örtliche Betäubung beim Zahnarzt unter die Regel fällt oder ob ich bedenkenlos in dieser Zeit zum Zahnarzt gehen kann solange ich nur die Betäubung bekomme und keine Schmerzmittel?

    Liebe Grüße und danke für eure Hilfe!!

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27207

    Liebe Beatrice,

    lokale Anästhesie macht nichts aus, beeinträchtigt die Medikamentenpause auch nicht. Toll, dass Du die Pause so tapfer durchhältst. 🙂

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 15

    Vielen Dank Bettina für die schnelle Antwort, dann muss ich meinen Termin nicht absagen :))

    Ich berichte mal wie es mir dann nach der Pause ergangen ist!

    Ich hoffe ich darf noch weiter Fragen stellen falls ich nicht weiterkomme, ich habe leider immer noch keinen Arzt gefunden, die meisten, die ich abtelefoniert habe, haben direkt am Telefon gesagt, sie kennen sich mit Migräne nicht speziell aus. Ich suche weiter…

    Ein Problem ist auch Botox, das würde ich nach der Pause gerne noch einmal testen, es bietet hier in der Region aber kein Neurologe oder keine normale Klinik für Migräniker an. Ich habe nun einen Termin privat in einer Beauty Klinik, bei der die Ärztin sagte, sie behandelt auch Schmerzpatienten und kennt sich mit der Migräne-Botoxtherapie aus. Das geht dann aber auch nur vorübergehend bis ich einen Kassenarzt gefunden habe :/

    Mit dem Schmerz-Kompetenzzentrum schlechthin hier bei uns ums Eck, das auch von Kiel gelistet ist, habe ich leider schlechte Erfahrungen gemacht (nicht mit der Migräne, aus anderen Gründen), ich weiß noch nicht ob ich mich überwinden kann da nochmal hinzugehen :/

    Also vielen Dank und ganz liebe Grüße,
    Bea

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 3 Tagen von  Beatrice.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27207

    Liebe Beatrice,

    selbstverständlich kannst Du weitere Fragen stellen, dafür sind wir doch da. 🙂

    Ein Problem ist auch Botox, das würde ich nach der Pause gerne noch einmal testen, es bietet hier in der Region aber kein Neutologe oder keine normale Klinik für Migräniker an. Ich habe nun einen Termin privat in einer Beauty Klinik, bei der die Ärztin sagte, sie behandelt auch Schmerzpatienten und kennt sich mit der Migräne-Botoxtherapie aus. Das geht dann aber auch nur vorübergehend bis ich einen Kassenarzt gefunden habe :/

    Das würde ich an Deiner Stelle nicht machen, denn Botox ist Kassenleistung bei chronischer Migräne und sollte nicht vom Patienten selbst getragen werden. Telefoniere lieber noch ein wenig rum bei den Neurologen in Deiner Ecke. Sonst würde ich auch einen weiteren Weg in Kauf nehmen. Ist allemal günstiger als die Therapie selbst bezahlen zu müssen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 15

    Ja da hast du Recht, ich werde das nächste Woche nochmal angehen. Vielleicht kann mir die Kasse ja auch ein paar gelistete Ärzte nennen 🙂

    Danke!!

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 15

    Hallo liebe Gruppe,

    nun habe ich noch eine Frage… Ist es von der Wirkung her das gleiche, ob ich 2 x 250 mg Naproxen nehme oder 1 x 500? 250 mg habe ich nämlich zur Genüge daheim, 500 müsste ich erst besorgen (ist glaube ich ja rezeptpflichtig).

    Und ist eurer Erfahrung nach die triptanverlängernde Wirkung nur beim Naproxen oder ginge das auch mit Ibuprofen 600, das vertrage ich nämlich vom Magen besser.

    Vielen Dank und liebe Grüße,
    Bea

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 340

    Hallo Bea,

    ich nehme auch immer 2 Tabletten mit 250mg, das ist kein Problem.

    Mit Ibuprofen funktioniert das nicht, weil die Halbwertszeit zu kurz ist.
    Naproxen hat eine sehr lange Halbwertszeit und wirkt deshalb sehr lange.
    Ibuprofen wirkt nur recht kurz, deshalb kannst du damit auch keine Wirkung verlängern.

    LG Anna

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27207

    Ist es von der Wirkung her das gleiche, ob ich 2 x 250 mg Naproxen nehme oder 1 x 500? 250 mg habe ich nämlich zur Genüge daheim, 500 müsste ich erst besorgen (ist glaube ich ja rezeptpflichtig).

    Ja, ist gehüpft wie gesprungen. 🙂

    Und ist eurer Erfahrung nach die triptanverlängernde Wirkung nur beim Naproxen oder ginge das auch mit Ibuprofen 600, das vertrage ich nämlich vom Magen besser.

    Ibuprofen verlängert die Wirkung nicht, ist nach vier Stunden fast abgebaut. Macht daher keinen Sinn. Du könntest zu einem Triptan mit sehr langer Wirkung wechseln, oder Naproxen mit Magenschutz zusammen nehmen. Es gibt ein Produkt – Vimovo – das hat schon Magenschutz mit dabei.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 15

    Hallo Anna,

    vielen Dank, dann mache ich das so, dann brauche ich dafür kein extra Rezept 🙂

    Hallo Bettina,

    auch dir vielen Dank! Dass es Naproxen auch direkt mit Magenschutz gibt ist mir ganz neu, super! Das werde ich wenn es soweit ist dann testen.
    Ich versuche es dann mal nach meiner Pause.

    Liebe Grüße,
    Bea

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 15

    Hallo Bettina,

    ich wollte nur kurz berichten, dass ich nach schier zahllosen Telefonaten einen Neurologen mit Kassenzulassung, der die Botoxtherapie anbietet, gefunden habe!! Das ist wohl wirklich die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen. Ich freu mich sehr und Ende Februar darf ich mich dort vorstellen.

    Liebe Grüße,
    Bea

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27207

    Klasse Bea, freut mich sehr! 🙂

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 15

    Hallo liebe Gruppe,

    ich habe gestern Abend das erste mal ein Vomex Zäpchen genommen um eine Attacke besser auszuhalten (nehme gerade keine Medikamente)und außerdem besser einschlafen zu können, hat auch erst super geklappt und ich war angenehm schummerig und die Übelkeit war viel besser, ich bin sofort eingeschlafen.
    2 Stunden später aber bin ich dann aufgewacht mit solchen Darmkrämpfen, mir war so elend, ich kann es gar nicht beschreiben. Ich saß weinend auf der Toilette und dachte ich muss bald den Notarzt anrufen.
    Nach etwa 1 Stunde war der Spuk dann aber vorbei und ich konnte wieder ins Bett.
    Heute ist mein Darm und Magen etwas seltsam aber kein Vergleich, da ich so etwas in der Intensität noch nie hatte denke ich, es war das Zäpfchen, das ich nicht vertragen habe :/
    Kennt das jemand von euch?
    Und denkt ihr, ein neuer Versuch mit Tabletten statt Zäpfchen könnte noch etwas bringen?

    Liebe Grüße,
    Bea

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5334

    Liebe Bea,

    ich selber vertrage sowohl Vomex-Zäpfchen als auch Vomex-Tabletten sehr gut. Du solltest bedenken, dass die Zäpfchen 150mg haben, die Tabletten nur 50mg, das macht einen deutlichen Unterschied.

    Viele haben heftige Magen- und Darmprobleme während einer starken Attacke. Wenn du aber schon etliche Migräneattacken ohne diese Probleme und natürlich gleichzeitig ohne Schmerzmittel/Triptane durchgestanden hast und es jetzt nur bei der einmaligen Einnahme des Vomex-Zäpfchens auftrat, kann dies schon der Grund sein. Ich selber wäre experimentierfreudig genug, dennoch den Versuch mit der Tablette zu wagen. Vielleicht an einem Wochenende, damit ich am nächsten Tag nicht fit sein muss.

    Lieber Gruß
    Heika

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 354

    Liebe Bea,

    auch meinem Darm sind die Vomex-Zäpfchen nicht gut bekommen. Folge waren wie bei dir Darmkrämpfe, meist in sehr ausgeprägter Form, und Bauchschmerzen. Ich hatte dabei auch noch Stuhlgang, der in Schüben kam, hinterher war ich völlig erschöpft.

    Seither nehme ich Reisetabletten, die ich deutlich besser vertrage. Vorteilhaft empfinde ich, dass ich sie in warmem Wasser (im Glas oder im Mund) auflösen kann, und der Wirkstoff so schneller im Dünndarm ankommt. Damit erziele ich häufig einen schnelleren Wirkungseintritt.

    Ich glaube, dass auch oder eher die Zusammensetzung der Zäpfchen eine Rolle spielt. Als es „meine“ Indometacin-Zäpfchen von einer bestimmten Firma nicht mehr gab, bekam ich die einer anderen Firma in einer anderen Zusammensetzung. Und gegen die hat sich mein Darm ganz kräftig gewehrt!

    Richtig ist, dass es sich um denselben Wirkstoff handelt, aber ein Medikament enthält auch weitere Inhaltsstoffe, die Probleme machen KÖNNEN!

    Ich hoffe, du bist mutig und experimentierst etwas, um eine für dich optimale Lösung zu finden.

    Alles Gute
    Katrin

    Viva la Vida! 🍀

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 15

    Liebe Heika, liebe Katrin,

    vielen Dank für eure Antworten! ich bin sicher, dass es das Zäpfchen war, weil ich solche Schmerzen bisher nur ein einziges mal ähnlich hatte bei einem Infekt – aber ich habe keinen Infekt :/

    Ich werde hier mal noch etwas mit anderen Darreichungsformen/Marken rumprobieren aber diese Zäpfchen werde ich nicht mehr nehmen. Die Attacke ist zum Glück heute vorüber aber ich fühle mich wie ausgespuckt und dreimal vom Lastwagen überfahren. Naja, heute mache ich Home Office, das geht zum Glück! 🙂

    Ganz liebe Grüße,
    Bea

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27207

    Liebe Bea,

    versuche wirklich mal 50 mg Vomex, die wirken auch schon ausreichend stark. Ich hätte sowieso nie mit Zäpfchen gestartet, da sie die dreifache Menge der normalen Dosis mit 50 mg haben. Man sollte immer erst mal ganz klein einsteigen. 1. reicht oft eine kleinere Dosis aus und 2. sieht man so, wie man auf das Medikament reagiert.

    Also keine Angst vorm nächsten Mal, mit nur 50 mg als Tablette passiert das ganz sicher nicht. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 15

    Danke liebe Bettina, dann versuche ich es nochmal mit den Tabletten. Ich meine auch mich zu erinnern, dass ich sie schon einmal vor langer Zeit genommen und gut vertragen habe. Offengestanden habe ich gar nicht auf die mg-Anzahl geachtet, ich habe nur hier irgendwo das mit den Zäpfchen aufgeschnappt und wollte es ausprobieren – habe nie mit so etwas gerechnet 🙈

    Übrigens als kleine Info, ich war nun 9 Tage (!!!!) migränefrei. Ich weiß nicht wie viele Jahre es her ist, dass ich so eine lange spanne hatte. Die Medikamentenpause tut mir so gut und ich darf einfach nicht zu wütend auf meinen Neurologen sein, es bringt mich ja nicht weiter. Hätte mir vielleicht viel Leid ersparen könnnen und hoffe sehr, dass sich meine Rezeptoren wieder erholen.
    Ich bin gespannt, was ich Ende Februar für ein Fazit ziehe und ob es auch Einfluss hat auf meinen Spannungskopfschmerz.

    Liebe Grüße,
    Bea

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27207

    Liebe Bea,

    toll, dass Du so viele schmerzfreie Tage am Stück hattest. Das ist schon ein toller Erfolg und wird Dir auch langfristig gut tun.

    Auch auf den Spannungskopfschmerz hat so eine Medikamentenpause einen sehr positiven Effekt. Achte auch noch auf genug Ruhepausen, damit wirklich eine Erholung stattfinden kann. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

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