Collien2019 stellt sich vor (Migräne)

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    Collien2019 stellt sich vor

    Hallo,
    ich bin schon seit geraumer Zeit Mitleserin im headbook. Nun möchte ich mich auch aktiv beteiligen. Habe gerade eine horrible Migränenacht hinter mir und musste mich mal wieder damit abfinden, dass der so verhasste Anruf beim Chef zur Krankmeldung unausweichlich ist.

    Seit meinem 19. Lebensjahr leide ich an Migräne und anderen Kopfschmerzen. Mittlerweile bin ich 40. Das will eigentlich schon was heißen, denn mit 19 sagte ich noch: wenn das in zwei Jahren nicht weg ist, schmeiß ich mich vor`n Zug. Dabei war es damals im Vergleich zu heute verhältnismäßig harmlos. Aber das kennen bestimmt viele von euch. Man wächst mit den Aufgaben. In den 21 Jahren mit dem Dämon im Kopf hat sich die Schmerzwahrnehmung mehrfach verändert. Während es zu Beginn oft ein Mischmasch zwischen Migräne und anderen Kopfschmerzen war, ist es schon seit vielen Jahren viel definierter und für mich gut zu unterscheiden. Das macht auch die Wahl der Akutmedikation erfolgreicher.
    An Prophylaxe habe ich schon sehr viel durch, aber zum Glück noch nicht alles. Zuletzt habe ich Aimovig versucht. Leider erfolglos. Werde dazu an anderer Stelle noch mehr schreiben.

    Die beste Zeit hatte ich seit meinem letzten Aufenthalt in Kiel 2008. Ich war auf Venlafaxin und Trimipramin eingestellt und zwar sehr erfolgreich. Ich konnte einen beruflichen Aufstieg machen und wieder mit Sport beginnen, was die Jahre zuvor unmöglich war. Jegliches Ansteigen des Pulses führte unweigerlich zu Kopfschmerzen, die nicht von alleine aufhörten und oft in Migräne mündeten.

    Auch mit dieser Medikamenteneinstellung gab es immer mal wieder schlechte Phasen. Aber es kehrte immer wieder eine gewisse Stabilität zurück.

    Doch 2016 versagte das Venlafaxin leider komplett. Ich befand mich monatelang in einer Katastrophe aus Kopfschmerzen, Migräne und Panikzuständen. Es erfolgte eine Umstellung auf Sertralin, welches meinen psychischen Zustand relativ gut stabilisierte. Das Trimipramin nahm ich weiterhin, aber auch dessen Wirkung ließ kontinuierlich nach. Deshalb folgte der Entschluss, Aimovig auszuprobieren.

    Momentan bin ich (mal wieder) an dem Punkt, nicht zu wissen, ob und wie es weitergehen kann. Keine Kraft, keine Nerven, jedes Zucken an der Schläfe verursacht enorme Angst.

    So, das war ein kurzer Überblick zu meiner Person. Ich hoffe, dass ich hier wieder etwas Hoffnung schöpfen kann und andererseits mit meinen Erfahrungen auch anderen Hilfe bieten kann.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27484

    Willkommen im Headbook, liebe(r) Collien. 🙂

    Du hattest bereits gute Erfahrungen mit diversen Prophylaxen gemacht, diese können sich wiederholen. Entweder man startet nach einer gewissen Pause erneut mit den damals gut wirkenden Prophylaxen, oder man testet ganz neue. Da es Dir zur Zeit nicht gut geht, solltest Du Dir einen Ruck geben und erneut weitere Möglichkeiten ausprobieren.

    Führst Du einen Kopfschmerzkalender? Die Schmerzklinik bietet eine kostenlose „Migräne App“ für iOS und Android an.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Collien2019
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    Beitragsanzahl: 14

    Ja, die Migräne-App hat ihren festen Platz auf meinem Handy 😉 Allerdings trage ich ausschließlich die reinen Migränetage ein, da meistens nur die ein Schmerzmittel oder Triptan erfordern und die Übersicht ansonsten zu frustrierend für mich ist.
    Zur Zeit habe ich ca. 10 Migränetage pro Monat und 10-20 andere Kopfschmerztage.

    Ich werd die weitere Vorgehensweise mit meinem Neurologen besprechen. Bin eigentlich für alles offen. Viel schlimmer kann es zur Zeit kaum werden. Fühle mich, als komm ich um eine längere Krankschreibung nicht herum. Das macht mich ziemlich fertig.

    Gruß,
    Collien (w)

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4470

    Hallo Collien,

    wenn du schon stationär in der Schmerzklinik in Kiel warst, bist du ja auch schon sehr informiert über deine Krankheit.

    Es gibt immer noch einen Weg. Leider sind die medikamentösen Prophylaxen immer mit Versuchen verbunden. Aber es lohnt sich. Hattest du schon Botox? Bei chronischer Migräne wäre das noch eine Möglichkeit. Sollte ja vor Almovig auch probiert worden sein.

    Sprich mit deinem Neurologen darüber.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Collien2019
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 14

    Ja, Botox hatte ich schon. Zweimal. Einmal in meinem ersten Aufenthalt in Kiel 2005. Und dann nochmal ein paar Jahre später woanders.
    Ich werd mit meinem Neurologen sprechen. Ich vertraue ihm.
    Obwohl es mir grad richtig schlecht geht, bin ich momentan relativ optimistisch drauf. Ich hoffe, das bleibt so. So leidet es sich nämlich leichter. Ich halte mir vor Augen, wofür es sich zu kämpfen lohnt.
    Montag war ich nicht arbeiten. Gestern und heute war ich zwar da – aber mit sauviel zusammenreißen und direkt nach der Arbeit Triptan + Vomex + ab ins Bett.
    Morgen Abend ist eine Reitveranstaltung (K und K Cup) hier in Münster. Da freu ich mich schon seit Monaten drauf. Um die Chancen meiner Anwesenheit zu erhöhen, hab ich mir für morgen Urlaub genommen.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27484

    Um die Chancen meiner Anwesenheit zu erhöhen, hab ich mir für morgen Urlaub genommen.

    DAs war eine gute Idee, denn in schlechteren Zeiten muss man sich extra mal was gönnen. Jetzt schon viel Spaß bei der Veranstaltung. 🙂

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