Hallo,
wow, bin überwältigt, von den lieben Antworten. Schreibe leider erst jetzt zurück, da ich gestern morgen eine furchtbare Migräneattacke bekommen habe und nur noch liegen konnte. Hatte in den letzten zwei Wochen soviel Migräne, dass ich diesen Anfall ohne Triptane ausgehalten habe.
Kennt ihr das? Wenn man einen Anfall mal so aushält, ist es danach ein paar Tage wieder besser. Ist zwar die Hölle durch die man da geht, aber mir bringt das danach öfters Erleichterung. Heute ist es auch nicht viel besser, aber ich glaube, es liegt an diesem furchtbaren Sturm draußen.
@ Julia: Welche Prophylaxe nimmst Du?
So, nun noch ein bisschen zu mir.
Ich habe derzeit im Monat zwischen 7-10 Anfällen, die derzeit dann auch bis zu 3 Tage anhalten. Wobei ich immer nur die Tage zähle, an denen ich Triptane nehme.
Also, Kopfschmerztage habe ich über 10. Aber da ich ja schon einen MÜK hatte bin ich sehr vorsichtig mit der 10-Tage-Regel geworden. Derzeit nehme ich Sumatriptan 100. Hatte davor jahrelang AscoTop und Maxalt lingual. Jedoch sind die wohl ausgereizt. Helfen nicht mehr. Sumatriptan ist gerade das einzige Triptan, welches noch Wirkung zeigt.
Im Moment nehme ich gerade nichts ein zur Prophylaxe. Habe bis vor 3 Monaten Amlodipin probiert. Die Anfälle wurde dadurch zwar schwächer, aber häufiger. Musste es leider wieder absetzen, da der Triptanverbrauch dadurch auch anstieg.
Sonst habe ich bis jetzt Betablocker, Topamax probiert. Mein Neurologe meinte, dass die für mich in Frage kommenden medizinischen Prophylaxen durch wären?!
Habe in der Klinik jetzt von “Amitriptilin” (heißt das so) gehört. Zählt wohl zu den Antidepressiva. An so etwas hab ich mich bis jetzt noch nicht hingetraut.
Ansonsten hab ich mehrfach Akupunktur gemacht, Eigenbluttherapie, versch. Heilpraktiker (weiß nicht wie viel Kügelchen und Tröpfchen ich schon genommen habe
), Ostheopatie, geh regelmäßig zur Massage, etc. Muskelentspannung nach Jacobsen, Feldenkrais etc.
Habe sehr lange Migra 3 genommen. Hatte das Gefühl, dass es ein bisschen was gebracht hat. Jedoch nicht den Erfolg, den ich mir gewünscht hatte. Und mit derzeit einem Verdienst, war es doch dann sehr teuer auf Dauer.
Versuche jetzt wieder bisschen in die sportliche Richtung was zu machen. Hab dort in der Kur gute Ansätze bekommen (Walken, Schwimmen, etc.) und hoffe mal, dass ich dadurch auf Dauer die Attacken etwas eindämmen kann.
Meine Panikattacken hatte ich die letzten Jahre ziemlich gut im Griff. Seit meine Kleine auf der Welt ist, haben sie wieder zugenommen. Einfach durch das Gefühl, da ist jemand, um den du dich kümmern musst und funktionieren musst und wenn ich dann nachts schon merkte, die Migräne fängt an, und mein Mann aber am nächsten Tag nicht daheim bleiben konnte, wurden die Panikattacken schlimmer.
Wobei es sich jetzt durch die Kur wieder ein wenig gelegt hat. Aber die haben mir dort geraten, eine Gesprächs- Verhaltenstherapie anzufangen, damit die Attacken nicht mehr so häufig kommen.
Das Buch von Prof. Göbel kenne ich nicht, wie heißt das? Würde mich interessieren.
@Bettina. Ja, ich bin verbeamtet. Das war ja der harte Kampf in den letzten Jahren. Mein Geschäft sagte zu mir, mit dieser Krankheit werden wir sie nie verbeamten!!!! (kam mir vor, als hätte ich eine tötliche, ansteckende Krankheit). Hatte mich dann damals doch entschieden zu kämpfen und letztendlich hat es dann geklappt. Bin nun zwar froh drum, aber es war ein harter Weg, der mir viel abverlangt hat.
Zurück in den Beruf muss ich “eigentlich” noch nicht. Also, würden auch noch ein Jahr mit einem Verdienst um die Runden kommen. Meinen alten Chef gibt es nicht mehr bei uns und sonst hat sich auch ziemlich viel in der Führungsebene getan. Ich habe zwar Anspruch auf eine Stelle, aber nicht mehr auf meine. Die können mich überall hinversetzen als Beamtin.
Ich hätte evtl. die Möglichkeit dieses Jahr wieder für ein paar Stunden in meine alte Abteilung einzusteigen. und da ich ein “Gewohnheitstier” bin und dort einfach schon alles und jeden kenne und weiß was auf mich zukommt, sehe ich es evtl. als Chance wieder reinzukommen. Die Psychologin in der Klinik meinte, dass sie es sogar als positiv für meine Migräne sehe, da man dann wieder andere Aufgaben hat und anderst gefordert wird. Und manchmal frag ich mich echt abends, ob ich einen entspannteren Tag gehabt hätte, wenn ich heute einfach 8 Stunden gearbeitet hätte anstatt mich um meine kleine Hexe zu kümmern. 
Ich bin einfach hin und hergerissen. Auf der einen Seite denke ich mir, dann wär sie für ein paar Stunden im Kindergarten und ich hätte wieder eine andere kleine Aufgabe am Tag und wir hätten einen richtig festen Tagesablauf (was ja für die Migräne nicht schlecht wäre). Auf der anderen Seite hab ich ziemlich Angst davor, dass alles auf dir Reihe zu bekommen. Also, ich bin gerade hin und her gerissen. Hatte eigentlich nicht vor, wieder so früh zu arbeiten, aber habe Angst, dass ich die Chance wieder zurückzukommen nicht wahr nehme und sie mich dann evtl. in einem Jahr irgendwo hinstecken, wo es mir gar nicht gefällt und ich es dann bereue.
So, erstmal soviel zu mir.
Vielleicht könnt ihr mir ja noch andere Prophylaxen nennen, die euch etwas geholfen haben. Bin sehr offen für Neues.
Wünsche euch allen einen schönen, schmerzfreien Tag. Hoffe, der Sturm macht euch nicht so zu schaffen.
LG