Hey liebe Community, bin David, 28 Jahre alt, seit 12 Jahren Kopfschmerzen!

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  • David
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    Beitragsanzahl: 1

    Hey liebe Community,

    ich habe seit Jahren extreme Kopfschmerzen und leider habe ich in dieser Zeit zu der einen oder anderen Tablette immer gegriffen. Seit ca. 5 Jahren nehme ich fast täglich immer eine IBU 400. Die anderen bringen komischerweise nichts bei mir.

    Meine Kopfschmerzen beginnen oft links und ziehen sich über den ganzen Kopf und drücken sehr hart zusammen, meist kommen beide Adern bei der Schläfe raus.

    Als ich gestern Mittag bemerkte dass ich keine IBU mehr Zu Hause hatte, wurde es immer und immer schlimmer, so dass ich mir als Ziel gesetzt habe aufzuhören.
    Ich habe zur Zeit extreme drückende Kopfschmerzen, welche mich nicht in Ruhe lassen, es könnte bei mir von einer Medikamenten Abhängigkeit kommen, da ich jeden Tag immer eine IBU zu mir genommen habe damit es mir besser geht.

    Zusätzlich habe ich letzte Woche ein MRT gemacht dort ist als Diagnose rausgekommen:
    Aspekt einer chronisch polypösen Sinusitis maxillaris et ethmoidalis beidseots sowie chronisch entzündliche Affektion der rechten Stirnhöhle.

    Ich würde nun ungern eine OP machen wollen, da meine Mutter erst vor kurzem leider am Kopf bezüglich eines unheilbaren Tumors operiert wurde.

    Könnten die Medikamente welche ich seit Jahren nehme für die Diagnose zuständig sein.

    Gibt es unter Euch einige die mit den Medikamenten aufgehört haben und Tipps hätten wie ich diese Zeit durchstehen kann.

    Bin Selbstständig und Student so dass ich mir die Zeit selber einteilen kann. Wäre über jede so einzelne Antwort/Tipp sehr dankbar.

    Mit den besten Grüßen aus Hamburg
    David

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 82

    Hallo David,

    mir ging und geht es ein bisschen ähnlich wie Dir. Ich habe seit einem Schleudertrauma, das nicht besonders gut behandelt wurde, chronische Spannungskopfschmerzen, die sich ähnlich äußern wie bei dir. Ich habe sie auch seit rund 12 Jahren jeden Tag und habe, weil ich nicht gut aufgeklärte wurde, auch bis zu 25x im Monat Schmerzmittel genommen.

    Ende letzten Jahres habe ich dann das erste mal in meinem Leben vom „Medikamentenübergebrauchskopfschmerz“ gehört und war richtig geschockt. Meine Schmerzen sind im Lauf der Jahre nämlich immer diffuser geworden, immer häufiger auch Migräneattacken und oft morgens, bevor ich meine Tabletten genommen hatte, so ein Nebel- und Matschgefühl im Kopf, als wäre ich nicht ganz da. Auch Ibuprofen über lange Zeit eingenommen kann schon sehr heftige Nebenwirkungen haben.

    Ich habe dann ab Weihnachten rum für 6 Wochen eine Schmerzmittelpause gemacht. Eigentlich wollte ich 8 Wochen, aber eine Grippe hat diese Pläne durchkreuzt. Ich habe es mir so gelegt, dass ich auch etwas Urlaub hatte. Anfangs hat mein Körper sich richtig gewehrt dagegen, dass ich nichts mehr einnehme, ich hatte bis zu 4 Migräneattacken am Tag, immer für 1-2 Stunden. Dann hat es sich beruhigt.
    Dieses diffuse Gefühl ist nun weg, meine chronischen Kopfschmerzen sind leider immernoch da, aber oft leichter zu ertragen und meine Schmerzen sprechen jetzt auch eher mal an auf nichtmedikamentöse Maßnahmen, was vorher gar nicht mehr so richtig ging. Jetzt hab ich den Eindruck, ich habe es auch ohne Medikamente ganz gut im Griff – wenn ich auch leider trotzdem an etwa 50% meiner Tage zu starke Schmerzen habe, dass ich nicht das tun kann, was ich gerne möchte. Gut ist also anders, aber es ist trotzdem viel besser als vor der Pause.

    Mein Tipp für die Pause: Entspannen wo es nur geht (ich zum Beispiel meditiere täglich) am besten nichts erwarten, also nicht erwarten, dass in dieser Zeit besonders viel möglich ist, davon ausgehen, dass man viel liegen muss. Eisbeutel, Pfefferminzöl, Diazepam wenn es gar nicht mehr auszuhalten ist, damit man Schlafen kann. Manche nehmen Kortison ein für ein paar Tage wenn es nicht mehr auszuhalten ist, das habe ich aber nicht gemacht weil es zum Glück immer auch irgendwie ohne ging.

    Vomex kann Attacken auch mal lindern oder mildern habe ich hier gehört.
    Zudem an die frische Luft so oft es geht, etwas bewegen.

    Wenn ich es richtig verstehe, bist du nicht wirklich in Behandlung, oder?

    Liebe Grüße,
    Bea

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Tag, 3 Stunden von  Beatrice.
    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 369

    Hallo David,
    ich finde es toll, dass du nun deine Schmerzproblematik angehen willst!
    Besser wäre sicherlich sich professionelle Hilfe bei einem Neurologen mit Schwerpunkt Schmerztherapie zu suchen, damit du dich sicherer fühlst und möglicherweise Medikamente zur leichteren Durchführung einer längeren Medikamentenpause bekommst.
    Ich selbst habe mehrere Pausen (allerdings wegen Migräne) gemacht, anfangs ohne, in den letzten Jahren mit Kortison. Letzteres fand ich angenehmer. Aber ich weiß auch nicht, inwieweit man dies bei einer chronischen Sinusitis nehmen dürfte. Ich würde von außen betrachtet in jedem Fall diese Grunderkrankung behandeln lassen, notfalls auch mit OP, denn ein chronisches entzündliches Geschehen im Kopf , wenn es schon länger besteht, kann dich auch fertig machen und wenn es von allein nicht wegging bisher, kann möglicherweise auch noch anderes folgen.
    Du bist noch so jung und hast noch einiges zu stemmen im Leben, da kann ich nur zuraten!! Die Erkrankung deiner Mutter ist ja offensichtlich ein anderes Geschehen. Nun darfst du für DICH sorgen, das solltest du dir wert sein!!
    Ich habe einen Sohn in deinem Alter, dem würde ich dasselbe sagen, auch dass er auf mich keine Rücksicht nehmen soll. Vllt willst du an die OP deiner Mutter nicht erinnert werden oder wie bringst du euer beider Situationen in Zusammenhang? Das kann ich alles gut verstehen, doch manchmal muss man „einfach“ die Flucht nach vorn wagen.

    Alles Liebe für dich,
    Jasmin

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27484

    Hallo David und herzlich willkommen. 🙂

    Eine chronische Kieferhöhlenentzündung (ich nenne es mal allgemeinverständlich 😉 ) hat mit Migräne nichts zu tun. Möglich wäre aber ein sekundärer Kopfschmerz als Symptom der Entzündung. Das müsstest Du gesondert angehen.

    ich habe seit Jahren extreme Kopfschmerzen und leider habe ich in dieser Zeit zu der einen oder anderen Tablette immer gegriffen. Seit ca. 5 Jahren nehme ich fast täglich immer eine IBU 400. Die anderen bringen komischerweise nichts bei mir.

    Sind die extremen Kopfschmerzen Migräne, oder hast Du eine andere Diagnose erhalten? Du hast also mit der Zeit immer mehr Medikamente genommen und seit fünf Jahren fast täglich? Dass Du einen Medikamentenentzug/Medikamentenpause benötigst, ist Dir klar. Je früher, desto besser. Lass Dich begleiten und beraten vom Neurologen, dann kann so eine Pause mit Begleitmedikation auch zu Hause überstanden werden. Alleine solltest Du das nicht angehen, da wäre der Erfolg dieser Pause nicht sicher.

    Liebe Grüße
    Bettina

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