Mein persönlicher Schmerzverlauf

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Hoffnung auf Hilfe (Anne)

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    Beiträge
  • Anne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo,
    Ich leide schon seid 13 Jahren an Migräne, verschiedene Medis durch, regelmäßig beim Neurologen, unterschiedlich intensive Episoden. Ende letzten Jahren wurden die Attacken länger und intensiver bis sie via ASS iv durchbrochen werden mussten, sodass ich seit März Topiramat prophylaktisch nehme. Erstmal mit Erfolg, der letzte therapieresistente Status migraenosus war im Februar. Seither hatte ich 3 Attacken, die sich gut mit Sumatriptan und Ibuprofen behandeln liesen. Bis jetzt. Seit 4 Tagen Kopfschmerzen, keine Tablette hilft, der Arzt spritzte ASS iv ohne jede Wirkung, sah mich schon ganz ratlos an und verschrieb mir Novamintropfen. Ein Tropfen auf den heissen Stein. Ich weiß nicht mehr weiter.

    Jojo
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 273

    Hallo Anne,

    Novalgin kann dich auf jeden Fall jetzt da rausholen. Wichtig wäre auch, dass du dich ausruhst und Reize jeglicher Art vermeidest.

    Ist Topiramat deine erste Prophylaxe?

    Ich gehe davon aus, dass du chronische Migräne hast, da du eine Prophylaxe nimmst.

    Wie viele Schmerztage hattest du denn im Monat, bevor du mit Topiramat begonnen hast? Drei Anfälle seit März wäre dann ja ein super Erfolg.

    Wir raten hier immer dazu, falls nötig, das Triptan mit Naproxen zu kombinieren, da es länger wirkt als Ibuprofen.

    Wie genau hast du denn diesen Anfall behandelt? Du schreibst, dass keine Tablette geholfen hat. Vielleicht kann man deine Akutmedikation noch optimieren.

    Nimmst du schon vorbeugend Magnesium? Das kann auch gut helfen, genauso wie Magnesiumtütchen im Anfall.

    Jetzt aber erste gute Besserung!

    LG,

    Jojo

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3834

    Liebe Anne,

    es ist schlimm, wenn kein Ende in Sicht ist. Aber, es gibt diese endlosen Attacken.

    Schreib doch bitte einmal genau, was du wie genau nimmst.

    Ansonsten können wir hier nur vermuten und das hilft dir nicht wirklich weiter.

    Wenn es so ist, dass du seit Febr. „nur“ 3 Anfälle hattest, ist das auch für mich ein super Erfolg. Aber vielleicht ist es ja auch ein Mißverständnis.

    Alles Liebe
    Sternchen

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3834

    P.S.

    Es ist jetzt sicher nicht der richtige Zeitpunkt, dich zum Lesen zu ermuntern. Aber wenn es dir wieder besser geht, dann ließ doch bitte mal hier in den einzelnen Gruppen und unter „Migräne Wissen“ ein Link hier unten rechts in der Sidebar.

    Es hilft dir sicher. So manches Aha Erlebnis wird sich einstellen.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate, 3 Wochen von  sternchen.
    Anne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Ich hatte bis Februar 10-12 Kopfschmerz-Tage, daher wurde dann mit Topiramat angefangen. Dass ich seither nur 3 Attacken hatte, die gut auf die Akutmedi ansprachen, sehe ich auch als Erfolg und bleibe daher dabei. Habe früher bereits mit Biso prophylaxiert, war allerdings kontraindiziert bei der immer wieder notwendigen Hyperdesensibilisierung. Diese nicht endend wollende Episode habe ich mit 100mg sumatriptan und 400mg Ibu versucht, mäßiger Erfolg. Am nächsten Tag Suma100 + Ibu800 ohne Erfolg, wieder besseren Wissens abends nachgelegt. Nächster Tag gleiches Spiel. Gestern morgens und abends ASS1000mg iv ohne Erfolg, dann Novamintropfen. Bisher ohne Erfolg.
    Ich Pflege bereits einen gesunden Lebensstil, gehe zum Osteopathen, konnte die Attackenhäufigkeit erfolgreich verringern. Zu schaffen macht mir diese jetzt, die einfach kein Ende findet und resistent gegen alles zu sein scheint. Meine Hausärztin meint, ich soll zur Neuro-Ambulanz in die Uniklinik. Schön, wenn man kaum gerade aus schauen kann…

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4580

    Liebe Anne,

    ich weiß nicht genau, was du mit der Bemerkung „ein Tropfen auf den heißen Stein“ meinst. Hast du das Medi (Novaminsulfon) geholt, genommen und es hilft kaum? So habe ich es zumindest verstanden.

    Es bleibt dir immer noch Kortison. Ausreichend hoch dosiert kann es deinen Status beenden; es dauert nur manchmal ein wenig, da es nicht wie ein Akutmedikament einzusetzen ist, sondern den Entzündungsprozess im Gehirn reduziert, und das geht nicht innerhalb weniger Stunden.
    Bei Kortison auch immer an Magenschutz denken! Und Ruhe einhalten!

    Ich habe gerade eine ganze Woche Migräne am Stück „genossen“, teilweise auch nur mit bedingter Medi-Wirkung. Ich fühle da wirklich mit dir.

    Lieber Gruß
    Heika

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4580

    Jetzt haben sich unsere Beiträge gerade überschnitten.

    Du kannst auch mal ein anderes, noch stärker wirkendes Triptan versuchen.
    Oder du nimmst MCP oder Domperidon vor der Tabletteneinnahme ein. Manchmal liegt bei schweren Attacken die Magenperistaltik brach, dann wird das Triptan gar nicht richtig vom Magen aufgenommen. Sumatriptan als Spritze wäre in diesem Fall auch noch eine Option.

    Anne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Vielen Dank für die vielen Tipps! Jetzt muss ich aber mal fragen, habt ihr die verschiedenen Medikamente alle schon verschrieben bekommen und greifbar oder lauft ihr im Akutfall los zum Arzt? Das wäre ja was für den Neurologen und die Akutsprechstunde ist hier eine Zumutung, das überstehe ich im Leben nicht! Und einen Termin bekäme ich in einem halben Jahr.

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4580

    Ich habe meinem Hausarzt das Buch von Prof. Göbel „Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne“ geschenkt. 😉

    Mein Hausarzt verschreibt mir die Triptane und hat mir auch Kortison und Magenschutz verschrieben. Das lagert für Notfälle in meinem Schrank. Denn wenn der Notfall eingetreten ist, ist man bekanntlich froh um jede Strecke, die man nicht auf sich nehmen muss.

    Wobei du ja extrem wenig Attacken hast, Anne. Da brauchst du eigentlich keine üppigen Medikamentenreserven, doch für einen Notfall wie jetzt wäre es gut, was da zu haben.

    Ich bekomme bei meinem Hausarzt keine neuen Medis ohne persönliches Gespräch. Ich weiß nicht, wie das bei dir ist.
    Ansonsten bleibt dir wirklich noch die Krankenhausambulanz, doch auch da ist es ratsam, genau zu sagen, was einem bislang geholfen hat und was nicht. Nicht jeder Arzt ist beim Thema Migräne topfit. In einer neurologischen Ambulanz sollte das allerdings der Fall sein.

    Ich wünsche dir, dass es dir bald besser geht!

    Lieber Gruß
    Heika

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3834

    Liebe Anne,

    es wäre wirklich wichtig, dir hier unter Migränewissen die nötigen Informationen zu holen, damit du deinen Arzt auf die für dich passenden Medikamente ansprechen kannst.

    Das „Wissen“ ist ein ganz großer Baustein in der Migräneprophylaxe. Lt. Prof. Göbel, müssen wir unser eigener Anwalt werden. Um uns selbst gegen die Migräne zu schützen.

    Oft ist der Magendarmtrakt im Migränegeschehen so sehr betroffen, dass dort nix mehr läuft. Also die Medikamente, die du einnimmst auch nicht verteilt, bzw. vom Körper aufgenommen werden können.

    Dagegen kann man zu dem Triptan und der Ibuprofen, MCP einnehmen. Ich nehme alle 3 gleichzeitig. Hast du das mal versucht?

    Es gibt eine Reihe von Einnahmefehlern die ein optimales Wirken der Medikamente nicht möglich machen. Hier gilt es zu schaun, diese Fehler abzustellen.

    Wie gesagt, durch dein eigenes Wissen kannst du dir am besten helfen.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Anne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Meine Hausärztin verschrieb mir meine mirgänemedis ein paar mal, dann hieß es, es überstiege ihr Budget…demnach müsste ich für alles Neue eh zum Neurologen, dessen Akutsprechstunde wie erwähnt eine Zumutung ist und ein Termin wäre in einem halben Jahr zu bekommen. Aber zum Glück entdeckte ich dieses Forum hier.
    So, ich habe gelesen und recherchiert. Bin zur Apotheke und habe mir ein freiverkäufliches Almotriptan und Naproxen gekauft. MCP geht ohne Rezept leider nicht, aber die Darmperistaltik habe ich hoffentlich etwas durch meine Bewegung unterstützt ^^ ich hoffe das Beste. Wenn das jetzt auch nix nützt, ist der nächste Tag tatsächlich das Klinikum. Dank dem migräne-wissen weiß ich ja nun, was mich erwartet…
    ich danke euch allen vielmals!

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Willkommen im Headbook, liebe Anne. 🙂

    Der Hausarzt hat das Budget für die teuren Verschreibungen nicht, daher – und nicht nur aus diesem Grund – ist der Neurologe der richtige Ansprechpartner. Teste jetzt mal die freiverkäuflichen Triptane, damit kommst Du hoffentlich schon mal gut über die Runden. MCP oder Domperidon kann Dir ja mal der Hausarzt verschreiben, die sprengen sein Budget nicht.

    Sonst wäre auch noch Vomex einen Versuch wert.

    Gute und schnelle Besserung!

    Liebe Grüße
    Bettina

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4580

    Was auch noch helfen kann, liebe Anne, ist, dass man zum Triptan eine Kleinigkeit isst. Das regt ja die Magenperistaltik auf ganz normalem Weg an. Sofern das Essen überhaupt geht und der Schmerz nicht so stark ist, dass Übelkeit und Erbrechen das verhindern.

    Teure Migräne-Medis würde mir mein Hausarzt wahrscheinlich auch nicht dauerhaft verschreiben, weniger teure in größeren Mengen evtl. auch nicht. Bei meinem Triptan (Frovatriptan) muss ich für eine 12er-Packung fast 35,-€ zuzahlen. Da bleibt beim Kauf eh die Frage offen, wessen Budget stärker belastet wird, das des Arztes oder meines. 😉

    Wie Bettina oben gerade geschrieben hat, kann Vomex natürlich auch helfen. Ich nehme in einem Status, wenn kein Medi mehr hilft, für nachts die Zäpfchen mit 150 mg, die machen mich schön müde und helfen mir, auch bei Schmerzen wenigstens für ein paar Stündchen ein wenig wegzudämmern.

    Lieber Gruß
    Heika

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 139

    Hallo Anne,

    so wie Heika das schreibt, mache ich es auch immer.
    Ich nehme die Medis immer zum Essen, dann helfen sie mir am besten.

    Wenn ich aufwache und es ist bereits so schlimm, dass ich nichts mehr essen kann, dann bleibt auch kein Vomex mehr drin.
    Dann hilft bestenfalls noch die Kaugummiversion.
    Zäpfchen sind nicht so mein Ding. 😉

    LG Anna

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4580

    Zu oder nach einem ganz normalen Essen nehme ich mein sanftes Frovatriptan nicht, da dann die Wirkung erst deutlich später eintritt und manchmal auch nicht so gut ist.

    Wenn, dann esse ich wirklich nur eine Kleinigkeit dazu.

    Hält sich beim Einnehmen des Triptans die Übelkeit noch in Grenzen, nehme ich es auf nüchternen Magen und habe in der Regel eine gute Wirkung.

    Irgendwie kann ich es nach meiner langen Migränezeit inzwischen spüren, was in dieser Situation „dran“ ist.

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 139

    Nach dem Essen nehme ich es auch nicht.
    Dann liegt es oben drauf und die Wirkung verpufft.

    Im Gegenteil wenn ich denke, es geht noch ohne, ich esse dann und danach wird es schlimmer, dann brauch ich erst einmal nichts zu nehmen, dann wirkt es eh nicht.
    Deshalb überlege ich vor dem Essen, wie schlimm es ist und ob ich es noch ohne wagen kann.
    Denn wenn ich dann erst einmal gegessen habe, muss ich ca. 4h warten, bevor eine Einnahme Sinn macht.

    Ich nehme die Tablette vor dem eigentlichen Essen.
    Ich habe das Gefühl, dann wird sie von dem nachfolgenden Essen durchgeschoben.

    Überhaupt esse ich immer etwas hinter der Tablette her, weil ich das Gefühl habe, dass es etwas braucht, das die Tablette durchschiebt.
    Alle kennen schon mein „Migränekekse“, die ich für den Notfall immer dabei habe.

    LG Anna

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3834

    🙂 Genau so kann ich es auch bestätigen. 🙂

    Tabletten und gleichzeitg essen, geht gar nicht. Da brauche auch ich nichts zu nehmen.

    Hatte gestern schon gedacht, up´s, das ist bei mir total anders. Aber das hatte ich dann wohl falsch gelesen.

    Das meinte ich u.a. auch mit „Einnahmefehler“ in meinem vorherigen Beitrag. Jeder muß für sich da wohl seinen eigenen Weg finden.

    Lieber Gruß
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Ich konnte Triptane früher gut zum Essen nehmen, sie wirkten trotzdem. In den letzten Jahren geht das nicht mehr, muss sie nüchtern nehmen. Aber ich habe einen Trick: Wenn Migräne und Übelkeit bereits starten, versuche ich es mit Kohlenhydraten, Kaffee usw. Manchmal bekomme ich sie damit noch in den Griff. Wenn nicht, weiß ich, dass das orale Triptan keine Chance mehr hat, dann spritze ich und alles ist gut. 🙂

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