Ich kann JETZT nicht mehr (Sammmy,)

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  • Sammmy
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    Hallo ihr Mitleidenden,

    Ich hab hier in letzter Zeit viel mitgelesen und muss heute einfach mal meinen Frust losschreiben, vielleicht hat ja jemand noch ein bombigen Tipp.
    Ich hab Migräne seit ich mich erinnern kann, und das ist scheiße. Egal ob eine wichtige Klassenarbeit anstand oder man gemeinsam mit Freunden ins Freibad will. Migräne machts unmöglich. Ich hatte mich dran gewöhnt, tagelang im Bett bei völliger Dunkelheit dahinzuvegetieren, nichts zu essen und zu trinken, da ich nichts bei mir behalten kann und ab und zu meinen Kopf gegen die Wand zu deppern… es gab ja noch die guten Tage.

    Mittlerweile habe ich einen Mann mit viel Verständnis gefunden und ich wurde schwanger. Die besten neun Monate meines Lebens, denn ich hatte keine Migräne. War ich lustig, fröhlich und produktiv. Fünf Tage nach der Geburt fing es wieder an, seither steigert es sich von Monat zu Monat… im November hatte ich 12 Migräne Tage.

    Seit Sonntag leb ich wieder in der Hölle. Nichts mit Bett oder Medikamenten, ich hab doch meinen kleinen Engel und hier in der Nähe keine Unterstützung. Aber genau das geht nicht mehr. Ich war beim Neurologen, mal wieder, soll jetzt noch Biofeedback ausprobieren, Mitte Januar gehts los… und bis dahin?

    Ich kann JETZT nicht mehr. Es gibt wohl noch ein zwei Medikamente, die ich vor meiner Schwangerschaft noch nicht ausprobiert habe. Aber deswegen soll ich jetzt abstillen? Weil da vielleicht was hilft, obwohl bisher doch auch nichts half? Ich überlege sogar nochmal schwanger zu werden, mit der mageren Hoffnung, nochmal neun himmlische Monate erleben zu dürfen. Neun Monate in denen ich meinem kind gerecht werde. Das ist absurd, ich weiß, aber ich weiß nicht weiter. Es tut so weh. Mein Kind hat so eine Mama doch nicht verdient. Er ist so toll und ich bin so müde.

    Rosinante
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 358

    Liebe Sammmy,
    das hört sich wirklich schrecklich an.
    Wende dich an deinen Hausarzt und schildere die Situation, damit du erstmal
    eine Familienhelferin bekommst, oder ans Jugendamt, die ebenfalls helfen können.

    Schildere die dringliche Situation, dass keine familiäre Unterstützung in der Nähe ist.
    Ich habe in meiner Klasse einen Schüler, dessen Mutter chronisch krank ist ( Depression)
    und die seit Jahren eine Unterstützung VOM Jugendamt in der Familie haben. Das würde schon etwas Druck rausnehmen.

    Es wird dir sicher auch mal wieder besser gehen,aber deine Situation scheint dir jetzt aussichtslos, deshalb bestehe auf Hilfe.
    Liebe Grüße
    Rosinante

    Rosinante
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 358

    Liebe Sammmy,
    hast du einen guten Neurologen?

    Was nimmst du gegen die Anfälle?
    Da du ja schon länger mit liest kennst du sicher die Triptane.
    Nimmst du die?

    ich denke du müsstest dich medikamentös gut einstellen lassen.
    Das Ende der Fahnenstange ist sicher noch nicht erreicht.
    Wie alt ist dein Kind?
    Ich wünsche dir, dass es dir schnell besser geht.

    Liebe Grüße
    Rosinante

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4550

    Hallo Sammmy,

    herzlich willkommen hier im Forum. Deine Geschichte klingt wirklich furchtbar. Viele von uns hier kennen solche Zustände.

    Grundsätzlich stellt sich mir die Frage, warum bei dir keine Medikamente helfen. Bist du in wirklich guter kompetenter ärztlicher Betreuung?

    Schildere doch einmal genau, wie deine Attacken anfangen, wie der Verlauf ist, und was du dann genau dagegen tust. Welche Mittel du einnimmst. Wie oft bist du im Durchschnitt im Monat betroffen?

    Alles Liebe
    Sternchen

    • Diese Antwort wurde geändert vor 5 Monate, 1 Woche von  sternchen.
    Sammmy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Jugendamt ist immer so negativ behaftet… wenn die meinen, ich würde meinem Engel so nicht gerecht werden, was machen die denn dann? Er ist jetzt 7 Monate alt. Am Anfang wars ok mit der Migräne, jeder Monat wird aber heftiger. Mein lebensdurchschnitt sind 9 Migränetage im Monat, jeder 3. Tag. Meist fünf Tage mit Schmerzmitteln, wobei ich in der Stillzeit natürlich die Null anstrebe… was in ca. 60% hilft ist ibuprofen. Mehr ist grad auch nicht. Paracetamol hilft nur in ca 5%. Auf triptane hab ich reagiert, hab ca vier verschiedene ausprobiert, zwei ohne wirkung, eins wirkte toll, aber nach ein paar Stunden kamen die anfälle schlimmer zurück, auch wenn ich noch eine nahm. Und beim vierten triptan wurde mir ganz heiß und in der brust ganz eng und alles ganz komisch. Das brauch ich nie wieder. Nein ich hatte noch nie das Gefühl einen kompetenten Neurologen zu haben. Das klingt jetzt megaarrogant, aber ich hab irgendwie mehr Ahnung von dem Thema als die. Ich kann aber, va jetzt nicht mehr, nicht immer Stunden durch die Gegend gondeln und Experten aufsuchen, die dann doch keine sind. Also nimmt man halt den Neurologen in der nächsten Stadt. Ich hab auch schon betablocker probiert, die mich merkbar ausgebremst haben, aber an der Migräne nichts geändert haben. Magnesium dachte ich, würde die länge und häufigkeit reduzieren, tut es aber scheinbar nicht konsequent. Tens macht Migräne, ausdauersport auch.
    An stress liegts nicht. Ich hatte mal ein halbes jahr frei und echt null stress. Attacken genau gleich.
    Kühlskkus, nein eigentlich eisakkus aus dem Gefrierschrank, auf schläfe und stirn, das hilft ganz gut. So ins bett, mit einer Wärmflasche am bauch, das hilft ansatzweise.
    Ich hab schon so viel probiert, fragt ruhig, ich erinnere mich wenn ichs hör. Homöopathie, Akupunktur, novalgin, mcp, vitamin b2, d, koffein.
    Was ich echt nicht verstehe, ist, dass es in der Schwangerschaft so komplett weg war, da müsste man doch rausfinden können wieso und das nachahmen können. Und wieso ist es jetzt so schlimm wie in meinen schlimmsten zeiten?

    Ich spür schon wenn die Migräne kommt, auf einer seite. Meist bekomm ich sie dieses mal rechts, beim nächsten mal links, usw. es pocht und fühlt sich verspannt an am nacken und ohr und ich bin gereizt. Es breitet sich zur schläfe aus, pocht höllisch bei jeder Bewegung, bei lärm und licht, früher und neuerdings wurde mir übel, etwas schwindelig, will nur noch ins bett, bin mies gelaunt. Mein auge tut so weh, es drückt von dahinter, wird rot, geht kaum noch auf, tränt. Die nasenist verstopft. Irgendwann das ganze wieder rückwärts. Und wenns ganz mies ist, so wie im moment, dann hab ich ne halbe stunde pause und es beginnt das gleiche auf der anderen seite. Ich hab auch auren, aber ohne migräne. 20 minuten glitzer, danach alles prima. War noch nie mit Migräne danach. Ist ein entweder oder.

    Danke für eure netten antworten.

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5570

    Liebe Sammmy,

    es gibt tatsächlich isolierte Auren, auf die kein Kopfschmerz folgt. Das ist bei mir auch so, aber ich habe sie zum Glück selten.

    Eine Schwangerschaft ist eine außergewöhnliche Situation, in der man mehr auf sich achtet, gesünder lebt, sich eher Pausen gönnt; dazu kommt die hormonelle Umstellung. Viele berichten von migränefreien Schwangerschaften, manchmal allerdings auch erst nach 3 Monaten. Eine Schwangerschaft in allen Facetten kann man nicht „nachahmen“, das wäre sonst DAS Mittel schlechthin für unsere weiblichen Migräneköpfe. 🙂

    Hast du auf der anderen Seite auch das Problem mit dem schmerzenden, roten und tränenden Auge oder ist das nur einseitig?

    An deiner Stelle würde ich auf jeden Fall die anderen drei Triptane, die in deiner Liste noch fehlen, ausprobieren. Da dir auch sehr übel ist während der Attacken, ist es besonders wichtig, ein Triptan frühzeitig zu nehmen und evtl. mit einem Mittel wie MCP oder Domperidon dazu, falls deine Magen- und Darmperistaltik während einer Attacke lahm liegt. Dann kann das Triptan vom Körper nämlich gar nicht aufgenommen werden, auch wenn es ansonsten wirken würde.

    Magnesium senkt die Reizschwelle der Nervenzellen und unterstützt eher im Hintergrund. Damit machst du auf keinen Fall etwas falsch, auch wenn du bislang dadurch keine gravierenden positiven Veränderungen erfahren hast.

    Biofeedback ist eine Entspannungsmethode, bei der man lernt, wann Muskeln angespannt sind und wann entspannt. Ich würde dir raten, dies jetzt nicht als hoffnungsvollen Rettungsanker im Januar zu sehen in deiner akuten Verzweiflung. Die größte Hilfe wäre für dich eine gut wirksame Akutmedikation.

    Was dein Kind verdient hat? Eine wundervolle Mutter. Dich!
    Ja, du bist krank. Ja, du kannst nicht so umfassend für dein Kind da sein, wie du es dir wünschen würdest. Wie sehr ein Kind darunter leidet oder auch nicht, hängt viel davon ab, wie man mit dieser herausfordernden Thematik in der Familie umgeht. Man kann sein eigenes schlechtes Gewissen dem Kind aufladen, davor sollte man sich von Anfang an hüten. Deine Krankheit gehört einfach zu dir, eine Tatsache, die sich nicht ändern lässt.

    Ach, es gibt so viele gesunde Mütter, die sich nicht ausreichend um ihre Kinder kümmern möchten und andere Schwerpunkte in ihrem Leben gesetzt haben, eine Krankheit ist wirklich nicht entscheidend, ob man eine gute Mutter ist oder nicht. Dein Kind wird immer deine Liebe und dein Umsorgen spüren, das ist entscheidend für eine gesunde, seelische Entwicklung.

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 5 Monate, 1 Woche von  heika.
    Sammmy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Das mit dem auge ist „nur“ auf der seite, wo die Migräne ist.

    Mit den triptanen hab ich halt ein schlechtes Gefühl, da ich auf das eine so komisch reagiert habe. Und ich lese mal, dass es in der stillzeit nicht schlimm wäre das zu nehmen und dann wieder, dass ich die milch 12 Stunden danach abpumpen und wegwerfen soll (was sich echt nur leute ausdenken können, die noch nie was mit einem gestillten baby zu tun hatten…).

    Mit dem darm sprichst du was an. Ich hab immer auch magendarmprobleme bei der Migräne, egal ob ich Tabletten genommen habe oder nicht. Also Übelkeit, magengrummeln, durchfall. Gibts einen Unterschied zwischen mcp und domperidon?

    Deine schlussworte druck ich mir glaub aus und häng sie an den kühlschrank.

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5570

    Liebe Sammmy,

    welche Triptane hast du denn bisher ausprobiert? Es gibt 7 verschiedene Triptane, die in der Wirkdauer und Wirkstärke unterschiedlich sind. Wenn du auf eines komisch reagiert hast, war das vielleicht ein starkes Triptan, doch bei den schwachen ist das Nebenwirkungspotential deutlich niedriger. Ich nehme Allegro (Frovatriptan), das ist das sanfteste aller Triptane. Bei Imigran (Sumatriptan) hatte ich auch deutlich stärkere und vor allem sehr unangenehme Nebenwirkungen.

    Unter dem Punkt „Migränewissen“ hier rechts unten auf der Sidebar kannst du ausführliche Infos zu jedem einzelnen Triptan nachlesen. Mach dich doch da mal schlau, was zu dir passen könnte.

    Wegen der Unterscheidung von MCP und Domperidon weiß ich nicht mehr, als dass sie von den Patienten unterschiedlich gut vertragen werden. Die eine kommt mit MCP besser klar, die andere mit Domperidon. Beide jedoch regen die Magen- und Darmperistaltik an.

    Oha, sind meine Schlussworte denn so gewichtig? 😉 Scherz beiseite, es betrifft ja nicht nur das Muttersein, auch das Ehefrausein, das Freundinnensein, das Arbeitskolleginnensein, schlicht jeden Bereich in unserem Leben, wenn wir eine sehr einschränkende Erkrankung haben.

    Viele von uns plagen sich mit einem schlechten Gewissen herum, wenn man nicht so funktionieren kann, wie man gerne möchte. (Auch im Berufsleben sind krankheitsbedingte Ausfälle belastend für alle Seiten.)
    Doch gute Beziehungen halten so etwas aus, darauf dürfen wir vertrauen. Aushalten heißt ja nicht, dass andere das gut finden müssen oder es für sie kein Problem darstellt, doch es heißt, dass man bereit ist, diesen manchmal recht steinigen Weg mitzugehen, zu helfen, sich in Geduld und Flexibilität zu üben. Im Freundeskreis trennt sich durch so etwas die Spreu vom Weizen, und der Weizen reicht für uns 🙂 .

    Ein Gedanke hilft mir immer sehr gut: Ich selber würde das für andere ja auch leisten bzw. tue es bereits ganz praktisch. Hätte mein Mann morgen einen Unfall und wäre z.B. querschnittsgelähmt, würde das unseren Alltag zwar sehr verändern, doch nicht die positive Einstellung zueinander, die Beziehung an sich.

    Lieber Gruß
    Heika

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Willkommen liebe Sammmy. 🙂

    Dein kleiner Engel ist bereits sieben Monaten, so dass ich an Deiner Stelle abstillen würde. Ich hatte meine beiden sieben Monate gestillt, was laut Gynäkologen und Kinderärztin optimal war. Längeres Stillen hat keinen Benefit mehr für das Kind, daher würdest Du ihm auch nichts nehmen. Du leidest jetzt sehr und solltest Dich jetzt gut um dich kümmern. Das kommt ja letztlich dann auch Deinem Kind zugute.

    Wichtig sind natürlich auch Heikas Worte, dass die Liebe und die Sorge um Dein Kind alles sind, was Dein Kind braucht. 🙂 Also kein schlechtes Gewissen, denn Du bist ja eine liebende Mutter und das merkt der Kleine jeden Tag.

    Teste wirklich noch mal die Triptane, denn nichts wirkt besser bei Migräne. Aber man kann auch Fehler in der Anwendung machen. Nebenwirkungen lassen in aller Regel nach, wenn man sie länger nimmt.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Elfe
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 62

    Hallo liebe Sammmy,
    bitte denke jetzt nicht darüber nach gleich wieder schwanger zu werden (obwohl ich Babys ganz, ganz toll finde!), denn die zweite Schwangerschaft verläuft nicht unbedingt so wie die Erste. Ich hatte in der ersten Schwangerschaft auch den Himmel auf Erden ohne einen einzigen Migräneanfall und in der Zweiten war alles anders. Gerade in solch einem Erschöpfungszustand, wie du ihn beschreibst, ist es nicht gut in eine weitere Schwangerschaft zu starten.
    Mit dem Abstillen hat Bettina auf jeden Fall recht. Nach sieben Monaten hat das Baby alles bekommen, was es braucht. Es ist toll, dass du trotz Migräne so lange durchgehalten hast. Dadurch hast du eine gute emotionale Bindung zu deinem Kind aufgebaut, so dass es auch verkraften kann, wenn du durch die Schmerzen mal nicht zu 100% für deinen Spatz da sein kannst.
    Gegen die Übelkeit hilft mir immer am besten 1-3 Tabletten Vomex A 50mg. Das durfte ich sogar während meiner zweiten Schwangerschaft nehmen und dann auch in der Stillzeit.
    Ich wünsche dir eine baldige gute Besserung!

    Sammmy
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Ich wusste gar nicht, dass es nur sieben Triptane gibt und die sich so unterscheiden, danke für diesen Hinweis! Ich hab mich mal eingelesen und hätte jetzt rein von Lesen genau das Triptan gut gefunden, auf welches ich so negativ reagiert habe. So viel zum Thema Selbsteinschätzung… also probiert habe ich diese vier:
    Almogran: herzrasen, enge Brust, Migräne wie immer
    Maxalt: Migräne war nach 2 Stunden weg, kam nach 3 Stunden viel heftiger wieder. Nach noch einer Tablette war der Schmerz wieder weg und kam dann aber noch heftiger wieder, vier Tage lang…
    Relpax 40 mg: Migräne war nach 30 Minuten fast weg und kam nach 10 Stunden wieder. Nach erneuter Tablette wieder fast weg.
    Formigran: steht leider nur dabei, dass ich es genommen habe, nicht wie ich reagiert habe (ist viele Jahre her…)
    Sumatriptan: hat mir der Neurologe jetzt noch empfohlen, habe ich aber noch nicht genommen.
    Hm….

    Das mit den Freunden kann ich nur unterstreichen! Ist bei mir auch so. Ich hab zwar nicht viele Freunde, aber eben nur „Weizen“! Geht mit Migräne gar nicht anders… und mein Mann, der hat sogar auch Migräne und daher ein besonderes Verständnis, aber bei ihm ist das eher so ein zwei mal im Monat. Muss auch wirklich nicht öfter!

    Zum stillen hab ich eine andere Einstellung, sonst hätte ich das schon längst einfach gelassen. Ich hätte meinen Engel gern gestillt bis er ca. vier ist. Außer natürlich er mag vorher nicht mehr. Und ich musste mich sehr durchkämpfen, dass das stillen überhaupt geklappt hat (3 Monate Kampf, dann war es endlich normal und ohne Schmerz). Mir war und ist das einfach sehr wichtig. Ich glaube, stillen hat viel mehr Mehrwert als wir wissen, nicht nur Ernährungstechnisch, auch zu den Allergien, Krankheiten, der ganzen Mundkiefermotorik, zur Beruhigung und Nähe und und und…

    Dass dieser himmlische Effekt nur in der ersten Schwangerschaft auftritt, habe ich auch schonmal gelesen. Auch hier finde ich die im Prinzip nicht vorhandene Forschung dazu wieder sehr enttäuschend. Das kann ich mir noch gar nicht vorstellen wie das wäre, schwanger und Migräne. Hast du bei dir einen Unterschied festgestellt zwischen den Schwangerschaften? Irgendetwas das anders war und mit der Migräne zusammenhängen könnte? Ich finde das Thema superspannend (eigentlich, wenn die persönliche Betroffenheit nicht so groß wäre) und glaube, dass in der Richtung noch viel herausgefunden wird.

    Da mein Engel vor zwei Tagen beschlossen hat, keine Mittagsschläfchen mehr zu machen, komme ich nicht immer sofort zum antworten… gibt schlimmeres, Migräne zum Beispiel.

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 464

    Hallo Sammmy,

    Maxalt ist von Haus aus ein schnell aber kurz wirksames Triptan, aber du kannst die Wirkung mit Naproxen verlängern. Vielleicht versuchst du das einmal.

    Formigran ist ein sanftes Triptan und wirkt länger braucht aber auch länger bis es anfängt zu wirken.
    Deshalb nehme ich das nur, wenn ich auf den Wirkeintritt warten kann.

    LG Anna

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Liebe Sammmy,

    Relpax 40 mg: Migräne war nach 30 Minuten fast weg und kam nach 10 Stunden wieder. Nach erneuter Tablette wieder fast weg.

    Perfekt für lange Attacken und wirkt stark.

    Maxalt: Migräne war nach 2 Stunden weg, kam nach 3 Stunden viel heftiger wieder. Nach noch einer Tablette war der Schmerz wieder weg und kam dann aber noch heftiger wieder, vier Tage lang…

    Maxalt wirkt schnell, stark, aber nur kurz. Wenn man lange Attacken hat, nicht so gut geeignet.

    Sumatriptan hat manchmal die von Dir beschriebenen Nebenwirkungen. Wirkt auch stark, aber kurz.

    All diese Nebenwirkungen sind in aller Regel nicht gefährlich und nehmen im Laufe einer längeren Einnahme immer mehr ab. Ich merke gar nichts mehr – nur die Wirkung. 😉

    Das Stillen ist eine individuelle Entscheidung. Wenn es Dir wichtig ist mit dem langen Stillen, dann wünsche ich Dir, dass Du es auch umsetzen kannst. Dass die Therapie sich so schwieriger gestaltet, ist Dir klar.

    Mir ging es in der ersten Schwangerschaft sehr gut, in der zweiten gut. Damals hatte ich bis zum 5. Monat doch einige Attacken, danach hörten sie ganz auf.

    Liebe Grüße
    Bettina

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