Mein persönlicher Schmerzverlauf

Mein persönlicher Schmerzverlauf

Janosch stellt sich vor

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  • Janosch
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    Er sagt, um hier Bezug auf das MRT zu nehmen, er könne sich das nicht vorstellen, dass sich die Migräne bei mir so rapide verschlechtert hat (was sie aber eigentlich gar nicht hat, wenn im Kopfschmerzkalender gucke, nur haben sich die Tage, in denen ich nicht mehr konnte und mir die „Pausen“ gegönnt habe zugenommen.)
    Ich habe zudem auch das Gefühl, dass sich seit ich im Frebruar/März mit den Triptanen begonnen habe, etwas verändert hat.
    Die Anfälle mit Aura haben abgenommen und die Anfälle sind zunehmend ohne Vorboten wie Aura etc. gekommen. Eher habe ich bemerkt, dass es mir am Tag vor dem Anfall sehr schlecht ging, Schwindel, Übelkeit, Gereiztheit.

    Ich glaube, ich habe mich zu sehr an die Triptane gewöhnt, siehe Beitrag vom 19.10. um 13.03 Uhr.

    Ich merke, dass die enorme Anspannung bzgl. der ungewissen Situation, seit ich gestern klare Verhältnisse schaffen konnte, enorm nachlässt.
    Hatte auch ein super gutes Gespräch mit meinem Arbeitgeber.
    Fühle mich gerade angenehm „platt“.

    Leider sind die Kopfschmerzen noch da.
    Wie lange kann das dauern, bis sich das wieder einpendelt?
    Habe bislang noch nichts genommen.

    LG
    Janosch

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 26635

    Hallo Janosch,

    man gewöhnt sich nicht an Triptane, sie wirken immer gleich gut, wenn man nicht in den MÜK kommt und verstärken oder verändern auch die Migräne nicht.

    Hast Du mit Amitriptylin bereits gestartet? Wenn ja, kann sich recht schnell Entspannung und Besserung einstellen, sonst kann sich der Rebound-Kopfschmerz noch länger hinziehen und auch recht belasten.

    Die Migräne verändert sich immer wieder mal im Laufe des Lebens. Ob mit oder ohne Akutmedikation.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6963

    Hallo, lieber Janosch,

    ein Vorschlag als Vorbereitung auf den Aufenthalt in Kiel:
    Schreib dir doch mal immer sofort all deine Überlegungen, und vielleicht auch ein paar Fragen deiner Freundin, rund um Migräne und Kopfschmerzen einfach erstmal ganz ungeordnet auf, wie gerade z.B. die Frage, ob man sich an Triptane gewöhnt. Da kommt sicher eine ganze Menge an Gedanken zusammen. Dann, kurz bevor du hinfährst, gedanklich ordnen und eine Frageliste zusammenstellen. Das hat den ganz großen Vorteil, dass du all deine Fragen dann während deiner Zeit in Kiel „abarbeiten“ kannst, ohne dabei aus Angst, etwas nicht geklärt zu haben, Stress zu entwickeln.

    Alles Gute für den Aufenthalt in dieser wunderbaren Klinik,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 11 Monate von  Julia.
    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    So, Zwischenbericht aus Kiel.
    Bin jetzt seit 10 Tagen hier.
    Ich bin mehr als zufrieden, meine Erwartungen haben sich erfüllt.
    Hier wird dir zugehört, Du wirst ernst genommen, es wird sich um
    Dich gekümmert.

    Ich wußte gar nicht, dass ich so viel noch nicht über die Migräne wußte und
    noch so viele Dinge erfahren kann.
    Der Austausch mit den Mitpatienten hier ist so viel wert und baut einen
    in seiner eigenen Not so sehr auf. Es ist ein Geben und Nehmen.

    Ich habe noch eine ganze Woche vor mir und kann jetzt schon sagen, dass es
    sich gelohnt hat, hier her zu kommen.

    Hoffe ich kann aldas dan auch zu HAuse im Alltag umsetzen!

    LG aus Kiel
    janosch

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26635

    Hallo Janosch,

    ich freue mich sehr für Dich, dass Du Dich gut aufgehoben fühlst und zuversichtlich bist. So wie Dir geht es vielen in dieser Klinik. 🙂

    Weiter gute Zeit und viel Erfolg. Das Umsetzen im Alltag wird auch irgendwann klappen, dazu tauschen wir uns ja auch noch hier aus.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    Hallo, diesmal wieder aus dem Alltag!

    ich traue mich gar nicht das zu schreiben
    ABER
    ich bin seit dem 08.12.2017 aus Kiel zurück.
    Heute ist der 21.12.
    Ich schaue auf meinen Schmerzkalender und finde folgende Einträge:
    11.12 –> Spannungstyp
    17.12 –> Spannungstyp

    Es ist verrückt! So lange habe ich so lange nicht mehr Anfallsfrei sein können.
    Frage mich jetzt was ist anders?
    So genau weiß ich es nicht – das mitgebrachte Wissen, was mich „entspannter“
    mit der Thematik Migräne & Co umgehen läßt?
    Die vielleicht jetzt greifende Prophylaxe, das regelmäßige Magnesium?
    Wohl der „gesunde“ Mix aus all dem!
    Und das obwohl ich mich bewußt dem Alltag gestellt habe und mich nicht
    geschont habe – bis auf die täglichen Entspannungsübungen.

    (Heute habe ich meine berufliche Wiedereingliedrung für Februar eingereicht.
    Bin mir sehr unsicher, wie „fordernd“ oder auch nicht ich beim Wiedereingliederungsgespräch
    auftreten darf, soll, muß?
    Mein Bauch sagt „alles was geht rausholen“ denn es geht um mich und meine Zukunft.
    Wenn dem nicht wiedersprochen wird – dann was anderes suchen?
    Wie hoch soll ich pokern?)–> gibt es hier bereits andere Beiträge, dann klink ich mich da ein.

    Grüße aus MA
    Janosch

    Julia
    Teilnehmer
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    Hallo, lieber Janosch,

    was für ein wunderbarer und positiver Bericht! 😀 Ich freu mich für dich.

    Zur Wiedereingliederung kann ich dir leider gar nichts sagen, aber da wirst du sicher morgen noch Antworten bekommen.

    Mach unbedingt weiter so!
    Liebe Grüße,
    Julia

    Bettina Frank – Admin
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    Hallo Janosch,

    das sind wirklich wunderbare Nachrichten, freu mich grad eine Runde mit. 🙂

    Schau mal in diese Gruppe rein und lies ein wenig quer, das Thema Wiedereingliederung findet sich dort mehrfach: http://www.headbook.me/groups/berufstaetigkeit-und-migraene/forum/

    Weiter alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    Meine Prophylaxe(n)
    Jetzt bin ich mal wieder hier, beim Ursprungs-Thread.
    Ich hoffe, das jetzt passt hier rein, wenn nicht bitte passend verschieben.

    Als aktuelle Prophylaxe nehme ich Amioxid 30 mg.
    Momentan gem. Entlassbrief auf die Zieldosis von 75 mg aufdosiert.

    Nachdem ich Topiramat überhaupt nicht vertragen habe, Betablocker mich in den
    Winterschlaf versetzen war Amioxid gem. meinem früheren Neurologen „meine letzte
    Chance“.

    Ich habe das Gefühl, dass sich meine Attacken verändern, nicht mehr so „schlimm“ verlaufen
    und ja, die Frequenz geht runter.
    Ich nehme seit nun etwa 4 Wochen 75 mg Amioxid.

    Seit etwa dem Zeitpunkt, vielleicht sogar kurz davor haben sich bei mir deutliche Herzrythmusstörungen
    gezeigt, die auch nach wie vor anhalten.
    Der Hausarzt sieht das Übel dafür im Amioxid.

    Was nun, wenn das Amioxid „abgesetzt“ werden muss, so wie es der Hausarzt empfiehlt?
    Welche Möglichkeiten der Prophylaxe gibt es noch oder könnt ihr mir noch empfehlen?
    Ich bin gerade echt guter Dinge, das wäre fatal, wenn jetzt wieder alles von 0 anfängt.

    LG
    janosch

    Bettina Frank – Admin
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    Hallo Janosch,

    Der Hausarzt sieht das Übel dafür im Amioxid.

    Das sieht Dein Arzt richtig, aber Du könntest doch erst mal wieder zur niedrigeren Dosis zurück. Besprich das noch mal mit dem Arzt, denn eine geringere Dosis könnte helfen, die Nebenwirkungen treten aber nicht so zutage.

    Wenn Du doch absetzen musst, gäbe es eine große Auswahl weiterer Prophylaxen, die Du noch testen kannst. Es gäbe noch andere Betablocker (die man dann trotzdem gut vertragen kann), weitere Antidepressiva, Sartane, SSRIs usw.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    Liebe Bettina,

    danke.
    Ich muß hier an dieser Stelle wohl sagen, dass mein derzeitiger Schmerztherapeut dann nicht der richtige ist.
    „Ich kann medizinisch nichts weiter für Sie tun“.
    Das waren schon vor einigen Wochen seine Aussagen.
    Derzeit kämpfe ich allein. Er zeichnet brav alles ab was ich ihm sage und vorschlage aber das ist auch alles.
    Ich kann mich nicht weiter „alleine“ behandeln. Seine Praxis ist leider immer sehr voll und Zeit hat er nicht
    wirklich (für mich) um über Veränderungen etc. effektiv zu sprechen.
    Ich werde nun noch bis zur Wiedereingliederung im Oktober dort bleiben aber mir dann jemanden anderen suchen.

    Echt zu dumm, dass Migräne nicht „sichtbar“ ist.

    LG janosch

    Bettina Frank – Admin
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    Hallo Janosch,

    eventuell wirst Du doch mal wechseln müssen, wenn sich Dein Schmerztherapeut nicht so wirklich bemüht. Sieh Dich ruhig jetzt schon nach einem neuen Neurologen um und vereinbare schon mal einen Termin. Die Wartezeiten sind oft sehr lang.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    Nocheinmal zur Prophylaxe,

    Derzeit nehme ich Amioxid, war für knapp 4 Wochen auf 75mg.
    Jetzt haben sich (auch schon kurz vor der Dosiserhöhung von 60mg auf 75mg)
    störende „Herzstolperer“ eingestellt. Die sind zwar medizinisch gesehen nicht
    dramatisch aber machen mich wahnsinnig.
    Ich bin nun wieder bei 60mg Amioxid.
    Leider denke ich, dass ich recht weit runter gehen muss mit der Dosierung um die
    Stolperer weg zu bekommen.
    Jetzt habe ich 2 Fragen:
    1.Meint ihr, es reicht hier in 2Wochen-Schritten um jeweils 15mg runter zu gehen oder
    ist das zu schnell?
    2.Nach Betablockern und Topiramat sagt mein Arzt wäre das meine letzte Möglichkeit gewesen.
    Ich will da aber noch nicht aufgeben, da ich weiß dass es noch mehr gibt.
    Welche Prophlaxen kennt ihr noch bzw. was wird auch als Migräne-Prophylaxe geführt, damit
    mein Arzt einen Grund hat, das zu verschreiben?
    Ich denke gerade an Flunarizin.

    Für Anregungen bin ich sehr sehr dankbar.
    Bin gerade wieder mal ziemlich frustriert und down.

    UPDATE: Aktuell bin ich auf 45mg Amioxid runter. Extrasystolen werden besser.

    LG
    janosch

    Bettina Frank – Admin
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    Jasmin:

    „Hallo Janosch,
    die gute Nachricht: es gibt noch einige weitere Prophylaxe-Möglichkeiten, die in deiner kurzen Liste noch nicht vorkommen.
    Schau mal unter dem Link „Migränewissen“ auf der rechten Seite hier weiter unten, dort unter „Vorbeugung“. Ich selbst konnte Amitrypthillin (wie bei dir Aminoxid)nicht vertragen, habe dann andere Antidepressiva, die niedrig dosiert als Migräneprophylaxe eingesetzt werden können, ausprobiert. Es geht leider nicht anders als zu testen, weil keiner dir vorher ansehen kann, wie du reagierst. Da gibt es noch Venlafaxin, Opipramol, Trimipramin, Doxepin u.v.m. – zudem Sartane oder andere Mittel gegen Bluthochdruck, die günstig auf unsere GEfäße wirken können, also wirklich noch vieles.
    Es lohnt sich aber, nach einem Experten zu suchen, der sich mit den Mitteln auskennt.
    Ich denke, es werden noch andere hierzu antworten.
    Ich hoffe, ich konnte dir schon etwas weiterhelfen.
    Alles LIebe
    Jasmin“

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 26635

    Hallo Janosch,

    danke fürs Umsetzen. 🙂

    1.Meint ihr, es reicht hier in 2Wochen-Schritten um jeweils 15mg runter zu gehen oder
    ist das zu schnell?

    Bei manchen geht das gut, bei anderen nicht. Beobachte es selbst bei Dir, ob Du in diesem Tempo runtergehen kannst. Wenn sich Absetzsymptome einsetzen, gehe noch langsamer und noch geringer dosiert runter. Das geht gut mit Tropfen, die Du Dir für diesen Fall verschreiben lassen könntest.

    2.Nach Betablockern und Topiramat sagt mein Arzt wäre das meine letzte Möglichkeit gewesen.
    Ich will da aber noch nicht aufgeben, da ich weiß dass es noch mehr gibt.
    Welche Prophlaxen kennt ihr noch bzw. was wird auch als Migräne-Prophylaxe geführt, damit
    mein Arzt einen Grund hat, das zu verschreiben?
    Ich denke gerade an Flunarizin.

    Jasmin hat Dir schon einige genannt, es gibt eine große Bandbreite: Betabocker, Sartane, Kalziumkanalblocker, Antidepressiva, Antiepileptika, SSRIs …

    Aber vielleicht reicht ja eine niedrigere Dosierung des Amitriptylin auch aus und es ist dann auch gut verträglich.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Janosch
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    Danke für Eure Antweorten.

    Ich sage Euch mal, wie meine medikamentöse Situation derzeit aussieht:

    Seit meinem Aufenthalt in Kiel
    -600mg Magnesium,
    -Vitamin B12, täglich 400mg
    -Petadolex 50mg, je morgens und abends
    -Amioxid 30mg, aktuell von 70mg auf 60mg –> jetzt 45mg
    -Telmisartan 40mg, je morgens 1x

    Da ja Sartane auch als Prohylaxe genannt werden, überlege ich von 40mg morgens auf
    60mg zu erhöhen. Natürlich nur unter Kontrolle von Bludruck etc. aber was das angeht
    bin ich seit meiner Herzklappen OP „Profi“.
    Meint ihr das könnte Sinn machen oder eher nicht?

    –> Seit ich das Amioxid nehme, anfänglich mit 30mg, hat sich an der Attackenfrequenz nicht
    sehr viel verändert aber ich glaube zu merken, dass die einzelnen Attacken „besser verträglich sind“.
    –> Um jedoch wieder ins Berufsleben einsteigen zu können, ist es mein Ziel oder besser Wunsch
    von den derzeit 10-12 Schmerztagen noch einmal auf die Hälfte zu reduzieren.
    –> Da sich ja diesbezüglich bis heute wenig bewegt hat, denke ich über eine weitere Prophylaxe
    nach.
    Nachdem Betablocker und Topiramat nicht funktioniert haben (also ich es nicht vertragen habe),
    gehen meine Überlegungen jetzt Richtung Flunarizin.

    Wäre das in Kombination mit Amioxid und Sartanen möglich oder müssen dafür beide abgesetzt werden?

    Vielleicht aber hat ja hier jemand noch eine ganz andere Idee, für die ich mehr als dankbar wäre.

    Problem ist leider, dass mein derzeitiger Arzt/Schmerztherapeut mir hier nicht weiterhelfen kann aber
    letztlich das macht/verschreibt, was ihm vorschlage.
    Also habe ich leider derzeit keine Unterstützung, was die medikamentöse Vorbeugung angeht und bin auf
    mich allein gestellt.

    LG
    janosch

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 26635

    Hallo Janosch,

    Da ja Sartane auch als Prohylaxe genannt werden, überlege ich von 40mg morgens auf
    60mg zu erhöhen. Natürlich nur unter Kontrolle von Bludruck etc. aber was das angeht
    bin ich seit meiner Herzklappen OP „Profi“.
    Meint ihr das könnte Sinn machen oder eher nicht?

    Wäre möglich und könnte auch Sinn machen.

    Um jedoch wieder ins Berufsleben einsteigen zu können, ist es mein Ziel oder besser Wunsch
    von den derzeit 10-12 Schmerztagen noch einmal auf die Hälfte zu reduzieren.

    Eine Reduzierung um 50 % kann klappen, aber man sollte auch mit weniger zufrieden sein. Ist nämlich realistischer und man ist nicht enttäuscht. 😉

    Nachdem Betablocker und Topiramat nicht funktioniert haben (also ich es nicht vertragen habe),
    gehen meine Überlegungen jetzt Richtung Flunarizin.

    Wäre das in Kombination mit Amioxid und Sartanen möglich oder müssen dafür beide abgesetzt werden?

    Wenn Amioxid eh nicht so der „Burner“ ist und das Nebenwirkungsprofil für Dich belastend, würde ich das nicht unbedingt ewig weiterführen. Wenn Du Flunarizin überlegst, solltest Du es besser nicht als dritte Prophylaxe dazunehmen, daher dann lieber Amioxid langsam ausschleichen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    Wenn ich mich für das Flunarizin entscheide, dann hätte ich eh gedacht,
    dass dann das Amioxid wegfallen wird/muss.

    So wie ich das jetzt verstanden habe, könnte ich aber das Telmisartan weiterhin nehmen?
    Dann müßte ich mal abklären in wie weit sich die beiden zusammen vertragen.

    Gibt es Erfahreungen mit Flunarizin als Prophylaxe?
    Ist ja sicherlich nicht „umsonst“ als Prophylaxe der 1. Wahl geführt.

    Danke für die schnellen Antworten,

    Gruß aus Mannheim
    janosch

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 1 Woche von  Janosch.
    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    Ich habe jetzt mal in der Apotheke klären lassen, wie sich
    1. Telmisartan
    2. Amioxid
    und
    3. Flunarizin
    zueinander verhalten.
    Es gibt keine Anzeichen, dass die 3 Medikamente/Wirkstoffe bei gleichzeitiger
    Einnahme Wechselwirkungen miteinander haben.

    Meine Überlegung ist folgende:
    –> Amioxid 30mg / abends beibehalten, da es sich positiv meine Kopfschmerzen vom Spannungstyp auswirkt
    –> Telisartan 60 / morgens beibehalten, als Gefäßschutz und Migräneprophylaxe
    zusätzlich
    –> Flunarizin 5mg zusätzlich eindosieren als hauptsächliche Migräneprophylaxe (denke dann auch abends)

    Wäre dgegen etwas einzuwenden?

    Ich denke, ich habe im Oktober meine letzte Chance, meinen Arbeitsplatz zu erhalten.
    Das schaffe ich aber nicht mit, wie es aktuell noch aussieht, Schmerztagen (Migräne und Spannungskopfschmerzen)
    im 2stelligen Bereich.
    Ich schaffe schon knapp 10 aber muss für einen realistischen Start ins Arbeitsleben weiter runter.
    Ich weiß, das braucht Zeit und ich kann es nicht erzwingen.
    Aber es würde mir Hoffnung geben.

    LG aus Mannheim
    janosch

    Bettina Frank – Admin
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    Hallo Janosch,

    es sind unterschiedliche Substanzgruppen, die kombiniert werden können. Natürlich nur, wenn der Arzt es so anordnet und darüber Bescheid weiß.

    Ich denke, ich habe im Oktober meine letzte Chance, meinen Arbeitsplatz zu erhalten.

    Hast Du einen Schwerbehinderten-Ausweis? Er schützt Dich im Arbeitsleben, wäre daher sehr wichtig.

    Alles Gute und insgesamt schnelle Besserung!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    Danke, Bettina.

    Ohne die Zustimmung vom Arzt bekomme ich ja gar nicht die Rezepte.
    Natürlich lasse ich meinen Arzt und meine Ärzte daran teilhaben. 🙂

    Ja, die anerkannte Schwerbehinderung habe ich und diesbezüglich auch
    guten und engen Kontakt mit dem Integrationsamt bzw. dem Integratrionsfachdienst.

    Nächste Woche gibt es in dieser Runde ein erstes Gespräch, wie es weiter gehen kann
    und vorallem welche (Ver)änderungen oder Hilfen man mir anbieten kann um
    meine Arbeitswoche möglichst ausfallfrei zu meistern.
    Ich hoffe, dass ich in all den Gesprächen mit dem Integrationsfachdienst deutlich
    machen konnte, was für „uns Migränepatienten“ wichtig ist um nicht gleich wieder
    von einer Attacke in die Nächste zu laufen.
    Eben so, wie ich es Schritt für Schritt im Privatleben lernen und probieren muss.

    Um so wichtiger eine Prophylaxe die greift und rund ist.

    Bin gespannt was daraus wird…

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26635

    Ich drücke ganz fest die Daumen, dass alles gut läuft für Dich! 🙂

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    Täglich was Neues!
    Gestern teilt mir die Krankenkasse mit, nachdem man mich nach meiner Vorstellung beim MDK für gesund erklärt hatte („mir können Sie viel erzählen“ Zitat Arzt), dass eine weitere Prüfung laut Aktenlage ergeben hat, dass meine Erwerbsfähigkeit stark gefährdet ist. Ich kann da nur den Kopf schütteln – das ist genau das, was ich seit langem versuche allen klar zu machen. Aber gut.
    Jetzt soll ich natürlich über die Rentenversicherung eine Reha beantragen.
    Grundsätzlich spricht da nichts dagegen aber welche Reha-Einrichtung ist denn bitte spezialisiert auf Migräne und Kopfschmerzen?
    Alles andere macht in meinen Augen überhaupt keinen Sinn, zumal die Migräne und die übrigen Spannungskopfschmerzen unabhängig von Arbeit oder nicht Arbeit auftreten.
    Bin gespannt, was das nun wieder gibt.
    Vielleicht habe ich ja das Glück und das alles dauert so lange, dass bereits meine Wiedereingliederung läuft und wunderweise dort alles zu 100 klappt, wovon ich leider nicht ausgehe.

    Es gibt also immer was zu tun…
    …gut dass wir alle so fit sind und nichts anderes zu tun haben. 🙁

    Gruß aus Mannheim
    janosch

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26635

    Hallo Janosch,

    Grundsätzlich spricht da nichts dagegen aber welche Reha-Einrichtung ist denn bitte spezialisiert auf Migräne und Kopfschmerzen?

    Die Berolina Klinik in Löhne und die Schlossklinik in Bad Buchau kennen sich mit Migräne aus. Kenne beide nicht persönlich, aber sie werden immer wieder lobend von Patienten erwähnt. Wenn, dann da hin.

    Lass Dich nicht unterkriegen, ist oft ein längerer Weg.

    Liebe Grüße
    Bettina

    SteffiN
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    Hallo, ich hätte dazu eine kurze Frage: Unter welchen Umständen bzw. Bedingungen wird einem Migräne-Kranken eigentlich eine Reha verordnet? Hat man ein Anrecht darauf und wenn ja, bei wem beantragt man das? Generell fände ich sowas mal ganz interessant.

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    Hallo, ich hätte dazu eine kurze Frage: Unter welchen Umständen bzw. Bedingungen wird einem Migräne-Kranken eigentlich eine Reha verordnet? Hat man ein Anrecht darauf und wenn ja, bei wem beantragt man das? Generell fände ich sowas mal ganz interessant.

    Hey SteffiN,
    ich habe keine Ahnung.
    Ich denke, weil bei mir der MDK zum Ergebniss gekommen ist, dass mein momentaner Gesundheitsstatus bezogen auf die Migräne und die Kopfschmerzen vom Spannungstyp so aussieht, dass unter aktuellen Umständen ich nicht wirklich fähig bin zu arbeiten.
    Ich habe da nichts dergleichen angesprochen oder beantragt.
    Ich denke, dass die TK mir hier helfen möchte, da ich im Oktober fast meinen kompletten Anspruch auf Krankengeld ausgeschöpft habe.

    Zu der Sache mit der Reha/oder wie auch immer das in dem Gutachten formuliert sein wird:
    Gibt es auch die Möglichkeit hier nocheinmal nach Kiel zu kommen?
    Ich war ich echt gut aufgehoben und ich denke, da ich ja noch im Nachsorgeprogramm bin, wäre das doch alles andere als verkehrt, oder?

    Gruß aus Mannheim
    janosch

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate von  Janosch.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26635

    @ Steffi, Reha kommt meist ins Spiel, wenn es um die Begutachtung der Arbeitsfähigkeit geht. Wenn man Rente beantragt, muss auch immer erst eine Reha erfolgen.

    @ Janosch:

    Ich war ich echt gut aufgehoben und ich denke, da ich ja noch im Nachsorgeprogramm bin, wäre das doch alles andere als verkehrt, oder?

    Es gibt viele Dinge, die verkehrter wären. 😉

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    Hey Leute,
    wenn dann kommt alles auf einmal.

    War heute bei der Hausärztin.
    Die gute stellt sich absolut quer und wehrt wehement alles an Behandlung ab, was mit Migräne und co zu tun hat.
    Hier müsse ein Psychologe ran, meine Migräne wäre ein psychisches Problem.
    Ich sage da nun mal nichts zu.
    Nun gut also gibt es auch hier kein Flunarizin.

    Ab zum Schmerztherapeuten –
    Keine Aussage, Termin für den 01.08. bekommen.
    Dort darf ich dann wieder das Kunststück vollbringen, ihm in am Besten „minus 5 Minuten“ zu erklären, was ich vorhabe und warum.
    Heißt also „highspeed-Betteln“ um Medikamente.

    Ich verstehe das alles nicht mehr.
    Ich bin doch „nur“ krank und möchte Hilfe damit ich nicht gerade aus in den Abgrund laufe!
    Leider kann ich die Zielflagge schon sehen. 🙁

    @ Bettina: Danke!

    LG janosch

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate von  Janosch.
    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6963

    Hallo Janosch,

    auch wenn du jetzt ganz offenbar von deiner Hausärztin enttäuscht bist, ich finde ihre Entscheidung nachvollziehbar und sogar richtig, und auch wohl mal zu überdenken. Sicher, und das hat sie ja auch vielleicht nicht so gemeint, ist Migräne nicht psychischer Ursache, aber bei einer langen Migräneerkrankung können psychische Probleme dazukommen. Das geht ganz vielen Menschen so. Und dass sie da als HÄ nicht immer weiter auf die medikamentösen Wünsche des Patienten eingeht, ohne dass ein Fachman draufsieht, ist doch eigentlich ihre Pflicht und Verantwortung.
    Ich habe deinen ganzen Verlauf jetzt nicht durchkämmt, aber warst oder bist du denn schon in psychologischer Behandlung? Eventuell wäre da doch noch ein Ansatz zu finden, um wieder auf die Füße zu kommen. Wurde in Kiel dieser Aspekt nicht auch mal angesprochen von den dortigen Ärzten?

    Ich wünsche dir alles Gute,
    Julia

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    Hi Julia,

    grundsätzlich hast du natürlich recht.
    Aber auch macht der Ton die Musik und es kommt immer auch darauf an, wie
    man etwas jemandem mitteilt. Man muss die Hausärztin einfach kennen, im Grunde
    ist sie ja nicht schlecht – nur sehr eigen eben. Aber gut damit. Ich erreiche meine
    Ziele, das hat bislang immer gelkappt.
    Natürlich bringt eine langjährige chronische Schmerzerkrankung auch psychische Veränderungen
    mit sich – leider. Aber, zumindest sind das bei mir nicht die Auslöser oder Ursachen für die
    Migräne und Spannungskopfschmerzen. Soviel haben wir in Kiel herausgefunden.
    Ich glaube, dass es aktuell kaum etwas gibt, was ich noch nicht gemacht habe oder zumindest
    mich gedanklich mit befasst habe.
    Psychologische Unterstützung war das erste, worum ich mich nach Kiel im Januar gekümmert habe.
    Das finde ich ist einer der Wichtigsten Stützen in der Versorgung. Genau so wie die Anpassung
    und Veränderung des eigenen Lebensstils im Sinne der Erkrankung und natürlich eben auch eine
    gute Prophylaxe.
    Und genau um die kämpfe ich gerade. 🙂

    LG aus Mannheim
    janosch

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