Ich bin im Juli durch Zufall auf dieses Forum gestoßen (Gibt es Zufälle?). Seitdem habe ich bereits viel gelesen und auch schon die eine oder andere Frage gestellt und beantwortet bekommen. Nun möchte ich auch meine Geschichte “erzählen” , weil ich irgendwie heute das Gefühl habe, dass hier alle sehr offen miteinander umgehen und ich wie ein heimlicher Zugucker dabei bin. Seit vielen Jahren habe ich “nur” Spannungskopfschmerzen. Ich habe es geschoben auf “unstetes Leben” während des Studiums (viel Feiern, wenig Schlaf…), auf die Pille, auf emotionalen Stress und was man sonst noch so findet als Begründung. In diesem Jahr werde ich 48, mein Leben verläuft “in geordneten Bahnen”, die Pille nehme ich schon lange nicht mehr, mit Stress habe ich gelernt umzugehen, was geblieben ist, sind die Kopfschmerzen. Zwei Prophylaxeversuche mit Doxepin (2006) und Amitryptilin (2011) habe ich abgebrochen, vielleicht zu zeitig, aber ich hatte mit starken Nebenwirkungen zu kämpfen. Meine Kopfschmerzen beginnen immer im Nacken (der ist auch permanent verspannt) und ziehen dann langsam in den Hinterkopf und die Stirn. Seit 2005 habe ich ständig irgendwelche Entzündungen, mal im Oberarm, dann im Unterarm, im letzten Jahr in der Schulter und gerade jetzt im Fuß. Gefühlt für mich hängt das alles irgendwie zusammen. Geholfen haben mir manchmal Massage, manuelle Therapie, Osteopathie, craniosacrale Therapie, Akupunktur, “quaddeln” mit Procain und Traumeel und natürlich viele verschiedene Schmerztabletten. Eine relativ lange schmerzarme Zeit (ca 1,5 Jahre) hatte ich etwa vor 4 Jahren, da habe ich mit regelmäßiger Druckpunktmassage begonnen. (1x pro Woche 60 min, mache ich immer noch). Ich gehe regelmäßig zum Aqua-Fitness, mache Kieser-Training und jetzt neu Energy-Dance. Am Wochenende wandere ich oder fahre Rad. Fernsehen habe ich quasi aus meinem Leben verbannt, ich lese viel und höre gern klassische Musik. Das alles geht nur, weil mein Sohn erwachsen ist, vor zwei Jahren ausgezogen ist und ich einen Mann habe, der mich stark unterstützt, damit habe ich Zeit für mich zur Verfügung, ich habe auch kein Haus und keinen Garten, damit benötige ich auch in diesem Bereich wenig Zeit (gehe aber 40h pro Woche arbeiten…). Bewegung tut mir gut und meistens fühle ich mich dabei wohl. Seit November 2010 habe ich allerdings “Dauerkopfschmerzen”. Nach den Informationen die ich hier im Forum bekommen habe, brauche ich mich darüber nicht zu wundern, da ich seit dieser Zeit quasi dauerhaft Schmerzmittel einnehme. (Fibrex, Ibu 400 und 800, Diclofenac, Katadolon). Im August hat mir meine Ärztin die Einweisung für Kiel geschrieben, sie war erschrocken, wieviel Schmerzmittel ich einnehme, aber das habe ich mir bei den Fachärzten “zusammenbesorgt”. Ich habe die Zusage der Schmerzklinik zur Aufnahme und warte jetzt auf einen Termin. Das ist im Augenblick mein “Lichtblick”, ansonsten wüsste ich nicht so richtig wo ich ansetzen soll.
Schön, dass es dieses Forum gibt
Herzliche Grüße von Johanna