Johanna’s Geschichte

Ansicht von 30 Beiträgen - 1 bis 30 (von insgesamt 514)
  • Autor
    Beiträge
  • Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Ich bin im Juli durch Zufall auf dieses Forum gestoßen (Gibt es Zufälle?). Seitdem habe ich bereits viel gelesen und auch schon die eine oder andere Frage gestellt und beantwortet bekommen. Nun möchte ich auch meine Geschichte „erzählen“ , weil ich irgendwie heute das Gefühl habe, dass hier alle sehr offen miteinander umgehen und ich wie ein heimlicher Zugucker dabei bin. Seit vielen Jahren habe ich „nur“ Spannungskopfschmerzen. Ich habe es geschoben auf „unstetes Leben“ während des Studiums (viel Feiern, wenig Schlaf…), auf die Pille, auf emotionalen Stress und was man sonst noch so findet als Begründung. In diesem Jahr werde ich 48, mein Leben verläuft „in geordneten Bahnen“, die Pille nehme ich schon lange nicht mehr, mit Stress habe ich gelernt umzugehen, was geblieben ist, sind die Kopfschmerzen. Zwei Prophylaxeversuche mit Doxepin (2006) und Amitryptilin (2011) habe ich abgebrochen, vielleicht zu zeitig, aber ich hatte mit starken Nebenwirkungen zu kämpfen. Meine Kopfschmerzen beginnen immer im Nacken (der ist auch permanent verspannt) und ziehen dann langsam in den Hinterkopf und die Stirn. Seit 2005 habe ich ständig irgendwelche Entzündungen, mal im Oberarm, dann im Unterarm, im letzten Jahr in der Schulter und gerade jetzt im Fuß. Gefühlt für mich hängt das alles irgendwie zusammen. Geholfen haben mir manchmal Massage, manuelle Therapie, Osteopathie, craniosacrale Therapie, Akupunktur, „quaddeln“ mit Procain und Traumeel und natürlich viele verschiedene Schmerztabletten. Eine relativ lange schmerzarme Zeit (ca 1,5 Jahre) hatte ich etwa vor 4 Jahren, da habe ich mit regelmäßiger Druckpunktmassage begonnen. (1x pro Woche 60 min, mache ich immer noch). Ich gehe regelmäßig zum Aqua-Fitness, mache Kieser-Training und jetzt neu Energy-Dance. Am Wochenende wandere ich oder fahre Rad. Fernsehen habe ich quasi aus meinem Leben verbannt, ich lese viel und höre gern klassische Musik. Das alles geht nur, weil mein Sohn erwachsen ist, vor zwei Jahren ausgezogen ist und ich einen Mann habe, der mich stark unterstützt, damit habe ich Zeit für mich zur Verfügung, ich habe auch kein Haus und keinen Garten, damit benötige ich auch in diesem Bereich wenig Zeit (gehe aber 40h pro Woche arbeiten…). Bewegung tut mir gut und meistens fühle ich mich dabei wohl. Seit November 2010 habe ich allerdings „Dauerkopfschmerzen“. Nach den Informationen die ich hier im Forum bekommen habe, brauche ich mich darüber nicht zu wundern, da ich seit dieser Zeit quasi dauerhaft Schmerzmittel einnehme. (Fibrex, Ibu 400 und 800, Diclofenac, Katadolon). Im August hat mir meine Ärztin die Einweisung für Kiel geschrieben, sie war erschrocken, wieviel Schmerzmittel ich einnehme, aber das habe ich mir bei den Fachärzten „zusammenbesorgt“. Ich habe die Zusage der Schmerzklinik zur Aufnahme und warte jetzt auf einen Termin. Das ist im Augenblick mein „Lichtblick“, ansonsten wüsste ich nicht so richtig wo ich ansetzen soll.
    Schön, dass es dieses Forum gibt
    Herzliche Grüße von Johanna

    kerka68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 79

    Hallo Johanna!
    In Kiel wird man dir sicher weiterhelfen.Die 2 Wochen die ich mit meinem Sohn dort war vergingen wie im Fluge. Ich wünsche dir das du bald einen Termin dort bekommst.
    LG
    Kerstin

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Liebe Johanna,

    ich habe Deinen Beitrag hier tatsächlich übersehen, tut mir leid. Aber an anderer Stelle hatten wir ja schon Kontakt.

    Hast Du inzwischen schon den Termin von der Schmerzklinik erhalten? Ganz sicher wird man Dir dort helfen können, da die Klinik spezialisiert ist und wirklich jede Art von Kopfschmerz kennt. Selbst machst Du ja eh schon alles richtig und mit der fachmännischen Unterstützung aus der Klinik wirst Du sicher alles in bessere Bahnen lenken können.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Liebe Bettina, danke für die „nochmalige Begrüßung“. Ich bin heute aus dem Urlaub zurückgekehrt (10 Tage Wohnmobil an der Schlei, Natur pur und herrliches Wetter) und hatte den Brief mit dem Aufnahmetermin von Kiel in der Post. Es ist der 15. November. Ich bin sehr froh darüber und ziemlich zuversichtlich. LG

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Liebe Johanna,

    freut micht, dass Du einen schönen Urlaub hattest und nun auch schon Deinen Aufnahmetermin für Kiel. Erhol Dich gut und wasche nicht die gesamte Wäsche an einem Tag. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Ronja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 970

    Liebe Johanna,

    nachträglich auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum!
    Jetzt ist die Zeit gekommen, dass du dich um dich kümmerst – das finde ich sehr gut. Letztes Jahr war ich auch in Kiel in der Schmerzklinik. Es tut sehr gut, sich 2 Wochen lang um nichts anderes als um sich selbst zu kümmern und die Familie, die Arbeit mal hinter sich lassen!
    Was ist Druckpunktmassage? Warum machst du das nicht weiterhin, wenn es dir so gut geholfen hat?
    Also ich mache am Wochenende meist Haushalt, die Woche über arbeite ich, letztes Wochenende war ich unterwegs und habe alles liegenlassen, die Arbeit habe ich bis heute nicht aufgeholt. Wie du das schaffst, am Wochenende so viele Aktivitäten zu starten, das kriege ich nicht hin, das ist ganz bewundernswert. Fernsehen mache ich auch schon seit Jahren nicht mehr. Da verpassen wir, glaube ich, nicht besonders viel.
    Welche Nebenwirkungen hattest du mit dem Amitriptyin und beim Doxepin, dass du es abgesetzt hattest? Ich vertrage das Doxepin ganz gut, bis auf Gewichtszunahme und Müdigkeit. Das Doxepin ist im Prinzip bisher die einzige Propyhalxe, die mir wenigstens einige Monate lang geholfen hat.

    Herzliche Grüße
    Ronja

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Liebe Ronja, ich gehe immer noch einmal wöchentlich zur Massage, mein Masseur „nannte“ diese zu Beginn „unserer Zeit“ spezielle Druckpunktmassage, er hat damit geworben, dass er es schafft, schon nach 60 min die Kopfschmerzen in den Griff zu bekommen, ich habe nur gedacht, das wollen wir doch mal sehen…. Es ist eine Kombination aus Yin-Yang Massage, Akkupressur, TU-INA und was ihm noch so einfällt.
    Nach einer Behandlung war natürlich nichts weg, aber es fühlte sich gut an. Wie er diese Massage heute nennt, weiß ich gar nicht, er macht das meist so wie es kommt. Ich fühle mich immer noch wohl bei ihm, aber es bringt eben zur Zeit für den Kopf nichts. Nebenwirkungen beim Doxepin waren extreme Müdigkeit, sofort zu Beginn und später dann Persönlichkeitsveränderungen, ich wurde aufbrausend und aggressiv. Beim Amitryptilin ebenfalls totale Müdigkeit und im weiteren Verlauf Konzentrationsprobleme und Wortfindungsstörungen. Das hat mich sehr belastet. Wobei ich mich manchmal frage ob ich nicht zu früh aufgegeben habe. Dazu kommt auch, dass ich Psychopharmaka eigentlich ablehne. Mit meinem Gewicht habe ich immer zu kämpfen, da konnte ich nichts feststellen…
    Nun noch zur Frage Zeit, ich bin ein sehr strukturierter Mensch (alllerdings ist das sicher auch eins meiner Probleme :-)). Wie oben schon geschrieben, habe ich weder Haus noch Garten. Mein Sohn ist ausgezogen, meine Familie lebt in anderen Städten. Meine Verpflichtungen beschränken sich damit auf Arbeit, „Verwaltung des Lebens“ und ein bisschen Haushalt, bei dem hilft mir auch noch mein Mann. Seit mehreren Jahren habe ich einmal in der Woche eine Hilfe im Haushalt, die managt das Putzen inkl. Fenster und bügelt. Also, da gibt es nichts zu bewundern…, das liegt einfach an der vielen Unterstützung von außen. LG und danke für das Willkommen

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Einen schönen Samstag für alle,
    ich wollte mich einfach noch mal melden, bevor ich am Dienstag nach Kiel fahre. In den letzten Tagen habe ich „nur“ mitgelesen. Besonders angetan haben es mir die neuen Themen im Bereich nichtmedikamentöse Vorbeugung, die werde ich mir ganz in Ruhe anschauen, entweder in Kiel oder danach. Es geht mir nicht so gut im Moment, nach einer relativ erträglichen Zeit von etwa 4 Wochen habe ich jetzt Kopfschmerzen von einer Stärke und mit Begleiterscheinungen die ich so kaum kenne, ich benötige im Augenblick alle Kraft für den Alltag, da bleibt nichts übrig. Wenn es klappt, melde ich mich aus Kiel. Ich bin jeden Tag froh, euch gefunden zu haben und was ich auch noch mal loswerden muss, von der Gesprächskultur hier in diesem Forum könnte sich so mancher etwas abschauen. Wenn alle Menschen so respektvoll miteinander umgehen würden, dann wäre die Welt schon ein bisschen besser. LG und bis bald Johanna

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Liebe Johanna,

    danke für Deine lieben Worte zum Headbook. 😀 Wir freuen uns auch, dass Du zu uns gefunden hast. Aber nun freue Dich erst mal auf den Aufenthalt und ich wünsche Dir von Herzen, dass Du sehr gut profitieren kannst. Ganz sicher geht es Dir danach wieder besser und so wie Du das jetzt schilderst, ist der Zeitpunkt genau richtig!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Ich schreibe jetzt mal hier weiter, es geht ja um den Schmerzverlauf und da passt das m.E. gut rein. Über den Aufenthalt in Kiel mit all seinen Höhen und Tiefen für mich habe ich ja an anderer Stelle ausführlich berichtet. Entlassen wurde ich mit 4 mg Tizanidin zum Abend und 37,5 mg Doxepin zur Nacht. Die Einnahmereihenfolge habe ich nach RS mit meiner Ärztin in Kiel vertauscht, weil ich besser damit klarkomme, das Tizanidin zur Nacht zu nehmen, da es mich sehr müde macht. Als Kopfschmerzkalender habe ich für mich den der Berliner Charite gewählt, weil man hier den Tagesverlauf besser eintragen kann und bei mir schwankt es über den Tag. Schmerzskala geht von 1-5, ich befinde mich im Augenblick meist bei der 1-2, selten 3. Vor Kiel war es immer 3 und mehr. Also scheint die Prophylaxe etwas zu bewirken. Heute war ich nach Leberwertkontrolle beim Arzt, Leberwert ist zwar noch erhöht, aber einer Aufdosierung des Doxepin steht nichts im Wege. Auch die Nebenwirkungen halten sich im Rahmen, Sehstörungen sind fast vollständig verschwunden und seit Einnahmebeginn habe ich noch kein Gramm zugenommen! Also werde ich ab 22. Dezember (da habe ich ein paar Tage frei) auf 50 mg hochdosieren, das ist vorerst meine Zieldosis. Ich habe große Hoffnung, dass sich der Schmerzverlauf weiter positiv entwickelt. Heute habe ich allerdings einen „Kopfschmerztag“, aber mit Minzöl und meinem Massagetermin heute werde ich das schon überstehen. Jetzt gehe ich erst einmal an die Luft, weil es nicht mehr regnet. LG Johanna

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Leider ist es nicht besser geworden, die Kopfschmerzen sind mir drei Tage „treu geblieben“. Leider war auch die Stärke so wie in den letzten Monaten beim MÜK, ich habe trotzdem ohne Schmerzmittel durchgehalten, was mir nicht leicht gefallen ist! Bin auch ein bisschen deprimiert, hatte gehofft, dass es so positiv weitergeht wie bisher, aber so einfach ist es eben doch nicht. Habe jetzt doch schon eher hochdosiert. Eben habe ich viele Beitrage der letzten Tage „nachgelesen“, man kommt ja wirklich nicht hinterher…. Allen einen schönen 4.Advent LG Johanna

    Blümchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 98

    Liebe Johanna,
    das wird schon, es braucht ein wenig Zeit bis die Prophylaxe anschlägt. Auch ich nehme Doxepin allerdings 75 mg und dazu 600 mg Magnesium. Die erste Zeit nach Kiel ist nicht einfach, die Ratschläge pp. sind richtig gut, aber die Umsetzung ist nicht einfach :). Auch ich hatte in den ersten beiden Wochen nachdem ich aus Kiel zurück war 3 mal Migräne und immer wieder Kopfschmerzen, insbesondere im Gesichtsbereich heftige Schmerzen. Ich bin jetzt die 5. Woche wieder zu Hause und die Schmerzen werden weniger. Ich für mich habe das Gefühl ein wenig „runterzukommen“. Liebe Johanna also „Kopf hoch“. Du schaffst das. Liebe Grüsse Birgit 🙂

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Liebe Birgit,
    danke für deine aufmunternden Worte, die kann ich gut gebrauchen!
    LG Johanna

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Liebe Johanna,

    ich sehe es auch so wie Birgit, dass die erste Zeit nach dem Klinikaufenthalt noch anstrengend werden kann. Man muss sich wieder umstellen, versucht die Dinge umzusetzen, die man gelernt hat und kämpft zum Teil auch noch mit der Prophylaxe. Wenn diese Hürden gepackt sind und die Prophylaxe die richtige ist, wird es meist danach sehr gut werden.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Ich habe die 8 Wochen Schmerzmittelpause nicht gepackt, hätte es gern geschafft, aber ich habe heute die Kopfschmerzen nicht mehr ausgehalten und vor 3 Stunden Ibuprofen genommen. Zum Glück hat es wenigstens was gebracht, die Schmerzen sind fast weg.
    LG und allen einen schönen Abend wünscht Johanna

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Ich muss jetzt mal hier weiterschreiben, weil es mich „überfordert“ mich in allen Foren „ordentlich zugeordnet“ zu den verschiedenen Themen zu äußern und irgendwie geht es ja auch um mich….
    Mein Aufenthalt in Kiel im vergangenen Jahr war für mich eine ziemliche Zäsur, ich musste feststellen, dass es so nicht weitergehen kann, aber auch bis dahin hatte ich schon ganz viel in meinem Leben „optimiert“, trotzdem bin ich an diesen Punkt gekommen, die Frage, die ich mir seither häufig stelle ist die, was „läuft verkehrt“, wo kann ich eingreifen, läuft überhaupt etwas verkehrt. Ich lese hier sehr viel und hole mir Anregungen, lese auch gerade das hier empfohlene Buch von Kabat-Zinn „Gesund durch Meditation“, „kaue“ noch an zwei Dingen, die ich gestern gelesen habe, nämlich Konzentration auf eine Sache z.B. Auto fahren und Bewertung von Dingen. Ich fahre Auto, höre dabei Klassik-Radio und durchdenke dabei das eine oder andere „Problem“, eigentlich habe ich mich bisher dabei gut gefühlt, bin aber eben nicht achtsam, nicht im Moment…, ich bewerte natürlich Dinge mit meinen „Maßstäben“, bin aber auch absolut tolerant, weil ich weiß, dass meine Maßstäbe nicht die allgemeingültigen sind…., ist das jetzt schon kritisch im Hinblick auf Bewertung….Ich entspanne mich (meine ich zumindest) beim Lesen eines Buches, meine Ärztin, mit der ich gestern ein längeres Gespräch geführt habe, sagte zu mir…“ich sehe Ihnen an, dass Sie eine Schnellleserin sind“…, also doch keine Entspannung…., anderseits sagte sie mir auch, dass man einen Menschen nur bedingt ändern könne…, war sofort! meine „Rechtfertigung“. Naja, ich werde mich jetzt erstmal ein wenig sammeln und dann mal schauen, wo ich noch optimieren kann und dabei aufpassen, nicht alles in Frage zu stellen, denn ich bin ein glücklicher Mensch, der eben Kopfschmerzen hat, die sind in ganz ruhigen Phasen da und manchmal nicht und in ganz stressigen auch mal da, mal nicht. Schon jetzt wo ich das hier aufschreibe bin ich nicht mehr so „durcheinander“, ich werde glaube ich gar nicht so viel in meinem Leben ändern, nur ein bisschen. Ansonsten geht es mir kopfschmerztechnisch o.k., im Dezember waren es zwar 27 Tage mit Kopfschmerzen aber nur 7 mit mittel bis stark und das auch nur stundenweise, nicht durchgängig.
    Ich habe es gerade nochmals überlesen, es ist ein bisschen chaotisch geschrieben und es ist nur ein Bruchteil meiner Gedanken, die ich im Augenblick so habe, ich lasse es trotzdem so stehen, gehört ja auch mal dazu. Liebe Grüße an alle von Johanna, die gerade im Büro ist und arbeitet, das aber gar nicht schlimm findet, weil ihr die Arbeit Spaß macht obwohl einige der Meinung sind, das könne ja wohl nicht sein, dass man am Wochenende arbeitet…, ich verspüre da so einen „Rechtfertigungsdruck“ – so ein Quatsch, ich bin der Maßstab für mich! LG

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Liebe Johanna,

    wunderbar, dass Du in Deinem Forum zu Deiner Anschauungsweise Stellung nimmst. 🙂

    Ich freue mich auch über Deinen Beitrag, denn Du sprichst das an, was viele denken. Wir diskutieren jetzt sehr angeregt in den verschiedenen anderen Foren und da kann einem schon mal der Kopf schwirren vor lauter: „…da muss ich was ändern, hier was optimieren, dort mehr Achtsamkeit, mehr Pausen, entschleunigen usw.“. Das sind aktuelle Diskussionen und da kommt natürlich alles ganz geballt. Ein wenig überzeichnen muss man auch, um die Dinge deutlich zu machen.

    Nun muss man aber zu sich selbst kommen und sehen, was man überhaupt dringend ändern muss. Meist ist es ja gar nicht so viel, wie Du eben bestens beschreibst. Denn auch mit einem „krampfhaften Suchen“ nach Möglichkeiten der Verbesserung in meinem Leben kann man es übertreiben. 😉

    Das ist auch irgendwie wieder migränetypisch, kommt mir so vor. Ich bin z.B. sehr begeisterungsfähig, also wirklich sehr, und wenn ich etwas umsetzen will, dann wird das mit Feuereifer angegangen. Da stürze ich mich wahrlich mit Freuden darauf und warten kann ich dann sowieso nicht.

    Jeder kennt sich und seinen Körper am besten. Wir haben nun all die Informationen, die wichtig sind und nun ist es an uns, herauszufinden, welche dieser Maßnahmen man ergreifen sollte/möchte/kann und was gar nicht verbesserungswürdig ist.

    Ich arbeite übrigens auch und sogar sehr gerne am Wochenende. Da stört kein Telefon, die Post kommt auch nicht mit einem Paket und man kann sich meist sogar besser konzentrieren. Ich mache es auch gerne und ich arbeite sowieso nur, wenn es mir gut geht, außer, es steht halt mal was Dringendes an, dann muss ich auch mal was tun, wenn ich mich eigentlich lieber ausruhen würde. Das ist aber selten der Fall und in der Regel tut mir das einfach gut, so, wie ich das handhabe. Ähnlich ist es ja wohl auch bei Dir und dann passt es doch! 🙂

    Man sollte nur die Informationen haben und was man dann damit macht, das bleibt einem selbst überlassen, sollte einem aber nicht noch zusätzlich Stress und Druck machen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1735

    Liebe Johanna,

    ich kann Dich 100%ig verstehen – und lese ja auch gerade Kabat-Zinn – das Buch löst automatisch in einem allerhand aus!

    Ich denke, man darf sich schon auch auf sein Bauchgefühl verlassen. Was tut mir gut und was nicht? Vorausgesetzt, man lässt es zu! Andererseits finde ich persönlich es wichtig, offen für Anregungen zu sein: Wo lässt sich etwas verbessern? Was gibt es noch Neues, Interessantes zu entdecken??? Ohne, dass es mich gleich verunsichert – als Bereicherung. Und genau da dazwischen muss man wohl die Balance finden.

    Ich würde mich über einen Kabat-Zinn-Austausch weiter freuen!

    Lieben Gruß, Regenbogen

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5551

    Liebe Johanna,

    ich finde deinen Beitrag überhaupt nicht chaotisch, sondern einfach wohtuend ehrlich.

    Ich bin übrigens auch eine Schnellleserin und fühle mich wunderbar dabei. Und am allerliebsten knabbere ich neben einem guten Buch auch noch etwas Feines, für Ernährungsfachleute ein „Schwerverbrechen“ ;-), weil man sich eben ganz bewusst auf das Essen konzentrieren sollte, damit man den Punkt des Sättigungsgefühls wahrnimmt, usw.
    Für mich ist diese Kombination jedoch ein Hochgenuss, den ich mir von niemandem nehmen lasse!

    Während der Hausarbeit, die ja völlig mechanisch vonstatten geht, höre ich sehr gerne Vorträge an, für mich eine optimale Mischung.

    Wichtig ist, dass wir für uns selber gut spüren lernen, was uns gut tut und was uns überfordert. Mir hat geholfen, mich oft zu fragen, warum oder wozu ich dies oder jenes jetzt auch noch auf meine Erledigungsliste drauf packe. Wenn man die Motive hinter seinem Handeln versucht aufzuspüren, ist man schon einen großen Schritt weiter. Dann fällt es auch leichter, mal etwas einfach zu lassen, womit man sein Leben automatisch entschleunigt.

    Lieber Gruß
    Heika

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Liebe Bettina, liebe Regenbogen, liebe Heika,
    danke für eure Antworten, die genau das aussagen, was ich empfinde, mein „Bauchgefühl“ sagt mir was für mich richtig ist. Fühle ich mich wohl, ist es in Ordnung, das meine ich jetzt nicht rücksichtslos und egoistisch, natürlich ist das immer ein Wechselspiel mit meinem Umfeld, das soll sich genauso wohl fühlen, aber ohne dass es mir dabei schlechter geht…und immer so weiter, eben das Leben mit all seinen Facetten, Kompromissen….A B E R und das würde ich jetzt gern bei Kabat-Zinn weiterdiskutieren, weil es dort besser hinpasst…LG Johanna

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Hier ist mal wieder Johanna, heute mit dem sechsten Tag Kopfschmerz in Folge… :-(. Ich habe gestern schon nach Kiel gemailt wg. evtl Aufdosierung des Doxepin und am Freitag habe ich einen Termin bei einem Neurologen/Psychologen, keiner der auf der Liste der Schmerzklinik steht (bei einem hier empfohlenen habe ich erst am 12. Juni einen Termin bekommen). Ich nehme den Termin am Freitag trotzdem wahr. Zur Zeit bin ich etwas ratlos, da die Schmerzen sich verändert haben. Ich habe eigentlich Spannungskopfschmerzen, schon sehr lange und teilweise auch stark, aber in der Regel konnte ich meinen Alltagsaktivitäten nachgehen, dann kam das „Jahr vor Kiel“ mit MÜK, hier war schmerzmäßig alles durcheinander und ich konnte nichts richtig zuordnen. Jetzt gibt es wenige schmerzfreie Tage, viele mit Spannungskopfschmerzen und im Januar bereits 5 Tage mit…ja, was weiß ich. Schmerzen sind einseitig, beeinträchtigen mich stark, ich bin teilweise komplett „ausgeknockt“, mir ist leicht übel, mich störten Licht und Geräusche, aber nichts pulsiert und hämmert, der Nacken ist extrem beteiligt. Kann das eine Nebenwirkung des Doxepin oder Tizanidin sein? Naja, die Frage ist bei meiner Ärztin in Kiel, ich stelle sie Freitag beim Neurologen, aber vielleicht hat hier noch jemand eine Idee…LG und ein schönes Wochenende wünscht Johanna

    Ronja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 970

    Liebe Johanna,

    hoffentlic geht – ging es dir heute wieder gut, 6 Tage Kopfschmerzen, ob nun MIgräne oder Spannungskopfschmerz, reichen völlig. Wenn solch lange Kopfschmerzphasen wieder vorbei sind, frage ich mich immer, wie ich das aushalten konnte. Ich denke, da halten wir auch eine Menge aus.

    Was du beschreibst, klingt wie eine Migräne-Attacke. Es gibt eine Tabelle, oder so einen Kurztest im Buch von Professor Göbel, soweit ich mich erinnere, dort kann man zwischen SpannungsKopfschmerz und Migräne unterscheiden. Kennst du diese? Wird der Schmerz schlimmer, wenn du dich bewegst, also umherläufst, oder musst du dich hinlegen, und dann wird es besser?
    Von den Tabletten kommt das nicht, denke ich. Aber sicherlich bekommst du bald fachkundige Antworten von deinen Ärzten.

    Alles Gute, herzliche Grüße
    Ronja

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Liebe Ronja,
    es geht mir besser, aber verschwunden sind die Kopfschmerzen bis heute nicht vollständig. Ich kenne den Test, danke nochmal für den Hinweis, mein Problem ist dabei nur, dass es immer nur ein entweder/oder gibt.
    In der Nacht zum Freitag als es so ganz schlimm wurde, ging Bewegung gar nicht, der Weg vom Bett ins Badezimmer (das sind etwa 20 m…) war eine fast „unüberwindliche Hürde“, als ich es geschafft habe, war der Schmerz so stark, dass mir kurzzeitig „schwarz vor Augen“ wurde und mich Ohrensausen wie „verrückt“ „heimgesucht “ hat, am nächsten Morgen dann wieder keine Verstärkung bei Bewegung…, auch einseitig und beidseitig wechselt oft, Nackenbeteiligung ist fast immer vorhanden, allerdings nur selten so extrem wie beim letzten Mal…, naja, ich werde es am Freitag beim Arzt schildern und dann einfach weitersehen, im Augenblick ist es zum Glück erträglich. LG Johanna

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Ich komme eben vom Psychologen, der Termin bei ihm ist quasi zufällig „abgefallen“ bei der Suche nach einem Psychotherapieplatz. Er bietet u.a. interdisisziplinäre Kopfschmerz- und Migränetherapie an und da ich in einer Schmerzpraxis erst im Juni einen Termin bekommen habe, habe ich mir gedacht, dass ich mir den Psychologen auch ruhig mal anschauen kann…und ich denke das wird etwas mit uns….Als er von mir den Entlassungsbericht aus Kiel bekam, hat er gesagt, dass ich in D E R Klinik in Deutschland war und es etwas Besseres nicht gibt, das hört sich doch schon mal gut an…, er hat sich ganz in Ruhe mit meinem Kopfschmerzkalender beschäftigt, auch als ich ihm mitgeteilt habe, dass ich mich schon mit meiner Ärztin in Kiel verständigt habe zum weiteren Vorgehen, nur positive Reaktion, kein bisschen „eingeschnappt“, wir können es so machen, wie es mir aus Kiel gestern empfohlen wurde (Hochdosierung Doxepin auf 75 mg), ebenso hat er mir diverse verschiedene Triptane erläutert, bei welcher Art von Migräne er welches Triptan empfehlen würde (das ist ja alles neu für mich, da ich bisher immer nur von Spannungskopfschmerz ausgegangen bin), hat mir die Zuzahlungen erklärt und hat mir erst einmal Sumatriptan aufgeschrieben, weil es wohl das älteste Triptan ist und man am wenigsten zuzahlen muss und er sagte, vielleicht haben wir Glück und es wirkt…, ansonsten suchen wir weiter. Auch zur Unterscheidung von Spannungskopfschmerz und Migräne hat er mir noch zwei Tipps gegeben, aber das wusste ich schon aus dem Merkblatt der Klinik in Kiel. In sechs Wochen habe ich wieder einen Termin, wenn zwischendurch etwas ist, kann ich vorbeikommen, das hört sich doch alles sehr gut an oder? Meinen Termin in der anderen Praxis werde ich dann wohl demnächst absagen. Allen ein schönes Wochenende und LG von Johanna

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Liebe Johanna,

    ich verstehe jetzt grad nicht, von wem Du da so schwärmst. 🙂 Ein Psychologe kann keine Medikamente verschreiben, also ist dieser Psychologe auch noch Neurologe?

    Auf jeden Fall hört sich das super gut an und Du hast wohl einen Glücksgriff gemacht!! Freut mich sehr für Dich, denn die gute Betreuung vor Ort ist ungeheuer wichtig. Dass Du auch zwischendurch mal vorbeikommen kannst, finde ich super.

    Sumatriptan hilft vielen gut, ich hoffe, auch Dir. Für schwere Attacken würde ich mir eventuell auch noch Imigran Inject aufschreiben lassen. Sie wirkt auch bei Leuten, denen Sumatriptan oral (wie mir) nicht hilft.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Liebe Bettina,
    er ist Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, ich komme immer mit Psychologie und Psychiatrie durcheinander…, auf jeden Fall bin ich happy! Danke für den Tipp, hab ich mir schon notiert…

    LG Johanna

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    So, jetzt mal wieder an dieser Stelle etwas von mir. Ich hatte im Februar bisher eine relativ gute Zeit, ich denke, die medikamentöse Prophylaxe wirkt, kann vielleicht noch optimiert werden, aber das muss ich noch beobachten.
    Motiviert durch Doros Beiträge und ihre Konsequenz bei der Umsetzung habe ich mir auch mal zusammengestellt, was ich bisher „vorbeugend“ schon alles mache (Medikamente/Entspannung/Sport/Ernährung), mit dem Ergebnis war ich schon ganz zufrieden, da ist jetzt „eine Linie“ drin. Die Bereiche die bei mir noch größeres Verbesserungspotenzial beinhalten (Entspannung und Ernährung), habe ich auseinandergenommen und in „kleine Häppchen“ zerlegt. Das nächste „Ziel“ ist regelmäßig zu trinken und zweimal pro Woche mindestens 30 min „Entspannung“. Wenn das Gewohnheit geworden ist geht es weiter…. Dazu habe ich vor ein paar Tagen einen schönen Spruch gehört: „Zerlege große Probleme in kleine und kleine in gar keine“.

    Was ich aber unbedingt mitteilen wollte, ich hatte vor ein paar Tagen ein tolles Gefühl von Lebensfreude und Leichtigkeit, weil ich festgestellt habe, wie schön es ist mehrere Tage keine Schmerzen zu haben.
    Ich weiß nicht ob ihr versteht was ich meine, das war wirklich wie „Freiheit“ ohne die Angst, dass es bald wieder vorbei sein wird. Ich habe mir dieses Gefühl auch immer wieder „geholt“, wenn ich daran gedacht habe und mich gefreut.

    Seit gestern ist es leider wieder anders, aber ich wollte jetzt mal nur das Positive berichten.
    LG Johanna

    Sternenhimmel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 945

    Hallo Johanna,

    ich weiß ganz genau was du meinst. Ich hatte 2 Tage ohne Schmerzen und es fühlte sich so gut an. Ich war glücklich ausgeglichen und positiv gestimmt. Leider hat es mich am nächsten Tag mit voller Wucht wieder erwischt…

    LG Anna

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1735

    Liebe Johanna,
    ich wünsche Dir, dass die leichten und freien Tage mehr und mehr werden!!
    Du hast ein gutes Konzept.
    Ganz herzlichen Gruß, Regenbogen

    Blümchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 98

    Liebe Johanna,
    ich kann Dir da nur zustimmen. Die schmerzfreien Tage sind ein tolles Gefühl. Ich meine dann oft ich könnte „Bäume ausreißen“. Schmiede dann viele Pläne, die dann aber leider aufgrund der wiederkehrenden Migräne nicht mehr auszuführen sind bzw. verschoben werden müssen. Aber das geht Euch sicherlich auch so. Allen einen schönen Abend. Dir liebe Johanna weiterhin alles Gute. Liebe Grüsse Bluemchen

Ansicht von 30 Beiträgen - 1 bis 30 (von insgesamt 514)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.