Kindliche Kopfschmerzen/Migräne (Elena-Alica )

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  • Elena-Alica
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    Hallo ich heiße Elena und meine Tochter Alica (8) leidet schon seit fast 5 Jahren an Migräne und Kopfschmerzen. Kurz vor ihrem 4 Geburtstag hat es angefangen sie konnte schon damals deutlich und sehr gut sagen was ihr weh tut und wie. Es war schrecklich für uns. Sie hatte immer Übelkeit und musste sich übergeben. Das ist so schlimm wenn man zusehen muss und nichts wirklich tun kann außer abzuwarten bis es nachlässt. Sie hat Ibuprofen gekriegt und Vomex.

    Das erste Jahr hatte sie oft Anfälle und dann kammen auch mal über Monate Pausen. Im Alter von 5 Jahren waren wir dann in Hamburg bei delphin Kids Spezialisten für Kopfschmerzen bei Kindern. Uns wurde Geraten mit hoher Dosis Magnesium anzufangen was wir auch taten. Mrt und eeg wurde auch gemacht ohne Befund. Zum Glück.

    Nun hatte sich das gebessert und ich dachte vielleicht haben wir es mit Magnesium unter Kontrolle. Bei einer Mutter Kind Kur waren wir auch und haben Techniken zum entspannen erlernt doch für Kinder ist es echt schwierig in Ruhe mal zu liegen und sich zu entspannen ( bei meiner Tochter sowieso )letzte Jahre hatte sie mal so zwischen 4-6 Anfälle was noch ok war.Dann hatte sie 6 Monate Pause und nun Kamm es 2017 im Dezember wieder zurück mit 3 Anfällen im Monat und 1 mal im Januar (Winter?) dann kam wieder eine Pause 10 Monate wir waren so happy und dachten das wars wir haben es nicht mehr.

    Doch leider war die Hoffnung wieder vorbei. Letztes Jahr 2018 Mitte November hat es wieder angefangen mit 1 mal die woche,dann 2mal bis 3 mal in der Woche mit Übelkeit und Erbrechen. Wir haben mit kühlen versucht, hin legen, pfefferminzöl und wenn es garnicht mehr hilft dann eine Ibuprofen Tablette 200 mg.Es wurde dann immer schlimmer und jetzt sind wir bei fast jeden Tag mit Kopfschmerzen die sind leicht wandern mal von links dann wieder recht und immer sind die Schmerzen an den Augenbrauen.

    Brille hat sie auch bekommen im Dezember weil sie eine leichte hornhautverkrümmung hat und -1 sehestärke. Ich habe die Hoffnung gehabt wenn sie sich an die Brille gewöhnt das es vorbei geht aber leider bis heute keine Änderung. Vitamin d bekommt sie auch und Magnesium hatte ich kurz über paar Wochen Pause gemacht weil sie immer so starken Durchfall hat. Auch wenn ich die Brausetablette auf 3 mal am Tag mache trotzdem und das schon seit 3 Jahren. Kleines Blutbild ist auch unauffällig.

    Ich weiß nicht mehr was ich noch tun kann bin so verzweifelt, bin wegen der Sorge um sie in einer Psychotherapeutischen Behandlung weil ich unter angststörungen und Panikattacken leide. Die Sorge um mein Kind macht mich wahnsinnig. Vielleicht hat es was mit dem Winter zu tun weil es letztes Jahr auch im Winter war. Oder es geht langsam mit der hormonumstellung los aber dafür ist sie eigentlich noch mit 8,5 zu jung.Hat letzte Zeit ein Schub gemacht und schnell gewachsen. Ich möchte mir ein Termin bei Prof. Dr. Göbel holen ich weiß sonst auch nicht mehr weiter. Ich würde ihr so gerne helfen. Hat jemand schon von euch solche Erfahrungen mit Kindern gemacht.? Kennt jemand die pestwurz ? Tut mir leid das ich es so lange ausgeholt habe und es so viel zu lesen ist aber das ist leider unsere Geschichte.

    Elena-Alica
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    Danke Julia ich gebe die Hoffnung nicht auf. Hattest du den auch mal über lange Zeit jeden Tag Kopfschmerzen die nicht schlimm waren?

    Julia
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    Hallo Elena,

    nein, an leichte Kopfschmerzphasen kann ich mich nicht erinnern. Außer bei einigen Gehirnerschütterungen hatte und habe ich nie „nur“ Kopfschmerzen, es ist zu 100% immer Migräne. Das ist bei anderen aber auch ganz anders und sagt nichts wirklich für euch aus.

    Ich bin keine Ärztin und Diagnosen können und dürfen wir hier natürlich nicht stellen, aber viele Menschen, auch Kinder, haben auch noch Spannungskopfschmerzen. Sprich das doch mal bei eurem Arzt an.

    Ich würde dir noch gerne den Patientenratgeber von Prof. Göbel empfehlen, den du unten auf der Klinikseite findest: „Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne“. In meinen Augen eine unbedingt notwendige Hilfe, die man immer wieder nutzen kann.

    Um Alica wirksam helfen zu können, ist es wichtig, dass du ruhig und nicht ängstlich oder aufgeregt reagierst. Für sie bedeutet das Sicherheit, wenn Mama sich nicht aufregt!
    Dafür brauchst du aber unbedingt ganz viel Wissen zum Thema Migräne. Zudem ist es auch einfacher, mit den behandelnden Ärzten zu kommunizieren und ihre Behandlungsversuche zu verstehen.
    Also lesen, lesen und nochmal lesen. Und immer die aufkommenden Fragen hier stellen. Prof. Göbel sagt übrigens ganz oft: es gibt keine dummen Fragen, nur Fragen, die nicht gestellt werden ☺ !

    Führt Ihr eigentlich schon einen Kopfschmerzkalender? Ist unendlich wichtg! Eventuell mit der App der Klinik? Auch rechts unten.

    Was sagen denn die Ärzte von Delfin Kids? Ob Prophylaxen, wie Pestwurz oder andere sinnvoll sind, sollte auch dort entschieden werden.

    Liebe Grüße,
    Julia

    Elena-Alica
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    Beitragsanzahl: 7

    Danke für deine Antwort Julia. Ich hoffe das es vielleicht doch mit dem Wetter zusammen hängt und sie so auf hoch und Tiefdruck reagiert. Ich glaube ich habe schon alles im Internet durchgelesen Abends wenn sie schläft lese ich Stunden lang um vielleicht irgendwas zu finden was ich noch nicht kenne. Bei den delphin Kids waren wir schon lange nicht mehr,weil es ihr ja gut ging und ehrlich gesagt fühlte ich mich da nicht gut aufgehoben. Ich erhoffe mir viel von der schmerzklinik, haben heute alle Unterlagen ausgedruckt und füllen es aus. Es ist nicht so einfach mich unter Kontrolle zu halten wenn sie morgens schon nach dem aufstehen sagt ,, Mama ich habe wieder Kopfschmerzen“ 😭😢 ich versuche es aber ich kriege dann immer Panik und Gedanken wie soll sie den Tag überstehen. Deswegen bin ich jetzt auch beim Psychologen in der Hoffnung das ich das vielleicht irgendwann erlernen kann nicht so extrem Angst empfindlich zu sein. Fällt mir bis jetzt unheimlich schwer.ich war schon immer sehr ängstlich seit die Maus auf die Welt gekommen ist,hab ich sie immer behütet und vor allem fern gehalten wo sie sich vielleicht weh tun könnte. Ich bin halt so von Natur aus 😊 es muss doch irgendwas geben was allen Menschen helfen kann nur leider gibt es noch nicht. Schmerzkalender führen schon ab dem ersten Kopfschmerz.

    Julia
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    Beitragsanzahl: 7341

    Irgendwo im Internet zu lesen, ist die schlechteste Idee, die du haben kannst, Elena, denn da steht sooo viel unprofessionelles Zeug. Damit schürst du mit Sicherheit deine eh schon vorhandenen Ängste. Hier auf der Seite der Schmerzklinik bekommst du garantiert nur medizinisch wirklich sichere Antworten, die deine Ängste eigentlich beruhigen sollten.

    Und Angst um deine kleine Maus musst du auch wirklich nicht haben! Migräne ist sehr schmerzhaft, sehr schwer zu verstehen und zu ertragen, aber gefährlich ist sie nicht.

    Sorry, aber nach dem, was du schreibst, kann dein Wissen über die Migräne gerne noch ein bisschen aufgebessert werden 😉 , finde ich.
    Hast du die Geschichte über Mütze auf der Schmerzklinikseite gefunden? Die mit Alica zusammen zu lesen und zu besprechen, fände ich sehr gut, damit sie auch etwas über „ihre Migräne“ lernt, denn es muss alles darauf hinauslaufen, dass sie selber sicher wird im Umgang mit ihren Schmerzen.

    Wer wird euch denn nach Kiel schicken? Euer Hausarzt? Wenn nicht, ruf Montag mal in Kiel an und lass dich beraten.

    Und noch was: Die Erkrankung Migräne, also die Anlage dazu, ist genetisch bedingt. Die Wetterlage oder andere Begebenheiten, wie zuwenig Schlaf, Stess oder unregelmäßige Essenszeiten, oder oder, wären vielleicht nur die Auslöser der Attacken und nicht die Ursache! Abwarten, ob’s besser wird bringt auf Dauer nichts.

    Ich denke, erst wenn du und auch Alica mehr Fundiertes über die Migräne wisst, wirst du auch deine Angst besser in den Griff bekommen. Migräne lässt sich auch bei so kleinen Menschen behandeln, dafür braucht Ihr aber einen wirklich mit Kopfschmerzen vertrauten guten Arzt. Vielleicht versucht Ihr es doch noch mal bei den Delfin Kids. Ich habe keine Ahnung, was dort wie gemacht wird und kenne die Praxis nicht. Aber einen neuen Versuch wäre es doch vielleicht wert?

    Und noch eine Bitte, deine Beiträge sind schwer zu lesen, magst du ein paar Absätze einbauen? Wir lesen und schreiben hier oft wenn wir selber auch gerade eine Attacke haben, und das macht uns das Lesen dann einfacher.

    Alles Liebe,
    Julia

    Elena-Alica
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    Beitragsanzahl: 7

    Kein Problem, ich werde mir Mühe geben mit dem schreiben. Unser Arzt schickt uns wohin ich will. 😊 Mütze hat die Kopfschmerzen satt kennen wir schon. Danke für deine Tipps.

    Flummi
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    Hallo Elena

    Ich kann sehr gut nachvollziehen welche Ängste du, durch die Migräne bei deiner Tochter, durchsteht.

    Mein Sohn hat mit 7 Jahren Epilepsie, auch mit den großen Anfällen, bekommen. Ich wollte damals lange nicht von seiner Seite weichen und war ständig in Sorge. Teilweise habe ich durch meine Überbehütung ihm sogar geschadet.

    Keiner wusste wie lange er mit dieser Krankheit Leben muss und wie seine Zukunft aussieht. Ich selber habe mich so gut es ging schlau gemacht und ihn in der Schule über die Elternarbeit im Hintergrund begleitet. Dadurch bekommt man sehr viel mehr mit, als wenn man „nur“ als Elternteil hier und dort Gespräche mit der Schule führt.

    Für ganz wichtig halte ich aber, das du deine Tochter auch altersgerecht über die Migräne aufklärst und ihr Tipps zum Umgang mit den Schmerzen und den dazugehörigen Medikamenten gibst. Denn dadurch stärkst du sie auch und sie bekommt deutlich mehr Selbstvertrauen.

    Ich wünsche dir, das ihr beide das im Laufe der Zeit gut bewerkstelligen könnt.

    PS: Mein Sohn ist jetzt 26 Jahre alt, hat seit seinem 16. Lebensjahr keine Anfälle mehr gehabt, ist seit 2017 verheiratet, ein Haus gekauft und arbeitet erfolgreich als Tischler. Das macht mich als Mutter stolz und ich sage wir Eltern haben es geschafft ihn in eine gute Zukunft zu bringen!

    Gruß Flummi

    Elena-Alica
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    Beitragsanzahl: 7

    Dankeschön Flummi, ich versuche bestes zu geben. Ich bin froh das ich hier bin und von anderen Menschen Tipps bekomme. Ich hoffe auch sehr das es nach der Pubertät aufhört. Das freut mich sehr für dein Sohn.

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7341

    Liebe Elena,
    um dir konkretere Tipps geben zu können, brauchen wir ein paar mehr Infos. Wenn du magst, schreib doch bitte was Ihr bisher so versucht habt, um Alica zu helfen. Bei welchen Ärzten wart Ihr bisher in Behandlung usw.
    Euch einen schönen Sonntag,
    Julia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Willkommen im Headbook, liebe Elena. 🙂

    Dass man als Mutter Sorge um sein Kind hat, ist mehr als verständlich. Dass die eigene Angst die des Kindes verstärken kann, aber auch. Du bist schon in Therapie, das ist gut und wichtig und dort wird man Dir auch Strategien an die Hand geben, mit der eigenen Angst besser umgehen zu lernen und sie bestenfalls gar nicht hochkommen zu lassen.

    Für Dein Kind ist Regelmäßigkeit wichtig und Entspannung mit Pausen tagsüber. Viel findest Du im Buch von Prof. Göbel, das schon empfohlen wurde und auch in unserer Gruppe zur kindlichen Migräne.

    Ein stationärer Aufenthalt kann Sinn machen, wenn ambulant alles ausgeschöpft wurde. Dann gerne auch mal in der Schmerzklinik informieren, die auch spezielle Termine für Kinder zur stationären Aufnahme haben.

    Liebe Grüße
    Bettina

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