Mein persönlicher Schmerzverlauf

Mein persönlicher Schmerzverlauf

Lea und mein Leben mit Migräne. (Migräne mit ausgeprägter Aura)

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  • heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5244

    Liebe Lea,

    immerhin hat sich aktuell deine Migräne in eine Art Normalzustand begeben. Das ist doch schon mal was!

    Und wenn du dein Training konsequent durchziehst, werden hoffentlich auch deine Gelenkbeschwerden wieder besser.

    Bei einer Fettleber muss man nicht zwingend stark übergewichtig sein, wobei dieses das natürlich begünstigt. Der Anteil des Fettes im Bauchraum kann bei untrainierten, normal gebauten Menschen höher sein als bei gut trainierten „kräftiger gebauten“. Doch auch hier kannst du ansetzen und das Problem mit Sport angehen. In der med. Hochschule wird man dich sicherlich gut beraten.

    Alles Gute für dich!
    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 3 Wochen von  heika.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26983

    Liebe Lea,

    ich schließe mich Heika an und wünsche Dir, dass Du die Probleme bald wieder in den Griff bekommen kannst.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Lea
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Hallo meine Lieben,

    danke für eure Antworten. Ich bin echt glücklich, dass meine Migräne jetzt im Normalzustand ist. Ist zwar immer noch einschränkend, aber das ist okay so 🙂 Vielleicht, ist da ja auch noch potenzial zur Verbesserung.

    Eine gute Nachricht gibt es: Am 11.10 beginne ich das funktionelle Training. Das ist auch bitter nötig.Für mich ist selbst sitzen meistens schon zu anstrengend, bekomme in der Schule davon ziemlich starke Schmerzen.. Vermutlich wird es mit den Gelenken mit der Zeit schlimmer werden. Die Krankheit nimmt bei den meisten einen progressiven Verlauf. Man kann sozusagen den Verlauf und die Lebensqualität nur erhalten und minimal-moderat verbessern. Ich hoffe ich bekomme demnächst vernünftige Orthesen und Bandagen. Das würde mir dabei helfen, meine Gelenke nicht zu stark zu überstecken und die Belastung vermindern. Wir werden sehen, was die KLinik in Hannover zu mir sagt.

    Teilweise kann ich auch nicht Unterscheiden, ob die Kopf/Nackenschmerzen von der instabilen HWS kommen oder Spannungskopfschmerz/ Migräne sind. Ganz oft sind meine Kopfschmerzen schlagartig gelindert, sobald ich in einer liegenden Position bin. Alles etwas merkwürdig. Heute ist leider so ein typischer Migräne Tag. Mir geht es zu schlecht um was zu machen, aber die ganze Zeit schlafen geht auch nicht. Naja.. Sonst geht es mir soweit okay. Immerhin habe ich trotz allem Freude am Leben und genieße die schönen Tage, umso mehr:)

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5244

    Liebe Lea,

    wie schön, dass du uns deinen aktuellen Stand mitteilst.

    Ich wünsche dir, dass du durch das funktionelle Training deinen Ist-Zustand wenigstens erhalten, wenn möglich sogar verbessern kannst und auch die notwendige Ausdauer aufbringst, wirklich konsequent dranzubleiben.

    Wir Menschen sind leider oft sehr seltsame Wesen, die nur so lange intensiv üben, bis sich etwas bessert, und dann „ablaschen“ 😉 in der Konsequenz. Bis wieder erneut oder verstärkt Schmerzen da sind, die einem einen neuen Motivationsschub verleihen. Gerade bei den in unserer Gesellschaft häufig vorkommenden Rückenschmerz-Problemen ist dieses Verhaltensmuster oft erkennbar. Du wirst selbstverständlich nicht dazugehören! 😉 🙂

    Alles Gute für dich!

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 2 Wochen von  heika.
    Lea
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Hallo meine Lieben,

    Wie geht es euch?

    Mir geht es leider alles andere als gut. Ich hatte jetzt in den letzten zwei Wochen bestimmt zehn Migräneattacken, wobei ich nicht auseinanderhalten konnte wann die eine aufhörte und die andere anfing. Meine psychische Situation ist dementsprechend schlecht. Seit einer Woche habe ich ernsthafte Depressionen und komme nur schwer daraus. Ausserdem machen mir meine anderen gesundheitlichen Probleme weiterhin stark zu schaffen und hindern mich meistens ein ausgeglichenes Leben zu führen. Ich gehe 2 mal die Woche zum Funktionstraining. Was bisher aber nur Schmerzen, Erschöpfung und noch mehr Schmerzen gebracht hat. Es fällt mir schwer da noch positiv zu bleiben.

    Ich bin immer noch auf der Suche nach einem Schmerztherapeuten,aber der sagte mir nachdem ich online einem Termin ausgemacht hatte, dass sie keine neuen Patienten aufnehmen können. Sprich ich sitze immer noch ohne langfristige Lösung hier.

    Immerhin hab ich jetzt zusätzlich zum Rizatripan noch Naproxen. Aber das ist nur ein Tropfen auf dem heissen Stein. Bin schon wieder bei 10 Medi Tagen, wie jeden Monat und bin am Ende. Ich versuche so viel, aber mir fehlt die Kraft, körperlich sowie psychisch. Ich bin kurz davor mich in ne Psychiatrie, ein Krankenhaus oder was auch immer einweisen zu lassen. Da ich nicht mehr kann. Zunehmend treten wieder Suizid Gedanken auf und ich will nicht, dass das überhand nimmt. Ich hab so viel zu verlieren, aber dennoch entgleitet mir gerade mein Leben

    Vielen Dank für das Lesen
    Liebe Grüße
    Lea

    Ruth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Liebe Lea,

    ich will dir nur heute Abend noch kurz antworten.
    Bitte verzweifel nicht und lass dich von den Depressionen nicht unterkriegen!
    Versuch,den Druck rauszunehmen,- dir geht es jetzt halt schlecht, gönne dir Zeit und Ruhe, sei geduldig,-
    Behandel so oft wie nötig,- aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, so schnell kommt man nicht in einen MÜK,
    wichtiger ist, daß du aus der depressiven Stimmung rauskommst,- vielleicht auch mit Medikamenten.
    Ich wünsche dir alles Gute!
    Gute Nacht!
    von Ruth

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5244

    Liebe Lea,

    ich konnte jetzt nicht alle deine älteren Beiträge durchlesen, doch anfangs hattest du berichtet, dass du unter rezidivierenden Depressionen leidest. So eine Phase ist wohl wieder eingetreten. Noch im September hattest du berichtet, dass deine Migräne im Normalzustand ist, nun hat dich leider gerade eine ganz schlechte Migränephase erwischt.

    Starke und länger anhaltende Schmerzen bewirken oft eine körperliche und seelische Erschöpfung, die wiederum anfälliger für Schmerzen und Depressionen macht, ein unguter Teufelskreis. Ein gestörter oder zu geringer Nachtschlaf kann dies alles noch verstärken.

    Dein Sertralin nimmst du nach wie vor?

    Kannst du nachts so einigermaßen schlafen? Falls nicht, könntest du am frühen Abend mal zur Unterstützung eine 50mg Vomex-Tablette (oder ein entsprechendes günstiges Präparat mit gleichem Inhaltsstoff) nehmen. Ein guter Nachtschlaf ist extrem wichtig für dein Schmerzabwehrsystem. Am besten erst einmal an einem Wochenende oder vor einem freien (Feier-)Tag testen, damit du sehen kannst, ob du am nächsten Tag einen Medikamenten-Überhang hast.

    Dein Funktionstraining ist für deine anderen Probleme wichtig, doch aktuell solltest du Prioritäten setzen. Ein Training, das den Schmerz nur noch verstärkt, ist in einer schlechten Migränephase mit Dauerschmerz definitiv zu viel und kontraproduktiv. Sport mit Migräne geht eigentlich gar nicht. Du musst erst mal wieder aus der Kopfschmerzspirale raus. Wichtig sind Ruhe, Reizabschirmung und Erholung, so weit das für dich möglich ist. Heute ist zum Glück Sonntag, noch dazu mit einer Stunde mehr Erholungsmöglichkeit. 😉

    Ruf doch mal in der Kieler Schmerzklinik an, vielleicht könntest du, falls dein Hausarzt dich in deiner depressiven Phase unter „höchstdringlich“ einstuft, in den Weihnachtsferien einen Platz bekommen. Du hast in deiner Ausbildung über die Feiertage sicherlich auch eine Zeitlang Ferien, oder? Dann wäre das mit deiner Ausbildung zeitlich besser passend. Und du hättest ein Ziel vor dir, was zusätzlich hilft durchzuhalten. Ansonsten peile die nächsten Schulferien für einen Aufenthalt in Kiel an.

    Ich weiß nicht, ob wir schon mal über ein anderes Triptan geschrieben haben. Wenn du in so einer schlechten Migränephase steckst, wäre vielleicht auch mal die Einnahme von Frovatriptan auszuprobieren, das am längsten wirkende Triptan. Dann hättest du bei hoffentlich guter Wirkung (sonst mit Naparoxen kombinieren) evtl. für zwei Migränetage nur einen Medi-Einnahmetag und wärst mit der 10-Tage-Regel nicht noch zusätzlich unter Druck.

    Du kommst aus dieser schlechten Phase auch wieder raus, Lea. Nur Mut! Auch wenn du es dir gerade gar nicht vorstellen kannst, es wird so sein. Es war bis jetzt immer so!

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat, 2 Wochen von  heika.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat, 2 Wochen von  heika.
    Lea
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Hey ihr Lieben,

    Schlafen kann ich ein Glück gut, bzw so wie immer.

    Das Sertralin nehme ich nicht mehr, nachdem mir vor 2-3 Monaten die Neurlogin aus der Notfallsprechstunde sagte, das Sertralin sich nicht gut mit so häufiger Triptaneinnahme verträgt? Und ich dass lieber absetzen sollte.

    Meine Hausärztin möchte nicht mit noch mehr Triptanen usw experimentieren.. Aber ich schätze schon, dass meine Hausärztin den Klinik Aufenthalt sehr befürworten wird. Sie wollte ja dass ich in ne normale Tagesklinik gehe(was ich für unsinnvoll halte)

    Ich werde Montag mal bei der Schmerzklinik anrufen. Leider habe ich ja derzeit keinen Neurologen, aber ich hoffe die Berichte vom Hausarzt plus 2 Berichte aus der Notaufnahme werden reichen. Ich bin mir gerade nur nicht mal sicher, ob ich es schaffe den ganzen Papierkram alleine zu erledigen. Das ist alles so viel und ich müsste doch noch soo viel andere Dinge tun, die ich auch nicht schaffe 😐

    Ich war auch schon mal in Kiel und empfand es sehr schön dort. Wobei meine Errinnerung natürlich schwammig sind, da ich erst 10 Jahre alt war. Prof. Dr. Göbel war jedenfalls super

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5244

    Liebe Lea,

    prima, dass du gut schlafen kannst.

    Die Neurologin hat mit ihrer Aussage sicherlich das sogenannte Serotonin-Syndrom gemeint, doch das ist eher ein theoretisches Problem als ein praktisches. Viele Migränepatienten nehmen Antidepressiva zusammen mit Triptanen ein und vertragen das gut.

    Wusste sie über deine Depression-Vorgeschichte Bescheid? Ich denke, dass man diese Dinge bei dir unbedingt abwägen sollte und das zu Gunsten des Antidepressivums entscheiden sollte.

    Nun, ein langwirkendes Triptan auszuprobieren, um evtl. deine Triptan-Einnahmetage zu reduzieren, würde dir den Druck mit der 10-/20-Regel reduzieren. Von daher wäre es schade, man würde auf diesen Versuch verzichten. Oder hattest du Frovatriptan schon einmal probiert?

    In der Schmerzklinik Kiel kannst du aufgenommen werden, wenn ambulant vor Ort alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Deine Hausärztin hat doch vermutlich auch die ganzen Berichte deines vorigen Schmerzarztes bzw. Neurologen? Es sollte schon vollständig erkennbar sein, was alles ärztlich Sinnvolle bisher unternommen wurde.

    In deinem Fall sehe ich ambulant noch Potential, vor allem, was aktuell das Absetzen deines Antidepressivums betrifft.

    Lieber Gruß
    Heika

    Lieber Gruß
    Heika

    Anni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2

    Hallo zusammen,
    hallo liebe Lea,
    es tut mir sehr leid, dass es dir momentan so schlecht geht Lea. Ich habe den chat gelesen und musste weinen, weil mir alles so bekannt vorkam!
    Ich bin eine Neuling hier und wurde durch einen Arzt aus der Schmerzklinik Kiel auf das headbook aufmerksam gemacht. Bei mir wurde eine schwere Sporadische Hemiplegeische Migräne diagnostiziert, eine sehr seltene Migräneform mit starken, neurologischen Ausfällen. Ich bin total froh, dass ich euren Chat gefunden habe, denn Leas Aurasymptome ähneln meinen sehr.

    Meine Migräneattacke in Stichpunkten:
    – beginn mit linksseitiger Sehstörung mit gezackelten Blitzen
    – innerhalb von 15 Min. setzen linksseitig Kribbeln und Stechen in den Fingern ein
    – zieht weiter über die Hand in den Arm und das Bein
    – entwickelt sich zu Taubheit und einer massiven Muskelschwäche bis hin zu einer Lähmung der gesamten linken Körperhälfte
    – laufen, sitzen den Kopf halten oder drehen ist dann kaum noch oder gar nicht möglich.
    – das Gesicht wird linksseitig taub und „schief“
    – sprechen und schlucken ist teilweise nicht möglich
    – die Wahrnehmung ist stark getrübt
    – starke Beklemmung und Ängste vor ersticken kommen dazu.
    – man fühlt sich im eigenen Körper gefangen
    – es setzten unerträgliche Kopfschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen ein.
    – im schlimmsten Fall werde ich bewusstlos.

    Ich habe 1-2x wöchentlich eine „kleine“ Attacke und lande fast alle 3-5 Wochen bei einer schweren Attacke in der Notaufnahme. Da ich im Januar auch einen Schlaganfall erlitten habe (es wurde gemutmaßt, dass er durch Triptaneinnahme bei schwerer Migräneattacke ausgelöst wurde), werde ich bei jedem schweren Anfall einige Tage auf der Stroke überwacht, bis die Lähmungen zurückgegangen sind (manchmal erst nach 7 Tagen).
    Am Anfang habe ich, wie du Lea, schlimme Sachen im Krankenhaus erlebt, aber nachdem ich einen Notfallpass bei mir trage, geht es besser (das wäre für dich vielleicht auch eine Idee).

    Es ist eine furchtbare, zermürbende, lebensverändernde, unsichtbare chronische Erkrankung. Manchmal wünsche ich mir lieber einen offenen Bruch, da sieht jeder, was mit einem los ist.

    All die Dinge die dich so belasten Lea, kann ich 1:1 nachvollziehen.
    Trotzdem macht mich die Krankheit auch stark.
    Auch freue ich mich über und auf die guten Tage. So hangel ich mich von einer zur nächsten Attacke. Als Selbstständige und Familienmama ist das bei mir nur mit Unterstützung von Familie und Freunden machbar!

    Ich bin sehr an einem Austausch mit anderen hemiplegischen Migränepatienten interessiert. Wenn es dir gut genug geht Lea, freue ich mich über einen Austausch. Oder vielleicht hat Bettina ja noch eine Idee, wie man noch andere Betroffene erreichen kann!?
    Ich habe in diesem Forum ansonsten nichts über Hemiplegische Migräne gefunden.

    Da ich mich allerdings mit solchen Foren nicht so gut auskenne, hoffe ich hier nichts falsch gemacht zu haben. Für mein, durch Status migraenosus, momentan etwas eingeschränktes Hirn ist das headbook für mich noch etwas schwer zu durchblicken. Bin aber auch ein Comunityneuling!

    Liebe Grüße
    Anni

    Lea
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Vielen Dank für die Antworten 🙂

    Ja die Neurologin wusste über die Vorgeschichte bescheid, hab ihr das alles kurz erzählt..

    Ich hab mich nun entschlossen für eine Woche krank schreiben zu lassen um aus der Migräne auszubrechen. Ich hatte jetzt Freitag und Sonntag wieder Migräne und ich kann einfach nicht mehr. Ich bin echt ein Häufchen Elend bei den Attacken. Zur Zeit habe ich zwar nicht die stärksten Schmerzen bei den Attacken, dafür massive Übelkeit, Schweißausbrüche, Kreislaufprobleme und bei schwersten Attacken eben die Aurasymptome mit dem Lähmungen..

    Liebe Anni wir können uns gerne mal austauschen, wenn wir beide wieder etwas auf dem Damm sind. Würde mich sehr freuen 🙂 Tut mir sehr leid, dass es dich auch so schlimm erwischt hat. Ist einfach eine so schwere aber unsichtbare Krankheit…ich wurde mit meinen Lähmungen ein paar Stunden später, als ich wieder wach und halbwegs klar war. Mit dem Worten, Sie können ja nicht immer ins Krankenhaus kommen mit ner Migräne, entlassen…

    Allgemein gefragt: Macht es Sinn jetzt Kortison oder sedierende Medikamente zu nehmen? Ich komme aus der Dauer Migräne im Moment einfach nicht raus. Jetzt ist meine Migräne durch die Medikamente gedämpft, aber ich weiß dass sie vermutlich wiederkehren wird. Ich war gestern kurz davor in die Uni Klinik zu fahren, da ich mir da eine bessere Behandlung als im kleinen KH hier Zuhause erhoffe. Während den Attacken finde ich den Zustand zur Zeit so unaushaltbar- das war früher nicht so.. Nach 2-3 Stunden schaffe ich es dann endlich zu schlafen und dann wird es besser. Ich ertrage das im Moment wirklich nicht mehr.

    Liebe Grüße
    Lea

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat, 2 Wochen von  Lea.
    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5244

    Liebe Lea,

    wir haben in Headbook eine Gruppe „Notfallplan“, dort kannst du unter den einezlnen Foren mal stöbern, lies auch mal hier:
    http://www.headbook.me/groups/notfallplan/forum/topic/der-einsatz-von-kortison/

    Kortison macht auf jeden Fall Sinn, wenn man aus einer Migränephase überhaupt nicht mehr rausfindet. Man sollte wissen, dass Kortison nicht ein Akutmedikament ist, das schon nach 1 bis 2 Stunden Wirkung zeigt wie ein Triptan. Doch es dämmt in jedem Fall die entzündlichen Reaktionen ein. Du kannst es gerne mit einer einmaligen Dosis von 100mg versuchen oder gleich drei Tage hintereinander mit jeweils 100mg. Nach nur drei Tagen musst du auch nicht ausschleichen, bei längeren Einnahmezeiten sollte man das Kortison langsam reduzieren.

    Auf jeden Fall an den Magenschutz denken, das Kortison morgens nehmen und evtl. abends etwas zum Schlafen, falls du es mehrere Tage nimmst. Ich selber nehme in schlechten Phasen die 150mg Vomex-Zäpfchen, die machen mich müde und dämpfen ganz gezielt die Übelkeit. Du kannst dir von deiner Hausärztin aber auch etwas Stärkeres zur Sedierung verschreiben lassen.

    Unter Kortison sollte man Ruhe halten, selbst wenn man sich dann besser fühlen sollte, doch der Körper braucht absolute Schonung, damit das Kortison optimal greifen kann.

    Dass du deinen Zustand während der Attacken zurzeit so unaushaltbar empfindest, kann an deiner starken Erschöpfung liegen. Wenn man fix und alle ist, hat man grundsätzlich weniger Nerv, überhaupt etwas zu ertragen, schon gar nicht irgendwelche Schmerzen.

    Ob dir an einer Uni-Klinik besser geholfen wird als in einem kleinen Krankenhaus vor Ort, hängt immer auch davon ab, wer gerade Dienst hat. Überall kann man auf Ärzte treffen, die wenig Ahnung von einer schweren Migräneerkrankung haben oder sich gut auskennen. Wie von Anni schon prima geraten, hat man am besten immer einen persönlichen, vom eigenen Arzt ausgestellten Notfallplan, was einem in einer Notfallsituation an Medikamenten am besten hilft, in der Tasche und legt das vor. Damit ist beiden Seiten sehr geholfen.

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat, 2 Wochen von  heika.
    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5244

    Liebe Anni,

    herzlich willkommen in Headbook!

    Du wirst dich sicherlich schnell hier zurechtfinden. Und du hast auch alles vollkommen richtig gemacht. Gerne kannst du für dich auch einen eigenen Schmerzverlauf anlegen: http://www.headbook.me/groups/mein-persoenlicher-migraeneverlauf/forum/
    Die Seite anklicken, ganz nach unten scrollen, bis du zu dem leeren Feld kommst, dir einen persönlichen Titel aussuchen und dann deinen Beitrag noch einmal dort hin kopieren. So hast du alle Antworten und Beiträge, die dich selber betreffen, immer mit einem Klick parat zum Nachlesen.

    Selbstverständlich ist es super, wenn du ebenfalls bei Lea weiterschreibst, was Lea oder euch beide betrifft. Jeder schreibt ja bei jedem, wenn man etwas beizutragen hat.

    Bettina ist gerade auf Reisen und hat oft keine gute Internetverbindung. Am besten geduldest du dich noch ein paar Tage und fragst dann noch einmal nach, damit dein Anliegen nicht untergeht.

    Du hast ja einen sehr schweren Migräneverlauf, da tut ein Austausch mit anderen ebenfalls sehr schwer Betroffenen doppelt gut. Zum Glück bist du in der Schmerzklinik Kiel von ärztlicher Seite aus bereits in den allerbesten Händen.

    Lieber Gruß
    Heika

    Anni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2

    Liebe Heika, liebe Lea!

    Danke für eure schnelle Rückmeldung!

    Lea:
    Dir weiterhin eine schnelle Genesung und dass du bald von dieser hartnäckigen Attacke erlöst bist.

    Vorletzte Woche war ich auch mit ähnlichen Symptomen im Krankenhaus und mir wurde für drei Tage Kortison gegeben. Das hat mir zumindest die Schmerzen genommen. Mir wurde von den Krankenhausärzten empfohlen immer ins Krankenhaus zu gehen, wenn es ein so schwerer Anfall ist und bei Lähmungen sowieso. So unterschiedlich können die Meinungen der Ärzte sein.

    Schade, dass die Ärzte bei dir deine Erkrankung scheinbar nicht ernst nehmen. Ich finde das zeugt auch von Unwissenheit. Es ist ja leider auch so, dass die meisten Ärzte und Neurologen über die hemiplegische Migräne nicht viel wissen, weil es einfach noch nicht viele Studien dazu gibt. Mir konnten zumindest meine vielen Fragen noch nicht beantwortet werden.
    (Da ich momentan noch in der Schmerzklinik in Kiel bin, hoffe ich hier bei Prof. Göbel ein paar Antworten zu bekommen.)

    Eine Vorlage für ein Notfalldokument findest du übrigens im Internet, wenn du nach „Hemiplegische Migräne-Orphanet“ googelst. Du kannst den Pass individuell mit deinen Medikamenten und deinen Symptomen ändern. Ich habe das zusammen mit meiner Neurologin gemacht, damit das Schreiben mehr Gewicht hat. Wir haben die für mich unrelevanten Zeilen gestrichen und alles etwas komprimiert, damit alles auf eine Seite passt. Sonst ließt sich das nachher keiner durch, weil es zuviel Text ist. In jedem Fall macht das Schreiben deutlich, wie ernst diese Erkrankung ist oder werden kann.

    Vielleicht hilft es dir ja beim nächsten Mal.
    In jedem Fall sollten wir in solchen schlimmen Phasen nicht auch noch um Empathie kämpfen müssen.
    Werde jetzt erstmal wieder fit und wenn du irgendwann magst, können wir uns vielleicht mal austauschen.

    Heika:
    Danke für die Hinweise. Ich werde meinen eigenen Schmerzverlauf, wenn ich etwas besser drauf bin, anlegen.
    Vielleicht melden sich dann noch andere Betroffene. Mir würde das auf jeden Fall sehr helfen.

    Ich finde es übrigens großartig, wie kompetent du und Bettina und viele andere, sich im headbook engagieren. Ihr macht das wirklich sehr professionell.
    Unglaublich wieviel Zeit ihr dafür investieren müsst.
    Ganz herzliche Dank dafür!!!

    Liebe Grüße aus Kiel
    Anni

    Lea
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Hallo ihr Lieben,

    Ich war jetzt von gestern 8 Uhr morgens bis eben im Krankenhaus. Hab Infusionen mit MCP, Novalgin und später noch mit Aspirin bekommen. Zusätzlich dazu eine Infusion mit Kortison. Mir geht es schon besser, wobei ich noch sehr geschwächt bin und mich viel ausruhe. Ich gehe die Tage noch mal ganz ausführlich auf die Antworten ein.

    Und ich soll jetzt Topiramat zur Prophylaxe bekommen. Hole mir Donnerstag das Rezept bei der Ärztin raus.

    Liebe Grüße Lea

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5244

    Erhol dich erst einmal gut, Lea!
    Beim Topamax langsam eindosieren, doch das weißt du sicherlich, wenn du hier fleißig mitliest. 😉

    Alles Gute,
    Heika

    Lea
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Hey,

    So leider leide ich immer noch unter den Schmerzen und Übelkeit. Heute wenigstens keine mörderischen Schmerzen, sondern „nur“ mittelmäßig.

    Die Schmerz Medikamente helfen nicht, weshalb ich jetzt seit gestern keine Medikamente nehme. Da ich meinem Körper wohl mal eine Medikamenten Auszeit geben muss. Das Topiramat ist heute in der Apotheke angekommen und ich werde es heute Nachmittag abholen.

    Zur Schule kann ich leider immer noch nicht gehen. Ich werde wohl wiederholen müssen. Aber das sind Dinge, die ich gerade einfach nicht ändern kann..

    Ich hab mit meiner Hausärztin schon mal einen Teil der Unterlagen für Kiel bearbeitet. (Die checkliste, stationäre Einweisung) Meint ihr es macht Sinn in Kiel anzurufen wegen einer dringlichen Aufnahme? Meine Hausärztin hat auch Kreuze bei psychische Ko-Morbidität usw. gemacht. Ich werde heute noch mal die restlichen Unterlagen ausdrucken und über das WE ausfüllen.

    Nachtrag: ich sehe gerade dass meine Hausärztin die Dringlichkeit „Mittel“ angekreuzt hat 😐 ausserdem ein Kreuz bei Suizidgefährdung. Obwohl ich nur geäußert habe, dass ich mal Gedanken habe, aber keine akute Gefährdung da ist. Hmm

    Liebe Grüße
    Lea

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat, 1 Woche von  Lea.
    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5244

    Liebe Lea,

    jetzt in Kiel anzurufen wegen einer von dir geäußerten Dringlichkeit, macht keinen Sinn. Kiel braucht zuerst deine Unterlagen. Schau, dass du sie zügig wegschicken kannst; die Unterlagen, für die deine Hausärztin notwendig war, hast du ja bereits.

    Du könntest dann in einem allgemeinen Anschreiben äußern, dass du auch bereit wärst, über die Weihnachtsfeiertage oder Osterfeiertage zu kommen, denn diese Zeiten sind für viele Patienten nicht so günstig.

    Es liest sich ein wenig widersprüchlich, wenn deine Hausärztin bei Suizidgefährdung „ja“ ankreuzt und dann die Dringlichkeit nur „mittel“ einschätzt.

    Doch du bist jetzt auf einem guten Weg. Am besten die Unterlagen heute nicht nur ausdrucken, sondern auch gleich noch ausfüllen und morgen schon in den Briefkasten werfen, dann hast du zwei Tage gespart. 😉

    Lieber Gruß
    Heika

    Lea
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Danke Heika,

    Ja finde das auch Widersprüchlich..

    Ich fahre gleich einmal in die Stadt, schnell im Copyshop die Unterlagen ausdrucken und dann mach ich mich an das Ausfüllen.

    Und dann vermerke ich, dass Feiertage vollkommen wurscht sind 😅

    Liebe Grüße
    Lea

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26983

    Liebe Lea,

    Nachtrag: ich sehe gerade dass meine Hausärztin die Dringlichkeit „Mittel“ angekreuzt hat 😐 ausserdem ein Kreuz bei Suizidgefährdung

    das würde ich direkt noch mal abklären mit der Klinik. Wenn tatsächliche Suizidgefährdung besteht, wird man nicht aufgenommen. In so einem Fall müsste man in eine geschlossene Einrichtung, um das Leben des Erkrankten schützen zu können. In Kiel ist alles offen und dort ist man auch nicht eingestellt auf gefährdete Menschen. Daher stelle das doch noch richtig und sprich auch mit Deiner Ärztin darüber. Nicht, dass es deswegen zu Missverständnissen kommt.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lea
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Hallo Bettina und vielen Dank

    es besteht halt wirklich kein Grund bei mir, um in eine geschlossene Einrichtung zu müssen. Klar ist, dass ich dringend auch Psychiatrische Hilfe benötige.

    Und genau ich hab mich gefragt, ob Kiel Suizid gefährdete überhaupt aufnimmt.

    Dann spreche ich nochmal mit der Ärztin und mit Kiel.

    Liebe Grüße

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26983

    Dann unbedingt abklären, am besten erst mit Deiner Ärztin. 🙂

    Lea
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Hallo ihr Lieben,

    Nun habe ich doch eine Frage zum Topiramat. Ich hab jetzt 28 Tabletten a 25mg verschrieben bekommen. Ich nehme seit heute eine Tablette morgens. In welchem Abstand erhöhe ich die Dosis? Und macht es dann eher Sinn die Dosis auf morgens und Abends aufzuteilen? Meine Hausärztin hat da leider gar nichts zu gesagt

    Liebe Grüße
    Lea

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 317

    Hallo Lea,

    ich habe ganz langsam angefangen, also sogar noch mit der Hälfte (12,5mg).
    Ich habe abends angefangen, weil es mich so müde gemacht hat und dann jeweils morgens dazu genommen, dann wieder abends usw.

    Die Dosis habe ich immer erst dann erhöht, wenn ich mit den Nebenwirkungen der aktuellen Dosis zurecht gekommen bin, ganz nach Gefühl.

    LG Anna

    Lea
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Danke für deine Antwort Anna 🙂

    Nimmst du das Topiramat immer noch?

    Meine Tabletten sind nicht teilbar, also werde ich es erstmal so versuchen. Und dann gucke ich mal 🙂

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 317

    Hallo Lea,

    ja, ich nehme das Topiramat noch.
    Ich habe im März angefangen und erst im September war ich bei 50 : 50.

    Der Plan ist, es jetzt mal für ein Jahr laufen zu lassen und dann weiter zu sehen.

    Lass dir doch die Tabletten von Stada oder Aliud verschreiben, die sind teilbar, aber auch die anderen kannst du mit einem Tablettenteiler teilen.

    LG Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat, 1 Woche von  Anna.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26983

    Hallo Lea,

    Topamax startet man üblicherweise abends, da man dann die anfänglichen Nebenwirkungen verschläft. Tabletten kann man auch mit einem Tablettenteiler aus der Apotheke teilen. Niedrigere Dosierungen sind einfach besser verträglich. Hochsteigern sollte man auch erst dann, wenn die Nebenwirkungen nachgelassen haben oder erträglich sind. Das kann mitunter auch mal einige Wochen dauern.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lea
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Danke Bettina,

    Dann werde ich morgen die nächste am Abend nehmen. Das mit dem Tablettenteiler ist ne gute Idee. So nach der ersten Tablette hab ich noch keine Nebenwirkungen aber Mal schauen. Beim ersten Mal Topamax vor 5 Jahren hatte ich ganz fürchterlich Probleme mit den Parästhesien

    Liebe Grüße
    Lea

    Lea
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Hallo,

    Mal ein Update von mir:

    Ab morgen bin ich stationär in der Psychiatrischen Klinik um die Depression in den Griff zu kriegen. Ich hoffe es hilft mir..

    Ich bin jetzt übrigens bei einem ganz tollen Schmerztherapeut der auch mit Kiel zusammen arbeitet. Ich nehme jetzt an der integrierten Versorgung der TK teil und kann somit schon in 3-4 Monaten nach Kiel. Der Schmerztherapeut hat auch höchstdringlich angegeben, da ich den Aufenthalt ja auch brauche um meine Ausbildung wieder starten zu können. Ich hoffe sehr, dass ich von dem Aufenthalt in Kiel profitieren kann.

    Im Januar werde ich übrigens bei dem Schmerztherapeuten Botox oder Aimovig bekommen. Wir schauen noch was besser ist.

    Grüße Lea

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