Mein persönlicher Schmerzverlauf und die Frage nach dem ”was nun?” – frlschnee (55 Antworten)

Themen-Schlagwörter: Schmerzverlauf frlschnee Kopfschmerzen chronisch Migrän
  • Profilbild von Fräulein Schnee Fräulein Schnee sagte vor 10 Monaten, 1 Woche:

    Da habe ich so großspurig gesagt ich hätte mal etwas ruhe und mich schon gefreut… noch am abend meines Eintrags war der Spaß vorbei. Naja, so ist das eben.

    @Bettina Frank: So dringend können die keine Patienten nötig haben, oder warum habe ich jetzt eine Wartezeit bis 12. November für einen Termin?! Ich finds ja immer wieder witzig… eigentlich nicht, aber was nützt drüber ärgern?!
    Das Schmerzzentrum verfügt über eine gesonderte Kopfschmerz-Abteilung mit eben allem was dazugehört. Gut, die Zeit bis November ist noch lang und ich bin nicht sicher, wie ich die zeit überstehen soll, aber ich möchte dem wenigstens eine Chance geben.

    Ich habe auch Nachgedacht und nach einigem Lesen festgestellt, dass ich ziemlich häufig Wiederkehrkopfschmerzen habe (so auch heute; gestern Nachmittag fings an, hab mich bis heute morgen durchgequält um dann doch eine halbe Tablette zu nehmen. Das war um 5.30. spätestens um 9 waren die Schmerzen wieder da). Daher werde ich vielleicht nochmal einen Versuch mit allegro starten. Das letzte Mal hat das ja gar nicht angeschlagen. Aber war bei Sumatriptan auch immer mal so und mittlerweile ist es das einzige was ab und an hilft.

    Ich habe auch gelesen, dass eine Kohlehydratintoleranz am Schmerz schuld sein kann. Da ich eher dünn bin (BMI von 17) könnte ich mir das fast vorstellen. Soll ich die Neurologin mal drauf ansprechen, wenn wir dann, so Gott will, im August unseren Termin haben?

    Auf das Buch von Dr. Göbel warte ich leider noch.

    Zum Glück ist Freitag und vor mir liegen nur noch 3 Stunden Arbeit… Ich bin auch unschlüssig ob ich noch eine Tablette nachnehmen soll, weil ich Angst hab, dass sie dann wieder nicht wirkt. Ich verstehe auch nicht warum die länge der Attacken so zunimmt. Die Häufigkeit kann man sich ja noch erklären, aber die Länge… Meine Mutter meint ja, sie denkt es läge am “Schmerzgedächtnis”, dass dann empfindlicher macht und überreizt ist. Was denkt ihr dazu?

    Viele Grüße und einen schönen Start ins Wochenende,
    Frl. Schnee

  • Profilbild von Fräulein Schnee Fräulein Schnee sagte vor 10 Monaten, 1 Woche:

    Ach, ich bin aber auch eine Trantüte… hätte ich mal ein bisschen gesucht, hätte ich Artikel zum Schmerzgedächtnis im Forum gefunden.

    Ok, damit hat sich das erledigt. Ich denke ich werde jetzt mal langsam “nachlegen”. Dieses “Aushalten” ist ja schön und gut, aber wenns nichts bringt…

    Ich werd demnächst erstmal suchen, bevor ich was schreibe ;)

  • Profilbild von regenbogen68 regenbogen68 sagte vor 10 Monaten, 1 Woche:

    Ich nehme jetzt auch etwas … es ist schon der dritte Tag hintereinander mit Migräne.
    Wichtig ist die 10/20-Regel zu beachten. Sonst gilt: möglichst wenig Leid!
    Lieben Gruß, Regenbogen

  • Profilbild von Johanna Johanna sagte vor 10 Monaten, 1 Woche:

    Liebes Fräulein Schnee,

    eher dünn…bei einem BMI von 17 find ich ein bisschen untertrieben…. ;-)

  • Profilbild von alchemilla alchemilla sagte vor 10 Monaten, 1 Woche:

    Warum nimmst du eine halbe Tablette?
    Um einen MÜK zu vermeiden, zählen die TAGE, an denen man Schmerzmittel nimmt, nicht die Höhe der Dosis.
    Das mit den Halben und ein Bisschen und so, das führt dazu, dass die MigräneAttacke gar nicht wirklich gekappt wird und dann immerzu weiterschwelt.
    Das führt zu diesen Wiederkehrkopfschmerzen und man nimmt dann doch einen Tag nach dem anderen etwas.
    Diese Quälerei ist unnütz.
    WENN man schon einen Medikamententag hat, dann soll man auch richtig so dosieren, dass der Schmerz besiegt wird.
    Die Empfehlung, die ich bekommen habe: ein allegro, bei Wiederkehr ein paar Stunden später NOCH eine allegro kombiniert mit naproxen- am SELBEN TAG ! ! !

  • Profilbild von Bettina Frank - Moderatorin Bettina Frank – Moderatorin sagte vor 10 Monaten, 1 Woche:

    Liebes Fräulein Schnee,

    was meinst Du denn mit “Kohlenhydratintoleranz”. Das ist ein schwammiger Begriff, der alles und nichts ausdrücken könnte. ;) Was verträgst Du ganz konkret nicht? Mit einem BMI von 17 bist Du stark untergewichtig. Wie alt bist Du? Hab auf die Schnelle keine Info gefunden.

    Alchemillas Infos sind sehr wichtig, denn hierbei gibt es unglaublich oft Missverständnisse, die dann erst recht in einen MÜK führen.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild von regenbogen68 regenbogen68 sagte vor 10 Monaten, 1 Woche:

    Genau, ordentlich an einem Tag bekämpfen! :)

  • Profilbild von Ronja Ronja sagte vor 10 Monaten, 1 Woche:

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe auch gerade eine 3Tage andauernde Attacke hinter mir. Ich klotze immer, trotzdem habe ich Wiederkehrkopfschmerzen. Gestern Abend habe ich tatsächlich überlegt, abends nochmal prophylaktisch das Triptan zu nehmen, damit ich heute morgen ganz sicher nicht wieder mit Kopfschmerz aufwache. Dann hätte ich wirklich nicht gespart mit Triptan und hätte gleichzeitig die 3 Tage-Triptan-Regel eingehalten.
    Ich habe es nicht gemacht, aber wie oft kommt am Tag 4 auch ein Wiederkehrkopfschmerz. Und dann? Was macht ihr in diesem Falle? Ich hatte echt Bedenken und Angst vor heute morgen, so froh bin ich, dass die Attacke durch ist.

    Herzliche Grüße
    Ronja

  • Profilbild von Bettina Frank - Moderatorin Bettina Frank – Moderatorin sagte vor 10 Monaten, 1 Woche:

    Liebe Ronja,

    Du kannst nicht sicher sein, dass es Wiederkehrkopfschmerz war, es könnte auch wieder eine neue Attacke gewesen sein.

    Ich behandle auch am Tag 4 und 5 …

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild von Ben Ben sagte vor 10 Monaten, 1 Woche:

    Hallo,
    ich weiss nicht ob das hilfreich ist, was ich schreibe…aber ich glaube alle hier haben recht, die Dir einen stationären Aufenthalt empfehlen. Dort kann nicht nur schnell auf Deine Schmerzen reagiert werden, sondern Du kannst versuchen Dich und Dein Leben mal von aussen betrachten…Arbeit, Beziehung, Kampf gegen den Schmerz…teilweise schnelle Wechsel der Medikation…vielleicht ist das immer noch zuviel für dein schmerzgeplagtes ich..
    Ich habe hier von vielen LeidengenossInnen schon viel lernen können…aber eins war mir das wichtigste: Konstante Lebensrhythmen, Rituale, Nein sagen…mir hat das schon ein bisschen geholfen…

    Vielleicht auch bei Dir…

    Gruß

    Ben

  • Profilbild von Fräulein Schnee Fräulein Schnee sagte vor 10 Monaten:

    Hallo ihr Lieben,

    So, gestern ist Dr. Göbels Buch bei mir einetroffen und jetzt nutze ich natürlich jede freie Minute um darin zu Lesen. Ich war erfreut über die tolle Aufmachung des Buchs (Über sowas können sich wohl in erster Linie Medien-Freaks, zu denen ich nun auch gehöre, freuen :D ).

    @regenbogen68: Im Moment scheint es so, als hätte ich eine etwas ruhigere Phase, in der ich die Regel schaffe… Ich hoffe, dir ging es dann auch besser?!

    @alchemilla: Ich nehme eine halbe Tablette, nachdem mich mein Doc drauf gebracht hat. Ich möchte die Menge an sich reduzieren und manchmal hilft mir eben schon eine halbe Tablette. Ich möchte ja nicht ständig zum Doc rennen für neue Rezepte. Mittlerweile merke ich meist schon, wenn nur noch eine ganze helfen kann. Die machen mich halt immer recht matschig im Kopf. Das ist an der Arbeit nicht so wirklich vorteilhaft.
    Ich will die Neurologin eh nochmal ansprechen, wegen Allegro. Ich möchte es einfach nochmal probieren, ob das nicht bei den langen Attacken besser ist, als 2 mal Sumatriptan nehmen.

    @Bettina Frank: Wie gesagt, ich arbeite dran, die Medikamente zu reduzieren. gerade klappt das auch recht gut, auch wenn mir jetzt schon vor den nächsten Tagen graut, wegen dem Wetter… Aber sich selber verrückt machen, machts ja nicht besser.
    Ich habe das mit der “Kohlehydratintoleranz” auf einer Migräne-Infoseite gelesen. Da ich ja recht schlank bin und auch sonst eher blass und auch bei erhöhter Nahrungsaufnahme nicht zunehme, würde ich das gerne abklären lassen. Es ist zwar nur ein “ergoogleter” Verdacht, aber bisher hat kein Arzt sowas mal angesprochen. Also muss ichs wohl selber tun.
    Ich bin 24 und wiege bei 178 cm im Moment 54 KG (macht nen BMI von 17). Unter dem Topi habe ich 4 Kilo verloren, die ich gerade zurück erfuttert habe… Ich hatte mal 56 kg. Aber das bekomme ich wohl so schnell wieder hin.
    Alchemillas Hinweis nehme ich durchaus an und denke aber weiterhin, dass es besser ist auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Häufig merke ich eben, was ich gerade brauche und was nicht.
    Ansonsten nehme ich auf jeden Fall mit, dass Aushalten nichts bringt und man dann doch lieber einmal ordentlich medikamentös eingreifen sollte, als nur Häppchenweise.

    @Ronja: Am besten sollten wir, also du und ich, es so halten, wie hier auch empfohlen wird: Behandeln, anstatt aushalten. Wenn ich so Phasen hab, hört es irgendwann gar nicht mehr auf, nichtmal nach Triptaneinnahme. Also besser frühzeitig intervenieren.
    Mir hat es sehr geholfen, dass ich hier gelesen habe (und auch im Buch von Dr. Göbel), dass aushalten einen nicht zum Helden macht. Man tut sich selber damit keinen Gefallen.
    Zudem es bei solch längeren Schmerzperioden wirklich nicht mehr gut zu unterscheiden ist, ob Wiederkehrekopfschmerz oder neue Attacke.

    @Ben: Vieles davon wurde mir im laufe der Behandlungen bei den Ärzten ja auch so schon empfohlen. Diätische Ernährungsumstellung, Sport usw. Andere Maßnahmen habe ich selbst gelesen und versuche sie umzusetzen (angeglichener Schlafrythmus etc.). Ich habe, wie geschrieben im Moment eine etwas ruhigere Phase und möchte die nutzen, um noch ein paar Dinge abklären zu lassen. Daher auch der Termin im Schmerzzentrum und da steht ja auch noch das Venenscreening an. Ich möchte auch noch etwas länger Tagebuch führen um eventuell eine Systematik besser erkennbar zu machen.
    So lange sich die Schmerzen verhalten, wie im Moment (fast ein ganzes Wochenende ohne, yay!) glaube ich, dass eine ambulante Behandlung mit Abklärung aller noch offenen Fragen und vor allem Selbstinformation ein guter Weg sind.
    Allerdings bin ich der festen Meinung, sollte wieder so eine 2 – 3 Wochenphase kommen, dass eine Klinik und ein Aufenthalt dort das absolut richtige ist. Jetzt gerade gibt es keine Begründung, um stationär aufgenommen zu werden. Da sagt der Doc dann auch, dass er das nicht machen kann, wenn wirs gerade im Griff haben. Wenns wieder soweit ist, werde ich direkt Nägel mit Köpfen machen, aber so lange wie ich noch selber was tun kann, sollte ich das doch auch machen, oder? Ich möchte schließlich auch selber das Gefühl haben, selbst alles mögliche dafür getan zu haben, anstatt mich gleich an den nächstbesten Kittel zu klammern. ;)
    Trotzdem danke ich auch für deinen Rat und schätze, dass ich auf lange Sicht wahrscheinlich nicht drumrum komme.

  • Profilbild von Astrid Astrid sagte vor 10 Monaten:

    Hallo Fräulein Schnee,

    ich würde dir immer empfehlen, in eine etablierte Fachklinik zu gehen, und keine Kur zu beantragen.
    Meiner Meinung nach sind viele Kurkliniken überhaupt nicht eingerichtet auf Patienten mit ausgeprägten Beschwerdebildern.
    Ich wünsche Dir gute Besserung, gönne Dir eine gute Behandlung mit Klinikaufenthalt und mach keine halben Sachen. :-)

    LG
    Astrid

  • Profilbild von Fräulein Schnee Fräulein Schnee sagte vor 10 Monaten:

    @Astrid: Vielen Dank für die lieben Worte. Ich bin froh, dass man mich hier so gut aufgeklärt hat, gerade was den Unterschied Klinik – Kurklinik anbetrifft. So eine Kur ist ja im Volksmund scheinbar allheilend… Ich habe das Vorhaben bereits mit meinem Hausarzt besprochen, der wie ich der Meinung ist, dass wir noch ein bisschen was tun und nach dem Ausschöpfen aller Möglichkeiten einen Klinikaufenthalt klarmachen. ^^

    Ich weiss ja jetzt bescheid und werd deshalb versuchen immer gleich möglichst effizient zu agieren. :D

  • Profilbild von Bettina Frank - Moderatorin Bettina Frank – Moderatorin sagte vor 10 Monaten:

    Liebes Fräulein Schnee,

    ich kann mir grad vorstellen, auf welcher Seite Du das mit der “Kohlenhydratintoleranz” gelesen hast. Das ist eine Sichtweise, die seriöse Fachleute völlig ablehnen. Was Du aber vielleicht mal machen lassen kannst, ist, einen Test auf Zöliakie. Das macht Sinn, aber nicht das wahllose Weglassen von Kohlenhydraten, die der Gehirnstoffwechsel benötigt, um seine Energie zu gewinnen.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild von Astrid Astrid sagte vor 10 Monaten:

    Liebe Fräulein Schnee,

    gute und auch ausreichende Ernährung ist für die Migränetherapie äußerst wichtig! Bei mir rächt sich schlechtes und zu wenig Essen prompt.
    Und vor allem Kohlenhydrate sind für das innere Gleichgewicht von enormer Bedeutung.

    Ich kann zum Beispiel nicht fasten, das setzt mit Sicherheit eine Migräneattacke.

    Der Zöliakietest ist einfach und schnell gemacht. Das ist sicher eine gute Sache.

    LG
    Astrid

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