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Mein persönlicher Schmerzverlauf

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 8 Stunden, 10 Minuten aktiv

Hier könnt Ihr über Euren persönlichen Schmerzverlauf berichten. Sei es Migräne, Aura, Sonderformen der Migräne, Spannungskopfschmerz, Clusterkopfschmerz, Neuralgien, oder sonstige Schmerzzustände.

Wie begann alles, wie entwickelte sich die Erkrankung, verstärkte oder verbesserte sie sich. Wie ging ich damit um in früheren Zeiten, wie verarbeite ich sie jetzt. Was bewegt mich, was macht mir Angst und was gibt mir Hoffnung.

Hier geht es nicht nur um den rein medikamentösen Behandlungsverlauf und was man schon alles versucht hatte, sondern auch um die psychische Ebene, mit dieser Erkrankung umzugehen.

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Mein Schmerzverlauf (Anna) (261 Antworten)

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  • Profilbild Anna2104 vor 7 Monaten:

    Hallo ihr lieben,

    ich habe mal ein eigenes Thema eröffnet weil es ja nicht mehr so viel mit “Topiramat und Nebenwirkungen” zu tun hat.
    Ich habe gestern ja berichtet das ich Migräne bekommen habe,ich habe gestern abend nichts mehr genommen kein Vomex kein Triptan und bin früh schlafen gegangen und habe versucht die Migräne auszuliegen (zuschlafen). Heute morgen bin ich in dem selben zustand erwacht wie ich eingeschlafen bin. Zuerst hatte ich gedacht die Migräne sei etwas zurückgegangen aber als ich mich dann ins Auto gesetzt habe und im Büro angekommen bin habe ich sehr starke Migräne gehabt. Ich habe dann doch wieder ein Triptan genommen weil ich Angst hatte es wird noch schlimmer. Aushalten bringt nichts hatte ich ja gestern versucht. Das Triptan hat innerhalb einer halben Stunde gewirkt der Schmerz ist nur noch sehr dumpf da. Leider werde ich die 10/20 Regel diesen Monat nicht schaffen kommt man gleich in einen MÜK wenn man in einem Monat mal 12 Triptane eingenommen hat? Der Oktober war wieder sehr schlimm für mich Gleich Am Anfang im Oktober habe ich 9 Tage am Stück Migräne bekommen und habe da schon meine 4 Triptantage gebraucht. Ansonsten hatte ich den Oktober über fast jeden 2.oder 3. Tag Migräne.

    Liebe Grüße Anna

  • Profilbild muri vor 7 Monaten:

    hallo liebe anna,

    nein, nun mach dich nicht verrückt. du kommst nicht sofort in einen MÜK. versuch ruhig zu bleiben. ich war auch oft bei 12 einnahme tagen, aber erst als ich 11 tage hintereinander triptan genommen habe war klar das ich im MÜK war.
    ich drücke dir ganz doll die daumen das es nun besser wird.

    liebe grüße
    andrea

  • Profilbild regenbogen68 vor 7 Monaten:

    Liebe Anna,

    Bettina hat hier unlängst 2 neue Dokumente zum Thema MÜK eingestellt:
    http://www.headbook.me/groups/medikamentenuebergebrauchs-kopfschmerz-muek/documents/
    Es ist gut, wenn Du so sorgfältig darauf achtest, aber ganz so schnell kommt man da nicht hinein.

    Mach Dir nicht so viel Druck.

    Herzlich, Regenbogen

  • Liebe Anna,

    meine Vorschreiberinnen hatten Dich ja schon beruhigt und ich mache es gerne auch nochmal. So schnell gerät man nicht in einen MÜK und zu sehr sollte man sich nicht unter Druck setzen. Hab ein “waches Auge” darauf, fülle den Schmerzkalender aus und versuche, im Rahmen zu bleiben. In einen MÜK gerät man meist dann, wenn man einige Monate die Regel nicht einhalten kann. Das ist aber auch bei jedem ein wenig anders, daher sollte man prinzipiell aufpassen. Aber das machst Du ja sowieso. :)

    Gute Besserung und versuche, das Wochenende insgesamt ein wenig zur Ruhe zu kommen. Dein Kopf wird es Dir danken.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Anna2104 vor 7 Monaten:

    Hallo ihr lieben,

    danke für Eure netten Worte. Ich bin nur im moment wieder so verzweifelt weil die Migräne so oft und so heftig da ist. Trotz das ich im Mai in Kiel war… Ich weiß ich muss dem Topi noch Zeit geben aber es zehrt an meinen Kräften und an meiner Stimmung. Ich hatte diesen Monat kaum schmerzfreie Tage es ist alles anstrengend und ich bin nur noch müde. Irgendwie bin ich wieder in diesem Loch nach Kiel war ich doch so zuversichtlich das alles besser wird.

    Liebe Grüße Anna

  • Profilbild Happy vor 7 Monaten:

    Liebe Anna,
    es tut mir leid, das von Dir zu lesen. Ich hatte im Oktober auch viele Migränetage und kann das gut nachvollziehen. Kannst Du Dich nicht mal eine Woche krank schreiben lassen. Bei mir wirkt das Wunder, wenn ich einfach nur mal loslassen kann und nicht den Druck habe, dass ich funktionieren muss. Dass so viele Migränetage auslaugen, kenne ich auch. Ich wünsche Dir, dass Du Dich viel ausruhen und auskurieren kannst und Du aus Deinem Loch wieder raus kommst.
    Ganz liebe Grüße
    Christiane

  • Profilbild Anna2104 vor 7 Monaten:

    Hallo Christiane,

    ich war im Oktober zu Anfang direkt nach meinen Urlaub für 3 Tage krankgeschrieben. Hatte vom 26.09 – 04.10 Urlaub (habe im Urlaub den heftigen Migräneanfall von 9 tagen bekommen) und war dann vom 04.10 – 07.10 krankgeschrieben was mir schon mehr als unangenehm war. Hatte eine Infusion bei meinem Hausarzt bekommen andere wurden mir ja bei einem anderen Arzt verweigert und bin am Montag 10.10 wieder arbeiten gegangen. Seit dem jeden 2. oder 3. Tag Migräne. Seit 08.10 nehme ich Topi und werde es am Samstag auf 50 mg aufdosieren.

    Gruß Anna

  • Profilbild heika vor 7 Monaten:

    Liebe Anna,

    ich hatte gleich Anfang Oktober auch schon einige Tage mit Triptaneinnahme. Das ist immer ein blödes Gefühl, weil man sich unter Druck fühlt, im restlichen Monat nicht mehr so viel Migräne “bekommen zu dürfen”. Leider interessiert es unsere Köpfe wenig, ob sie Migräne bekommen “dürfen”, weil wir noch Luft mit den Triptantagen haben, oder ob sie “nicht mehr sollen”, weil wir schon einige hinter uns haben.
    Dieser Monat ist auch bei mir kein guter, keine Ahnung wodurch, aber das gibt es immer mal. Warte einfach noch die nächsten beiden Monate ab, wie es sich bei dir weiterentwickelt. Ich wünsche dir, dass das Topi bald besser greift und du wieder einige schmerzfreie Tage zum Krafttanken erleben kannst.

    Gute Besserung,
    Heika

  • Profilbild Doro vor 7 Monaten:

    liebe Anna,
    ich schick Dir mal ne Runde Kraft und vor allem Zuversicht. Das ist aber auch gemein…
    LG
    Doro

  • Profilbild Happy vor 7 Monaten:

    Liebe Anna,
    bei mir hat das Topiramat schnell geholfen, als ich es genommen hatte. Ich wünsche Dir, dass es auch bei Dir ganz schnell hilft. Ich kann verstehen, dass es Dir auf der Arbeit unangenehm ist. Man möchte ja seine Arbeit auch behalten. Hast Du eigentlich einen GdB?

    Alles Liebe für Dich und schnelle gute Besserung!!!
    Christiane

  • Profilbild Anna2104 vor 7 Monaten:

    Hallo Christiane,

    nein das habe ich nicht. Ich weiß viele haben mir das schon ans Herz gelegt aber ich habe mich bisher etwas schwer damit getan. Ich bin erst 25 Jahre alt ist total dämlich das zu schreiben aber ich scheue den Weg vor den ganzen Gutachten usw…

    Grüße Anna

  • Profilbild Happy vor 7 Monaten:

    Liebe Anna,

    es würde Dich aber beschützen, so zum Beispiel am Arbeitsplatz. Mit so einem GdB erntet man eventuell mehr Verständnis bei Kollegen und Vorgesetzten und Du hast den Kündigungsschutz, was ich in Deinem Alter sehr wichtig finde.

    Ich brauchte nicht zu einem Gutachter. Ich habe einfach den Antrag ausgefüllt und alles, was ich an Belegen hatte, z.B. Arztbrief, Klinikbericht etc. beigefügt, einen langen Brief geschrieben und geschildert, wie es mir im Alltag ergeht und alle meine behandelnden Ärzte aufgeführt. Daraufhin habe ich ohne Umschweife einen Grad von 50 bekommen. Ich brauchte keinen Widerspruch einlegen und musste auch nicht zu einem Gutachter. Du könntest es doch mal versuchen, es muss ja gar nicht sein, dass Du zu einem Gutachter musst, der beurteilt das nach Deinen Unterlagen.

    Vielleicht denkst Du mal drüber nach, wenn es Dir besser geht und Dich das nicht zu sehr unter Druck setzt.

    Alles Liebe
    Christiane

  • Profilbild sternchen vor 7 Monaten:

    Hallo liebe Anna,
    jetzt haben Dir schon so viele geschrieben, da will ich nicht fehlen. Ich jongliere auch oft mit den Triptanen, da ich oft nicht mit der 10/20 Regel hinkomme. Du schreibst, dass Du einen Anfall ausgehalten hast. dann aber doch am nächsten Tag ein Triptan genommen hast. -Ich hoffe ich hab das richtig verstanden- Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es mehr Sinn macht eine Attacke ganz auszuhalten als bei mehreren Attacken nur den Anfang durchzustehen. Besonders macht es jedoch Sinn, das Ende einer Attacke auszuhalten. Unsere super nette Forumsteilnehmerin “Simone” hat es mal formuliert und mir geschrieben. Es lautet wie folgt:

    Die Neurotransmitter sind -glaube ich- Eiweißverbindungen, die als Botenstoffe die Entzündung in den Gefäßwänden des Gehirns verursachen . Sie übertragen die Entzündung also von Nervenzelle zu Nervenzelle bis in die Gefäßwand des Gehirns.

    Diese Neurotransmitter stauen sich nun durch Triptaneinnahme in den Nervenzellen. Die Triptane blockieren nämlich die Ausschüttung dieser Nervenbotenstoffe, und wenn man sie zu häufig hintereinander einnimmt, stauen sich besonders viele Botenstoffe an, die dann leider um so stärker (und baldiger) in der nächsten Attacke wieder ausgeschüttet werden.

    Hält man also den letzten Attackentag tapfer durch, ”leeren” sich die entzündungsverursachenden Botenstoffe aus der Nervenzelle, und es dauert länger, bis sich die Neurotransmitter bis zu einer nächsten Attacke wieder angestaut haben, um sich dann – so Gott will – erneut auszuschütten.

    Man kann allenfalls ein entzündungshemmendes Schmerzmittel zur Unterstützung einnehmen, oder die Entzündung durch Kortison ein wenig unterdrücken. DIe Entstehung der Entzündung selber unterdrückt man aber nicht mehr, wenn man es schafft, das Triptan wegzulassen. ”

    Es gibt diesbezüglich wohl aber unterschiedliche Ansichten. Ich weiß nicht, ob das Geschriebene wissenschaftlich abgeklärt ist.
    Aus meinem Migränealltag kann ich die Theorie jedoch bestätigen.
    So, nun nimm es ganz entspannt, und lass Dich von uns allen beruhigen.
    Ganz lieber Gruß
    Sternchen

  • Profilbild Simone vor 7 Monaten:

    Also, wenn ich mich recht erinnere, war Prof. Göbel, als ich mich mit ihm unterhielt, nicht ganz so überzeugt davon ;) . In der Schmerzklinik wurde es aber auf einem Patientenseminar so erklärt.

    Auch ich habe die Erfahrung gemacht, das es mehr bringt, am dritten Migränetag durchzuhalten, als zu Beginn einer Attacke zu sparen. Außerdem wird die Attacke dann ja viel schlimmer, und wenn man Pech hat, wirkt das Triptan nicht mehr.

    Liebe Grüße
    Simone

  • Profilbild Happy vor 7 Monaten:

    Wie ich Anna verstanden habe, ist sie auf der Arbeit gewesen, als die Migräne wieder kam. Wie soll sie da aushalten? Da hätte sie zuhause bleiben sollen. Also ich kann keinen Migränefall aushalten, wenn ich arbeite. Da sie Angst hat wieder krank zu “machen” ist das ein schwieriger Kreislauf. Ich verstehe das, war selbst in der Situation.