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Mein persönlicher Schmerzverlauf

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 8 Stunden, 12 Minuten aktiv

Hier könnt Ihr über Euren persönlichen Schmerzverlauf berichten. Sei es Migräne, Aura, Sonderformen der Migräne, Spannungskopfschmerz, Clusterkopfschmerz, Neuralgien, oder sonstige Schmerzzustände.

Wie begann alles, wie entwickelte sich die Erkrankung, verstärkte oder verbesserte sie sich. Wie ging ich damit um in früheren Zeiten, wie verarbeite ich sie jetzt. Was bewegt mich, was macht mir Angst und was gibt mir Hoffnung.

Hier geht es nicht nur um den rein medikamentösen Behandlungsverlauf und was man schon alles versucht hatte, sondern auch um die psychische Ebene, mit dieser Erkrankung umzugehen.

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Mein Schmerz (Void) (13 Antworten)

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  • Profilbild void vor 3 Monaten, 3 Wochen:

    Hallo an alle,

    nachdem ich etliche male in diesem Forum reingestöbert habe, entschloss ich mich jetzt auch hier zu registrieren. Ich kann praktisch in jedem Post irgendwelche Ähnlichkeiten erkennen, jedoch weiss ja jeder wie es ist, keiner hat die gleichen Beschwerden resp. Schmerzverläufe, Toleranz oder Lebensumstände (darum will ich mal meinen Schmerzverlauf schildern).
    Ich bin 24 Jahre alt und habe seit meinem 16 Lebensjahr Migräne. Als Kind litt ich an “normalen” Kopfschmerzen, meine Mutter erzählte mir das es allerdings niemals so heftig war wie das, was sie später beobachten musste.
    Ich habe nicht wenig durchmachen müssen und ich hatte vor allem im Alter von 17-22 sehr grosse Schwierigkeiten, die Migräne zu akzeptieren. Ich wollte wie alle anderen Altersgenossen unbeschwert durchs Leben reiten und mich nicht mässigen. Ich ging an Konzerte und wollte vergessen, dass wenn ich am nächsten Morgen aufwache, Brechreiz und Migräne mich erwarten würden. In der Ausbildung zur Grafikerin wurde ich nach einem halben Jahr rausgeworfen, weil ich zu oft gefehlt habe (erst wurde Probezeit verlängert zum “beobachten”). Ein Jahr später geschah wieder dasselbe in einem anderen Betrieb!
    Es macht mich unendlich traurig weil ich nicht weiss was ich machen soll..Ich konnte in der Ausbildung ja nicht fehlen, weswegen ich Medikamente einnehmen müsste, was schlussendlich zu täglichen Schmerzen wurde. Im Moment arbeite ich nur 2 Tage die Woche und das eine Arbeit, die nicht zukunftsträchtig ist. Ich habe Relaxationsübungen gemacht, Betablocker wie Inderal machten aus mir einen Zombie (ich habe etwas niedrigen Blutdruck, bin 1.72m 52kg). Akupunktur verschlimmerte die Attacken noch 2 Monate nach den Behandlungen, am liebsten wäre mir wenn ich zur Prophylaxe keine Chemie nehmen müsste.
    Ich habe 2 Monate Magnesiumtherapie gemacht was erst gut geholfen hat, dann hat sich der Körper wie daran gwöhnt, sprich die Schmerzen häuften sich wieder. Das gleiche mit Mutterkraut, habe das gefühl dass der Erfolg sich wieder verflüchtigt. Magnesium nehme ich nur noch in Schüsslersalz Format, keine Ahnung ob es wirklich bringt zur Zeit..
    Meine Medikamente gegen Migräne sind vor allem Relpax und seltener Imigran nasal. Bei Kopfschmerzen Aspegic 1000 oder Aspirin Brausetabletten. Was ich einfach brutal finde ist, dass ich bei den Mittel gar nie weiss ob die wirken, manchmal geschieht nichts. Im Moment stecke ich sehr warschenlich wieder im med. induzierten Kopfschmerz, bleibt da einem echt nichts anderes übrig als dem Körper aller Mittel zu entziehen? Und wie lange wäre das nun der Fall bei Relpax und Aspirin 1000, musste das die letzten Wochen abwechselnd nehmen..10 Tage bis mehr??Weil jetzt hatte ich 3 schmerzfreie Tage, ich konnte mein Glück gar nicht fassen!
    Könnte noch ganz viel mehr schreiben, bloss platzt mir momentan fast der Schädel.

    WAS TUN?

  • Profilbild sternchen vor 3 Monaten, 3 Wochen:

    Hallo liebe void,
    Schön, dass du dich entschlossen hast hier zu schreiben. Es ist wirklich so, unsere Kopfschmerzgeschichten ähneln sich alle. Jeder hat einen langen Leidensweg hinter sich, und ist ratlos wie Du. Wie sieht es bei Dir mit der ärztlichen Versorgung aus? Nach allem was Du schreibst, liegt kein richtiger Plan für eine erfolgversprechende Prophylaxe als auch Akutmedikation vor, Hierfür braucht man aber zunächst eine genaue Diagnose. Kennst Du die 10/20 Regel? Wenn Du in einem Mük -Medikamentenübergebrauchskopfschmerz- bist solltest Duden nurmit ärztlicher Hilfe evventuel mit einer Kortisonthrapie in den Griff bekommen,
    Bitte schreib noch ein wenig mehr und genauer, wie z.B. deine. kopfschmerzrn aussehen, welche Medikamente. Du im Akutfall schon alle genommen hast usw. So können wir uns noch besser ein Bild machen und versuchen auf Dich einzugehen.
    Lieber Gruss
    Sternchen

  • Profilbild void vor 3 Monaten, 3 Wochen:

    Danke für die schnelle Antwort! Es ist tatsächlich so, dass ich im Moment keinen Plan habe was zu tun weil ich wenig Vertrauen zu Ärzten habe. Auch sonst habe ich das Gefühl, dass Migräne schwer unterschätzt und als unwichtig erachtet wird, wenn man sich Fälle wie Telcagepant anschaut..Das wegen den Ärzten, also ich habe bisher viele Neurologen gewechselt. Ich habe gemerkt, dass die an einem Punkt einfach keine Lust haben mir Dinge zu erklären, wo nicht verschreibungspflichtig sind wie bspw. Ernährung, sie können ja auch nicht alles wissen oder dran verdienen. Ich hatte auch keinen einzigen Neurologen, der mich richtig begleiten konnte bei meinen Müks. Der erste meinte damals, ja dann ist der Zug abgefahren, ich brach im Lehbetrieb in Tränen aus. Die restlichen rieten mir stets, wieder Inderal zu nehmen und wenn ich wieder in einem Mük war, hiess es einfach nichts mehr einnehmen über 3 tage. Das ist doch zu kurz?!Ich habe keine Ahnung wie ich mich darauf vorbereiten soll.
    Ich meine ich habe aufgehört zu rauchen, Alkohol zu trinken (!!) und mache Yoga. Die einzige Person die mir hilft ist mein Freund (6 1/2 jahre zusammen), Unterstützung von meinen Eltern habe ich auch keine; manchmal schleichen sich einfach diese Momente ein, wo ich mich wirklich alleine und vernachlässigt mit meinem Problem fühle. Ich habe vor allem satt, Schmerzen mit Medikamenten zu behandeln, die wiederum Schmerzen hervorrufen.
    Eigentlich wird eine Migräne durch mehrere faktoren beeinflusst, die Mittel und Massnahmen scheinen jedoch nur einen Aspekt zu betreffen. Manchmal habe ich das Gefühl als ob uns nicht alles gesagt wird, sondern nur der Glaube aufrecht erhalten wird dass wir Chemie etc brauchen, zumindest bei chronischen Beschwerden scheitert dieser Ansatz ja total.

    Zu meinem Schmerz: es wechselt ei mir zwischen Migräne und Spannungskopfschmerzen. Migränen sind immer halbseitig, ohne Aura, kommen stets schleichend und breiten sich über die ganze Kopfhälfte aus (auch hinterkopf und Nacken).Dann muss ich brechen. Ich nehme dann recht früh ein Relpax, was dann auch hilft (manchmal sind es 2).
    Bei Kopfschmerzen ist es meistens über den ganzen Kopf, hinter den Augen..Dann nehme ich Aspegic, wobei es nicht immer hilft.
    An dem Punkt muss ich sagen, dass im Moment Migräne etwas weniger wurde und dafür die täglichen Kopfschmerzen da sind. Ich hatte eigentlich schon immer oft Migräneanfälle, in meinen besten Tagen hatte ich jedoch einen Anfall in 10 Tagen..
    Ich wusste gar nie richtig, dass man bei Müks sogar was machen kann..

  • Profilbild alchemilla vor 3 Monaten, 3 Wochen:

    Hallo, Void,
    mir scheint, dass es für dich ganz dringend nötig ist, einen Arzt zu finden, dem du vertrauen kannst und der dir dene Fragen beantwortet.
    Ich bitte dich: suche weiter. Es GIBT sie, die Ärzte, die Migräne und Kopfschnerzen ernst nehmen und genau wissen, dass es nicht einfach zu erklären und behandeln ist.
    Es gibt nicht nur die vielschichtigen zusammenhänge bei Migräne, sondern auch noch viele, viele verschiedene Arten von Migräne.
    Das bedeutet, sowohl in der Behandlung der attacken und besonders in dem Finden einer geeigneten Prophylaxe sehr sehr viel ausprobiert werden muss.
    Die anderen Dinge des täglichen Lebens, die du schon “in Ordnng” gebracht hast ,sind vielleicht auch noch ausbaufähig.
    Auch einen Kopfschmerz aus Medikamentenübergebrauch kann man wirksam behandeln und nicht in Verbindung mit elender Quälerei. (Es duaert in der Tat mehr als drei Tage)
    Am linken Rand findest du unter suche nud finden einen link “Schmerztherapeuten”. Das sind die, die in dem Konzept der Klinik Kiel arbeiten und die befassen sich ernsthaft mit Kopfschmerzen und Migräne -nicht nebenbei.
    Guck mal, ob du da jemanden in der Nähe hast (wobei manche von uns auch Fahrten von 2 Stunden und mehr auf sich nehmen).
    Derjenige wird dich auch beraten und unterstützen, wenn ein Aufenthalt in der Klinik sinnvoll erscheint. Für viele von uns ist es so ein Aufenthalt gewesen, der wesentliche Veränderungen eingeleitet hat.
    Du musst nicht weiter so ratlos vor dich hin wurschteln.
    Und frage hier im Forum einfach weiter, was du noch wissen willst.
    Viele Fragen sind auch schon von anderen gestellt und ausgiebig diskutiert worden.
    Gutes Vorankommen!
    LG
    alchemilla

  • Profilbild sternchen vor 3 Monaten, 3 Wochen:

    Hallo Void,
    Als erstes muss ich hier ganz deutlich betonen, dass wir hier keine Ärzte sind, undnur Tips geben können. Das aller Wichtigste für Dich ist es, Dir einen guten Arzt zu suchen, der sich bzgl. Migräne und. Kopfschmerzen wirklich gut auskennt. Ich weiss nicht in welcher Gegend Du wohnst. Auf der Startseite links, kannst Du unter Suchen und Finden, einen Therapeuten bzw. Schmerzspezialisten in Deiner Umgebung. finden. Klick mal einfach auf Therapeuten, und folge. Mit der richtigen Wahl eines Spezialisten steht und fällt dasganze Konzept. Mit dem Arztkannst Du dann gemeinsam eine Kortisontherapie machen. Normalerweise dauert. Die10 Tage es kann aber auch jenach Fall abweichen. Eine Prophylaxe kann nur wirken, wenn man nicht im Mük ist. Die Mittel die Du sonst noch nimmst, kenne ich leider nicht. Aber klar ist, nur eine klare Diagnose ermöglicht Dir, das richtigeMittel zu nehmen. Ich habe den Eindruck, dass du vielleicht ein paar Medis nimmst, die nicht nötig wären dafür wären andere vielleichtdoch sinnvoll. Dazugehören auch MCP oder Vomex.Beides Mittel, die dem Magendarmtrakt wieder in Schwung bringen, damitdie Schmerzmittel besser aufgenommen werden können. Bei einer MIgräne ist derMagendarmbereich nämlichvöllig lahmgelegt. Du wirsthier sicher noch viele Tips bekommen. Lies Dich einfach mal einbisschendurchdas. Forum durch und mach Dich schlau. DaswirdDirauch helfen, einen guten arzt zu finden.
    Ich wuensche dir alles Gute
    Lieber Gruss
    Sternchen

  • Profilbild Doro vor 3 Monaten, 3 Wochen:

    hallo liebe void,
    auch von mir ein herzliches willkommen.
    es tut mir leid, dass es dir gerade so schlecht geht.
    wie schon alchmilla und sternchen schreiben, solltest du dir als erstes einen gescheiten migränespezialtisten suchen.
    dann bleibt zu überprüfen ob du in der MÜK bist.
    die behandlung der migräne kannst du dann in akut- und prophylxebehandlung unterteilen.
    bei der prophylaxe kannst du schon einiges ganz gut selbst steuern:
    - regelmäßiger schlaf-wachrhythmus
    - ausreichend kohlehydrate
    - 600mg magnesium/tag
    - 400mg vitamin b2
    - ausdauersport
    - regelmäßige essenszeiten
    - möglichst regelmäßiger tagesablauf
    - stressbewältigung
    das ist das, was man sofort umsetzen kann und man dadurch das gefühl bekommt nicht ganz so ausgeliefert zu sein.
    ansonsten sind hier viele expertenInnen unterwegs, die dir sicherlich deine fragen beantworten
    können.
    durch die foren solltest du dich mal durcharbeiten und eventuell nachfragen.
    du bist auf jeden fall nicht alleine.
    alles liebe und gute besserung
    doro

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 3 Monaten, 3 Wochen:

    Herzlich willkommen, liebe Void. :)

    Nun hast Du schon viele Tipps erhalten und auch die Empfehlung, Dir schnell einen Neurologen zu suchen, der mit Dir zusammen ein vernünftiges Konzept zur Bewältigung Deiner Kopfschmerzen aufstellen kann. Vielleicht findest Du einen in der Nähe aus unserer Liste der Schmerztherapeuten.

    Wie Doro auch schreibt, sollte das Verhalten angepasst werden und auf einen regelmäßigen Tagesrhythmus geachtet werden.

    Magnesium und Vitamin B 2 solltest Du für einige Monate in der hohen Dosierung einnehmen. Das kann schon viel zur Entspannung beitragen. Gleichzeitig wäre eine Medikamentenpause wichtig, damit sich Dein Schmerzsystem wieder erholen kann.

    Bei weiteren Fragen helfen wir Dir gerne weiter.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild void vor 3 Monaten, 3 Wochen:

    Soo nun bin ich wieder hier! Bin schon erstaunt wie überaus freundlich ihr seid, habe fast das gefühl nicht “allein” zu sein. Da ich überhaupt nicht in der Nähe von Kiel wohne sondern in Basel (CH), muss ich hier wohl weiter Ärzte austesten..Es müsste doch ein Neurologe da sein, der selbst auch die Leiden kennt..wäre natürlich perfekt..Also falls andere Schweizer hier im Forum sind oder falls ihr doch mal Adressen aus der CH aufgegriffen habt, nur posten :) !
    Auf jeden Fall habe ich gestern noch arg gelitten, es war doch eine heftige Migräneattacke die dann gegen 3 Uhr Morgens verblasste. Heute Morgen wieder mit einem komischen Druckgefühl im Hinterkopf aufgewacht (je nach dem ob ich den Kopf mehr gegen links oder rechts kippe schmerzt es mehr), fülte mich aber richtig frisch und gestärkt. Vielleicht tat es gut mal Hilfe zu schreien, auch wenn in schriftlicher Form. Zumindest was die Motivation angeht..Hab mir gegen Mittag ein super gemüsereiches Mahl zubereitet, vorher bissl Yoga (teilweise mische ich eigene Übungen mit ein)..War schon toll wieder diese Stärke fühlen zu können.
    Das mit dem Tagesrhytmus hat bestimmt was..Lacht jetzt nicht, aber ich bin selbst mit 24 jahren immer noch dabei, einen gesünderen Alltag zu erlernen. Wie soll ich sagen, ich war eher der typ der Grenzen sprengen musste ohne an ein Morgen zu denken. Es ist aber auch ziemlich schwierig zu sehen, dass da immer mehr sogenannte Freunde wegfallen, schätzt man plötzlich diejenigen, die da geblieben sind und mich auch ruhiger akzeptieren können.
    Wie ist es denn bei euch, denn zu einem normalen Tagesablauf in unserem Zeitalter gehört ja auch im Schnitt 8 Std. Arbeitstag 5 Tage die Woche..Wie schafft ihr das??? Ich habe es ja nicht mal durch die Ausbildungen geschafft..Stress und Überstunden kann mal leider schwer umgehen in gewissen Branchen. Ganz zu geschweigen die Ernährung, unser Körper ist ursprünglich ja nicht mal dafür ausgerichtet lange Zeit zu sitzen oder was weiss ich..sich im Hamsterrad zu drehen. Ich will wirklich wissen wie ihr das im Beruf schafft, welche Kompromiss ihre eingegangen seid, habt ihr es von Anfang an mit dem Chef kommuniziert..Bei mir war es stets so, dass immer auch andere Migräniker im betrieb waren bei denen Aspirin schon geholfen hat. Ihr kennt das bestimmt :D . Da dachte der Chef logischerweise, ich übertreibe, dem anderen hilft ja schon ein Kopfschmerzmittel.
    Und sorry falls ich sehr viel schreibe, schneller getippt als ausgesprochen :)

    @ Bettina Frank
    Danke für den Vitamin B 2 Tipp! Im Moment nehme ich noch zusätzlich Kalzium mit D3 wegen Mangelerscheinungen..Hoffe das ich lerne meinem Körper auch ohne Beigaben stärken zu können.
    Jedoch bei diesen hohen Dosierungen, also ich habe ja noch eine ganze Schachtel Magnesiocard 10 (vielleicht sagt was “Magnesium 243,0 mg/10mmol/20mval). Da ich davon ziemlich schnell aufs Klo musste wusste ich auch nicht so genau, ob das nun so gut wäre? Weil dann nehm ich ja andere Nährstoffe schwer auf (ich verdaue ohnehin sehr schnell)..Und wenn man so was absetzt, nehme ich an das die Migräneintensität doch wieder zurückkommt? Oder muss man das alle paar Monate auf sich wiederholen?
    Ich bin immer noch am rumstöbern was es da an pflanzlichem Zeug gibt, ich meine Menschen hatten auch früher Migräne.. Mutterkorn ist da bekannt gewesen, so werden Mutterkornalkaloide heutzutags in Migränemittel wie Relpax verarbeitet. Pestwurz sollte da auch super sein..Wobei es schon abschreckt wenn man vom Arzt hört: die Pflanzen seien giftig für dieses und jenes, Medikamente die uns nach und nach vergiften aber nicht? Habt ihr euch auch mit solchem befasst? Es ist so eine harte Nuss wenn man nicht selbst Arzt ist und Dinge kompetent hinterfragen kann (auch Pharmaindustrie ) :D .
    Mal ehrlich, Gesundheit ist so wertvoll doch lässt sich nichts damit verdienen.

  • Profilbild heika vor 3 Monaten, 3 Wochen:

    Liebe Void,

    ich kenne ein Mitglied hier im Forum, die in deiner Nähe wohnt. Ich werde sie mal anschreiben, ob sie dir einen guten Rat wegen eines Neurologen geben kann.

    Ich habe übrigens einen Neurologen hier vor Ort, der selber Migräne hatte, also sehr gut weiß, wie sich diese Krankheit anfühlt. Und trotzdem ist er nach meiner Einschätzung als Migräne-Spezialist eine mittlere Katastrophe.

    Wie dir Sternchen schon richtig geschrieben hat, liest du dich am besten mal ein wenig hier durchs Forum. Da sind schon viele Themen besprochen worden, die dich auch interessieren werden. Du kannst z.B. unter der Suchfunktion “Pestwurz” oder “Magnesium” eingeben und wirst fündig werden. Wenn du das Magnesium übrigens langsam aufdosierst, gewöhnt sich dein Körper leichter daran und du wirst weniger Probleme haben.

    Ich kann dir sehr das Buch von Prof. Göbel “Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne” empfehlen. Da hast du alles ausführlich und gut verständlich zum Thema Migräne zusammengefasst. Und du wirst merken, dass der Schwerpunkt gar nicht auf der Gabe von Medikamenten liegt. Prof. Göbel nennt die Triptane immer die “Feuerwehr”, die dann zum Zuge kommt, “wenn es brennt”. Doch der Hauptschwerpunkt sollte darauf liegen, dass es erst gar nicht zum “Brand”, sprich zur Migräneattacke, kommt. Dazu hat dir Doro ja schon eine ganze Liste aufgeschrieben, und an der praktischen Umsetzung arbeiten wir alle ;-) . Auch die, die schon deutlich älter als 24 Jahre sind. ;-)

    Wichtig ist nun erst einmal, dass du zu einem guten Arzt kommst, der sich mit dir zusammen die Häufigkeit deiner Schmerzen und deine entsprechende Schmerzmitteleinnahme anschaut und ein gutes Konzept erstellt. Führst du bereits ein Kopfschmerztagebuch?

    Lieber Gruß
    Heika

  • Profilbild gizmo vor 3 Monaten, 3 Wochen:

    hallo void

    ich bin auch aus der schweiz und wenn dir das nicht zu weit ist, kann ich dir gerne meinen neurologen am usz empfehlen. von bs nach zh würde der weg ja noch gehen, in ca einer stunde wärst du da. ich war schon bei etlichen ärzten, neurologen und kopfschmerzspezialisten in behandlung und war nie zufireden, denn wenn du nicht privatversichert bis, bekommst du an den meisten orten jedes mal einen anderen assistenten zu sehen, nie aber einen spezialisten oder die gleiche person. ich fand es dann untragbar, dass ich jedesmal meine komplette geschichte neu erzählen musste und mir zum teil therapien vorgeschlagen wurden, die ich an diesem ort bereits gemacht hatte. im usz musste ich zwar sehr lange auf einen termin warten, fühle mich dort aber gut aufgehoben. sie haben erfahrung auch mit sehr, sehr seltenen kopfschmerzarten, nehmen sich zeit und bei problemen kann man sie auch immer per mail oder telefon kontaktieren und bekommt innert nützlicher frist eine antwort. das weiss ich sehr zu schätzen, da ich das so noch nie hatte. wenn du also möchtest, gebe ich dir meinen arzt gerne per pn an, damit du dich dorthin überweisen lassen könntest.

    alternative therapien versuche ich immer wieder mal welche aus, da ich sehr anfällig auf nebenwirkungen der medis bin, da ich zusätzlich zu den kopfschmerzen noch einen leberdefekt habe und so die medis schlechter abbaue und aufnehme. ich musste also viele medis wegen nebenwirkungen wieder absetzen. nach einem katastrophalen versuch mit indometacid (wegen verdacht auvh hc) bin ich im moment von chemie wieder geheilt und nehme einen versuch mit pestwurz in angriff. dieses habe ich mir aus den usa bestellt, da es hier nirgends auf dem markt ist oder der preis einfach horend ist.

    lg – gizmo

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 3 Monaten, 3 Wochen:

    Und schon habt Ihr Euch gefunden. Das ging aber schnell. ;)

    Liebe Void,

    wir alle suchen ein Leben lang danach, unsere Situation zu verbessern. Es sollte auch so sein, dass man ein Leben lang dazulernen will. Alles bestens also. :)

    Magnesium reichen auch die knapp 300 mg am Tag, die Du eh im Haus hast. Was der Körper nicht verwerten kann, wird ausgeschieden, daher eventuell gehäufte Durchfälle. Bei 300 mg müsste es aber gehen. Ich vertrage 600 mg auch nicht mehr und habe reduziert. Magnesium und Vitamin B 2 haben in Studien Wirksamkeit erwiesen und sie schaden dem Körper nicht. Versuche es doch einfach mal. Man kann sie auf Dauer einnehmen.

    Ich kann Dir nur 2 Adressen in der Schweiz nennen: Kliniken Schweiz, aber Dir wird ja schon anderweitig geholfen. :)

    Bei Migräne machen fast alle die Erfahrung, dass sie mit alternativen Medikamenten keinen Schritt weiterkommen. Pestwurz ist einen Versuch wert, mir hat es leider nicht geholfen und bis jetzt habe ich noch von keinem gehört, der davon profitiert hätte.

    Mutterkorn ist in Relpax nicht erhalten, aber auch das kann man ja mal testen. Heutzutage wird es ja synthetisch hergestellt und man muss nicht mehr einen Pilz zu sich nehmen.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Sonne vor 3 Monaten, 3 Wochen:

    Hallo Void

    Ich wäre jetzt das Mitglied, welches die Heika erwähnt hat :-) Vorab mal, herzlich Willkommen in diesem Forum :-)
    Ich bin auch aus der Schweiz und wohne 1/2-Autostunden von Dir weg ;-) Ich habe mich jetzt durch Deine Berichte gelesen und stelle fest, dass Du sehr unglücklich mit Deinen Neurologen bist. Ich kann Dir die Schulthess-Klinik in Zürich empfehlen. Die haben dort sehr gute Neurologen. Dies weiss ich von mehreren Migränepatienten. Ich persönlich wickle alles mit meinem Hausarzt ab – und das funktioniert bestens -! Zu erwähnen ist, dass ich mit verschiedenen Vorschlägen aus diesem Forum mit meinem Arzt bespreche und ausprobiere.

    Ich leide seit bald 45 Jahren unter Migräne. Als junge Frau (wie Du es bist) gab es leider noch keine Triptane! Diese lernte ich erst vor ca. 15 Jahren kennen und schätzen.

    Vorab stelle ich fest, dass Du stark Untergewicht hast. Auch ich bin eher der schlanke Typ (167/54kg). Hatte aber auch schon nur 47 kg auf der Waage! Das war bei mir der totale Trigger! Ich musste lernen, geregelt zu essen und unbedingt ein Gewicht zu erreichen, welches für mich (und meinen Kopf) stimmt.

    Ich habe auch schon lange kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich Triptane, Betablocker usw. nehme! Seit dem geht es mir viel besser und ich habe die Migräne im Griff und sie nicht mehr mich! Dort musst Du ansetzen.

    Jede Prophylaxe hält bei mir bis ein Jahr und dann muss ich wieder wechseln. Auch ich habe einen niedrigen Blutdruck und nehme Betablocker o h n e Nebenwirkungen. Du musst zuversichtlich sein und vorallem das Vertrauen in die Propphylaxe haben.

    Meine 2 erfolgreichen Prophylaxen sind

    Betablocker Meto Zerok 50 mg von der Firma Sandoz und Magnesium

    Wenn die Wirkung einer Prophylaxe nachlässt schleiche ich diese aus und steige um die andere. Ich nehme immer die Kapseln Migravent classic. Du findest hier im Forum viele Berichte über das Migravent. Leider erhälst Du es nicht bei uns in der Schweiz. Ich hole es immer in Lörrach in einer Apotheke oder lass es mir per Post zustellen. Ich nehme täglich 3 Kapseln.
    Lässt diese Wirkung wieder nach, schleiche ich auch das Migravent aus und fang danach wieder mit dem Betablocker Meto-Zerok an.

    Ich benütze das Sumatriptan von Spirig (50mg) (Generikum vom Imigran) und habe diese immer dabei!! Sei es im Alltag, in den Ferien usw. Früher habe ich immer viel zu lange zugewartet bis ich zum Triptan griff. Ich war, wie Du vielmals so mies dran, dass ich nicht zur Arbeit konnte. Nein ich lag z.T. bis zu 3 Tagen flach mit allen Begleiterscheinungen, welche die Migi mit sich bringt!

    Heute nehme ich das Triptan rechtzeitig und warte nicht mehr! Ich komme so meistens mit 6-10 Triptantagen durch im Monat.

    Das Leben ist für mich wieder lebenswert geworden, dank dem Mut, die Medis rechtzeitig zu nehmen und zu den Prophylaxen Vertrauen zu haben.

    Ich hoffe liebe Void, dass ich Dir mit meinen Zeilen etwas Mut und Zuversicht gemacht habe. Denk immer daran, Du bist nicht alleine und dieses Forum bietet viel gute Tipps und fängt einem in schlechten Tagen auf :-)

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 3 Monaten, 3 Wochen:

    Mit diesem tollen Beitrag hast Du Void sicherlich sehr helfen können, liebe Sonne. :) Deinen Link habe ich im ersten Beitrag eingesetzt. ;)