Mein persönlicher Schmerzverlauf

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Migräne bei Mutter und Sohn (Christin)

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  • Christin
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    Hallo,

    seit 2 1/2 Jahren lese ich hier schon mit und habe viel gelernt. Am letzten Chat mit Prof. Göbel habe ich auch schon teilgenommen.
    Vielen Dank an all die lieben Helfer hier.

    Meine Migräne begann schon in der Kindheit. Wenn es in meiner Teenager Zeit ganz schlimm wurde, kam unser Hausarzt und hat mir eine Spritze mit Vomex, Valium und einem Schmerzmittel gegeben. Sonst nahm ich Gelonida.
    Und ich hatte Glück, bekam sofort Imigran als es auf den Markt kam.

    Leider kamen die Attacken irgendwann immer häufiger. Mit Anfang 20 habe ich dann ein paar Jahre Metoprolol genommen. Irgendwann spürte ich keine Wirkung mehr und habe damit aufgehört. Mit Mitte 20 habe ich dann (ca. 1x im Jahr) von einem Arzt Spritzen mit einer Vitamin B Kombination bekommen und habe angefangen Magnesium zu nehmen.
    Danach war ich tatsächlich 2 Jahre fast migränefrei. Das war eine traumhaft schöne Zeit und ein riesen Glück für mich. Vielleicht hätte ich mich sonst nicht getraut schwanger zu werden. Aber leider ging es dann direkt nach der Geburt wieder los. Selten, aber auch schon wieder heftig. Diesmal meinte mein damaliger Arzt, es liege nicht am Vitamin B Mangel und wollte diese Behandlung nicht weiterführen.

    Während meiner 2ten Schwangerschaft war ich glücklicherweise wieder migränefrei. Aber es ging auch diesmal nach der Geburt wieder los.

    Jetzt habe ich 2 tolle Jungs (10 und 13). Der 13-jährige hat aber auch schon seit einigen Jahren Migräne. Glücklicherweise nur sehr selten. Und bis jetzt half noch immer Iburpofen und Schlaf. Das letzte mal war es aber schon sehr heftig und nach dem Erbrechen war ich mir nicht sicher, ob das Ibu schon wirken konnte. Er ist dann aber irgendwann eingeschlafen und nach 2 Stunden Schlaf ging es ihm wieder gut. Also das ist auch meine Frage: erst mal mit Ibu weitermachen oder lieber mit Triptanen anfangen? Bei meinem nächsten Termin bei meinem neuen Schmerztherapeuten frage ich ihn mal nach seiner Meinung. Oder mache auch einen Termin für meinen Sohn. Mal gucken was er meint.

    Nun aber erst mal mein weiterer Schmerzverlauf:

    Viele Jahre kam ich mit Imigran Nasal sehr gut zurecht und hatte auch manchmal wochenlang keine Migräne.

    Als es mit Mitte 30 häufiger wurde habe ich einen Versuch mit Flunarizin als Prophylaxe gemacht. Aber nach einem Kreislaufkollaps habe ich schnell wieder damit aufgehört.

    Ende letzten Jahres habe ich 2 Versuche mit Topiramat gemacht. Erst 25 mg abends. Das ging gar nicht. Ich stand total neben mir. Nach 2 Tagen habe ich schon aufgegeben.
    2 Wochen später habe ich es (Tip von headbook) mit 12,5 mg abends versucht. Aber es ging mir trotzdem sofort wieder schlecht und ich habe nach 2 Tagen wieder aufgehört.

    Anfang diesen Jahres habe ich 6 Wochen Propanolol genommen. Nach gut 5 Wochen ging nachmittags an 2 Tagen hintereinander mein Gehör auf einem Ohr weg. Am 3ten Tag kam Schwindel dazu und auf Rat meines Neurologen habe ich dann mit dem Propanolol aufgehört und der Schwindel ging auch schnell wieder weg. 2 Hörstürze, davon war einer ziemlich schlimm, hatte ich vor einigen Jahren schon. Da wollte ich lieber nichts riskieren.

    Mein neuer Arzt (ein Schmerztherapeut, auf der Seite der Schmerzklinik Kiel gefunden) meint aber nun, das waren wahrscheinlich doch eher keine Nebenwirkungen vom Propanolol.

    Aber nun nehme ich seit ca. 2 Monaten abends 10 mg Amitriptylin. Leider habe ich auch davon einige Nebenwirkungen (Müdigkeit, trockener Mund, leichte Gewichtszunahme, öfter morgens beim Aufwachen starke Verspannungen im Nacken-Schulter-Bereich und an einigen Tagen auch wieder starken Schwindel). Und leider kann ich noch nicht sagen, ob die Migräne seltener oder leichter wird.
    Mal denke ich es hilft, aber deutlich weniger Tabletten Tage im Monat habe ich nicht. Jetzt war hier aber auch das Wetter in letzter Zeit extrem wechselhaft und ich nehme ja auch nur 10 mg. Mal sehen ob mein Arzt das Amitriptylin nach meinem nächsten Termin Ende Juli erhöhen will. Aber wenn ich bis dahin nochmal Schwindel-Tage habe, schaffe ich das wohl nicht. Naja, bis dahin kann ich ja auch noch einen Monat beobachten.

    Leider ist es jetzt ein viel zu langer Text geworden. Aber nun bin ich auch schon 41. Ich habe versucht, es so kurz wie möglich zu machen.

    Ach ja: als Akut Medikamente nehme ich Domperidon (von Metoprolol bekomme ich depressive Verstimmungen) Rizatriptan 10 mg und Naproxen. Aber an manchen Tagen geht der Schmerz auch davon nicht richtig weg.

    Allen lieben Mitlesern und Mitschreibern ein hoffentlich migränefreies Rest-Wochenende und Bettina noch hoffentlich viele schöne Urlaubserlebnisse ohne Migräne.

    Christin

    Jojo
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 323

    Liebe Christin,

    Ach, das tut mir leid, dass deim Sohn aucb betroffen ist.

    Mein jüngster Sohn (11) leider auch an Migräne. Mittlerweile ist er so gut mit Metropolol eingestellt, dass er nur noch 5 bis 6 mal im Monat Schmerzen hat. Er nimmt in der Attacke Magnesium von Diasporal, Ibuprofen, Domperidon, Maxalt und Vomex. Die Behandlung mache ich immer vom Verlauf des Anfalls abhängig.

    Ich würde an deiner Stelle schnellstmöglich einen Termin für deinen Sohn beim Neurologen ausmachen. Je schneller er gezielt behandelt wird, desto größer sind die Chancen auf einen glimpflichen Verlauf seiner Migräneerkrankung.

    Was deine Akutmedikation angeht, so scheinst du gut „ausgerüstet“ zu sein. Dass die Medikamente immer wieder mal nicht richtig anschlagen, ist leider keine Ausnahme. So ist die Migräne: fies und unberechenbar.

    Schade, dass die bis jetzt ausprobierten Prophylaxen dir nicht langfristig helfen konnten.

    Wichtig bei einer Prophylaxe ist, dass man sie hoch genug dosiert (das hast du schon ganz richtig geschrieben beim Amitriptylin) und man drei Monate abwartet, ob sich eine Wirkung einstellt. Es sei denn, die Nebenwirkungen sind, wie bei dir leider auch, nicht tragbar.

    Gib trotzdem nicht auf! Irgendeine Prophylaxe wird auch bei dir Erfolg haben. Manchmal ist es auch einfach die richtige Kombination, die Linderung bringt. Die Suche nach der richtigen Prophylaxe kann langwierig sein, lohnt sich aber auf jeden Fall.

    Dir und deinem Sohn alles Liebe,

    Jojo

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4423

    Liebe Christin,

    wie schön, dass du hier nun nicht nur liest, sondern auch geschrieben hast. Herzlich willkommen hier bei uns im headbook.

    Mit einem guten Arzt wirst du eine passende Prophylaxe finden. Da bin ich ganz sicher. Ich möchte noch Jojo´s Anmerkung unterstreichen. Es ist wichtig die Prophylaxemittel mindestens 3 Monate einzunehmen, damit man ein richtiges Bild von der Wirkung bekommen kann. Erst nach 3 Monaten entwickelt sich ihre volle Wirkung. Jede zu früh beendete Prophylaxe ist eine vergebene Chance.

    Am Anfang können die Nebenwirkungen heftig sein. Ich selber habe es bei Topamax sehr deutlich erleben. Nach einer kurzen Zeit legt sich das aber, und das Medikament kann eine gute Wirkung zeigen.

    Was du über dein Migränegeschehen schreibst, paßt für mich 1 zu 1 zur Migräne. Auch ich hatte diese Hörstürze. Die Migräne hat unglaublich viele Gesichter. Wir wissen vorher nicht, mit welchem sie uns am nächsten Tag überrascht.

    Für dich und den „Kleinen“ alles Gute.
    wünscht
    Sternchen

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Liebe Jojo, liebes Sternchen,

    herzlichen Dank für eure Antworten und den netten Empfang hier im headbook.

    Und wie gemein bei dir Jojo, dass die Migräne wieder häufiger geworden ist. Warum hast du eigentlich die Amitriptylin Dosis reduziert? Hoffentlich geht es dir schnell wieder besser. Und hoffentlich wird das Wetter bei euch migräne-freundlicher. Hier bei uns ist es auch seit Wochen ein einziges Auf und Ab der Temperaturen. Und vielleicht setzt ja auch noch die Wirkung vom Botox richtig ein.

    Nimmt Dein Sohn eigentlich zusätzlich zum Metoprolol Magnesium und Vitamin B2 als Prophylaxe?

    Ich nehme beides seit ich vor ca. 2 1/2 Jahren endlich dieses Forum entdeckt habe. Am Anfang hatte ich das Gefühl einer Besserung, aber leider habe ich vorher nicht regelmäßig ein Kopfschmerztagebuch geführt. Hatte also nicht so nen richtigen Vergleich. Das Magnesium nehme ich morgens, mittags und abends, je 200 mg. (Und zwischendurch auch mal ein Direkt-Tütchen bei so nem Anflug von Kopfschmerzen.) Morgens und Mittags trinke ich dazu einen Kaffee und hatte schon oft das Gefühl, so eine Migräne noch abwenden zu können.

    Welche Dosis würde man denn einem 13-jährigen wohl geben? Es gibt ja hier leider mehrere Mitglieder mit Kindern die auch Migräne haben.

    Allen hier einen noch hoffentlich angenehmen Rest vom Sonntag.

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4423

    Liebe Christin,

    Kinder können einen deutlich instabielen Magnesiumhaushalt haben. Bei 10-19 jährigen spricht man von 230-400mg täglich. Das sind natürlich wieder Richtwerte, und müssen nicht für jeden gelten.

    Ich pers. würde mich da langsam herantasten. Vor allem auch je nach Nebenwirkungen wie Durchfall.

    Alles Liebe auch für deinen Sohn
    wünscht
    Sternchen

    Jojo
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 323

    Liebe Christin,

    Dankd für die lieben Worte 😊. Amitriptylin habe ich wegen ständigem Nasenbluten runterdosiert.

    Max nimmt eine Migravent Classic Kapsel am Morgen. Bei mehr bekommt er Durchfall.

    Gib deinem Sohn auch erst mal eine Kapsel. Dann seht ihr ja schon, wie er es verträgt.

    Alles Liebe

    Jojo

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27207

    Auch von mir ein herzliches Willkommen im Headbook, liebe Christin. 🙂

    Wenn die Kinder betroffen sind, belastet das noch zusätzlich. Kenne ich leider auch, aber es gibt ja meist doch sinnvolle Hilfe.

    Wie schon geraten wurde, könntest Du Deinem Sohn erst mal nur eine Kapsel abends geben und dann einfach mal abwarten. Wenn man langsam einschleicht, ist es besser verträglich. Vitamin B2 (Riboflavin) färbt den Urin quittengelb, das ist aber völlig ungefährlich. 🙂

    Schläfst Du mit dem Amitriptylin gut? Wenn noch Nebenwirkungen da sind, sollte lieber noch nicht erhöht werden. Und wenn, dann ganz fein dosiert, am besten mit Tropfen.

    Starte doch mal einen Kopfschmerzkalender, von der Schmerzklinik gibts einen kostenlosen für Smartphones: „Migräne App“. Dann wirst Du besser zuordnen können, ob eine Prophylaxe Sinn macht oder nicht. Wie schon geschrieben wurde, sollte man einer Prophylaxe mehrere Wochen Zeit lassen, bis man die Wirkung beurteilt. Vorausgesetzt natürlich, dass die Nebenwirkungen erträglich sind.

    Propranolol wird ziemlich sicher nicht für Deinen Hörsturz verantwortlich gewesen sein. Also noch nicht abschreiben für eine eventuelle spätere Prophylaxe. 😉

    Schön, dass Du nun auch schreibst bei uns. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Hallo liebe Bettina,

    auch dir vielen Dank für das herzliche Willkommen im headbook.

    Als ich dieses Forum vor 2 1/2 Jahren gefunden hatte (nachdem ich 5 Tage hintereinander Migräne hatte und auch nichts mehr half und mein Hausarzt auch nicht weiter wusste), war ich sehr erleichtert zu lesen, daß es noch Möglichkeiten gibt und auch andere Menschen solche Probleme haben. Auch von Naproxen hatte ich vorher noch nie gehört. Ebenso war die 10/20-Regel für mich neu. Seitdem habe ich dann einen Kopfschmerzkalender geführt. (Wohl „nur“ in Papierform, da ich ziemlich schlechte Augen habe und langes Gucken auf das Smart-phone mich sehr anstrengt.)
    Leider hat mich das dann aber auch ziemlich gestreßt. Es wurden zwar nie mehr als 10 Tabletten-Tage im Monat. Aber 8-10 leider häufiger. Und wenn es sich am Monatsanfang häuft, ist es besonders doof. Aber das Problem kennen ja hier leider viele.

    Und leider hat sich das jetzt nach 2 Monaten Amitriptylin noch nicht geändert. Schlafen kann ich damit gut, muss es aber abends sehr früh nehmen und dann auch früh ins Bett, sonst habe ich morgens Probleme und bekomme vor lauter Müdigkeit Kopfschmerzen. Schlafprobleme hatte ich vorher aber auch nur sehr selten. Sowieso achte ich immer auf dieselben Schlafzeiten, Müdigkeit ist ein großer Trigger bei mir. Und tagsüber Schlaf nachholen geht gar nicht. Da ist die Gefahr zu groß es nur noch schlimmer zu machen.

    Den Schwindel hatte ich jetzt 2 Wochen nicht mehr. Darüber bin ich schon mal happy. Aber der dolle Haarausfall (hatte ich noch gar nicht erwähnt) hört leider nicht auf. Da könnte ich aber gut mit leben, wenn’s wenigstens helfen würde. In ca. 4 Wochen ist mein nächster Termin, mal gucken was der Arzt meint.

    Euch allen einen schönen Abend und liebe Grüße,
    Christin

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27207

    Liebe Christin,

    wenn in vier Wochen der nächste Kontrolltermin ist, hast Du Amitriptylin drei Monate lang genommen und man kann ein Fazit ziehen. Vorher sollte man in aller Regel auch nicht abbrechen, weil es bei manchen Prophylaxen dauern kann bis sich Effekte zeigen. Mit 10 mg bist Du halt an der untersten Grenze, die überhaupt Wirkung zeigen könnte. Wenn die Nebenwirkungen erträglicher werden, könntest Du vielleicht (mit Tropfen) noch ein wenig höher dosieren?

    Haarausfall ist doof, das sollte auch nicht sein. Hatte ich allerdings auch ganz schlimm unter Topamax, verging aber dann von selbst wieder.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Hallo ihr Lieben,

    ich bin gerade ein bißchen verzweifelt. Jetzt nehme ich das Amitriptylin seit 10 Wochen und hatte gehofft die Nebenwirkung „Schwindel“ hätte sich erledigt. Aber gestern abend ging es plötzlich wieder los. Bin dann früh ins Bett und heute morgen ging es mir wieder gut. Aber leider ging es dann heute mittag wieder los. Dazu kommt immer eine extreme Müdigkeit. Wenn ich ganz still sitze und nichts mache ist es auszuhalten. Aber bei jeder Bewegung ist es wirklich sehr unangenehm. Laufen geht nur im Schneckentempo. Dann wird mir auch zusätzlich schon immer übel. Am schlimmsten ist es wenn ich schlucke und laut spreche, kennt das noch jemand?

    Vielleicht sollte ich doch besser jetzt schon abbrechen?
    In den letzten beiden Monaten hatte ich 8 Schmerzmitteltage. Also nicht weniger als zuvor. Die Migräne kommt zwar nicht mehr so plötzlich und stark, aber ist trotzdem nicht ohne Medikamente auszuhalten.
    Mein 2ter Termin bei meinem neuen Schmerztherapeuten ist am 25.07.. Aber so wie es jetzt aussieht helfen 10 mg nicht wirklich und hochdosierten könnte ich so wahrscheinlich eh nicht.
    Im August fliegen wir in den Urlaub. Wenn ich jetzt mit der Prophylaxe aufhöre und es deshalb mehr Migräne werden sollte, oder ich Schlafprobleme bekomme, hätte sich das bis dahin vielleicht schon wieder eingependelt und ich könnte im Urlaub eher mal behandeln und ihn genießen?

    Leider bekomme ich auch keinen früheren Termin beim Arzt. Das hatte ich bei den letzten Schwindelattacken schon probiert. Und telefonieren kann man auch nur mit der Arzthelferin. Sie sagt, der Arzt meint der Schwindel kommt nicht vom Amitriptylin und ich soll mehr trinken. Aber daran kann es wirklich nicht liegen, ich trinke sehr viel.

    Das Schlimme ist auch, gegen den Schwindel ist man so machtlos. Wenn ich mir vorstelle, das passiert an einem wichtigen Tag, das wär echt schlimm. Nächste Woche hat mein jüngerer Sohn zum Beispiel seinen letzten Tag an der Grundschule mit Abschlussfeier. Da könnte ich so gar nicht teilnehmen.

    Liebe Grüße,
    Christin

    Jojo
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 323

    Liebe Christin,

    Es ist natürlich nicht immer so einfach festzustellen, was Nebenwirkung oder Symptom von was anderem ist.

    Wie wir dir schon geschrieben hatten, sollte man einer Prophylaxe drei Monate geben, um ein Fazit zu ziehen.

    Wenn die Nebenwirkungen für dich aber nicht mehr tragbar sind, kann ich nachvollziehen, dass du nach 10 Wochen abbrichst. Zumal wenn du noch keinen großen Nutzen feststellen kannst.

    Ich würde es an deiner Stelle aber ganz langsam ausschleichen, tropfenweise.

    Alles Gute,

    Jojo

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Hallo Ihr Lieben,

    bei mir spielt das Wetter wahrscheinlich auch eine große Rolle. Und hier ist es ein einziges Auf und Ab der Temperaturen. Als Jugendliche war ich mal im Hochsommer 3 Wochen auf Sizilien und hatte kein einziges mal Migräne. Es war einfach jeden Tag sehr warm und sonnig.

    Amitriptylin nehme ich noch. Da ich es auch nur in Drageeform und nicht in Tropfen habe. Nächsten Dienstag ist mein nächster Termin beim Arzt. Dann sehe ich weiter. Bis jetzt war der Schwindel auch nicht mehr so schlimm vorhanden.

    Gestern habe ich 1x Rizatriptan und 2x Naproxen genommen. Und trotz Naproxen ist die Migräne heute Nacht wieder durchgekommen. Heute morgen habe ich dann um 7:00 Uhr Rizatriptan genommen. Eigentlich geht es jetzt mit meinem Kopf. Ein bißchen spüre ich es noch, also ganz weg geht der Schmerz nur noch selten. Am liebsten würde ich wieder eine Naproxen nehmen. Nur um sicher zu gehen, dass die Migräne nicht wieder kommt. Ich habe immer öfter Angst, dass ich mittags noch eine Rizatriptan brauche und dann nicht so bis zum nächsten Tag komme. Was ist denn wohl generell besser? Öfter 2x am Tag Triptan oder wenn ich Glück habe nur 1x plus Naproxen? Und darf man wirklich nur 2x Triptan innerhalb von 24 Stunden? Und 2x 500 mg Naproxen am Tag sind aber OK, oder?

    Liebe Grüße,
    Christin

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Hallo alle miteinander,

    beim letzten mal als ich geschrieben habe, ist glaube ich meine Frage ein bißchen untergegangen. Aber am 25. hatte ich ja meinen 2ten Termin beim neuen Arzt. Also er meint 2x Triptan wär schon besser, als 1x plus Naproxen.
    Nur irgendwie habe ich das Gefühl die Wirkung vom Rizaptriptan lässt langsam nach. Bis die Wirkung einsetzt dauert es auch immer länger.
    Aber er meint es wär ja schon eins der stärker wirksamen Triptane. Und er will es jetzt auch nicht ändern, da wir sonst nicht wüßten was Wirkung vom Amitriptylin und was Wirkung vom anderen Triptan wäre. Früher kam ich ja mit Imigran Nasal gut zurecht. Aber gibt’s das überhaupt schon wieder? Was meinen hier die Profis, welches Triptan könnte ich sonst mal probieren Bei Zolmitriptan Nasal fand ich die Nebenwirkungen sehr heftig. Almotriptan hab ich auch mal probiert. Wirkte leider nicht bei mir.

    Amitriptylin soll ich mit 10mg weiter nehmen. Bis zum 25. hatte ich diesen Monat nur 5 Schmerzmitteltage. Deshalb denkt er, dass sich langsam eine Wirkung abzeichnet. Nur leider bin ich jetzt gerade wieder beim dritten Schmerz-Tag hintereinander und der Monat ist ja auch noch nicht rum. Es ist sooo frustrierend. In 2 Wochen fliegen wir in Urlaub. Deshalb will ich jetzt an der Prophylaxe auch vorher nichts ändern. Aber danach muss ich es mir nochmal gut überlegen. Ich habe in letzter Zeit sehr oft Kopfschmerzen, die nicht immer Migräne werden, aber trotzdem sehr belasten. Und ich werde auch oft mit leichten Kopfschmerzen wach, die sich wenn ich Glück habe, nach Magnesium und Kaffee verziehen. Kann das auch am Amitritpylin liegen? Vor Amitriptylin hatte ich das auch schon, aber ich meine nicht so oft.

    Liebe Grüße und hoffentlich möglichst vielen hier einen kopfschmerzfreien Sonntag.

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4423

    Liebe Christin,

    es ist immer blöd, wenn man in so einer doofen Phase steckt, in der man meint nix zuordnen zu können. Als erstes ist aber klar, dass die Migräne immer anders kommt, als erwartet und überhaupt nicht berechenbar ist.

    Dass deine Ärztin die Wirksamkeit der div. Mittel klar zuordnen können möchte halte ich auch für gut. Aber wenn dein Leidensdruck so hoch ist, kannst nur du entscheiden, wie du verfahren möchtest.

    Ich kann dir nur schreiben wie ich es versuchen und warum ich es so versuchen würde.

    Als erstes würde ich in einer scheinbar ausweglosen Situation das Triptan welches dir am besten hilft einnehmen incl. Naprocen (und wenn nötig MCP) alle 3 Medi´s gleichzeitig. Wenn sich der KS gar nicht ändert, würde ich kein Triptan mehr nehmen. So ist es ja auch nach Packungsbeilage.

    Wenn der KS besser wird, aber nicht richtig verschwindet, kannst du nach frühestens 2 Stunden ein weiteres Triptan einnehmen. Dann sollte der Spuk vorbei sein. Ich pers., dass ist aber nur für mich so, nehme mit dem 2. Triptan nochmal eine 2. Naproxen. Dann ist der Spuk oft vorbei. Nicht selten kommt er aber am nächsten Tag wieder. Dann nehme ich das Ganze wieder so ein wie beschrieben, halte mich aber immer an die vorgegebenen Zeiten. Also max. 2 Triptane in 24 Std. und max. 2 x Naproxen in dieser Zeit.

    Wenn sich die Migräne auch am 3. Tag nochmal meldet, verfahre ich noch einmal so. Aber spätestens am 4. Tag mache ich eine Pause. Dann halte ich aus. Ggf. mit diversen anderen Mittelchen, aber ich versuche es wirklich auszuhalten.

    In einer eher guten Migräenphase würde ich die Wirksamkeit der einzelnen Medi´s unter die Lupe nehmen. Also wenn ich nicht so unter Druck stehe, kann ich auch mal ein anderes Triptan versuchen.

    Der Hinweis deiner Ärztin, durch weglassen von Naproxen, eine klares Bild über die Wirkung vom Ami zu erhalten, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Der Sinn des Ami´s ist ja auf Dauer weniger und ggf. auch mildere KS zu bekommen. Wenn kein MÜK im Spiel ist, fehlt mir pers. da aber ein Zusammenhang.

    Das Argument, dein Triptan sei eh schon sehr stark, erklärt sich für mich nicht. Jeder sollte versuchen, für sich das richtige Triptan zu finden. Man einer kommt mit einem schwächer aber lang anhaltenden Triptan besser klar, als ein anderer eben mit einem stark kurz wirkendem Triptan. etc. etc.

    Möglicherweise muss eine Menge ausprobiert werden, bis man wirklich bei einer guten Medikation angekommen ist.

    Bettina hat leztens hier noch geschrieben, dass man nicht aufhören soll, den pers. Weg zu suchen. Es gibt ihn. Er ist nicht immer der offensichtlichste.

    Sorry, nun hab ich viel geschrieben, und sicher was vergessen. Leider hatte ich hier einige Unterbrechungen, weshalb mein Beitrag hoffentlich trotzdem noch einigermaßen verständlich ist. Ansonsten schreiben sicher auch noch andere.

    Alles Gute für dich
    wünscht
    Sternchen

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Liebes Sternchen,

    vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

    Das Rizatriptan hatte heute Vormittag irgendwann doch noch richtig gewirkt und dann hab ich noch Naproxen hinterher genommen, damit ich jetzt hoffentlich erst mal ne Weile schmerzfrei bin.

    Heute behandle ich erst den 2ten Tag. Vorgestern ging es erst spät am Nachmittag los, da habe ich mich dann um 18:00 Uhr ins Bett gelegt und bin auch irgendwann eingeschlafen. Nachts um 00:30 Uhr bin ich aber vor Schmerzen wieder wach geworden und hab dann doch behandelt. Domperidon nehme ich übrigens immer 15 Minuten vorher.
    MCP vertrage ich gar nicht gut. Nachdem ich das ein paar mal genommen hatte, konnte ich mir erstmalig vorstellen wie es Menschen mit Depressionen evtl. geht. Glücklicherweise hatte ich mir dann irgendwann nochmal den Beipackzettel durchgelesen.

    Jetzt versuche ich nicht so viel über Migräne und Kopfschmerzen nachzudenken und nach dem Urlaub sehe ich weiter.

    Einen schönen Rest vom Sonntag und ganz liebe Grüße

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4423

    Liebe Christin,

    na, das ist ja wunderbar, dass der Kopf jetzt frei ist.
    Ja, mach dir jetzt keinen Kopf mehr. Mache deinen Urlaub, und laß dir nix kaputt machen.

    Wenn du nachher wieder zu Hause bist, kannst du alles in Ruhe angehen.

    Alle Mittel die du nicht verträgst, nimmst du natürlich nicht.

    Schöne Urlaubswochen
    wünscht
    Sternchen

    Jojo
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 323

    Liebe Christin,

    Dass deine Kopfschmerzen jetzt auch mal leichter sind, und die Migräne nicht durchkommt, würde ich mal glatt der guten Wirkung von Amitriptylin zuordnen. genau das soll nämlich eine gut wirkende Prophylaxe tun: Anfälle abschwächen oder unterdrücken.

    Wenn die Kopfschmerzen sich mit Kaffee und Magnesium verziehen, ist das doch wunderbar. Ein Behandlungstag eingespart! Das nimmt zumindest mir immer den Druck der 10/20 Regel, die mein persönliches Damokles-Schwert ist, haha 😉

    Zu den Triptanen hat Sternchen dir ja alles Wichtige schon geschrieben. Da muss echt jeder seinen eigenen Weg finden, und das geht nur über Ausprobieren. Genau wie Sternchen kann ich nicht nachvollziehen, warum du deine Akuttherapie nicht ändern kannst wegen Amitriptylin. Das eine ist für den Anfall, das andere für die Vorbeugung. Mein Neurologe sagt immer, man soll nicht zwei Dinge gleichzeitig an der Prophylaxe(!) ändern.

    Wenn ich lange Anfälle habe, wirkt das Triptan auch immer weniger lang/zuversichtlich. Deshalb sollt man dann ja auf eine andere medikamentöse Behandlung umsteigen, wie zum Beispiel Sedieren (Vomex etc), oder Schmerzmittel (Novalgin etc).

    Jetzt wünsche ich dir aber erst mal einen schönen, möglichst schmerzfreien Urlaub!

    LG

    Jojo

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Hallo liebe headbook Mitglieder und Mitleser,

    in letzter Zeit gab es auch wieder Beiträge über Kinder, die leider auch Migräne haben. Deshalb melde ich mich auch mal wieder.
    Und bei uns gibt es Gutes zu berichten: mein Sohn (13) nimmt jetzt seit ca. einem halben Jahr jeden Abend ein halbes Tütchen Magnesiumcitrat zum Auflösen in Wasser von DM. Das sind dann 200 mg. (Meine Kapseln von Magnesium Pur oder Vitamin B2 bekommt er leider nicht runter.)
    Seitdem hat er viel seltener Kopfschmerzen. Und richtige Migräne noch viel seltener.
    Wir freuen uns und hoffen, dass es so bleibt.

    Bei mir ist es gerade nicht so gut. Draußen stürmt es und dazu passend in meinem Kopf auch. Domperidon, Rizatriptan und Naproxen wirken heute leider nicht so gut. Heute mittag werde ich dann das Ganze wohl nochmal nehmen. Ich möchte erst noch ein bißchen durchhalten, damit ich den Rest des Tages dann noch gut überstehe. Oder ist es doch besser das 2te Triptan früher zu nehmen? Da bin ich mir immer noch oft unsicher.

    Und bei meinem nächsten Arzttermin, frage ich nach einem Rezept für Zolmitriptan. Auch wenn ich früher davon mal heftigere Nebenwirkungen hatte. Für mehr Wirkung nehme ich diese dann in Kauf.
    Denkt ihr eigentlich, es macht einen Unterschied, ob man das Original Asco Top oder das Generika Produkt nimmt? Und wie ist es da mit der Zuzahlung? Rizatriptan ist ja sogar momentan zuzahlungsfrei.

    Ansonsten nehme ich immer noch abends 10 mg Amitriptylin. Mein Arzt hatte vor kurzem auch vorgeschlagen höher zu dosieren. Aber ich bin davon abends und nachts so erschlagen, was ja zum Schlafen super ist, aber ich möchte mich ja nachts im Notfall auch noch um meine Jungs kümmern können. Mein Mann ist leider ab und an beruflich unterwegs und dann nachts nicht zuhause.

    Gerne hätte ich auch mal Botox ausprobiert. Aber mein Arzt spritzt es mir leider nicht. Dafür ginge es mir nicht schlecht genug. Dabei habe ich an mind. 8 Tagen im Monat Migräne und insgesamt an 15 Tagen Kopfschmerzen oder leichte Migräne. Ich notier aber immer nur, wann ich behandle. Vielleicht sollte ich das mal ändern und auch die ganzen Schmerz-Tage notieren, an denen ich aushalte.

    Liebe Grüße an Euch alle,
    Christin

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27207

    Liebe Cristin,

    dass es Deinem Sohn jetzt so gut geht, freut mich sehr! 🙂

    Wenn nur einmal das Rizatriptan nicht so gut angeschlagen hatte, muss das nicht zwingend daran liegen, dass das Triptan in der Wirkung nachlässt. Oft liegt es einfach nur an der Attacke selbst oder dass das Triptan zu spät eingenommen wurde oder noch im Magen rumschwimmt trotz Antiemetikum.

    Ich nutze ein Zolmitriptan-Generikum, das ebenso gut wirkt wie das Originalprodukt AscoTop. Also auch keine Zuzahlung mehr.

    Wenn Dir 10 mg Amitriptylin abends reichen und Du damit gut zurecht kommst, kannst Du doch dabei bleiben.

    Wenn Dein Arzt kein Botox spritzt, könntest Du doch einen Neurologen aufsuchen, der es anbietet. Dazu müsstest Du aber in den Praxen anrufen, da es keine Liste von Neurologen gibt, die Botox spritzen. Mit der Diagnose chronische Migräne zahlen auch die Kassen.

    Im Kopfschmerzkalender sollten alle Schmerztage notiert werden, auch die ohne Behandlung.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 354

    Frage zu Vitamin B2

    Liebe Christin,

    ich habe mal dein Forum überflogen und keine Antwort auf die Frage, ob dein Sohn Vitamin B2 nimmt, entdeckt.
    Du schreibst, dass er die Kapseln nicht schlucken kann. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, den Inhalt der Kapsel zusammen mit dem Magnesiumcitrat in ein Glas Wasser zu geben und einzurühren. Im Migravent ist es doch auch in loser Form enthalten.
    Ich habe das eine Zeit lang mit dem Inhalt der Magnesiumkapseln von Pur gemacht.

    Ich wünsche euch beiden alles Gute!

    Katrin

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Hallo Bettina,

    vielleicht lag die schlechte Wirkung vorgestern wirklich daran, dass ich das Triptan zu spät genommen hatte. Die Migräne ging nämlich schon am Abend davor los. Da es aber schon spät abends war und ich durch das Amitriptylin auch schön müde, wollte ich es ohne Akut-Medikamente versuchen. Und die Nacht hatte ich dann auch gut rumbekommen. Bin immer wieder mal mit leichten Kopfschmerzen aufgewacht, aber auch immer wieder schnell weggedöst. Leider kam die Migräne morgens dann doch richtig durch.

    Also in diesem Fall war der gesparte Medikamenten-Tag, wohl mit schlechter Wirkung am nächsten Tag erkauft.

    Mein Arzt spritzt schon auch Botox. Jetzt werde ich jeden Tag (auch mit leichter Migräne) in den Kopfschmerzkalender eintragen. Dann sieht er vielleicht beim nächsten Termin, dass es mir doch schlecht genug geht.

    Irgendwie kann ich mir richtig gut vorstellen, dass es bei mir gut helfen könnte. Bei einem Migräne-Anfall wünsche ich mir so oft, ich könnte selber irgendetwas in die Stelle auf der Stirn spritzen. Ich kann es so genau lokalisieren. Könnte genau mit dem Finger auf den Punkt zeigen.

    Liebe Grüße und noch ein schönes Wochenende,
    Christin

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Liebe Katrin,

    das mit dem Öffnen der Kapseln ist eine tolle Idee. Vielen lieben Dank für diesen Tip.
    Und wenn die Migräne dann doch noch mal wieder mehr wird, werden wir das auf jeden Fall versuchen.
    Glücklicherweise hatte er jetzt schon wirklich viele Wochen keine Migräne. Wir hoffen auch sehr, dass es vielleicht auch mit der Pubertät, die bei ihm sehr schnell voranschreitet, zusammenhängt. Es wäre wirklich fantastisch, wenn er zu den Jungen gehören würde, bei denen die Migräne immer seltener wird.

    Und das wünsche ich auch so sehr allen anderen betroffenen Kindern.

    Liebe Grüße,
    Christin

    Julia
    Teilnehmer
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    Beim Öffnen aber vorsichtig sein, das Zeug färbt wie verrückt. Am Besten in der Küche in Spüle! 😉

    Bettina Frank – Admin
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    Hallo Cristin,

    Also in diesem Fall war der gesparte Medikamenten-Tag, wohl mit schlechter Wirkung am nächsten Tag erkauft.

    so war das sicher, dann hat man im Grunde gar nichts davon. Lieber zeitig das Triptan nehmen bei eindeutiger Migräne, als zu lange zu warten, lange zu leiden und dann nicht mal mehr vernünftige Wirkung zu haben.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Hallo ihr Lieben,

    nach einem Jahr mit abends 10mg Amitriptylin möchte ich es jetzt gerne mal ohne ausprobieren.
    Mein Arzt hat dem zugestimmt, aber wenn sich mein Zustand verschlechtert soll ich es sofort weiternehmen. Ich habe ihn zum Ausschleichen nach den Tropfen gefragt. Aber er ist der Meinung die 10mg sind ja eh schon die kleinste Dosis, also soll ich sie einfach weglassen.

    Aber irgendwie traue ich mich nicht richtig. Habe deshalb nochmal angerufen und nach einem Rezept für die Tropfen gefragt. Die Arzthelferin hat den Vorschlag gemacht die Dragees zu teilen.
    Klappen würde das, habe es mit einem scharfen Messer schon versucht. Aber wie ist das mit dem Überzug der Dragees? Was erfüllt dieser für eine Funktion? Ich nehme die 10mg Dragees von Neurexpharm. Darf man das einfach machen? Dann würde ich vielleicht erst mal 2 Wochen lang ein Drittel pro Dragee wegschneiden?

    Liebe Grüße und Danke im voraus.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27207

    Liebe Christin,

    mit Tropfen kann man noch schonender ausschleichen und viele Betroffene müssen das auch so machen. Die eventuellen Absetzerscheinungen – auch wenn es nur 10 mg sind – sollte man nicht unterschätzen. Es gibt Leute, die können eine minimale Dosis einfach weglassen, andere müssen bis zu einem Tropfen schön langsam abdosieren. 😉

    Wegen der Dragees würde ich direkt in der Apotheke anfragen, dort kann man Dir kompetent antworten. Besser wären die Tropfen und ich denke, wenn Du noch mal nett anfragst, wird man sie Dir auch nicht verweigern.

    Sollte von der Apotheke grünes Licht zum Teilen gegeben werden, hole Dir von dort auch gleich einen Tablettenteiler. Damit teilt man die Tabletten viel besser und einfach. Wobei ich persönlich Dragees wohl eher nicht teilen würde.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7116

    Hey Leonie,

    darf ich dich als Erstes bitten die beiden Links jetzt sofort wieder zu löschen? Links jeder Art und besonders wenn sie Werbung enthalten, sind in Headbook nicht erlaubt.
    Dieser hier scheint mir ganz besonders Abzocke zu sein, da man erst bezahlen muss, um dann Unsinn zu erfahren. Nicht jeder Kopfschmerz ist wie versprochen heilbar!!

    Gruß,
    Julia

    Wenn du Interesse an seriöser Hilfe haben solltest, bist du herzlich willkommen, aber nur dann.
    Hier bitte zu dem Link nicht antworten

    • Diese Antwort wurde geändert vor 8 Monate, 3 Wochen von  Julia.
    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Hallo,

    ich brauche mal wieder eure Meinung oder euren Rat.

    Mitte April habe ich das Amitriptylin runterdosiert und abgesetzt. Da mein Arzt dagegen war mir die Tropfen zu verschreiben, habe ich die 10mg Dragees dann doch erst 10 Abende halbiert und dann gar nicht mehr genommen. Nach 5 Tagen hatte ich 1 Tag Migräne und dann ging es mir 12 Tage so richtig gut. Ich konnte es selber kaum glauben. So eine lange Phase ohne Migräne hatte ich schon ewig nicht mehr. Das war so eine schöne Zeit und ich war so voller Hoffnung. Dazu fehlten auch noch die Nebenwirkungen vom Amitriptylin, es war einfach toll.
    Nur leider ab Mitte Mai ging es dann wieder los. Leider bis Ende des Monats 6 mal Migräne und auch dazwischen oft Kopfschmerzen. Und so ging es im Juni bis jetzt weiter. Fast jeden Tag Migräne, mal die rechte Seite, dann mal wieder die Linke und dazwischen mal ein Tag Spannungskopfschmerzen.
    Meine Verzweiflung ist groß. Was meint ihr? Wenn es das Fehlen des Amitriptylins wäre, hätte ich dann erst so ne lange schmerzfreie Zeit gehabt? Ist es vielleicht einfach nur das ständig wechselnde Wetter? Bei uns ist es wirklich sehr extrem.
    Und wie lange soll ich wohl noch weiter beobachten und abwarten? Eigentlich ist mein nächster Arzttermin erst im September.
    Natürlich habe ich auch Angst in einen MÜK zu kommen und versuche immer, wenn es so irgendwie auszuhalten ist, nichts zu nehmen.
    Echt blöd aber auch, dass wir hier ab Mitte April schon Sommerwetter bekommen haben.

    Liebe Grüße und allen hoffentlich nette Köpfe,
    Christin

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4423

    Liebe Christin,

    die Migräne überrascht uns immer und immer wieder. Leider ist das so. Sie ist keine zuverlässige Partnerin, bei der man sich wenigstens auf ein mieses Gesicht verlassen kann. 🙂 🙁

    Prophylaxemittel brauchen mind. 6-8 Wochen, um ihre volle Wirkung entfalten und zeigen zu können. Genauso kann es natürlich auch umgekehrt, beim Absetzen sein. Wem und was du nun deine „lange“ schmerzfreie Zeit zuordnen kannst, wird niemand ganz sicher sagen können. Auch, dass es nun grad wieder eine schlechte Phase gibt, kann am fehlenden Ami liegen, aber 100% ig sagen, kann auch das m.E. niemand. Um klar urteilen zu können, würde ich pers. noch ein wenig abwarten und beobachten. Vielleicht erscheinen dir insgesamt 8-12 Wochen zu lang, aber nach dieser Zeit kann man wirklich Schlüsse ziehen.

    Jaaaa, der MÜK ist eine Gefahr. Gut, dass du ihn im Blick hast. So bist du auf jeden Fall besser gewappnet.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27207

    Liebe Christin,

    ich würde jetzt einfach mal abwarten und noch keine Schlüsse ziehen. Dafür ist es zu früh, zudem gibt es immer wieder mal Schwankungen in der Frequenz. Wenn Du im September den nächsten Termin hast, bist Du lange genug raus aus der letzten Prophylaxe und kannst schon mal ein Fazit ziehen, wie es ohne Prophylaxe läuft.

    Die 10/20-Regel hast Du parat, aber mach Dich auch nicht verrückt damit. Angst davor kann auch Attacken triggern.

    Liebe Grüße
    Bettina

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