Mein persönlicher Schmerzverlauf

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Migräne bei Mutter und Sohn (Christin)

Ansicht von 30 Beiträgen - 31 bis 60 (von insgesamt 72)
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  • Christin
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    Hallo ihr Lieben,

    und herzlichen Dank liebes Sternchen und liebe Bettina für eure Antworten von letzter Woche.

    Leider bin ich am Freitag morgen direkt wieder mit heftiger Migräne aufgewacht und hatte das Gefühl, es hört einfach nicht mehr auf. Nachdem ich dann zu meiner Hausarztpraxis gefahren bin, hat mich eine neue Ärztin der Praxis in die Neurologie eingewiesen. Sie hat mir gesagt, mir leider nicht helfen zu können, da sie sich mit Migräne nicht gut auskennt, aber der Meinung ist, dass mir nach 9 Tagen Dauermigräne geholfen werden sollte.

    Im Krankenhaus wurde mir dann auch mit 100 mg Kortison i.V. geholfen. Da ich morgens schon Domperidon, Zolmitriptan und Naproxen genommen hatte, ging es mir dann auch ganz gut. Abends bekam ich nochmal Naproxen und eine leicht Einschlafhilfe (irgendwas mit Z am Anfang).
    Samstag morgen habe ich dann mit Bisoprolol gestartet. Bin dann auch mit Diagnose Status Migränosus entlassen worden.
    Die Ärzte waren sehr verständnisvoll und hilfsbereit. Nachdem ich (nach CT, EKG, EEG usw.) aber keine Lumbalpunktion machen lassen wollte, waren sie etwas verstimmt.

    Jetzt bin ich erst mal froh, heute den 3ten Tag ohne Migräne aufgewacht zu sein. Hoffentlich hält die Wirkung des Kortisons noch lange vor und hoffentlich vertrage ich das Bisoprolol.
    Anfang letzten Jahres mußte ich einen Versuch mit Propanolol ja wegen starkem Schwindel und Ohrenproblemen abbrechen.

    Jetzt nehme ich erst mal morgens 1/4 einer 2,5 mg Tablette. Ist es eigentlich nicht vielleicht besser die Dosis abends zu nehmen, da ich ja oft schon morgens beim Aufwachen Probleme habe? Oder wenn Einnahme morgens, am besten sofort nach dem Aufwachen nehmen, damit sich aus leichten Kopfschmerzen beim Aufwachen, keine richtige Migräne entwickelt?
    Wie handhabt ihr das so mit Betablockern?

    Und drückt mir bitte ganz doll die Daumen, dass das Bisoprolol hilft. Mir sitzt schon ziemlich die Angst im Nacken. Immerhin ist es jetzt auch schon meine 7te Prophylaxe, bzw. Versuch damit.

    Liebe Grüße,
    Christin

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7068

    Liebe Christin,

    die Lumbalpunktion, die gemacht werden sollte, hatte sicher viele Begründungen auf Seiten des Krankenhauses, hätte ich aber auch bestimmt nicht bei bekannter Migräne, die „“nur““ mal ein paar Tage in den Status geraten ist, machen lassen. Das hast du richtig gemacht, denn evtl. wäre es nur ein Tausch zwischen zwei Kopfschmerzarten geworden. Und den postpunktionellen Kopfschmerz braucht man ganz sicher nicht auch noch.
    So ein Status ist eine ganz gemeine Sache, in die man aber immer mal wieder geraten kann. Da ist es einfach besser und nötig, sich selber helfen zu können. Hast du alle Medis, die dir in so einem Fall helfen könnten im Haus? Und dann wäre noch ein Plan im Kopf für solche Situationen sehr wichtig, damit gar nicht erst die große Angst aufkommt.

    Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen für den neuen Prophylaxeversuch. Aber, wenn es nicht klappt, es gibt noch viele weitere Variationen! Hast du den richtigen Arzt dafür?

    ✊✊✊,
    Julia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26983

    Liebe Christin,

    in Kliniken (in der Neurologie) müssen Lumbalpunktionen gelernt werden. 😉 Mehr muss man sicher dazu nicht sagen. Wenn sie gerechtfertigt ist, jederzeit, aber nicht bei bestätigter Migräne. Und wenn es schon sein muss, sollte man nach atraumatischen Nadeln fragen. Und danach laaange liegenbleiben, um den postpunktionellen Kopfschmerz zu vermeiden. Das nur noch als grundsätzliche Info vermerkt, Du hast zum Glück ja eh nicht zugestimmt. 😉

    Teste das Bisoprolol jetzt mal ganz entspannt. Manche werden recht müde und schlapp vom Betablocker – dann ist die abendliche Einnahme vorteilhaft. Andere wiederum haben Albträume – dann ist die morgendliche Einnahme angezeigt. Schau einfach, wie es für Dich am besten ist und dosiere ganz langsam hoch.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 34

    Ja liebe Julia und ja liebe Bettina,

    wie gut, dass es headbook gibt. Sonst hätte ich der Punktion nicht widersprochen. Aber ich hatte noch im Kopf, dass vor kurzem noch hier darüber geschrieben wurde. Also DAAAANKE.

    Momentan warte ich noch auf einen Rückruf von meinem Schmerztherapeuten oder der Helferin. Hoffentlich bekomme ich bald einen Termin. Hier auf dem platten Land ist das mit Ärzten und Terminen nicht so leicht. Sind leider alle total überlastet.

    Und dann frage ich nach der Notfallmedikation: also Kortison in Tablettenform und etwas zum Schlafen. Habe ich ja alles hier gelernt.

    Seit heute ist es hier auch nicht mehr schwül und wechselhaft. Das gibt mir zusätzlich Hoffnung auf schmerzfreie Zeit.

    Liebe Grüße und allen noch einen schönen, hoffentlich schmerzfreien Tag,
    Christin

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26983

    Du bist auf jeden Fall gut gerüstet, so wird das dann schon gelingen. 🙂

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 34

    Hallo liebe Mitleidenden,

    ich habe auch das Gefühl, bei mir ist es das Wetter, das mich fertig macht.

    Heute morgen 10 Grad windstill, dann später Sonnenschein und 22 Grad, dann kam plötzlich stürmischer, warmer Wind auf und jetzt regnet’s in Strömen.

    Und mein Kopf: um 12 Uhr habe ich Domperidon und Zolmitrtiptan genommen und prima, meine (rechtsseitige) Migräne ging weg. Aber dann ganz plötzlich, nur 2 Stunden später, ging es auf der linken Seite los. Da hab ich dirkekt ne Naproxen genommen, aber es wird immer doller.
    Soll ich schon nur 3 Stunden später die nächste Zolmitriptan nehmen? Was würdet ihr machen? Einschlafen funktioniert nicht, habe ich auch schon probiert.

    Wie kann das überhaupt sein, dass man nach 2 Stunden Migräne auf der anderen Seite bekommt? Da müsste mich das Zolmitriptan im Blut doch eigentlich vor schützen, oder?

    Liebe Grüße,
    Christin

    sternchen
    Teilnehmer
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    Liebe Christin,

    ja, das gibt es. Es heißt, wenn nach 2 Stunden die Migräne nicht wirklich vorbei ist, dann kann man die 2. Dosis einnehmen. Natürlich immer unter Einhaltung der Tageshöchstdosis. Ich nehme oft das Triptan und Naproxen gleichzeitig. Dann, wenn es nicht vorbei ist, dann nehme ich nochmal ein Triptan und auch wieder Naproxen dazu. Allgemein wird gesagt, das eine 2. Gabe Naproxen nicht mehr sein muß. Aber ich komme leider nur so klar.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 34

    Ihr Lieben und liebes Sternchen,

    nach dem zweiten Triptan wird es jetzt auf der linken Seite auch langsam besser. Hoffentlich hält die Wirkung dann auch erst mal ne Weile an. Ich hab’s so satt. Aber ich lese ja, dank headbook, dass gerade viele Migräne Köppe mehr leiden als sonst. Ich wünsche es natürlich niemandem, aber es tröstet doch sehr, nicht alleine mit diesem Problem zu sein.

    Hach, wenn es doch die 10/20 Regel und keinen MÜK geben würde, könnte das Leben mit Migräne doch so viel leichter sein.

    Doof aber auch, dass wir das Wetter nicht ändern können. Mir geht es wir dir Heika, konstant warmes Wetter (z. B. im Urlaub) macht mir (natürlich mit Cap und Sonnenbrille und am liebsten im Schatten) keine Probleme.

    Aber jetzt habe ich genug gejammert.
    Und natürlich freue ich mich über jeden Tag, an dem mein Sohn keine Kopf-Probleme hat. Er reagiert nämlich auch ziemlich auf Wetterwechsel.

    Kann mir eigentlich noch jemand einen Tip geben, bei welchem Arzt am Niederrhein ich Botox bekommen könnte? Vielleicht gibt es ja auch doch jemanden, der nicht in der Schmerzklinik Kiel Liste ist? Oder wie kann ich so einen Arzt finden?

    Danke und liebe Grüße

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4354

    Liebe Christin,

    ja, wir alle wünschen uns so eine Pille sehnlichst. Die Medizin ist ja schon sehr nah dran. Zuerst die Triptane und jetzt die Impfe Der Fortschritt ist ein gaaaaanz großes Stück nach vorn gekommen.

    Aber eins dürfen wir nicht vergessen. Ohne Verhaltensänderung_/Anpassung wird auch eine neue Pille auf Dauer nicht helfen. Wer auf lange Sicht seine Migräne gewissermaßen unter Kontrolle haben möchte kommt nicht drumherum sein Verhalten zu ändern. Immer schneller, immer besser, immer höher und immer größer wird nicht gut gehen. So sagt es Prof. Göbel immer und immer wieder.

    Aber erst einmal freut es mich, dass es dir besser geht.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 26983

    Liebe Christin,

    schön, dass es Dir wieder besser geht. 🙂 Tja, Wetter kann man nicht ändern und das ist wohl auch gut so. Gäbe nämlich sonst so den ein oder anderen Konflikt. 😉

    Kann mir eigentlich noch jemand einen Tip geben, bei welchem Arzt am Niederrhein ich Botox bekommen könnte? Vielleicht gibt es ja auch doch jemanden, der nicht in der Schmerzklinik Kiel Liste ist? Oder wie kann ich so einen Arzt finden?

    Es gibt keine Liste. Rufe einfach in Praxen in Deiner Nähe an und frage nach. Das ist der einzige Weg, außer, es meldet sich hier jemand mit einer privaten Empfehlung per PN.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 34

    Hallo all ihr Lieben,

    ich könnte mal wieder guten Rat gebrauchen. Leider habe ich noch keinen Botox-Termin. Bin aber noch dran.
    Bisoprolol kann ich momentan nicht aufdosieren. Nehme morgens und abends nur ne 4tel Tablette von 2,5mg. Bin dabei aber schon sehr schlapp und bekomme auch schon wieder oft Ohrensausen. Und am störendsten sind die häufigen Kopfschmerzen.

    Jetzt hatte meine Gynäkologin doch nochmal vorgeschlagen, die Minipille zu probieren (also durchzunehmen). Am häufigsten habe ich Migräne 2 Tage vor und während meiner Periode. Und leider bekomme ich diese in immer kürzeren Abständen. Also oft schon nach 22 Tagen und ziemlich heftig und schmerzhaft. Brauche in den ersten Tagen auch deshalb an 1 oder 2 Tagen Naproxen. Und das kommt dann leider auch oft 2x im Monat vor.

    Wenn nur das erhöhte Thrombose-Risiko nicht wäre. Dann bräuchte ich nicht lange überlegen. Aber mein Vater hat 2 tiefe Beinvenenthrombosen und leider ist die Veranlagung ja auch vererbbar.
    Zur Verhütung bräuchte ich die Pille nicht. Es wäre nur ein weiterer Schritt der Migränebekämpfung und des Schmerzmittel-Sparens.
    Was meint ihr?

    Liebe Grüße,
    Christin

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 26983

    Liebe Christin,

    wie viele Schmerztage hast Du denn insgesamt im Monat? Wenn Du mit der 10/20-Regel gut klarkommst, würde ich definitiv erst mal die Botox-Behandlung abwarten.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 34

    Liebe Bettina,

    Schmerztage hab ich so um die 15. Halte mich aber streng an die 10/20 Regel. Bin meistens so bei 8 Schmerzmittel-Tagen. Es ist aber schon oft eine Quälerei für mich. Auch wenn es nicht jedes mal heftige Migräne ist. Die könnte ich niemals ohne Schmerzmittel aushalten.

    Also Akut-Medikation sparen, wäre schon ganz gut. Aber du hast Recht. Im August hoffe ich auf eine Antwort, ob ich einen Termin bei nem neuen Arzt (der auch Botox spritzt) bekomme. Das sollte ich jetzt vielleicht wirklich noch abwarten.

    Liebe Grüße,
    Christin

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 34

    Guten Morgen ihr Lieben,

    leider hat mich heute morgen gegen 5 Uhr, zeitgleich mit dem stürmischen Wetter, eine blöde Migräne Attacke erwischt. Ich bin mit rechtsseitiger Migräne aufgewacht, habe dann Domperidon und Zolmitriptan genommen und war dann begeistert wie schnell die Migräne sich verzogen hat. Aber dann, nur Minuten später, ging es auf der linken Seite los. Das war erst etwa 45 Minuten nach der Einnahme. Wie kann das denn sein, ich habe Wirkung, spüre Nebenwirkungen, also sind die Medikamente doch vom Körper aufgenommen worden?

    Gegen 6 Uhr habe ich dann Kaffee, Magnesium und Naproxen hinterher geschoben.
    Aber es geht mir immer noch schlecht. Ich könnte heulen.

    Vor einer Weile hatte ich das so ähnlich schon mal. Aber da hat es, bis es auf der linken Seite los ging, wenigstens ca. 2 Stunden gedauert.

    Was würdet ihr jetzt machen? Noch eine Zolmitriptan nehmen?
    Oder was sonst?

    Ich habe noch Novaminsulfon hier. Muss man da eigentlich einen zeitlichen Abstand zum Naproxen einhalten? Sollte ich das vielleicht sonst versuchen? Ich bin verzweifelt. Wie soll ich diesen Tag bloß rumkriegen?

    Und bei der nächsten Attacke? Lieber mal ein anderes Triptan versuchen?
    Vielleicht hatte schon mal jemand dieselben Probleme?

    Vielen, lieben Dank im voraus und Grüße,
    Christin

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4354

    Guten Morgen Christin,

    oh man, da hat es dich heute morgen wirklich erwischt. Ich kenne das! Es haut einen komplett aus den Latschen. ….und es ist nicht nur der Schmerz, auch die Psyche hat bei mir unter solchen Attacken zu leiden. Es ist als würde bei mir bei solchen Anfällen meine sonst sehr positive Grundeinstellung mit einem Schalter abgestellt. Eine gewisse Zeit nach Einnahme des Triptans verschwindet das auch wieder, genau wie die anderen körperlichen Symptome.

    Ich habe eben mal nachgelesen, und gesehen, dass diese Art des Migräneauftretens bei dir im Juni auch schon so war. Damals hast du nach 2 o. 3 Stunden noch einmal ein Triptan nachgelegt. Auch wenn sich heute die Migräne in kürzerer Zeit wieder so deutlich zeigt, ist es immer noch die Migräne, die nicht gekappt wurde. Bei jedem zeigt sich so ein Anfall anders.

    Nach Anweisung darf ja, wenn die Wirkung beim 1. Triptan nicht wirklich erfolgreich war, ein 2. Triptan nachgelegt werden. Damals hat es dir geholfen. Ich pers. würde auch jetzt davon ausgehen, dass die Wirkung einsetzt.

    Ob auf Dauer ein anderes Triptan sinnvoll ist, kannst du dir unter Migräne-Wissen hier rechts unter den Links anschauen. Dann solltest du mit deinem Arzt darüber sprechen.

    Alles Liebe
    Sternchen

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 3 Wochen von  sternchen.
    Katrin
    Teilnehmer
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    Liebe Christin,

    manchmal ist es wirklich verzwickt! Ich kann deine Verzweiflung sehr gut verstehen!

    Ich würde deinen Beitrag so interpretieren, dass du die Attacke auf der rechten Seite erfolgreich behandelt hast und die kurz darauf auftretenden linksseitige Attacke als Wiederkehrkopfschmerz auffassen. Ob das stimmt, weiß ich aber wirklich nicht!

    In welcher Dosis hast du Zolmitriptan eingenommen? In der Packungsbeilage steht, dass die Einzeldosis 2 x 2,5 mg betragen darf. Nach 2 Stunden dürfte man mit der gleichen Dosis nochmal nachlegen, das wäre dann aber auch die Tageshöchstdosis (innerhalb von 24 Stunden).

    Im Beipackzettel von Naproxen 500 mg steht, dass die Einzeldosis 1/2 bis 1 Tablette 2 täglich betragen darf.

    Ich hoffe, dass es dir schnell besser geht!

    Liebe Grüße,
    Katrin

    Viva la Vida! 🍀

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 320

    Liebes Sternchen,

    Nach Anweisung darf ja, wenn die Wirkung beim 1. Triptan nicht wirklich erfolgreich war, ein 2. Triptan nachgelegt werden. Damals hat es dir geholfen. Ich pers. würde auch jetzt davon ausgehen, dass die Wirkung einsetzt.

    Hier im headbook habe ich folgendes gefunden:
    „Wirkt ein Triptan in einer Migräneattacke nicht, ist die Wiederholung der Einnahme des Triptans in der gleichen Attacke in der Regel auch nicht wirksam, sofern die Startdosis gleichzeitig die empfohlene Höchstdosis der Einmalgabe war…“

    Meinst du mit deiner Aussage, dass man dann ein anderes Triptan nachlegen könnte? Mich verwirrt beides gerade ein wenig.

    Liebe Grüße
    Katrin

    Viva la Vida! 🍀

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 26983

    Liebe Christin,

    wie geht es Dir inzwischen?

    Aber dann, nur Minuten später, ging es auf der linken Seite los. Das war erst etwa 45 Minuten nach der Einnahme. Wie kann das denn sein, ich habe Wirkung, spüre Nebenwirkungen, also sind die Medikamente doch vom Körper aufgenommen worden?

    Meinst Du damit, dass Du 45 Minuten lang eine gute Wirkung durch Zolmitriptan hattest? Wenn das so war, dann kannst Du wieder mit Zolmitriptan behandeln. Manche Attacken kommen mit ziemlicher Wucht daher, dann wirkt das Triptan nur recht kurz, oder die initiale Dosis war schon zu gering (hattest Du 2,5 oder 5 mg?), so dass die Attacke nicht richtig kupiert werden konnte.

    Alles Gute und schnelle Besserung.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 34

    Liebes Sternchen, liebe Katrin und liebe Bettina,

    herzlichen Dank für Eure Hilfe. Ich muß mal wieder anmerken, wie gut es ist, dass es headbook und so liebe, hilfsbereite Menschen gibt.

    Nach Deiner Nachricht Sternchen, du hast meine Gefühlswelt übrigens so genau erkannt, habe ich noch eine Zolmitriptan genommen. Nach einer Stunde noch eine Domperidon und einen halben Vollkornkeks hinterher.
    Und jetzt geht es mir besser. Nicht toll, so ein doofer Restschmerz ist noch da, aber es ist wieder erträglich.

    Leider nehme ich schon immer 5mg Zolmitriptan. Also da gibt es leider nicht die Möglichkeit direkt mehr zu nehmen.

    Bettina du hast es genau richtig verstanden. Die anfangs nur rechtsseitige Migräne ging 45 Minuten nach Domperidon und 5mg Zolmitriptan schnell weg. Und nur Minuten später ging es dann auf der linken Seite mit den Schmerzen los. Dabei lag ich doch noch total entspannt und schläfrig im Bett.

    Und ja, mich hat es gerade wohl heftig erwischt. Wir hatten hier heute morgen erst 20 Grad, dann kamen Regen und Sturmböen auf und jetzt kommt wieder die Sonne durch. Zusätzlich noch Eisprung und ein momentan sowieso anscheinend hormonmäßig total verrückt spielender Körper.

    Doof bei mir ist auch immer, dass bei mir nach 2maliger Triptanneinnahme in so kurzen Zeitabständen Ängste aufkommen: Was mache ich, wenn es wieder schlimmer wird. Der Tag ist noch lang und morgen früh um 5 Uhr dürfte ich erst wieder ein Triptan nehmen.
    Jetzt überlege ich, ob ich gleich nochmal 500 mg Naproxen nehmen soll? Um 6 Uhr hatte ich ja eine genommen.
    Oder soll ich lieber jetzt erst mal abwarten und wenn es doch wieder losgeht Novaminsulfon nehmen?

    Insgesamt bin ich jetzt aber schon wieder positiver gestimmt. Wenigstens steht heute nichts Besonderes an und ich kann den ganzen Tag im Bett herumdümpeln. Keine wichtigen Termine bei meinen Jungs.

    Nochmal herzlichen Dank an Euch

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26983

    Liebe Katrin,

    Hier im headbook habe ich folgendes gefunden:
    „Wirkt ein Triptan in einer Migräneattacke nicht, ist die Wiederholung der Einnahme des Triptans in der gleichen Attacke in der Regel auch nicht wirksam, sofern die Startdosis gleichzeitig die empfohlene Höchstdosis der Einmalgabe war…“

    Meinst du mit deiner Aussage, dass man dann ein anderes Triptan nachlegen könnte? Mich verwirrt beides gerade ein wenig.

    Im Beitrag an Christin habe ich es schon erklärt. Bei Wirkung kann ein zweites Triptan nachgelegt werden. Selbst dann, wenn die Wirkung schnell wieder nachgelassen hat. Wirkt das erste Triptan gar nicht, kein weiteres nehmen und lieber mit Schmerzmittel (Novalgin, Naproxen, Ibuprofen) behandeln.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26983

    Liebe Christin,

    Leider nehme ich schon immer 5mg Zolmitriptan. Also da gibt es leider nicht die Möglichkeit direkt mehr zu nehmen.

    Ich nehme auch immer die 5 mg, damit ist man meist auf der sicheren Seite. 😉

    Doof bei mir ist auch immer, dass bei mir nach 2maliger Triptanneinnahme in so kurzen Zeitabständen Ängste aufkommen: Was mache ich, wenn es wieder schlimmer wird. Der Tag ist noch lang und morgen früh um 5 Uhr dürfte ich erst wieder ein Triptan nehmen.
    Jetzt überlege ich, ob ich gleich nochmal 500 mg Naproxen nehmen soll? Um 6 Uhr hatte ich ja eine genommen.
    Oder soll ich lieber jetzt erst mal abwarten und wenn es doch wieder losgeht Novaminsulfon nehmen?

    Ja, das ist doof, denn Ängste belasten unnötig und können durch den Druck weitere Attacken triggern. Gelassenheit lernen, Entspannungsübungen, Struktur in den Tagesablauf bringen und die Gewissheit haben, dass man eine gute Akutmedikation hat.

    Naproxen heute nicht mehr, denn es wirkt noch im Hintergrund mit. Ich würde in Ruhe abwarten und sollte die Migräne wieder durchkommen, könntest Du gegen Abend auch mal Vomex zur Entspannung und zum Sedieren nehmen. Reicht das nicht, Novalgin.

    Alles Gute und schnelle Besserung,
    Bettina

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 34

    Danke Bettina,

    die Entspannungs-CD kam heute schon zum Einsatz. Und Vomex habe ich auch da. Genau so werde ich es machen.

    Und allen ein hoffentlich schmerzfreies, schönes Wochenende

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4354

    Hallo liebe Christin,

    na, nun bin ich zu spät, alle Fragen sind wohl schon beantwortet. Ja, genau so hatte ich es auch verstanden. Das erste Triptan zeigte schon Wirkung aber nicht erfolgreich. Im anderen Fall, wenn der KS unbeeindruckt von dem Triptan ist, liegt die Vermutung nahe, dass es sich nicht um Migräne handelt. Da Triptane keine Schmerzmittel sind, würden sie dort also auch nicht helfen. Was anderes ist es natürlich, wenn gleichzeitig zum 1. Triptan eine Naproxen genommen wird. Da weiß man ja nicht genau, was nun ggf. geholfen hat. Das Triptan, das Naproxen oder auch beides. Alles nicht so einfach. 🙂

    Die Ängste sind wirklich blöd. Wenn ich mal so einen Anfall habe, und vor allem ist es bei mir bei den Auren so, dann habe ich immer das Gefühl, als wenn ein Cocktail an verschiedenen Substanzen über mich ausgeschüttet wird und ich irgendwie wie verwirrt bin. Aber wie schon gesagt, das verfliegt dann auch wieder.

    Ist man sich dessen bewußt, finde ich, dass man mit diesen Ängsten sehr viel entspannter umgehen kann. Versuche es mal. Es ist äußerst kontraproduktiv immer schon vorher daran zu denken was irgendwann einmal irgendwo passieren kann. Diese Gedanken sind bei mir Trigger Nr. 1.

    Versuche mit den verschiedensten Methoden dagegen an zu gehen. Es gibt sie reichlich. Jeder muss da seinen Weg finden.

    Alles Liebe
    Sternchen

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4354

    Liebe Katrin,

    offiziell ist es so, dass in einem Anfall keine verschiedenen Triptane genommen werden sollen.

    Ich weiß aber, dass es manche anders händeln und zwar erfolgreich. 🙂 🙂 :). Wie auch ich z.B. immer noch eine 2. Naproxen nachlege, wenn es sein muss. Manchmal komme ich nur so klar.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 317

    Hallo Sternchen,

    ich denke, das liegt an den unterschiedlichen Halbwertszeiten.
    Nimmt man ein Triptan mit einem langsamen Wirkeintritt und einer langen Halbwertszeit und denkt dann, es wirkt nicht und wirft dann eines mit einem schnellen Wirkeintritt hinterher, dann wirken die, obwohl nacheinander genommen, quasi gleichzeitig.

    Macht man es umgekehrt ist es kein Problem. Das aber jedem zu erklären wäre einfach umständlich, so sagt man besser keine Triptane mischen.

    Ich mache es quasi umgekehrt.
    Muss ich eine Attacke schnell kupieren, nehme ich Maxalt.
    Damit habe ich schnell Ruhe und die Zeit auf ein langsam wirksames Triptan wie z.B. Naratriptan zu warten.
    Das nehme ich dann aber auch nicht gleich sondern vielleicht so vier bis sechs Stunden später.
    Bis das Naratriptan dann wirkt, ist das Maxalt längst abgebaut.
    Die beiden hintereinander sind also kein Problem.

    Dass ich zwei Maxalt nehme, kommt eigentlich bei mir so gut wie nie vor, denn mit dem zweiten Triptan will ich eben die lange Wirksamkeit erreichen.

    LG Anna

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5244

    Liebe Anna,

    deshalb ist es ganz wichtig, die einzelnen Triptane mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften gut zu kennen. Ich bin ein großer Fan vom Lesen der Beipackzettel 😉 . Und von Headbook natürlich! 🙂 Auch in der Auflistung der Triptane hier unter „Migräne-Wissen“ bekommt man viele wichtige Informationen.

    Mit der Zeit bekommt man natürlich eigene Erfahrungswerte. Wenn bei mir mein Frovatriptan nach 2 Std. noch nicht wirkt, ist das eher ungewöhnlich. Nach 3 Stunden schiebe ich dann 500mg Naproxen nach, wenn noch nötig, aber nicht vorher. D.h. selten doch, falls sich eine Monsterattacke anbahnt, die Schmerzen schneller als üblich sehr stark werden, dann nehme ich schon mal beides gleichzeitig.
    Naratriptan kann übrigens auch mal 4 Std. bis zum Wirkungseintritt brauchen.

    Liebe Grüße
    Heika

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4354

    Liebe Anna,

    eigentlich sollte man in einem Anfall, (24 Stunden) das Triptan nicht wechseln, da die Nebenwirkungen kumulieren und es zu Problemen kommen kann. Die Hersteller möchten sich natürlich auch absichern, damit sie nicht haftbar gemacht werden können.

    Deiner Theorie kann ich insofern nicht folgen, da auch wenn man keine Wirkung vom Triptan mehr spürt, es nicht heißt, dass es schon restlos vom Körper abgebaut ist.

    Alles Liebe
    Sternchen

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 3 Wochen von  sternchen.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26983

    Hallo Anna,

    Macht man es umgekehrt ist es kein Problem. Das aber jedem zu erklären wäre einfach umständlich, so sagt man besser keine Triptane mischen.

    Oh nein, so funktioniert das im Umkehrschluss leider auch nicht. Obwohl ich verstehe, was Du damit erklären willst. Hier gehts ja um die Halbwertszeiten, nicht um den kompletten Abbau des Medikaments. Nach vier bis sechs Stunden ist sehr wohl noch Wirkstoff im Körper. Sternchen hat schon erklärt, was das Problem sein „könnte“.

    Es ist keine gute Idee, gleich von Anfang an mit zwei Triptanen zu hantieren. Eine Triptanart für einen Anfall und dann gegebenenfalls mit Antiemetikum und NSAR die Aufnahme verbessern und die Wirkung verstärken, bzw. verlängern.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 317

    Ihr habt recht, ich halt mich da besser raus, bin ja kein Arzt und darf ja auch keine Empfehlungen geben.

    Mein Arzt meinte, es sei kein Problem und ich komme wunderbar damit zurecht, aber das muss wohl eine Einzefallentscheidung bleiben.

    @sternchen Es ging mir nicht ums etwas Spüren sondern um die HWZ nach der ja dann nur noch die Hälfte dann 1/4, dann 1/8 usw. des Wirkstoffes im Körper ist, bevor der neue Wirkstoff aufgebaut wird.
    Wenn sich ein Medikament schnell aufbaut und ein anderes aber nur langsam abbaut kann sich das ziemlich ungünstig überlappen.

    Ist auch egal. Wer da nichts riskieren will, mischt einfach nicht und alles ist gut.

    @heika Naratriptan braucht bei mir auch 3,5 bis 4h bis zum Wirkeintritt, aber wenn Maxalt die schlimmste Attacke kupiert hat, kann ich das ab.
    Abgesehen davon, dass ich Naratriptan besser vertrage als Maxalt, von dem mir immer auch leicht schlecht und schwindelig wird.

    LG Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 3 Wochen von  Anna.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 3 Wochen von  Anna.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 3 Wochen von  Anna.
    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4354

    Hm, das habe ich jetzt nicht wirklich verstanden, wie du das meinst. Denn die HWZ ist ja keine festgeschriebene Zeit, sonder immer noch individuell je nach Mensch und Medikament. Von daher weißt du nicht genau, wann das jeweilige Mittel aus dem Körper restlos oder auch nur zur Hälfte oder ein Viertel verbannt ist. Zumal der komplette Abbau sowieso länger dauert als die Zeit, von der wir hier schreiben. „Spüren“ war vielleicht nicht glücklich gewählt. Sorry, aber vermuten ist auch nicht besser. 🙂 🙂 🙂

    Macht nix. Du hast hier ja nicht empfohlen. Wir haben drüber diskutiert. Dafür ist Headbook ja auch da.

    Alles Liebe
    Sternchen

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