Mein persönlicher Schmerzverlauf

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Migräne bei Mutter und Sohn (Christin)

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  • Christin
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    Hallo ihr Lieben,

    und herzlichen Dank liebes Sternchen und liebe Bettina für eure Antworten von letzter Woche.

    Leider bin ich am Freitag morgen direkt wieder mit heftiger Migräne aufgewacht und hatte das Gefühl, es hört einfach nicht mehr auf. Nachdem ich dann zu meiner Hausarztpraxis gefahren bin, hat mich eine neue Ärztin der Praxis in die Neurologie eingewiesen. Sie hat mir gesagt, mir leider nicht helfen zu können, da sie sich mit Migräne nicht gut auskennt, aber der Meinung ist, dass mir nach 9 Tagen Dauermigräne geholfen werden sollte.

    Im Krankenhaus wurde mir dann auch mit 100 mg Kortison i.V. geholfen. Da ich morgens schon Domperidon, Zolmitriptan und Naproxen genommen hatte, ging es mir dann auch ganz gut. Abends bekam ich nochmal Naproxen und eine leicht Einschlafhilfe (irgendwas mit Z am Anfang).
    Samstag morgen habe ich dann mit Bisoprolol gestartet. Bin dann auch mit Diagnose Status Migränosus entlassen worden.
    Die Ärzte waren sehr verständnisvoll und hilfsbereit. Nachdem ich (nach CT, EKG, EEG usw.) aber keine Lumbalpunktion machen lassen wollte, waren sie etwas verstimmt.

    Jetzt bin ich erst mal froh, heute den 3ten Tag ohne Migräne aufgewacht zu sein. Hoffentlich hält die Wirkung des Kortisons noch lange vor und hoffentlich vertrage ich das Bisoprolol.
    Anfang letzten Jahres mußte ich einen Versuch mit Propanolol ja wegen starkem Schwindel und Ohrenproblemen abbrechen.

    Jetzt nehme ich erst mal morgens 1/4 einer 2,5 mg Tablette. Ist es eigentlich nicht vielleicht besser die Dosis abends zu nehmen, da ich ja oft schon morgens beim Aufwachen Probleme habe? Oder wenn Einnahme morgens, am besten sofort nach dem Aufwachen nehmen, damit sich aus leichten Kopfschmerzen beim Aufwachen, keine richtige Migräne entwickelt?
    Wie handhabt ihr das so mit Betablockern?

    Und drückt mir bitte ganz doll die Daumen, dass das Bisoprolol hilft. Mir sitzt schon ziemlich die Angst im Nacken. Immerhin ist es jetzt auch schon meine 7te Prophylaxe, bzw. Versuch damit.

    Liebe Grüße,
    Christin

    Julia
    Teilnehmer
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    Liebe Christin,

    die Lumbalpunktion, die gemacht werden sollte, hatte sicher viele Begründungen auf Seiten des Krankenhauses, hätte ich aber auch bestimmt nicht bei bekannter Migräne, die „“nur““ mal ein paar Tage in den Status geraten ist, machen lassen. Das hast du richtig gemacht, denn evtl. wäre es nur ein Tausch zwischen zwei Kopfschmerzarten geworden. Und den postpunktionellen Kopfschmerz braucht man ganz sicher nicht auch noch.
    So ein Status ist eine ganz gemeine Sache, in die man aber immer mal wieder geraten kann. Da ist es einfach besser und nötig, sich selber helfen zu können. Hast du alle Medis, die dir in so einem Fall helfen könnten im Haus? Und dann wäre noch ein Plan im Kopf für solche Situationen sehr wichtig, damit gar nicht erst die große Angst aufkommt.

    Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen für den neuen Prophylaxeversuch. Aber, wenn es nicht klappt, es gibt noch viele weitere Variationen! Hast du den richtigen Arzt dafür?

    ✊✊✊,
    Julia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26464

    Liebe Christin,

    in Kliniken (in der Neurologie) müssen Lumbalpunktionen gelernt werden. 😉 Mehr muss man sicher dazu nicht sagen. Wenn sie gerechtfertigt ist, jederzeit, aber nicht bei bestätigter Migräne. Und wenn es schon sein muss, sollte man nach atraumatischen Nadeln fragen. Und danach laaange liegenbleiben, um den postpunktionellen Kopfschmerz zu vermeiden. Das nur noch als grundsätzliche Info vermerkt, Du hast zum Glück ja eh nicht zugestimmt. 😉

    Teste das Bisoprolol jetzt mal ganz entspannt. Manche werden recht müde und schlapp vom Betablocker – dann ist die abendliche Einnahme vorteilhaft. Andere wiederum haben Albträume – dann ist die morgendliche Einnahme angezeigt. Schau einfach, wie es für Dich am besten ist und dosiere ganz langsam hoch.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 26

    Ja liebe Julia und ja liebe Bettina,

    wie gut, dass es headbook gibt. Sonst hätte ich der Punktion nicht widersprochen. Aber ich hatte noch im Kopf, dass vor kurzem noch hier darüber geschrieben wurde. Also DAAAANKE.

    Momentan warte ich noch auf einen Rückruf von meinem Schmerztherapeuten oder der Helferin. Hoffentlich bekomme ich bald einen Termin. Hier auf dem platten Land ist das mit Ärzten und Terminen nicht so leicht. Sind leider alle total überlastet.

    Und dann frage ich nach der Notfallmedikation: also Kortison in Tablettenform und etwas zum Schlafen. Habe ich ja alles hier gelernt.

    Seit heute ist es hier auch nicht mehr schwül und wechselhaft. Das gibt mir zusätzlich Hoffnung auf schmerzfreie Zeit.

    Liebe Grüße und allen noch einen schönen, hoffentlich schmerzfreien Tag,
    Christin

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 26464

    Du bist auf jeden Fall gut gerüstet, so wird das dann schon gelingen. 🙂

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 26

    Hallo liebe Mitleidenden,

    ich habe auch das Gefühl, bei mir ist es das Wetter, das mich fertig macht.

    Heute morgen 10 Grad windstill, dann später Sonnenschein und 22 Grad, dann kam plötzlich stürmischer, warmer Wind auf und jetzt regnet’s in Strömen.

    Und mein Kopf: um 12 Uhr habe ich Domperidon und Zolmitrtiptan genommen und prima, meine (rechtsseitige) Migräne ging weg. Aber dann ganz plötzlich, nur 2 Stunden später, ging es auf der linken Seite los. Da hab ich dirkekt ne Naproxen genommen, aber es wird immer doller.
    Soll ich schon nur 3 Stunden später die nächste Zolmitriptan nehmen? Was würdet ihr machen? Einschlafen funktioniert nicht, habe ich auch schon probiert.

    Wie kann das überhaupt sein, dass man nach 2 Stunden Migräne auf der anderen Seite bekommt? Da müsste mich das Zolmitriptan im Blut doch eigentlich vor schützen, oder?

    Liebe Grüße,
    Christin

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4157

    Liebe Christin,

    ja, das gibt es. Es heißt, wenn nach 2 Stunden die Migräne nicht wirklich vorbei ist, dann kann man die 2. Dosis einnehmen. Natürlich immer unter Einhaltung der Tageshöchstdosis. Ich nehme oft das Triptan und Naproxen gleichzeitig. Dann, wenn es nicht vorbei ist, dann nehme ich nochmal ein Triptan und auch wieder Naproxen dazu. Allgemein wird gesagt, das eine 2. Gabe Naproxen nicht mehr sein muß. Aber ich komme leider nur so klar.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 26

    Ihr Lieben und liebes Sternchen,

    nach dem zweiten Triptan wird es jetzt auf der linken Seite auch langsam besser. Hoffentlich hält die Wirkung dann auch erst mal ne Weile an. Ich hab’s so satt. Aber ich lese ja, dank headbook, dass gerade viele Migräne Köppe mehr leiden als sonst. Ich wünsche es natürlich niemandem, aber es tröstet doch sehr, nicht alleine mit diesem Problem zu sein.

    Hach, wenn es doch die 10/20 Regel und keinen MÜK geben würde, könnte das Leben mit Migräne doch so viel leichter sein.

    Doof aber auch, dass wir das Wetter nicht ändern können. Mir geht es wir dir Heika, konstant warmes Wetter (z. B. im Urlaub) macht mir (natürlich mit Cap und Sonnenbrille und am liebsten im Schatten) keine Probleme.

    Aber jetzt habe ich genug gejammert.
    Und natürlich freue ich mich über jeden Tag, an dem mein Sohn keine Kopf-Probleme hat. Er reagiert nämlich auch ziemlich auf Wetterwechsel.

    Kann mir eigentlich noch jemand einen Tip geben, bei welchem Arzt am Niederrhein ich Botox bekommen könnte? Vielleicht gibt es ja auch doch jemanden, der nicht in der Schmerzklinik Kiel Liste ist? Oder wie kann ich so einen Arzt finden?

    Danke und liebe Grüße

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4157

    Liebe Christin,

    ja, wir alle wünschen uns so eine Pille sehnlichst. Die Medizin ist ja schon sehr nah dran. Zuerst die Triptane und jetzt die Impfe Der Fortschritt ist ein gaaaaanz großes Stück nach vorn gekommen.

    Aber eins dürfen wir nicht vergessen. Ohne Verhaltensänderung_/Anpassung wird auch eine neue Pille auf Dauer nicht helfen. Wer auf lange Sicht seine Migräne gewissermaßen unter Kontrolle haben möchte kommt nicht drumherum sein Verhalten zu ändern. Immer schneller, immer besser, immer höher und immer größer wird nicht gut gehen. So sagt es Prof. Göbel immer und immer wieder.

    Aber erst einmal freut es mich, dass es dir besser geht.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 26464

    Liebe Christin,

    schön, dass es Dir wieder besser geht. 🙂 Tja, Wetter kann man nicht ändern und das ist wohl auch gut so. Gäbe nämlich sonst so den ein oder anderen Konflikt. 😉

    Kann mir eigentlich noch jemand einen Tip geben, bei welchem Arzt am Niederrhein ich Botox bekommen könnte? Vielleicht gibt es ja auch doch jemanden, der nicht in der Schmerzklinik Kiel Liste ist? Oder wie kann ich so einen Arzt finden?

    Es gibt keine Liste. Rufe einfach in Praxen in Deiner Nähe an und frage nach. Das ist der einzige Weg, außer, es meldet sich hier jemand mit einer privaten Empfehlung per PN.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 26

    Hallo all ihr Lieben,

    ich könnte mal wieder guten Rat gebrauchen. Leider habe ich noch keinen Botox-Termin. Bin aber noch dran.
    Bisoprolol kann ich momentan nicht aufdosieren. Nehme morgens und abends nur ne 4tel Tablette von 2,5mg. Bin dabei aber schon sehr schlapp und bekomme auch schon wieder oft Ohrensausen. Und am störendsten sind die häufigen Kopfschmerzen.

    Jetzt hatte meine Gynäkologin doch nochmal vorgeschlagen, die Minipille zu probieren (also durchzunehmen). Am häufigsten habe ich Migräne 2 Tage vor und während meiner Periode. Und leider bekomme ich diese in immer kürzeren Abständen. Also oft schon nach 22 Tagen und ziemlich heftig und schmerzhaft. Brauche in den ersten Tagen auch deshalb an 1 oder 2 Tagen Naproxen. Und das kommt dann leider auch oft 2x im Monat vor.

    Wenn nur das erhöhte Thrombose-Risiko nicht wäre. Dann bräuchte ich nicht lange überlegen. Aber mein Vater hat 2 tiefe Beinvenenthrombosen und leider ist die Veranlagung ja auch vererbbar.
    Zur Verhütung bräuchte ich die Pille nicht. Es wäre nur ein weiterer Schritt der Migränebekämpfung und des Schmerzmittel-Sparens.
    Was meint ihr?

    Liebe Grüße,
    Christin

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 26464

    Liebe Christin,

    wie viele Schmerztage hast Du denn insgesamt im Monat? Wenn Du mit der 10/20-Regel gut klarkommst, würde ich definitiv erst mal die Botox-Behandlung abwarten.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Christin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 26

    Liebe Bettina,

    Schmerztage hab ich so um die 15. Halte mich aber streng an die 10/20 Regel. Bin meistens so bei 8 Schmerzmittel-Tagen. Es ist aber schon oft eine Quälerei für mich. Auch wenn es nicht jedes mal heftige Migräne ist. Die könnte ich niemals ohne Schmerzmittel aushalten.

    Also Akut-Medikation sparen, wäre schon ganz gut. Aber du hast Recht. Im August hoffe ich auf eine Antwort, ob ich einen Termin bei nem neuen Arzt (der auch Botox spritzt) bekomme. Das sollte ich jetzt vielleicht wirklich noch abwarten.

    Liebe Grüße,
    Christin

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