Mein persönlicher Schmerzverlauf

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Migräne – oder Nerv -Narbenschmerzen? (Seemoewe)

Ansicht von 30 Beiträgen - 91 bis 120 (von insgesamt 131)
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  • Profilbild von JohannaJohanna
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    Liebe Susahund,

    genau das ist die Frage, kann man es sich nicht leisten schlapp zu machen? Wenn schlapp machen heißt an allen Migräne- oder Schmerztagen im Monat zu fehlen, dann sicher nicht.

    Aber vielleicht gibt es auch Möglichkeiten dazwischen. Ich hätte vor fünf Jahren nicht geglaubt, dass mein Platz auch läuft, wenn ich mal ausfalle. Es gab personelle Unterstützung, ich kann von zu Hause auf meinen Rechner, meine Arbeitszeit ist frei einteilbar, d.h. auch mal Mittags kommen ist nicht so schlimm, hatte ich eine ganz schlechte Woche gehe ich auch Samstags. Natürlich weiß ich, dass das nicht überall funktioniert. Bei mir war es aber eben wirklich vor allem mein Glaube, das geht doch nicht….

    Hinzu kam noch der Gedanke „man“ kann doch nicht krank und schwach scheinen, also „Augen zu und durch“.

    Ich persönlich habe mich ständig überfordert. Ich wollte trotz Dauerkopfschmerzen und Migräne genau so gut funktionieren wie andere. Das ging bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gut bei mir, aber so ab 45 ging nicht mehr viel und da war ich gezwungen umzudenken.

    Noch eine Frage zum Kündigungsschutz, wenn du deinen AG nicht informierst, hast du den doch auch nicht?

    LG Johanna

    Profilbild von susahundsusahund
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    Liebe Johanna, liebe alchemilla,

    das ist absolut legitim den Status der Migräne zu überprüfen, da er sich verändern kann, das denke ich auch.

    Ich habe auch aktuell keinen Kündigungsschutz, da ich den AG nicht informiert habe, das ist korrekt. Da dem AG das Problem in dem Ausmaß auch nicht bekannt ist besteht aktuell aber auch keine wirkliche Gefahr.
    Dank Unmengen von Triptanen halte ich mich ja arbeitsfähig, d.h. es ist bis jetzt nicht so aufgefallen.

    Letztes Jahr habe ich eine Medikamentenpause gemacht im Sommer und hatte im Oktober noch eine OP, da war ich das erste Mal in 24 Jahren zweimal länger krank, sonst eigentlich sehr selten, weder kurz noch lang.
    Jetzt stehe ich wieder vor der Frage (mit meiner Neurologin) ob eine weitere Medikamentenpause nicht sein muss, um den Prophylaxen eine reelle Chance zu geben, da würde das erstmalig auffallen.

    Deine Denkweise vor ein paar Jahren, liebe Johanna, die Du oben beschreibst trifft es ziemlich genau muss ich zugeben….und auch ich merke wie ich definitiv mit auch Mitte 40 langsam an meine Grenzen stoße.

    Ich arbeite in einem extrem jungen, sehr großen Unternehmen, sehr viel Flexibilität bezgl. der einzelnen Arbeitsplätze habe ich bisher nicht wahrnehmen können, da bei uns immer sehr schnell ersetzt wird im Problemfall.

    Aber der eine oder andere Schubs von Euch in die richtige Richtung tut mir ganz gut und gibt mir wieder ein paar neue Denkanstöße!

    In diesem Sinne: Herzlichen Dank!

    Liebe Grüße
    Susahund

    Bei mir kommen immernoch keinen lustigen gelben Smilys…hmpf

    Profilbild von susahundsusahund
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    Beitragsanzahl: 38

    Liebe Seemöwe,
    jetzt bin ich wieder in Deinem Forum gelandet, bitte entschuldige, ich wollte eigentlich bei mir schreiben!
    Du hast da was „ins Rollen“ gebracht…

    Ich hoffe es geht Dir gut!

    Liebe Grüße
    Susahund

    Profilbild von seemoeweseemoewe
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    Hallo..
    Liebe Bettina,
    das ist eine gute Frage. Warum ich keine Freunde habe.
    Ich bin mit 20 aus dem Rheinland hierher gezogen, hab sehr schnell meinen Mannn kennengelernt, beide den gleichen Job. Er war ja Junggeselle, hatte viele Freunde, die ich dann mit “ übernahm“ und mich eingefügt habe. Allerdings sind die heute auch alle so zwischen 85 – 88 und sehr krank.
    Job, Kind Haus gebaut und alte Eltern haben mir nie Zeit gelassen mir Freunde zu suchen. Ich brauchte sie ja nicht. Es gab dann mal eine Freundin die starb mit 54. Und die anderen , die ich mal flüchtig kannte auch zum Kaffee eingeladen hatte, wurden von meinem Mann nur gelächelt. Ich habe mich hier am See nie eingelebt.
    Liebe Johanna,
    ich bin bald 48 Jahre verheiratet. Hin schmeissen ist auch keine Lösung. Schon aus dem Grund, weil mein Mann praktz Katholik ist, eine Trennung oder Scheidung nie in Frage käme für ihn. Ich stünde zudem finanziell sehr schlecht da.

    Ihr habt mir gestern so gut geholfen ich bin dankbar, dass ich mir mal so richtig “ auskotzen“ durfte nach so vielen Jahren und dann Verständnis gefunden habe. Auch gestern hatte ich Migräne zwar leicht. Bin aber ohne Tablette gut durch den Tag gekommen. Mein Mann ging spazieren-laufen:-) dann bekam ich so einen Wutanfall , als ich alleine war und hab ihm verbal als Schattenmann im Sessel alles an den Kopf geschmissen, was mir nicht passst. Puh.. war mir leichter !!!
    Heute hab ich weiter gewittert mit ihm. Er kann das ertragen, wenn man mit vielen Geschwistern aufgewachsen ist, kann man streiten. Das liebt er sogar. ! Ich habe ihm heute gesagt: du hast nunmal eine kranke Frau, die Schmerzen im Kopf hat,mit der du nicht alles machen kannst. Wenn du das nicht mehr ertragen kannst,musst du es mir sagen.
    Ich war aber schon jahrelang die Pflegeperson für meinen Mann, nach 3 Bandscheibenops war ich diejenige, die alles alleine machen musste. Zudem hatte er einen eingeklemmten Nerv im Bein und ging 15 Wochen auf Krücken. Beim Sport ( Trampolin 🙂 ) brach er sich die Rippen. Wer hat ihn ins Krankenhaus gebracht und danach versorgt. Die migränekranke Seemoewe. Nun hat er ein Beinproblem. Die Ärzte -Neurologen diagnoszierten bis jetzt Polyneuropathie. Er könnte im Rollstuhl landen, wenn… sich diese Erkrankung ausbreitet. Wer ist dann für ihn da. ?
    Manchmal kann ich das alles selber n icht glauben, wenn ich sehe wie er rennen kann. Hab ihn heute auch gefragt.. was ist schlimmer, Schmerz im Bein oder im Kopf ?
    ach, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, meinte er nur.
    erhob sich und ging “ laufen“.
    so ihr lieben ich kotz wieder. Gott sei Dank nicht in einen Eimer.
    ich wünsche allen von ganzem Herzen dass Ihr irgendwann befreit seid von der Migräne. Im Wissenschaftsmagazin “ Spektrum“ steht ein Artikel über Miräne. Am Ende der Satz: die Wissenschaft ist zu er Erkenntnis gekommen, es ist keine EINBILDUNG.
    Liebe Grüsse
    Seemoewe

    Profilbild von JuliaJulia
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    Beitragsanzahl: 6299

    Liebe Seemöwe,

    deine Probleme mit dem Fehlen von Freundinnen haben, so glaube ich, sehr viele Frauen in unserem Alter. Es war damals, nochmal besonders wenn der Mann so deutlich älter war als die Frau, ganz normal, dass man sich dem Mann anschloß, die Freunde samt Frauen übernahm und ansonsten für den Haushalt und das Bewirten der Freunde des Mannes zuständig war.
    Das gehörte sich einfach so, ja auch schon bei unseren Eltern.
    Leider hat es viele Jahre gedauert, bis wir selbstbewusster wurden. Nicht Jede hat es hinbekommen. Und später, wenn dann die älteren Freunde und ihre Frauen ausfallen, bleibt nichts mehr übrig. Höchstens noch die eigenen Männer zu versorgen.

    Ist schon sonderbar, denn unsere um die Jahrhundertwende geborenen Großmütter waren oftmals, seh ich in meiner Familie, deutlich selbstbewusster.

    Ist jetzt schwer zu ändern, zu mal, wenn der Mann langsam auch geistig abzubauen scheint.
    Ich wünsch dir alles, alles Gute,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate, 1 Woche von Profilbild von Julia Julia.
    Profilbild von JohannaJohanna
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    Beitragsanzahl: 2755

    Liebe Seemöwe,

    ich glaube, mit deinem Mann ist es ein bisschen wie mit den Schmerzen. Es scheint, als müsstest du ihn jetzt so nehmen wie er ist und keine Kraft verschenken, beim hadern und erwarten.

    Was mir gerade spontan beim lesen eingefallen ist, hast du schon einmal Therapie gemacht, vielleicht sogar Gruppe?

    LG Johanna

    Profilbild von seemoeweseemoewe
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    Liebe Johanna
    du hast es treffend geschrieben. Ich muss mit meinen Kräften haus halten.
    Ja und ich habe jahrelang Therapie gemacht, alleine. Bitte keine Gruppen.
    Wir sind beide aus dem öffentlichen Dienst, stadtbekannt.
    Diese Therapeutin wollte aus mir einen anderen Menschen machen. ich sollte reisen, immer was für mich tun, nur leider fehlte mir das nötige Kleingeld dazu.
    Was ich allerdings hatte waren im Laufe der Jahre massive Angst -und Panickattacken. die habe ich besiegt mit Konfrontation. Heute bin ich soweit, dass ich mein Ziel , was ich mir gesetzt hatte, erreicht habe.
    Ich bin kein Reisemensch. Ich mag Ruhe Stille und schöne Spaziergänge am See,,
    einfach gut leben.

    lg. Seemoewe

    Profilbild von UlrikeUlrike
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    Liebe Seemoewe,

    du machst genau das Richtige gerade, finde ich. Alles raus damit, dem „Schattenmann“ an den Kopf, deinen Mann direkt ansprechen und konfrontieren und Aussprache im Forum.

    Das klingt sehr befreiend für mich, was du da gerade tust.

    Schau doch einfach jetzt Tag für Tag was als Nächstes dran ist zu dem Thema.
    Eine schnelle Lösung gibt es sicherlich nicht.

    Du hast Kraft! Toll! 🙂

    Wo würdest du denn am liebsten wohnen, nur mal so gefragt aus Neugierde. 😉

    Liebe Grüße
    Ulrike

    Profilbild von Heikaheika
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    Liebe Seemoewe,

    ich kann Ulrike nur zustimmen. Manchmal kann man Dinge auch nur mit sich selber abmachen.
    Alles mal rauslassen. Und alles durchdenken, was für einen selber geht und was nicht geht, ob aus gefühlsmäßiger, finanzieller oder moralischer Sicht. Es muss zu einem passen. Und dann ist es auch wirklich möglich, eine Art Frieden darüber zu bekommen, auch wenn die Umstände alles andere als optimal sind.
    Ich wünsche dir dazu alles Gute, viel Kraft und viel Gelassenheit.

    Ich war übrigens auch schon immer ein sehr ruhebedürftiger Mensch und wurde in meiner (lauten, unternehmungsfreudigen) Ursprungsfamilie deswegen oft unter Druck gesetzt. Auch mich wollten sie nach ihren Vorstellungen ummodeln, weil mein Verhalten ihrer Meinung nach „unnormal“ war.
    Nun, ich habe einen ebenfalls „unnormalen“ 😉 Mann geheiratet, es gab also tatsächlich noch mehr solche „Exoten“ wie mich.

    Meine Reiselust ist auch nicht sehr ausgeprägt und schwindet mit jedem Jahr noch mehr. (Tut mir leid, Bettina, was das Forentreffen im für mich fernen Kiel betrifft … 😉 😉 ).

    Und mal in die allgemeine Runde gesprochen:
    Ich genieße das Älterwerden. Bei dieser Aussage werden so manche von euch jetzt vielleicht den Kopf schütteln.
    Das Loslassen fällt einfacher. Man wird mutiger. Und ehrlicher, auch sich selbst gegenüber und den Motiven des eigenen Handelns. In jüngeren Jahren war ich auch noch viel abhängiger von den Meinungen anderer und das Bedürfnis, gemocht zu werden, war stärker. Das Wort „nein“ kannte ich zwar schon immer 😉 , setze es aber inzwischen häufiger ein und lasse mich seltener umstimmen.
    Die große Frage ist hier natürlich, ob ich mich inzwischen auf dem Weg zum Altersstarrsinn bewege oder ob mich lediglich die Lebensweisheit durchflutet. 😉

    Humorvoll-fröhlicher Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate, 1 Woche von Profilbild von Heika heika.
    Profilbild von alchemillaalchemilla
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    Liebe Heika,
    vielleicht ist das, was man Altersstarrsinn nennt, auch „nur“ die Sichweise von diesen ungeduldigen, dynamischen, draufgängerischen jungen Menschen ? ? Vielleicht ist es kein „Starr“sinn ?
    Ich erlebe es auch als sehr wohltuend, dass ich in meinen Überzeugungen und Denkweisen nicht mehr so hin- und hergerissen bin. Meine Mitmenschen dürfen denken, was sie wollen,( meistens) wahr ist es deswegen nicht unbedingt.
    Das Leben selbst hält noch so viel Beunruhigendes und Unruhe bereit, mit denen wir fertig werden müssen – da ist Unruhe im eigenen Denken nicht auch noch nötig.

    Liebe Seemöwe,
    ich überlege, ob du denn eigentlich wirklich Freundinnen brauchst!
    Ich meine: der Bodensee ist dicht bevölkert und mit öffentlichem Nahverkehr gut erschlossen. Es wäre doch leicht, neue Freundschaften zu schließen, Leute kennen zu lernen usw.
    Aber brauchat du das denn?
    Wenn du schreibst, wie gerne du mit dir allein am See spazieren gehst. . . das kann ich so gut nachfühlen.
    Bei mir bleiben auch immer mehr Beziehungen aus den vergangenen Zeiten auf der Strecke. Vielleicht ist uns unsere Zeit zu kostbar für smalltalk und Zerstreuungen.
    Wer hat das mal gesagt: „Im Alter sind die Sandkörner der Lebensuhr nicht aus Sand sondern aus Gold.“ ?
    Ich glaube wirklich, dass es mehr und mehr darum geht, mit sich selbst im Reinen zu sein und das „Mit-sich-selbst-Sein“ zu genießen. Auch bezogen auf die Partnerschaft.

    Ich wünsche dir einen schönen Tag!

    alchemilla

    Profilbild von Bettina Frank - ModeratorinBettina Frank – Moderatorin
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    Liebe Seemöwe,

    ich denke auch, dass Du Deine Energien nicht dafür einsetzen solltest, Deinen Mann zu ändern. Auch wenn Dich seine Haltung kränkt, Du wirst ihn nicht ändern können. Lass es laufen …

    Zum Thema Freunde: Ich bin der Ansicht, dass sie sehr wichtig sind. Also nicht nur irgendwelche Bekannte für Smalltalk (wobei auch diese ihren Zweck erfüllen 😉 ), sondern wirklich Menschen, die einem am Herzen liegen und umgekehrt. Mit denen Du über Deinen Frust mit Deinem Mann sprechen kannst und sonst über Dinge, die Dich bewegen. Ich bin auch gerne alleine, brauche Ruhe sehr dringend, würde aber nie ohne meine wirklich lieben und wertvollen Freunde sein wollen. Im Laufe der Zeit „sortiert“ man immer mehr aus und übrig bleiben die Menschen, mit denen Du gerne Deinen Weg fortführen möchtest. Belastende Beziehungen sollte man nicht immer weiter mitziehen, sie kosten nur unnötig Kraft und Nerven. Aber unterschätze nicht die Wichtigkeit wirklich guter Freunde, die man jederzeit auch neu finden kann. Wobei sich die Freundschaft natürlich über die Zeit entwickeln und bestätigen muss, aber irgendwann sollte man damit beginnen. Und nein, dafür ist es nie zu spät. 🙂

    Hast Du Hobbys oder Interessen, die Du mit anderen teilen könntest? So kommt man oft am einfachsten zu neuen Bekannten, die Freunde werden könnten.

    Liebe Grüße
    Bettina

    PS: Liebe Heika, Deinen Wink mit dem Zaunpfahl habe ich vernommen. 😉

    Profilbild von alchemillaalchemilla
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    ja, guck: so sind die Menschen verschieden ! ! ! 🙂

    Profilbild von Bettina Frank - ModeratorinBettina Frank – Moderatorin
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    Menschen sind verschieden, aber wir alle sind soziale Wesen. 😉 Zudem scheint Seemöwe abzugehen, dass sie sich nicht aussprechen, ihre Sorgen bei niemandem ansprechen kann. Nicht nur daraus entnehme ich, dass eine liebe und verständnisvolle Freundin das auffangen könnte, was in der Partnerschaft einfach nicht (mehr) möglich ist.

    Profilbild von alchemillaalchemilla
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    Liebe Bettina,
    du hast Recht.
    Ich habe Seemöwe gefragt, was sie braucht.
    Ich denke, das wird nur sie wissen.
    LG
    alchemilla

    Profilbild von seemoeweseemoewe
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    Liebe Julia,
    ja ich geb dir Recht, was und “ alte“Frauen anbetrifft.
    Wenn ich die Paare bzw.die alten! Freunde meines Mannes an schaue.
    a ) reden sie nur über ihre Krankheiten
    b) machen sie alles gemeinsam,
    sie gehen schwimmen, Reisen samt Rollator mit dem Flieger in fremde Länder. All das hab ich mir nie leisten können. Ich denke man muss dann schon damit zufrieden sein, was man momentan hat.
    Ich habe ein schönes Haus, Berg-und Seesicht , aber eben auch sehr abgelegen. Keine Nachbarn. !! ausser einer dementen alten Dame.
    Und wenn man mich hier fragt, wo ich denn gerne leben möchte, dann denke ich an den Satz:
    wo ich nicht lieben kann kann ich nicht leben.
    Nur das Haus bedeutet mir heutzutage nichts mehr. Ich kanns aber nicht durch sägen, denn mein Mann will hier drin bleiben bis zum St.Nimmerleinstag. Er kann es sich ja auch leisten mit voller Pension meinte er mal, er holt sich dann ein Hausnotrufgerät, die Sozialstation bringt das Essen und stellt die Putzfrau.
    Die dummen sind doch wir Frauen, die alles aufgegeben haben. Mit 60% der Pension kann ich mir das nicht leisten.
    Wenn ich hier geboren worden wäre, zur Schule gegangen wäre, hätte ich sicher nette Freundinnen. Ich bin gerne kommunikativ. Nur bitte im kleinen Rahmen.
    Ich hatte ja mal eine Freundin, liebe Bettina, nur mein Mann meinte dann, ach ihr Frauen, ihr redet ja doch nur über uns Männer. Er hatte Angst, ich würde ihn schlecht machen.Mein Mann war in seiner Position hier stadtbekannt. Dann wäre Klatsch-und Tratsch entstanden wenn ich mal mit einer Freundin was besprochen hätte.
    Ich habe mich vor einigen Wochen zu einem Yoga Kurs angemeldet.
    Die 1.Stunde konnte ich nicht,
    die zweite auch nicht wegen Sterbefall,
    die 3. war ich dort,
    die 4. und 5. lag ich mit Migräne.
    Ich kann keine festen Termine einhalten aber das kennen hier sicher viele.
    Aber ich habe eine sehr lange Zeit ehrenamtlich gearbeitet im Hospiez und später in einer Kita. Die Kita hat mir viel Spass gemacht.
    Allerdgins hatte ich im April 2014 eine Herzop. wegen Vorhofflimmer, die gut verlaufen ist. Und heute sage ich mir, ich bin dankbar, dass es mir mit dem Herz gut geht und ich spüre auch , dass ich ruhiger und stiller geworden bin.

    das war mal wieder viel. Lieben Dank für Euro Fürsorge und ich wünsche allen einen guten und gemütlichen Abend.

    Seemoewe

    Profilbild von Bettina Frank - ModeratorinBettina Frank – Moderatorin
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    Liebe Seemöwe,

    wo lebt diese Freundin denn jetzt, die Dir Dein Mann vergrault hatte. Vielleicht ist jetzt die Zeit für eine Erneuerung der Freundschaft gekommen? 😉 Dein Mann ist Rentner, keinen interessiert mehr, was eventuell getratscht werden könnte, sodass es nun keine „Fesseln“ mehr gibt. Die es eigentlich auch vorher nicht hätte geben sollen, aber das ist ein anderes Thema.

    Ich würde Dir von Herzen wünschen, dass es bald wieder einen oder mehrere Menschen in Deinem Leben gibt, die wirklich interessiert, wie es Dir geht.

    Alles Liebe,
    Bettina

    Profilbild von seemoeweseemoewe
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    Liebe Alchimea.
    Liebe Bettina u.v.a.
    Ich hab ja in letzter Zeit bisschen viel“ geschnattert“. Sorry, wenn es zuviel war für die anderen.
    Ja der Bodensee ist total überfüllt mit Touristen, meine kleine Stadt in der ich lebe, ist im Sommer kaum zu ertragen bzw, an Ostern gehts schon los.
    Momentan bin ich noch! viel unterwegs , aber so ab Ostern wirds rammelvoll. Bis in den Oktober hinein.
    Soll man dann Freunde finden oder kennenlernen.??? Ich bin froh wenn ich dann in meinem Garten und an einem stillen Fleckchen bleiben kann.
    Ich brauche schon Kommunikation, die findet man nicht mit Touristen. !! wirklich nicht, Das ist dann wirklich nur smal-talk ab und zu mal in einem Cafe.

    Zt. zt. schlägt das Wetter hier Kapriolen heute 17° , totaler Föhn morgen soll Regen kommen und meine rechten Kieferschmerzen ziehen bis ins Auge. Ich vermute es ist keine Migräne aber Narben-Nervenschmerzen. Denn wie ich gelesen habe können auch gezogene Zähne Schmerzen bereiten denn jeder gezogener Zahn hat eine Narbe. Hat mir meine Zahnärztin auch vorgestern erklärt. Man will mir die Prothese mit weichem Material unterfüttern. Ich lass mich überraschen. Eine neue Prothese würde mir wohl kaum helfen da der Schmerz ja im Kiefer liegt.
    Meine Apothekerin hat mir Neuralgin empfohlen mit L -sysin. ? Kennt das jemand. Es sei besser verträglich als Paracetamol. Triptane darf ich ja nicht nehmen. Helfen ja auch nicht, wenns wirklich Narben-und Nervenschmerzen sind Eigentlich habe ich alles durch. Neurologe, HNO, CT, Hausarzt. Helfen tja.. kann keiner so richtig.
    Wenn ich eine Freundin hätte, die nun keine Migräne hat, die würde mich doch garnicht verstehen. Meinen Yoga Kurs hab ich doch auch wegen Migräne absagen müssen.
    Leider gibt es hier keine Kurse mit 1o-er Karten. Dann könnte ich gehen, wennns mir gut geht.

    Nun wünsche ich allen eine “ nette “ Faschingszeit. Ohne Schmerzen. !!
    Seemoewe

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    nochmal.
    Liebe Bettina

    eine gute Freundin ist mit 54 , an meinem 5ozigsten gestorben.
    die andere, die mein Mann „vergrault “ hat lebt in einer anderen Stadt, ich weiss garnicht mehr wo, sie hat sich n ie mehr gemeldet.

    lg. Seemoewe

    Profilbild von alchemillaalchemilla
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    Liebe Seemöwe,
    ich finde nicht, dass du zu viel geplappert hast.
    Ich fand den Austausch sehr lebendig und frisch.
    Wenn es anderen zu viel würde, müssten sie es ja nicht lesen – das liegt ja bei ihnen.

    Dass der Touristenrummel für so ein reizempfindliches Migränehirn der Horror ist, das kann ich mir gut vorstellen.
    Ich war einige wenige Male am Bodensee – berufsbedingt NUR zur Hauptferienzeit. Da waren auch mir als Tourist die vielen Touristen zu viel. So ein Gewimmel! Dabei wäre es mit der Bodenseekarte so verlockend gewesen, für alles die Schiffe zu benutzen und die gerühmten Orte anzusehen.
    Das nächste Mal fahre ich im September, außerhalb von Schulferien.

    Aber wie ist es dann im Winter. Rücken da nicht die „Einheimischen“ zusammen?
    Und nicht ALLE Touristen sind oberflächliche Smalltalker. Allerdings ist es schwierig, das heraus zu finden.
    Gibt es nicht Hobbies oder Freizeitaktivitäten, wo man Leute treffen kann ohne strikt an Termine gebunden zu sein? Ich weiß ja nicht, welche Beschäftigungen dich ansprechen – irgendwelche Vereine, Mitgliedschaften, Hobbytreffs. Es ist immer hifreich, wenn man eine „Sache“ hat, die einen verbindet.
    Hast du diesbezüglich schon Versuche gemacht?
    Oder hat dich die Migräne ( oder andere Dinge) bisher völlig daran gehindert?
    Für mich persönlich ist der Weg, den wir hier gehen, ein erster Einstieg: das Schreiben in Communities. Manchmal ergibt sich daraus ein persönliches Treffen und es ist von Vorteil, wenn man sich schon ein wenig kennt.

    Dies nur so als Ideen.
    Ich wünsche dir gute Besserung und viel Erfolg bei dem Behandlungsversuch!!!!
    LG
    alchemilla

    Profilbild von Bettina Frank - ModeratorinBettina Frank – Moderatorin
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    Liebe Seemöwe,

    ich empfand Dein Geschnatter auch nicht als störend, keine Sorge. 🙂

    Es tut mir sehr leid, dass Du eine enge Freundin verloren hast.

    Unter den Touristen findest Du wohl eher keine neuen Freunde, sondern eher unter den Leuten, die auch dort wohnen. Ich habe Freunde mit und ohne Migräne, mit und ohne Krebs, mit und ohne MS, mit und ohne Rheuma … 😉

    Neuralgin ist ein Kombinationsmittel aus ASS, Paracetamol und Coffein, Lysin ist lediglich ein Wirkbeschleuniger, eine Aminosäure. Kombinationsmittel führen schneller in einen MÜK, wenn man eine primäre Kopfschmerzerkrankung hat. Für Nervenschmerzen helfen diese Substanzen meist recht wenig.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Profilbild von BusybeeBusybee
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    Liebe Seelöwe,

    Entschuldige, wenn ich hier so reinplatze 😉

    Bei Nervenschmerzen hilft nichts richtig, was es an „herkömmlichen“ Schmerzmitteln so gibt (Ibu, Thomapyrin, Paracetamol, Kombinationen).

    1.Was helfen kann ist ne Mischung aus Paracetamol und Kodein, was sich aber nachteilig auf die Migräne auswirken würde (da Kodein und da Kombination)

    2.Novalgin könnte eventuell helfen.

    3. Auch helfen kann eine Einstellung auf retardierte Opioide. Von diesen ist nicht zu erwarten das sie sich negativ auf die Migräne bzw primäre KS auswirken, wär daher für dich eine Option.(Ich nehme ca 3-4x im Monat ein nicht-retardiertes (zB Valoron N oder Tramal) akut ein. Rechne das dann selbstverständlich von den Medi-Tagen ab. Das ist aber individuell und von meinem Arzt bewilligt.)

    4. Gibt auch viele, viele Prophylaxen die bei Nervenschmerzen helfen können. Antiepileptika (zB Gabapentin, Lyrica, Carmabazepin, auch Lamictal usw) und viele ADs: zum Amitriptylin gibt es viele Alternativen! Baclofen wird auch gegen Nervenschmerzen eingesetzt.

    Liebe Grüße.
    Bee

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate von Profilbild von Busybee Busybee.
    Profilbild von JojoJojo
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    Liebe Seemoewe,

    Ich finde nicht, dass du viel geschnattert hast😉

    Ich finde es wichtig, dass wir unter Migränikern unsere Alltagsprobleme besprechen können. Ein gutes Umfeld ist in meinen Augen genauso wichtig wie eine gute Medikation.

    Ich bin der Meinung, dass Migräne einen nicht daran hindert, Freunde zu haben. Wir alle haben doch unser Päckchen zu tragen, und wir alle haben unsere Mucken. Nun gut, bei uns ist es die Migräne, die in allerletzter Minute noch zur Planänderung führen kann. Das ist kein Grund, sich zu schämen, zu genieren, oder gar sich zurück zu ziehen.

    Ich mag auch nicht mehr, an feste Termine gebunden zu sein. Aber da ergeben sich doch viele andere Möglichkeiten: Konzerte, Lesungen, Besuch in der Bibliothek, Vortrag… Alles Gelegenheiten zum Kennenlernen neuer Personen oder zu einem schönen Plausch.

    Ich wünsche dir, dass du in Zukunft noch viele liebe Leute kennenlernen wirst 😊

    LG

    Jojo

    Profilbild von seemoeweseemoewe
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    Liebe Bettina.
    danke für deine ausführliche Beschreiung von Neuralgin. Ich habe grad nochmal ein wenig den Beipackzettel durchgelesen.
    Dort heisst es :

    Neuralgin extra Ibu Lysinat Filmtabletten

    Wirkstoff: Ibuprofen-DL-Lysin

    offensichtlich doch kein Kombi.?

    lg. Seemoewe

    Profilbild von Heikaheika
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    Genau richtig, liebe Seemoewe, kein Kombipräparat. Wie Bettina schon geschrieben hatte, dient das Lysin nur als Wirkbeschleuniger, nicht mehr. Und das „DL“ gehört vom Ausdruck her direkt zu dem Lysin dazu, also DL-Lysin.

    Ich habe in meinem gesamten Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis übrigens nur eine einzige Freundin, die einmal pro Monat mit ihrer Regelblutung auch Migräne hatte, die sie aber mit einer normalen Ibu immer in den Griff bekam.
    Wirklich verstehen, was diese Erkrankung bedeutet, kann also niemand. So hängt es einzig von dem guten Willen der Umgebung ab, ob mir einfach geglaubt wird, was ich erzähle oder nicht.

    Eine liebe Bekannte hat ganz stark Fibromyalgie und ist in ihrem Leben noch sehr viel eingeschränkter als ich. Wenn ich sie sehe, geht es ihr gerade so gut, dass sie mich sehen kann, und äußerlich sieht man ihr überhaupt nichts an. Da hängt es genauso davon ab, dass ich ihr einfach glaube, wie schlimm diese Erkrankung für sie ist und dass ein normales Leben schon lange nicht mehr möglich ist.
    In ihrer Schwiegerfamilie wurde sie allerdings immer mit sehr unschönen Worten wie „zimperlich, wehleidig, bequem, faul, etc.“ tituliert, was ihr die ganze Situation noch zusätzlich erschwert hat.

    Feste Kurse belege ich auch schon lange nicht mehr, meine Ausfallsfrequenz ist eindeutig zu hoch.
    Auch teure Karten für Konzerte, Theater, etc. kaufe ich keine mehr, weil mich das schon im Vorfeld unter Druck setzt. Dass mich das unter Druck setzt, ist allerdings mein Problem, andere Migräne-Patienten sind da unkomplizierter. Aber da komm ich irgendwie nicht aus meiner Haut. 😉

    Lieber Gruß
    Heika

    Profilbild von RückenwindRückenwind
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    Liebe Seemöwe,
    ich habe deine Geschichte mitgelesen und kann nur sagen: Nein, du hast überhaupt gar nicht zu viel ‚geschnattert‘! Es ist doch mehr als wichtig, einen Platz zu haben um mal das Herz auszuschütten und Frust heraus zu lassen. Wenn es wie bei dir an guten Freundinnen oder Freunden fehlt — dann ist das hier doch ein guter Ort, denn die meisten können vieles von deinen Problemen nachvollziehen. Und es ist ja allen freigestellt, ob sie auf deine Beiträge antworten oder nicht — es kann also auch gar niemanden stören (ein wunderbarer Vorteil von Foren und sozialen Netzwerken).

    Ich bin im Übrigen ein paar Jahrzehnte jünger als du, aber ich habe in vielem was du schreibst Parallelen zu meinen Eltern gefunden. Meine Mutter ist ein paar Jahre älter als du, mein Vater so alt wie dein Mann. Vieles ist natürlich anders, nicht zuletzt weil meine Mutter noch den Schritt gewagt und sich getrennt hat (allerdings schon vor gut 15 Jahren), obwohl auch sie nur eine kleine Rente hat. Trotzdem kümmert sie sich nach wie vor um meinen Vater, fährt regelmäßig hin und unterstützt ihn. Dabei ist sie körperlich deutlich eingeschränkt, wenn auch etwas weniger als mein Vater. Und leider ist es hier auch so, dass mein Vater diese Unterstützung fast selbstverständlich erwartet (immerhin sagt er jetzt ab und an mal danke) und vor allem jede Hoffnung auf Unterstützung/ Zuwendung seinerseits vergeblich ist. Ich denke er kann sich wirklich nicht mehr ändern, es wird eben ein Stück weit auch diese Generation sein, die doch oft hart und gnadenlos erzogen wurde. Hilfreich ist es sicher, dass du mit deinem Mann streiten kannst, das ist mit meinem Vater vollkommen unmöglich.

    Und ohnehin können wir andere Menschen nicht ändern oder gar zur Veränderung zwingen. Wir können uns nur selber ändern, manche Dinge hinnehmen, aus anderen Konsequenzen ziehen. Manchmal führt eine veränderte Haltung und ein anderes Verhalten aber doch dazu, Veränderung bei anderen anzustoßen.
    Du hast ganz offensichtlich in deinem Leben viel für andere getan und vieles aufgegeben. Vielleicht ist es an der Zeit, mehr an dich zu denken und dir Gutes zu tun .
    Wie das genau für dich aussehen kann, kannst du nur für dich selber heraus finden, aber: Wenn du Migräne hast, bist du krank, dann muss dein Mann eben einmal alleine zurecht kommen. Schließlich ist er erwachsen und aktuell nicht pflegebedürftig. (Und sollte das eintreten, wie du befürchtest, gibt es ja immer noch die Möglichkeit bezahlter Hilfe.) Und wenn es dir gut geht, darfst du das auch genießen, anstatt alles nachzuholen was liegen geblieben ist (dann ist der Haushalt mal nicht perfekt — na und?).

    Sicher macht die Migräne vieles im Leben schwer planbar und leider ist gerade in deinem Alter auch nicht ganz einfach neue Freundschaften zu schließen (das geht meiner Mutter leider auch so — auch weil viele Frauen in ihrem Alter und teils deutlich drunter sich allzusehr nach den Bedürfnissen ihrer Männer richten). Trotzdem ist es möglich, Menschen zu finden, die einen verstehen, ob mit Migräne oder ohne. Ich drücke dir jedenfalls die Daumen, dass du für dich passende Möglichkeiten findest. Und nutze ruhig weiter die Möglichkeit des Austauschs hier!

    Liebe Grüße, Rückenwind

    Profilbild von JuliaJulia
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    😉 Doch Kombipräparat und auch nicht Kombipräparat 😉

    Es gibt schlicht 2 verschiedene Medikamente mit dem Namen Neuralgin!
    Das alte und mehr bekannte Neuralgin, bestehend aus ASS, Paracetamol und Coffein und das neuere Neuralgin Extra Ibu-Lysinat, das nur Ibu und als „Tempo-Formulierung“ (schönes Wort 😉 ) Lysin enthält.
    Das zweite ist keine Kombi im Sinne der MÜK-Entstehung.
    Alles unklar???

    Trotzdem einen schönen Tag für euch alle,
    Julia

    Profilbild von Heikaheika
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    Tja, liebe Julia, warum es denn einfach machen, wenn es auch kompliziert geht? 😉
    Offensichtlich hat Seemoewe das neuere Präparat vor sich, und das ist gut so! 🙂

    Profilbild von seemoeweseemoewe
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    Guten Morgen aus dem Winter.
    Ich habe nur mal eine Frage.
    Seit 2 Tgen bin ich in zahnärztlicher Behandlung. Meine ZA ist sehr einfühlsam und will mir helfen,wo unnd wie sie kann. Ich bekomme heute eine weiche Unterfütterung in diese Prothese. Die Klammer wurde verändert. Sie drückt auch nicht mehr so auf den Zahn. Aber ! gestern meinte meine Zahnärztin, ob denn der Neurologe nicht mit mir über eine Trigeminusneuralgie gesprochen habe..NEIN hat er nicht. Ich habe auch den Bericht nochmal durchgelesen. Aber es könnte doch sein, dass ich das habe ?Zumal sich meine Beschwerden/Schmerzen ziemlich im rechten Kiefer-Narben-Bereich befindet.
    Vielleicht kennt sich hier Jemand aus.
    Liebe Grüsse
    von einer frierenden Seemoewe ..

    Profilbild von LoraLora
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    Liebe Seemöve,

    Ich habe nur den letzten Beitrag über die Prothese, Zahn, Trigeminus gelesen.

    Ich habe seit 2 Jahren chronische Migräne. In November 2016 hatte ich plötzlich Symptome einer trigeminusneuralgie. Ich war bei ZA, hatte Röntgen, Untersuchung usw – alles in Ordnung. Mein Neurologe hatte wie immer keine Termine frei. Der HA hat Tilidin Tropfen und novalgin in Tropfen angeboten. Ich habe mich mit Novalgin übers Wasser gehalten. Die meisten Schmerzen waren im 2-en Ast. Da ist in einem Zahn dann die Fühlung rausgefallen.

    Die ZA fragte ob wir eine Wurzelbehandlung machen (war nicht unbedingt nötig). Ich habe zugesagt. Seitdem sind diese grausame Schmerzen weg, aber: bei körperlicher Anstrengung (z.b. Schnelles gehen) kommt migräneartiges pochen da im Kiefer und Zahn. Der Zahn ist weiterhin empfindlich, ich kann rechts nicht essen. Es ist etwas nicht in Ordnung mit den Nerven da.

    Ich habe irgendwo gelesen, dass man Migräne auch in Zähnen fühlen kann. Meine ZA rollt schon die Augen wenn ich mit meinen Beschwerden ankomme.

    Ich selbst habe noch keine Lösung, werde aber auch beim Neurologen ansprechen.

    LG
    Lora

    Profilbild von Heikaheika
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    Liebe Lora,

    gib dir noch ein wenig Zeit, was diese Zahnschmerzen betrifft. Unser Nervensystem ist durch unsere Erkrankung sowieso hypersensibel, da kann es leicht zu Überreaktionen kommen.

    Hier meine „Zahngeschichte“: Ich hatte einen Backenzahn, der über viele Jahre hinweg immer gemeckert hat, wenn es Luftdruckveränderungen gab oder ich Migräne hatte. Es wurde dann die Plombe ausgetauscht, eine spezielle medizinische Füllung eingesetzt, nichts wurde besser. Dann kam es irgendwann zu einer Wurzelbehandlung (es dauerte bei mir auch eine längere Zeit, bis ich wieder ohne Probleme drauf kauen konnte), danach war erst einmal Ruhe, doch nicht bei Migräne oder gewittrig- drückendem Wetter, es waren ebenfalls typische Trigeminusschmerzen. Irgendwann wieder verstärkt Schmerzen, eine Entzündung lag vor, deshalb gab´s eine Zahnwurzelresektion, ein Antibiotikum und ein halbes Jahr lang Ruhe, ich konnte mein Glück kaum fassen. Dann aber wieder stärkere Schmerzen. Da man, laut Zahnarzt, keine zweite Wurzelresektion an dieser Stelle vornimmt, war bei mir die Frage, ob ich noch aushalten will oder man den Zahn zieht. Laut Röntgenbefund wäre das Ziehen nicht unbedingt nötig gewesen, was sich hinterher auch bestätigte. Ich hatte die Nase aber gestrichen voll und habe den Zahn ziehen lassen.

    Diese Übersensibilität hielt bei mir noch über viele Monate hinweg an, also immer noch bei Migräne „Zahnschmerzen“ am nicht mehr vorhandenen Zahn. Phantomschmerzen 😉 ? Schmerzgedächtnis?? Keine Ahnung, aber eines Tages war es weg. Das ist nun viele Jahre her und ich habe diese Probleme nicht mehr. Hurra! Ein Schmerzproblem weniger 🙂 , eine Zahnlücke mehr 🙁 . Ich kann damit leben, es ist nicht im sichtbaren Bereich.

    Meine Zahnärzte haben damals übrigens auch mit den Augen gerollt. Die haben lieber klare Fakten als „schwer fassbare Empfindlichkeiten“.

    Lieber Gruß
    Heika

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