Mein persönlicher Schmerzverlauf

Mein persönlicher Schmerzverlauf

Migräne seit ca 34 Jahren, ständiges auf und ab (super-angie)

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  • super-angie
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    Beitragsanzahl: 50

    Hallöchen,
    ein Hoch auf meinen guten Hausarzt. Er hat meinen Neurologen zur Schnecke gemacht, na ja vielleicht hat er sich auch vornehmer ausgedrückt. Jedenfalls hat mein Hausarzt mit dem so tollen Migränespezialisten (laut Internet) gesprochen, weil er sich wirklich ernsthaft Sorgen um mich macht. (Er hat das einfach gemacht, ohne mein Bitten und ohne das in Rechnung zu stellen, wo gibts das noch?)

    Und die Sprechstundenhilfe meines Hausarztes hat mir auch gleich einen Tipp fürs MRT gegeben.
    Und siehe da:
    Ich habe den Bericht des Neurologen, einen Termin in der nächsten Woche zum MRT und den Bericht des Krankenhauses und kann nun alles für den Antrag auf Kostenübernahme absenden.
    Jippie!!
    Nun wünsch ich mir noch einen Tag und eine Nacht ohne Schmerzen und die Welt wäre perfekt.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    „(Er hat das einfach gemacht, ohne mein Bitten und ohne das in Rechnung zu stellen, wo gibts das noch?)“ Öfter als es vielleicht den Anschein macht, ich kenne viele solche Ärzte. 🙂

    Ich freu mich sehr für Dich, liebe Angie, nun geht endlich wieder was weiter. 🙂 Sicher wird es bald klappen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3834

    Liebe Angie,

    das freut mich auch sehr. Ja, und mir geht es genau wie Bettina, ich kenne auch mehrere solche Ärzte. Das wird viel zu wenig betont.

    Nun wird der Kopf auch noch einen Tag und eine Nacht durchhalten,

    das wünsch ich dir.

    Sternchen

    super-angie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 50

    Hallöchen,
    Ich bin gerade sehr erstaunt darüber, was ein einziger Tag im Krankenhaus mit ganz normalen Kassenleistungen kostet (keine Chefarztbehandlung, kein 2-Bett-Zimmer oder so). Es gibt da wohl Pauschalen, je nach Erkrankung.

    Da bei mir nicht mehr Migräne wie bei der Aufnahme, sondern Cephalgie stand, beträgt die Pauschale 1.950 € (abzüglich eines Kurzlieger-Abschlags von 474 €), wohlgemerkt für einen einzigen Tag, ohne irgendwelche diagnostischen Maßnahmen, nur für die 2 völlig wirkungslosen Infusionen mit Paracetamol, die mir eher geschadet haben und das wirksame Cortison (nur aufgrund meines Hinweises zum Paracetamol, was ich im Internet vom Krankenbett aus selbst recherchiert habe). Es gab wegen Zeitmangel nicht einmal eine Visite.

    Und den Entlassungsbericht habe ich erst bekommen, nachdem ich dreimal persönlich dort war. Der Entlassungsbericht ist zudem unvollständig und inhaltlich teilweise falsch, die Cortisoninfusionen sind dort nicht erwähnt und die Dosierung des Paracetamols fehlt.

    Statt dessen stehen dort Angaben, die für Diagnose und Terapie völlig unrelevant sind, z. B. ob ich Beamtin oder Angestellte bin und zu den Familienangehörigen. Als wenn es da irgendwo ein Problem geben müßte. Irgend etwas muss doch außerhalb der Norm sein und die Kopfschmerzen erklären. Als wenn ein Migränestatus von einem Ehemann, einem Single Dasein, einer Mutterschaft, Kinderlosigkeit, Berufstätigkeit, Hausfrauendasein oder anderem kommt. Es war immerhin eine neurologische Station.

    Sorry, aber das macht mich gerade wütend, weil es mir nicht hilft, die Zusage für Kiel zu erhalten.

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6558

    Hallo Angie,

    ein Grund mehr, die eigene Attackenbehandlung zu optimieren und damit die meist eh nicht sehr erfolgreichen Krankenhausbehandlungen zu vermeiden.

    Lieber Gruß,
    Julia

    super-angie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 50

    Hallo Ihr Lieben,
    wollte mich nur mal wieder melden.
    Meine Zusage von der privaten Krankenversicherung habe ich trotz übersandter Berichte vom Hausarzt, Neurologen und dem Krankenhaus noch nicht.

    Die Versicherung hat mir geschrieben, dass sie sich mit 200 € an einer Vorsorgekur beteiligen kann, wenn ich das nochmals beantrage. Nach mehrfachen Telefonaten und meiner Erklärung, das die Schmerzklinik Kiel etwas anderes als eine Vorsorgekur sei (Die Verordnung der Krankenhausbehandlung hatte ich auch beigefügt), wurde ich gefragt, wann ich denn nun in die Klinik gehen würde. Auf meine Antwort, dass ich noch keinen Termin nennen könnte, weil die Klinik ja erst die Kostenzusage bräuchte, meinte sie, dann wäre das ja auch irgendwie kein Akutkrankenhaus. Also nochmals alles ganz langsam erklärt.

    Ich bin ja eigentlich ruhig und besonnen, aber da bin ich dann doch etwas ungehalten geworden.

    Hinzu kommt, dass mein Handy sich nicht mehr starten läßt. Alle Versuche, die Daten der Migräne App zu retten, sind fehlgeschlagen, recovery und factory reset gingen nicht. Nun fehlen mir der komplette Juni und alle Medikamentenaufzeichnungen der Prophylaxen. Ich hatte alles sooo sorgfältig dokumentiert.

    Habe auch immer noch fast täglich Migräne oder Spannungskopfschmerzen, ich weiß gar nicht mehr, wie lange ich das noch durchhalten kann. Mal nehme ich Sumatriptan mit Naproxen, dann habe ich ein paar tolle Stunden, wenn es wirkt und tanze vor Freude. Für ein paar Stunden bin ich dann ganz die alte – bis zum nächsten Tag.

    Ob ich einfach abends mal Vomex nehme, damit ich nachts schlafen kann? Das Magnesium nehme ich auch schon lange ohne Wirkung.

    Ich bekomme von meinem Neurologen ja keine andere Prophylaxe als Metoprolol und einen anderen Neurologen gibt es hier nicht mehr. Mein Hausarzt ist leider noch drei Wochen im Urlaub.

    Sorry, aber ich mußte mir das einfach mal von der Seele schreiben.

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4580

    Liebe Angie,

    probiere es mit den Vomex doch mal aus. Manche macht es schön müde, andere spüren kaum etwas, das muss man ausprobieren.

    Ich nehme immer die 150 mg Zäpfchen, wenn ich mal Schmerzen aushalten muss, die wirken bei mir richtig gut. Allerdings setze ich mich bei dieser Dosierung am nächsten Morgen dann nicht gleich hinters Steuer, da habe ich immer noch einen Medi-Überhang.

    Lieber Gruß
    Heika

    super-angie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 50

    Hallo, Ihr alle,
    lange habe ich nichts von mir hören lassen.

    Ich war gaaanz traurig, dass ich bei dem diesjährigen Forentreffen nicht dabei sein konnte. Aber ich hätte es einfach nicht geschafft. Im nächsten Jahr möchte ich gerne dabei sein.

    Es ging mir mit den Dauerschmerzen, dem Schlafmangel und dem Erschöpfungssyndrom einfach nur schlecht. Alle Gedanken kreisten den ganzen Tag um die Schmerzen und die Frage, wie soll ich damit nur arbeiten. Die Ängste hatten den ganzen Tag die Oberhand. Ihr kennt das ja…

    Meine Krankenversicherung hatte die Kostenübernahme für die Berolina Klinik abgelehnt, so hatte ich mir eine andere REHA-Klinik gesucht, die ich dann zur Hälfte selbst finanziert habe und die nicht zu teuer war. Und das war suuuuper dort. Es war keine Spezialklinik für Migräne, aber ich habe das Gefühl, ich wurde einmal auf reset und Neustart eingestellt. Im August hatte ich bis jetzt nur 3 Migränetage und die konnte ich mit ASS behandeln.

    Ich berichte später noch einmal ausführlich darüber. Jedenfalls kann ich schon bald die Wiedereingliederung in die Arbeit beginnen.

    Eine Kostenübernahme für die Schmerzklinik in Kiel habe ich immer noch nicht. Ich kämpfe schon seit April. Nun möchte die Versicherung neuerdings das Ergebnis einer MRT Untersuchung und einen über ein Jahr geführten Schmerzkalender. Vorher waren es Befundbericht, die waren dann aber nicht mehr aktuell genug, dann wieder eine Stellungnahme des Arztes. Vielleicht hoffen die darauf, dass ich irgendwann aufgebe…
    Meine behandelnden Ärzte, Psychologen und der Amtsarzt verstehen das nicht mehr. Sie sind der Meinung, ich wäre schwer krank und müßte dringend in eine Schmerzklinik. Ich habe in die erschrockenen und hilflosen Gesichter der behandelnden Ärzte geschaut.

    Nun habe ich einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt. Endlich hatte ich jetzt die Kraft dafür, alle Unterlagen zusammenzustellen.

    Gegen die unsachgemäße Behandlung beim Krankentransport habe ich vor 6 Wochen Beschwerde bei der Rettungsleitstelle eingelegt, damit so etwas künftigen Patienten nicht mehr passiert. Man wird sich bei mir melden. Ich bin gespannt.

    Ich weiß, es ist schwer, in den ganz schlechten Phasen daran zu glauben, aber ich wünsche Euch, dass Ihr auch möglichst bald wieder lange Phasen ohne Schmerzen habt.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Liebe Super-Angie,

    Du hast sehr gefehlt beim Treffen, wir hatten uns schon auf Dich gefreut. Aber erzwingen kann man nichts, wir treffen uns ja in jedem Jahr. 🙂

    Schön, dass Dir die Reha so gut getan hat, aber unglaublich, dass Du einen Teil selbst zahlen musstest.

    Dass Die Kasse Dir den stationären Aufenthalt in Kiel nicht gestattet, ist nicht hinzunehmen. Ich würde mich an einen Anwalt wenden, denn sie haben kein Recht dazu.

    Jetzt wünsche ich Dir einfach mal, dass die gute Zeit lange anhält. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    super-angie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 50

    @ Bettina
    Ja ich weiß, dass die Versicherung das nicht darf. Mittlerweile geht der Schriftverkehr mit der Versicherung schon über 20 Seiten und ich gebe nicht auf.

    Nun arbeite ich wieder ein paar Stündchen pro Tag und es geht mir immer noch gut.
    Was genau das bewirkt hat, kann ich nicht sagen.
    Eure Tipps haben auf jeden Fall geholfen.
    Vielleicht war es
    die 250ste Magnesium-Kapsel,
    diese Sumatriptan-Spritze, die ich einfach nur bei mir trage,
    die Prophylaxe, die endlich wirkt,
    der Fernseher, den ich nicht mehr habe (mein Gehirn braucht die Bilder nicht)
    oder die drei Monate berufliche Auszeit und die REHA.

    Aus Euren vielen Beiträgen lese ich, dass Ihr manchmal verzweifelt, weil die Schmerzen nicht aufhören. Ich möchte Euch Mut machen, nicht zu schnell aufzugeben. Gebt einer Prophylaxe, dem Magnesium und der Behandlung durch die Ärzte viieel Zeit.
    Habt Geduld und traut Euch, konsequent Ruhepausen zu nehmen oder zu delegieren, egal, was andere sagen. Manche haben mich ausgelacht, ich wäre ja nicht belastbar.
    Die meisten aber haben es spätestens beim zweiten Mal akzeptiert, als ich sagte, ich sei chronisch krank und die Krankheit wäre nicht heilbar. (Das Wort Migräne erwähne ich nur bei guten Freunden)
    Und manches, was vorher nicht ging, geht plötzlich doch. Ich konnte wieder ein leckeres Glas Erdbeerbowle am Strand genießen 😉

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Sehr gut, dass Du nicht aufgibst. 🙂

    Da hast Du ja ein ganzes Paket an Veränderungen geschnürt und was immer jetzt die Besserung gebracht hat – es ist im Paket mit dabei. 😉

    Alles Gute weiterhin und liebe Grüße
    Bettina

    super-angie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 50

    Meine Krankenversicherung will wieder neue Unterlagen, um über die Notwendigkeit eines stationären Aufenthaltes in Kiel entscheiden zu können.
    Ich hätte ja 6 Wochen gebraucht, bis ich den Befund des MRTs eingereicht hätte. Ja, warum wohl. Weil ich ja zur REHA war, die die KV nicht bezahlt hat. Und jetzt wären die Arztberichte ja nicht mehr aktuell. Außerdem müßte ich einen Schmerzkalender über mindestens ein Jahr einreichen. Ich habe Sachbearbeiterin (inzwischen Nr. 3) nochmal den Unterschied zwischen einem Akutkrankenhaus, einer Vorsorgekur und der Verordnung einer Krankenhausbehandlung erläutert. Fast hätte ich den Telefonhörer abgebissen…
    Mein Fachanwalt für Medizinrecht und Versicherungsrecht meint, eine Klage (mit ungewissem Ausgang) würde sehr teuer werden und prüfen darf die Versicherung die medizinische Notwendigkeit. Also prüft sie bis zum Nimmerleinstag. Clevere Taktik.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Wie lange dürfen sie prüfen? Das ist Schikane und Hinhaltetaktik, die am Patientenwohl vorbeigeht. Damit könnte man auch an die Öffentlichkeit gehen, wenn man eine Klage scheut.

    Warum wechselst Du nicht die Kasse? Das wäre wahrscheinlich der einfachste Weg.

    Liebe Grüße
    Bettina

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4580

    In unserer Tageszeitung stand heute, dass die Krankenkassen Milliarden Euro horten.
    Vielleicht mal daran erinnern? 😉

    seemoewe
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 102

    Guten Morgen an alle !
    Heika hat schon richtig gelesen, das ist bekannt dass die Kkassen Millionen Überschüsse haben. Ist doch kein Wunder, wenn man bei Anfragen zur Antwort bekommt. Nein! das bezahlen wir nicht.
    Allein Zahnsachen werden gewaltig geschrumpft, und die Zahnärzte stellen horente Rechnungen. Sagt man das bei der Kasse, heisst es. Da haben wir keinen Einblick.
    Ich habe für 2 Wurzelbehandlungen 700 Euro zahlen müssen.
    Sorry, wenns auch hier nicht zum Thema passt. Aber wütend kann man schon werden.

    Schönen Sonnentage wünsche ich Euch
    Seemoewe

    super-angie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 50

    Oh, ich muss mich genauer ausdrücken.

    Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen sicherlich die Kosten für die stationäre Behandlung in Schmerzklinik, also bitte keinen Schreck bekommen.

    Bei mir ist es eine private Krankenversicherung, über die ich als Beamtin zu 50% versichert bin. Bei Arbeitnehmern trägt der Arbeitgeber ja die Hälfte des Krankenversicherungsbeitrages. Beamte sind mit dieser Hälfte (oder auch mehr, je nach Familienstand und Bundesland) über die „Beihilfe“ abgesichert. Mit dem Rest versichern sich die Beamten privat.
    Die privaten Krankenversicherungen regeln in den Versicherungsbedingungen die Leistungspflicht, d. h. sie dürfen nicht nachträglich Leistungen streichen, z. B. für Zahnbehandlungen eine Selbstbeteiligung verlangen. Sie erhöhen dann schlicht den Beitrag. Eine Leistungspflicht besteht nach den Versicherungsbedingungen bei einer „medizinisch notwendigen Krankenhausbehandlung“.

    Keine Leistungspflicht besteht bei einer Krankenhausbehandlung in einer „gemischten Krankenanstalt“, z. B. Migräneklinik Königstein wurde glatt abgelehnt. Nicht versichert sind stationäre Rehabilitationsbehandlungen, d. h. ich habe bereits knapp 6.000 Euro für Rehabehandlungen ausgegeben.

    Angenommen, ich würde mein Beamtendasein kündigen und eine andere Stelle finden und damit eigentlich krankenversicherungspflichtig werden, so würde mich keine gesetzliche Krankenkasse nehmen, weil ich die Altersgrenze überschritten habe. Damit soll verhindert werden, dass Alte und Kranke in der gesetzlichen und junge und gesunde in der privaten Krankenversicherung sind.
    Angenommen, ich würde mir eine andere private Krankenversicherung suchen, so müßte ich alle Vorerkrankungen angeben und den Beitragssatz nach meinem jetzigen Eintrittsalter zahlen.
    Eine andere private Versicherung könnte mich wegen den Vorerkrankungen ablehnen oder die Kosten für die Behandlung der Migräne ausschließen.

    Die gesetzlichen Krankenversicherungen und auch die Beihilfe gehen den Weg, dass sie z. B. die Leistungen kürzen oder Eigenanteile fordern.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 25328

    Ach so, Du hast Beihilfe und Private. Hatte ich früher auch über die Familienversicherung meines Mannes. Die Beihilfe stellt sich extrem an, aber auch hier sollte es ein zeitliches Limit geben.

    Ich dachte, Du wärst in der Gesetzlichen und da wäre ja ein Wechsel möglich gewesen. Ich hatte vor ca. 15 Jahren total Glück, dass die Private mich ohne Gesundheitsprüfung zu 100 % übernommen hatte. Ohne Ausschluss! 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1903

    Liebe Angie,

    ich hab hier im Forum schon mehrfach gelesen, dass die Konstellation Beihilfe/PKV und Kiel nicht gut harmoniert (um es mal vorsichtig auszudrücken…) und dass man da im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung für einen stationären Aufenthalt richtig kämpfen muss… Ich drück dir die Daumen, dass du bald Erfolg hast und die Versicherung die Notwendigkeit für einen Aufenthalt anerkennt!

    Bei mir steht schon seit einiger Zeit das Thema Verbeamtung im Raum – meine Kollegen und Vorgesetzten wollen mich lieber heute als morgen mit der Urkunde dekorieren (wobei ich noch gar nicht weiß, ob das mit Dickschädel überhaupt geht…) – ich selbst bin skeptisch, gerade auch in Bezug auf das Thema Krankenversicherung… Dürfte ich dir zu diesem Thema ein paar Fragen stellen?

    Liebe Grüße, Tanni

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 139

    Hallo Angie,

    ich bin ebenfalls Beamtin und da ich aus Süddeutschland komme, hatte ich auch schon mal mit Königstein geliebäugelt.
    Kannst du mir erklären, warum genau diese Klinik so rundweg abgelehnt wurde?

    LG Anna

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3806

    Bei mir war es nicht die Beihilfe, die sich quer gestellt hat. ist es bei dir auch nicht, Angie, nicht wahr?
    Die private Versicherung zu Ergänzung der Beihilfe, die hat mir damals geschrieben, dass sie, im Unterschied zur Beihilfe, wirtschaftlich denken und planen müssen.
    Ich habe mich selbst mit dem Sachbearbeiter auseinandergesetzt, ihm z.B. erklärt, dass die Krankenhausbehandlung u.a. auch den Sinn erfüllt, die Kosten langfristig zu senken, indem bessere Medikamente gefunden und ständige Arztbesuche reduziert werden usw.
    Ich habe mich auch an den Vorgesetzten des Sachbearbeiters gewendet und meine Argumente unterbreitet und ihn nach der Geschäftsphilosophie ihres Untenrehmens gefragt.
    Ich habe immer wieder das Gefühl, dass ich beim Ausfechten meiner Interessen mehr Druck machen kann als andere Personen, die den Leidensdruck nicht haben.
    Leider hatte ich immer mal wieder Ärzte, die das sehr lasch gehandhabt haben und entsprechend wenig überzeugend herüber kamen.

    Es gibt doch für die Privaten Krankenkassen auch Ombudsleute. Können die da nicht helfen?

    Ich drück dir die Daumen ! !

    LG
    alchemilla

    super-angie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 50

    @tanni, ich sende Dir eine private Nachricht.
    @anna, ich melde mich später dazu.
    @Alchemilla, danke fürs Daumendrücken, ich habe heute die Zusage erhalten 😉

    super-angie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 50

    Liebe Anna,
    es werden folgende „Einrichtungen“ unterschieden:
    1. Krankenhäuser, die Akutbehandlungen durchführen (Einweisung ins Krankenhaus)
    2. Krankenhäuser, die nur geplante Aufnahmen durchführen (Verordnung einer Krankenhausbehandlung)
    3. stationäre Rehabilitationseinrichtungen (Antragsverfahren in der Regel über den gesetzlichen Rentenversicherungsträger)

    Die Anschlussheilbehandlungen und Sanatorien lass ich hier mal außen vor.

    Es gibt nun REHA-Einrichtungen (Nr. 3), die auch Krankenhausbehandlungen (Nr. 2) durchführen dürfen. Die Migräneklinik in Königstein ist so eine Einrichtung. Diese nennen sich dann gemischte Krankenanstalten.
    Die Schmerzklinik Kiel führt nur Krankenhausbehandlungen durch, das macht die Sache einfacher.

    Die Standard-Versicherungsbedingungen der privaten Krankenversicherungen haben folgenden Text: „Für medizinisch notwendige stationäre Heilbehandlung in Krankenanstalten, die auch Kuren bzw. Sanatoriumsbehandlungen oder Rekonvaleszenten aufnehmen, werden tarifliche Leistungen nur gewährt, wenn der Versicherer diese vor Beginn der Behandlung schriftlich zugesagt hat…
    Keine Leistungspflicht besteht …für Rehabilitationsbehandlungen.“
    Hier bitte schauen, ob die jeweiligen Versicherugnsbedingungen hiervon zu Deinen Gunsten evtl. abweichen.
    Ich hatte keine seinerzeit noch keine Verordnung einer Krankenhausbehandlung, weil es mir noch nicht sooo schlecht ging, sondern wollte nur eine REHA machen. Diese durfte die Versicherung ablehnen. Wenn eine Krankenhausbehandlung medizinisch notwendig ist, sieht es natürlich anders aus.

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 139

    O.k. vielen Dank für die Info.

    Auf was man nicht alles achten muss. 🙁

    LG Anna

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