Mein persönlicher Schmerzverlauf

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Migräne seit ich 5 bin und endlich kann ich darüber reden (Mareike)

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  • Mareike
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    Beitragsanzahl: 9

    Hallo! Ich bin so froh, durch Zufall auf diese Seite gestoßen zu sein! Seit ich 5 bin leide ich an Migräne, mittlerweile bin ich 32.

    Mein Leben wird schon immer von der Migräne bestimmt, aber erst in den letzten Jahren wurde es so schlimm, dass ich es nicht mehr auszuhalten glaubte. Dabei geht es mir im Vergleich zu anderen (wie ich bereits hier gelesen habe) noch richtig gut.

    Bis zur ersten Schwangerschaft, mein Sohn ist mittlerweile 9, hatte ich meine Migräne, dann legte ich mich hin und am nächsten Tag war alles wieder gut. War nicht toll, aber ich war es gewohnt. Man sprach auch nicht darüber, schluckte nur Massen an Tabletten und nahm es wie es kam. Der Arzt wusste Bescheid, half aber nicht wirklich.

    Erste Schwangerschaft, keinerlei Schmerzen bis zum Tag der Entbindung, dann ging es wieder los. Nur, dass es mit hinlegen nicht mehr getan war. Ohne Schmerzmittel, IBU und Paracetamol war an einschlafen nicht zu denken. Der Arzt gab mir Sumatriptan. Ich wurde nicht über das Medikament aufgeklärt und hatte Angst, es zu oft zu nehmen. Die Wirkung war zwar gut, es brachte aber immer starke Nebenwirkungen mit sich.

    Dann, zweite Schwangerschaft, gleiches Spiel. Befruchtung bis Entbindung keine Schmerzen. Kaum war die Maus da, konnte ich nicht nur nicht ein, sondern vor Schmerzen auch nicht mehr durchschlafen und wachte morgens damit auf, es wurde schrecklich. Seit letztem Jahr im Dezember dann die Steigerung, die Anfälle dauern jetzt bis zu drei, selten vier Tage. Mein Leben war zeitweise schrecklich, eine Abfolge von Anfällen, Schuldgefühlen gegenüber der Kinder, dem Gefühl dem Ehemann und dem Haushalt, den Freunden nicht gerecht zu werden.

    Im Mai bin ich dann bei meinem Hausarzt zusammen gebrochen, während einem schlimmen Anfall. Ich wurde sofort in die Neurologie eingewiesen.Ich nehme jetzt Medikamente zur Prophylaxe und rechtzeitig Sumatriptan, was die Anfälle ausbremst. Seitdem thematisiere ich die Migräne, schreibe ein Kopfschmerztagebuch und habe das Gefühl, mir wird zumindest ein wenig Last abgenommen.

    Ich werde den Schichtdienst beenden und im Regeldienst arbeiten. Momentan habe ich zwischen 7 und 14 Anfällen pro Monat, schön regelmäßig im 2 Monatsrhythmus. Ich bin froh, jetzt hier Gleichgesinnte gefunden zu haben und denke, dass es mir dadurch vielleicht schon ein klein bisschen besser geht! Danke! Mareike

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4299

    Hallo Mareike,

    herzlich willkommen hier im headbook. Freut mich sehr, dass du dich hier wohl und gut aufgehoben fühlst.

    So wie du, oder wenigstens so ähnlich erleben viele ihre Krankheit Migräne. Die Kompetenz in Fachkreisen ist nicht immer optimal. Da hilft es am besten, dass man sich selbst sein Wissen aneignet um mit den Ärzten auf Augenhöhe beraten zu können.

    Ließ mal hier rechts unten auf dieser Seite unter „Migräne-Wissen“ dort steht ganz viel Wichtiges, was ein Betroffener unbedingt wissen muss. Es wird die 10/20 Regel, der Medikamenteübergebrauchskopfschmerz und auch die optimale Akutbehandlung der Migräne und vieles andere mehr behandelt.

    Prof. Göbel sagt immer wieder, wir müssen unser eigener Anwalt werden. Das Wissen ist ein ganz wesentlicher Bestandteil im Kampf gegen die Migräne.

    Es gibt drei wichtige Bausteine um Migräneattacken zu behandeln und vorzubeugen. Das ist die optimale Akkutbehandlung, eine gute medikamentöse Prophylaxe und vor allem das eigene richtige Verhalten, welches zur Vorbeugung unverzichtbar ist. All diese Punkte findest du unter dem Menüpunkt Migräne-Wissen.

    Stöber mal ein wenig. Wenn du dann Fragen hast, melde dich gerne.

    Alles Liebe
    Sternchen

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Wochen, 3 Tagen von  sternchen.
    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 295

    Hallo Mareike,

    auch von mir herzlich willkommen.

    Wie Sternchen schon schreibt, deine Geschichte kommt mir bekannt vor.

    Magst du noch schreiben, welche Prophylaxe du nimmst?

    LG Anna

    Mareike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Vielen Dank! Es tut gut, zu wissen,dass man bei Fragen nun nicht mehr stundenlang im Internet suchen muss oder monatelang auf einen Termin beim Arzt warten muss. Ich nehme mir in den nächsten Tagen die Zeit,die Seiten zu durchstöbern,zu lesen und Neues zu finden und bin schon sehr gespannt!

    Mein Arzt hat leider sehr lange gewartet,um mich zum Neurologen zu schicken und unwissend wie ich war,dachte ich,das sei normal und ich muss da durch und damit leben. Deshalb beginne ich erst jetzt, nach 27 Jahren Migräne, Prophylaxen auszuprobieren.
    Seit meinem Krankenhausaufenthalt im Mai nahm ich Amitryptilin. Kurze Zeit später wurde dies ergänzt durch Metoprolol. Ich hab auf beides innerhalb von fünf Monaten keine Besserung bemerkt. Jetzt hatte ich endlich einen Termin beim Neurologen (das dauert am Anfang ja wirklich sehr lange!) und sie meinte, Amitryptilin sei nicht das Mittel der Wahl,sie stellt mich jetzt seit zwei Tagen auf Topiramat ein. Habt ihr damit Erfahrungen? Ganz liebe Grüße! Mareike

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4299

    Guten Morgen Mareike,

    du schreibst im ersten Bericht, dass du zur Zeit schon eine medikamentöse Prophylaxe einnimmst. Welche Mittel sind das? Wenn nämlich die derzeitige Prophylaxe erfolgreich ist, (erfolgreich heißt die Attackenfrequenz sinkt um ca. 30%) dann wäre ich zunächst mit Topiramat etwas zurückhaltend. Warum eine erfolgreiche Therapie absetzten?

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass deine Akkutmedikation noch optimiert werden kann. Wenn dadurch die Attackenfrequenz als auch die Intensität der Anfälle gemindert wird, wäre es ja schon mal ein großer Fortschritt. Dafür muss du jedoch das Wissen um ein richtiges Triptan, ein Mittel welches die Magendarmtätigkeit anregt und das Wissen um ein NSAR, falls man eine Wirkverstärkung oder eine Halbwertzeitverlängerung benötigt, haben. Die 10/20 Regel ist dabei von großer Bedeutung.

    Du wirst hier beim Lesen auf all diese Dinge stoßen. Sag einfach bescheid, wenn es Fragen gibt.

    Alles Liebe
    Sternchen

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5175

    Liebe Mareike,

    in dieser Gruppe kannst du viel über Topamax nachlesen http://www.headbook.me/groups/topamax-wirkstoff-topiramat/

    Wie lange dauern denn deine Migräneattacken? Wenn du von bis zu 14 Attacken pro Monat schreibst, ist da ja ganz schön viel. Wie hast du das bisher gemacht, immer behandelt oder auch mal ohne Medikamente ausgestanden?

    Was du übrigens ergänzend immer nehmen kannst, sind Magnesium und Vit.B2. Beim Magnesium langsam eindosieren, damit der Darm sich daran gewöhnen kann. Bis zu 600mg Magnesium werden für Migränepatienten empfohlen, doch man muss ausprobieren, wie viel man verträgt.

    Bei mir war es übrigens auch so, dass ich mit meiner Migräne viele Jahre ohne eine gute medikamentöse Behandlung herumgelaufen bin. Bis mir mein Hausarzt zum ersten Mal ein Triptan anbot, waren viele mühevolle Jahre vergangen. Zum Glück gibt es heute mehr Aufklärung, mehr Wissen und solche Angebote wie Headbook, damit es anderen nicht mehr so ergehen muss wie uns damals.

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Wochen, 3 Tagen von  heika.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Wochen, 3 Tagen von  heika.
    Mareike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Ich habe das Glück, dass ich meist auf das Sumatriptan reagiere und die Schmerzen dadurch, wenn auch verzögert und mit starken Nebenwirkungen weggehen. Für mich ist jeder neue Schmerzbeginn eine Attacke,ob das so in der Definition richtig ist, weiß ich leider nicht. Vielleicht ist die Bezeichnung Tage im Monat mit Migräne richtig? Ich habe Attacken, die um die vier Stunden und welche die um 24 Stunden dauern, manchmal ziehen sich die Schmerzen über Tage, wobei das Sumatriptan den Schmerz unterbricht. Daraufhin fühle ich mich häufig jedoch sehr schlecht. Starke Übelkeit, Empfindungsstörungen, das Gefühl, frisch aus der Narkose zu erwachen. Sumatriptan ist für mich ausschließlich eine Möglichkeit, wenn ich zu Hause bin, nicht arbeiten muss und ich weiß, dass mein Mann zeitnah nach Hause kommt, um sich um die Kinder zu kümmern. Ansonsten nehme ich akut hochdosiert (manchmal bis 1200 mg auf einmal) Ibuprofen.

    Ich möchte noch dazu sagen, dass ich “ nur“ schreckliche Kopfschmerzen, Übelkeit und häufig Sichtfeldeinschränkungen am rechten Auge habe. Weder bin ich extrem Licht oder Geräuschempfindlich, noch muss ich mich übergeben. Ich kann mich dann nur keinen Zentimeter mehr bewegen, muss die Augen schließen. Dabei können meine Kinder aber auch neben mir spielen, das ändert nichts an meinen Schmerzen. Seit ein paar Monaten kommen starke Schmerzen hinter dem rechten Auge dazu, die dazu führen, dass ich das Gefühl habe, mir mein Auge rausreißen zu müssen. Alles in allem habe ich glaube ich aber noch Glück gehabt, wenn ich lese, was andere hier mitmachen. Tagelang das Bett hüten musste ich noch nie, zumindest stundenweise war ich immer präsent.

    Die Prophylaxe, die ich bis jetzt nahm,seit Mai, Amitryptilin und Metoprolol haben in keiner Weise Besserung gezeigt. Meine Neurologin meinte nur, sie verstehe nicht, dass ich diese Medikamente bekommen habe, sie wären bei Migräne nicht Medikamente erster Wahl.

    Was hat es mit Medikamenten zur Anregung der Darmtätigkeit auf sich? Davon habe ich noch nichts gehört.

    Die 10/20 Regel ist mir schon begegnet, leider weiß ich nicht, was sie bedeutet. Könnt ihr mir da weiterhelfen?

    Danke im Voraus!

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4299

    Hallo Mareike,

    Migräne kann mit ganz verschieden Symptomen daherkommen. Natürlich gibt es die ganz typischen Merkmale, woran man eine Migräne fest macht. Es gibt aber auch diverse Unterformen z.B. eine Migräne mit Aura. Hier wäre zu beachten, dass während der Aura keine Triptane eingenommen werden dürfen. Wenn du von Sichtfeldeinschränkungen sprichst, könnte es es sich bei dir um eine Migräne mit Aura handeln. Es gibt auch Kombinationen wie Migräne mit dem Spannungskopfschmerz, oder aber auch Migräne in Verbindung mit dem Clusterkopfschmerz ist möglich. Auch ein sog. MÜK (Medikamentenübergebrauchskopfschmerz) muss entsprechend diagnostiziert werden.

    Um eine wirklich gute Diagnose zu bekommen, braucht es einen guten, erfahrenen Neurologen, der sich mit Migräne und anderen Kopfschmerzformen auskennt. Bist du da in wirklich guten Händen? Ansonsten solltest du nach einem entsprechenden Arzt suchen. Ich weiß, dass das manchmal mit einiger Mühe und Aufwand verbunden ist. Es ist aber enorm wichtig.

    Du kannst auch hier unten bei den Links mal schauen, ob du dich bei dem Kieler Kopfschmerzchnelltest wiederfindest.

    Die 10/20 Regel besagt, dass man an nicht mehr als an 10 Tagen im Monat Akkutmedikamente z.B. NSAR und/oder Triptane einsetzten sollte, da man ansonsten Gefahr läuft in einen Medikamentenübergebrauchskopfschmerz zu kommen. Dieser KS ist diffus, und kaum bzw. schlecht zu behandeln. Auch wirken die sog. Prophylaxemittel schlecht bis gar nicht.

    Bei einer Migräne haben viele Betroffene Probleme mit dem Magen-Darmtrakt. Dieser hat seine Tätigkeit oft eingestellt. Die Folge ist, dass die Medikamente nicht tranzportiert werden und somit nicht oder nur ganz schlecht wirken können. Dagegen gibt es entsprechende Medikamente, die helfen, alles etwas in Schwung zu bringen. Ich pers. nehme MCP-Tropfen.

    Du siehst, wie wichtig es ist gut informiert zu sein und in kompetenten Händen zu sein.

    Alles Liebe
    Sternchen

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Wochen, 3 Tagen von  sternchen.
    Mareike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Wenn ich das so lese, frage ich mich tatsächlich, ob ich bei einer für mich passenden Neurologin bin. Sie ist hier in der Umgebung eine der besten, hat lange Wartelisten, aber vielleicht eben nicht für Migräne!? Darüber werde ich mich noch besser informieren. Danke!

    Laut Schnelltest kann ich meine Schmerzen eindeutig der Migräne zuordnen. Das mit der Aura muss ich allerdings auch noch abklären, ich wusste nicht, dass man keine Triptane einnehmen darf, wenn man eine Aura hat. Obwohl bei mir wirklich das Sichtfeld eingeschränkt ist, das heißt, von rechts oben kommend wird es einfach kleiner. Zacken oder Blitze oder so sehe ich keine. Die Frage ist wieder, wer kann mir all das beantworten? Mein Hausarzt nicht und meine Neurologin sehe ich erst in vier Wochen wieder. Bis dahin werde ich mich nach Migräne Spezialisten in der Umgebung umsehen und eure Nachrichten und Erfahrungsberichte lesen.
    Danke!

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4299

    Typisch für eine Aura ist, dass sie langsam aufsteigt, sich üblicher Weise 30 Min., manchmal auch etwas länger anhält und dann genau so wieder verschwindet. Genau in dieser Zeit darf kein Triptan genommen werden. Zackenlinien und Blitze sind ebenso wie blinde Flecken typisch, müssen aber nicht sein.

    Unter den Links hier unten rechts findest du auch eine Therapeutensuche. Schau doch einmal, ob du dort einen Arzt in deiner Nähe findest. Die Ärzte dort auf der Liste arbeiten nach dem Konzept der Schmerzklinik Kiel. Sicher muss auch zusätzlich die Chemie zwischen Arzt und Patient passen. Aber so weißt du schon mal, wer sich auskennt.

    Liebe Grüße
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26871

    Liebe Mareike, herzlich willkommen bei uns. 🙂

    Deine Neurologin ist vielleicht wirklich nicht auf Migräne und Kopfschmerzen spezialisiert, denn Betablocker ist Mittel der 1. Wahl bei Migräne. Amitriptylin ist Mittel der 2. Wahl, aber besser verträglich als Topamax. Dieses sollte sehr gering dosiert eingeschlichen werden, da es mit vielen Nebenwirkungen daherkommen kann. Daher könnte es sogar Sinn machen, nur mit 12,5 mg zu starten und bei dieser Dosierung so lange zu bleiben, bis die Nebenwirkungen erträglich sind.

    Kennst Du schon unsere Migräne-App? Wenn nicht, lade sie doch mal und führe den Kopfschmerzkalender darüber. Damit wird Dir auch umfangreiches Migränewissen präsentiert, auf das Du jederzeit über die App zugreifen kannst.

    Auch den Patientenratgeber von Prof. Göbel würde ich Dir empfehlen: „Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne“.

    Ich werde den Schichtdienst beenden und im Regeldienst arbeiten.

    Das ist eine sehr gute Maßnahme, denn Schichtdienst ist leider Gift für Migräniker.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 295

    Hallo Mareike,

    ich habe jetzt extra noch gewartet, bis sich Bettina meldet, weil die sich mit den Medikamenten besser auskennt.
    Welche wo dazugehören, und ob deine empfehlenswert sind.

    Ich nehme jedenfalls Topiramat und ich habe zwei Anläufe gebraucht, weil ich beim ersten Mal mit der Dosierung zu hoch eingestiegen bin.
    Beim zweiten Mal habe ich mit 12,5mg angefangen und in diesen Schritten auch aufdosiert und das nicht einmal unbedingt wöchentlich sondern dann, wenn ich es für richtig hielt.

    Mich hat es jedes Mal wahnsinnig müde gemacht, ich bin immer beinahe ins Koma gefallen.
    Dazu kommen die geschmacklichen Veränderungen, ich hatte eine Zittern und das Kribbeln vor allem in den Füßen.

    Mit den Kognitiven Nebenwirkungen hatte ich eigentlich keine Probleme.
    Manchmal war ich ein bisschen schusselig. So das klassische man wirft die Banane in den Müll und isst die Schale oder ähnliches, aber das hat sich wieder ganz gegeben.
    Ab und an fällt mir mal ein Wort partout nicht ein, aber das kann auch am Alter liegen. 😉
    Und ich muss hauptsächlich mit dem Kopf arbeiten vor allem auch kopfrechnen.

    Ich finde immer noch, dass es mich müde macht, aber es ist erträglich und der Geschmack ist manchmal noch komisch sowie das Kribbeln in den Füßen ist geblieben, aber ansonsten ist es jetzt eigentlich o.k.

    LG Anna

    Mareike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Vielen Dank für eure Antworten! Die App habe ich seit Mai, ich gebe allerdings zu, dass ich technisch nicht ganz auf der Höhe bin und wahrscheinlich nicht das ganze Potenzial der App ausnutze. Und trotzdem ist sie eine große Hilfe.

    Jetzt habe ich leider schon wieder eine Frage. Ich habe Amitryprilin 2 Monate 25mg genommen, dann hat es ein Neurologe auf 10mg reduziert und dazu Metoprolol 25 mg verordnet. Dies habe ich so wieder zwei Monate genommen. Ich konnte keinerlei Besserung feststellen. Mai/Juli/September je 14 Schmerztage. Juni 4, August 7, Oktober bis jetzt 8. Wie lange macht es Sinn, Medikamente zu testen? Hätte ich länger warten sollen? Wie lange warte ich jetzt ab, um zu sehen, ob ich Topimarat doch vertrage und ob es hilft? Ich nehme es erst seit zwei Tagen. Seither habe ich durchgehend Schmerzen, wenn auch nur mittelschwere, für die ich keine Medikamente einnehmen muss, was bei mir untypisch ist. Meist habe ich starke bis sehr starke Schmerzen, deshalb denke ich , dass diese jetzt auf das neue Medikament zurück zu führen sind.

    Ich wünsche euch noch einen schönen Abend!

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 295

    Hallo Mareike,

    erstmal grundsätzlich sollte man einer Prophylaxe 3 Monate Zeit geben, bevor man entscheiden kann, ob sie wirkt.

    Zum anderen bei Topiramat war es bei mir so, dass ich mit jeder Aufdosierung eine Verbesserung gespürt habe.
    Zuerst hatte ich zum Teil weniger schmerzhafte Anfälle aber nicht unbedingt weniger in der Menge.
    Dann wurden es auch insgesamt weniger Anfälle zum Teil in Situationen in denen ich früher garantiert eine bekommen hätte.

    Ganz toll wäre natürlich gar kein Anfall mehr aber so ist es nun leider nicht.
    Aber die Anzahl der Tage, an denen ich noch Medikamente brauche ist akzeptabel gering geworden, so dass ich mir wenigstens keine Gedanken mehr darüber machen muss, ob ich medikamentieren darf.
    Heute haben wir den 22.10. und ich habe 3 Medikamententage. Damit kann ich leben.

    LG Anna

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4299

    Prophylaxemittel müssen 3 Monate genommen werden bevor sie ihre volle Wirkung zeigen können.

    Ich würde Topi, wie Bettina schon sagt mit 12,5 mg eindosieren und so langsam aufdosieren, wie die NW es eben erlauben. Frühestens würde ich nach 14 Tagen langsam steigern. Da wäre es gut, wenn du deinen eigenen Rythmus findest. Es müssen nicht unbedingt 50mg oder mehr erreicht werden.

    Na klar, auch Topi braucht 3 Monate, bis die volle Wirkung zu sehen ist.

    Ich hatte seiner Zeit auch eine sehr schnelle Besserung der Schmerzstärke. Alledings änderte sich das zwischendurch immer mal wieder. Bis es nach 3 Monaten sehr konstant war.

    Hier findest du noch einige Inf´s zur Vorbeugung.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Mareike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Hallo! Ich mal wieder! Ich nehme jetzt seit 13 Tagen 25mg Topiramat. Geringer dosiert kann ich es nicht nehmen, weil meine Tabletten nicht teilbar sind, aber ich dachte, ich höre auf euch, und steigere erst mal nicht, erst mal schauen was kommt. Ich habe jetzt seit 13 Tagen Migräne. Ohne Ausnahme. Manchmal mehr, manchmal weniger stark. Gehört das noch zu den normalen Nebenwirkungen? Muss man das aussitzen?
    Ich habe gerade Urlaub, daher ging das, aber ab Montag muss ich arbeiten (Kinderkrankenschwester auf der Frühchenstation) und ich weiß nicht, wie ich das machen soll. Da kann ich nicht mal eben aufhören. Jeden Tag Migräne ist einfach zu viel! Bis jetzt hab ich es kompensiert bekommen, aber so?
    Soll ich einen Termin beim Arzt ausmachen oder doch drei Monate warten, ob sich das noch einspielt? So schlecht wie jetzt ging es mir noch nie! Schmerztage haben sich verdoppelt. Danke im Voraus für eure Antworten!
    Liebe Grüße und schönes Wochenende!
    Mareike

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 295

    Hallo Mareike,

    ich bin ja kein Rundumexperte, aber das klingt merkwürdig für mich.
    So macht das doch keinen Sinn.
    Eine Prophylaxe soll die Migräne doch reduzieren und nicht zu Dauermigräne führen.

    Wie war es denn vorher? Hattest du Pausen zwischen den Attacken?
    Könntest du im MÜK sein?

    Aber sicher wird sich Bettina noch dazu melden.

    LG Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 6 Tagen von  Anna.
    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7043

    Hallo Mareike,

    ob die Dauermigräne durch das Topiramat ausgelöst wurde, kann ich dir nicht beantworten. Aber eine Dauermigräne gehört ganz sicher nicht zu den üblichen und bekannten Nebenwirkungen.

    Du schreibst, dass du Schwester auf einer Frühchenstation bist. Da frage ich mich gerade, ob bei der ja doch sehr hohen kognitiven Beanspruchung durch den Beruf das Topiramat überhaupt die für dich geeignete Prophylaxe ist. Lies doch bitte mal die Beiträge zum Topi, dann bekommst du einen Einblick in die Beeinträchtigungen, die das Medikament machen kann, und auch leider sehr oft macht!
    Sprich bitte deine Ärztin unbedingt drauf an und frage evtl. nach einer besseren Alternative.
    Übrigens, man kann Topi einfach so von jetzt auf gleich absetzen, muss nicht ausschleichen!

    Alles Liebe,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 6 Tagen von  Julia.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 6 Tagen von  Julia.
    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 295

    Hallo Julia,

    mein Beruf erfordert höchste kognitive Beanspruchung und ich habe damit unter Topiramat gar keine Probleme.
    Das muss man einfach abwarten und ausprobieren wenn die Prophylaxe ansonsten mehr Lebensqualität bringt.

    13 Tage Migräne am Stück klingt allerdings nicht nach mehr Lebensqualität.
    Es klingt nicht mal nach etwas, dass ich tolerierbar finde.
    Ich finde das im Gegenteil schon sehr merkwürdig.

    LG Anna

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7043

    Hallo Anna,

    ja, die Beinträchtigungen sind sehr unterschiedlich. Ich war, allerdings bei höherer Dosis, total daneben. Bin zum Beispiel sonntags in Hausschuhen zur Arbeit gegangen,hab mich zwar gewundert, dass ich allein blieb, aber keine Schlüsse daraus gezogen und weiter gewartet 😉. Ich hatte es schlicht nicht bemerkt, wie eingeschränkt ich war. Solche „Erlebnisse“ gab’s dann noch viele bis ich es endich abgesetzt habe.

    Ob ich das an Mareikes Stelle, die ja wohl noch nicht viele andere Prophylaxen getestet hat, nun gerade auf einer Frühchenstation probieren und abwarten würde? Ich denke, es gibt da bessere Möglichkeiten.

    LG, Julia

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 295

    Hallo Julia,

    und sonst hat es auch keiner gemerkt und dir mal gesagt? Merkwürdig.

    Aber ich glaube, darüber brauchen wir uns sowieso keine Gedanken zu machen, denn so wie sich das gerade liest, klingt das eh nicht nach einer brauchbaren Prophylaxe.
    Denn wenn sonst alles super klingen würde, könnte man immernoch sagen, dass sie das aber im Auge behalten solle, aber ich denke, das ist gerade ihr geringstes Problem.

    Eine Prophylaxe, die zu Dauermigräne führt ist ja eher kontraproduktiv.

    LG Anna

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7043

    Das war der Anfang der wirklich heftigen und kuriosen Aussätzer, danach habe ich nur noch unter „Aufsicht“ gearbeitet. Aber als ich das Theater am Montag meinen Angestellten erzählte, meinten sie, sie hätten sich schon öfter „so leicht“ über mich gewundert. Ich hab damals allerdigs sehr viel genommen und im Rekortempo aufdosiert. Das ging alles sehr schnell 😉.
    Ich hab es danach und auch gerade jetzt mal wieder genommen und jedes Mal, auch bei 25 -50 mg bemerkt, dass ich sehr verlangsamt war im Kopf.

    Ich denke, von dieser Möglichkeit der Nebenwirkungen sollte Mareike zumindest wissen, falls die Migräne sich jetzt plötzlich bessert.

    Schönes Wochenende euch allen,
    Julia

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 295

    Hallo Julia,

    da stimme ich dir zu, darüber sollte man auf alle Fälle informiert sein.
    Und als ich beim ersten Mal schneller eingestiegen bin, hatte ich auch Konzentrationsprobleme.
    Aber als ich dieses Mal schön langsam vorgegangen bin, waren es höchstens manchmal Vorkommnisse, die können vom Topiramat kommen, passieren aber anderen auch.

    LG Anna

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26871

    Liebe Mareike,

    Du könntest die Tabletten mit einem Tablettenteiler teilen, diesen gibt es in der Apotheke. 25 mg sind für viele zu hoch dosiert und die Nebenwirkungen erschlagen einen. Dauermigräne kann tatsächlich eine Nebenwirkung sein, allerdings gibts auch ohne Prophylaxe mal solche Phasen. Daher ist auch Zufall nicht ausgeschlossen.

    Kognitive Störungen und Beeinträchtigungen zählen mit den Parästhesien zu den häufigsten Nebenwirkungen überhaupt.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Mareike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Vielen Dank für eure Antworten! Ich habe mir am Freitag gleich einen Medikamententeiler geholt, nehme seither ca 12,5 mg ( er teilt die kleine Tablette nicht immer genau in der Mitte) und bin seitdem kopfschmerzfrei. Danke euch erst Mal! Liebe Grüße und eine schöne Woche!

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