Hallo,
ich heiße Claudia, bin neu hier und möchte euch gerne meine Migränegeschichte schreiben.
Seit 1997 habe ich Migräne. Bis 2004 hatte ich immer mal wieder leichte Attacken, die ich mit 800mg Ibuprofen gut in den Griff bekommen habe. Von 2004 bis 2008 hatte ich gar keine Attacke, so dass ich schon dachte, es hätte sich endgültig erledigt. 2008 hat es wieder angefangen und ist seitdem schlimmer als vorher. 2008 hatte ich eine schwere Migräneattacke und mein Hausarzt hat mich am zweiten Tag in die Klinik eingewiesen, weil er dachte, es könnte auch etwas anderes sein. Wars dann aber nicht. Ich habe bei meinem Hausarzt eine Infusion mit 1g Novalgin und 10mg MCP bekommen und in der Klinik nochmal 2g Novalgin. Danach bin ich zum Neurologen, damit eindeutig geklärt werden kann, ob es wirklich Migräne ist. Wars dann auch (welche Überraschung
). Ich muss dazu sagen, dass ich Migräne immer beidseitig habe, was ich ganz schlimm finde, obwohl es wahrscheinlich egal ist, ob es einseitig oder beidseitig so scheußlich weh tut. Von meinem Neurologen habe ich dann Maxalt Lingua (Rizatriptan) bekommen. Das habe ich gar nicht vertagen und ich konnte eine Woche nichts essen. Ich habe einen echt tollen Hausarzt, der auch Notarzt für unseren Bereich ist und auch privat, sowie am Wochenende immer auf seinem privaten Handy zu erreichen ist auch spät Abends oder Nachts, wenn es sein muss. Dafür bin ich sehr dankbar. Von meinem Hausarzt habe ich dann Sumatriptan (Imigran) als Tabletten bekommen. Das habe ich zwar vertragen, aber es hat 6 Stunden gedauert, bis es gewirkt hat. Daraufhin haben wir auf Imigran inject umgestellt und damit bin ich bis Juni 2011 auch gut zurecht gekommen. Anfangs hat es gereicht, einmal 6 mg Sumatriptan zu spritzen und es ging mir nach 3 Stunden wieder so gut, dass ich einigermaßen auf den Beinen war. So nach ca 1-1/2 Jahren musste ich nach ca 4 Stunden mit einer zweiten Dosis nachspritzen und seit letzes Jahr Juni wirkt das Sumatriptan gar nicht mehr. Ich hatte im September und November zwei starke Migräneattacken, die über 3 Tage gedauert haben und ich in eine Status gerutscht bin. Mein Hausarzt hat mir in beiden Fällen über zwei Tage hinweg Infusionen mit 1g Novalgin, 500mg Ass-Lysinat und 10mg MCP gegeben hat und ich mich danach 3 bis 4 Tage gefühlt habe, als hätte mich ein Bus überfahren. Ich war total schlapp und habe fast nur geschlafen. Im Januar hatte ich dann wieder eine ganz starke Attacke, da habe ich über 3 Tage Infusionen bekommen und es war so schlimm, dass mein Arzt nahe dran war, mich wieder in die Klinik einzuweisen. Nur weil weil an Tag drei dann die Kurve bekommen habe, bin ich drum rum gekommen. Jetzt im Mai war die bislang schlimmste und längste Attacke. Dienstag Abend hat es angefangen, da habe ich ein neues Triptan, Zolmitriptan, ausprobier, das mir mein Arzt gegeben hat. Er meinte, es wäre einen Versuch wert. Mein Mann hat unseren Hausarzt Dienstag Abend angerufen und der hatte leider keine Zeit zu kommen, da er bei einem anderen Notfall war, aber die beiden haben das telefonisch geklärt. Leider hat das Zolmitriptan nicht gewirkt (war ja auch nicht anders zu erwarten) nachdem ich Rizatriptan, Noratriptan, Sumatriptan schon durch hatte und die auch nichts mehr gebracht haben. Also hat mein Arzt gemeint, ich sollte 1g Novalgin nehmen und wenn es Mittwoch früh nicht besser ist, kommt er vorbei. Mittwoch früh war es minimal besser, so dass mein Arzt meinte ich sollte nochmal 1g Novalgin in der Früh nehmen und mich Mittag nochmal melden. Er kam Mittag nochmal vorbei und ich habe Mittwoch Mittag und Abends nochmal je 1g Novalgin genommen. Dazu jeweils MCP Tropfen, weil mir total übel war. Von Mittwoch auf Donnerstag ist das ganze dann völlig aus dem Ruder gelaufen. Donnerstag Früh hatte ich schlimmste Schmerzen, konnte kaum noch sehen, weil ich so extrem Lichtempfindlich war (das war aber auch schon früher so), meine Augen waren richtig zu und haben getränt und mir war wahnsinnig schlecht. Mein Mann hat um 6.45 Uhr morgens unseren Hausarzt angerufen, der ist dann auch sofort mit Blaulicht und dem RTW im Schlepptau gekommen. Er hat mir dann 20mg Vomex und 10mg Morphium über eine Kanüle gespritzt und mir eine Infusion gelegt. Dann haben sie mich mit dem RTW in die Klinik gefahren und dort haben sie mich dann über zwei Tage mit Novalgin und AssLysinat und Vomex versorgt, bis ich dann endlich am Samstag aus dem Status raus war. Mir gings 5 Tage total schlecht und ich war noch eine ganze Woche krankgeschrieben, weil ich total erledigt war. Ich habe die ersten Tage fast nur geschlafen, weil ich so platt war. Eine Prophylaxe mit Beta-Blockern geht bei mir nicht, da ich gegen den Wirkstoff allergisch bin. Jetzt habe ich einen Termin in einer Schmerzklinik. Vielleicht haben die noch Möglichkeiten, mir zu helfen, da die Attacken wirklich schlimm sind und ich die letzen 4 male über 3 bis 5 Tage einen Status hatte und kaum rausgekommen bin trotz stärkster Schmerzmittel. Gott sei Dank habe ich nur alle 8 bis 12 Wochen eine Atacke. So das wars dann mal fürs erste. Jetzt ist es doch länger geworden als gedacht.
Gruß
Claudia