Nach 13 Jahren chronischer Kopfschmerzen "Ursache" gefunden – und jetzt?(LillyE)

Ansicht von 30 Beiträgen - 61 bis 90 (von insgesamt 92)
  • Autor
    Beiträge
  • sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4547

    Hallo LillyE,

    nein, der einweisende Arzt muss kein Neurologe sein. Dein derzeitiger Hausarzt weiß doch am besten, wie die Lage ist. Hast du mit ihm schon mal drüber gesprochen?

    Alles Liebe
    Sternchen

    LillyE
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    Nein, hab ich noch nicht, ich war um ehrlich zu sein davon ausgegangen, dass das nicht geht, da ich für die Uniklinik auch eine Überweisung vom Neurologen brauchte und vom Hausarzt nicht ausreichte. Das sind gute Nachrichten, dann muss ich nicht bis Juli warten, sondern nur, bis ich mal schaffe, das Bett zu verlassen 🙂
    Danke dir für die schnelle Antwort!

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4547

    🙂 Na, da drücke ich die Daumen, dass das schnell klappt.
    Viel Erfolg im Gespräch…..und ließ dir den Link gut durch, den ich vorher geschickt habe. Da steht nochmal alles drin, was du wissen mußt.

    Lieber Gruß
    Sternchen

    LillyE
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    Danke!!! Das werd ich, hab ihn schon überflogen, sobald es mir besser geht, les ich jedes Detail. Es ist ok, wenn ich lange auf einen Termin warten muss, damit rechne ich ja. Solange ich einen kriege, bin ich zufrieden!

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4547

    Liebe LillyE,

    ich habe es hier im Headbook schon einmal geschrieben, und es ist natürlich auch nur ein ernst gemeinter Scherz. 

    „Wenn ich so sehr betroffen bin, wenn ich schon alles aufprobiert habe und wenn mir eine Zusage zur Schmerzklinik Kiel verwehrt wird, dann wüßte ich trotzdem, wie ich dort hin käme. ….und sei es, dass ich in der Eingangstür, als Notfall mit einer schwersten Migräneatacke zusammenbreche.“

    Irgendwie würde ich zusehen, mir von so kompetenten Spezialisten mit so viel Herz und Führsorge helfen zu lassen. Seiner Zeit war die Schmerzklinik Kiel noch nicht durch so viele Krankenkassen vertreten. Es gab nicht immer die Möglicheit dort aufgenommen werden zu können. Dieser Umstand hat sich ja deutlich verbessert. Aber wenn mir Steine im Weg lägen, ich würde sie vorsichtig und auch freundlich aber sehr hartnäckig wegräumen.

    Ganz viel Kraft wünsche ich dir auf diesem Weg.
    Sternchen

    LillyE
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    Hallo,

    ich hab seit Sonntag einen Migräneanfall und weder Triptane noch Ibus wirken. So lange am Stück hatte ich das noch nie und es ist schon eine riesen Überwindung hier zu schreiben!
    Soll ich einfach abwarten? Jetzt vorm Wochenende erscheint mir das heikel, ich weiß aber auch nicht was sonst, ich werd irre. Meine Hausärztin wird ganz sicher überfordert sein, einfach ins KH in die Notaufnahme fahren scheint von dem was ich gelesen hab keine gute Lösung zu sein und 2 Std mit der Bahn zum Neurologen schaffe ich nicht (da hab ich Ende diesen Monat meinen ersten Termin, sie wurde mir empfohlen). Meint ihr, ich kann eventuell bei der Neurologin anrufen damit die meiner Hausörztin sagt, was sie machen soll? Geht sowas?

    Liebe Grüße

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 475

    Liebe LillyE,

    ganz kurz, da du sicher keinen „Nerv“ für mehr Text hast!

    Sicher ist es am sinnvollsten, wenn du deine Neurologin erreichst und sie dir sagen kann, was jetzt zu tun ist, wenn nötig auch mit Hilfe der Hausärztin.

    Ich wünsche dir von Herzen schnelle Besserung!

    Liebe Grüße
    Katrin

    Viva la Vida! 🍀

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 475

    Was mir noch einfällt: hast du etwas zum Sedieren im Haus, vielleicht nimmt das erstmal die Spitze der Schmerzen…?!

    LillyE
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    Gut danke dann ruf ich da morgen früh direkt an.
    Ich hab nur vomex da, immerhin helfen die ganz gut und ich muss mich nicht übergeben und schlafen geht damit auch einigermaßen, wenn ich auch immer wieder wegen der Schmerzen aufwache

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4547

    Liebe LillyE,

    ich kopiere dir den Notfallplan mal hierher. Im Moment wirst du nicht in der Lage sein, danach zu suchen. Also:

    wenn du in einem Status migraenosus bist, kann

    Kortison kurzfristig zum Einsatz kommen, um einen Status migraenosus zu beenden. Ein Beispiel könnte sein:

    1. Tag 100 mg Prednisolon
    2. Tag 100 mg Prednisolon
    3. Tag 100 mg Prednisolon
    Am 4. und 5. Tag kann mit 50 mg und 20 mg Prednisolon ausgeschlichen werden.

    Hier sind einige Varianten möglich, die sich nach der Schwere des Zustands richten. Gelegentlich reicht auch eine einmalige Gabe von 100 mg Kortison, um den Schmerzkreislauf zu durchbrechen.
    Kortison immer morgens zusammen mit Magenschutz (Pantozol, Omeprazol) einnehmen. Zum Schlafen bieten sich an entweder 10 mg Diazepam, 25-50 mg Melperon, 50 – 100 mg Vomex.

    oder aber :

    Lässt sich eine Migräneattacke mit der gewohnten Medikation nicht erfolgreich behandeln, kann eine einmalige Gabe von 50 mg oder 100 mg Prednisolon (Kortison) den Anfall stoppen.

    Zum Kortison immer Magenschutz (z.B. Pantozol 40 mg) einnehmen. Diese Behandlung sollte jedoch nur ausnahmeweise erfolgen (z.B. einmal pro Quartal). Ist die Attackenwirkung der primären Therapie unzuverlässig, sollte ein kurzfristiger Arztbesuch zur Therapieanpassung vereinbart werden.

    Imigran Injekt 6 mg wirkt oft auch noch spät im Anfall und auch bei Erbrechen.

    Besprich das morgen mal mit deiner Ärztin. Ich hoffe, dass es vielleicht nicht mehr nötig ist und die Attacke ausklingt. Aber für den Notfall ist es immer gut, wenn man gewappnet ist.

    Alles Liebe
    Sternchen

    LillyE
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    danke! werde ich. ich fürchte nur, dass die Ärztin es einfach nicht machen wird, sie hat mir ja in meiner Medikamentenpause auch einfach nichts verschreiben wollen. Deshalb hoffe ich, dass sie es tut, falls die Neurologin ihr das rät… Ich mein, irgendwas muss sie ja tun, wenn ich da morgen sitze und seit Sonntag Migräne hab.
    So, mehr schreiben schaffe ich heute nicht mehr. Danke für euren Rat und Beistand, ich melde mich wieder sobald ich kann!

    LillyE
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    Hallo

    ich hab heute morgen bei der Neurologin angerufen, eine „Ferndiagnose“ wollten die jetzt nicht machen (kein Wunder, bin ja noch nie da gewesen).
    Bin dann zu meiner Hausärztin, sind zum Glück nur 400m von meiner Wohnung, das hab ich irgendwie geschafft. Ein Tropf mit Novalgin und Vomex hat nicht viel geändert, hätte mich auch gewundert, da Schmerzmittel ja bisher schon nicht halfen. Sie wollte mich ins Krankenhaus schicken, ich hatte Bedenken, jetzt vorm Wochenende, ich hab halt schon sehr oft gehört, dass man mit Migräne im Krankenhaus nicht so sinnvoll behandelt wird, grade übers Wochenende, und ich kenne das Krankenhaus hier nicht. Ich hab dann das Kortison angesprochen, sie war zuerst nicht überzeugt, meinte aber, sie möchte es wenigstens versuchen, und hat mir 100mg gespritzt. Mir gehts viel besser 🙂 Die Kopfschmerzen sind weg, ein Brötchen gegessen hab ich auch. Ich bin zwar total erledigt, aber das war ja sicher zu erwarten. Schlafen kann ich grade nicht, neben an wird renoviert, ist sehr laut.
    Und falls die Migräne wieder kommt (da hab ich richtig Angst vor) muss ich halt doch ins KH, ich hoffe einfach das Beste.
    Danke auf jeden Fall für eure Hilfe!!!! Ich wüsste nicht, was ich ohne dieses Forum tun sollte

    Liebe Grüße

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4547

    Hallo LillyE,

    wie schön, dass das erst einmal geschafft ist. Nun wird dich das Kortison ggf. etwas aufwirbeln. Es ist u.U. nicht leicht zur Ruhe zu kommen. Aber versuche jetzt auf keinen Fall Dinge zu erledigen, die bisher vielleicht liegen geblieben sind. Du brauchst weiterhin Ruhe.

    Deine Hausärztin scheint ja doch ein wenig mitzuspielen. Hast du das Buch von Prof. Göbel? Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne. Dort steht genau drin, wie man eine Migräne, einen Status und auch das nicht Ansprechen auf die gewohnten Medi´s behandeln muss.

    Vielleicht kannst du mit dem Buch deine Ärztin von diesen Plänen überzeugen. Vielleicht schaut sie es sich wenigstens an und kann dich eher richtig unterstützen.

    Es wäre gut, wenn du nun für folgende Attacken vorsorgen könntest.

    Alles Liebe
    ich freu mich sehr mit dir
    Sternchen

    LillyE
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    Ich hab es als E-book, find ich aber extrem unpraktisch, ich bestelle es mal sofort. Als ich ihr für die Medikamentenpause Sachen von Kiel ausgedruckt hab, hat es sie nicht weiter interessiert. Aber sie ist auch nur ein Mensch, heute war sie super lieb, vielleicht hatte sie damals einen schlechten Tag.

    Bisher macht mich das Kortison gar nicht unruhig, eher im Gegenteil, ich bin einfach müde. Hätte ich nicht Sorge, dass die Migräne wieder kommmt (ich weiß, sehr hilfreich…) wäre ich glatt zufrieden!

    Auf jeden Fall war ich noch nie überzeugter davon, dass ich nach Kiel MUSS.

    Liebe Grüße

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4547

    Na, und mit dem heutigen Erfolgserlebnis, kannst du deine Ärztin vielleicht überzeugen, dass sie einfach nur auf Kiel hören muss. 🙂

    Ja, Kiel wünsche ich dir auch sehr.

    Alles Liebe
    Sternchen

    LillyE
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    Ich werd auch, wenn es mir gut genug geht, am Montag nochmal zu ihr gehen und sie bitten, die ganzen Sachen für Kiel auszufüllen. Wollte eigentlich noch bis zu dem Neurologentermin warten, aber ich sollte keinen Tag mehr vergeuden.
    Das Buch ist bestellt 🙂

    Liebe Grüße

    LillyE
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    ich hab mal eine Frage, die sich vielleicht etwas blöd anhört 😀

    es ist ja für Migräniker wichtig, einen geregelten Schlafrhythmus zu haben, merke ich für mich auch extrem. Deshalb versuche ich auch dann nicht tagsüber zu schlafen, wenn es mir dreckig geht, sondern so lang wie möglich „durchzuhalten“, um damit keinen Migräneanfall zu provozieren. Das wird bei jedem anders sein, klar. Zb heute wo ich so fertig bin wird es sich ok sein, wenn ich bald schlafen gehe – hoffe ich, man weiß ja nie, Migräne ist ein Arsch.
    Wie macht ihr das in so einer Situation? Auf den Körper hören und schlafen oder den Rhythmus durchziehen, komme was wolle?

    Indie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 137

    Hallo LillyE,

    Deshalb versuche ich auch dann nicht tagsüber zu schlafen, wenn es mir dreckig geht, sondern so lang wie möglich „durchzuhalten“, um damit keinen Migräneanfall zu provozieren.

    ich kenne das Dilemma und habe früher auch immer versucht, mich dann irgendwie wach zu halten. Allerdings hab ich die Erfahrung gemacht, dass die Migräne dann trotzdem oder spätestens am nächsten Morgen gekommen ist. Zudem sind meine starken Erschöpfungsanfälle auch oft Vorbote einer Attacke.
    Mittlerweile gebe ich meinem Ruhebedürfnis einfach nach und lege mich hin (auch mitten am Tag). Was übrigens dazu geführt hat, dass die Attacke dann oft nicht so stark wird und ich insgesamt viel weniger unter Stress stehe.
    Wichtig bei mir ist nur morgens nicht zu lange liegen zu bleiben und zur gewohnten Zeit zu Frühstücken. Wenn ich mich danach aber wieder hinlegen will, mache ich das auch.

    LillyE
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    Hallo

    Ich kopiere eben meinen Beitrag aus dem Topiramat Forum

    Hallo 🙂
    Ich nehme zur Zeit auch Topiramat, seit 8 Tagen 100mg. Und bisher dachte ich, dass ich es gut vertrage, da ich nicht die typischen Nebenwirkungen habe. Doch seit ich 50mg (und mehr) nehme, bin ich total entkräftet und zittrig. Ich kann eigentlich nur rumliegen und bin fast zu schwach ein Glas Wasser zu halten. Wenn ich aufstehen muss, weil ich zb ins Bad muss, hab ich danach Herzrasen und zitter und mir ist schwindelig. Ich hatte vor zwei Wochen eine Erkältung mit etwas Erhöhter Temperatur und natürlich immer wieder Migräne und hab es deshalb darauf geschoben, auch wenn es mir was sehr heftig vorkam, aber jetzt sollte es mir eigentlich gut gehen, trotzdem lieg ich total geschwächt rum. Ich werde wohl morgen bei meiner Hausärztin anrufen (oder hingehen, aber ich glaub nicht dass ich das gebacken bekomme) und fragen, wie ich es am besten absetze. Heute erreiche ich niemanden mehr. Ich hätte dem Topiramat eigentlich gerne länger eine Chance gegeben, ich kann ja nicht mal sicher sein ob es daran liegt, aber so ist es kein Zustand. :/ Es klingt vielleicht nicht schlimm, aber mir ging es selten im Leben so schlecht wie seit ich das Zeug nehme. Für die, die es abgesetzt haben: wie genau habt ihr das gemacht? Ich werd mich natürlich mit meiner Ärztin absprechen, doch sie hat nicht viel bzw. keine Erfahrung mit diesen Dingen, da vergleiche ich lieber mit eurer „Zweitmeinung“ 😉

    Liebe Grüße

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7341

    Hallo LillyE,

    danke für’s Umsetzen, hier passt es für dich besser, weil ich auf deine vorherigen Beiträge eingehen möchte. Du hast am 6.3. noch, auch schon mit 100mg Topiramat, geschrieben, dass du keine Nebenwirkungen spürst. Und du berichtest seit Wochen, dass es dir ständig sehr schlecht geht, so dass du dich wohl oft zu schwach fühlst, um aufzustehen oder zu schreiben. Hab ich dich da richtig verstanden?

    Da könnten deine momentanen Probleme auch gut auf das lange Liegen und die dadurch fehlende Kondition zurückzuführen sein. Besprich das bitte mit deiner Hausärztin.

    Andererseits hast du das Topiramat auch extrem schnell aufdosiert. Auch das kann Probleme machen. Topiramat kann man, wenn man es nicht gegen Epilepsie nimmt, sofort und ohne Abdosieren weglassen oder z.B. um 50mg senken. Setzt man es nach kurzer Zeit ganz ab, wird man aber nie wissen, ob es geholfen hätte bei längerem Gebrauch.
    Vielleicht reduziert du erstmal, denn dein Termin bei Dr. G. ist ja schon Ende des Monats?
    Deine Beschwerden (zu schwach, ein Glas Wasser zu halten, Herzrasen beim Hinstellen) klingen mir eher nach Schwäche durch zu viel Liegen und fehlende Konstitution. Also nochmal, das muss bitte die Ärztin umgehend klären.

    Gute Besserung,
    Julia

    LillyE
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    Hallo Julia

    Genau, bevor ich das Topiramat genommen habe, habe ich eine Medikamentenpause gemacht, in der es mir dementsprechend schlecht ging.
    Allerdings anders als jetzt. Ich hatte hauptsächlich Schmerzen und die typischen Migränesymptome. Da war ich natürlich auch Schwach. Es hat sich einfach so anders angefühlt, schwer zu beschreiben. Während der Medikamentenpause hab ich allerdings versucht, immer, wenn es mir gut genug ging, mal spazieren zu gehen oder so. Das ist jetzt undenkbar.

    Ich werd morgen auf jeden Fall zur Hausärztin gehen und das mit ihr besprechen. Erstmal runter dosieren klingt nach einem guten Kompromiss! Mal sehen, sie wird ja vielleicht ein paar Anhaltspunkte finden, ob es an dem vielen Rumliegen liegt (und da stimme ich dir zu, halte ich auch nicht für ausgeschlossen) oder eher nicht.

    Liebe Grüße und danke!

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7341

    Liebe Lilly,

    Ich schreibe dir jetzt mal meine Gedanken, die ich seit deinem ersten Beitrag hier bei uns immer wieder habe, wenn ich deine Beiträge lese. Ich kann da völlig falsch liegen, denke aber, dass du offen genug bist, einmal darüber nachzudenken und es dann vielleicht auch bei deinem Neurologentermin anzusprechen oder zuzulassen.

    Ich bin ein älteres Semester und mir kommt immer wieder der Spruch meiner Großmutter, die ganz schlimme Migräne hatte, in den Sinn. Wenn sie mal wieder so richtig platt und energielos war sagte sie oft: „das ist mir wohl mal wieder auf’s Gemüt geschlagen“!

    Kann es sein, dass es dir so ähnlich geht? Von den vielen Schmerzen einfach auch psychisch so erschöpft, dass du lieber nachgiebst, liegen bleibst und viel zu viel über all das „Elend“ nachdenkst?

    Und du schreibst über sehr viele Schwierigkeiten, die du auch mit deinen z.B. viel zu lauten Mitmenschen hast. Das ist ein Problem, sicher, aber man kann es evtl. ein wenig in den Griff bekommen, denke ich. Es gibt spezielle Schmerzpsychotherapeuten, die da sicher zu ein bisschen mehr Resilienz verhelfen können. Du bist mir einfach noch zu jung, um dein ganzes Leben nach den verschiedenen Problemen auszurichten. Versuch mal, mit Hilfe etwas gegenzusteuern.

    So, ich hoffe sehr, dir nicht zu sehr nahegekommen zu sein. Ich würde dir nur gern helfen, etwas unbeschwerter trotz Migräne leben zu können.

    Ganz liebe Grüße,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 1 Woche von  Julia.
    LillyE
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    Liebe Julia

    nein, ich finde, das ist ein Thema, das darf und sollte in so einem Forum auf jeden Fall angesprochen werden!

    Ja, im Moment ist das bei mir vermutlicher der Fall. Ich bin gerade dabei, einen „Mittelweg“ zu suchen. Ich hab mich in der Vergangenheit nie wirklich mit dem Thema Migräne auseinandersetzen wollen und bin mir sicher, dass ich damit alles schlimmer gemacht habe, da ich 1. mich nicht bemüht hab eine geeignete Therapie zu finden und stattdessen von Ibus gelebt hab und 2. von mir selbst immer zu viel verlangt habe.
    Und jetzt im Moment beschäftigt micht das Thema etwas zu viel, das wird sich einpendeln. Aber ich werde das Thema bei der Neurologin ansprechen (das ist u.a. auch ein Punkt, warum ich einen stationären Aufenthalt in Kiel sinnvoll finde).

    Aber bitte glaub mir, ich bin eigentlich ein positiver Mensch, ich kann mir vorstellen, dass das hier so gar nicht rüber kommt! Ich hab einfach grad eine schwere Phase und weiß nicht recht weiter, aber ich bin sicher, dass das auch wieder vorbei geht

    Liebe Grüße

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7341

    Gerade weil ich gespürt habe, dass du eigentlich sehr positiv deinen bisherigen Weg gegangen bist, hab ich das Thema angeschnitten, Lilly.
    Du hast beruflich schon so sehr versucht, deinen Weg zu finden, der sich mit der Migräne vereinbaren lässt. Das finde ich sehr bewundernswert, wirklich.

    Ich sehe aber auch gerade jetzt bei mir selber, wie schnell einen Krankheiten trotz grundsätzlich positiver Denkweise in die Knie zwingen können. Ich liege jetzt seit Oktober, hatte inzwischen zwei große Bauchoperationen, die mich zusätzlich zur ständigen Migräne platt gemacht haben, viel zuviel rum. Folge: Herzrasen und Schwindel nur von Hinstellen! Anstrengen geht gar nicht, denk ich immer! 😋 Muss aber sein, anders wird es nichts.

    Lass die Vergangenheit sein, wie sie war, das ist jetzt nicht mehr zu ändern. Darum mein Vorschlag: nicht so viel an die „Fehler“ und die Umstände mit und durch die Migräne denken, sondern mehr um ein gutes Basiswissen bemühen. Mit Gedanken warum, wieso und weshalb kommst du keinen Schritt voran, damit erreichst du gar nichts. Lies mal in der Diskussionsgruppe unter „du bist Migräniker wenn…“ , steht gerade an erster Stelle. Da wirst du viele lustige, aber auch sehr hilfreiche, Gedanken und Hinweise zur Migräne und dir selber finden. Viel Spaß dabei.

    Und ja, es geht wieder vorbei! 😀 Bleib positiv!

    LillyE
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    Lese ich mir nachher mal durch 🙂

    Aber erstmal: Danke! Ich habe mir sehr zu Herzen genommen was du vorher geschrieben hast, und hab mir gleich meinen Freund geschnappt und einen kurzen Spaziergang gewagt, vielleicht 15 Minuten. Und es hat funktioniert! Die ersten fünf Minuten waren holprig, und danach war es richtig entspannt und jetzt geht es mir viel besser! Ich war echt einfach paranoid. Ich werde es also weiter im Auge behalten, das Mittelmaß zwischen zu viel und zu wenig zu finden. So geb ich dem Topiramat erstmal weiter eine Chance! Und u.a, deshalb ist es für so wichtig in dieses Forum zu schreiben, ich hab mich noch nie so gefühlt und konnte es nicht einordnen.

    Ich bereue die Vergangenheit nicht, das kann ich ganz ehrlich sagen, denn nur so lernt man, und ich habe viel gelernt und viele schöne Erfahrungen gemacht, die ich sonst vielleicht verpasst hätte 🙂

    Dann hoffe ich, dass es für dich bald besser wird, seit Oktober ist ja wirklich schrecklich lang!

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7341

    😀😋👍 Na siehste, geht doch! 👍😋😀

    Jetzt mal im Ernst: Kopf hoch, wenn die Migräne es zulässt, Freund schnappen, Lächeln ins Gesicht und vielleicht still, leise oder laut ein bisschen singen, und raus an die frische Luft! Das passt doch viel eher zu dir, als diese Niedergeschlagenheit!

    Mach’s gut und nimm vielleicht erstmal weniger Topiramat, denn man kann ja auch Läuse und Flöhe haben 😋. Topiramat ist schließlich nicht so ganz ohne und kann auch depri machen.

    LillyE
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    Hallo zusammen 🙂
    die letzte Woche war richtig gut, mir gehts von Tag zu Tag besser! Und das beste: ich hab seit Montag keine Schmerzmittel mehr nehmen müssen, weil ich höchsten mittelstarke Kopfschmerzen hatte die nach wenigen Stunden von alleine wieder verschwunden sind.
    Ich bin also sehr glücklich, dass ich das Topiramat nicht abgesetzt habe, denn es wirkt ja so, als könnte es Wirkung zeigen? Ich will nicht wissen, wie viele Jahre es her ist, dass ich eine ganze Woche keine Schmerzmittel genommen habe (abgesehen von der Schmerzmittelpause). Also ein natürlicher Verlauf ist es sicher nicht 🙂 Ich bin gespannt, wie es sich weiterhin verhält!

    Liebe Grüße

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7341

    Wie schön, da ist die positive Lilly wieder aufgetaucht!!! 🌞😄💐🌞
    Mach weiter so, liebe Lilly.

    Alles Liebe und Gute,
    Julia

    LillyE
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    Danke Julia 🙂
    Am Dienstag hab ich auch meinen ersten Arbeitstag. Es ist nur ein Teilzeitjob, weil ich ja nebenbei wieder studiere, bin mir grad nicht sicher, ob ich es vorher schonmal erzählt hab. Ich kann mir relativ frei einteilen wie viel ich arbeite, und zwar im Garten, hauptsächlich Unkraut zupfen und Sträucher zurück schneiden, solche Sachen. Ich werd ganz langsam anfangen mit wenigen Stunden, so dass mein Körper sich wieder dran gewöhnt, es ist sonst eine sehr schöne Arbeit! Ich hab das früher schonmal in den Semesterferien gemacht.
    Und es „interessiert“ niemanden, wenn ich mal nicht kommen kann oder früher gehen muss wegen Migräne, also perfekt. Leider erstmal nur für die Saison, und finanziel reicht es auch nicht ganz, aber für den Moment ist es optimal.

    Und ab heute widme ich mich auch wieder mal (alles langsam) meinem Studium, das ist alles sehr auf der Strecke geblieben in den letzten Wochen. Umso optimistischer bin ich, dass es jetzt wieder alles klappt 🙂 Bin allerdings gespannt, da meine Konzentration unter dem Topiramat schon leidet, wie sehr ich das beim Lernen spüre. Ist ja auch gut möglich, dass das bald besser ist.

    Und ich achte dabei sehr darauf das Gaspedal des Porsches wenig zu beachten und alles mit Ruhe anzugehen, mir ist schließlich bewusst, dass ich das noch verinnerlichen/lernen muss 😉

    Liebe Grüße

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Liebe Lilly,

    das hört sich jetzt alles wieder recht gut an und nun kannst Du neu durchstarten. Alles Gute für Job und Studium – ab jetzt läufts sicher besser. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

Ansicht von 30 Beiträgen - 61 bis 90 (von insgesamt 92)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.