Liebes Sternchen,
danke für deinen Beitrag:)
Nein, bisher habe ich noch keinen arzt, der sich mal ernsthaft mit meiner Problematik auseinandersetzt. Meine Hausärztin hat wie gesagt, nur dazu gemeint, dass ich meine Antibabypille absetzen sollte, ansonsten hat sie da glaube ich keine Ahnung von. Ich muss aber auch zugeben, dass ich zu denjenigen gehöre, die gar nicht erst weiter nach einem arzt gesucht haben. Ich habe immer das Gefühl gehabt, dass mir da eh niemand helfen kann. Bei mir wurden bisher drei MRTs gemacht, bei denen nunmal nichts bei rum kam.
Ich habe bisher immer nur zwei Paracetamol genommen, wenn ich gemerkt habe, dass es losgeht. Dann wurde der Anfall oder eben die Aura verkürzt. Dann habe ich es seit Juni mit der täglichen Einnahme von Blutverdünnern versucht, bis ich dann Sonntag wieder Migräne bekam. Nein, die Diagnose Migräne wurde so nicht gestellt. Durch die Informationen im Internet habe ich mir auch schon gedacht, dass es sich um eine Migräne mit Aura handeln könnte. Ich kann das ja nochmal näher beschreiben: Der Anfall beginnt immer mit einer Sehstörung, d.h. ich sehe Jemanden an und sehe nur einen Teil des Gesichts. ich blicke dann immer auf meine Hände und wenn ich eine von beiden nicht als meine erkenne (hört sich bescheuert an, aber ist so) weiß ich, jetzt gehts los. Dann ist es auch meist so, dass die Hand, die ich quasi nicht erkenne, einschläft oder taub wird, manchmal auch der komplette Unterarm. Wenn ich mich dann hinlege und die Augen schließe, habe ich zackige Formen vor den Augen, die flackern oder blitzen. Dann kommt hinzu, dass meine Lippen, manchmal auch die Zunge und der rachen taub werden oder kribbeln. Wenn ich unterwegs bin und den Anfall habe, weiß ich gar nicht wo ich lang laufe, bzw. renn irgendwo gegen. Mir fallen Dinge aus den Händen und sprechen kann ich eh nicht normal. Wenn der Anfall dann nach 30 Minuten oder einer Stunde abklingt, habe ich heftigste Kopfschmerzen, meist auf der linken Seite bis vorn zur Stirn. Manchmal bin ich dann den ganzen Tag danach schusselig, weiß manchmal nicht, wie ich eine Handlung (mit den Händen) ausführen soll (z.B. Wasser mit Flasche in ein Glas schütten), an anderen Tagen bin ich danach total normal. Ich habe bis heute nicht feststellen können, was die Auslöser hierfür sein könnten. Am Sonntag saß ich z.B. im Auto auf dem Beifahrersitz und hielt meine Tasche auf dem Schoß fest, wollte dann irgendwann aussteigen und mir fiel die Tasche aus der Hand, weil es losging. Hatte nichts vorher bemerkt. Vielleicht irgendwelche Lichter auf den Straßen, ich habe keine Ahnung. Früher hatte ich die Anfälle meist, wenn ich sehr gestresst war. Dann später wiederum hatte ich die Anfälle wenn ich zu lange geschlafen hatte oder relaxt war. Und Sonntag war für mich ein Tag, an dem nichts besonderes war. Morgens war ich arbeiten und habe mich danach für eine Geburtstagsfeier fertig gemacht…kein stress, kein zu langes schlafen.
Von Triptanen habe ich keine Ahnung. Bis jetzt fand ich nur Paracetamol oder Blutverdünner hilfreich, was anderes habe ich aber auch noch nicht ausprobiert. Nun, die letzten Tage waren für mich etwas erschreckend. So langanhaltend hatte ich das bisher noch nicht. Ja, ich denke ich muss etwas tun. Ich werde mal schauen, ob es hier in der Gegend Migränespezialisten gibt oder so etwas in der Art.
LG